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Vom Handballfan zur wichtigen Kraft beim HC Einheit: Plauener startet durch
Keine Eingewöhnungszeit hat in seiner ersten Regionalligasaison Linksaußen Gian-Luca Corda. Verletzungsmisere und Leistungsschwächen bei den Rot-Weißen forderten ihn sofort. Am Samstag sind die Plauener zu Hause gegen den Tabellenvorletzten HC Aschersleben gefordert.
„Er wird jedes Spiel besser“, freut sich Co-Trainer Josef „Pepe“ Pour über Gian-Luca Corda. Seit Saisonbeginn spielt der 25-jährige Rechtshänder beim Handball Regionalligisten HC Einheit Plauen. Er rückte aus dem zweiten ins erste Männerteam. Schon als 13-Jähriger sah Corda Oberligaspiele seines Vereins. Er erlebte, wie sich Michael Hätterich, Peter Werning, Marc Multhauf, Jan Richter oder Alin Bosneac gegen die Konkurrenten behaupteten. Ganz zu schweigen von den Handballkünsten des ehemaligen Auer Bundesligaspielers Zbynek Vesely. „Ich war begeistert und wünschte mir, später auch mal auf diesem Niveau zu spielen“, sagt Corda. Er trainierte im Auer Nachwuchsleistungszentrum, spielte in der Bezirksauswahl und war bei der Sachsenauswahl. In der Saison 2019/20 schnupperte der 18-Jährige schon Viertligaluft. Doch danach war bei ihm zunächst Schluss mit Handball. „Wegen meinem Schichtbetrieb konnte ich nicht mehr im ersten Männerteam spielen. Eine Augenverletzung kam dazu. Nach zweijähriger Pause spielte ich in der zweiten Mannschaft. Es machte wieder Spaß und ich hatte den Wunsch, wieder höherklassig zu spielen. Es ist für mich eine Ehre, dass mir Trainer Mario Schuldes das Vertrauen schenkte“, so Corda. „Mit dem Wechsel vom Rückraum auf Linksaußen hatte ich keine Probleme. Ich nutze meine Schnelligkeit und Sprungkraft. An taktischen Dingen muss ich noch arbeiten“, sieht Corda noch Handlungsbedarf. Gian-Luca Corda bildet mit Jan Kacin die linke Angriffsseite. Kacin ist verletzt und wird längere Zeit ausfallen. Verantwortung und Einsatzzeit wachsen. „Seine zehn Treffer in Bad Blankenburg sagen alles über seine Stärken. Ich kenne wenig Spieler, die aus der zweiten Mannschaft so schnell in der Regionalliga Fuß fassten“, sagt Pour. Die Bilanz von Corda überzeugt: Mit zehn Treffern beim 30:26-Sieg in Bad Blankenburg hält er den Auswärtstorrekord des Vereins ohne Siebenmetertore seit dem Aufstieg 2013/14. Beim Saisonauftakt gegen Eisenach II und kürzlich gegen Oebisfelde wurde Corda zum „Man of the Match“ gewählt. Vielleicht ja auch am Samstag wieder, wenn die Plauener zu Hause gegen den Tabellenvorletzten HC Aschersleben gefordert sind. (tau)
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