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Einheit gastiert bei erstarktem Aufsteiger

04.12.2025

Sind alle guten Dinge drei? Nachdem die Handballer des HC Einheit Plauen die beiden Spiele gegen die Aufsteiger aus Thüringen (ThSV Eisenach II) und Sachsen-Anhalt (SV Grün-Weiß Wittenberg) gewonnen hatten, wartet am Samstagabend ab 20 Uhr mit der HSG Freiberg der dritte Neuling aus Sachsen in dieser Saison in der Regionalliga Mitteldeutschland. Wieso die Füchse die Dachse trotz des 13. Tabellenplatzes nicht unterschätzen sollten.

Vier gewinnt - zumindest lautet so das Motto der Rot-Weißen, die die letzten vier Partien in diesem Jahr siegreich gestalten wollen. Nach dem gelungen Auftakt dieser kleinen Serie mit dem deutlichen 38:28-Heimsieg in der Vorwoche gegen das Schlusslicht HC Aschersleben steht nun mit den Bergstädtern die nächste Herausforderung an. Zwar belegen die Mittelsachsen nur Rang 13 und haben mit 6:18 Punkten genauso viele Zähler wie der Tabellenletzte, doch befindet sich der Aufsteiger im Aufwärtstrend. So bejubelten die Silberstädter am vergangenen Wochenende in wahrlich letzter Sekunde ein 31:31-Unentschieden gegen den Vorjahres-Vizemeister HSV Bad Blankenburg - es war übrigens das vierte Remis (27:27 bei HG 85 Köthen, 30:30 bei SG Pirna/Heidenau und 29:29 bei HV Rot-Weiß Staßfurt) für die Dachse in dieser Spielzeit und erste in der 1973 eingeweihten Ernst-Grube-Halle. Dort feierten die Bergstädter mit dem 30:28-Erfolg gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg auch den bisher einzigen Sieg. Denn mit nur 329 Toren (davon 36 von 45 Siebenmeter, 80 Prozent) haben die Mittelsachsen mit durchschnittlich 27,42 Trefffern die zweitschlechteste Offensive nach Aschersleben. Auch, weil mit dem ehemaligen Zweitbundesligaspieler Adrian Kammlodt (spielte insgesamt acht Jahre beim HC Elbflorenz, EHV Aue und TV Großwallstadt) der erfolgreichste Torschütze der vergangenen Saison (172 Treffer in 21 Spielen) zwei Monate aufgrund einer Schulterverletzung pausieren musste - doch bereits in der Vorwoche gegen Bad Blankenburg feierte der HSG-Kapitän seine Rückkehr aufs Parkett und steuerte auf Anhieb vier Tore bei. Bester HSG-Werfer ist aktuell Dominik Gelnar mit 77 Toren in zwölf Spielen (6,42), der davon allerdings 33 Treffer von der Siebenmeterlinie erzielt hat - rechnet man diese Tore heraus, netzt Eric Neumann (33 Tore in neun Spielen, 3,67) genauso oft und Paul Uhlemann (40 Tore in zwölf Spielen, 3,33) nicht viel seltener ein. Dagegen hat der Aufsteiger mit nur 357 Gegentoren (durchschnittlich 29,75) die beste Defensive der aktuellen Abstiegskandidaten und stellt auch eine bessere Abwehr als die Spitzenstädter (31,62). Einen entscheidenden Anteil daran hat auch der ehemalige Bundesligatorhüter Mario Huhnstock (Bergischer HC und HC Erlangen), der sogar 35 Länderspiele für die deutsche Jugend- und zwölf für die Juniorennationalmannschaft bestritt, mit der er 2007 Vizeweltmeister wurde. Den erfahren Schlussmann möglichst oft zu überwinden wird auch eine Aufgabe für den ehemaligen Freiberger David Machacek, der zwei Jahre im HSG-Trikot spielte. 

Damit das gelingt, zählen die Vogtländer in der schweren Auswärtsfahrt wieder auf ihre treuen Anhänger - das Aufeinandertreffen beginnt am Samstagabend, um 20 Uhr, in der Ernst-Grube-Halle in Freiberg (Tschaikowskistraße 2) und der Bus fährt 16.15 Uhr am Sportplatz am Lindentempel sowie 16.30 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

 

Bild zur Meldung: Einheit gastiert bei erstarktem Aufsteiger

 
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