- „Ich war schon bisschen überrascht, dass es auf diesem Niveau so schnell so gut klappt“: Wie Richard Vogel vom Rechtsaußen zum Halbrechten wurde
- Einheit verliert denkbar knapp
- Einheit strebt ersten Auswärtssieg an
- Einheit verliert gegen Tabellenführer
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Einheit strebt ersten Auswärtssieg an
Nach der bitteren Heimniederlage gegen Bernburg wollen die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagabend ab 18.30 Uhr beim HV Rot-Weiß Staßfurt die passende Antwort liefern. Wie das gegen den punktgleichen Tabellenneunten der Regionalliga Mitteldeutschland gelingen soll.
„Wir fahren nach Staßfurt, um eine stärkere Leistung zu bringen und dann sollten wir auch die Chance auf Punkte haben - aber dafür müssen wir uns bei allem steigern“, fordert Einheit-Trainer Mario Schuldes nach der ersten Saisonniederlage: „Sowohl in der Abwehr, die nicht gut gearbeitet hatte, als auch bei den eigenen Fehlern im Angriff und da müssen wir wieder besser in die Spur finden - und dann werden wir auch wieder erfolgreicher spielen.“ Das klare 27:33 gegen den Spitzenreiter und Meisterschaftsfavoriten SV Anhalt Bernburg ist analysiert - und dabei wurde ein Schwerpunkt auf das Zusammenspiel zwischen Deckung sowie Torhüter gelegt. „Wir haben unter der Woche daran gearbeitet und ich hoffe, dass es wieder besser als gegen Bernburg funktioniert, denn die Defensive ist die Basis“, berichtet Schuldes: „Auch gegen Staßfurt wollen wir auf Tempohandball setzen, was uns gegen Bernburg leider nicht so gut gelungen ist - und das wollen wir auf jeden Fall wieder besser machen.“ Denn eine der Stärken der Salzländer ist die stabile Verteidigung um Abwehrchef Nils Hähnel. „Wir wollen wieder schneller aus der Defensive umschalten und so auch einfache Tore erzielen, um auch Staßfurt unter Druck zu setzen“, kündigt der Übungsleiter an: „Wir wollen unsere Breite im Kader ausnutzen und über 60 Minuten Tempo machen.“ Neben dem Umschaltspiel gehört auch das effektive Nutzen der Überzahlsituationen dazu. „Die Möglichkeiten müssen wir gut ausspielen und uns dafür belohnen, denn die einfachen Tore gegen Staßfurts starke 6:0-Deckung werden wichtig sein“, mutmaßt Mario Schuldes: „Staßfurt spielt nicht so schnell, verschleppt gerne das Tempo und kommt über die Erfahrung im Positionsangriff.“ Diese verkörpern vor allem die Leistungsträger um den zweitligaerfahrenen Malvin Haeske im rechten Rückraum, Kreisläufer Niklas Danowski, den in Mitteldeutschland bestens bekannten Steffen Cieszynski im linken Rückraum und den ehemaligen Bundesligaspieler Justus Kluge auf der Mitte - und sorgen für viel Torgefahr aus der zweiten Reihe. „Die Staßfurter sind individuell wirklich stark und super Handballer - und spielen schon über Jahre zusammen“, weiß der Einheit-Trainer aber auch um die beiden Neuzugänge Lino Geckert im linken Rückraum und Linksaußen Gene Colin Heinrichs, die aktuell die meisten Treffer aus dem Spiel heraus erzielt haben: „Die Mannschaft, die weniger Fehler macht und eine bessere Tagesform hat, wird am Ende wahrscheinlich gewinnen.“ Denn beide Auswahlen seien auf Augenhöhe. „Staßfurt ist eine ähnliche Truppe wie wir“, vergleicht Schuldes: „Deshalb denke ich, dass es ein spannendes Duell wird.“ In diesem wollen die Füchse den zweiten Sieg nachlegen, die wie die Sachsen-Anhalter eine ausgeglichene Bilanz von 3:3 Punkten haben: So startete das Aufgebot von Trainer Svajunas Kairis mit einem 26:26-Unentschieden beim Drittliga-Absteiger SC DHfK Leipzig II, bevor eine 25:31-Niederlage gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz und der 34:29-Erfolg beim SV Oebisfelde folgte. „Wir sind ganz vernünftig in die Spielzeit gestartet“, beurteilt Mario Schuldes: „Wir wollen uns in der Tabelle in einer Region festsetzen, in der wir letzte Saison nicht waren, um auch nicht wieder in den Abstiegskampf zu geraten und dafür ist jedes Spiel wichtig - gerade gegen Mannschaften unserer Leistungsklasse wollen wir natürlich erfolgreich sein.“ Damit das gelingt, braucht es wieder so eine stimmungsvolle Kulisse der Spitzenstädter wie beim ersten Auswärtsspiel beim HC Burgenland. „Das war super und hat uns sehr geholfen, denn gerade in so engen Partien kann die Unterstützung von den Rängen sehr wichtig sein“, hofft der Einheit-Trainer erneut auf zahlreiche Schlachtenbummler: „Auch wenn es eine weitere Fahrt ist, hoffen wir wieder auf viele Fans und wollen unseren Anhängern dann die zwei Punkte schenken.“
Für die schwere Auswärtsfahrt zählen die Vogtländer also wieder auf ihre treuen Fans - die Partie beginnt am Samstagabend, um 18.30 Uhr, in der Salzland-Sporthalle in Staßfurt (Gänsefurther Straße 24) und der Bus fährt 13.30 Uhr am Sportplatz am Lindentempel sowie 13.45 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)
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