- Einheit wird Dritter beim Spitzen-Cup
- Einheit sieht sich bereit für Spitzen-Cup als Härtetest
- „Hauptproblem waren unsere Abwehrschwächen“
- Einheit möchte sich mit Sieg in Sommerpause verabschieden
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Einheit will Wiedergutmachung betreiben
Erstmals in dieser Saison werden die Handballer des HC Einheit Plauen mit großen Personalsorgen zu kämpfen haben, wenn sie am Samstagnachmittag ab 17 Uhr die HSG Suhl in der Einheit-Arena empfangen. Wie die Füchse dennoch den Tabellenzwölften der Regionalliga Mitteldeutschland schlagen wollen.
„Wir wollen schon etwas wiedergutmachen, wir haben sowohl in Köthen als auch in Suhl schlecht gespielt und deshalb wollen wir natürlich auf eigenem Parkett wieder ein gutes Spiel machen“, sagt Einheit-Trainer Mario Schuldes: „Es wird wieder kein einfaches Heimspiel, aber wir wollen unbedingt die zwei Punkte in Plauen behalten.“ Doch die Waffenstädter haben nicht nur am vergangenen Wochenende dem Tabellenelften HC Glauchau/Meerane ein 23:23-Unentschieden abgetrotzt, sondern davor auch beim Dritten USV Halle ein 35:35-Remis eingefahren und den Sechsten HC Elbflorenz II mit 33:31 geschlagen. „Die Südthüringer sind eine gute Mannschaft, individuell stark besetzt und im Angriff sehr effektiv“, weiß Schuldes: „Suhl spielt sehr physisch, körperbetont und ist auf viele Einzelaktionen ausgelegt.“ Vor allem auf fremdem Parkett führte das zum Erfolg, denn dem bisher einzigen Heimsieg (32:27 gegen die Rot-Weißen) stehen schon fünf Auswärtssiege gegenüber - unter anderem besiegten die Simsonstädter den Zweiten HSV Bad Blankenburg mit 30:29. „Sie haben viele enge Ergebnisse, auch zu Hause schon öfter nur knapp verloren und bei ihren Siegen haben sich die Gegner beeindrucken lassen“, berichtet der Übungsleiter: „Es kommt darauf an, dass es uns gelingt, unsere eigene Philosophie umzusetzen und deshalb wird entscheidend sein, dass wir uns nicht Suhls Spiel aufzwingen lassen.“ Denn mit der robusten Spielweise, die schon zu 127 und damit den mit großem Abstand meisten Zeitstrafen in der Liga führte, hatten bereits viele Aufgebote ihre Probleme. „Mit der sehr aggressive Deckung macht es der Aufsteiger den Gegnern sehr schwer, zum Torerfolg zu kommen“, ergänzt Mario Schuldes: „Wir müssen die Überzahlsituationen effektiv nutzen.“ Dass auch die Plauener mit der härteren Gangart nicht gut zurecht kommen, sieht der Einheit-Trainer nicht so. „Prinzipiell würde ich das nicht sagen, da wir ja auch beide Partien gegen Pirna gewonnen und gut gegen die Eisenbahner gespielt haben“, verweist Schuldes auf den 27:23-Auswärtssieg und 31:24-Heimerfolg: „Wir müssen die Zweikämpfe sowohl in der Defensive als auch in der Offensive annehmen und müssen wahrscheinlich noch mehr als in anderen Begegnungen dagegenhalten, um auch Ballgewinne oder Zeitstrafen zu erzwingen.“ Dazu wollen die Spitzenstädter im Positionsangriff die Verteidigung in Bewegung bringen und in die Breite ziehen. „Wir müssen den wurfstarken Rückraum aktiv verteidigen, aber auch die beiden Kreisläufer sind sehr gut“, fordert der Übungsleiter: „Wir müssen raustreten und dann entsteht natürlich Platz am Kreis, den sie gut nutzen, aber das müssen wir als Mannschaft gut lösen, was eine große Herausforderung wird.“ Auch, weil Mittelmann Joel Stegner nach einem Außenbandriss bis zum Saisonende ausfällt und der zweite Mittelmann David Zbiral wegen einer Oberschenkelverletzung sowie Abwehrchef Lukas Horky, der Halblinke Petr Jahn, der Halbrechte Rico Englert und Torhüter Jan Dohnal aufgrund einer Erkältung unter der Woche nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnten - ob es bei dem ein oder anderem wenigstens noch zu einem Kurzeinsatz reichen wird, entscheidet sich erst im Abschlusstraining. „Die Vorzeichen sind nicht gut und unsere vielen Ausfälle sind wirklich heftig“, so Mario Schuldes: „Wenn zwei, drei Leistungsträger nicht mit dabei sind, dann macht das sehr viel aus.“ Dennoch wollen die Vogtländer auch im achten Heimspiel in Folge ungeschlagen bleiben. „Wir wollen gewinnen, egal wer auf der Platte steht und unseren fünften Tabellenplatz verteidigen“, steckt der Einheit-Trainer den Kopf nicht in den Sand: „Die fitten Jungs müssen Verantwortung übernehmen, sie haben mein volles Vertrauen und wissen, wie wir erfolgreich sein können.“ Dabei soll trotz der dünnen Personaldecke das Tempospiel wieder ein Mittel zum Erfolg sein. „Wir werden vielleicht nicht über die gesamte Spielzeit Tempo gehen können, aber wir müssen es probieren und es gut hinbekommen“, will Schuldes nicht von der Art abrücken, wie die Füchse in dieser Saison Handballspielen: „Wir wollen die Fans weiter begeistern und mit einem guten Gefühl in die letzten Partien gehen.“ (flow)
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