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„Hauptproblem waren unsere Abwehrschwächen“
Mit einem 31:40 beim HC Burgenland haben die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagabend die Saison in der Regionalliga Mitteldeutschland auf dem zwölften Platz beendet. Dabei war die deutliche Niederlage ein Spiegelbild der nun zu Ende gegangenen Spielzeit mit einer ordentlichen Offensive und einer zu schwachen Defensive. Über sein Fazit der vergangenen Monate sprach Trainer Mario Schuldes.
Nach dem vierten Rang im Vorjahr und hoffnungsvollen Prognosen über die Leistungsstärke der Mannschaft gab es vor der Saison im Verein viel Zuversicht auf eine ähnlich gute Platzierung; warum mussten die Rot-Weißen stattdessen lange um den Klassenerhalt zittern?
Mario Schuldes: Mir war klar, dass es ein schweres Spieljahr werden würde. Das lag an den spielstarken Aufsteigern aus den Landesligen, der Verstärkung der anderen Mannschaften und der Möglichkeit, dass der SC DHfK Leipzig II und SV 04 Oberlosa beide absteigen könnten. Zudem konnten wir den kompletten Saisonausfall unseres Abwehrorganisators Lukas Horky nicht verkraften.
War das der einzige Grund für die Abstiegssorgen, die sich erst im Saisonendspurt auflösten?
Nicht nur. Unsere Mannschaft hat in vielen Spielen zwar auch im Offensivspiel schwach agiert, aber unser Hauptproblem waren schon die Abwehrschwächen. Wir mussten die Abwehr neu aufstellen, und einige Spieler mussten sich in neuen Rollen zurechtfinden. Schwachpunkt war vor allem das Zusammenspiel von Abwehr und Torhüter.
Torhüter Matej Brychlec bekam bei seiner Verpflichtung im vergangenen Sommer viel Vorschusslob; warum wurde er dem selten gerecht und wie hat Routinier Jan Misar im Vergleich zu ihm seine Sache gemacht?
Matej ist mit 22 Jahren sehr jung und war vorher Profi mit gewohntem Umfeld. Er hatte auch mit Verletzungen zu kämpfen. Ich bin aber von seinem starken Leistungspotenzial überzeugt. Bei „Hanso“ gab es leider zu viele Schwankungen in seinen Spielen. Aber nochmal: Das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Abwehr ist entscheidend. Vom besseren Abwehrverhalten profitieren auch die Torhüter. Wir haben zu oft das Torhüterduell und damit das Spiel mit zu vielen Gegentoren verloren.
Überraschenderweise sprang mit Felix Neef der Torhüter der zweiten Mannschaft seit dem zehnten Spieltag in die Bresche; wie wichtig war seine Unterstützung?
Enorm wichtig. Er hat uns Stabilität gegeben und etliche Punkte geholt. Felix ist auch für die nächste Saison fest eingeplant, was mir für unsere zweite Mannschaft ein bisschen Leid tut. Er ist ein toller Typ.
Welche positiven Aspekte neben dem Klassenerhalt bleiben aus dieser Saison ansonsten in Erinnerung und wie zufrieden bist du mit dem Zuschauerzuspruch, sowohl auswärts als auch bei Heimspielen?
Die Mannschaft ist weiter zusammengerückt. Die Spieler haben erkannt, dass öfter ein offensives Abwehrverhalten dringend erforderlich ist. Mit dem Zuspruch auswärts bin ich sehr zufrieden. Die Mannschaft braucht Zuschauer, die uns mit Herzblut und Leidenschaft unterstützen. Für mehr Besucher daheim muss aber unser Team durch gute Leistungen selbst sorgen. Die Konkurrenz durch andere Sportarten und Vereine ist groß.
Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison; wie sieht dein Ausblick auf das neue Spieljahr schon jetzt aus?
Die Mannschaft ist nach fünf Ab- und fünf Zugängen sowie Lukas Horky komplett mit 17 Akteuren. Wir werden das Team gezielt in neue Mannschaftsstrukturen umbauen. Diesbezüglich haben wir unsere Neuen alle mit einer guten Grundausbildung ausgewählt. Wir setzen auf eine stabile Abwehr mit vielen Ballgewinnen, hohes Tempo im Konterspiel und eine hohe Wurfqualität. Auch Dinge wie Torgefahr von allen Positionen und Geduld für den optimalen Wurf- oder Zuspielzeitpunkt sind auch in Zukunft Punkte, um erfolgreich zu sein. (tau)
Bild zur Meldung: „Hauptproblem waren unsere Abwehrschwächen“





