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Wie Einheits David Machácek die Beachhandball-EM mit der tschechischen Nationalmannschaft erlebt hat

16.07.2025

Während sich die Handballer des HC Einheit Plauen bereits seit letzter Woche wieder im Mannschaftstraining für die kommende Saison in der Regionalliga Mitteldeutschland befinden, spielte David Machácek mit der tschechischen Nationalmannschaft bei der Beachhandball-Europameisterschaft im türkischen Alanya.

„Es war eine tolle Erfahrung für mich, in so einem großen Turnier mitzuspielen und ich habe es sehr genossen“, erzählt David Machácek: „Es war mein Höhepunkt des Sommers.“ Dabei musste der Linkshänder mit seiner Auswahl einige Rückschläge verkraften: Nachdem sich die Tschechen zum Auftakt gegen den späteren Titelgewinner Deutschland vergangenen Dienstagvormittag mit 0:2 (14:26 und 10:26) geschlagen geben mussten, verloren sie trotz einer besseren Leistung und zweier knapper Halbzeiten auch das zweite Spiel am Abend gegen Portugal mit 0:2 (18:22 und 12:15). „Wir sind eine sehr junge Truppe und hatten kaum Erfahrungen, deshalb waren wir nicht konkurrenzfähig“, analysiert der 22-Jährige: „Wir haben auch nur zwei Turniere pro Jahr, bei denen wir gegen gute Mannschaften spielen und viele Vereine stellen nicht ihre Spieler ab.“ Das Besondere am Beachhandball ist, dass sich in der Defensive auf dem kleineren Spielfeld gleichzeitig immer nur maximal drei Spieler und ein Torhüter einer Vertretung befinden dürfen. Verlässt der Torhüter seinen Torraum, um als Angreifer zu fungieren, bekommt er eine neue Funktion, die als Specialist bezeichnet wird - und das bedeutet, dass die Regie in der Offensive immer mit einem Mann in Überzahl agiert. Erzielt der Specialist ein Tor, dann wird der Treffer wie auch bei spektakulären Toren wie beispielsweise nach einem Inflight (sogenannter Kempa-Wurf, bei dem der Ball im Sprung gefangen und ohne Bodenkontakt geworfen wird) oder Spin Shot (Spieler dreht sich in der Luft um die eigene Achse, bevor er den Ball wirft) sowie nach einem Sechs-Meter-Wurf mit zwei Zählern gewertet. „Das ist der größte Unterschied zum normalen Handball, aber ich finde, dass es eine sehr attraktive Sportart ist, weil das Spiel sehr schnell ist und man viele Tricks beim Werfen macht, um doppelt zu punkten“, weiß der Rechtsaußen des HC Einheit Plauen, der vor vier Jahren beim Qualifikationsturnier in Prag bereits mit dabei war: „Das Besondere ist, dass man neue Spieler kennenlernt und es ist für mich sehr interessant zu sehen, wie sie Beachhandball spielen.“ Obwohl die Spielzeit nur aus zwei getrennt gewerteten Sätzen von jeweils zehn Minuten besteht und bei Gleichstand bis zum Siegtreffer eines Aufgebots (golden goal) weitergespielt wird, sind durch die ständige Überzahl viele Torerfolge auf spielerischem Weg relativ einfach zu erzielen. Der Sieger eines Satzes erhält einen Punkt. Gewinnt je eine Mannschaft einen Satz, wird der Sieger durch das Sechs-Meter-Werfen (Shootout) ermittelt und der Sieger des Shootouts erhält einen weiteren Punkt - und gewinnt das Spiel mit 2:1. Wie der Gastgeber Türkei, der sich in der dritten Partie gegen die Tschechen (14:19 und 28:20) dann mit 9:6 durchsetzte und damit besiegelte, dass es die Auswahl um David Machácek nach der Gruppenphase nicht in die erhoffte Hauptrunde schaffte, sondern nur noch in der Trostrunde um die Plätze 13 bis 16 spielte. „Wir waren sehr enttäuscht, weil wir unter die besten zwölf Mannschaften kommen wollten“, gesteht der 22-Jährige, der in der Regionalliga Mitteldeutschland bereits für die HSG Freiberg auflief: „Wir wollten dann eigentlich noch die letzten drei Partien gewinnen.“ Das gelang fast, denn die Tschechen besiegten erst Malta mit 2:0 (26:14 und 20:15) und dann die Ukraine mit 2:1 (14:21, 24:12) im Sechs-Meter-Werfen mit 8:6, bevor sie sich am Samstag in der letzten Begegnung mit einer erneut knappen Niederlage mit 0:2 (18:25 und 26:27) gegen Bulgarien aus dem Turnier verabschiedeten. „Es war kein Urlaub, denn wir waren die ganze Zeit im Hotel oder hatten ein Spiel beziehungsweise eine Trainingseinheit und hatten keine Zeit für Freizeitaktivitäten, aber ich konnte viele Erfahrungen sammeln“, ist David Machácek dennoch sehr stolz auf seine Teilnahme und die zwölf erzielten Punkte: „Ich mag Beachhandball und spiele es schon seit sechs Jahren, denn in meiner Heimatstadt haben wir kleine Turniere.“ Dort wurde auch sein Können im Sand entdeckt. „Vor fünf Jahren wurde die tschechische Beachhandball-Nationalmannschaft gegründet und ein Trainer aus meiner Heimat fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, mitzuspielen“, erinnert sich Machácek, der aus Most stammt: „Er sah mich bei einem Turnier spielen, wo ich ihn überzeugt habe und dann nahm ich an einigen Trainingseinheiten am Wochenende teil, wenn ich spielfrei hatte - und dann wurde ich für die Europameisterschaft nominiert.“ Und dort schaffte es der Tscheche mit seiner Nationalmannschaft immerhin auf den 14. Platz bei der am Sonntag zu Ende gegangenen Beachhandball-Europameisterschaft im türkischen Alanya. (flow)

 

Bild zur Meldung: Wie Einheits David Machácek die Beachhandball-EM mit der tschechischen Nationalmannschaft erlebt hat

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David Machácek Beachhandball-Europameisterschaft (17.07.2025)

 
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