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HC Einheit Plauen e.V
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1. Mannschaft des HC Einheit Plauen

Wieprechtstr. 11
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Aktuelle Meldungen

Einheit überrascht Tabellendritten und feiert Auswärtssieg

(17.10.2021)

Das hätten sich auch die 25 mitgereisten Fans nicht erträumt: Die Handballer des HC Einheit Plauen gewinnen bei der zweiten Vertretung des HC Elbflorenz klar mit 27:21. Damit können die Rot-Weißen in der vierten Partie in der Ferne bereits den dritten Erfolg beim Tabellendritten in der Mitteldeutschen Oberliga am Samstagabend in der Ballsportarena in Dresden bejubeln.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, zwar war Elbflorenz II der erwartet schwere Gegner, aber unsere Abwehr hat absolut dagegen gehalten und das über die Beine gelöst“, macht der Einheit-Trainer Jan Richter seinen Spielern ein großes Kompliment: „Wir haben heute genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, denn meine Mannschaft war in der Defensive überragend und auch im Angriff machte sie nur sehr wenige Fehler, spielte technisch sauber sowie auf den Punkt, was dann dazu führte, dass wir auch so ein Spiel gewinnen“. Dabei begann die Partie gleich mit einem Aufreger: Noch bevor im Protokoll das erste Tor oder die erste gelbe Karte notiert werden konnte, sah der Dresdner Leon Burmeister die rote Karte, da er den Plauener Dominik Pecek beim Sprungwurf getroffen hatte. Vorausgegangen war ein Ballgewinn der Spitzenstädter in der Abwehr, der Rechtsaußen geht in den Konter und will frei vor dem gegnerischen Tor abschließen, als es die Berührung gab, die laut Regelwerk immer zur Disqualifikation führt. Den folgenden Siebenmeter verwandelte der erneut mit sechs Toren treffsicherste Vogtländer Jan Kacin sicher und leitete damit den starken Start in die Begegnung für die Füchse ein. In der Folge sollten jeweils noch Kreisläufer Jakub Sira und Rückraum Maximilian Krüger jeweils drei Mal einnetzen bei lediglich einem Gegentor und so stand es schon nach knapp 14 Minuten 1:7 für die Westsachsen. Schon während der Anfangszeit konnte sich Torhüter Jan Misar immer wieder mit starken Paraden auszeichnen, besonders sehenswert, als er den Strafwurf des bis dahin bei allen 13 Siebenmetern erfolgreichen Landeshauptstädter Vincent Emilio Klepp hielt und legte mit seiner guten Leistung zwischen den Pfosten den Grundstein für eine starke Defensive. „Wir kamen sehr gut ins Spiel, da wir vor allem in der Offensive äußerst klug agierten, indem wir fast immer die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit trafen“, ist der Übungsleiter stolz auf seine Auswahl: „Wir waren einfach als Kollektiv, als Mannschaft absolut an unserem Limit und haben in der Abwehr füreinander sowie miteinander gekämpft“. Doch innerhalb von nur fünf Zeigerumdrehungen kämpften sich die Hausherren mit vier Toren auf 5:8 wieder heran, da die Gäste lediglich einen Treffer erzielen konnten und so schmolz die Führung auf einen Drei-Tore-Abstand zusammen. „Es kam dann wieder der übliche Schlendrian in unser Agieren und genau in solchen Phasen ist es dann extrem wichtig, dass wir uns davor einen komfortablen Vorsprung erspielt haben“, weiß Richter: „Denn genau dieses Polster brauchen wir in solchen Spielabschnitten, von dem wir dann zehren können, wenn nicht mehr jeder Wurf drin und jede Entscheidung perfekt ist, denn dann kommt der Gegner peu à peu ran“. Diese Aufholjagd konnte erst eine Auszeit unterbrechen und so konnten sich die Rot-Weißen nicht nur bis zur Halbzeitpause beim Stand von 8:15, sondern bis zur 40. Minute einen Neun-Tore-Vorsprung (11:20) erspielen.

„Zum Glück hatten wir so hoch geführt, denn dann ist es für den Gegner wahnsinnig schwer, das wieder aufzuholen“, erklärt Jan Richter: „Denn der Gegner muss dann wahnsinnig viel Aufwand betreiben, um den Rückstand verkürzen zu können, was Elbflorenz II nicht geschafft hat und so konnten wir auch wieder wegziehen“. Dennoch sollte es noch einmal spannend werden, als die Spitzenstädter in vierzehn Minuten lediglich drei Mal einnetzen konnten, da sie mehrere freie Würfe vergaben sowie die Dresdner aber gleichzeitig sieben Treffer erzielten und so auf 18:23 verkürzten. „Das war eine Situation, in der das Spiel noch einmal kippen hätte können“, analysiert der Übungsleiter: „Aber meine Mannschaft war heute einfach zu konzentriert, zu sicher und zu clever, dass sie die zwei Punkte noch einmal aus der Hand gibt“. Vor allem über die überragende Defensive schafften es die Westsachsen, sich wieder zu stabilisieren sowie zu festigen und so konnte der HC Einheit Plauen einen überraschenden 27:21-Auswärtssieg beim Tabellendritten HC Elbflorenz II feiern.

Erfreulich ist auch, dass die Füchse den Ausfall einer Stütze im offensiven Rückraum so gut kompensieren konnten, da Matyas Mandaus aufgrund einer Grippe-Erkrankung pausieren musste und zum anderen, dass die Rot-Weißen nicht nur wieder von allen Positionen Torgefahr ausstrahlten, sondern auch einnetzten sowie die Trefferquote deutlich besser als in den vergangenen Begegnungen war. „Wenn wir genau so spielen, dann können wir gegen jedes Aufgebot, egal wie es besetzt ist, gewinnen“, resümiert Jan Richter: „Wir waren über 60 Minuten die bessere Mannschaft, wir lagen zu keiner Zeit hinten sowie hatten wir immer einen komfortablen Vorsprung und das ist ein absolutes Qualitätszeichen gegen ein starkes Perspektivteam“. Nun hoffen die Plauener, dass sich der Aufwärtstrend weiter fortsetzt und sie so in ihrem zweiten Heimspiel der Saison in zwei Wochen, am 30. Oktober um 16 Uhr, gegen den HSV Bad Blankenburg auch den ersten Sieg vor heimischem Publikum in der Einheit-Arena mit ihren Fans bejubeln können. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar - Kveton (1), Model (3), Gemeinhardt, Krüger (5), Fort (3), Roth, Kacin (6/3), Sira (5), Zbiral, Pecek (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HC Elbflorenz 2006 II: Weinand (2), Klepp (4), Linke, Niestroj, Stolze (5/3), Cal, Burmeister, Zinke (1), Meinhardt (4), Hoffmann, Prager, Wellner (3), Kryszon (2), Reimer; Trainer Fabian Metzner, Co-Trainerin Maria Wielsch, Mannschaftsbetreuer Stephan Laskowski, Physio Vincent-Ciano Viehweger

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 1 für HC Elbflorenz 2006 II

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen

Disqualifikationen: 1 für HC Elbflorenz 2006 II (ohne Bericht)

Zuschauer: 100

Foto zur Meldung: Einheit überrascht Tabellendritten und feiert Auswärtssieg
Foto: Einheit überrascht Tabellendritten und feiert Auswärtssieg

Einheit hat erneut schweres Auswärtsspiel

(14.10.2021)

„Jetzt kommen die harten Brocken“, so die Einschätzung von Trainer Jan Richter vor der vergangenen Partie beim immer noch ungeschlagenen Tabellenführer HG 85 Köthen, welches die Handballer des HC Einheit Plauen mit 24:30 verloren hatten. Am kommenden Samstag haben die Spitzenstädter mit der zweiten Vertretung des HC Elbflorenz erneut ein schweres Auswärtsspiels vor der Brust, denn die Dresdner stehen nach drei Siegen und einer Niederlage gegen die ebenfalls ungeschlagene SG Pirna/Heidenau auf Rang drei der Tabelle in der Mitteldeutschen Oberliga. Da die Landeshauptstädter einige Spieler haben, die sowohl in der ersten als auch in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden, ist es für die Vogtländer äußerst schwierig, das Leistungsvermögen der Hausherren vor dem Aufeinandertreffen richtig einzuschätzen, da dies davon abhängig ist, mit welchem Spieleraufgebot die Elbstädter dann in die Begegnung gehen. „Elbflorenz ist eine Wundertüte, da sie in ihren vier Partien vier vollkommen verschiedenen Mannschaften aufs Parkett geschickt hatten und dazu kommt, dass sie dann auch jedes Mal mit einem komplett unterschiedlichem Spielkonzept agierten“, analysiert der Übungsleiter: „Dennoch können wir uns natürlich auf gewisse Abläufe vorbereiten, so sind die Dresdner gespickt mit jungen Akteuren in ihren Reihen, die schnell spielen wollen“. Das bedeutet für die Rot-Weißen, dass sie stabil in der Abwehr stehen und es schaffen müssen, ihr Umschaltspiel schnell aufs Parkett zu legen, um gefährlich zu sein sowie einfache Tore erzielen zu können. „Wir müssen uns wieder für unsere Offensivbemühungen belohnen und die Tore machen“, fordert Richter: „Dafür sollten wir uns vor allem die Würfe nehmen, die eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, dass wir sie auch in den gegnerischen Maschen unterbringen“. Eine weitere Erkenntnis aus den vergangenen Aufeinandertreffen ist, dass es die Füchse zwar immer wieder schaffen, dank einer guten Abwehr den Gegner ins Zeitspiel zu bringen und dennoch nicht den Wurf parieren können. „Wenn man eine Minute in der Defensive konsequent verteidigt und dann trotzdem den Tor kassiert, dann macht das einem im Kopf kaputt“, weiß Jan Richter: „Denn wir haben dann schon Dreiviertel der Abwehrarbeit geschafft und nun heißt es, dass wir es auch noch hinbekommen müssen, auch das letzte Viertel so gut zu verteidigen, dass wir dann keine Gegentore mehr bekommen“. Auch warnt der Einheit-Trainer davor, dass wenn der Schiedsrichter seinen Arm zum Zeitspiel hebt sowie jedem klar ist, dass der Gegner nur noch sechs Pässe spielen kann, dass jeder dann das kleine, harzige Leder gewinnen möchte und dann die Auswahl Gefahr läuft, dass sie unsortiert auf den Ballführenden geht, wodurch dann Lücken entstehen. Dass die Spitzenstädter mehr Gegentore kassieren, liegt auch daran, weil sie ihr Agieren verändert haben und so spielen die Vogtländer beispielsweise schneller nach vorne, was bedeutet, dass die Zahl der Angriffe in den 60 Minuten höher ist, wodurch mehr Treffer auf beiden Seiten erzielt werden können. „Wir haben in den letzten Partien zu viele Fehler gemacht und die wollen wir wieder minimieren“, hofft Richter: „Gegen Köthen haben wir einen klaren Schritt nach vorne gemacht und damit bin ich auch zufrieden“. Damit sich die Füchse wieder mit Punkten belohnen, müssen sie es schaffen, von allen Positionen im Angriff eine große Torgefahr auszustrahlen, füreinander sowohl in der Defensive als auch in der Offensive zu spielen und das volle Leistungsvermögen abrufen sowie die einfachen Tore zu machen. „Wir hatten ein gutes Auftaktprogramm, aber nun kommen die schwereren Mannschaften, weshalb wir an unserer Leistung weiter arbeiten und diese noch verbessern müssen“, sagt Jan Richter: „Wir können alle Aufgebote schlagen, wenn wir uns auf uns konzentrieren sowie unsere Qualität aufs Parkett bringen und dann sind wir stark genug, auch dieses schwere Auswärtsspiel zu gewinnen“. Der HC Elbflorenz II informierte darüber, dass zur Partie am Samstagabend, um 19.30 Uhr, Gästefans nach der 3G-Regelung zugelassen sind und so können die rot-weißen Anhänger die Füchse in der Ballsportarena in Dresden unterstützen - der Bus fährt 15.30 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit hat erneut schweres Auswärtsspiel
Foto: Einheit hat erneut schweres Auswärtsspiel

Einheit macht in entscheidender Phase zu viele Fehler

(10.10.2021)

Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel am Samstagabend für die Handballer des HC Einheit Plauen gegen die HG 85 Köthen in der Mitteldeutschen Oberliga. Nachdem die Spitzenstädter bisher ihre beiden Partien in der Ferne gewinnen konnten, mussten sie beim weiter ungeschlagenen Tabellenführer eine 24:30-Niederlage hinnehmen.

Es bleibt dabei: Die Rot-Weißen können in Köthen nicht gewinnen, denn auch in der mittlerweile elften Begegnung zwischen beiden Vereinen schafften es die Vogtländer nicht, die beiden Punkte bei den Anhaltinern einzufahren und so liest sich die Bilanz mit lediglich einem Sieg sowie einem Unentschieden bei gleichzeitig neun verlorenen Aufeinandertreffen wie die eines Angstgegners. Um eine Chance in Köthen zu haben, „müssen an dem Tag meine Spieler all das perfekt umsetzen, was sie können“, sagte Einheit-Trainer Jan Richter bereits vor dem Spiel. Und die Sachsen starteten gut in die Partie, konnten diese bis zum 3:3 nach sieben Minuten offen gestalten, doch dann zeigte sich erstmals das, was später mitverantwortlich für die zweite Niederlage in Folge sein sollte. Die Füchse machten zu viele einfache Fehler in der Offensive, die dann die Hausherren mit ihrem top besetztem Aufgebot effektiv zu nutzen wussten, sodass sich die Gastgeber erstmals eine Zwei-Tore-Führung bis zum Stand von 9:7 Mitte der ersten Halbzeit erspielen konnten. Nachdem es den Plauenern gelang, wieder zum 10:10 auszugleichen sowie bis zum 12:11 dran zu bleiben, sorgte eine erstmalige Zeitstrafe dafür, dass die Spitzenstädter die Unterzahlsituation nicht schadlos überstanden, weil der Tabellenführer binnen drei Minuten drei Treffer erzielten und so auf 15:11 wegzogen.

Nach dem Seitenwechsel beim Stand von 17:14 wollten die Rot-Weißen weiter ihre Überzahlsituation nutzen, um den Rückstand zu verkürzen und die Vogtländer nutzten ihre guten Möglichkeiten, noch einmal ranzukommen. „Wir haben schnell zu Beginn des zweiten Durchgangs das Tor gemacht, haben dann uns auch in der Abwehr den Ball erkämpft und danach gleich noch ein weiteren Treffer erzielen können“, freut sich Richter. Doch dann wurde die Aufholjagd bereits beim Stand von 17:16 abrupt gestoppt, denn mit der zweiten Zeitstrafe im Aufeinandertreffen für die Sachsen, dem Gegentor des mit sechs Treffern besten Köthener Werfers Frank Grohmann und einer zweiten Zwei-Minuten-Strafe, da der Übungsleiter Matyas Mandaus zu früh wieder aufs Parkett schickte, gelang es dem Staffelfavoriten, sich eine Sechs-Tore-Führung dank dieser doppelten Überzahl zu erspielen. Denn statt des Ausgleichs sorgte das Unheil in Form eines 5:0-Laufes binnen sechs Minuten zum 22:16 dafür, dass die Begegnung bereits in der 38. Minute entschieden wurde. Die Füchse versuchten dann zwar mit Druck wieder ranzukommen, doch dabei machten sie zu viele Fehler und so bezeichnete Richter diese Phase auch als „katastrophal“. Insgesamt konnten die Spitzenstädter 13 freie Würfe nicht in den gegnerischen Maschen unterbringen und machten zwölf technische Fehler, die ihnen zum Verhängnis wurden. „Auch wenn wir sehr gut offensiv gedeckt haben und ich sehr lange das Gefühl hatte, dass wir das Spiel noch gewinnen können, war das der ausschlaggebende Punkt für die Niederlage“, so Jan Richter: „Wir hatten dann auch einfach nicht mehr das Monumentum auf unserer Seite“. In der Folge gelang es den Vogtländern nicht mehr, den Rückstand zu verkürzen oder Ergebniskosmetik zu betreiben und so leuchtete am Ende eine 24:30-Niederlage auf der Anzeigetafel, die allerdings deutlicher ausfiel als es dem Spielverlauf gerecht werden würde.

„Wir haben uns für gute Aktionen nicht belohnt, wir hatten vor allem in spielentscheidenden Phasen zu viele Fehler gemacht und dann ist es natürlich wahnsinnig schwer, gegen diese gute Truppe erfolgreich zu sein“, resümiert der Einheit-Trainer: „Köthen war in der wichtigen Phase abgeklärter, cleverer und hatte dann auch noch das Spielglück“. Dennoch war die Leistung der Plauener im Vergleich zur bitteren Niederlage vor heimischem Publikum in der vergangenen Woche klar verbessert, das Tempo im Angriffsspiel war höher und so erspielten sich die Rot-Weißen viele Abschlussmöglichkeiten. „Wir haben in dieser Partie wieder gemerkt, dass wir auf jeden Fall fähig sind, den Gegner zu fordern und auch solche Begegnungen erfolgreich gestalten können, aber dafür müssen wir unsere Fehlerquote weiter verringern“, analysierte Jan Richter abschließend: „Es war ein klarer Aufwärtstrend“. Diesen gilt es für den HC Einheit Plauen am kommenden Samstag erneut auswärts um 19.30 Uhr beim HC Elbflorenz 2006 II zu bestätigen, der an diesem Wochenende spielfrei hatte und mit 6:2 Punkten auf Rang drei der Tabelle steht. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar - Kveton (3), Model (2), Gemeinhardt, Krüger (2), Fort (1), Roth (2), Kacin (8/2), Mandaus (4), Zbiral (2), Pecek, Sira; Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HG 85 Köthen: Krug (5), Groll (1), Uelsmann (2), Gmirek, Oelsen (4), Kanzler, Grohmann (6/3), Serfas, Jaidi (1), Just (5), Milkow (1), Danowski (5); Trainer Martin Lux, Co-Trainer Tom Lüders, Mannschaftsbetreuer Rene Nowak

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 2 für HG 85 Köthen

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 5 für HG 85 Köthen

Zuschauer: 193

Einheit zu Gast beim ungeschlagenem Tabellenführer

(07.10.2021)

Nach der bitteren 24:29-Niederlage gegen den NHV Concordia Delitzsch im ersten Heimspiel der Saison in der Mitteldeutschen Oberliga wollen die Handballer des HC Einheit Plauen nun am kommenden Samstag wieder zu alter Stärke zurückfinden. Doch das wird beim Spitzenreiter HG 85 Köthen eine große Herausforderung, denn die Gastgeber sind mit drei Siegen perfekt in die Spielzeit gestartet. So konnten die Anhaltiner erst deutlichst mit 31:22 beim HBV Jena 90 gewinnen und auch die zwei Punkte gegen den HC Glauchau/Meerane nach einem klaren 31:24 behalten, bevor sie sich knapp mit 30:26 im hitzigen Derby gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg durchsetzen konnten. Dabei hatten die Hausherren, die gegen die Spitzenstädter die dritte Partie vor heimischem Publikum in Folge bestreiten, vor allem Probleme mit einer Manndeckung gegen die beiden Rückraumspieler Lukas Krug und Frank Grohmann. „Köthen ist für mich neben Freiberg der Staffelfavorit, weil sie einen top Kader haben“, schätzt Einheit-Trainer Jan Richter ein: „Sie haben einen überragenden Rückraum, sehr gute Außen und einen spielstarken Mittelmann sowie mit Martin Danowski einen der besten offensiven Kreisläufer der Liga“. Dennoch kennt auch der Übungsleiter die Schwächen dieser Mannschaft, die sie in den letzten drei Aufeinandertreffen offenbart hat und die „müssen wir attackieren“. So sollen die Füchse in der Abwehr sehr aktiv sein, das schnelle Spiel annehmen und im Zentrum für einen sauberen Block stabil stehen, um mit einem guten Zusammenspiel mit dem Torwart zu Ballgewinnen zu kommen. Doch die Rot-Weißen wollen sich gar nicht so sehr auf die Bachstädter fokussieren, sondern sich vielmehr auf die eigene Leistung konzentrieren, um wieder erfolgreich zu sein. „Jedes Spiel fängt von null an, aber wir haben natürlich den Anspruch, eine bessere Leistung als gegen Delitzsch abzurufen und dann werden wir schauen, wie das Ergebnis am Ende ist“, so Richter: „Wenn ich mit meiner Auswahl zu einhundert Prozent zufrieden bin und der Gegner an dem Tag einfach besser ist, dann kann ich das auf jeden Fall akzeptieren, auch wenn wir natürlich immer gewinnen wollen“. Zwar war der letzte Kontrahent Delitzsch besser als die Vogtländer, doch die Sachsen haben nicht das aufs Parkett gebracht sowie sind nicht ans Maximum gegangen, wozu sie im im Stande sind und „das hat mich wirklich gestört“. Damit sich solch eine Begegnung nicht noch einmal wiederholt, wurde die Niederlage bei einem gemeinsamen Videostudium aufgearbeitet und daraus viele Schlüsse gezogen. „Wir müssen wieder das spielen, was wir richtig gut gemacht haben“, fordert Jan Richter: „Wir müssen wieder viel schneller in den Angriffsmodus kommen, näher an der Abwehr sein, um mehr Druck auf die Defensive ausüben zu können und auch den Ball schneller durch die eigenen Reihen laufen lassen sowie die Aktionen bis zum Ende spielen, denn nur wenn jeder im System bleibt, dann kann die Lücke in der gegnerischen Verteidigung entstehen, die wir dann nur nutzen müssen“. Dass das den Plauenern vielleicht besser auf fremden Parkett gelingt, auch wenn sie noch nie in Köthen gewinnen konnten, könnte möglicherweise ein kleiner Vorteil sein, dass sie bereits am vierten Spieltag nun das dritte Mal zu einem Auswärtsspiel reisen müssen. „Wir sind vielleicht in der Ferne etwas gefährlicher als zu Hause“, mutmaßt der Einheit-Trainer, der mit einem klaren Ziel ins Aufeinandertreffen geht: „Wir wollen von Anfang an extrem aggressiv auftreten, so wie wir es gegen Wittenberg sowie Glauchau gemacht haben und stark in die Partie starten, denn dann ist es wahnsinnig schwer, uns zu stoppen“. Denn wenn die Rot-Weißen in der Abwehr den Kontakt zum Gegenspieler suchen, stabil gegen deren Offensivbemühungen arbeiten und schnell in den eigenen Angriff kommen, dann können sie auch Köthen vor Probleme stellen. „Eine gute Defensive bringt Vertrauen, Selbstbewusstsein und einfache Treffer“, weiß Richter: „Delitzsch haben wir sieben Mal ins Zeitspiel gebracht und dann jedes Mal das Tor kassiert, dann macht einem das im Kopf kaputt und ein Spiel wird im Kopf entschieden“. Und so hofft Jan Richter, dass sein Aufgebot diesen befreiten Kopf wieder auswärts haben wird: „Wenn wir unser Spiel wieder umsetzen, gegen den Staffelfavoriten eine Top-Leistung aufs Parkett legen und wenn wir diese als gesamte Mannschaft bringen, dann haben wir auch die Chance, zu gewinnen“. Die HG 85 Köthen informierte darüber, dass zur Partie am Samstagabend, um 19.30 Uhr, Gästefans nach der 3G-Regelung zugelassen sind und so können die rot-weißen Anhänger die Füchse in der Heinz-Fricke-Sporthalle in Köthen unterstützen - der Bus fährt 14.30 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit zu Gast beim ungeschlagenem Tabellenführer
Foto: Einheit zu Gast beim ungeschlagenem Tabellenführer

Einheit zu aufgeregt vor heimischem Publikum

(03.10.2021)

Enttäuschte Gesichter am Samstagnachmittag in der Einheit-Arena: Die Handballer des HC Einheit Plauen verlieren ihr erstes Heimspiel der Saison in der Mitteldeutschen Oberliga klar mit 24:29 gegen den NHV Concordia Delitzsch. Wieso die Siege in der Ferne für zu großen Druck und damit zur Niederlage auf rot-weißem Parkett führten.

Vor dem Spiel trauerte der HC Einheit Plauen während einer Schweigeminute um Rene „Sepp“ Meier, der im Sommer viel zu zeitig von uns ging und mit ihm verlor die rot-weiße Handballfamilie nicht nur eines ihrer Mitglieder, sondern einen ganz besonderen Menschen, dessen Herz für unseren Verein schlug.

Das hatten sich die 354 Fans, die Spieler und Trainer Jan Richter ganz anders vorgestellt: „Natürlich bin ich enttäuscht, wir hatten uns mehr ausgerechnet, aber nach dem Verlauf der Partie hatten wir es auch nicht verdient, zu gewinnen“. Und so stellten sich nach den enttäuschenden 60 Minuten viele die Frage aller Fragen: Woran hat`s gelegen? Bei der Ursachenforschung fällt auf, dass die Spitzenstädter allein 13 technische Fehler machten und 15 Mal daran scheiterten, erfolgreich einzunetzen, was bedeutet, dass 28 Angriffe nicht so ausgespielt wurden, um ein Tor erzielen zu können. Dass viele Pässe in den Rücken oder unsauber zum Nebenmann gespielt wurden, dass der Ball selbst bei Überzahl im Aus, aber nicht beim Mitspieler landete und dass ein Torwartabwurf nach einer Parade vom Gegner abgefangen wurde, all das war wahrscheinlich bedingt durch eine zu große Aufregung bei den Füchsen. „Wir hatten heute das erste Mal etwas zu verlieren, auswärts konnten wir nur gewinnen“, versucht sich der Übungsleiter in einer Analyse. Das nutzen die Delitzscher gnadenlos aus und konnten vor allem durch ihren „wahnsinnig schnellen“ Außenspieler, der gespickt mit Drittligaerfahrung ist, einfache Kontertore sowie viele Treffer bei Zeitspiel erzielen. „Der Gegner hat uns richtig unter Druck gesetzt, natürlich stieg auch der Druck, da es das erste Heimspiel war“, sagt Richter: „Wir starten schlecht in die Begegnung, dann ist man noch aufgeregter und Delitzsch hat eine sehr gute Mannschaft“. Schon nach gut vier Minuten lagen die Vogtländer 0:4 hinten und man merkte, dass es dem Aufgebot schwerfällt, das aufs Parkett zu bringen, was sich die Hausherren vorgenommen hatten. Daran sollte auch die erstmalige Überzahl und ein für die Rot-Weißen gegebener Siebenmeter nichts ändern, da Mittelmann David Zbiral den Strafwurf nicht in den gegnerischen Maschen unterbringen konnte. Erst Jan Kacin sollte die Spitzenstädter wenig später mit dem ersten Tor zum 1:5 erlösen und leitete mit drei weiteren Treffern zusammen mit Zbiral, Dominik Pecek und Maximilian Krüger eine Aufholjagd zum 7:7 nach knapp einer Viertelstunde ein. „Das Unentschieden war im Nachhinein betrachtet auch bisschen Augenwischerei, weil wir sehr viel Glück in unseren Aktionen hatten und viele zweite Bälle doch wieder bei uns landeten“, ordnet Jan Richter den Zwischenstand ein. Dennoch stieg bei den Zuschauern damit auch die Hoffnung, dass Einheit wieder zu normaler Form findet und das Aufeinandertreffen auf Augenhöhe ausgetragen wird, was allerdings nur bis zum 9:10 nach gut 22 Minuten gelingen sollte. Denn dann warfen sich die Delitzscher wieder eine Drei-Tore-Führung heraus, die bis zur Halbzeitpause beim Stand von 11:14 Bestand hatte. „Wir haben sehr viel Kraft dabei gelassen, weil wir in der Abwehr sowie im Angriff wahnsinnig viel arbeiten mussten, um das Unentschieden erreichen zu können und dafür mussten wir irgendwann Tribut zollen, weil wir danach auch kein Gas rausnehmen konnten“, weiß der Einheit-Trainer: „Deshalb ist es ja so wichtig, am Anfang in Führung zu gehen“.

Nach dem Seitenwechsel sollte ein Ruck durch die Mannschaft gehen, die sich viel vorgenommen hatte für den zweiten Durchgang. Aber wie schon zu Beginn der ersten Halbzeit, machten die Füchse zu viele individuelle Fehler und brachten das kleine, harzige Leder nicht im gegnerischen Gehäuse unter, sodass nach 41 Minuten ein 13:22-Rückstand auf der Anzeigetafel leuchtete. „Wir standen nicht so stabil wie in den letzten Spielen und mit der Zusammenarbeit mit den Torhütern haben wir es einfach nicht geschafft, den Gegner dauerhaft vor Probleme zu stellen und das ist ein Problem, an dem wir arbeiten müssen“, so Richter: „Wir haben nicht so energisch gespielt, unsere Aktionen waren nicht auf dem Punkt und wir hatten einfache Ballverluste sowie haben wir in der Deckung nicht den Zugriff bekommen“. Ein Debakel drohte und daran konnte auch erst einmal eine Auszeit oder das erste Tor nach sieben Zeigerumdrehungen durch Matyas Mandaus nichts ändern. „Wir waren oft diese halbe Sekunde zu langsam, unsere Schnittstellen haben nur selten gepasst und haben häufig nicht die richtigen Entscheidungen getroffen“, erklärt der Übungsleiter: „Das lag zwar auch daran, dass Delitzsch gut gedeckt hat, aber vor allem lag es daran, dass wir es nicht gut gemacht haben“. Als das Aufeinandertreffen Mitte des zweiten Durchgangs entschieden war, schafften es die Vogtländer endlich, ihre Aktionen genauer auszuspielen und das umzusetzen, was sie sich vorgenommen hatten. Das gelang, weil sie schneller sowie explosiver agierten und führte immerhin noch dazu, dass Ergebniskosmetik zum 24:29-Endstand betrieben werden konnte.

„Wir haben gemerkt, dass wenn wir Vollgas gehen, also aus einer guten Abwehr in die zweite Welle kommen, dass wir immer die Chance haben, Tore zu erzielen und das haben wir heute leider nur teilweise aufs Parkett gebracht“, resümiert Einheit-Trainer: „Aber wir müssen das Tempo dauerhaft gehen und dürfen uns von dem Druck nicht lähmen lassen, das möchte ich aus der Partie mitnehmen“. Besonders ärgert Jan Richter, dass diese schwache Leistung vor heimischem Publikum war: „Es ist sehr schade, wir müssen uns das Vertrauen wieder zurück erarbeiten und ich hoffe, dass wir dass auch in den nächsten Spielen wieder so machen werden“. Als schon längst die Lichter in der Einheit-Arena ausgegangen waren und die Analyse des Heimspiels in vollem Gange war, da schaute der Einheit-Fuchs vorbei, der vielleicht seinem Pendant ein paar ganz geheime Tipps von der erfolgreichen Taktik-Tafel für das kommende, schwere Auswärtsspiel am Samstagabend bei der mit 6:0-Punkten noch ungeschlagenen HG 85 Köthen ins Ohr flüstern wollte… (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar - Kveton, Model, Gemeinhardt, Krüger (4), Fort (3), Roth (1), Kacin (10/3), Mandaus (2), Zbiral (3), Pecek (1), Sira; Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

NHV Concordia Delitzsch: Eulitz (1), Günther (4), Kürth (4/3), Wächter, Baumgärtel, Prautzsch (5), Voigt, Herholc, Sowada, Harig (2), Zierau (1), Kalliske (1), Schmidt (7/2), Oehlrich (3), Beyer, Brodowski (1); Trainer Jan Jungandreas, Co-Trainer Martin Müller, Mannschaftsbetreuer Sven Griehl

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 3 für NHV Concordia Delitzsch

Zeitstrafen: 6 für HC Einheit Plauen, 6 für NHV Concordia Delitzsch

Disqualifikationen: 1 für NHV Concordia Delitzsch (ohne Bericht)

Zuschauer: 354

Foto zur Meldung: Einheit zu aufgeregt vor heimischem Publikum
Foto: Einheit zu aufgeregt vor heimischem Publikum

Einheit will Fans mit erfrischendem Handball begeistern

(30.09.2021)

Besser hätte der Saisonstart für die Handballer des HC Einheit Plauen in der Mitteldeutschen Oberliga nicht laufen können: Erst bringen die Rot-Weißen eine überwiegend überzeugende Leistung im Westsachsen-Derby gegen den HC Glauchau/Meerane aufs Parkett, dann gewinnen die Füchse ihr weitestes Auswärtsspiel beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz dank eines starken Beginns und „Anfangssprints“. Mit 4:0 Punkten gehen die Spitzenstädter in ihre erste Partie vor eigenem Publikum in der noch jungen Saison, am Samstag gastiert der NHV Concordia Delitzsch ab 16 Uhr in der Einheit-Arena. „Ich freue mich sehr auf unser erstes Heimspiel, wir werden einen erfrischenden, schnellen sowie schönen Handball zeigen und wünsche mir, vor einer tollen Kulisse spielen zu können“, ist Einheit-Trainer Jan Richter voller Vorfreude. Wie wichtig es ist, die Unterstützung und den Rückhalt von den Rängen zu bekommen, haben die Vogtländer bereits in fremder Halle gegen sich erleben müssen. „Wir wissen, was eine sehr gute Stimmung bei der Mannschaft auslösen kann, deshalb hoffe ich, dass viele Zuschauer kommen und wir diesen Vorteil für uns nutzen können“, wünscht sich der Übungsleiter eine volle Halle. Damit die Fans auch über viele eigene Tore, parierte Bälle und am Ende über zwei Punkte jubeln können, müssen die Plauener konzentriert agieren. „Wenn wir wenig Fehler machen, auf den Punkt spielen und das umsetzen, was wir bisher erfolgreich aufs Parkett gebracht haben, dann bin ich sehr optimistisch, dass wir das Spiel auch gewinnen“, fordert Richter. Ein Aufeinandertreffen verlaufe in Abschnitten „und wir hatten immer wieder Phasen, in denen wir es geschafft haben, den Gegner mit einer guten Abwehr sowie einem wahnsinnig schnellem Angriffsspiel vor Probleme zu stellen“, erklärt Jan Richter: „Das war gegen Wittenberg unser großer Vorteil, weshalb wir am Anfang wegziehen und am Ende gewinnen konnten sowie haben wir gegen Glauchau die Kontertore gemacht, weshalb wir das Spiel für uns auch siegreich gestalten konnten“. Nun soll der sehr gute Saisonstart mit dem ersten Heimsieg vergoldet werden: „Es wäre wichtig, die Partie gegen Delitzsch zu gewinnen, denn dann würde meine Mannschaft mit 6:0 Punkten richtig stabil dastehen“, weiß der Einheit-Trainer. Auch die Nordsachsen konnten ihre erste Begegnung in der neuen Spielzeit mit 25:20 gegen den HC Aschersleben erfolgreich gestalten, doch gegen die HSG Freiberg mussten sie eine 27:32-Niederlage hinnehmen. Dabei spielte beim NHV Concordia Delitzsch vor allem eine Rolle, dass die beiden Torjäger im linken Rückraum, Max Amtsberg sowie Tobias Karl, weiterhin verletzt sind und somit auch in Plauen das Fehlen ihrer Werfer kompensieren müssen. Dazu kommt der Abgang von Frank Grohmann zur HG 85 Köthen, der in den vergangenen Spielzeiten immer 180 bis 220 Saisontore erzielte und vom Delitzscher Trainer Jan Jungandreas als bester Spieler im rechten Rückraum in der Liga geadelt wurde. Dagegen stehen bei den Nordsachsen drei Neuverpflichtungen: Torwart Vincent Bauer sowie Linksaußen Lukas Kürth von LVB Leipzig, der seine Stärken in der Abwehr und im Konterverhalten hat, da er wahnsinnig schnell ist. Vor allem Rückkehrer Thomas Oehlrich macht sich bei den Concorden positiv bemerkbar, der nicht nur eine starke körperliche Präsenz und viel Erfahrung aus der ersten, zweiten sowie dritten Liga hat, sondern auch die Deckung mit all seiner Routine perfekt organisiert. „Delitzsch ist mit sehr guten Spielern besetzt, vor allem wird im Leipziger Raum eine sehr gute Jugendarbeit geleistet und die Akteure bringen reichlich Praxis aus höheren Ligen mit“, schätzt Jan Richter die Gäste ein. Wie den Rückraum Steve Baumgärtel, der aus der zweiten Liga kommt und sowohl einen guten Wurf hat, als auch gute Kreisanspiele macht sowie seine Außen sehr gut in Szene setzen kann. „So einen Spieler kann man nur im Kollektiv verteidigen und das haben wir in den letzten Jahren immer sehr gut gemacht“, erinnert sich Richter: „Wir wissen genau, was da kommt, aber ein Akteur gewinnt nicht alleine ein Spiel“. Zudem war der NHV Concordia Delitzsch für die Rot-Weißen in der Vergangenheit eine gute Adresse, konnten zu Hause in den letzten Jahren immer gute Ergebnisse erzielen „und so bin ich bester Hoffnung, den Schwung mitzunehmen sowie die zwei Punkte in Plauen behalten“, so der Einheit-Trainer: „Wir haben unsere Stärken und die müssen wir aufs Parkett bringen“. Der Verein weist darauf hin, dass zum Heimspiel am Samstag laut aktueller Regelung die Kontaktdatenerfassung erforderlich ist und nur geimpften, genesenen oder negativ auf das Coronavirus getesteten Personen Zutritt gewährt werden darf. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will Fans mit erfrischendem Handball begeistern
Foto: Einheit will Fans mit erfrischendem Handball begeistern

Einheit krönt weiteste Auswärtsfahrt mit zwei Punkten

(26.09.2021)

Mit einem 25:22-Sieg (13:10 zur Halbzeit) im Gepäck kamen die Handballer des HC Einheit Plauen in der Nacht zum Sonntag von ihrem zweiten Spiel in der Ferne beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz in der Mitteldeutschen Oberliga zurück. Dabei war vor allem der gute Start der Schlüssel zum Erfolg.

Nach nicht einmal acht Minuten stand es in Partie zwischen dem HC Einheit Plauen und dem SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz bereits 5:1 für die Spitzenstädter: Dabei sollte sich noch im weiteren Verlauf der Begegnung zeigen, wie wichtig dieser starke Beginn für die Füchse war. Denn anschließend kamen die Lutherstädter immer besser ins Spiel und waren mit den Rot-Weißen auf Augenhöhe, auch deshalb, weil sich bei den Sachsen die Fehlwürfe häuften oder technische Fehler gemacht wurden, wodurch die Gastgeber den Rückstand nicht größer werden ließen. Dazu kam, dass das relativ hart, aber nicht unfair geführte Aufeinandertreffen davon geprägt war, dass beide Mannschaften recht häufig in Unterzahl agieren mussten und so die Offensivbemühungen erschwerte. So wurden die Hausherren stärker, setzten immer wieder klug ihren Kreisläufer in Szene, der dafür dann sorgte, dass es für die Anhaltiner entweder Siebenmeter oder eine Zwei-Minuten-Strafe für die Vogtländer gab. Dadurch schmolz eine zwischenzeitliche Sechs-Tore-Führung beim Stand von 9:3 in der 17. Minute innerhalb von lediglich zehn Zeigerumdrehungen auf einen Vorsprung von nur noch zwei Treffern beim 11:9 kurz vor der Halbzeit. „Dennoch hatte ich keine Angst, dass das Spiel nun kippen könnte, sondern war davon überzeugt, mit Wechseln den Gegner vor neue Herausforderungen zu stellen, was auch aufgehen sollte“, so Einheit-Trainer Jan Richter. Wenige Sekunden vor dem Seitenwechsel erzielte Mittelmann David Zbiral das wichtige 13:10, doch vor allem gelang es dem mit sieben Toren überragend agierenden rechten Rückraumspieler Matyas Mandaus immer wieder einzunetzen.

Durch die nicht verwandelten Abschlüsse der Plauener und dem Nutzen dieser Chancen der Wittenberger, in dem sie vor allem über ein schnelles Umschaltspiel in der zweiten Welle einige einfache Treffer erzielen konnten, entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keine Auswahl mehr absetzen konnte. Das lag auch daran, dass die Lutherstädter wieder ein fast voll besetzte Bank hatten, ihre verletzten Spieler wieder auf Torejagd gehen konnten und so die bei den zwei klaren Niederlagen fehlende Qualität wieder aufs Parkett brachten. Getragen von den 220 Zuschauern in der eigenen Halle, hielten die Gastgeber dem Druck der Spitzenstädter über die restliche Spielzeit entgegen und schafften mit einer guten kämpferischen Leistung, sich bis auf ein Tor heranzuarbeiten. Erst eine genommene Auszeit des Übungsleiters sorgte dann nicht nur dafür, dass die gegnerische Aufholjagd gestoppt, sondern sich Einheit gut sechs Minuten vor dem Ende beim Stand von 23:18 auf fünf Tore absetze. Entscheidend in dieser erneut spielentscheidenden Phase war, dass der für den Strafwurf eingewechselte Schlussmann Josef Pour den Siebenmeter pariert sowie anschließend Torhüter Jan Misar erst einen Ball hält, ihn ins verwaiste Tor der Anhaltiner wirft und dann erneut sein Gehäuse bei einem Konter vernagelt.

„Unser Anfangssprint und unsere gute Einstellung auf den Gegner war der Schlüssel dazu, dass es uns anschließend gereicht hat, dass wir dann das gesamte restliche Aufeinandertreffen pari gespielt haben“, resümiert ein zufriedener Jan Richter. „Das, worauf wir uns vorbereitet hatten, ist auch so eingetroffen und wir wurden vor genau die Herausforderungen gestellt, auf die wir uns einstellen konnten, was uns ermöglichte, so schnell einen Vorsprung aufzubauen“, freut sich der Übungsleiter. „Wir gewinnen unser zweites Auswärtsspiel in Folge, meine Spieler zeigen eine hohe Einsatzbereitschaft und die Torhüter halten die wichtigen Bälle, besser geht’s doch nicht“, schlussfolgert der Einheit-Trainer abschließend, der ergänzt: „Jetzt freue ich mich sehr auf unser erstes Heimspiel, wir werden einen erfrischenden, schnellen sowie schönen Handball zeigen und wünsche mir, vor einer tollen Kulisse spielen zu können“. Am kommenden Samstag ist es also angerichtet, der HC Einheit Plauen empfängt in seinem ersten Heimspiel der noch jungen Saison in der heimischen Einheit-Arena um 16 Uhr den NHV Concordia Delitzsch. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar (2) - Kveton (2), Model, Gemeinhardt, Krüger, Fort (2), Roth (1), Kacin (4), Mandaus (7), Zbiral (3/2), Pecek (2), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz: Pavlicek, Schöpke, Hernig (3), Hoffmann (2), Knabe, Popov (1), Beyer (2), Schöne (6/4), Pachaly, Knape (3), Buntic (1), Brandt, Ivankovic (4); Mannschaftsverantwortlicher Ronny Picker, Trainer Armands Uscins, Co-Trainer Mathias Held, Physio Niklas Köckeritz

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 4 für SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 5 für SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz

Disqualifikationen: 1 für SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz (ohne Bericht)

Zuschauer: 220

Foto zur Meldung: Einheit krönt weiteste Auswärtsfahrt mit zwei Punkten
Foto: Einheit krönt weiteste Auswärtsfahrt mit zwei Punkten

Einheit strebt Sieg im weitesten Auswärtsspiel an

(23.09.2021)

Nach dem überwiegend überzeugendem 27:21-Sieg zum Saisonauftakt in der Mitteldeutschen Oberliga beim HC Glauchau/Meerane vor knapp zwei Wochen wollen die Handballer des HC Einheit Plauen nun am kommenden Wochenende erneut gewinnen. Die Spitzenstädter gastieren beim letztjährigen Aufsteiger aus der Sachsen-Anhalt-Liga SV Wittenberg-Piesteritz und wollen sich die weiteste Auswärtsfahrt mit zwei Punkten belohnen. Zwar konnten die Vogtländer noch kein Aufeinandertreffen gegen die Lutherstädter in der vergangenen Spielzeit aufgrund des coronabedingten Abbruchs bestreiten, dennoch sind sie für die Rot-Weißen keine völlig fremden. „In der Liga ist keine Mannschaft komplett unbekannt, wir haben den Gegner natürlich beim Videostudium ausführlich analysiert und kennen auch den Kreisläufer, der seit Ewigkeiten in der Mitteldeutschen Oberliga auf Torejagd geht“, berichtet Einheit-Trainer Jan Richter, der aber auch betont: „Wir kennen ihre Eigenheiten nicht“. Auch wenn der SV Wittenberg-Piesteritz zwei deutliche Niederlagen gegen die etablierte Viertligakonkurrenz aus Freiberg und Pirna hinnehmen musste, so glaubt der Übungsleiter nicht an eine leichte Aufgabe für seine Auswahl. „Wittenberg wird aus der Kabine kommen und alles aufs Parkett bringen wollen, zu was sie im Stande sind zu leisten“, erwartet Richter einen unter Druck stehenden Gegner: „Dementsprechend müssen wir Gegenhalten und einhundert Prozent abliefern“. Dass es für die Füchse die weiteste Auswärtsfahrt ist und die Reisestrapazen bei dem ein oder anderem Akteur den Anfall von Müdigkeit hervorrufen könnten, lässt Jan Richter als Ausrede nicht gelten: „Ich erwarte eine gute Leistung und einen Sieg“. Vor allem die letzten 17 Minuten der Partie gegen den HC Glauchau/Meerane, als Einheit nach einer 13-Tore-Führung lediglich noch vier Treffer erzielen konnte, aber elf hinnehmen musste, sorgten dafür, dass die Spieler gewarnt sind, dass es keinerlei Gründe gebe, arrogant aufzutreten, so der Chef-Trainer. „Wir sind in den Einheiten natürlich noch einmal auf diese Probleme eingegangen, aber der Schwerpunkt lag vor allem darauf, die Abläufe zu intensivieren“, sagt Jan Richter, der im Training neben der Abwehrarbeit auch das schnelle Umkehrspiel verstärkt üben ließ. Gepaart mit einem guten Zusammenspiel mit den Torhütern soll auch das wieder die Grundlage für den zweiten Auswärtssieg legen, daneben komme es laut dem Übungsleiter auch noch auf die Kreativität seiner Spieler an, die auf die verschiedensten Situationen kluge Lösungen für erfolgreiche Offensivbemühungen haben sollen. „Wir konnten dank des vergangenen spielfreien Wochenendes in den Trainingseinheiten intensiv an unterschiedlichen Spielformen üben“, sieht der Einheit-Trainer seine Mannschaft gut gerüstet. Der SV Wittenberg-Piesteritz informierte darüber, dass zum Spiel am Samstagabend, um 18.30 Uhr, Gästefans nach der 3G-Regelung zugelassen sind und so können die rot-weißen Anhänger die Füchse in der Stadthalle von Wittenberg unterstützen - der Bus fährt 13.30 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit strebt Sieg im weitesten Auswärtsspiel an
Foto: Einheit strebt Sieg im weitesten Auswärtsspiel an

Einheit beschenkt Trainer mit Sieg im Westsachsen-Derby

(11.09.2021)

Der HC Einheit Plauen gewinnt seinen Saisonauftakt in der Mitteldeutschen Oberliga beim HC Glauchau/Meerane am Samstagabend deutlich mit 27:21. Wieso der Trainer dennoch nicht zufrieden ist.

Es sind gerade gut 43 Minuten im Westsachsen-Derby gespielt: Der HC Einheit Plauen führt beim HC Glauchau/Meerane mittlerweile deutlichst mit 23:10, dominiert das Geschehen auf dem Parkett und deklassiert den Gegner vor 157 Zuschauern in seiner heimischen Sachsenlandhalle. Bis zu diesem Zeitpunkt funktionierte bei den Vogtländern nahezu alles und bei den Hausherren könnte die Pechsträhne länger nicht sein: Während die Spitzenstädter seit ihrem ersten Angriff immer wieder scheinbar spielend leicht zum erfolgreichen Abschluss kommen, gelingt den Gastgebern nur selten ein aussichtsreicher Wurf aufs rot-weiße Tor. Der Grund: Die Spitzenstädter halten sich konsequent an die Spielidee, lassen den Ball dank eines sicheren Passspiels schnell durch die eigenen Reihen laufen und agieren sowohl dynamisch in ihren Aktionen als auch druckvoll beim Stoßen auf die Abwehr, so dass meist für die beiden Außenpositionen so große Winkel oder für den Rückraum breite Lücken entstanden, die sie frei vor dem Schlussmann zum Einnetzen für sich nutzen konnten. In der Defensive arbeiteten sie nicht nur geschlossen im 6:0-Verbund, kommunizierten mit ihren Nebenmännern und rückten schnell der Ballseite nach, sondern verteidigten offensiv den Ballführenden, so dass dieser erst gar nicht zu guten Gelegenheiten kam. Dazu kam bei den Füchsen eine sehr gute Abstimmung zwischen der Abwehr und Torhüter Josef Pour, der sich so wie auch sein Kollege Jan Misar bei einem gehaltenen Siebenmeter, immer wieder mit Glanzparaden auszeichnen konnte. So schafften es die Plauener, die Glauchauer so unter Druck zu setzen, dass sich Fehlwürfe, technische Fehler sowie Fehlabspiele häuften und diese Ballgewinne in einfache Tore durch Konter oder zweite Welle umzuwandeln. Vor allem Dominik Pecek auf Rechtsaußen, der insgesamt acht Mal clever das kleine, harzige Leder eroberte und Honza Kacin auf Linksaußen, der mit sieben Treffern bester Werfer bei den Vogtländern war, zeigten sich äußerst aufmerksam sowie entschlossen in ihrem Agieren. Neben einer überragenden Wurfquote, kaum Fehler in den Offensivbemühungen sowie einem starken Rückzugsverhalten, was dazu führte, dass die Hausherren keine Kontertore erzielen konnten, gehört auch zur Wahrheit, dass die Spitzenstädter sehr oft riesiges Glück hatten, in dem Abpraller, ungenaue Zuspiele oder parierte Würfe immer wieder zu einem Rot-Weißen zurück kamen und so den Gegner förmlich verzweifeln ließ.

Doch was in den letzten 17 Minuten der Partie passierte, konnten sich die mitgereisten Einheit-Fans nicht erklären: In diesem Abschnitt konnten die Gastgeber elf Treffer erzielen, während bei den Füchsen lediglich vier Tore zu Buche stehen. „An diesem Punkt haben wir den Faden komplett abreißen lassen, jeder Akteur spielte für sich und nicht mehr als Kollektiv, was zur Folge hatte, dass unsere Würfe nicht mehr ins Tor gingen, wodurch wir Glauchau peu à peu rankommen ließen“, vermieste diese Schwächephase dem Geburtstagskind die bis dahin freudvolle Stimmung. Der naheliegenden Vermutung, die vielen Wechsel hätten dafür gesorgt, schob Richter sofort einen Riegel vor und betonte, dass jeder Akteur im Kader das Niveau für die vierte Liga habe. „Im Rückraum haben die gleichen Spieler agiert, sie haben nur nicht mehr das umgesetzt, was sie sollten“, ging der Übungsleiter hart mit seiner Auswahl ins Gericht. Seine Schützlinge ließen sich von dem unerwartet hohen Vorsprung beeinflussen, fühlten sich zu sicher, die zwei Punkte schon gewonnen zu haben und gaben nicht mehr einhundert Prozent. „Den Vorwurf einer arroganten Spielweise muss sich die Mannschaft gefallen lassen“, machte Jan Richter seinem Ärger in der Kabine deutliche Luft. „Ich hoffe, alle Spieler haben die Kritik verstanden“.

Dennoch sei der Trainer mit dem Großteil der Partie zufrieden, „da wir auf den Punkt gespielt haben“, resümiert Jan Richter und findet noch versöhnliche Worte zum Abschluss: „Man hat gesehen, zu was die Mannschaft im Stande ist und wenn sie an ihr Limit geht, dann ist sie nicht aufzuhalten“. So gewinnt der HC Einheit Plauen seinen Saisonauftakt in der Mitteldeutschen Oberliga beim HC Glauchau/Meerane nach einem 14:8-Halbzeitstand am Ende deutlich mit 27:21. Am nächsten Wochenende haben die Füchse spielfrei, bevor es dann am 25. September nach Sachsen-Anhalt zum SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz geht. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar - Kveton, Model (3), Gemeinhardt, Krüger (4), Fort (1), Roth, Kacin (7), Mandaus (3), Zbiral (4/2), Pecek (4), Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HC Glauchau/Meerane: Poppitz (6), Ludwig (5), Döhler, Schmidt (2), Ben Husen, Uhlig (1), Piller (1), Nötzold, Klimt (5/1), Kylisek, Schwinger, Blauhut, Zauber (1), Staude, Pfeil; Mannschaftsverantwortlicher Oliver Pflug, Trainer Mario Schuldes, Co-Trainer Maximilian Kleber

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 3 für HC Glauchau/Meerane

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 1 für HC Glauchau/Meerane

Disqualifikationen: 1 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht)

Zuschauer: 157

Foto zur Meldung: Einheit beschenkt Trainer mit Sieg im Westsachsen-Derby
Foto: Einheit beschenkt Trainer mit Sieg im Westsachsen-Derby

Einheit startet mit Westsachsen-Derby in neue Saison

(08.09.2021)

Nach 315 Tagen ohne Pflichtspiel geht es für die Handballer des HC Einheit Plauen endlich wieder um Punkte: Zum Saisonauftakt in der Mitteldeutschen Oberliga gastieren die Rot-Weißen am Samstag, um 17 Uhr auswärts beim HC Glauchau/Meerane. Vor der ersten Partie nach so langer Zeit sei die Gefühlswelt bei den Spitzenstädtern voller Aufregung, Vorfreude und Begeisterung, endlich wieder vor Publikum spielen zu können, aber es herrsche auch eine gewisse Anspannung. Diese wird sich sicherlich auch noch bis zum Anpfiff steigern, denn das Westsachsen-Derby bringt nicht nur wegen der räumlichen Nähe einiges an Brisanz mit. „Das Spiel ist auf jeden Fall etwas Besonderes, denn wir hatten schon so viele interessante Duelle gehabt, egal ob es in der Relegation um den Klassenerhalt ging oder um den Aufstieg“, weiß Trainer Jan Richter. Er selbst hat eine Glauchauer Vergangenheit, stand als Spieler für die Westsachsen auf dem Parkett, bevor er zu den Füchsen wechselte und freut sich, an seine alte Wirkungsstätte zurück zu kehren. Auch wenn Richter noch ein paar Leute bei seinem alten Verein kenne, sei es zu lange her, um Rückschlüsse für das jetzt anstehende Aufeinandertreffen schließen zu können. „Es ist gleich mal eine richtig gute Prüfung zum ersten Spieltag“, zeigt sich der Übungsleiter zufrieden: „Ein besseres Los kann man aus unserer Sicht kaum bekommen“. Ob es ein Nachteil sei, dass gleich der Auftakt bei sich nach dem kleinen, harzigen Leder sehnenden gegnerischen Fans stattfindet, werde sich erst während des Spiels zeigen. Es komme darauf an, wie es in den ersten Minuten läuft, ob die Zuschauer die Vogtländer noch zusätzlich motivieren oder ob dadurch die Auswahl verunsichert werde. Dass diese dazu jedoch gar keinen Grund hätte, bestätigt die sehr gute Vorbereitung: „Ich weiß, dass die Mannschaft im Stande ist, wahrscheinlich jedes Aufgebot zu ärgern, denn das haben wir gegen Drittligisten gezeigt“, ist Jan Richter von seinen Schützlingen überzeugt. „Ich weiß aber auch, dass wir auf den Punkt spielen müssen, denn wenn nur ein paar Prozente fehlen oder Spieler an dem Tag nicht ihr volles Leistungsvermögen abrufen können, dann wird es schnell für uns ganz schwer“. Um erfolgreich zu sein, müssen die Rot-Weißen von Beginn an in der Partie sein, sich an die Spielidee halten und eine starke Abwehr mit einem guten Zusammenspiel mit den Torhütern den Hausherren entgegenstellen. In der Offensive werde es darauf ankommen, schnell in die zweite Welle zu kommen und die Angriffe überlegt auszuspielen, den Ball durch die eigenen Reihen laufen zu lassen sowie den wurfgewaltigen Rückraum in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu bringen. Auch die Gastgeber haben einen starken Rückraum, der durch ein offensives Deckungsverhalten unter Druck gesetzt werden soll, um sie vor Probleme zu stellen, gibt der Einheit-Trainer die Ausrichtung vor. Die Spitzenstädter treffen beim HC Glauchau/Meerane auf einen nahezu unveränderten Kader gegenüber dem Vorjahr, als sie in die Mitteldeutsche Oberliga aufgestiegen sind und nach zwei Unentschieden sowie drei Niederlagen mit 2:8 Punkten auf dem 15. Platz standen. So hatten sie mit Fabian Götze nur einen Abgang, der nun in der zweiten Mannschaft spielt und mit dem 20-jährigen Linkshänder Jeron Nötzold lediglich einen Neuzugang von der HSG Sachsenring aus der Verbandsliga. Besondere Acht geben sollte Einheit auf zwei tschechische Leistungsträger: An dem 38-jährigen Torhüter Ludek Kylisek sind mit seinem starken Stellungsspiel sowie reaktionsschnellen Paraden schon so manche gegnerische Handballer verzweifelt und auf Rückraumspieler Vaclav Klimt, der nach seinem Wechsel vom Drittligisten Schweriner Stiere in der kurzen vergangenen Saison mit 36 Treffern sofort zum Leistungsträger avancierte. Während der Vorbereitung bestritten die Westsachsen fünf Testspiele, die Duelle mit den Landeslisten (gegen Thüringenligist SV Hermsdorf 27:26 und gegen die Sachsenligisten ZHC Grubenlampe 23:20 sowie HSV Weinböhla 32:21) konnten sie alle für sich entscheiden, mussten sich aber in den Partien gegen die beiden Oberligisten (gegen HSG Freiberg 26:30 und EHV Aue II 22:29) geschlagen geben. Die Ergebnisse hätten jedoch wenig Aussagekraft, lautet die Einschätzung des Trainers Jan Richter, der auf alle 13 Mann in seinem Kader zurückgreifen kann und die Tiefe der Mannschaft als Vorteil nutzen möchte. Übrigens: Zum Westsachsen-Derby am Samstag, um 17 Uhr sind Gästefans zugelassen und so können die rot-weißen Anhänger die Füchse in der Sachsenlandhalle lautstark unterstützen - der Bus fährt 14.45 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit startet mit Westsachsen-Derby in neue Saison
Foto: Einheit startet mit Westsachsen-Derby in neue Saison

Einheit präsentiert Mannschaft und begeistert Fans

(05.09.2021)

Der HC Einheit Plauen geht mit einem 13-Mann-Kader in der neuen Saison in der Mitteldeutschen Oberliga auf Punktejagd. Wie gut die Mannschaft mit ihren drei Neuzugängen bereits eingespielt ist, konnten die Fans beim 27:19-Sieg gegen Ligakontrahent ESV Lok Pirna bestaunen.

Mit einer ambitionierten Ansage ließ Trainer Jan Richter am Freitagabend bei der Mannschaftsvorstellung des HC Einheit Plauen für die neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga aufhorchen: „Wir haben uns das Ziel gesetzt, ins obere Mittelfeld der Tabelle zu kommen“. Man habe sich während der Vorbereitung gut auf die kommende Spielzeit eingestellt und da glücklicherweise aktuell keine Spieler verletzungsbedingt ausfallen, sei dies eine realistische Einschätzung. Nach den Abgängen der drei Rückraumspieler Jakub Dolak, Martin Broz und Marc Multhauf, konnte mit Matyas Mandaus lediglich eine Neuverpflichtung auf dieser Position verkündet werden. Dass auf den mit 24 Jahren noch jungen Tschechen als einziger Linkshänder im Rückraum große Verantwortung lastet, ist sich der Rückkehrer bewusst: „Ich versuche, den Druck nicht an mich heranzulassen, denn dann kann ich meiner Mannschaft am besten helfen und sie stärker machen“. Um dennoch dieses Defizit etwas zu kompensieren, soll beispielsweise Maximilian Krüger von Linksaußen wieder im linken Rückraum zum Einsatz kommen und so könne man das Problem mit den vorhandenen Akteuren lösen, da diese auf mehreren Positionen flexibel einsetzbar seien, weiß der Übungsleiter. Für mehr Variabilität in der Offensive soll auch Neuzugang Honza Kacin sorgen, der beim amtierenden tschechischen Meister Talent Pilsen auf Rückraum Mitte ausgebildet wurde und so nicht nur auf seiner bei den Rot-Weißen angedachten Position auf Linksaußen spielen wird. Dennoch wurde die Ausrichtung der Spielweise etwas verändert und so strebt der Trainer schnelleres Agieren im Angriff an, was bedeutet, dass der Ball länger durch die eigenen Reihen gepasst werden muss, bis sich eine Lücke zum Abschluss bietet. „Wir wollen nicht mehr so rückraumlastig spielen, sondern die Außenspieler in Szene setzen“, erklärt Jan Richter: „Die Testspiele haben gezeigt, dass die Mannschaft das verinnerlicht hat und es funktionieren kann, so zum Erfolg zu kommen, auch wenn es anspruchsvoller ist“. Der mit 13 Mann recht schmale Kader sei konkurrenzfähig, auch wenn verletzungsbedingte Ausfälle nur sehr schwer kompensiert werden könnten. „Wir können aktuell jede Position doppelt besetzen und wenn die Leistungsträger voll einsatzfähig sind, dann können wir unsere Ziele erreichen“, hofft Richter, der ergänzt, dass zwar jeder Spieler nun mehr Verantwortung habe, aber so eben auch auf seine Einsatzzeit komme, was wichtig sei. Aufgrund der langen Corona-Zwangspause war es eine sehr schwere Vorbereitung, so wurden nach sieben Monaten ohne gemeinsames Training an den Grundlagen mit dem Ball, der Taktik und an verschiedenen Abwehrkonzepten gearbeitet sowie die drei Neuzugänge integriert. Das Aufgebot sei eine gute Mischung, da man sowohl junge entwicklungsfähige Spieler brauche, die noch gierig auf Neues seien, als auch ältere gestandene Akteure, die ihre Erfahrung weitergeben können. Diese hat auch der 32-jährige Jakub Sira: „Damit haben wir jetzt zwei sehr gute Kreisläufer, weshalb es für mich auch keinen Ersten oder Zweiten gibt und auch wenn Karel der Etablierte ist, hat Jakub eine so große Qualität, die unser Angriffsspiel definitiv bereichern wird“, so der Einheit-Trainer. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Kader, denn der Großteil der Mannschaft konnte gehalten werden und darüber hinaus konnten punktuell Lücken geschlossen werden, was sehr gut ist“. Auch wenn die Voraussetzungen pandemiebedingt nicht leicht waren, habe der Verein die letzten eineinhalb Jahre gut überstanden und nur zwei bis drei kleinere Sponsoren verloren, berichtet die Vorstandsvorsitzende Sabrina Lukas: „Ale anderen, insbesondere die großen Sponsoren, sind uns treu geblieben, worüber wir sehr glücklich sind und so ist es möglich, dass wir mit dem gleichen Budget starten können wie in der letzten Saison“. Wichtig sei allerdings, dass die Spielzeit nicht erneut abgebrochen werden muss und vor Zuschauern gespielt werden kann.

Einen erfreulichen Schritt zurück in eine stimmungsvolle Handball-Welt konnten die Fans nach der Mannschaftsvorstellung bei der Generalprobe erleben, denn zu Gast in der Einheit-Arena war mit Ligakontrahent ESV Lok Pirna ein ambitionierter Gegner. Den 60 Sympathisanten des kleinen runden Leders zeigte sich von Beginn an eine Partie auf Augenhöhe, in der es die Hausherren nach gut zwanzig Minuten erstmals schafften, beim Stand von 9:8 in Führung zu gehen. Hitzig wurde es wenig später, als in der 25. Minute der Gegenspieler bei David Zbiral am Anwurfkreis einhakte und sich der Mittelmann so zu Boden fallen lassen hat, dass auch der Eisenbahner mit auf dem Parkett landete, weshalb beide mit einer roten Karte bestraft wurden. Nach solch einer Disqualifikation des Denkers und Lenkers des Agierens bei den Füchsen hätte das Spiel zugunsten der Gäste kippen können, doch „meine Mannschaft hat sehr gut in dieser Phase reagiert, denn der Wechsel hat zu keinem Abbruch bei den erfolgreichen Offensivbemühungen geführt“, ist Richter stolz auf seine Truppe. Dank eines gehaltenen Siebenmeters von Torhüter Jan Misar zum Pausenpfiff gelang es den Spitzenstädtern, mit einer 11:10-Führung in die Halbzeit zu gehen. „Die Trefferquote war nicht so gut, wir haben noch einfache technische Fehler gemacht und in manchen Situationen selbst den Abschluss gesucht, als zum freien Nebenmann zu passen“, sah der Übungsleiter noch Luft für die zweiten 30 Minuten nach oben. Und die Vogtländer sollten sich die Worte zu Herzen genommen haben, denn nach dem Seitenwechsel glänzte nicht nur Torhüter Josef Pour mit einer sehenswerten Parade nach der anderen, sondern auch seine Vordermänner passten den Ball schnell durch die eigenen Reihen, wodurch immer wieder Lücken zum erfolgreichen Abschluss entstanden. Auch das Agieren bei eigener Unterzahl, wenn der Torhüter für einen sechsten Feldspieler sein Gehäuse verlässt, habe die Auswahl sehr gut gemacht, freut sich Jan Richter. In der Abwehr haben die Spitzenstädter mit einem sehr guten Deckungsverhalten immer wieder dafür gesorgt, dass sich die Pirnaer Würfe von Außen nehmen mussten, die dann die dankbare Beute vom überragend aufgelegten Schlussmann wurden. „Es ist unerwartet hart für ein Freundschaftsspiel zugegangen, aber mit dem Ergebnis bin ich vollends zufrieden“, resümiert der Einheit-Trainer: „Jede Partie bringt uns einen Schritt weiter und wir wissen jetzt, dass wir auf jeden Fall auf Wettkampfhöhe sind, was bedeutet, dass wir in der Liga konkurrenzfähig sind“. Am Ende leuchtete ein deutlicher 27:19-Sieg auf der Anzeigetafel, der sehr wichtig für den Kopf gewesen sei und so hoffen die Verantwortlichen, dass die Mannschaft diese sehr gute Frühform auch im ersten Pflichtspiel der neuen Saison am Samstag um 17 Uhr auswärts beim HC Glauchau/Meerane aufs Parkett legen kann. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit präsentiert Mannschaft und begeistert Fans
Foto: Einheit präsentiert Mannschaft und begeistert Fans

Einheit hatte Drittligisten am Rande einer Niederlage

(30.08.2021)

Für die Handballer des HC Einheit Plauen standen in der heißen Phase der Vorbereitung auf die neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga in den vergangenen Tagen gleich zwei Testspiele an. Erst bestritten die Rot-Weißen am Donnerstagabend quasi das Rückspiel gegen den HSV Ronneburg, dann traten sie am Freitagabend bei Haspo Bayreuth an. Im Gegensatz zum Hinspiel vor einigen Wochen agierten die Spitzenstädter gegen den Thüringenligisten gefestigter und konnten die Partie trotz personeller Ausfälle deutlich mit 34:21 gewinnen. „Gegen die Ronneburger hatten wir unser erstes Testspiel absolviert, das wir nur knapp mit einem Tor gewinnen konnten und jetzt nach einigen Wochen des intensiven Trainings schlagen wir die Thüringer mit 13 Toren Unterschied“, freut sich Trainer Jan Richter über die gute Entwicklung seiner Mannschaft.

Die bestätigte sich auch 24 Stunden später, als die Vogtländer beim Drittligisten nach knapp 18 gespielten Minuten und eines verwandelten Strafwurfes mit 10:7 in Führung gingen. „Wir waren in der ersten Halbzeit nah am Limit“, resümiert der sehr zufriedene Übungsleiter zum 13:11-Pausenstand, der Rechtsaußen Dominik Pecek mit seinen fünf Treffern und einer starken Abwehrleistung einen überragenden ersten Durchgang attestierte. Doch nach dem Seitenwechsel konnten die Hausherren das Spielgeschehen an sich nehmen und gingen erstmals in der 42. Minute beim Stand von 16:18 mit zwei Toren in Führung. Das Problem: Erneut waren nicht alle Akteure bei den Füchsen voll belastbar oder überhaupt einsatzfähig, mit Torhüter Josef Pour und den an einer Verletzung aus dem Trainingslager laborierenden Honza Kacin fielen zwei wichtige Alternativen aus. „Nach der Viertelstunde Pause waren dann die Beine noch etwas schwerer nach dem Spiel am Vortag und so agierte die Auswahl nicht mehr so konzentriert, denn gegen solch eine offensive Deckung muss jeder Spieler an seine Leistungsgrenze gehen, um zum Erfolg zu kommen“, erklärt Richter. So waren die Sachsen immer wieder einen halben Schritt zu langsam und standen nicht mehr allein in der Lücke vor dem Tor, sondern vor dem Gegenspieler, was zur Folge technische Fehler sowie Fehlwürfe hatte. Als es vier Minuten vor dem Ende und einem 22:28-Rückstand so aussah, dass die Bayern als klarer Sieger vom Parkett gehen würden, zeigte Einheit wieder die Tugenden, die sie vor dem Seitenwechsel so stark gemacht hatten. Große Einsatzbereitschaft, ein zügiges Rückzugsverhalten sowie kluges und cleveres Agieren in der Offensive mit weiteren Kontertoren sorgten dafür, dass die Plauener sich nur knapp mit 25:28 Haspo Bayreuth geschlagen geben mussten. „Wir wurden gegen den Drittligisten richtig gefordert, konnten dabei wahnsinnig viel lernen und die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, so das Fazit von Jan Richter: „Wir konnten an unseren Schwächen wie gegen eine sehr offensive Deckung und schnelle Spieler zu agieren, arbeiten sowie auch mal unter Wettkampfbedingungen üben, mit einem siebten Feldspieler zu spielen“.

An diesem Freitag um 18.30 Uhr lädt der HC Einheit Plauen zur offiziellen Mannschaftsvorstellung für die Saison 2021/2022 in der Mitteldeutschen Oberliga in die Einheit Arena ein. Im Anschluss findet die Generalprobe für den Spielzeitstart gegen den Ligakontrahenten ESV Lok Pirna statt, der Anpfiff ertönt um 20 Uhr. Für die Gaumenfreuden ist ein kleines Grillfest geplant. Allerdings gilt es zu beachten, dass zu allen Veranstaltungen laut Gesundheitsamt die Kontaktdatenerfassung erforderlich ist und nur geimpften, genesenen oder negativ auf das Coronavirus getesteten Personen Zutritt gewährt werden darf. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit hatte Drittligisten am Rande einer Niederlage
Foto: Einheit hatte Drittligisten am Rande einer Niederlage

Mannschaftsvorstellung HC Einheit Plauen

(26.08.2021)

Liebe Fans, Mitglieder und Sponsoren,

 

wir laden euch herzlich zur offiziellen Mannschaftsvorstellung des HC Einheit Plauen für die Saison 2021/2022 in der Mitteldeutschen Oberliga in die Einheit Arena, am Freitag, den 3. September 2021, um 18.30 Uhr, ein. Im Anschluss könnt ihr die Jungs auch gleich noch bei der Generalprobe für den Spielzeitstart gegen den Ligakontrahenten ESV Lok Pirna in Aktion erleben, der Anpfiff ertönt um 20 Uhr. Für die Gaumenfreuden ist ein kleines Grillfest geplant. Allerdings gilt es zu beachten, dass zu allen Veranstaltungen laut Gesundheitsamt die Kontaktdatenerfassung erforderlich ist und nur geimpften, genesenen oder negativ auf das Coronavirus getesteten Personen Zutritt gewährt werden darf.

 

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Foto zur Meldung: Mannschaftsvorstellung HC Einheit Plauen
Foto: Mannschaftsvorstellung HC Einheit Plauen

Einheit sieht sich nach Trainingslager in Tschechien gut für die neue Saison gerüstet

(23.08.2021)

Nachdem der HC Einheit Plauen bereits am vorletzten Wochenende ein Trainingslager in der Spitzenstadt absolviert hatte, bereiteten sich die Handballer vom vergangenen Freitag bis Sonntag im westböhmischen Bad Königswart erneut drei Tage intensiv auf die kommende Saison in der Mitteldeutschen Oberliga vor. Los ging’s gleich mit einem Testspiel, das zugleich ein Wiedersehen mit den Regensburg Adlern war, denn gegen den Bayernligisten (vierte Liga) konnten die Rot-Weißen noch in besserer Besetzung in der Vorwoche knapp mit 24:23 gewinnen. Diesmal standen die Zeichen nicht mehr so gut, da Rechtsaußen Dominik Pecek nicht mitreisen konnte und einige andere Spieler nicht voll einsatzfähig waren. So leuchtete nach einem 10:14-Halbzeitrückstand am Ende eine 24:28-Niederlage an der Anzeigetafel auf, die Trainer Jan Richter Anlass zu leiser Kritik gab: „Auch wenn ich taktisch einiges ausprobiert hatte, hatte die Auswahl nicht mehr auf den Punkt gespielt und so hatten wir genau das verloren, was uns stark gemacht hatte“. Das Aufgebot habe sich zu sehr in Einzelaktionen aufgerieben, Spielzüge abgebrochen oder sei ins Eins-gegen-Eins gegangen, anstatt den Ball durch die eigenen Reihen schnell weiter laufen zu lassen, aber das größte Manko sei die schlechte Torquote, inklusive verworfener Strafwürfe, gewesen. „Wir haben noch keinen wirklichen ersten Siebenmeterwerfer, aber das ist reine Kopfsache und wir werden in den kommenden Einheiten sehen, wer dafür der Treffsicherste ist“, so Jan Richter. Dennoch hätten sich erneut Fortschritte gezeigt, so seien die Füchse in ihrem Agieren deutlich flexibler und variabler im Angriff geworden, wodurch sie nicht mehr so berechenbar vom Gegner seien. „Die Mannschaft ist sehr gut zusammen gewachsen und wenn alle fit sind, dann bin ich überzeugt, dass wir jedes Aufgebot in der Liga schlagen können“, schätzt Richter ein. In den Übungseinheiten lag erneut das Hauptaugenmerk auf den Abläufen in der Offensive, die durch ein noch besseres Zusammenspiel, konsequenteres Ausspielen der Spielzüge und einem präzisieren Konterspiel weiter gestärkt werden soll. In den kommenden knapp drei Wochen bis zur ersten Partie in der neuen Saison, die die Vogtländer auswärts am 11. September um 17 Uhr beim HC Glauchau/Meerane bestreiten, werden sie noch zwei Testspiele absolvieren und den Fokus beim Training vor allem auf die Abwehr legen. Neben sehr schönen Eindrücken aus der westböhmischen Stadt Marienberg trübte lediglich die Verletzung des Neuzugangs Honza Kacin, der sich den Fuß umknickte und circa eine Woche ausfallen wird, das gute Resümee des Trainingslagers. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit sieht sich nach Trainingslager in Tschechien gut für die neue Saison gerüstet
Foto: Einheit sieht sich nach Trainingslager in Tschechien gut für die neue Saison gerüstet

Einheit beendet Trainingslager mit Testspielerfolg

(16.08.2021)

Mit einem 24:23-Tespielerfolg gegen die Regensburg Adler ging gestern Mittag ein dreitägiges Trainingslager für die Handballer des HC Einheit Plauen zu Ende. Die beiden Viertligisten lieferten sich eine Partie auf Augenhöhe, in der die Spitzenstädter immer wieder die Möglichkeit hatten, sich eine Führung zu erarbeiten und abzusetzen. Doch zu wenig Druck, ein unsauberes Passspiel und fehlende Wurfpräzession bei den Abschlüssen sorgten dafür, dass die Rot-Weißen mit einem 10:11-Rückstand in die Halbzeitpause gingen. Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Vogtländer, bestimmten das Geschehen auf dem Parkett und konnten sich zwischenzeitlich auch dank des treffsicheren sowie mit sechs Toren bestem Werfer Maximilian Krüger einen kleinen Vorsprung herausspielen. „Wir wollten das Aufeinandertreffen nach den anstrengenden Übungseinheiten gewinnen und das haben wir geschafft, obwohl wir viele kaputte sowie einige angeschlagene Spieler hatten“, freut sich ein zufriedener Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir haben uns in unserem Agieren weiterentwickelt, hatten eine sehr gute Abwehr mit einem glänzend aufgelegten Torhüter Jan Misar und man merkt, dass wenn der Ball bei uns gut durch die eigenen Reihen läuft, wir immer in der Lage sind, ein Tor zu werfen“. Während des Trainingslagers wurde vor allem an Offensivabläufen und an verschiedenen Defensivkonzepten geübt, daneben stand auch eine Ausfahrt an die Talsperre Pöhl sowie eine Einheit in der Boulderhalle an. „Das Wichtigste ist, dass sich die Mannschaft findet und eine gute Stimmung in der Truppe herrscht“, sagt Richter, der seiner Auswahl eine gute Vorbereitung attestiert. Dazu passt, dass die Füchse beim kürzlichen Testspiel gegen den Stadtrivalen SV 04 Oberlosa richtig starke 45 Minuten aufs Parkett legten und mit einer 13:11-Führung in die Halbzeitpause gingen. „Es war sehr gut, dass die Spieler gesehen haben, wenn sie nur zehn Prozent nachlassen, dass sie dann riesige Probleme bekommen, aber wenn die Mannschaft auf den Punkt spielt und ihr volles Leistungsvermögen abruft, selbst einen Drittligisten dominieren kann“, so Jan Richter, der auf weitere Testspielerfolge sowie eine verletzungsfreie Saisonvorbereitung hofft. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit beendet Trainingslager mit Testspielerfolg
Foto: Einheit beendet Trainingslager mit Testspielerfolg

Einheit verpflichtet Kreisläufer als weiteren Neuzugang

(04.08.2021)

Der Handball-Oberligist HC Einheit Plauen hat nach dem Abgang von Kreisläufer David Schmidt mit Jakub Sira erfahrenen Ersatz gefunden. Die Kaderplanungen für die neue Spielzeit sind nach einem weiteren Abgang und einer Verlängerung abgeschlossen.

 

Seit mittlerweile zehn Wochen schwitzen die Handballer des HC Einheit Plauen für eine erfolgreiche Saison in der Mitteldeutschen Oberliga. Nachdem zu Beginn der Vorbereitungsphase die körperliche Fitness im Vordergrund stand, kam nun mehr und mehr auch wieder das kleine harzige Leder zum Einsatz. Ein kleiner erster spielerischer Höhepunkt war kürzlich ein Test gegen einen starken und aufstiegsambitionierten Landesligisten, der nach zwischenzeitlichem deutlichen Rückstand (10:15) am Ende noch knapp mit 25:24 gewonnen werden konnte. So scheiterten die Spitzenstädter durch ungenaue Würfe immer wieder am Torhüter, ließen reihenweise hundertprozentige Chancen beispielsweise bei Kontern liegen und in der Abwehr bekamen die Schlussmänner keine Hand an den Ball. „Es war die erwartet erste Partie, es waren gute Ansätze zu sehen und natürlich wissen wir auch, woran wir in den nächsten Trainingseinheiten noch arbeiten müssen“, resümierte Trainer Jan Richter. „Vor allem der Zugriff auf den Gegenspieler und die Absprache untereinander in der Defensive war noch nicht so gewesen, wie ich sie mir vorstelle, aber generell war die Leistung zu diesem Zeitpunkt in Ordnung“. Um die mannschaftliche Geschlossenheit weiter zu fördern, stand wie im vergangenen Jahr eine Radtour an, die diesmal jedoch nicht die „Tour de Vogtland“, sondern der Klassiker „Rund um die Talsperre Pöhl“ sein sollte. An der Liegewiese am Wassersportzentrum in der Nähe des Campingplatzes Gunzenberg wurden in Anbetracht der Olympischen Spiele mehrere weitere Sportarten wie Schwimmen, Beachvolleyball und Stand-Up-Paddling geübt.

Doch auch hinter den Kulissen wird fleißig am Kader für die neue Spielzeit gearbeitet und so können die Verantwortlichen einen weiteren Neuzugang verkünden. Jakub Sira wird für die nächsten zwei Jahre neben Karel Kveton für Torgefahr auf der Kreisläuferposition sorgen. „Wir haben Jakub bereits vor zwei Jahren beim Spitzen-Cup kennengelernt. Damals war er bei den Regensburg Adlern aktiv, die zu dem Turnier einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, auch aufgrund Jakubs Spiel am Kreis“, erklärt Jan Richter. Der gebürtige Tscheche sei eine richtig gute Verstärkung, sowohl in der Offensive als auch in der Verteidigung, da er auch über die Erfahrung verfüge, die nötig sei, um die Auswahl nach vorne zu bringen. „Jakub bringt sich in den Trainingseinheiten sehr gut ein und man merkt einfach, dass er Leistung bringen will“, freut sich Richter. „Damit haben wir jetzt zwei sehr gute Kreisläufer, weshalb es für mich auch keinen Ersten oder Zweiten gibt und auch wenn Karel der Etablierte ist, hat Jakub eine so große Qualität, die unser Angriffsspiel definitiv bereichern wird“. Der 32-Jährige arbeitet bereits seit Anfang Juli als Elektroniker bei einem Plauener Unternehmen und hat mit Frau sowie Kind auch seinen Lebensmittelpunkt ins Vogtland verlagert.

Freude herrscht bei den Verantwortlichen auch darüber, dass der Vertrag mit Rechtsaußen Jannis Roth für eine weitere Saison verlängert werden konnte. „Es ist sehr schön, dass wir so einen jungen und klasse ausgebildeten deutschen Spieler überzeugen konnten, dass er sich bei uns weiter gut entwickeln kann“, so der Übungsleiter, der noch eine höhere Effektivität und geschickteres Agieren von seinem Schützling erwartet. Mit Dominik Pecek habe er zwar einen sehr starken Konkurrenten, gegen den er sich durchsetzen müsse, aber vor allem körperlich mache er große Fortschritte. „Ich fühle mich hier sehr wohl und ich hoffe, dass wir in der neuen Saison eine breitere Spielanlage haben, um zu mehr Würfen auf den Außenpositionen zu kommen“, sagt Jannis Roth. In der abgelaufenen Saison gehörte der 20-Jährige schnell zum Stammkader und erfreute die Zuschauer mit seiner Schnelligkeit sowie Treffsicherheit.

Unterdessen vermeldet der Verein auch zwei Abgänge: So zieht es Martin Broz zurück in die tschechische Heimat und auch David Schmidt verlässt die Rot-Weißen, der sich erneut dem TSV Oelsnitz anschließt. „David Schmidt hat mich in einem persönlichen Gespräch darüber informiert, dass er nach der Corona-Zwangspause für uns nicht mehr auflaufen wird. Darüber bin ich natürlich traurig, aber ich kann es persönlich nachvollziehen“, berichtet der Trainer. Der Kreisläufer ist vor einigen Wochen Vater einer kleinen Tochter geworden. „Zusammen mit der beruflichen Belastung kann ich das und Handball in der Mitteldeutschen Oberliga nicht mehr unter einen Hut bringen. Denn wenn ich etwas mache, dann zu einhundert Prozent und das geht nun nicht mehr“, so der Familienvater. Insgesamt sei Jan Richter mit dem Kader sehr zufrieden: „Wir haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft und ich glaube, dass wir nun besser aufgestellt sind als in der vergangenen Spielzeit, was sich auch im Laufe der Saison mit guten Ergebnissen zeigen soll“. Das Spiel müsse etwas angepasst werden, da die Auswahl nach dem Abgang von Marc Multhauf, der am vergangenen Freitag von seinen Mitspielern gebührend verabschiedet wurde, nicht mehr so viel Druck aus dem Rückraum auf die gegnerische Abwehr ausüben könne. Das bedeutet, dass die Akteure mehr mit tiefem Stoßverhalten und schnellem Passspiel entweder Lücken reißen, den Kreisläufer anspielen oder den Außen freispielen sollen, um zum Torerfolg kommen zu können. Das Wichtigste für eine erfolgreiche Spielzeit sei, dass alle Partien vor Zuschauern bestritten werden können und es nicht noch einmal zu einer Unterbrechung oder einem Abbruch der Saison komme, hoffen die Verantwortlichen. (flow)

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Foto: Einheit verpflichtet Kreisläufer als weiteren Neuzugang

Rund um die Pöhl mit verschiedenen sportlichen Aktivitäten

(25.07.2021)

Wie im vergangenen Jahr stand im Rahmen der Saisonvorbereitung für die 1. Mannschaft eine Radtour an. Diesmal gab es am Samstag nicht die Tour de Vogtland, sondern den Klassiker „Rund um die Talsperre Pöhl“.

Gut vorbereitet und ausgestattet ging es vom Sportplatz am Lindentempel los. Der erste Berg in Richtung Möschwitz erwies sich dabei nur als Aufwärmprogramm. Leider schlug die Defekthexe im weiteren Verlauf mehrfach zu. Erst konnte Jiri nicht mehr „Fort“fahren, weil sein Hinterrad platt war. Glücklicherweise konnte diese Panne mittels Ersatzschlauch schnell behoben werden. Jedoch nur 5 km weiter war dann bei Jan nichts mehr auszu„Richte(r)n“ - Plattfuß am Vorderrad. Diesmal stand kein Ersatz zur Verfügung und es musste auf die gute alte Art und Weise der Schlauch geflickt werden. Nach einigen Versuchen und vielen Flüchen, da die Reparatur neben einem stark nach Stall duftenden Dorfbach in Helmsgrün erfolgte, ging es endlich weiter. Hoch und runter führte die Strecke dann über Thoßfell und die beiden dortigen Vorsperren nach Altensalz. Dort war die Verpflegungsstation aufgebaut, die sich selbstverständlich großer Beliebtheit erfreute. Zur Abrundung endete die Strecke zunächst an der Liegewiese am Wassersportzentrum in der Nähe des Campingplatzes Gunzenberg. Dort wurde jedoch nicht faul auf der Haut herumgelegen, sondern in Anbetracht der gerade begonnenen Olympischen Spiele mehrere weitere Sportarten betrieben. Nach dem Schwimmen stand Beachvolleyball auf dem Programm. Hier zeigte Trainer Jan Richter der Mannschaft sein ganzes Können und gewann nach hartem Kampf mit seinem Team. Beim anschließenden Stand Up Paddling waren Gleichgewicht und Balance gefragt. Jeder durfte es ausprobieren, aber für die meisten stellte es eine äußerst wackelige Angelegenheit mit unfreiwilligem Abgang dar.

Beim Rückweg über den Lochbauern am Ufer der Weißen Elster entlang sollte eigentlich die landschaftlich sehr reizvolle Gegend ein Highlight sein. Aufgrund aufkommender Hungergefühle und langsam wund gesessener Hintern genoss kaum einer die Natur. Angekommen am Lindentempel führte der Weg zum Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, der wieder einmal mit seiner Gabi die Mannschaft hervorragend mit Steaks, Bratwürsten und Getränken bewirtete. Natürlich ließ es sich das siegreiche Volleyballteam nicht nehmen, sich von den Verlierern ausgiebig bedienen zu lassen. Die letzte sportliche Disziplin an diesem Tage, das einarmige Reißen beim Gewichtheben in der Halbliterklasse, meisterten alle wie immer hervorragend, so dass sämtliche Qualen und Schmerzen schnell vergessen waren.

 

(hs)

Foto zur Meldung: Rund um die Pöhl mit verschiedenen sportlichen Aktivitäten
Foto: Rund um die Pöhl mit verschiedenen sportlichen Aktivitäten

+++ EINHEIT vermeldet weiteren Neuzugang +++

(14.07.2021)

Nach dem Abgang von David Schmidt können die Spitzenstädter Verstärkung auf der Kreisläuferposition vermelden. Der 32jährige Jakub Sira wird ab sofort neben Karel Kveton für Torgefahr sorgen. „Wir haben Jakub bereits vor 2 Jahren beim Spitzen-Cup kennengelernt. Dort war er bei den Regensburg Adlern aktiv, die zu dem Turnier einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, auch aufgrund Jakubs Spiel am Kreis“, erklärt Trainer Jan Richter. Der gebürtige Tscheche wechselt für zwei Jahre nach Plauen. Er arbeitet bereits seit Anfang Juli als Elektroniker bei einem Plauener Unternehmen und hat mit Frau und Kind auch seinen Lebensmittelpunkt in die Vogtlandmetropole verlagert. Herzlich Willkommen, Jakub!

Foto zur Meldung: +++ EINHEIT vermeldet weiteren Neuzugang +++
Foto: +++ EINHEIT vermeldet weiteren Neuzugang +++

+++ Abschied mit freudigem Hintergrund +++

(12.07.2021)

Die Oberliga-Männer des HC Einheit Plauen müssen einen weiteren Abgang verkraften. „David Schmidt hat mich in einem persönlichen Gespräch darüber informiert, dass er nach der Corona-Zwangspause für uns nicht mehr auflaufen wird. Darüber bin ich natürlich traurig, aber ich kann es persönlich nachvollziehen“, erklärt Trainer Jan Richter. Unser Kreisläufer ist vor wenigen Wochen Vater eine kleinen Tochter geworden. „Zusammen mit der beruflichen Belastung kann ich das und Handball in der Mitteldeutschen Oberliga nicht mehr unter einen Hut bekommen. Denn wenn ich etwas mache, dann zu einhundert Prozent und das geht nun nicht mehr“, so der frischgebackene Familienvater.

Wir gratulieren an dieser Stelle der jungen Familie ganz herzlich und wünschen für die Zukunft alles Gute! Danke für dein Engagement, lieber David!

Foto zur Meldung: +++ Abschied mit freudigem Hintergrund +++
Foto: +++ Abschied mit freudigem Hintergrund +++

+++ Youngster bleibt am Bord +++

(05.07.2021)

Wir freuen uns, Euch die nächste Erfolgsnachricht zum Kader für die neue Saison verkünden zu können. Rechtsaußen Jannis Roth bleibt eine weitere Saison in der Spitzenstadt. In der abgelaufenen Saison gehörte Jannis schnell zum Stammkader und erfreute die Zuschauer mit seiner Schnelligkeit und Treffsicherheit. Davon wollen wir in der neuen Saison gern mehr und bekommen es nun auch! Auf geht’s, Jannis!

Foto zur Meldung: +++ Youngster bleibt am Bord +++
Foto: +++ Youngster bleibt am Bord +++

Einheit begrüßt Rückkehrer und Neuzugang

(02.06.2021)

Kaderplanung: Zwei Abgänge, zwei Neuzugänge und zwei Vertragsverlängerungen

 

Heute beginnen die Handballer des HC Einheit Plauen mit der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit in der Mitteldeutschen Oberliga. Damit die Spitzenstädter gut für die neue Saison gerüstet sind, werkeln die Verantwortlichen hinter den Kulissen fleißig am Kader. Bei den Zugängen kommt ein bekanntes Gesicht zurück zu den Füchsen: Matyas Mandaus, der von 2017 bis 2018 bereits die rot-weißen Farben trug, wechselt vom ASV Cham erneut für zwei Jahre ins Vogtland und soll als gut ausgebildeter Linkshänder bei Talent Pilsen für die nötige Variabilität sowie Flexibilität in der Mannschaft sorgen. „Mit Matyas konnten wir endlich unsere Dauer-Baustelle im rechten Rückraum schließen“, freut sich die Vorstandsvorsitzende Sabrina Lukas. „Er ist immer noch ein junger Spieler, der sich bei uns noch weiter entwickeln und vor allem für Torgefahr sorgen soll“, beschreibt Trainer Jan Richter die Erwartungen an den 24-Jährigen. Mit dem 21-jährigen Honza Kacin kommt ein weiterer junger Handballer zur Einheit, der auf der Linksaußen und im Rückraum Mitte einsetzbar ist. Der Tscheche lief bisher für den aktuellen Meister Talent Pilsen in der heimischen Extraliga auf, die als einzige Spielklasse im Handball in der Tschechischen Republik während der coronabedingten Einschränkungen weiterspielen durfte und so konnte er im Gegensatz zu seinen Mitspielern die ganze Zeit am Trainings- sowie Wettkampfbetrieb mit teilnehmen. „Ich würde gerne mit mehr Tempo spielen und offensiver in der Abwehr verteidigen, wofür wir dynamische Akteure auf dem Parkett brauchen, die vor allem auch im Angriff mit schnellem Stoß- sowie Passverhalten Lücken in der gegnerischen Defensive reißen“, so die Vorstellungen des Übungsleiters, der auf den Perspektivspieler während eines Trainingslagers in Böhmen aufmerksam geworden ist. „Es ist für mich eine neue Herausforderung und eine neue Erfahrung, da ich die deutsche Liga kennenlernen möchte“, sagt Honza Kacin: „Mich hat auch überzeugt, dass viele meiner Freunde und ehemalige Mannschaftskollegen hier spielen, was schon ein sehr großer Faktor für mich war“. Dagegen stehen auch bisher schon zwei Abgänge auf den Rückraumpositionen fest, die es beide jeweils in die Heimat zieht und erneut Vater werden: Jakub Dolak, der Plauen verlässt und zurück nach Tschechien geht sowie Marc Multhauf, den es an die Küste nach Cuxhaven zur Familie treibt. „Auch wenn es nicht überraschend kam, dass die beiden Spieler uns nach der Saison verlassen werden, so ist es dennoch sehr schade, dass sich Marc erneut coronabedingt nicht richtig von den Fans verabschieden konnte und sportlich ist er natürlich ein herber Verlust“, bedauert die Vorstandsvorsitzende, die gleichzeitig ein Abschiedsspiel für den langjährigen Kapitän ankündigt. Nachdem bereits Rechtsaußen Dominik Pecek sowie Linksaußen und Rückraum Mitte Kevin Model für die Spitzenstädter zwei weitere Jahre auf Torejagd gehen werden, wurden nun weitere Verträge verlängert. Auch der zweite Rechtsaußen Marcel Gemeinhardt und Torhüter Jan „Hans“ Misar tragen bis 2023 die rot-weißen Farben. „Wir sind sehr froh, dass Hans für zwei weitere Saisons mit Josef „Pepe“ Pour ein starkes Duo zwischen den Pfosten bilden wird und damit die Position optimal besetzt ist“, zeigte sich Sabrina Lukas zufrieden. „Er wurde immer mehr zur Stütze in der Mannschaft, hat sich noch einmal leistungsmäßig deutlich nach vorn entwickelt und ist jetzt mit seinen 30 Jahren im perfekten Torhüteralter“, weiß Jan Richter. Die einzige Baustelle im Einheit-Kader sei noch die linke Rückraumposition, die bisher noch nicht mit einem Neuzugang geschlossen werden konnte, doch man arbeite an guten Ersatz für den treffsichersten Akteur bei den Füchsen in der vergangenen Saison. „Wir brauchen auf dieser Position noch einen Werfer, sonst müssen wir das Spiel umstellen und die Mannschaft an den neuen Stil anpassen“, gibt Richter Einblicke in taktische Überlegungen. Insgesamt sei es eine mühsame und zähe Transferperiode, da sich ja die ganzen Amateurmannschaften weder im Trainings- noch im Wettkampfbetrieb befinden und man so keinen Spieler anschauen könne, berichtet Lukas. Es fehlen durch die Corona-Pandemie die ganzen 18- und 19-jährigen Handballer, die beispielsweise in der Sachsenliga spielen sowie erste Erfahrungen im Männerbereich sammeln und dann beim HC Einheit den nächsten Schritt machen könnten. Die Frage, die sich nicht nur die Verantwortlichen in Plauen stellen, sei, wie das Leistungsniveau nach quasi fast eineinhalbjähriger Pause sein werde, mutmaßt die Vorstandsvorsitzende Sabrina Lukas: „Ich glaube, dass es sehr spannend wird, weil man nicht weiß, wie sich jeder einspielt“. Und Trainer Jan Richter ergänzt: „Wir müssen gleich in der ersten Partie voll da sein und einen guten Start in die neue Saison hinlegen, denn dieses Jahr werden wir es auf jeden Fall sehr schwer haben, den Klassenerhalt zu schaffen“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit begrüßt Rückkehrer und Neuzugang
Foto: Einheit begrüßt Rückkehrer und Neuzugang

+++ Frühjahrsputz +++

(25.04.2021)

Haben wir uns als Vereins in den letzten Jahren immer als größere Gruppe an der Plauener Frühjahrsputzaktion beteiligt, konnte es diesmal nur eine kleine coronakonforme Putzkolonne sein. Doch diese hatte es in sich! ???

Auf einem etwa 300m langen Stück des Fußweges entlang der Bahnlinie oberhalb der Abfallentsorgung sammelten unsere Mitglieder unter tatkräftiger Unterstützung des Einheit-Fuchs viele Säcke Müll. Was Menschen so illegal in der Natur entsorgen, obwohl die Abfallentsorgung gleich nebenan ist und den Müll gegen eine geringe Gebühr entgegennimmt ?. Die Aktion hat sich jedenfalls gelohnt ?

 

(slu)

Foto zur Meldung: +++ Frühjahrsputz +++
Foto: +++ Frühjahrsputz +++

Kaderplanung mit Hindernissen

(11.03.2021)

Der Mitteldeutsche Handballverband hatte Mitte Februar die Saison 2020/2021 in der Mitteldeutschen Oberliga ohne Wertung abgebrochen. Für eine Weiterführung sah der Verband keine Möglichkeit mehr, da nicht hinreichend Zeit bleibt, um eine hinreichende sportliche Wertung zu gewährleisten. Eine Entscheidung, die sich mit Blick auf die aktuelle Situation insbesondere im Vogtland, als richtig erweist. Sollten die Sporthallen in den nächsten Wochen für den Mannschaftssport geöffnet werden, steht es den Mannschaften der Liga frei an einem eventuellen Spielbetrieb mit Freundschaftsspielcharakter teilzunehmen. „Aufgrund der langen Pause von nunmehr über vier Monaten ohne handballspezifisches Training sind mehrere Wochen Mannschaftstraining nötig, um wieder an einem Wettkampfbetrieb ohne großes Verletzungsrisiko der Spieler teilnehmen zu können“, erklärt Einheit-Trainer Jan Richter. Ob und wann das für die Spitzenstädter der Fall sein wird, hängt nicht nur von den politischen Rahmenbedingungen sondern ganz stark vom Inzidenzwert in der Region ab, der aktuell jede Hoffnung auf einen geregelten Sportbetrieb in weite Ferne rücken lässt. „Die Situation ist frustrierend und zermürbend für Spieler und Trainer egal ob im Männer- oder Nachwuchsbereich, aber auch für uns im Vorstand. Wir waren in unserer langen Zeit als Funktionäre noch nie so von äußeren Vorgaben in unserem Handeln bestimmt und beschränkt“, sagt Vorstand Sabrina Lukas.

 

Trotzdem arbeitet man beim HC Einheit Plauen hinter den Kulissen an der Planung für die Saison 2021/2022. Aber auch hier gibt es aktuell wenige Informationen zur Struktur und Anzahl der startenden Mannschaften. Die Spitzenstädter gehen davon aus, dass die neue Spielzeit Anfang/Mitte September beginnen wird. Wie in jeder Saison wird sich auch diesmal das Gesicht der Mannschaft leicht verändern. „Natürlich würden wir alle Spieler gern im September wieder in der Einheit-Arena auflaufen sehen, aber wir respektieren private Entscheidungen der Spieler in Bezug auf Arbeit, Ausbildung und Familie“, erläutert Sabrina Lukas. Dennoch konnte der Verein bereits erste auslaufende Spielervereinbarungen verlängern und damit den Grundstein legen. Rechtsaußen Dominik Pecek wird für die Spitzenstädter zwei weitere Jahre auf Torejagd gehen, genauso wie Kevin Model, der seinen Vertrag ebenfalls bis 2023 verlängert hat. Auch Neuzugänge sind geplant und vielversprechende Gespräche laufen. Allerdings ist es schwierig, ohne die Möglichkeit auf Probetrainings eine Entscheidung treffen zu können. „Wir alle wünschen uns, dass Handballsport wieder möglich wird und wir zumindest zeitnah in eine wenn auch eingeschränkte Form des Trainings zurückkehren können“, hofft Trainer Jan Richter.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Kaderplanung mit Hindernissen
Foto: Kaderplanung mit Hindernissen

Saisonabbruch in der Mitteldeutschen Oberliga

(18.02.2021)

Der Vorstand des Mitteldeutschen Handballverbandes hat auf seiner letzten Sitzung am vergangenen Dienstag einstimmig den Abbruch der laufenden Saison der Mitteldeutschen Oberliga beschlossen. Wie der Verband auf seiner Internetseite mitteilt, waren die zuletzt verlängerten Maßnahmen von Bund und Ländern über die nächsten Wochen hinweg und die damit verbundenen Unwägbarkeiten für die Planung des Spielbetriebes ausschlaggebend für diese Entscheidung. Es gab daher keine wirkliche Chance auf eine Fortsetzung der Saison.

 

Die den HC Einheit Plauen bedeutet dies im Detail. Die Saison 2020/21 wird abgebrochen. Es erfolgt keine Wertung und es gibt keine Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga in die Landesverbände. Sollte die 3. Liga Aufsteiger zulassen, können sich interessierte Vereine melden. Sollte sich mehr als eine Mannschaft melden, wird die Rangfolge der Aufstiegskandidaten ausgespielt. Werden die Sporthallen in nächster Zeit wieder geöffnet, wird seitens des Verbandes ein freiwilliger Spielbetrieb organisiert.

 

„Die Entscheidung ist für uns nachvollziehbar, auch wenn wir uns sicherlich alle etwas anderes gewünscht haben“, erklärt Einheit-Trainer Jan Richter. „Für die Mannschaft und das Trainerteam bedeutet das aber auch Planungssicherheit. Wir sind bereits im Hintergrund mit der Kaderplanung für die neue Saison beschäftigt. Nun können wir anfangen, Nägel mit Köpfen zu machen.“ Die Verantwortlichen des Vereins hoffen, dass zumindest die kommende Saison ordnungsgemäß gespielt werden kann.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Saisonabbruch in der Mitteldeutschen Oberliga
Foto: Saisonabbruch in der Mitteldeutschen Oberliga

Weihnachtsvideo der 1. Mannschaft

(24.12.2020)

Unsere 1. Mannschaft richtet einen Weihnachtsgruß an alle Fans, Mitglieder und Sponsoren. Wir wünschen allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

Spielbetrieb in der MDOL bis Ende Februar 2021 ausgesetzt

(13.12.2020)

Die AG Spieltechnik teilte am 12.12.2020 mit, dass der Spielbetrieb bis Ende Februar 2021 in der Mitteldeutschen Oberliga ausgesetzt bleibt. Geplant ist es, den Spielbetrieb im März 2021 fortzusetzen. Es soll dann die Hinrunde zuende gespielt werden.

 

Zur Meldung des MHV gehts hier.

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Foto: Spielbetrieb in der MDOL bis Ende Februar 2021 ausgesetzt

Einheit verabschiedet sich mit Sieg in die Zwangspause

(01.11.2020)

Mit dem ersten Saisonsieg hat sich der HC Einheit Plauen gestern Nachmittag in die coronabedingte Zwangspause verabschiedet. Die Rot-Weißen gewannen nach spannenden 60 Minuten vor nur 60 zugelassenen Fans 25:20 gegen den SV Oebisfelde. Die Spitzenstädter konnten dank der zwei Punkte die rote Laterne in der Tabelle abgeben und rangieren nun mit drei Zählern auf dem 14. Platz in der mitteldeutschen Oberliga. Auch wenn es sich die Mannschaft zwischenzeitlich wieder einmal selbst schwer gemacht hatte und sich durch Unkonzentriertheiten in der Offensive nicht vom Gegner spielentscheidend absetzen konnte, so war insbesondere eine starke Defensive mit einem überragenden Torhüter Jan „Hans“ Misar dafür verantwortlich, dass die Hausherren sichtlich erleichtert auf dem Parkett jubeln konnten. 

 

Doch die Partie begann alles andere als vielversprechend für die Vogtländer, denn nach gut sechs gespielten Minuten leuchtete ein 1:4 auf der Anzeigetafel und so mancher auf den nur spärlich besetzten Rängen hatte schon wieder Unheil geunkt, dass der gegnerische Schlussmann wieder zu überregionaler Berühmtheit kommen wird. Denn Marc Multhauf konnte nicht nur seinen ersten Siebenmeter nicht in den Maschen unterbringen, sondern er sah sich wenige Sekunden später nach einem Foulspiel am Kreisläufer der Gäste auch gleich auf der Bank wieder. Auch wenn die Mannschaft nun in Unterzahl agieren musste, so schaffte sie es, durch schnelles Passspiel die Abwehr der Sachsen-Anhaltiner in Bewegung zu setzen und so die entstandenen Lücken zum Torerfolg zu nutzen. Bereits in den ersten 20 Minuten konnte sich Torhüter Jan Misar mit zehn Paraden auszeichnen und sorgte mit seinen Vordermännern, die durch geschicktes Agieren immer wieder den Ball erobern konnten, dafür, dass man aus einem 5:7-Rückstand eine 10:8-Führung herausspielen konnte. Allerdings schien die Auszeit der Gäste ihre Wirkung zu zeigen, da sich Einheit vor allem im Angriff immer wieder Schwächen wie Fehlabspiele oder Fehlwürfe erlaubte und so nicht den Vorsprung ausbauen konnte, sondern den 10:10-Ausgleich hinnehmen musste. „Es ist immer das Gleiche, wenn man wie wir mit dem Rücken zur Wand steht, dann hat man diese Angst, Fehler zu machen sowie nicht das zu zeigen, was man kann und genau in diesen Situationen merkt man dann diese Unsicherheit“, analysiert Trainer Jan Richter. Der Aufreger des Spiels ereignete sich in der 23. Minute, als der starke David Zbiral beim Siebenmeter am gegnerischen Torhüter scheiterte, der Ball jedoch in Richtung Sechs-Meter-Linie zurücksprang und die beiden Akteure in der Luft beim Versuch des Ballfangens mit dem Kopf zusammenstießen. Für großen Unmut unter den Zuschauern sorgte die Entscheidung, dem über dem linken Auge blutenden Torhüter für diese Aktion nur eine Zwei-Minuten-Strafe zu geben. Glücklicherweise konnten beide weiterspielen, doch auch den folgenden Siebenmeter konnte der immer noch angeschlagene Maximilian Krüger nicht verwandeln. 

 

Nachdem beim Stand von 13:12 die Seiten gewechselt wurden bauten die Plauener ihre Führung innerhalb von vier Minuten auf 16:12 dank einer leidenschaftlichen Abwehrarbeit und weiteren sehenswerten Paraden des Torhüters Jan Misar aus. Doch wieder schafften es die Spitzenstädter nicht, weiter konzentriert in der Offensive zu agieren und so verschenkte man leichtfertig die Bälle, konnte bei Zeitspiel nicht einnetzen oder leistete sich erneut eine Abschlussschwäche, die dafür sorgte, dass sich beim 17:15 Trainer Jan Richter gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen. „Unser Hans war heute ein extrem starker Rückhalt, man kann bekanntlich nicht alle Würfe als Verteidigung verhindern und dann braucht man einen Torhüter, der genau diese Bälle, die in schwierigen Situationen geworfen werden, pariert“, lobt Richter seinen Schlussmann, der mit einer Quote von über 50 Prozent gehaltenen Bällen ein Garant für den erfolgreichen Auftritt war. So konnten sich die Vogtländer über die Stationen 20:15 und durch einen frechen, mittigen Siebenmeters des mittlerweile vierten Werfers Jannis Roth zum 24:17 spielentscheidend absetzen. Daran konnte auch eine 4:2-Abwehrformation der Gäste nicht mehr viel ändern, die allerdings noch einmal zumindest kurzzeitig für Zittern bei den rot-weißen Fans sorgte, da die Hausherren es nicht schafften, den sich bietenden Platz für sich zum Einnetzen zu nutzen und so die Sachsen-Anhaltiner noch einmal auf 24:20 herankommen konnten. Symptomatisch für den unbedingten Willen, die zwei Punkte zu behalten und den ersten Heimsieg feiern zu können, war die Szene zwei Minuten vor dem Abpfiff, als nach einem wichtigen Block in der Abwehr der Ball in den Reihen der Plauener dank der Fußabwehr des Torhüters blieb, wodurch der HC Einheit das Tor zum 25:20-Endstand gegen den SV Oebisfelde erzielen konnte. „Ich bin mit der sowohl spielerischen als auch kämpferischen Leistung meiner Mannschaft heute sehr zufrieden“, resümiert Jan Richter: „Man hat heute in jeder Minute gemerkt, vor allem aber auch in den Phasen, als nicht alles geklappt hatte, dass die Jungs unbedingt gewinnen möchten und zeigen wollen, dass sie viel mehr können, als sie in den letzten Wochen abgeliefert hatten“. 

 

Dass jetzt erst einmal für mindestens vier Wochen das kleine, harzige Leder ruht, kommt dem Trainer jedoch gar nicht so ungelegen, denn in seinem kleinen Kader waren viele Akteure angeschlagen oder kämpften mit Verletzungen, weshalb sie nur bedingt einsatzfähig waren. Wie es danach weitergeht, ist allen noch unklar, allerdings sei davon auszugehen, dass diese Spielzeit erneut nicht als eine normale Saison zu Ende gespielt wird und so werden sich die Akteure erst einmal nur zu Hause individuell fit halten. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Misar, Pour - Kveton (7), Model (2), Gemeinhardt, Krüger (2), Fort (2), Roth (2 Tore/davon 1 Siebenmeter), Multhauf (2), Zbiral (8/3), Dolak, Schmidt; Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SV Oebisfelde 1895: Koitek (3), Drebenstedt (2), Kamm, Meinel (2), Vogel (5), Heidler (1), Drese, Borzucki (3/2), Weis, Karl Breiteneder, Felix Kleist, Schliephake (3), Maximilian Kleist, Erik Breiteneder (1); Mannschaftsverantwortlicher Steve Sauer, Trainer Christian Herrmann

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 3 für SV Oebisfelde 1895

Zeitstrafen: 1 für HC Einheit Plauen, 3 für SV Oebisfelde 1895

Zuschauer: 60

Foto zur Meldung: Einheit verabschiedet sich mit Sieg in die Zwangspause
Foto: Einheit verabschiedet sich mit Sieg in die Zwangspause

+++ Infos zum LIVESTREAM +++

(31.10.2020)

Pünktlich um 16 Uhr ist Anwurf im letzten Spiel vor dem Lockdown. Unsere Jungs geben alles gegen den SV Oebisfelde für den ersten Sieg! Da wir aufgrund der aktuellen Beschränkungen nur 60 Zuschauer in die Halle lassen dürfen, gibt es für alle anderen heute einen kostenlosen LIVESTREAM über YouTube ?.

Den Link gibts hier: zum Livestream ?

 

Drückt unseren Jungs von zuhause aus die Daumen ??⚪️

Foto zur Meldung: +++ Infos zum LIVESTREAM +++
Foto: +++ Infos zum LIVESTREAM +++

Letztes Heimspiel vor Zwangspause

(29.10.2020)

Die sportliche Welt steht wieder einmal Kopf. Nach mehreren Monaten mit Sport unter Hygieneauflagen ist ab Montag erst einmal alles wieder vorbei. Doch das Heimspiel des HC Einheit Plauen am kommenden Samstag um 16 Uhr findet noch statt. Gegner ist dann der SV Oebisfelde. Aufgrund der geltenden Zuschauerbeschränkungen gibt es keine Karten mehr im freien Verkauf.  Dauerkarteninhaber dürfen das Spiel natürlich vor Ort in der Halle sehen. Das Spiel wird aber für alle Interessierten auch online übertragen.

 

Mit den SV Oebisfelde kommt die Mannschaft mit der weitesten Anreise nach Plauen. Die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt steht mit zwei Siegen und drei Niederlagen aktuell auf dem elften Tabellenplatz. In der vergangenen Saison, die coronabedingt abgebrochen wurde, lagen sie auf Rang 13 und wären eigentlich abgestiegen. Nach drei Niederlagen zu Saisonbeginn konnte die Mannschaft von Trainer Christian Herrmann in den letzten beiden Partien gegen den HC Glauchau/Meerane und die HG Köthen punkten. Diese Serie will Oebisfelde in Plauen weiter ausbauen. Doch der HC Einheit will alles in die Waagschale werfen und die rote Laterne loswerden.

„Das Ziel für uns am Samstag ist klar. Wir wollen endlich den ersten Sieg in dieser Saison feiern. Das wäre für das Team und die Fans genau das richtige Signal zum jetzigen Zeitpunkt“, erklärt Trainer Jan Richter. In den letzten Spielen lief es für die Spitzenstädter nicht rund. Aus bisher fünf Partien konnte Einheit nur ein mageres Pünktchen mitnehmen. Dabei waren die Plauener nicht chancenlos, standen sich aber viel zu oft selbst im Weg. „Mit der Abwehrleistung bin ich zufrieden, aber im Angriff leisten wir uns zu viele Fehler. Es läuft einfach noch nicht rund. Daran arbeiten wir in jedem Training, aber die Ausfälle der letzten Wochen erschweren das zusätzlich“, sagt Trainer Richter. Seit Wochen haben die Spitzenstädter mehrere verletzungs- oder krankheitsbedingte Ausfälle zu verzeichnen. Eine optimale Spielvorbereitung ist das natürlich nicht. Wie der Kader für das Spiel gegen den SV Oebsifelde aussieht, entscheidet sich erst im Abschlusstraining am Freitag. Dennoch ist die Mannschaft motiviert und will vor der verordneten Zwangspause punkten, denn wie es weiter geht ist erstmal ungewiss. Fest steht nur, dass ab 2. November der gesamte Amateur- und Breitensport eine coronabedingte Zwangspause von vier Wochen einlegen muss. Welche Auswirkungen das auf den Spielbetrieb in der Mitteldeutschen Oberliga haben wird, ist noch offen. Das nächste offizielle Spiel wäre dann eigentlich am 5. Dezember beim Sonneberger HV. Doch ohne Training ist das kaum vorstellbar. „Für Spieler, Trainer und Verantwortliche ist diese Situation schwer zu ertragen. Aber wir müssen schauen, was beschlossen wird und das Beste daraus machen. Wir haben als Verein das Frühjahr dank großer Unterstützung von allen Seiten gut überstanden und hoffen, dass das auch wieder gelingen wird. Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken“, erklärt Vorstand Sabrina Lukas.

 

Aufgrund der bereits letzte Woche in Sachsen beschlossenen Einschränkungen im Zuschauerbereich dürfen das Spiel am Samstag nur etwa 60 Zuschauer verfolgen. „Leider gibt es deshalb keine Karten im freien Verkauf. Aber wir werden das Spiel übers Internet übertragen. Die Informationen dazu wird es rechtzeitig vor dem Spiel auf der Homepage des Vereins (www.hce-plauen.de) geben.“, so Vorstand Sabrina Lukas.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Letztes Heimspiel vor Zwangspause
Foto: Letztes Heimspiel vor Zwangspause

„Es ist ein sehr gutes Gefühl, wieder zurückzukommen“

(26.10.2020)

Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren beim Stadtrivalen SV 04 Oberlosa bist du nun wieder an deine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, wieso?
Ich bin mit Trainer Jan Richter und Vorstandsvorsitzende Sabrina Lukas sowie vielen anderen beim HC Einheit Plauen immer in Kontakt geblieben. Eigentlich wollte ich ja nach der letzten Saison aufhören, aber mit dem abrupten Spielabbruch aufgrund der Corona-Pandemie wollte ich dann doch nicht gehen. Deshalb entschied ich mich, für ein Jahr noch einmal das rot-weiße Trikot überzustreifen, nachdem mich Jan und Sabrina unbedingt zurückholen wollten. Die Herausforderung, mit der Mannschaft in dieser Runde nicht gegen den Abstieg spielen zu wollen, hat mich dann schon sehr gereizt. Es ist ein sehr gutes Gefühl, wieder zurückzukommen, denn das familiäre hier im Verein gefällt mir sehr gut und nur deshalb habe ich zugesagt, noch eine Spielzeit dranzuhängen.

 

Für den sportlichen Erfolg der Auswahl bist du extrem wichtig, dank dir ist die Offensive variabler, du bist sehr treffsicher und siehst deine besser positionierten Mitspieler, die sich über viele Pässe freuen; wovon kann die Mannschaft noch profitieren?
Wenn ich mein Spiel so aufs Parkett bringe, wie ich es von mir erwarte, dann kann ich schon noch einmal für eine höhere Flexibilität im Angriff sorgen. Aber ich wünsche mir vor allem, dass wir als Kollektiv besser agieren, denn nicht nur ich soll ja Tore werfen, sondern auch die anderen Akteure. Auch wenn wir im letzten Heimspiel leider nicht gewinnen konnten, so erzielten wir ja immerhin 30 Treffer und das zeigt, dass wir mittlerweile in der Offensive variabler sind sowie freute es mich, dass so viele Spieler eingenetzt haben, wir also von jeder Position viele Abschlüsse hatten. 

 

Besonders deinen Linksaußen Jannis Roth und Kreisläufer Karel Kveton setzt du regelmäßig gekonnt in Szene, möchtest du zum Vorlagenkönig werden?
Das ist halt mein Spiel, ich passe sehr gerne zu meinen Nebenmännern und ich denke mal, dass ich sehr gut sehe, wenn jemand besser steht als ich. Denn natürlich freue ich mich über meine eigenen Treffer, aber ich muss jetzt gefühlt nicht nur die Tore im Angriff alleine machen. Mir ist einfach nur wichtig, dass wir zusammen erfolgreich sind und gewinnen, wer dann wie oft einsetzt, spielt für mich keine so große Rolle. Aber na klar, nur ein oder zwei eigene Tore sind auch nicht mein Anspruch, denn dann muss ich schon wahnsinnig viele Treffer vorbereitet haben, um nicht schlecht gespielt zu haben.

 

Du wirfst die Siebenmeter, weil…?
…Kein anderer Mitspieler möchte (lacht). Nein, ich fühle mich im direkten Duell mit dem Torhüter sehr wohl, es macht mir viel Spaß auch mal von der Nahdistanz zu werfen und es hat sich während der Saisonvorbereitung nach dem Abgang von Martin Danowski, der zuvor immer die Siebenmeter geworfen hat, so herauskristallisiert. Aber wir haben ja noch mit Maximilian Krüger einen zweiten sehr guten Werfer für die Siebenmeter und auch die anderen Mitspieler können natürlich das, deshalb wird es sicherlich auch so sein, dass wenn es bei mir mal nicht so läuft oder ich mich nicht wohl fühle, die anderen Akteure antreten werden. Auch wenn es in der letzten Saison so war, dass nach dem ersten verworfenen Siebenmeter der andere Akteur angetreten ist, so wechseln wir dann jetzt nicht mehr direkt, denn zum Beispiel in den letzten beiden Spielen habe ich ja bei den beiden ersten Versuchen nicht einnetzen können und dann erst danach immer getroffen. 

 

Was ging dir eigentlich durch den Kopf, als du beim Stand von 18:17 im Stadtderby wenige Sekunden vor dem Abpfiff an der Siebenmeterlinie standest und wusstest, dass du treffen musst, damit ihr noch zum 18:18-Unentschieden mit der sprichwörtlich letzten Aktion des Spiels ausgleichen konntest?
Unerwartet eigentlich recht wenig, ich hatte mich nicht total nervös machen lassen und die etwas längere Pause davor hatte mich auch eher beruhigt als aufgeregt. In diesem Moment war ich relativ kühl und natürlich war es auch dankbar für mich, dass Oberlosas Torhüter Carsten Klaus auf der Linie stand, denn dann ist es für mich mit einem härteren Wurf einfacher, zu treffen. Auch wenn es trotzdem noch eine 50:50-Entscheidung ist, ob ich das entscheidende Tor erzielen kann oder ob mein Ball pariert wird, so habe ich ja bekanntlich vier Ecken und oben sowie unten, wo ich hinwerfen kann. Zum Glück hat es geklappt (lacht).

 

Nach der starken Abwehrleistung zum Auftakt beim SV 04 Oberlosa hat sich die Defensive in den letzten zwei Partien schwach präsentiert, weshalb ihr beide Male das Parkett als Verlierer verlassen musstet; spart sich da der ein oder andere Spieler die nötige Kraft in der Verteidigung auf, um in der Offensive zu glänzen?
(lacht) Also ich spare mir keine Kräfte in der Abwehr für den Angriff auf, das brauche ih nicht und wenn ich doch mal mich ausruhen muss, dann lasse ich mich auswechseln, um mal ein paar Minuten auf der Bank durchzuatmen. Ich versuche sowohl in der Offensive als auch in der Defensive bestmöglich zu agieren, aber manchmal habe ich auch mal wie im letzten Spiel keinen guten Tag, wo ich einige Aktionen auch nicht so gut gestalte. Auch wenn das in den beiden letzten Partien öfters vorkam, dass die Abstimmung untereinander nicht so gut war, brauchen wir alle nicht unsere Kräfte irgendwo aufzusparen, denn wir können ja immer bei Bedarf wechseln. 

 

Du und Karel wechselten gemeinsam zu den Gelb-Schwarzen, nun seid ihr zusammen wieder zu den Rot-Weißen zurückgekommen; gibt es euch nur im Paket?
(lacht) Ja, also in den letzten Jahren haben wir immer zusammen gespielt, wir verstehen uns sehr gut und dann redet man natürlich miteinander. Als dann der HC Einheit Plauen auch bei ihm angefragt hatte, ob er in dieser Saison wieder hier spielen möchte, haben wir uns gemeinsam entschieden, zurückzukehren. Für uns beide ist das echt richtig gut, denn wir profitieren voneinander und wir kennen uns mittlerweile so gut, dass ich weiß, wo sowie wie er den Ball von mir gespielt haben möchte oder wo er mir eine Sperre stellen soll. Das Schöne daran ist, dass wir dadurch im Prinzip blind miteinander spielen können, weil wir so gut aufeinander abgestimmt sind und das ist natürlich ein großer Vorteil für uns. Denn solche Sachen lernt man ja nicht mal eben in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit, wenn neue Akteure in die Mannschaft kommen und so kann ich auch mal ein Anspiel hinter dem Rücken auf Karel machen, was für die Zuschauer immer ganz sehenswert ist. 

 

Was hast du in der Kurt-Helbig-Halle noch dazu gelernt, was du jetzt in der Einheit-Arena den Fans präsentieren kannst?
Ich denke schon, dass die robuste Abwehrarbeit mich noch stärker in der Defensive gemacht hat und auch das schnelle Agieren, was ja für die Konter oder die zweite Welle wichtig ist, mir geholfen hat, mich darin noch weiter verbessern zu können. Ich hoffe, dass wir dadurch vor allem in den nächsten Partien noch mehr einfache Treffer erzielen können, denn so machen wir es uns immer wieder selbst in den Offensivbemühungen schwer, aber das funktioniert nur, wenn es die Situation auch hergibt. 

 

Soll es deine Abschiedstournee werden oder was hast du dir genau für diese Saison vorgenommen?
Ich möchte diese Spielzeit schön abschließen, mit der Mannschaft nichts mit dem Abstieg zu tun haben, auch wenn das wie man jetzt nach drei Partien sieht immer schnell gehen kann und ich hoffe einfach, dass wir eine gute Saison spielen sowie viel Spaß miteinander haben. Dieses Jahr werde ich auf jeden Fall genießen, ich merke schon, dass ich große Freude am Spielen sowie Trainieren habe und es ist dann natürlich auch alles einfacher, wenn man mit dem Trainer oder auch untereinander befreundet ist. Um erfolgreich zu spielen, ist es bei mir ein Aspekt, dass ich Spaß daran habe, was ich im Handball mache.

 

(fw)

Foto zur Meldung: „Es ist ein sehr gutes Gefühl, wieder zurückzukommen“
Foto: „Es ist ein sehr gutes Gefühl, wieder zurückzukommen“

Abwehr top, Angriff Flop

(25.10.2020)

Personell dezimiert musste sich der HC Einheit Plauen am vergangenen Samstag beim HSV Apolda mit 15:21 (6:9) geschlagen geben. In der Abwehr zeigten die Spitzenstädter dabei eine gute Leistung, allerdings fehlte im Angriff wieder einmal die Durchschlagskraft. Eine Disqualifikation zum Ende der ersten Halbzeit schwächte Einheit zusätzlich. Die Plauener rangieren nach dieser Niederlage deshalb nach fünf Spieltagen weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga. 

 

Ohne die erkrankten Maximilian Krüger, Martin Broz und Kevin Model blieben Einheit-Trainer Jan Richter für die Aufstellung in Apolda nur wenige Optionen. Zum Glück stießen die in den letzten Wochen angeschlagenen Jannis Roth, Marcel Gemeinhardt, Karel Kveton und Jan Misar wieder rechtzeitig zum Team. Das Spiel begann mit einem Ballgewinn für Einheit. Marc Multhauf brachte die Spitzenstädter per Strafwurf mit 1:0 in Führung. Den zweiten Strafwurf wenige Minuten später versenkte er leider nicht im gegnerischen Kasten. Die Spitzenstädter ackerten in der Abwehr und brachten die gegnerischen Angreifer immer wieder in Bedrängnis. Mit Toren von Zbiral und Multhauf ging Einheit mit 3:1 in Führung. Es war eine sehr torarme Partie, denn die Spitzenstädter standen in der Abwehr zwar gut und hatten mit Jan Misar einen stark aufgelegten Torhüter zwischen den Pfosten, aber leider vergaben sie wie in den Spielen zuvor ihre Chancen. Symptomatisch dafür waren 10 torlose Minuten in denen Apolda aus einem 5:3 eine 6:8-Führung machen konnte. Kurz vor der Halbzeit erhöhten die Gastgeber auf 6:9. Förmlich mit der Halbzeitsirene beging Marc Multhauf ein Foul und erhielt von den Unparteiischen dafür die rote Karte. Einheit musste also in der zweiten Halbzeit auf einen weiteren Akteur verzichten. 

 

Das erste Tor nach der Pause erzielte David Zbiral und verkürzte den Rückstand so auf 7:9. Weiter ran kamen die Gäste aus der Spitzenstadt allerdings nicht. Viel zu überhastet und ungeduldig suchten die Plauener den Abschluss. Auch mehrere Kontermöglichkeiten vergaben sie sträflich. Apolda hatte so keine Mühe und erhöhte der Vorsprung bis auf 9:17. Durch Zeitstrafen gegen Zbiral, Dolak und Schmidt schwächte sich Einheit zusätzlich. In der Abwehr stellte dies die Mannschaft weniger vor Probleme, aber im Angriff fehlte der Druck in diesen Phasen merklich. Erst als das Spiel schon verloren war, löste sich bei den Spitzenstädtern etwas der Knoten. Im Angriff wurde nun besser gespielt und auch die Treffsicherheit kehrte zurück. So konnte wenigstens noch ein bisschen Ergebniskorrektur betrieben werden. Am Ende musste sich Einheit mit 15:21 geschlagen geben. „In der Abwehr können wir uns heute nichts vorwerfen. Wir haben den Ausfall von Maximilian Krüger und Martin Broz sehr gut kompensieren können“, hebt Trainer Jan Richter den positiven Aspekt des Spiels hervor.  „Doch mit der Leistung im Angriff können wir überhaupt nicht zufrieden sein. Die Spieler setzen bisher nicht das um, was wir im Training erarbeiten. Die personellen Ausfälle der letzten Wochen und die daraus resultierende Trainingsbeteiligung sind sicher ein Faktor, dürfen aber keine Entschuldigung sein für die Leistung eines jeden Einzelnen.“

 

Am kommenden Samstag um 16 Uhr empfangen die Spitzenstädter den SV Oebisfelde in der Einheit-Arena. Wie viele Zuschauer dann zugelassen sind und wie der Kartenverkauf erfolgt, darüber wird der Verein in der nächsten Woche informieren.

 

HSV Apolda: Ban, (4), Rajic, Seifert, Wenke, Mirilo (5), Poschbeck, Schabram, Pristas (2/2), Heinemann (2), Toskoski, Langer (6), Winter, Hansemann (2), Veselinovic, Trainer Patrick Schatz

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Kveton, Gemeinhardt (1), Fort, Roth (2), Multhauf (3/2), Zbiral (7/2), Dolak (2), Schmidt, Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Apolda

Zeitstrafen: 4 für Plauen, 1 für Apolda

Disqualifikation: 1 für Plauen (Marc Multhauf)

 

(slu)

Foto zur Meldung: Abwehr top, Angriff Flop
Foto: Abwehr top, Angriff Flop

Auch in Apolda hängen die Trauben hoch

(22.10.2020)

Am kommenden Samstag um 19:30 Uhr ertönt der Anpfiff zum fünften Punktspiel für den HC Einheit Plauen. Die Spitzenstädter treten beim Tabellenelften HSV Apolda an und wollen endlich wieder punkten. Nach drei Niederlagen in Folge rangiert Einheit auf dem letzten Tabellenplatz, der keinesfalls das Leistungsvermögen der Mannschaft widerspiegelt. Doch die Vorbereitung auf das Spiel läuft alles andere als optimal.

 

Eigentlich bittet Einheit-Trainer Jan Richter seine Mannschaft dreimal pro Woche zum Training. In dieser Woche wird es allerdings nur zweimal sein. „Wir haben so viele angeschlagene Spieler, dass ein Mannschaftstraining nicht sinnvoll ist. Die Spieler, die können, trainieren individuell“, erklärt Richter. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, deshalb entschied sich das Trainerteam zu dieser eher ungewöhnlichen Maßnahme. „Früher hätte der eine oder andere Spieler höchstwahrscheinlich auch angeschlagen trainiert. Doch bei unserem kleinen Kader und der langen Saison möchte ich kein Risiko eingehen.“ Richter hofft, dass er am Samstag in Apolda trotzdem alle Spieler einsetzen kann. Ob das so sein wird, entscheidet sich erst am Samstag. Eine optimale Vorbereitung auf den kommenden Gegner sieht natürlich anders aus. Dennoch ist Trainer Jan Richter optimistisch. „Wir haben in den letzten Spielen zu viele einfache Fehler gemacht. Im Training beschäftigen wir uns deshalb mit unseren Schwächen und nicht mit denen des Gegners“, sagt der Coach. Nach dem überraschenden Unentschieden zum Saisonauftakt im Stadtderby mussten sich die Spitzenstädter gegen Jena, Aue II und zuletzt dem Tabellenführer HSV Bad Blankenburg geschlagen geben. Dabei waren die Spitzenstädter nicht chancenlos oder ihrem Gegner hoffnungslos unterlegen, wie es der letzte Tabellenplatz vermuten ließe. Die Spitzenstädter kämpfen und spielen einen sehenswerten Handball, nur leisten sie sich Phasen mit zu vielen einfachen Fehlern. Das abzustellen, gilt es gegen den HSV Apolda, der in der Tabelle mit 3:5 Punkten sechs Plätze vor den Plauenern steht. Die Thüringer mussten sich am letzten Spieltag mit 30:32 der HG Köthen geschlagen geben und konnten gegen Oebisfelde mit 29:23 den ersten Sieg feiern. Gegen den Aufsteiger HC Glauchau/Meerane gab es ein umkämpftes 28:28 Unentschieden. Wie auch Einheit unterlag Apolda dem HSV Bad Blankeburg mit 22:27. Die Mannschaft von Trainer Patrick Schatz hat sich über den Sommer enorm verstärkt. Allein drei Neuzugänge kamen aus Jena, vom Drittliga-Aufsteiger HC Burgenland wechselte Jan Schindler nach Apolda, aus dem Nachwuchsbereich des SC Magdeburg Kay Winter und vom SC DHfK Leipzig Niklas Seifert. In der vergangenen Saison gelang Einheit zuhause ein Unentschieden, in Apolda gab es eine 24:31 Niederlage. Es wird also ein hartes Stück Arbeit für die Spitzenstädter.

 

(slu)

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Foto: Auch in Apolda hängen die Trauben hoch

Wenn es nicht so traurig wäre...

(18.10.2020)

Das Ergebnis von 27:33 scheint eindeutig. Der HC Einheit Plauen verlor am vergangenen Samstag sein Heimspiel gegen den Tabellenführer HSV Bad Blankenburg. Doch wieder war für die Spitzenstädter, die immer noch zu oft an sich selbst scheitern, eigentlich mehr drin. Mit dieser Niederlage rutscht Einheit auf den letzten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga. Doch die Plauener bleiben ruhig.

 

„Bei allen drei Niederlagen waren wir nicht chancenlos oder hoffnungslos unterlegen“, fasst Trainer Jan Richter die aktuelle Situation zusammen. „Wir stehen dem Erfolg durch zu viele einfache Fehler selbst im Weg. Wenn wir das abstellen können, gewinnen wir.“ Diese einfachen Fehler waren es auch, mit denen sich die Spitzenstädter gegen den HSV Bad Blankenburg das Leben selbst schwer gemacht hatten. Die Gäste überraschten Einheit mit einer eher ungewöhnlichen Taktik. Über die gesamte Spielzeit hinweg agierten die Blankenburger im Angriff mit sieben Feldspielern und ließen ihr Tor leer. In der Abwehr sahen sich die Spitzenstädter deshalb immer einem Gegner mehr gegenüber. Die treffsicheren Außenspieler der Gäste nutzen die sich bietenden Torgelegenheiten gnadenlos aus. So stand es nach 10 Minuten bereits 4:8. Die Spitzenstädter brauchten etwas, um sich auf diese Situation einzustellen. Dann arbeitete die Abwehr besser und auch die Torhüter hielten den einen oder anderen Wurf. Doch Kapital konnten die Hausherren daraus nicht schlagen. Keiner hatte Zielwasser getrunken. „Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Wir haben so oft das leere Tor nicht getroffen“, ärgert sich Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Bis zur Pause wuchs der Rückstand auf 11:18 an. Die Partie schien entschieden.

 

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Spitzenstädter, dass sie sich noch nicht kampflos geschlagen geben wollten. Die Körpersprache und die Einstellung passten. In der Abwehr kämpfte Einheit weiter gegen die dauerhafte Überzahl der Gäste. Und Torhüter Jan Misar parierte nun häufiger auch die Würfe der Außenspieler. Aber auch in der Halbzeitpause hatten die Spitzenstädter kein Zielwasser getrunken. Der Ball fand einfach nicht seinen Weg ins leere Tor. Über die Stationen 18:22 und 24:28 näherte sich das Spiel dem Ende. Marc Multhauf, Maximilian Krüger und Karel Kveton hielten die Spitzenstädter durch ihre Tore in Schlagdistanz. Bis auf 26:29 kam Einheit heran, aber wieder waren es die einfachen Fehler, die verhinderten, dass der Tabellenführer ins Wanken gebracht werden konnte. Überhastete Aktionen zum Abschluss ließen Bad Blankenburg das Ergebnis auf 27:33 erhöhen. „Mit der Abwehrleistung der Mannschaft bin ich heute zufrieden. Dauerhaft gegen eine Überzahl zu agieren, ist kräftezehrend, aber die Mannschaft hat das gut gelöst. Bei den Würfen von außen hätten die Torhüter den einen oder anderen Ball mehr halten müssen“, erklärt Trainer Jan Richter. „Dass wir aus den Ballgewinnen nichts gemacht haben, ist eigenes Unvermögen und das ärgert mich sehr“. Am kommenden Samstag muss der HC Einheit Plauen dann beim HSV Apolda antreten. Hoffentlich mit weniger Fehlern im eigenen Spiel.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Kveton (4), Model, Gemeinhardt (1), Krüger (6), Fort (4), Roth (1), Multhauf (5/1), Zbiral (6), Dolak, Schmidt Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Bad Blankenburg: Scherer, Havel (2), Mustapic (4), Beketov (4), Bogatzki (7), Beyer, Grusauskas , Musil, Remke (6/1), Petko (5), Werner A. (2), Rein, Geci, Werner M. (3), Trainer Igor Ardan

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für HSV Bad Blankenburg

Zeitstrafen: 3 für Plauen, 5 für HSV Bad Blankenburg

Zuschauer: 200

 

(slu)

Foto zur Meldung: Wenn es nicht so traurig wäre...
Foto: Wenn es nicht so traurig wäre...

Einheit erwartet Tabellenführer

(15.10.2020)

Nach drei Spieltagen in der Mitteldeutschen Oberliga steht der HC Einheit Plauen da, wo er eigentlich nicht sein wollte. Magere 1:5 Punkte bedeuten Tabellenplatz 15. Am kommenden Samstag um 16 Uhr haben die Spitzenstädter einen schweren Gegner vor der Brust, denn mit dem HSV Bad Blankenburg kommt der derzeitige Tabellenführer ins Vogtland. Keine leichte Aufgabe für die Mannschaft von Trainer Jan Richter, der sein Team dennoch nicht chancenlos sieht.

 

An jedem Spieltag werden die Karten neu gemischt. Das gilt auch in dieser Saison in der Mitteldeutschen Oberliga. An den vergangenen drei Spieltagen gab es viele enge Spiele und auch überraschende Ausgänge. „Es ist wie in den Jahren zuvor. Alle Mannschaften liegen vom Leistungsniveau dicht beieinander, sodass jeder jeden schlagen kann“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter. Die Spitzenstädter zeigen bisher große Leistungsschwankungen. Nach dem bärenstarken und für viele unerwarteten Unentschieden gegen den SV 04 Oberlosa, folgte eine knappe Heimniederlage gegen Jena und eine deutliche Niederlage vergangene Woche in Aue. Die Ursachen für die beiden Niederlagen sind dabei vielfältig. „In beiden Spielen war ich mit der Abwehrleistung nicht zufrieden. Hinzu kam gegen Jena eine schlechte Chancenverwertung und gegen Aue haben wir in der zweiten Halbzeit den Faden verloren. Das muss am Samstag gegen Bad Blankenburg anders werden“, erklärt Richter. Nicht optimal ist bei den Spitzenstädtern in den letzten zwei Wochen auch die Trainingsbeteiligung. „Es ist Herbst und das merken wir. Der ein oder andere Spieler ist krank und fällt mehrere Tage aus. Zusätzlich gehen wir aufgrund der allgemeinen Corona-Lage natürlich auch verantwortungsbewusst mit solchen Situationen um, was den Trainings- und Spielbetrieb ebenfalls erschwert“, berichtet Vorstand Sabrina Lukas. Ob am Samstag alle Spieler auflaufen können, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Dennoch müssen die Spitzenstädter ihr ganzes Potenzial in die Waagschale werfen, um zu punkten. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff hat Einheit Verbesserungspotenzial.

 

Mit dem HSV Bad Blankenburg kommt der Tabellenführer nach Plauen. Die Thüringer konnten ihre Spiele bisher alle gewinnen und stehen mit 6:0 Punkten an der Spitze. Dabei läuft beim Vorjahresdritten auch noch nicht alles optimal. Gegen den Tabellenletzten Oebisfelde gab es nur eine knappen 26:25 Sieg. Gegen Köthen und Apolda zeigte die Mannschaft ebenfalls Nerven und wackelte zwischenzeitlich, konnte die Spiele dann aber deutlich für sich entscheiden. In der vergangenen Saison konnten die Spitzenstädter ihr Heimspiel gegen Bad Blankenburg gewinnen, das Rückspiel fand wegen des Saisonabbruchs nicht statt.

 

Der HC Einheit Plauen informiert, dass zum Heimspiel wieder 450 Zuschauer zugelassen sind. Karten gibt es an der Tageskasse. Diese hat bereits ab 14:30 Uhr geöffnet.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit erwartet Tabellenführer
Foto: Einheit erwartet Tabellenführer

HC Einheit kassiert hohe Auswärtsniederlage

(11.10.2020)

Der HC Einheit Plauen muss sich in der Handball-Oberliga beim EHV Aue II deutlich mit 28:20 geschlagen geben. Dabei war vor allem die schwache zweite Halbzeit der Grund dafür, dass man die Heimreise ohne Punkte antreten musste.

 

Das war ein gebrauchter Sonntagnachmittag für den HC Einheit Plauen: Nach einem noch akzeptablen ersten Durchgang verloren die Spitzenstädter bei der zweiten Vertretung des EHV Aue nach dem Seitenwechsel komplett den roten Faden und stehen nun mit 1:5 Punkten sowie Rang 15 auf dem ersten Abstiegsplatz in der Mitteldeutschen Oberliga. Schon vor Anpfiff der Auswärtspartie gab es die erste Hiobsbotschaft im rot-weißen Lager, denn mit Karel Kveton fiel ihr erster Kreisläufer krankheitsbedingt aus. Bereits unter der Woche hatten die Füchse zahlreiche angeschlagene Spieler zu beklagen, sodass von den verbliebenen zehn Feldspielern einige noch nicht bei vollem Leistungsvermögen waren. „Dennoch muss meine Mannschaft auch solche Ausfälle verkraften und darauf möchte ich die hohe Niederlage nicht schieben“, resümiert Trainer Jan Richter. Nach den vielen Gegentoren in der vergangenen Woche konzentrierten sich die Übungsleiter im Training speziell auf die Abwehrarbeit, um zu vermeiden, dass die Erzgebirger erneut zu häufig zum Einnetzen kommen. Bis zum 8:8 wechselten sich die Führungen auch ab, die Vogtländer nutzten ihre Abschlussmöglichkeiten und stellten dem Juniorteam eine stabile Verteidigung entgegen.

 

Doch nach dem 13:11-Pausenpfiff offenbarte die Einheit-Defensive plötzlich wieder zu viele Lücken und auch Torhüter Jan Misar konnte an seine gute erste Halbzeit nicht mehr anknüpfen. „Wir haben in den ersten 30 Minuten noch ordentlich verteidigt, aber dann haben wir den Anfang des zweiten Durchgangs komplett verschlafen, zu viele Fehler gemacht und in der Deckung keinen Zugriff mehr bekommen“, analysiert Richter. Dadurch kassierten die Rot-Weißen innerhalb von nur acht Minuten spielentscheidende sieben Tore und so stand es nach 39 Minuten 20:15 für Aue II. Auch im Angriff agierten die Plauener fahrig, versuchten sich häufig in Einzelaktionen und schafften es nicht, den Ball schnell durch die eigenen Reihen zu passen, um die gegnerische Verteidigung in Bewegung zu bringen. Daraus resultierte, dass sich die Vogtländer keine aussichtsreichen Wurfmöglichkeiten herausspielen konnten, wodurch die Erzgebirger zu leichten Ballgewinnen kamen, die sie in eigene Treffer umwandeln konnten. Vor allem den sonst in der zweiten Bundesliga auf Torjagd gehenden Hiromi Tsuyama, der auf Rückraum Mitte die spielerischen Geschicke seiner Truppe leitete und selbst sechs Treffern beisteuerte, brachten die Spitzenstädter nicht unter Kontrolle. So gelang es der zweiten Auer Mannschaft die Passivität der Plauener auszunutzen, die oft zu spät erst versuchten, den ballführenden Spieler am Abschluss zu hindern und so leuchtete bereits zehn Minuten vor dem Schlusssignal ein nicht einholbarer 25:16-Rückstand auf der Anzeigetafel. „Es war eine verdiente Niederlage und 28 Gegentore sind erneut zu viel“, so Jan Richter: „Aber wenn man sich für jeden Treffer im Angriff aufopfern muss und dann auch noch kein Erfolgserlebnis hat, dann schwinden für die Defensive die Kräfte, wodurch solche Fehler entstehen“. (flow)

HC Einheit Plauen: Misar, Pour - Model, Gemeinhardt, Krüger (7 Tore/davon 1 Siebenmeter), Fort (1), Roth (4), Broz, Multhauf (4/3), Zbiral (3), Dolak (1), Schmidt

Foto zur Meldung: HC Einheit kassiert hohe Auswärtsniederlage
Foto: HC Einheit kassiert hohe Auswärtsniederlage

Auswärtsfahrt führt ins Erzgebirge

(07.10.2020)

Auch in dieser Saison gleicht die Mitteldeutsche Oberliga wieder einer Wundertüte. Erneut liegen die Mannschaften leistungsmäßig dicht bei einander. Für den HC Einheit Plauen geht es am kommenden Sonntag um 16:30 Uhr bei der Bundesliga-Reserve des EHV Aue um die nächsten Punkte. Auf die Spitzenstädter wartet ein junges Team, dass den Plauenern, ähnlich wie letzte Woche Jena, Probleme bereiten kann. 

 

Zwei Spiele hat der HC Einheit Plauen in der noch frischen Saison bereits absolviert. Stärken und Schwächen des Teams lassen sich dabei allerdings schwer herauslesen. Zu unterschiedlichen waren die Auftritte gegen den SV 04 Oberlosa und den HBV Jena. Nach einem starken Unentschieden im Stadtderby und einer vielleicht vermeidbaren Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Jena stehen die Spitzenstädter mit 1:3 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz von 17 Mannschaften. „Wir haben im ersten Spiel eine starke Leistung in der Abwehr gezeigt und dem Gegner wenige Torchancen gelassen. Gegen Jena war ich dann aber mit der Abwehrleistung nicht zufrieden. Wir haben selten Zugriff auf den Gegner bekommen und viel zu viele einfache Tore zugelassen“, analysiert Einheit-Trainer Jan Richter. Die Spitzenstädter, die in ihre Mannschaft fünf Neuzugänge integrieren müssen, haben hier noch einige Arbeit vor sich. Im Angriff könnte man einen gegenteiligen Eindruck gewinnen. Erzielte Einheit im Stadtderby nur 18 Tore, so waren es gegen Jena zuletzt 30 Treffer. Das könnte auf eine Leistungssteigerung im Angriff hindeuten. Doch auch da ist bei Einheit noch Sand im Getriebe. Insbesondere bei der Chancenverwertung gibt es noch Luft nach oben. In beiden Partien ließen die Plauener zu viele sogenannte Hundertprozentige liegen. Gegen Aue kann es also nur ein Ziel geben: eine stabilere Abwehr und eine bessere Torquote. „Die Vorgaben für Sonntag sind klar und wir arbeiten in jeder Trainingseinheit an unseren Baustellen“, erklärt Jan Richter. „Mit Aue erwartet uns ein junges, dynamisches und spielstarkes Team. Ohne eine gute Abwehrarbeit wird es schwer werden, Punkte aus Aue mitzunehmen.“

 

In der vergangenen Saison musste sich Einheit im Hinspiel in Aue kurz vor Schluss mit einem Unentschieden begnügen, im Rückspiel feierte man einen deutlichen 30:21-Sieg. In dieser Saison stehen die Erzgebirgler bisher mit 3:1 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Einem deutlichen 29:22 Erfolg gegen Oebisfelde folgte vergangene Woche ein 26:26 Unentschieden gegen Köthen. Aue agiert mit seinen jungen und dynamischen Spielern häufig mit einer offensiven Abwehr, deren Ziele ist Bälle zu gewinnen und diese durch schnelle Konter in leichte Tore umzuwandeln. Mit insgesamt fünf Neuzugängen aus dem eigenen Nachwuchs der Jugendbundesliga und den bereits erfahrenen Spielern wird es für Einheit am kommenden Sonntag um 16:30 Uhr eine harte Nuss zu knacken geben. 

 

(slu)

Einheit kann das Spiel nicht drehen

(04.10.2020)

Keinen guten Tag erwischte der HC Einheit Plauen am vergangenen Samstag im Spiel gegen den HBV Jena. Von der ersten bis zur letzten Minute rannten die Spitzenstädter einem Rückstand hinterher. Die Ursache dafür war nicht der Gegner, sondern das eigene Unvermögen. Und wenn es dann schon nicht läuft, kommt meistens auch noch Pech hinzu. So verlor Einheit das erste Heimspiel in der Mitteldeutschen Oberliga nach sechs Monaten Pause mit 30:33. Enttäuscht zeigte sich Trainer Jan Richter nach der Partie.

 

„Wenn wir in einem Spiel 30 Tore erzielen, dürfen wir das Spiel eigentlich nicht verlieren“, resümierte der Coach. Doch was war die Ursache für die vielleicht vermeidbare Niederlage gegen Jena? Ein Blick auf die ersten fünf Minuten des Spiels liefert erste Anhaltspunkte. Gleich viermal vergaben die Rot-Weißen hundertprozentige Torchancen, die sie zuvor schön herausgespielt hatten. Jenas erfahrender Torwart Michael Galia vernagelte den Kasten. Auf der anderen Seite erwischten sowohl Josef Pour als auch Jan Misar bei Einheit einen eher gebrauchten Tag. So sah sich Trainer Jan Richter bereits nach vier Minuten beim Stand von 0:4 eine Auszeit zu nehmen. Marc Multhauf, mit neun Treffern erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft, erlöste die 200 Zuschauer dann mit dem ersten Tor für die Spitzenstädter. In der Folgezeit spielte Einheit im Angriff weiterhin gute Handball, aber das kleine runde Leder fand zu selten den Weg in den gegnerischen Kasten. Die Jenaer, Tabellenletzter der vergangenen Saison, haben für die neue Spielzeit eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt, die einen schnellen und dynamischen Handball spielt. Allen voran Daniel Kyvala stellte die Abwehr immer wieder vor große Herausforderungen. Die Abwehrarbeit der Plauener war nicht zu vergleichen mit der eine Woche zuvor im Stadtderby. „Wir haben zu wenig Zugriff auf den Gegner bekommen“, erklärte Trainer Jan Richter. „Wir haben nicht nur im Angriff zu viele Torchancen liegengelassen, sondern auch in der Abwehr zu viele individuelle Fehler gemacht.“ Über die Stationen 3:9 und 8:10 ging es für Einheit mit einem Rückstand von 11:15 in die Halbzeitpause. 

 

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Einheit spielte geduldig im Angriff bis sich die Torchance ergab, aber diese konnten wieder nicht genutzt werden. Diesmal war es weniger Jenas Torwart, als dass Pfosten und Latte dem Torerfolg im Weg standen. Hoffnung keimte im Lager der Einheit Fans auf, als Marc Multhauf nach einem 5:0 Lauf der Spitzenstädter und einem 17:22 Rückstand den 21:22 Anschlusstreffer markierte. Doch die Chance auf den Ausgleich vergab Einheit an diesem Tag. Es sollte einfach nicht sein. „Es gibt Tage, da läuft einfach nichts. So einen Tag haben wir heute leider erwischt“, zeigte sich Mannschaftskapitän Maximilian Krüger enttäuscht. „Glückwunsch nach Jena! Wir können es nur nächste Woche gegen Aue II besser machen.“

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Kveton (5), Model, Gemeinhardt (1), Krüger (3), Fort (3), Roth (5), Broz, Multhauf (9/4), Zbiral (4), Dolak, Schmidt, Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HBV Jena: Galia, Natzschka (1), Minas (4), Lüders, Schelenz, Nasgowitz (3), Kyvala (8), Neudeck, Elsässer (9), Missale, Haugk, Graefe (1), Vagner (7/2), Trainer Svajunas Kairis

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 2 für Jena

Zeitstrafen: 4 für Plauen, 6 für Jena

Disqualifikation: 1 für Jena (3x 2min)

Zuschauer: 200

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit kann das Spiel nicht drehen
Foto: Einheit kann das Spiel nicht drehen

Einheit will gegen Jena nachlegen

(01.10.2020)

Am kommenden Samstag um 16 Uhr bestreitet der HC Einheit Plauen sein erstes Heimspiel in der neuen Saison. Gegner in der Einheit-Arena ist der HBV Jena. Nach dem Punktgewinn im Stadtderby vergangenes Wochenende wollen die Spitzenstädter vor heimischer Kulisse nachlegen und gemeinsam mit den Fans, von denen insgesamt 450 zugelassen sind, einen Sieg feiern. Dennoch sollte der Gegner nicht unterschätzt werden.

 

Ein großes Achtungszeichen setzte der HC Einheit Plauen mit seiner Leistung am ersten Spieltag. Die Mannschaft wirkte im Spiel gegen den Stadtrivalen wie aus einem Guss, leistete sich fast keine technischen Fehler und überzeugte auch konditionell von der ersten bis zur letzten Minute. Die Neuzugänge der Plauener Marc Multhauf, Karel Kveton, Jiri Fort, Jannis Roth und David Schmidt fügten sich nahtlos in die Mannschaft ein. „Einziger Wehmutstropfen war unsere Chancenverwertung“, analysiert Trainer Jan Richter. „Daran müssen wir arbeiten, denn auch bei Jena erwarten uns erfahrene Torhüter in der ansonsten relativ jungen Mannschaft.“ Ohne den coronabedingten Abbruch der Vorsaison wäre der HBV Jena abgestiegen. Die Thüringer belegten den letzten Tabellenplatz und hatten keine Chance mehr auf den Klassenerhalt. Relativ frühzeitig begann daher schon der Aderlass im Kader, sodass die Mannschaft in dieser Saison ein völlig anderes Gesicht hat. Auf der Trainerbank konnte mit Svajunas Kairis ein erfahrener Trainer gewonnen werden, der zuletzt 2018 in Diensten der HG Köthen stand und auch als Landesauswahltrainer in Sachsen-Anhalt fungiert. Vollkommen neu ist das Torhütertrio der Jenaer. Bekanntester Name ist sicherlich der 47jährige Michael Galia. Der Tscheche spielte bereits beim Bundesligisten SC DHfK Leipzig und zuletzt für den HC Burgenland. Insgesamt weist die Mannschaft sechs Neuzugänge auf, darunter mit Max Schelenz und Vincent Neudeck junge Talente aus der Nachwuchsriege des SC DHfK Leipzig. Am ersten Spieltag mussten sich die Thüringer mit 23:24 denkbar knapp der HG Köthen geschlagen geben. Ein kleiner Achtungserfolg. „Ich erwarte einen Gegner, der sowohl in der Abwehr als auch im Angriff sehr schnell und dynamisch agiert. Wir werden uns im Training insbesondere auf mögliche offensive Abwehrformationen einstellen“, erklärt Trainer Jan Richter. Bei den Plauenern sind alle Spieler einsatzbereit, sodass sich die Fans auf einen tollen ersten Heimauftritt ihrer Mannschaft freuen können.

 

Der Verein weist an dieser Stelle darauf hin, dass Eintrittskarten wie gewöhnlich an der Kasse erhältlich sind. Nach dem genehmigten Hygienekonzept muss beim Betreten der Einheit-Arena eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, die am Platz abgenommen werden kann. Zusätzlich sind vor dem Kauf der Eintrittskarte die Kontaktdaten zur eventuell notwendigen Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt zu hinterlegen. Die Kasse öffnet ab 14:30 Uhr. Es sind 450 Zuschauer zu diesem Spiel zugelassen.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit will gegen Jena nachlegen
Foto: Einheit will gegen Jena nachlegen

Endlich etwas Zählbares im Stadtderby

(27.09.2020)

Die letzten Sekunden des Stadtderbys zwischen dem HC Einheit und dem SV 04 Oberlosa waren an Spannung kaum zu überbieten. Würde es der Einheit nach vier langen Jahren endlich gelingen, gegen den Stadtrivalen zu punkten? 30 Sekunden waren beim Stand von 17:18 aus Sicht der Spitzenstädter noch auf der Uhr als Trainer Jan Richter seine letzte Auszeit nahm. Einen letzten Angriff, der erfolgreich abgeschlossen werden musste, hatten die Spitzenstädter noch. Mittelmann David Zbiral nutzte die Lücke in der Oberlosaer Abwehr und konnte nur per Foul gestoppt werden. Die Schiedsrichter entschieden auf Strafwurf. Rückkehrer Marc Multhauf übernahm die Verantwortung und hämmerte den Ball in die Maschen. Unentschieden! Die Freude und der Jubel bei den Spitzenstädtern und ihren 30 lautstarken Anhängern waren groß. 

 

„Am Anfang der Saison und nach den sechs Monaten Pause weiß kein Team wo es steht. Wir haben aber heute gezeigt, dass wir gut gerüstet sind“, erklärt Trainer Jan Richter nach dem Spiel. „Einziges Manko war heute unsere Chancenverwertung. Ansonsten bin ich mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden.“ Die Partie in der mit 300 Zuschauern ausverkauften Helbig-Halle begann mit einem Treffer für Einheit durch Mannschaftskapitän Maximilian Krüger, der sich im Gegenangriff durch eine unglückliche Abwehraktion eine Zeitstrafe einfing. In der Folge gelang es den Gastgebern sich auf 5:2 abzusetzen. Doch Einheit blieb dran und stellte durch Tore von Krüger, Roth und Multhauf den Ausgleich her. Insgesamt war es eine Partie mit wenigen Toren. Oberlosa leistete sich viele Fehler im Spielaufbau, Einheit wiederum scheiterte zu oft am Oberlosaer Torwart Carsten Klaus. Kurz vor der Halbzeit gingen die Spitzenstädter dann mit 8:10 in Führung, aber die Randplauener erzielten durch einen Doppelpack von Moritz Rahn den 10:10 Pausenstand.

 

Auch im zweiten Spielabschnitt war es ein von beiden Abwehrreihen geprägtes Spiel. Bis zur 40. Spielminute gelangen beiden Mannschaften nur jeweils zwei Tore. Die Gastgeber legten ein Tor vor, Einheit gelang im Gegenzug der Ausgleich. Dies sollte sich bis zur spannenden Schlussphase so fortsetzen. Nach dem Abpfiff jubelten die Einheit-Spieler über den gewonnenen Punkt, während sich die Oberlosaer eher über einen verlorenen Punkt zu ärgern schienen. „Wir haben heute gezeigt, dass wir als Team funktionieren und in der langen Vorbereitungsphase gut zusammengewachsen sind. Wir hoffen, dass am kommenden Samstag zu unserem Heimspiel gegen Jena viele Fans den Weg in die Einheit-Arena finden und wir dann gemeinsam einen Sieg feiern können“, so Mannschaftskapitän Maximilian Krüger.

 

SV 04 Oberlosa: Klaus, Raupach, Jusys, Wetzel (5/3), Roth, Skalda (2/1), Trommer-Ernst (3), Brykner (2), Richter, Duschek (2), Hertel (2), Kolomaznik, Rahn (2), Kucharik, Trainer Petr Hazel, Co-Trainer Richard Wander

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Kveton, Model (1), Gemeinhardt, Krüger (3/1), Fort (1), Roth (2), Broz, Multhauf (10/5), Zbiral, Dolak (1), Schmidt, Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Oberlosa

Zeitstrafen: 6 für Plauen, 4 für Oberlosa

 

(slu)

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Foto: Endlich etwas Zählbares im Stadtderby

Stadtderby zum Saisonauftakt

(24.09.2020)

Lang war die Durststrecke für Spieler und Fans des HC Einheit Plauen. Anfang März fand das letzte offizielle Punktspiel für die Spitzenstädter statt. Nun ist es endlich soweit und die neue Saison steht in den Startlöchern. Der Auftakt hält gleich einen richtigen Kracher bereit: das Stadtderby. Wo beide Mannschaften stehen, lässt sich bisher nicht sagen. Aber für die Plauener Handballfans kann es keinen schöneren und spannenderen ersten Spieltag geben. 

 

Der HC Einheit Plauen startet in der Mitteldeutschen Oberliga in dieser Saison mit einem Kader von 14 Spielern. Mit Marc Multhauf, Karel Kveton, David Schmidt und Jannis Roth können die Spitzenstädter gleich vier Neuzugänge verpflichten. „Ich sehe die Mannschaft besser aufgestellt als in der vergangenen Saison. Mit unseren Neuzugängen hat der Kader noch mal an Qualität gewonnen“, freut sich Trainer Jan Richter. Seit Mai konnte Richter das Team auf die neue Saison vorbereiten. Auch wenn dieser Weg lang und mit vielen Hürden verbunden war. Coronabedingt musste das Training angepasst werden. Erst in den letzten Wochen war ein normaler Trainingsbetrieb inklusive mehrerer Testspiele möglich. „Wir haben die Belastung im Training bewusst dosiert, um nach einer so langen Pause Verletzungen zu vermeiden. Das ist uns gut gelungen. Nach den letzten Einheiten und Testspielen sehe ich die Mannschaft gut gewappnet für den Saisonstart“, erklärt Richter weiter. Wo sich sein Team in der Liga, die diesmal 17 statt bisher 14 Teams umfasst, einordnen wird, ist schwer zu sagen. Das Saisonziel der Spitzenstädter ist ein Platz im Mittelfeld mit möglichst viel Abstand zu den Abstiegsrängen. Mit dem Stadtderby am kommenden Samstag um 19 Uhr in der Helbig Halle erwischt Einheit gleich zu Beginn einen harten Brocken, denn die Oberlosaer gelten in dieser Saison ganz klar als Aufstiegsaspirant. Mit der Verpflichtung von Ladislav Brykner und Sebastian Naumann vom Zweitligisten EHV Aue, Ivan Kucharik vom Drittligisten SG Saarlouis sowie Dziugas Jusys aus dem Nachwuchsleistungszentrum des TV Großwallstadt und Jan Skalda aus der tschechischen Extraliga haben sich die Randplauener gezielt verstärkt. „Die Vorbereitung auf das Derby sieht nicht anders aus als bei anderen Spielen“, sagt Co-Trainer Heiko Schuster. „Wir konzentrieren uns auf uns. Gerade zu Beginn der Saison und bei einem Gegner mit so vielen Neuzugängen kann man sich wenig gezielt auf den Gegner abstimmen.“ Aufgrund des Hygienekonzeptes des SV 04 Oberlosa wird das Derby mit weniger Zuschauern als sonst stattfinden. Obwohl die Mitteldeutsche Oberliga beschlossen hat in dieser Saison ohne Gästefans zu spielen, wird eine kleine Vertretung von 30 Einheit-Fans vor Ort sein und ihr Team lautstark unterstützen. „Wir freuen uns und bedanken uns bei den Verantwortlichen für diese Ausnahme, denn sonst wäre es gerade für uns ein komisches Derby. Es würde etwas fehlen“, sagt Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. 

 

(slu)

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Foto: Stadtderby zum Saisonauftakt

Die „Alten“ haben es noch drauf

(14.09.2020)

Der vergangene Samstag stand endlich einmal wieder ganz im Zeichen des Handballs. Und etwa 200 Zuschauer fanden bei bestem Sommerwetter den Weg in die Einheit-Arena. Der erste Anpfiff nach der coronabedingten Zwangspause von 6 Monaten erfolgte pünktlich um 14 Uhr und läutete den Beginn der spannenden Partie in der ersten Runde des Bezirkspokals zwischen dem HC Einheit Plauen II und dem TSV Oelsnitz ein. Dabei verkaufte sich Einheit II gegen die eine Spielklasse höher agierenden Oelsnitzer mehr als teuer. In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Plauener den Gegner ein ums andere mal etwas überraschen und kurz vor der Halbzeit sogar zwei Tore in Führung gehen konnte. Einige Unachtsamkeiten nutzte der Favorit aber zu einem schmeichelhaften 12:12 Unentschieden zur Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel leistete sich Einheit II eine spielentscheidende Schwächephase, die am Ende zur 22:26 Niederlage führte und damit das Ausscheiden aus dem Bezirkspokal bedeutet. Dennoch zeigte sich das Trainerteam Marcel Wunderlich und Thomas Cramer zufrieden: „Die Generalprobe für den Saisonauftakt am kommenden Sonntag können wir durchaus als gelungen bezeichnen. Die Jungs haben gut gespielt gegen einen höherklassigen Gegner und mussten sich nur knapp geschlagen geben“, erklärt Trainer Wunderlich.

Im Anschluss an diese Partie stellte der HC Einheit Plauen seine Mannschaft für die neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga vor. Mit zwölf Feldspielern und zwei Torhütern starten die Plauener damit in die wohl längste und schwerste Saison, denn insgesamt sind 34 Spiele zu bestreiten und die Saison geht bis Ende Juni. Ab 18 Uhr stand dann das Highlight des Abends auf dem Programm. Dem Verein ist es gelungen innerhalb kürzester Zeit ein schlagkräftiges All-Star-Team aus insgesamt 14 ehemaligen Spielern auf die Beine zu stellen, die in einem Spiel gegen die aktuelle Mannschaft noch einmal ihr Können zeigten. Und das taten sie zur Freude der anwesenden Zuschauer. Egal ob Torwart Steffen Schüller oder sein um einige Jahre älterer Kollege Harry Olzmann, beide zogen in teilweise spektakulären Paraden ihren Gegenspielern den Zahn. Aber auch ehemalige Spieler wie Uwe Harzer, Sven Pöggel, Florian Weiß und Thomas Buschner zeigten, dass sie immer noch wissen wie das kleine klebrige Leder in die Maschen gelangt. Im Rückraum zogen bei den All Stars Spieler wie Lukas Zverina, Jan Pampel, Lukas Klima, Zbynek Karasek oder auch Heiko Wolf und Mario Pech die Fäden als hätten sie die Handballschuhe nie an den Nagel gehangen. Am Ende setzte sich natürlich die im Training stehende aktuelle erste Mannschaft mit 24:21 durch, aber ein Ergebnis ist in so einem Spiel mehr als zweitrangig. Auch neben dem Spielfeld gaben sich einige ehemalige Spieler die Klinke in die Hand. Nach dem Abpfiff wurden natürlich noch alte Geschichten und Erfolge ausgetauscht. Das Fazit war eindeutig: im nächsten Jahr treffen wir uns wieder! Mehr Lob kann es für eine solche Veranstaltung nicht geben.

 

(slu)

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Foto: Die „Alten“ haben es noch drauf

Beim HC Einheit geht’s endlich wieder los

(09.09.2020)

Ganze 27 Wochen dauerte die Durststrecke für die Fans des HC Einheit Plauen. So lang gab es coronabedingt keinen Handball zu sehen. Doch das Warten hat ein Ende, denn am 12. September geht es endlich wieder los! Der Verein hat sich für seine Anhänger in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen.

 

„Da wir keinen ordentlichen Saisonabschluss feiern konnten und auch alle Veranstaltungen, die normalerweise im Sommer stattfinden, absagen mussten, haben wir die Köpfe zusammengesteckt und nach Alternativen gesucht“, erklärt Vorstand Sabrina Lukas. Entgegen kam den Spitzenstädtern dabei der erste offizielle Auftritt der zweiten Mannschaft. Diese bestreitet am 12. September um 14 Uhr ihr erstes Spiel im Bezirkspokal gegen den Bezirksligisten TSV Oelsnitz. Die neu formierte Mannschaft unter dem Trainergespann Marcel Wunderlich und Thomas Cramer bereitet sich bereits seit Wochen akribisch auf diesen Termin vor. „Was lag näher als diesen Termin gleich zu nutzen und unseren Fans einen tollen Handballtag zu bieten“, so Lukas weiter. Deshalb stellen die Spitzenstädter nach dem Pokalspiel dann um 16 Uhr den Kader ihrer ersten Mannschaft für die neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga vor. Die Vorstellung findet diesmal direkt auf dem Spielfeld der Sporthalle statt, sodass die Fans von der Tribüne aus den Ausführungen der Neuzugänge und des Trainers lauschen können. Im Anschluss kann die Mannschaft auch gleich mal ihr Können zeigen. Um 18 Uhr ertönt der Anpfiff zum All-Star-Game. „Uns ist es gelungen viele ehemalige Spieler der ersten Mannschaft für dieses Spiel zu gewinnen“, freut sich Trainer Jan Richter, der hier auch auf einige seiner Weggefährten treffen wird. Als All Stars laufen unter anderem Spieler wie Steffen Schüller, Alin Bosneac, Uwe Harzer, Thomas Buschner, Zbynek Vesely, Enrico Fuchs, Harry Olzmann oder auch Heiko Wolf, Florian Weiß, Lukas Klima und Filip Turecek auf. Für die Trainerbank konnten Sven Liesegang und Roman Becvar gewonnen werden.

 

Dank des genehmigten Hygienekonzeptes können an diesem Tag 450 Zuschauer das Spiel verfolgen. Karten gibt es ab 16 Uhr an der Tageskasse. Sie können aber auch im Vorfeld per Mail unter reserviert werden.

 

Für den Besuch der Veranstaltung ist es notwendig beim Kauf der Eintrittskarte ein Kontaktdatenformular auszufüllen, um im Fall der Fälle die Kontakte durch das Gesundheitsamt nachverfolgen zu können. Diese Formular könnt ihr auch vorab ausdrucken und ausgefüllt mitbringen. Das Kontaktdatenformular findet ihr hier.

 

(slu)

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Foto: Beim HC Einheit geht’s endlich wieder los

Schweißtreibendes Trainingslager in Tschechien

(23.08.2020)

Ohne Schweiß kein Preis. Dieses Motto war Grundlage des dreitägigen Trainingslagers unserer 1. Mannschaft des HC Einheit Plauen von Freitag bis Sonntag in Lázne Kyntvart in der Nähe von Marienbad. Bis auf den am Fußzeh verletzten Martin Broz legten sich alle Spieler bei optimalen Bedingungen voll ins Zeug, um bestens gerüstet in gut einem Monat erfolgreich in die Saison starten zu können.

Am bisher heißesten Tag des Jahres rann bei fast tropischen Temperaturen der Schweiß bereits bei der Anfahrt. Zum Auftakt ging es in das erste Testspiel gegen HBC Strakonice. Hoch motiviert, aber wohl aufgrund der Hitze und der extrem schwülen Luft in der hervorragenden Halle von Lázne Kyntvart doch etwas gelähmt, lag die Mannschaft schnell mit 0:4 im Rückstand. Danach fing sich der HCE und führte gegen den tschechischen Zweitligaspitzenreiter zur Halbzeit mit 15:14. Da anscheinend auch dem vom Zwillingsbruder unseres Mittelmannes David Zbiral trainierten gegnerischen Team, das technisch und spielerisch einen sehr starken Eindruck vermittelte, ihr eigenes Trainingslager in den Knochen steckte, gelang sogar ein 26:24-Sieg. Hiervon ließ sich der HCE aber nicht blenden und übermütig werden. Diszipliniert wurden in verschiedenen Trainingseinheiten das Abwehrverhalten optimiert, Spielzüge verfeinert sowie an technischen und taktischen Feinheiten gefeilt. Am Samstagnachmittag sollte dies dann gegen den bayerischen Landesligisten HSG Fichtelgebirge umgesetzt werden. In der ersten Hälfte musste fast immer einem Rückstand hinterher gerannt werden und erst kurz vor der Pause gelang die 17:16-Führung. Im zweiten Abschnitt stand dann die Abwehr sattelfester. Lohn war der verdiente Sieg mit 33:26. Schon kurz danach stand bereits das Rückspiel gegen HBC Strakonice auf dem Plan. Um den Belastungen der im Lauf der Saison mehrfach stattfindenden Doppelspieltage an einem Wochenende gerecht werden zu können, war dieser Härtetest bewusst gewählt worden. Wie erwartet tat sich der HCE schwer, aber auch der tschechische Gegner. Der Halbzeitstand von 7:11 spiegelte dies wider. Torhüter und Deckung waren in diesem Spiel stark verbessert, nur im Angriff fehlten dann doch die Körner, zumal einige Spieler mit leichten Blessuren geschont wurden. Am Ende standen zwar nur 22 Gegentreffer auf der Anzeigentafel, aber auch leider nur 18 eigene Tore. Trotzdem zeigte sich Trainer Jan Richter im Großen und Ganzen mit der Leistung zufrieden und gestattete den Spielern abends sogar ein tschechisches Bier. Überraschenderweise mundete es den meisten Spielern aber gar nicht so recht. Am Abschlusstag standen dann nochmals verschiedene Übungsformen an, in denen u.a. an den richtigen Laufwegen gearbeitet wurde, bevor die Heimreise angetreten werden konnte.

„Mit dem Ergebnis des Trainingslagers und dem bisherigen Stand der Vorbereitung sind wir auf einem guten Weg, wieder erfolgreich in der Mitteldeutschen Oberliga bestehen zu können“, lautete das Fazit von Jan Richter. Dass trotzdem weiter hart gearbeitet werden muss, weiß jeder Spieler selbst. Als Einheit harmoniert das Team bereits. Und oftmals schlägt mannschaftliche Geschlossenheit individuelle Stärke.

 

(hs)

Foto zur Meldung: Schweißtreibendes Trainingslager in Tschechien
Foto: Schweißtreibendes Trainingslager in Tschechien

Tour de Vogtland statt Triathlon

(26.07.2020)

Eigentlich sollte auch dieses Jahr unsere 1. Mannschaft zur Saisonvorbereitung wieder am Pirker Triathlon teilnehmen. Coronabedingt konnte dieses Sportereignis aber nicht stattfinden. Da bereits schon genügend Laufeinheiten absolviert waren, reifte die Idee, zumindest eine weitere Teildisziplin des Triathlons in Angriff zu nehmen, nämlich das Radfahren. So startete am Samstagvormittag das Team zu seiner Tour durch das Vogtland. Noch vor Beginn war bei einigen aber die Luft raus, glücklicherweise nur aus den Reifen. Dies stellte aber das einzige technische Problem dar und die Defekthexe schlug nicht zu.

Vom Lindentempel aus ging es zunächst an die Talsperre Pöhl. Die ersten kleineren Hügel stellten dabei noch keine richtige Herausforderung dar. Diese kam dann in Form der Elstertalbrücke. Die höhenuntauglichen Spieler scheuten den Weg über die Brücke und mussten den Weg hinab ins Tal der Weißen Elster und wieder hoch nehmen. Die anderen konnten den herrlichen Ausblick genießen und fuhren weiter Richtung Jößnitz. Durch den Amselgrund führte dann die Strecke kilometerlang bergan nach Steinsdorf. Als Überraschung und Belohnung wartete dort eine kleine Verpflegungsstation, an der es nicht nur Wasser gab. Frisch gestärkt rollte es weiter an der Syrauer Windmühle vorbei nach Klein-Amerika. Als dann der Anstieg nach Mehltheuer bezwungen war, lag der schlimmste Teil der Strecke hinter den Fahrern. In Schneckengrün bog leider Dominik Pecek falsch ab, was für ihn nicht nur eine längere Strecke, sondern auch noch einen weiteren, heftigen Anstieg bedeutete. Dankenswerterweise erbarmte sich Marcel Gemeinhardt und eilte unserem Falschfahrer hinterher, damit dieser den Weg zurück nach Plauen finden konnte. Erstaunt waren dann viele über die landschaftliche Schönheit des Naturschutzgebietes „Großer Weidenteich“. Auf diesem ehemaligen Truppenübungsplatz der Roten Armee ließ es sich Max Krüger nicht nehmen, über den Lenker seines Fahrrades in Stellung zu gehen. Unverletzt ertrug er das Gelächter der anderen über seine wagemutige Aktion. Ab Straßberg rollte es sich auf flacher Strecke einfacher den Elsterradweg entlang zurück zum Ausgangspunkt.

Nach 45 km war jeder froh, es geschafft zu haben. Nachdem sich doch der eine und andere beim Fußball am Vortag in den ungewohnten Schuhen Blasen zugezogen hatte, kamen nun noch Beschwerden am Gesäß durch die Fahrradsattel hinzu. Als Belohnung für das Durchhaltevermögen lud Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm das Team zu sich ein und bewirtete es großzügig mit Bratwürsten, Steaks und Bier.

 

(hs)

Foto zur Meldung: Tour de Vogtland statt Triathlon
Foto: Tour de Vogtland statt Triathlon

Neues Duo am Kreis

(13.07.2020)

Der HC Einheit Plauen kann zwei weitere Neuzugänge vermelden. Doch die beiden Neuen sind gar nicht so neu. Nach dem überraschenden Abgang von Martin Danowski im April war die Kreisposition bei den Spitzenstädtern unbesetzt. „Dank der Hilfe von Vorstand und Spielern ist es uns gelungen, schnell zu reagieren“, freut sich Trainer Jan Richter. Mit Karel Kveton und David Schmidt kann er in der neuen Saison nun gleich auf zwei erfahrene Kreisläufer bauen. Beide trugen schon das rot-weiße Trikot und standen in der ersten Mannschaft ihren Mann. Karel Kveton ist sicherlich der bekanntere der beiden. Der 30jährige Tscheche spielte bereits von 2014 bis 2017 bei Einheit und erfreute die Fans mit spektakulären Toren vom Kreis. Nach einem kurzen Intermezzo in Regensburg lief er in den letzten beiden Spielzeiten für den Stadtrivalen SV 04 Oberlosa auf. „Mit Karel gewinnen wir auf der Kreisposition deutlich an Qualität. Durch seine Erfahrung und seine Vergangenheit bei uns, wird die Integration ins Team hoffentlich schnell abgeschlossen sein. Wir freuen uns, dass er sich dafür entschieden hat, in den nächsten drei Jahren für uns zu spielen“, erklärt Trainer Jan Richter. Der zweite Mann am Kreis ist David Schmidt. Das Einheit-Eigengewächs schnupperte bereits 2016 Luft in der Mitteldeutschen Oberliga. Zuletzt spielte er beim TSV Oelsnitz in der Bezirksliga. „Nachdem mich mein Heimatverein angesprochen hatte, habe ich sofort zugesagt. Ich habe es schon einmal geschafft, mich in die erste Mannschaft zu kämpfen und habe Lust darauf es noch einmal zu versuchen“, so Schmidt über seine Beweggründe. 

Mit vier Neuzugängen ist die Kaderplanung der Spitzenstädter allerdings noch nicht abgeschlossen. „Nach wie vor sind wir noch auf der Suche nach Verstärkung, insbesondere für den rechten Rückraum. Das ist eine Position, die schwer zu besetzen ist. Wir hoffen, dass wir bis zum Saisonstart im September noch fündig werden“, sagt Vorstand Sabrina Lukas. Die Saison startet regulär am 26. September mit dem Stadtderby beim SV 04 Oberlosa. 

 

(slu)

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Foto: Neues Duo am Kreis

Einheit begrüßt Rückkehrer in seinen Reihen

(09.07.2020)

Der nächste Neuzugang im Kader des Handball-Oberligisten ist ein alter Bekannter. Mit Marc Multhauf kehrt ein erfahrener Rückraumspieler an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. 2013 wechselte der heute 31jährige von der 2. Mannschaft des VfL Gummersbach zum HC Einheit. Dort prägte er die erfolgreichste Phase der Plauener Handballer und feierte mit der Mannschaft den ersten Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga. Er blieb dem Verein auch treu, als es sportlich nicht so lief und man 2016 in die Sachsenliga abstieg. Der ehemalige Mannschaftskapitän stellte sich in den Dienst der Mannschaft und schaffte nur eine Saison später den Wiederaufstieg. Danach suchte er jedoch eine neue Herausforderung beim Stadtrivalen SV 04 Oberlosa. Nach dem Ende seines 2-Jahres-Vertrages streift er nun für ein Jahr nochmal das rote-weiße Trikot über. „Da ich meine Karriere nicht beenden wollte, lag es nahe zur Einheit zurück zu gehen. Ich habe mich im Verein immer wohl gefühlt, man hat viel für mich getan und ich möchte einfach noch einmal helfen“, erklärt Multhauf seine Rückkehr. Vorstand Sabrina Lukas freut sich über die Verstärkung: „Der Kontakt zu Marc ist in den letzten zwei Jahren nie abgerissen. Er wird die Mannschaft in der sehr anstrengenden und kräftezehrenden Saison unterstützen und als Führungsspieler in den entscheidenden Phasen des Spiels Ruhe und Stabilität bringen, davon sind wir überzeugt.“

 

(slu)

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Foto: Einheit begrüßt Rückkehrer in seinen Reihen

Erster Neuzugang für Spitzenstädter

(07.07.2020)

Mit dem 19-jährigen Jannis Roth vermeldet der HC Einheit Plauen die erste Verstärkung für die neue Saison. Der gebürtige Erzgebirgler wechselt aus der A-Jugend des SC Magdeburg in die Spitzenstadt. Im Nachwuchsleistungszentrum des Bundesligisten spielte und trainierte der Linkshänder seit der C-Jugend. Das Handball-ABC erlernte der junge Mann in Aue. „Nach meinem erfolgreichen Abitur habe ich eine neue sportliche Herausforderung gesucht und ich glaube, dass ich hier in Plauen meine ersten wichtigen Schritte im Männerhandball gehen kann“, sagt Jannis Roth angesprochen auf seinen Wechsel nach Plauen. Beim SC Magdeburg ging er zuletzt in der Jugendbundesliga erfolgreich auf Torejagd. „Wir gewinnen mit Jannis einen jungen, gut ausgebildeten und hungrigen Spieler. Er wird zusammen mit Dominik Pecek ein sehr starkes Team auf der rechten Außenbahn bilden“, freut sich Trainer Jan Richter. 

 

(slu)

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Foto: Erster Neuzugang für Spitzenstädter

Einheit startet in Saisonvorbereitung

(30.06.2020)

Corona ist das dominierende Thema – überall! Auch den HC Einheit Plauen haben die verordnete Zwangspause von knapp 2,5 Monaten und der abgebrochene Spielbetrieb hart getroffen. Doch nun starten die Spitzenstädter regulär in die Vorbereitung einer Saison, wie es sie vorher noch nie gegeben hat. Das Gesicht des Teams hat sich dabei auch leicht verändert.

 

Handball-Oberligist HC Einheit Plauen beginnt am 26. September mit einem Auswärtsspiel beim Stadtrivalen SV 04 Oberlosa die Saison 2020/21. Das geht aus dem vergangene Woche veröffentlichten vorläufigen Spielplan hervor. „Wir sind froh, dadurch nun etwas Planungssicherheit zu haben“, kommentierte Trainer Jan Richter mit Blick auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen. „Gleich ein solcher Knüller zu Saisonbeginn sollte für uns Motivation genug sein, um in die diesmal etwas längere Vorbereitung von 11 Wochen zu starten.“ Und natürlich ist es auch für die Plauener Handballfans ein Spiel, das sicherlich aufgrund der langen handballfreien Zeit herbeigesehnt wird. 

Die vergangene Saison hatten die Spitzenstädter auf Platz 11 beendet. Die Bilanz war deutlich besser als in den Vorjahren: 7 Siegen standen 10 Niederlagen und 4 Unentschieden gegenüber. „Sportlich ist uns hinten raus etwas die Puste ausgegangen, aber ich bin überzeugt, wir hätten die Platzierung gehalten, wenn nicht sogar noch verbessert.“ Auf die Frage nach den Zielen für die neue Spielzeit hält sich der Trainer noch etwas bedeckt. Denn diese stellt für alle Mannschaften eine besondere Herausforderung dar. Statt der üblichen 14 Mannschaften sind nun 17 Teams am Start. Es ist dadurch ein Mammutprogramm an Spielen zu absolvieren, das erst am 26. Juni endet. Jede Mannschaft muss dabei 32 Spiele absolvieren, sechs mehr als sonst. Das liegt daran, dass die Saison 2019/20 coronabedingt abgebrochen wurde und es damit keine Absteiger gibt. Somit verbleiben der HBV Jena, der SV Oebisfelde und der HC Aschersleben in der Liga. Hinzu kommen mit dem HC Glauchau/Meerane, dem Sonneberger HV und dem SV G-W Wittenberg-Piesteritz die Aufsteiger aus den Landesverbänden. Zudem hat der HC Elbflorenz seine 2. Mannschaft aus der dritten Liga zurückgezogen, die nun ebenfalls in der Oberliga antritt. 

Die Spielzeit wird aber nicht nur lang, sondern auch extem hart. An drei Wochenenden müssen die Teams sowohl Samstag als auch Sonntag antreten. Das betrifft den 7./8. November, den 16./17. Januar und den 27./28. Februar. Der letzte Spieltag im Jahr ist der 12. Dezember, der erste für 2021 ist der 9. Januar. Die Spitzenstädter bestreiten ihr erstes Heimspiel am 3. Oktober gegen den HBV Jena. Danach geht es nach Aue, bevor am 17. Oktober der Vorjahresdritte HSV Bad Blankenburg seine Visitenkarte in der Einheit-Arena abgibt.  Es folgen Spiele gegen Apolda (24.10.), Oebisfelde (31.10.) und Köthen (7.11.), ehe es zum Westsachsenderby gegen den HC Glauchau/Meerane (8.11.) kommt. Das Jahr beschließen werden die Spiele gegen Pirna (14.11.), Freiberg (21.11.) und Sonneberg (5.12.). Am 12.12. haben die Plauener spielfrei. Die abschließenden Spiele der Hinrunde folgen 2021 gegen Elbflorenz II (9.1.), Delitzsch (17.1.) und Halle (23.1.). Die Rückrunde beginnt am 30.01. mit dem Stadtderby gegen Oberlosa in eigener Halle.

Anders als noch Anfang März geplant hat sich auch der Kader der Spitzenstädter über die Zwangspause verändert. „Neben dem geplanten Abgang von Matyas Burda haben uns Martin Danoswki und zuletzt auch Levin Kies überraschend verlassen. Diese Ausfälle haben wir versucht zu kompensieren. Allerdings ist uns dies bisher nicht in vollem Umfang gelungen“, berichtet Trainer Jan Richter. Den Kader der Spitzenstädter schätzt Richter dennoch wettbewerbsfähig ein. „Wir haben vier Neuzugänge, die wir in den nächsten Wochen auch bekanntgeben werden. Zum Trainingsauftakt am Dienstag waren alle dabei und hochmotiviert.“

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit startet in Saisonvorbereitung
Foto: Einheit startet in Saisonvorbereitung

Stadtderby zum Saisonauftakt

(19.06.2020)

Der vorläufige Spielplan für die neue Saison steht! Und wir starten gleich mit einem Knaller: dem Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa. Also merkt Euch schon mal den 26.9. im Kalender vor.

 

Der gesamten vorläufigen Spielplan findet ihr hier:

vorläufiger Spielplan, Stand 19.06.2020

+++ Vertragaverlängerung +++

(05.06.2020)

Auch in der kommenden Saison wird unsere #5 Kevin Model das rot-weiße Trikot tragen. Er unterschrieb vergangene Woche einen Vertrag für ein weiteres Jahr. „Wir sind mit Kevin während der Corona-Zeit in Verbindung geblieben und freuen uns, dass er der Mannschaft erhalten bleibt. Auch wenn er letzte Saison sein eigentliches Potenzial noch nicht abrufen konnte, bauen wir darauf dass die neue Saison dank einer ordentlichen Vorbereitung besser für ihn läuft“, erklärt Trainer Jan Richter. Der Rechtshänder war erst im November 2019 verpflichtet  worden und kann sowohl auf Rückraum Mitte als auch Linksaußen eingesetzt werden.

Foto zur Meldung: +++ Vertragaverlängerung +++
Foto: +++ Vertragaverlängerung +++

Gemeinsame Arbeit trägt Früchte

(15.05.2020)

Die gemeinsame Nachwuchsarbeit des HCE Plauen, TSV Oelsnitz und SV04Oberlosa trägt Früchte. In der abgebrochenen Saison 2019/2020 feiert unsere B-Jugend der Nachwuchsspielgemeinschaft in der Sachsenliga Platz 3 ?! Bemerkenswert dabei ist, dass die Jungs zu einem der beiden Teams gehören, die Sachsenmeister HC Elbflorenz einen Punkt abluchsen konnten. Gegen den Bundesliganachwuchs aus dem Leistungszentrum des SC DHfK Leipzig stand ein Sieg und eine knappe Niederlage zu Buche. Eine Klasse Leistung von Mannschaft und Trainerteam nach zwei Jahren gemeinsamer Arbeit ??

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Foto: Gemeinsame Arbeit trägt Früchte

Endlich Rückkehr ins Training!

(15.05.2020)

Gestern ging es für unsere Jungs der ersten Mannschaft endlich wieder los! Nach 8 langen Wochen ohne gemeinsames Training stand die erste Einheit auf dem Programm. Ungewohnt ging es auf dem Aussensportplatz der Einheit-Arena zu Gange. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften standen Kraft, Ausdauer und Athletik verbunden mit Spaß auf dem Programm ??

Foto zur Meldung: Endlich Rückkehr ins Training!
Foto: Endlich Rückkehr ins Training!

Martin Danowski verlässt Plauen!

(11.05.2020)

Mit 143 Toren belegte Martin Danowski vom HC Einheit Plauen Platz zwei in der Torschützenliste der Mitteldeutschen Oberliga. Der Handballer hatte beim Oberligisten gerade erst seinen Vertrag vorzeitig um weitere vier Jahre verlängert. Jetzt hat der Verein vollkommen überraschend die Vertragsauflösung bekannt gegeben. Demnach wechselt der 27-Jährige zum Ligakontrahenten HG Köthen. Das bestätigte Sabrina Lukas als Sprecherin des geschäftsführenden Vorstandes auf Nachfrage. Was ist passiert? Vorab: Die Coronakrise verändert die Handballwelt seit zwei Monaten nachhaltig. Ganz besonders betroffen davon sind die vier obersten deutschen Spielklassen. Auch den HC Einheit Plauen hat es jetzt erwischt. Dessen Spieler müssen derzeit mit neuen Lebens- und Berufssituationen klarkommen. Wohl auch deshalb hatte Martin Danowski vor geraumer Zeit den Vorstand kontaktiert. „Unser Spieler war vor ein paar Wochen mit dem Wunsch an uns herangetreten, seinen bis 2024 gültigen Vertrag aufzulösen, da er in einem Unternehmen in Köthen eine Ausbildung beginnen kann“, teilt der Einheit-Vorstand mit. Beide Seiten hatten in der Folge die Modalitäten ausgehandelt, da der HC Einheit für Martin Danowski in Plauen keine Perspektiven in dieser Hinsicht erkennen konnte. HCE-Trainer Jan Richter „bedauert diesen sportlichen Verlust natürlich sehr. Es ist aber für beide Seiten so am besten. Die Trennung hatte sich frühzeitig angedeutet, sodass wir bereits tätig werden konnten.“ Auch die Mannschaft hatte Kenntnis von dem Vorgang. Martin Danowski kam 2018 im Alter von 25 Jahren vom TV Gelnhausen in die Spitzenstadt. Zuvor spielte er bei Dessau-Rosslau, USV Halle, HSV Bad Blankenburg und beim ESV Lok Pirna. Zur Mannschaftspräsentation stellte sich der Kreisläufer den Fans mit den Worten vor: „Ich habe mich bewusst für Plauen entschieden, da ich hier sowohl ein tolles handballerisches Umfeld geboten bekomme, als auch eine Ausbildung absolvieren kann“, so der gebürtige Magdeburger damals. „Daraus ist nun leider nichts geworden. Wir möchten uns bei Martin für zwei gemeinsame Jahre bedanken und wir wollen ihm natürlich keine Steine in den Weg legen“, heißt es in einer Erklärung des Vorstandes. Demnach kam es in beiderseitigem Einvernehmen zur Vertragsauflösung. 

 

(kare)

Foto zur Meldung: Martin Danowski verlässt Plauen!
Foto: Martin Danowski verlässt Plauen!

Erste Mannschaft schafft Klassenerhalt!

(06.05.2020)

Die Saison 2019/2020 ist beendet und wir wollen jetzt auch immer mal wieder auf die Platzierung unserer Mannschaften schauen!

Unsere erste Mannschaft erreicht mit 18:24 Punkten Platz 11 in der Abschlusstabelle. Damit hat die Mannschaft nach drei wackeligen Jahren den Klassenerhalt diesmal sportlich und aus eigener Kraft geschafft. Herzlichen Glückwunsch!
Dabei konnten wir gemeinsam mit unseren Fans 5 Heimsiege und 2 Auswärtssiege feiern, dazu gab es 4 spannende und nervenaufr...eibende Unentschieden. Wir bedanken uns bei insgesamt über 8300 Zuschauern zu unseren Heimspielen, was im Durchschnitt knapp 400 Zuschauern entspricht! Wir finden das klasse und freuen uns sehr über euer Engagement und eure Unterstützung des Teams. Mit 143 Toren belegt Martin Danowski Platz 2 der Torschützenliste. Unser "Zeitstrafenkönig" ist Martin Broz mit 22 Zeitstrafen in der Saison. Jakub Dolak musste zweimal das Spielfeld vorzeitig verlassen und duschen gehen.
Wann genau die neue Saison starten kann, wissen wir noch nicht. Aber was wir wissen ist klar: Wir freuen uns, wenn es wieder losgeht und hoffen euch bald zahlreich und gesund wieder in unserer Einheit-Arena begrüßen zu können. Über die aktuelle Entwicklung über Zu- und Abgänge halten wir Euch natürlich über die Sommerpause auf dem Laufenden.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Erste Mannschaft schafft Klassenerhalt!
Foto: Erste Mannschaft schafft Klassenerhalt!

+++ Saison in der Mitteldeutschen Oberliga beendet +++

(03.05.2020)

Der Mitteldeutsche Handballverband teilte heute das offizielle Saisonende der Mitteldeutschen Handball-Oberliga mit. Damit erreicht der HC Einheit Plauen sein Saisonziel Klassenerhalt vorzeitig. Wie es in der kommenden Saison weiter geht und vor allem wann, wird der Verband in den nächsten Wochen mitteilen.

 

http://www.mhv-handball.de/news/1/570757/nachrichten/pressemitteilung-mhv-vorstand-zur-beendigung-saison-2019-2020.html

Foto zur Meldung: +++ Saison in der Mitteldeutschen Oberliga beendet +++
Foto: +++ Saison in der Mitteldeutschen Oberliga beendet +++

Einheit-Trainer hört auf

(20.04.2020)

Der HC Einheit Plauen meldet eine Veränderung im Trainerstab. „Vasile Sajenev wird uns verlassen. Er hat das der Mannschaft am vergangenen Dienstag während einer Videokonferenz mitgeteilt“, bestätigen Sabrina Lukas und Frank Kühn den Sachverhalt. Die beiden geschäftsführenden HCE-Vorstände bedauern genau wie die Mannschaft den Abgang des 49-Jährigen. Vasile Sajenev bildete in der aktuell unterbrochenen Saison zusammen mit Jan Richter ein erfolgreiches Trainertandem. Dem Verein gelang in der Mitteldeutschen Oberliga ein kleines Wunder. Denn die Rot-Weißen galten zu Saisonbeginn als Abstiegskandidat Nummer eins. Fünf Spieltage vor Schluss belegen die Plauener jedoch mit 18:24 und vier Zählern Vorsprung vor den Verfolgern den ersten Nichtabstiegsplatz.

 

Was für die Öffentlichkeit überraschend kommt, hatte sich bereits seit Februar langsam angebahnt. Die Vereinsführung betont: „Wir hätten gerne den Vertrag mit Vasile Sajenev verlängert. Doch unser Trainer hatte bereits zu diesem Zeitpunkt kundgetan, dass er vermutlich im Sommer geht.“ Der berufstätige Familienvati aus Zwönitz hat sich in den vergangenen Monaten voll in die „Mission Klassenerhalt“ reingehangen. Sein Partner und Mitstreiter, Jan Richter, schwärmt: „Ich habe von Vasile sehr viel gelernt und bin sehr froh und stolz darauf, dass ich mit einem Handballexperten seines Formates zusammenarbeiten durfte.“ Jan Richter übernimmt nun wieder alleine das Amt des Cheftrainers und er kündigt an: „Ich werde das, was Vasile und ich zusammen aufgebaut haben fortführen und ich hoffe sehr, dass wir trotz Coronapandemie die Möglichkeit bekommen, diesen tollen Trainer würdig zu verabschieden.“

 

Dass sich Vasile Sajenev mit der Entscheidung nicht leicht getan hat, weiß man beim Verein und in der Mannschaft. Der Coach macht deshalb auch gar keine großen Worte. „Es ist meine Entscheidung!“ Wie immer beschränkt sich der Handballprofessor auf das Wesentliche. „Ich habe ihn ein Jahr lang nie anders erlebt. Wir haben jeden Tag mindestens einmal über Handball gesprochen. Vasi wird uns allen fehlen“, bedauert Jan Richter den Schritt seines Pendants. Aktuell ist die Saison bis 4. Mai unterbrochen. Experten gehen davon aus, dass die letzten fünf Spieltage entfallen und die Saison als erste „Nullrunde der Handballgeschichte“ in die Historie eingeht. Denn durch die lange Pause, müsste man zunächst erst einmal wieder ins Training einsteigen, bevor die Saison fortgesetzt werden kann. Manche Spieler werden dann jedoch gar nicht mehr dabei sein, weil deren Verträge ausgelaufen sind. Die daraus resultierende Klage-Möglichkeit benachteiligter Vereine wird aller Voraussicht nach zum Saisonabbruch führen, weil ansonsten eine noch viel größere Unklarheit droht, als es sie bereits jetzt schon gibt. 
 

(kare)

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Foto: Foto: Karsten Repert

+++ Spielbetrieb in der Mitteldeutschen Oberliga weiterhin ausgesetzt +++

(19.04.2020)

Amtliche Mitteilung der AG Spieltechnik des Mitteldeutschen Handballverband!
Der Spielbetrieb unserer 1. Mannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga bleibt weiterhin bis zum 03.05.2020 ausgesetzt. 
 

http://www.mhv-handball.de/news/1/567050/nachrichten/amtliche-mitteilung-der-ag-spieltechnik-des-mhv.html

 

 

Eine Mannschaft auf Handball-Entzug

(17.04.2020)

Unsere Jungs müssen seit 4 Wochen ohne den geliebten Handball auskommen. Das führt zu ganz merkwürdigen Entzugserscheinungen, aber seht selbst :

 

https://www.youtube.com/watch?v=mnpZZx97db4

 

 

 

 

 

Einheit feiert deutlichen Heimsieg

(08.03.2020)

Das war die richtige Reaktion! Der HC Einheit Plauen gewinnt am vergangenen Samstag sein Punktspiel deutlich mit 30:21 (15:10) gegen die Bundesliga-Reserve des EHV Aue. Damit sichern sich die Plauener einen wichtigen Sieg und zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Spitzenstädter zeigten sich von der ersten bis zur letzten Minute kämpferisch und hellwach. Gepaart mit einer starken Leistung auf allen Positionen war der Erfolg in dieser Höhe auch gerechtfertigt.

 

„Wir hatten die Mannschaft im Vorfeld gut auf den Gegner eingestellt. Anders als zuletzt in Apolda haben wir auch umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, lobte Trainer Jan Richter sein Team nach dem Abpfiff. Aue ist in der Liga bekannt für sein schnelles Konterspiel und seine dynamischen Angriffe, aber die Einheit-Abwehr stand von der ersten Sekunde an. So startete das Spiel mit einem 6:0-Lauf der Spitzenstädter. Erst danach gelang es Aue II das erste Tor zu erzielen. Beim Stand von 9:7, Mitte der ersten Halbzeit, war die Partie noch offen. „Wir haben in dieser kurzen Phase versucht das Tempo des Gegners aufzunehmen. Genau das wollten wir aber nicht. Hinzu kamen zwei Unterzahlsituationen“, erklärt Trainer Vasile Sajenev, der in der folgenden Auszeit Redebedarf mit seiner Mannschaft hatte. In der Folge spielte Einheit wieder sein Spiel. In der Abwehr stand man sicher und Torhüter Josef Pour zeigte an seinem Geburtstag eine bärenstarke Leistung. Sowohl über Konter als auch schön heraus gespielte Torchancen setzte sich Einheit bis zur Pause auf 15:10 ab. 

 

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Vorsprung konstant zu halten. Aue agierte in der Abwehr nun immer offensiver, um den Spielaufbau zu stören und Fehler zu erzwingen. Doch das gelang nicht. Die Spitzenstädter zeigten, dass sie aus einer ähnlichen Situation im Hinspiel gelernt hatten und bauten den Vorsprung sogar noch weiter aus. Eine kurze Schrecksekunde ereignete sich Mitte der zweiten Halbzeit als Einheit-Spieler Martin Broz nach einem Zusammenprall mit seinem Gegenspieler am Boden liegen blieb. Aufgrund einer Platzwunde im Gesicht war für ihn die Partie vorzeitig beendet. Doch dem Spiel der Spitzenstädter tat dies keinen Abbruch. Schön zu sehen war auch, dass alle Spieler, die von der Bank kamen, sich für ihren Einsatz mit Toren bedankten. Zehn Minuten vor dem Ende beim Stand von 26:16 war das Spiel bereits gelaufen. Zwar versuchte Aue alles, Einheit ließ sich aber nicht beirren und brachte den Sieg mit 30:21 über die Ziellinie. „Das waren heute zwei ganz wichtige Punkte“, freute sich Geburtstagskind Josef Pour nach dem Abpfiff. Durch den Erfolg Apoldas gegen Oberlosa bleiben die Spitzenstädter auf Rang 11. Der Vprsorung vergrößert sich allerdings auf vier Punkte, da Aschersleben gegen Freiberg nur Unentschieden spielte. Im Kampf um den Klassenerhalt mischt auch der SV Oebisfelde wieder mit, der überraschend deutlich mit 32:19 in Köthen gewann. Es bleibt also spannend. Am kommenden Wochenende ist spielfrei. Dann müssen die Spitzenstädter zum Tabellensechsten HSG Freiberg.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Kies (2), Model (1), Gemeinhardt (1), Krüger (1), Burda (4), Broz, Zbiral (4), Danowski (10/4), Pecek (4), Dolak, Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (3), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

EHV Aue II: Bamler, Briest, Unbehauer, Kozubik (2), Schwenning (8/2), Fischer S. (1), Krauß (4), Stief, Fischer J. (1), Leubner (3/1), Faith (2), Schmidtke, Trainer Kirsten Weber

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 4 für Aue

Zeitstrafen: 3 für Plauen, 2 für Aue

Zuschauer: 511

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit feiert deutlichen Heimsieg
Foto: Einheit feiert deutlichen Heimsieg

Jetzt ist der Kopf gefragt

(05.03.2020)

Am kommenden Samstag wird es in der Einheit-Arena heiß her gehen. Dann empfangen die Spitzenstädter um 16 Uhr die Bundesliga-Reserve des EHV Aue. Nach den vergangenen Spieltagen wird es für den HC Einheit nun in der Endphase der Saison noch einmal eng im Kampf um den Klassenerhalt. Derzeit steht die Mannschaff mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge auf Platz 11. Doch um das Saisonziel zu erreichen und am Ende nicht wieder zittern zu müssen, müssen die Spitzenstädterpunkten. Am besten bereits am Samstag gegen Aue II.

 

Konstanz ist beim HC Einheit Plauen derzeit ein Fremdwort. Von Spieltag zu Spieltag zeigt die Mannschaft unterschiedliche Leistungen. Seit Jahresbeginn konnten die Spitzenstädter bisher in sechs Spielen nur drei Punkte einfahren. Dabei wechselten sich Licht und Schatten in loser Folge ab. Einem starken Auftritt in Pirna (17:17) folgte ein katastrophaler Auftritt vor heimischer Kulisse gegen Köthen (22:30). Gegen Delitzsch schrammten die Spitzenstädter hauchdünn an einer Sensation vorbei (24:25), um sich gegen Aschersleben dann zu einem wichtigen Sieg zu mühen (27:24). Im Stadtderby zeigte das Team eines der besten Spiele der Saison und musste sich dennoch geschlagen geben. Statt dies aber zu konservieren und gegen den direkten Konkurrenten Apolda wieder abzurufen, gab es eine schwerwiegende 24:31 Niederlage. Die Ursache für diese Schwankungen ist nicht leicht zu finden. „Aus meiner Sicht ist das Kopfsache“, erklärt Trainer Vasile Sajenev. „Während die Spieler in einer Partie die richtigen Entscheidungen treffen, ist das in der nächsten Partie in der gleichen Situation plötzlich nicht mehr so. Unsere Spieler sind größtenteils erfahren, da erwarte ich mehr Köpfchen.“ In der Begegnung am kommenden Samstag gegen Aue II wird viel Köpfchen auf Seiten der Spitzenstädter gefragt sein. „Wir kennen das Spielsystem der Auer Mannschaft“, weiß Trainer Jan Richter. „Wir dürfen uns nicht dazu hinreißen lassen, ihr Spiel mitzuspielen. Aue hat viele junge, gut ausgebildete und schnelle Spieler, die aufs Tempo drücken werden. Davon dürfen wir uns nicht anstecken lassen und überhastet agieren.“ Im Hinspiel hat diese Taktik gut funktioniert. Einheit führte fast über die gesamte Spielzeit hinweg mit 3-4 Toren, konnte diese aber nicht über die Zeit bringen und trennte sich am Ende 29:29 Unentschieden. Doch Trainer Jan Richter warnt: „ Wir haben in den letzten Wochen sehen können, wie Aue von Spiel zu Spiel stärker geworden ist. Wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Die Bundesliga-Reserve des EHV Aue hat seit Jahresbeginn aufhorchen lassen. Mit Siegen gegen Bad Blankenburg, Halle, Köthen, Delitzsch und Aschersleben schoben sich die Erzgebirgler auf Platz 6 in der Mitteldeutschen Oberliga. In dieser Form wird die Partie für Einheit ein schweres Stück Arbeit.

 

(slu)

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Foto: Jetzt ist der Kopf gefragt

Jetzt wird die Luft dünn

(01.03.2020)

Der HC Einheit Plauen hat in dieser Saison zwei Gesichter. Eines davon, leider nicht das erfolgreiche, zeigten die Spitzenstädter am vergangenen Samstag beim HSV Apolda. Dort mussten sie sich dem direkten Kontrahenten HSV Apolda deutlich mit 24:31 geschlagen geben. Waren die Plauener im Kampf um den Klassenerhalt in dieser Saison bisher im Soll, wird es nun sechs Spieltage vor Schluss, doch wieder eng. Einheit rutscht auf Tabellenplatz 11 ab und liegt damit nur noch knapp vor den Abstiegsrängen.

 

Nach der guten Leistung im Stadtderby und der knappen Niederlage war das Ziel der Spitzenstädter in Apolda klar. Ein Sieg sollte her und zwei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten eingefahren werden. Nach den letzten Auftritten des Teams gegen Delitzsch, Aschersleben und Oberlosa sollte dies eigentlich keine unlösbare Aufgabe sein. Auch wenn man vor der Heimstärke Apoldas gewarnt wurde. Doch wie schon so oft in dieser Saison, wenn es drauf an kam, lief bei den Spitzenstädtern nichts zusammen. Doch danach sah es zunächst nicht aus. Einheit startete gut in die Partie und führte durch Tore von Krüger und Zbiral mit 2:0. Burda, Pecek und Danowski netzten zum 5:3 ein. Mitte der ersten Halbzeit stellten die Gastgeber den 5:5 Ausgleich her. Die Partie war nun offen. Auf beiden Seiten zeigten die Mannschaften Nerven und machten Fehler, die aber der jeweils andere nicht zu seinem Vorteil nutzen konnte. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff stand es deshalb weiterhin unentschieden (9:9). Die sonst stärkste Phase der Spitzenstädter vor der Pause wurde diesmal zum Genickbruch für das gesamte Spiel. „Statt einfach unser Spiel weiter zu spielen, haben wir komplett den Faden verloren“, erklärt Trainer Vasile Sajenev. „In Überzahl haben die Spieler eine falsche Entscheidung nach der anderen getroffen und wir haben Apolda so stark gemacht.“ Die Gastgeber nutzten die Schwäche der Plauener gnadenlos und gingen mit einer 9:13-Führung in die Kabine. 

 

Nach dem Seitenwechsel schien Einheit den Rückstand mit der Brechstange wettmachen zu wollen. „Wir haben nicht geduldig gespielt und auf die richtige Wurfchance gewartet. Stattdessen haben sich Spieler Würfe in ungünstigen Situationen genommen, den freien Mann nicht gesehen und sich nicht an Absprachen gehalten“, ärgert sich Trainer Sajenev. Auch die Abwehr der Spitzenstädter war nun viel zu weit weg vom wurfgewaltigen Rückraum der Thüringer. Apolda nutzte die Schwäche gnadenlos und baute den Vorsprung auf 12:18 aus. Ein kurzes Aufbäumen durch Tore von Krüger, Danowski und Burda zum 16:20 brachte nichts. Innerhalb weniger Minuten stellte Apolda beim 19:15 den alten Abstand wieder her und baute die Führung bis zum 21:29 weiter aus. Am Ende verlor Einheit die Partie deutlich mit 24:31. Damit stecken die Spitzenstädter wieder direkt im Abstiegskampf und müssen nun am kommenden Samstag zuhause gegen Aue II punkten.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Model, Gemeinhardt, Krüger (5), Burda (5), Broz (2), Zbiral (3), Danowski (4/3), Pecek (1), Dolak (1), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (3), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Apolda: Ban (5/1), Wenke (3), Ilievski (1), Schwarz, Mirilo (4), Poschbeck, Langer (4), Dejmek, Pristas, Heinemann J. (2), Toskoski (2), Heinemann N., Veselinovic (10), Trainer Andreas Schöppe

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Apolda

Zeitstrafen: 2 für Plauen, 4 für Apolda

 

(slu)

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Foto: Jetzt wird die Luft dünn

Wichtiges Auswärtsspiel für Spitzenstädter

(26.02.2020)

Am kommenden Samstag geht es für den HC Einheit Plauen sprichwörtlich „um die Wurst“. Dann treffen die Spitzenstädter auswärts ab 20 Uhr auf den HSV Apolda. Dieses Spiel kann so etwas wie die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt werden. Die Plauener sind gut gerüstet und haben zuletzt gezeigt, was in ihnen steckt. Gelingt es gegen Apolda das Leistungsvermögen abzurufen, ist ein Sieg möglich. Doch leicht wird das nicht.

 

„Wir haben für unseren Auftritt im Derby vergangene Woche viel Lob bekommen. Aber davon können wir uns nichts kaufen“, weiß Mittelmann David Zbiral. „Was zählt ist der Punktestand am Saisonende und dafür können wir am kommenden Spieltag etwas tun.“ Nach der knappen Niederlage gegen den SV 04 Oberlosa und dem Erfolg des HC Aschersleben (Rang 12) gegen den HSV Apolda ist der Vorsprung der Spitzenstädter auf die Abstiegsplätze auf drei Punkte geschrumpft. Die Plauener stehen zwar nach wie vor auf Rang 10 in der Mitteldeutschen Oberliga, aber die Luft wird dünner, denn Aschersleben konnte mit diesem Sieg Boden gut machen. Dem kommenden Gegner der Spitzenstädter geht es ähnlich. Der HSV Apolda liegt punktgleich (16:22) mit Einheit auf Platz 11. Im Hinspiel trennten sich beide Teams 24:24 Unentschieden. „Damals sahen wir kurz vor Schluss bereits wie die Sieger aus, führten zwischenzeitlich sogar mit fünf Toren und haben den Erfolg in den letzten Minuten aus der Hand gegeben“, ärgert sich Trainer Jan Richter noch heute.  Das soll diesmal anders werden. In den letzten zwei Jahren konnte Einheit in Apolda jeweils gewinnen und in den letzten fünf Begegnungen gab es keine Niederlage. Doch Apolda sorgte in dieser Saison schon für die eine oder andere Überraschung. So feierten die Thüringer Siege gegen Oberlosa, Burgenland, Bad Blankenburg und Delitzsch. Auf der anderen Seite gab es eher unerwartete und teilweise hohe Niederlagen. Apolda gleich in dieser Spielzeit eher einer Wundertüte. „Der Schlüssel zum Erfolg ist einfach“, erklärt Trainer Vasile Sajenev. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Das bedeutet, konzentriert spielen, wenig Fehler machen und jeder Spieler muss an seine Leistungsgrenze gehen.“ Die Abwehr der Plauener wird dabei eine Menge zu tun bekommen, denn Apolda agiert mit einem wurfstarken Rückraum und Spielern mit individuellen Qualitäten, hinzukommt die Routine und Erfahrung der Akteure. Im Training unter der Woche wurde auf diese Punkte zwar eingegangen, „aber wir beschäftigen uns mit unseren Problemfeldern und wollen daran arbeiten, diese zu verbessern. Der aktuelle Gegner ist erst auf den zweiten Blick interessant“, so Sajenev. Hinter der Aufstellung für Samstag stehen bei Einheit noch ein paar Fragezeichen. Die aktuelle Krankheitswelle macht auch vor Sportlern nicht halt und so mussten einige Spieler in dieser Woche aussetzen. Wer fit ist für das Auswärtsspiel in Apolda wird sich erst kurzfristig am Samstag zeigen.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Wichtiges Auswärtsspiel für Spitzenstädter
Foto: Wichtiges Auswärtsspiel für Spitzenstädter

Knapp geschlagen im Stadtderby

(23.02.2020)

Auch das Rückspiel im Stadtderby zwischen dem HC Einheit Plauen und dem SV 04 Oberlosa war spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Es war ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich die Spitzenstädter am Ende nur knapp mit 21:24 (10:9) geschlagen geben mussten. Der Favorit Oberlosa hatte insbesondere in der ersten Halbzeit Mühe und setzte sich letztlich dank des breiteren Kaders durch. 

 

Beide Teams waren von Beginn an hoch motiviert, das merkten die über 900 anwesenden Zuschauer. Das erste Tor der Partie erzielte Oberlosas Philip Trommer-Ernst. Er war es auch, der die folgenden drei Treffer der Gastgeber zur Partie beisteuerte. Alle anderen gelb-schwarzen Angriffsversuche scheiterten entweder am stark aufgelegten Einheit-Schlussmann Jan Misar oder liefen sich in der rot-weißen Abwehr fest. Auf Seiten der Gäste trafen Krüger und Zbiral (3) bis zum Stand von 4:4 nach 12 Minuten. Dann kam die stärkste Phase der Spitzenstädter. Die Abwehr und Schlussmann Misar zwangen Oberlosa zu Fehlern und so blieben die Randplauener zehn Minuten ohne eigenen Treffer. Auf der Gegenseite ging Einheit durch Tore von Zbiral, Danowski und Burda mit 7:4 in Führung. Doch leider gelang es nicht, diese bis zur Halbzeit zu verteidigen. Fehlwürfe ermöglichten es den Gastgebern innerhalb weniger Minuten zum 9:9 auszugleichen. Dominik Pecek erzielte dann die knappe 10:9 Halbzeitführung für Einheit.

 

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiter ausgeglichen. Einheit legte jeweils ein Tor vor, Oberlosa gelang im Gegenzug der Ausgleich. Eine Zeitstrafe gegen Martin Broz Mitte der zweiten Halbzeit brachte Einheit in Unterzahl. Dies nutzten die Randplauener um mit 15:17 in Führung zu gehen. Doch Einheit kämpfte und gab nicht auf. Insbesondere Mittelmann David Zbiral, der mit sieben Treffern erfolgreichste Werfer der Plauener, überraschte Oberlosas Abwehr und Schlussmann Carsten Klaus immer wieder mit spektakulären Würfen. Sieben Minuten vor Schluss leuchtete ein 19:20 von der Anzeigetafel. Zwei Oberlosaer Treffer zum 19:22 schienen die Partie zu entscheiden. Aber Einheit stemmte sich mit Unterstützung der Fans gegen die drohende Niederlage. Abermals Zbiral gelang es den Rückstand auf zwei Tore zu verkürzen. Einheit setzte nun alles auf eine Karte und ging in eine offensive Manndeckung über. Aber es nützte nichts. Am Ende mussten sich die Spitzenstädter mit 21:24 geschlagen geben. „Das war heute Werbung für den Handballsport“, erklärte Jan Richter nach der Partie. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Ich bin mit der Leistung der Mannschaft zufrieden, auch wenn nicht alles hundertprozentig geklappt hat.“ Sein Trainerkollege Vasile Sajenev ergänzt: „Mit einer besseren Wurfausbeute insbesondere von den Außenpositionen wäre die Überraschung vielleicht drin gewesen.“

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Kies, Model, Gemeinhardt, Krüger (2), Burda (2), Broz (1), Zbiral (7), Danowski (5/5), Pecek (1), Dolak (2), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (1), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SV 04 Oberlosa: Fort, Wetzel (1), Weikert (1), Roth, Trommer-Ernst (5), Mertig (2/2), Klaus, Richter (2), Duschek (3), Hertel (4), Kolomaznik (3), Multhauf, Flämig, Rahn (3), Trainer Peter Hazl, Co-Trainer Richard Wander

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 3 für Oberlosa

Zeitstrafen: 2 für Plauen, 1 für Oberlosa

 

(slu)

Foto zur Meldung: Knapp geschlagen im Stadtderby
Foto: Knapp geschlagen im Stadtderby

Einheit bindet Leistungsträger vorzeitig

(21.02.2020)

Eine erfreuliche Meldung hat der HC Einheit Plauen vor dem morgigen Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa zu verkünden. „Wir konnten bereits jetzt den Vertrag mit Kreisläufer Martin Danowski bis 2024 verlängern“, freut sich Vorstandssprecherin Sabrina Lukas. „Eigentlich läuft sein Engagement bei uns noch bis 2022, aber Martin suchte Anfang des Jahres das Gespräch und will langfristig bei uns bleiben.“ Der 26-Jährige Magdeburger steht seit 2018 in Diensten der Spitzenstädter und zählt zu den absoluten Leistungsträgern. In dieser Saison gehört er in der Mitteldeutschen Oberliga zu den Top3-Torschützen. Zuvor spielte der 26-Jährige unter anderem beim TV Gelnhausen, in Bad Blankenburg, beim USV Halle und der SG Pirna/Heidenau. „Ich fühle mich wohl hier und bin im Verein angekommen. Mit der vorzeitigen Verlängerung möchte ich auch ein Zeichen setzen. Ich glaube an das Trainerteam, die Mannschaft und den Verein. Daran möchte ich auch langfristig mitarbeiten“, erklärt Danowski.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit bindet Leistungsträger vorzeitig
Foto: Einheit bindet Leistungsträger vorzeitig

Stadtderby mit Spannung erwartet

(19.02.2020)

Es ist wieder soweit! Am kommenden Samstag um 18 Uhr steigt das Plauener Stadterby in der Mitteldeutschen Oberliga. Dann trifft der HC Einheit Plauen ab 18 Uhr „auswärts“ in der Helbig-Halle auf den SV 04 Oberlosa. Der Ausgang der Partie wird auf beiden Seiten mit Spannung erwartet. Die Favoritenrolle liegt aufgrund der Tabellensituation, des Kaders und des Saisonziels aber klar bei den Randplaunern. 

 

Im letzten Aufeinandertreffen Anfang Oktober überraschte Einheit in eigener Halle die favorisierten Oberlosaer und musste sich nach einer starken Leistung am Ende mit 25:29 geschlagen geben. In der ersten Halbzeit führten die Spitzenstädter teilweise mit vier Toren, eh Kreisläufer Martin Danowksi von den Unparteiischen für ein Foul disqualifiziert wurde. Dann wendete sich das Blatt und Oberlosa ging in Führung. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Einheit die Chance zum Unentschieden zu verkürzen, aber der Pfosten stand im Weg. „Dieses Spiel ist abgehakt. Es nützt nichts sich an ein „Hätte, wenn und aber“ zu klammern. Wir freuen uns auf das erneute Duell und sind gut vorbereitet“, erklärt Trainer Jan Richter. Die Favoritenrolle sieht er dabei ganz klar bei den Gastgebern und damit auch Vorteile für seine Mannschaft. „Wir können eigentlich befreit aufspielen. Natürlich wollen wir gewinnen. Das wollen wir immer und in so einem Derby noch einmal mehr.“ Die Tabellensituation scheint auf den ersten Blick eindeutig. Oberlosa rangiert auf Platz vier (21:15 Punkte), Einheit deutlich dahinter auf Platz zehn (16:20). Bei genauerer Betrachtung trennen beide Teams zwar sechs Plätze, aber nur fünf Punkte. Oberlosa hat in dieser Saison schon einige Punkte liegen lassen, aber in diesem Jahr sind sie noch ungeschlagen. Zuletzt gab es ein 31:31 Unentschieden beim HC Burgenland. Die Spitzenstädter konnten aus den vergangenen vier Spielen drei Punkte mitnehmen. Wichtig war der 27:24-Sieg gegen den HC Aschersleben  am vergangenen Spieltag. Dass man mit Einheit gerade gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte rechnen muss, haben sie in dieser Saison bereits einige Male bewiesen. So gelangen ihnen Siege gegen Delitzsch, Bad Blankenburg oder auch Pirna. Geht es nach Trainern, Spielern und Verantwortlichen könnte diesen am kommenden Samstag gern der Sieg im Stadtderby folgen. „Wir hatten jetzt zwar drei Wochen Pause, das ist für den Rhythmus nicht ideal, aber so konnten wir uns intensiv vorbereiten und auch mal das ein oder andere Wehwehchen auskurieren“, erklärt Trainer Vasile Sajenev, der fürs Derby auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Der Fanblock der rot-weißen wird sicherlich gut gefüllt sein, denn das Kartenkontingent der Gäste ist ausverkauft. Wer dennoch eine Karte benötigt, kann versuchen ab 15 Uhr eine der wenigen Restkarten an der Kasse in der Helbig-Halle zu ergattern. 

 

(slu)

Foto zur Meldung: Stadtderby mit Spannung erwartet
Foto: Stadtderby mit Spannung erwartet

„Verletzte Spieler ein bisschen in ihrem Engagement zu bremsen, ist oft eine Gratwanderung“

(08.02.2020)

Er ist seit über zehn Jahren der Mann, der die Wehwehchen der Spieler behandelt, immer als erster auf dem Parkett ist, wenn ein Akteur am Boden liegt und sich auch dafür verantwortlich zeichnet, die Aktiven wieder schnell fit zu machen: Unser Physiotherapeut Christian Ulbricht sprach im Interview mit Florian Wißgott über seinen Weg zum HC Einheit Plauen, er erklärte, worauf es bei seinen Aufgaben besonders ankommt und verrät, bei welcher Verletzung er den Atem angehalten hatte, wie er an taktischen Spielchen der Mannschaft beteiligt ist sowie welche Wünsche er an den Verein hat.

Erinnerst du dich noch daran, wie es zu deinem Engagement im Jahr 2010 kam?

Den ersten Kontakt zum HC Einheit Plauen hatte ich durch Georg Wiefel, den ich damals als Patient behandelte und er fragte mich, ob ich vertretungsweise für den erkrankten Josif Kruze einspringen könnte, der bis dahin als Physiotherapeut für die Mannschaft verantwortlich war. Aus dieser kurzfristigen Überbrückungszeit wurden dann mittlerweile schon zehn Jahre (lacht), denn der Verein sowie die Spieler waren ganz zufrieden mit mir und dann haben wir uns darauf geeinigt, da Josif auch nicht mehr so konnte wie er wollte, dass ich dafür weiterhin verantwortlich bleibe.

Bist du davor eigentlich schon einmal mit dem Handball in Berührung gekommen?

Als Kind war ich in der Handball-AG und hatte auch an Schulturnieren mitgemacht, aber aktiv im Verein habe ich nicht gespielt. Da aus meinem Freundeskreis Peter Silva hier gespielt hatte, war ich immer mal Zuschauer und so kannte ich natürlich schon vor meinem Engagement als Physiotherapeut den HC Einheit Plauen.

Was sind alles deine Aufgaben?

Wenn wir einen oder mehrere verletzte Spieler haben, dann bin ich während der Übungseinheiten für das Wiederaufbautraining verantwortlich, behandele sie und begleite das Athletiktraining. Vor den Übungseinheiten oder Spielen mache ich all das, was für leicht lädierte Akteure notwendig ist, also sie eincremen, mit einem Tape stabilisieren oder auch die Schultern lockern.

Worauf kommt es da besonders an?

Das Schwierige ist vor allem, verletzte Spieler ein bisschen in ihrem Engagement zu bremsen, denn viele angeschlagene Akteure wollen meistens mehr machen, als ihnen vielleicht gut tuen würde und deshalb ist es dann in diesem Moment wichtig, darauf zu achten, dass nicht zu viel gemacht wird, was oft eine Gratwanderung ist. Denn manchmal hilft es schon, wenn man sich im Training unter der Woche etwas zurücknimmt, um dann im Spiel am Wochenende mit dabei sein zu können. Auch ist es wichtig, wenn ein Spieler beispielsweise ein instabiles Gefühl im Sprunggelenk hat, dass er dort mit einem Tape stabilisiert wird, damit er nicht umknickt.

Welche Rolle spielt die Gewissheit für die Spieler, dass immer ein Fachmann da ist, der weiß, was zu tun ist, wenn mal etwas passiert?

Grundsätzlich muss der Spieler erst einmal selbst ein gutes Gefühl haben, denn wenn ich mit ihnen rede und sie aber noch ein ungutes Gefühl haben, dann entscheide ich, egal ob das eine Trainingseinheit oder ein Punktspiel ist, dass ich mit ihm etwas Anderes mache. Auch fragen mich die Spieler oft um Rat sowie was mein Vorschlag für die entsprechende Situation ist, was ich machen würde, damit sie mit dabei sein oder auflaufen können.

Welche Verletzungen sind dir besonders im Gedächtnis geblieben?

Leider bin ich bisher auch nicht von größeren Verletzungen seitens der Spieler verschont geblieben, ich erinnere mich beispielsweise noch an meinen ersten großen Einsatz hier, als sich Florian Weiß vor heimischem Publikum gegen die HSG Riesa/Oschatz die Schulter ausgekugelt hatte, als Jan Richter sich die Patellasehne bei der HSG Freiberg gerissen hatte oder Pascal Wolf sich beim HC Burgenland eine Handgelenksfraktur zugezogen hatte.

Was machst du dann in diesen Situationen, wenn ein Spieler verletzt auf dem Parkettboden liegt?

Es gibt beim Sport die sogenannte PECH-Regel, das bedeutet Pause, Eis, Compression und Hochlagern. Es ist da auch egal, was passiert ist, bei jedem Trauma gilt diese Regel und wenn diese befolgt wird, macht man nichts falsch. Meistens versuche ich dann noch, wenn es notwendig und möglich ist, es zu fixieren, ruhig zu stellen, wenn es geht zu schienen, dann zu tapen sowie mit Eis zu kühlen. Aber bei solch schweren Verletzungen müssen wir natürlich den Rettungswagen rufen, um es ärztlich behandeln zu können, da wir nur die Erstversorgung übernehmen können. Doch diese ist äußerst wichtig, denn die ersten fünf Minuten sind entscheidend und was da gemacht wird, entscheidet auch mit darüber, wie lange die Verletzung sein wird. Sobald die Schwellung ins Gewebe reinläuft, kann es einen verzögerten Heilungsverlauf geben und das müssen wir verhindern, was durch Druck gemacht wird, um ein Einbluten zu unterbinden.

Bei welcher Verletzungsunterbrechung hast du den Atem angehalten?

Bei Jans Verletzung war das schon extrem, denn die Kniescheibe war um mehrere Zentimeter nach oben gerutscht, weshalb an der eigentlichen Stelle eine Kante war und wenn man das dann sieht, ist das schon erst einmal ein großer Schreck. In dieser Situation muss man dann aber trotzdem ruhig bleieben, funktionieren und da der Ablauf eigentlich bei jeder Verletzung gleich ist, muss man in diesem Moment einfach alles abspulen. Ich habe also die Kniescheibe wieder heruntergezogen, fixiert und dann ist er ja gleich ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Jan Richter wurde im letzten Spiel der Saison 2014/2015 von einem Spieler der HSG Freiberg im Konter auf solch unfaire Weise gestoppt, dass er auf sein Knie gefallen und seine Patellasehne gerissen ist, wodurch die Kniescheibe um mehrere Zentimeter nach oben rutschte.

Steckt das Helfergen in dir?

(lacht) Joa, sonst hätte ich bestimmt diesen Beruf nicht gewählt, aber übertrieben ist er jetzt meiner Meinung nach nicht vorhanden, aber das sollen gerne andere Personen einschätzen.

Du arbeitest hauptberuflich als Physiotherapeut, in deiner Freizeit widmest du dich den Wehwehchen der Spieler, bist bei jedem Aufeinandertreffen mit dabei, nahezu immer bei den Trainingseinheiten anwesend; wie schaffst du das zeitlich alles unter einen Hut zu bringen und immer noch so großen Tatendrang zu spüren?

Das Schöne ist einfach immer dann der Moment, wenn die vormals verletzten Spieler wieder fit sind, auf dem Parkett stehen sowie ihre Leistung abrufen und vielleicht ihr erstes Tor bejubeln oder den Sieg mit der Mannschaft feiern können, dann weiß ich, dass es etwas gebracht hat, mit den Akteuren zusammen gearbeitet zu haben. Besonders freut mich, dass wir uns privat auch so gut verstehen, jedes Jahr zusammen in den Urlaub fahren und dadurch sind gute Freundschaften im kompletten Verein entstanden. Wenn das allerdings nicht wäre, dann würde ich es auch nicht mehr machen, da mir dann so etwas der Spaß fehlen würde.

Du sitzt bei den Spielen auf der Bank und machst manchmal im Training beispielsweise beim Fußballspielen mit, wie läuft bei dir so die Einheit-Zeit ab?

Nach der Arbeit fahre ich dann gleich zur Halle und bin dann meistens eine halbe oder dreiviertel Stunde vor Trainingsbeginn da und da das die Spieler wissen, kommen dann die eher, die sich von mir vorher behandeln lassen wollen. Während der Übungseinheiten versuche ich dann mal mit zu helfen, wenn Not am Mann ist oder mache eben zum Beispiel auch das Krafttraining sowie Dehnungsprogramm mit den verletzten Spielern. Nach den Übungseinheiten oder Spiel kümmere ich mich dann noch um die kleinen Wehwehchen, die gerade entstanden sind und dann kann das auch schon mal etwas später werden, bevor ich dann quasi Feierabend habe (lacht).

Was war bisher dein schönstes Erlebnis mit der Mannschaft?

Da gibt’s einige, jeder Sieg ist toll, es ist auch immer für mich als Physiotherapeut erfreulich, wenn sich kein Spieler verletzt hat, aber die Aufstiege waren doch schon etwas sehr Besonderes. Ich erinnere mich noch, als wir mit Silvio Fuchs in Aue zum ersten Mal in die Mitteldeutsche Oberliga aufgestiegen sind, denn das war eine richtig gute Truppe, da vor allem viele Plauener noch mit dabei waren.

Manchmal ist der Physiotherapeut auch ein Teil der taktischen Spielchen der Spieler, wenn sie beispielsweise am Boden liegen bleiben, um einen gegnerischen Angriff zu unterbinden; gibt’s da eine extra Schauspielschulung oder wann weißt du, dass es nichts Ernstes ist?

Die Spieler und ich haben da schon unsere Verständigungsmethoden, beispielsweise mal ein Augenzwinkern oder so… (lacht) Das sieht man dann schon relativ schnell, da die Akteure einem das Zeichen geben, ob das jetzt mal zum Durchatmen ist, dass die ganze Mannschaft mal ein paar Sekunden hat, um sich neu zu sammeln oder ob es wirklich ernst ist.

Manche Leibesübungen, die außergewöhnlich kräftezehrend sind und jede Freude eines Handballspielers entbehren, wo das Objekt der Begierde so weit weg wie die Sterne am Himmel von der Erde sind, dann ist doch die Liege beim Entspannung bringenden Physiotherapeut heiß begehrt oder?

Joa, die wird von einigen Spielern schon ganz schön oft genutzt, gerade in der Saisonvorbereitung kommen sie dann und sagen, dass sie mal hier oder da ein kleines Wehwehchen haben, um vielleicht auch mal ein anstrengenderes Lauftraining sausen zu lassen (lacht). Aber ich versuche dann schon auf die Akteure einzureden, appelliere an die Vernunft, dass auch so etwas wichtig ist und bis jetzt hat es auch noch niemand übertrieben.

Wie schätzt du die Kondition der Spieler ein?

Direkt nach Weihnachten war sie etwas verbesserungswürdig, aber dass da nicht so viel gemacht wird, ist klar und wenn man es saisonübergreifend betrachtet, dann sind wir nicht nur im Vergleich zum letzten Jahr deutlich besser geworden, sondern insgesamt auch auf einem sehr guten Weg. Über die Festtage nimmt jeder etwas zu und da sollen die Spieler sich auch mal ein bisschen ausruhen, aber ich hoffe dann natürlich, dass spätestens im Februar jeder wieder sein Normalgewicht erreicht hat. Da gibt es auch kleine Wetten untereinander in der Mannschaft, wer denn nun am meisten abnimmt und dann bin ich mal gespannt, was da herauskommt.

Hat die gute körperliche Verfassung der Spieler auch etwas damit zu tun, dass wir aktuell keine Verletzten haben?

Das ist sicherlich auch ein Faktor, aber das liegt oft auch an der Spielweise, denn gerade wenn man eine offensivere Abwehr spielt, dann kommt es häufiger zu seitlich unerwarteten Bewegungen. Denn in einer 6:0-Deckung können die Bewegungen des Gegenspielers besser antizipiert werden, da man bei anderen Verteidigungsformen mehr reagieren als agieren muss und genau dann steigt die Verletzungsgefahr.

Bist du zufrieden mit der aktuellen Situation?

Ja, auch wenn man natürlich im Sport immer erst dann komplett zufrieden ist, wenn man ganz oben steht, aber wenn wir die Saison jetzt betrachten, dann können wir bisher recht glücklich sein, auch wenn man sicherlich den ein oder anderen Punkt mehr holen hätte können.

Wie funktioniert die Absprache mit dem Trainer, wenn ein Spieler verletzt ist oder kleine Wehwehchen hat?

Wenn ein Spieler eine Überlastungssystematik hat, dann stimme ich den Trainingsinhalt schon mit dem Trainer ab, was auch immer gut klappt und so kann man sie vor Verletzungen in gewisser Weise schützen. Aber im Spiel ist dann der Einfluss schon sehr gering, da liegt die Entscheidung eher bei den Akteuren, dass sie von selbst sagen, dass sie sich unwohl fühlen, weil wir nur so damit arbeiten können und deshalb ist es wichtig, dass sie ehrlich sind.

Gibt es Unterschiede in der Behandlung?

Ja, jeder ist anders, jedes Gewebe ist verschieden und jeder Muskel fühlt sich unterschiedlich an und auch jeder Spieler hat eine spezielle Spannung im Körper, was alles nicht gleich ist.

Hast du ein Spezialrezept gegen müde Beine?

Das beginnt immer bei der Erwärmung und natürlich ist auch die Regeneration nach dem Spiel oder Training ganz wichtig, denn wer besser regeneriert, hat auch weniger müde Beine. So kann man also nach der Belastung viel dehnen, kalt duschen, um die Durchblutung im Muskel drinnen zu lassen, damit er langsam ruhen kann. Wir legen großen Wert darauf, dass dies auch von allen so durchgeführt wird, aber manchmal könnten wir auf jeden Fall etwas konsequenter die Umsetzung fordern. Vor jedem Training gibt es circa eine Viertelstunde eine Athletikeinheit, dass jeder Muskel schön warm ist und so das Verletzungsrisiko sinkt.

Wer ist alles bei der Erstellung des Fitnessplans mit beteiligt?

Das Trainergespann arbeitet den Fitnessplan gemeinsam mit mir aus und wir wissen ja auch, dass die Spieler nie alles machen, weshalb das nur eine grobe Richtlinie ist, dass wenigstens ein bisschen was gemacht wird.

Welche Wünsche hast du an den Verein?

Für mich ist wichtig, dass die Zusammenarbeit mit den Doktoren sowie speziell mit dem Helios-Klinikum funktioniert, denn sie sponsern unsere ganzen Materialen und deshalb denke ich, wenn die Unterstützer gut gepflegt werden, dann ist auch für die Mannschaft optimal gesorgt. Wenn sich beispielsweise ein Spieler verletzt hat, dann sind wir in ganz engem Austausch mit unseren Mannschaftsarzt Dr. Normann Haßler senior, dem ich dafür sehr dankbar bin, denn dann telefonieren wir miteinander und können uns so abstimmen, wie der Akteur am besten behandelt wird, weshalb es essentiell ist, dass dieses Zusammenspiel einwandfrei klappt.

Du engagierst dich auch noch in einer anderen Sportart…

…Ja, ich betreue noch ab und zu einen Kickboxer bei großen Turnieren, wie zum Beispiel Weltcups oder Europameisterschaften. Da ich sein Management ganz gut kenne, bin ich so an die Möglichkeiten gekommen, ihn bei Wettkämpfen zu begleiten, aber auch nicht bei allen. So war ich schon in Prag beim Weltcup mit dabei und in Maribor bei der Europameisterschaft, ansonsten noch bei verschiedenen Kämpfen in Deutschland. Also ganz so weit war ich noch nicht weg, aber es ist natürlich schon schön, solche Chancen zu bekommen und das zeigt mir, dass meine Arbeit nicht ganz so schlecht sein kann. Trotzdem hat sowas auch viel mit Glück zu tun, einfach die richtigen Leute kennen zu lernen.

Mit Kampf und Leidenschaft zum Sieg

(02.02.2020)

Einen äußerst wichtigen Doppelpunktgewinn feierte der HC Einheit Plauen am vergangenen Samstag gegen den HC Aschersleben. In einer bis zuletzt spannenden Partie hatten die Spitzenstädter den längeren Atem und setzten sich am Ende mit 27:24 (10:12) durch. In der Tabelle bleibt Einheit auf Rang zehn, aber der Vorsprung auf die Abstiegsplätze vergrößert sich auf fünf Punkte. Dem Saisonziel Klassenerhalt sind die Plauener damit einen großen Schritt näher gerückt.

 

Es war kein Spiel für Handballästheten, was beide Mannschaften auf dem Parkett der Einheit-Arena boten. In den Anfangsminuten merkte man beiden Teams den Druck punkten zu wollen an. Die Gäste aus Aschersleben konnten damit allerdings besser umgehen als die Heimmannschaft. Bis zum 4:4 nach etwa zehn Minuten war es eine torarme und von Fehlern geprägte Partie. Die Abwehr der Spitzenstädter hatte den Gegner zwar oft am Rande des Zeitspiels, aber im entscheidenden Moment fanden die Gäste die Lücke, um erfolgreich einnetzen zu können. Auf der Gegenseite schien es, als hätte die gesamte Mannschaft der Spitzenstädter Ladehemmung. Statt die sich bietenden Torchancen zu nutzen, wurde der Ball lieber alibimäßig zum Nebenmann gespielt. So reihte sich Fehler an Fehler, die Aschersleben zu einfachen und schnellen Toren nutzen konnte. Selbst in Überzahl gelang den Spitzenstädtern kein Tor. Beim Stand von 4:7 aus Plauener Sicht nahm Trainer Vasile Sajenev seine erste Auszeit. Doch die Wirkung blieb aus. Der Rückstand vergrößerte sich sogar auf 4:9. Erst dann ging ein Ruck durch die Mannschaft. Drei Tore von Danowski per Strafwurf in Folge verkürzten den Rückstand. Einheit kämpfte nun, aber noch lief es nicht rund. Mehrere Chancen den Ausgleich zu erzielen, wurden liegen gelassen, sodass beim Stand von 10:12 die Seiten gewechselt wurden. 

 

Nach dem Wiederanpfiff erzielte Broz den Anschlusstreffer, aber wieder wollte der Ausgleich nicht fallen. Erst nach mehreren Anläufen gelang, dem in den letzten Spielen unglücklich agierenden Mittelmann David Zbiral der umjubelte 14:14 Ausgleich. Die Abwehr der Spitzenstädter setzte den Gegner nun immer besser unter Druck und zwang ihn in ungünstige Wurfsituationen, die Beute von Torhüter Pour wurden. Über die Stationen 18:16 und 20:18 ging es in den letzten Spielminuten. Fast stellte sich Einheit selbst ein Bein. Bereits in Unterzahl agierend waren die Spitzenstädter auf einmal mit einem Spieler zu viel auf dem Feld. Dies bedeutete eine weitere Zeitstrafe. Diese Situation nutzte Aschersleben um den 20:20-Ausgleich zu erzielen. Das Spiel war wieder offen. Zwar ging Aschersleben fünf Minuten vor Schluss noch einmal mit 23:24 in Führung, aber Einheit blieb konzentriert und kämpfte. Mittelmann David Zbiral drehte nun auf. Er setzte nicht nur seine Mitspieler gekonnt in Szene, sondern erzielte auch selbst entscheidende Tore. Am Ende gewann Einheit mit 27:24. „Ich bin mit der kämpferischen Leistung der Mannschaft zufrieden. Natürlich haben wir insbesondere in der ersten Halbzeit zu viele Fehler gemacht, an denen wir weiter arbeiten müssen. Aber im zweiten Spielabschnitt haben wir es dann deutlich besser gemacht und ich bin froh, dass wir diesmal nicht eingebrochen sind und am Ende zwei wichtige Punkte einfahren konnten“, erklärt Trainer Jan Richter nach dem Spiel. 

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Kies, Model, Gemeinhardt, Krüger (2), Burda (2), Broz (2), Zbiral (9), Danowski (6/3), Pecek, Dolak (3), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (3), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HC Aschersleben: Cieszynski (12/2), Seifert P. (1/1), Filippov (1), Thäder, Wartmann (1), Illig, Nupnau (3), Uhlig, Hasselbusch (1), Schmit, Gudonis, Kuhl, Seifert F. (5), Trainer Dmitri Filippov

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 4 für Aschersleben

Zeitstrafen: 5 für Plauen, 9 für Aschersleben

Zuschauer: 363

 

(slu)

Foto zur Meldung: Mit Kampf und Leidenschaft zum Sieg
Foto: Mit Kampf und Leidenschaft zum Sieg

Zwei Punkte müssen her

(30.01.2020)

Am kommenden Samstag zählt es für den HC Einheit Plauen. Dann empfangen die Spitzenstädter ab 16 Uhr den Tabellennachbarn HC Aschersleben. Das Spiel ist für beide Mannschaften wichtig, geht es doch um zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einem Sieg kann sich Einheit weiter von den Abstiegsrängen entfernen. Bei einer Niederlage schmilzt der Vorsprung gefährlich zusammen. Nach dem fulminanten Auftritt vergangene Woche in Delitzsch wollen die Plauener genau an diese Leistung anknüpfen.

 

Die Tabellensituation ist klar. Einheit steht vor dem kommenden Spieltag mit 14:20 Punkten auf Tabellenplatz 10. Die Gäste auch Aschersleben liegen mit 11:23 Punkten nur zwei Plätze dahinter auf Rang 12 und stehen damit auf dem ersten Abstiegsplatz. Diesen möchten sie nur zu gern verlassen. Ein Sieg im direkten Aufeinandertreffen hätte für beide Teams enorme Bedeutung. Die Spitzenstädter könnten den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern und in der Tabelle weiter klettern. „Dafür müssen wir eine ähnlich gute Leistung aufs Parkett bringen wie zuletzt auswärts in Delitzsch“, sagt Trainer Jan Richter. Die Plauener hatten sich beim Tabellenzweiten sehr gut verkauft und mussten sich am Ende knapp mit 24:25 geschlagen geben. „Aschersleben hat eine sehr routinierte und eingespielte Mannschaft. Durch ihre individuelle Stärke werden sie jeden unserer Fehler durch schnelles Konterspiel bestrafen“, weiß Trainerkollege Vasile Sajenev. Zwar ist Aschersleben personell durch Verletzungen geschwächt, doch was die Mannschaft kann, hat sie am vergangenen Spieltag beim SV 04 Oberlosa gezeigt. Nach einem ein-Tore-Rückstand zur Pause lagen die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit bereits sechs Tore zurück, kämpften aber bis zum Schluss und schrammten nur fast an einem Überraschungserfolg vorbei. Die Spitzenstädter sind also gewarnt. „Wir dürfen uns keine Fehler erlauben und müssen konzentriert spielen. Im Hinspiel hat das gut funktioniert, aber am Samstag werden die Karten neu gemischt“, erklärt Jan Richter. Das Hinspiel in Aschersleben hatten die Plauener mit 34:25 gewonnen. Diesen Erfolg wollen die Spitzenstädter auch mit Unterstützung ihrer Fans wiederholen. Deshalb appelliert Mannschaftskapitän Maximilian Krüger: „Wir haben uns im letzten Heimspiel nicht gut präsentiert. Da ist eindeutig Wiedergutmachung angesagt. Wir können und wollen mehr und werden das unseren Fans auch zeigen. Also kommt vorbei und unterstützt uns.“

 

Info: Vor dem Heimspiel erfolgt der erste Kartenvorverkauf zum Derby gegen den SV 04 Oberlosa, das am 22. Februar in der Helbig-Halle stattfindet. Die Kasse für den Vorverkauf öffnet ab 14:30 Uhr.

 

(slu)

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Foto: Zwei Punkte müssen her

Den Favoriten geschreckt

(26.01.2020)

War das knapp und spannend! Der HC Einheit Plauen hatte den Tabellenzweiten NHV Concordia Delitzsch am vergangenen Samstag am Rande einer Niederlage. Leider reichte es am Ende nicht und die Spitzenstädter mussten sich denkbar knapp mit 24:25 (10:10) geschlagen geben. Damit zeigte Einheit die richtige Reaktion nach der letzten Heimspielniederlage und klettert in der Tabelle auf Rang 10. 

 

„Das war ein tolles Spiel“, resümierte Trainer Vasile Sajenev. „Die Mannschaft hat gekämpft und bis zuletzt alles gegeben. Schade, dass wir ein oder zwei Fehler zu viel gemacht haben, sonst wäre mindestens ein Unentschieden drin gewesen.“ Die Spitzenstädter reisten trotz des Sieges im Hinspiel als Außenseiter nach Delitzsch. Aber nach einem Außenseiter sah das, was die Plauener aufs Parkett legten nicht aus. Nach vier Minuten führte Einheit durch Tore von Broz und Danowski mit 2:0. Erst nach fünf Minuten gelang den Concorden das erste Tor. Die Abwehrleistung der Spitzenstädter war richtig gut, Delitzsch hatte Probleme erfolgreich zum Abschluss zu kommen. Selbst in Unterzahl gelang es, sich einen Vorsprung von 7:4 zu erspielen. Insbesondere Top-Torschütze Martin Danowski wurde von seinen Mannschaftskollegen immer wieder in Szene gesetzt und konnte erfolgreich einnetzen. Die Führung hielt nur wenige Minuten, denn es schlichen sich kleine Fehler ins Spiel der Spitzenstädter ein. So erzielte Delitzsch durch Amtsberg und Baumgärtel den 7:7 Ausgleich nach 19 Minuten. Bis zur Pausensirene war das Spiel offen. Beide Abwehrreihen leisteten Schwerstarbeit und so war es ein Spiel der wenigen Tore. Beim Stand von 10:10 wurden die Seiten gewechselt. Im mitgereisten Fanlager der Spitzenstädter blieb man skeptisch, ob diese Leistung auch im zweiten Durchgang gezeigt werden konnte.

Die Antwort darauf lieferte die Spieler auf dem Feld. Zwar gelang Delitzsch nun in Führung zu gehen, aber Einheit blieb durch Tore von Pecek, Burda und Danowski dran. Über die Stationen 12:13 (35. Minute), 18:19 (45.) und 21:22 (52.) entwickelte sich eine spannende Partie. Je weniger Spielzeit noch auf der Uhr war, desto kämpferischer zeigten sich die Spitzenstädter. „Wir haben gesehen, dass hier in Delitzsch für uns etwas drin sein könnte. Damit hatte vorher wahrscheinlich niemand wirklich gerechnet. Also haben wir alles in die Waagschale geworfen“, erklärt Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Leider reichte es am Ende nicht. Zwei Minuten vor Schluss lag Einheit 23:24 zurück, aber es gelang nicht, den Ausgleich zu erzielen. Am Ende mussten sich die Spitzenstädter mit 24:25 geschlagen geben. „Wir haben gegen Delitzsch, die mit voller Kapelle gespielt haben, gezeigt, was wir können. Ich freue mich, dass die Mannschaft sich wieder gefunden hat. Ärgerlich, dass wir nach so einer Leistung aber mit leeren Händen nach Hause fahren müssen“, so Trainer Jan Richter.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Kies (1), Model, Gemeinhardt, Krüger, Burda (5), Broz (1), Zbiral (4), Danowski (10/3), Pecek (2), Dolak, Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (1), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

NHV Concordia Delitzsch: Günther, Janssen, Grohmann (6/2), Baumgärtel (4), Prautzsch (3), Voigt, Müller, Herholc, Sowada (2), Harig, Schmidt (3), Brodowski (3), Wendlandt (2), Amtsberg (2), Trainer Jan Jungandreas

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Delitzsch

Zeitstrafen: 4 für Plauen, 5 für Delitzsch

 

(slu)

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Foto: Den Favoriten geschreckt

Kapitän bleibt an Bord!

(24.01.2020)

Und schon können wir die nächste Vertragsverlängerung bekannt geben! Unser Mannschaftskapitän Maximilian Krüger verlängert sein Engagement bei uns um zwei weitere Jahre. Bis 2022 wird er also weiter die rot-weißen Handballschuhe schnüren!
Maximilian Krüger steht bereits seit 2011 in Diensten des HC Einheit Plauen. Der heute 28-Jährige wechselte damals vom HC Glauchau/Meerane, bei dem er das Handball-Einmaleins lernte, in die Spitzenstadt. Seit letzter Saison ist unsere Nummer 8 Mannschaftskapitän und hat sich zum Abwehrspezialisten entwickelt. Im Angriff ist Max flexibel im linken Rückraum, auf der linken Außenbahn oder auch auf der Mittelposition einsetzbar. Nach vielen Jahren in der Sachsenliga und schwierigen Zeit in der Mitteldeutschen Oberliga hält uns der Kapitän auch weiterhin die Treue! Danke Max!

 

(slu)

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Foto: Kapitän bleibt an Bord!

Spitzenstädter müssen sich strecken

(23.01.2020)

Am Samstag wird es für den HC Einheit Plauen richtig schwer! Dann reisen die Spitzenstädter zum Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten NHV Concordia Delitzsch. Nach dem verkorksten Heimspiel vergangene Woche gegen Köthen müssen sich die Spitzenstädter ordentlich strecken, wollen sie in Delitzsch nicht unter die Räder geraten. Im Kampf um den Klassenerhalt wird die Luft enger, aber noch stehen die Plauener über dem Strich und das soll auch bis zum Saisonende so bleiben. Ob dabei in Delitzsch etwas Zählbares herauskommt, wird sich zeigen.

 

Das Trainer-Duo Vasile Sajenev und Jan Richter waren am vergangenen Samstag nach der 22:30-Niederlage gegen Delitzsch ziemlich ratlos. „Es gibt im Sport solche Tage, an denen nichts funktioniert. Da kannst du alles versuchen, aber es bleibt wirkungslos“, erklärt Jan Richter. Die Spitzenstädter zeigten sich vor heimischer Kulisse erschreckend harmlos im Angriff und taten sich gegen die offensive Abwehr der Köthener schwer. In der Abwehr fehlten die nötige Härte und Bereitschaft den Kampf anzunehmen. „Wenn wir in Delitzsch auch so spielen, wird das ein richtig böser Abend“, prophezeit Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Dass die Spitzenstädter aber auch anders können, haben sie in dieser Saison schon eindrucksvoll bewiesen. Beispielsweise gewann Einheit das Hinspiel gegen Delitzsch in eigener Halle mit 30:25. Dabei strahlten die Plauener von allen Positionen Torgefahr aus und hatten einen richtig guten Tag erwischt. „Wir kennen unsere Schwachstellen und arbeiten auch unter der Woche daran. Gegen Delitzsch wird es in erster Linie darauf ankommen, in der Abwehr sicher zu stehen“, weiß Trainer Vasile Sajenev. „Im Angriff müssen wir effektiver werden. Wir haben schon seit einigen Spieltagen ein Problem mit der Abschlussschwäche. Hier muss sich jeder Spieler mehr konzentrieren.“ Einheit rutschte nach dem letzten Spieltag zwar auf Tabellenplatz 11 (14:18 Punkte) ab, hat aber nach wie vor drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, da die direkten Konkurrenten vergangenes Wochenende ebenfalls nicht punkten konnten.

Delitzsch steht aktuell auf Platz 2 (24:8 Punkte) in der Mitteldeutschen Oberliga, startete aber mit einer 17:31-Niederlage gegen Oberlosa ins neue Jahr. Diese Scharte wetzte die Mannschaft von Trainer Jan Jungandreas mit einem überzeugenden 32:24-Sieg beim HC Aschersleben wieder aus. Im Kampf um die Meisterschaft haben sich Delitzsch und der HC Burgenland als Duo abgesetzt. Die Gastgeber werden sicher alles geben, um am Saisonende die Meisterschaft zu feiern. Für den HC Einheit wird es also eine richtig schwere Auswärtspartie.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Spitzenstädter müssen sich strecken
Foto: Spitzenstädter müssen sich strecken

Harmlose Spitzenstädter verlieren Heimspiel

(19.01.2020)

Das war nix! Der HC Einheit Plauen verliert sein erstes Heimspiel im neuen Jahr deutlich mit 22:30 (9:15) gegen die HG 85 Köthen. Zu keiner Zeit fanden die Spitzenstädter auch nur annähernd zu ihrer eigentlichen Form. Anders als eine Woche zuvor, beim Unentschieden gegen Pirna, fehlten diesmal auch der Kampf und die Leidenschaft im Team, stattdessen reihte sich Fehler an Fehler und am Ende stand eine in dieser Höhe verdiente Niederlage. Damit rutschen die Plauener auf Tabellenplatz 11 in der Mitteldeutschen Oberliga. Auch wenn der Abstand auf die Abstiegsplätze nach wie vor drei Punkte beträgt.

 

Den ersten Treffer der Partie erzielten die Gäste, keine zehn Sekunden später stellte Burda den Ausgleich her. Bis zum Stand von 3:3 nach sieben Minuten waren beide Teams gleich auf, aber bereits zu diesem Zeitpunkt hatten die Spitzenstädter mehrere Chancen ausgelassen, Tore zu erzielen. Dies blieb auch in der Folge so, hinzu kamen nun Probleme in der Abwehr. Immer wieder gelang es den Gästen aus Köthen erfolgreich zum Abschluss zu kommen. So sah sich Einheit nach 20 Minuten einem 5-Tore-Rückstand gegenüber. Auch Torhüter Pour erwischte keinen guten Tag und konnte seinen Vorderleuten nicht helfen. Selbst eine Auszeit und mehrere Wechsel brachten beim Stand von 7:13 aus Plauener Sicht keine Besserung. Es gelang lediglich durch Tore von Kies und Danowski den Rückstand nicht größer werden zu lassen. Mit einem Rückstand von 9:15 ging es in die Halbzeitpause.

 

Nach dem Seitenwechsel sahen die über 400 Zuschauer in der Einheit-Arena ein kurzes Aufbäumen der Heimmannschaft. Mit Treffern von Danowski, Richter und Kies zum 12:16 wurde der Rückstand verkürzt und Hoffnung kam auf, das Spiel doch noch in den Griff zu bekommen. In der Abwehr zwang man die Gäste zu Fehlern, aber die Chancen durch Ballgewinne wurden sträflich vergeben. Somit war das Aufbäumen ein kurzes Strohfeuer. Köthen war an diesem Abend klar die bessere Mannschaft und wollte die Punkte unbedingt mit nach Hause nehmen. Die Spitzenstädter hatten dem wenig entgegen zu setzen. Kaum ein Spieler erreichte an diesem Tag sein eigentliches Leistungsniveau. Am Ende musste man eine in dieser Höhe auch verdiente 22:30 Niederlage hinnehmen. „Das war heute kein gutes Spiel. Wir hatten heute von der Mannschaft mehr erwartet. Aber mit einer Angriffseffektivität von etwa 40 Prozent gewinnt man in dieser Liga keinen Blumentopf“, ärgert sich Trainer Jan Richter nach dem Spiel sichtlich. „Auch unsere Abwehr war heute viel zu harmlos. Es fehlte der Kampf und die Leidenschaft, den die Mannschaft eigentlich auszeichnet“, ergänzt sein Trainerkollege Vasile Sajenev.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Kies (2), Model (1), Gemeinhardt, Krüger (1), Burda (5), Broz (1), Zbiral, Danowski (10/8), Pecek, Dolak, Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (2), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HG 85 Köthen: Krug (5), Groll, Kreller, Uelsmann (1), Hoffmann (6), Najmann (4), Preickschath, Hensen (4), Kanzler, Serfas, Alter (1), Just (9/2), Le, Trainer Dr. Bodo Kreutzmann

 

Verwarnungen: 1 für Plauen, 2 für Köthen

Zeitstrafen: 4 für Köthen

Zuschauer: 415

 

(slu)

Foto zur Meldung: Harmlose Spitzenstädter verlieren Heimspiel
Foto: Harmlose Spitzenstädter verlieren Heimspiel

Einheit will Revanche

(16.01.2020)

Die Chance stehen so gut wie lang nicht. Der HC Einheit Plauen will am kommenden Samstag gegen die nur zwei Plätze besser platzierte HG 85 Köthen punkten. Der Anpfiff erfolgt wie gewohnt um 16:00 Uhr. Beide Teams trennt rechnerisch nur ein Punkt. Während die Spitzenstädter am vergangenen Spieltag überraschend gegen Pirna punkten konnten, musste Köthen gegen Aschersleben eine deutliche Niederlage hinnehmen. 

 

„Über 55 Minuten sahen wir gegen Pirna letzten Samstag wie die klaren Verlierer aus. Und wenn mir jemand gesagt hätte, dass wir aus dieser Partie noch etwas Zählbares mitnehmen, ich hätte es nicht geglaubt“, resümiert Trainer Jan Richter. „Doch die Mannschaft hat alles gegeben und bis zum Schluss gekämpft. Der Punkt war glücklich, aber auch Glück braucht man im Sport.“ Auf das Glück wollen sich die Spitzenstädter am kommenden Spieltag gegen Köthen allerdings nicht verlassen. Auf ihre Moral und den Kampfgeist aber schon. „Auch wenn wir nicht den schönsten Handball spielen, kämpfen können wir, das haben wir mehrfach bewiesen“, sagt Mannschaftskapitän und Abwehrchef Maximilian Krüger. Gegen Pirna hatten er und seine Mannschaftskollegen in der Abwehr so gut wie alles im Griff. 17 Gegentore und nur vier Treffer von Torschützenkönig Torsten Schneider sind eine gute Bilanz. Allerdings haperte es gehörig im Angriff der Plauener. Keiner der Akteure erreichte an diesem Tag sein Leistungssoll. „Wir haben nicht konsequent auf den Punkt gespielt und viel zu viel halbherzige Aktionen genutzt. Das haben wir ausgewertet und in den Trainingseinheiten daran gearbeitet“, erklärt Einheit-Trainer Vasile Sajenev. Gegen Köthen muss hier eine deutliche Leistungssteigerung her, sonst droht wie im Hinspiel eine deutliche Niederlage. Das hatten die Spitzenstädter auswärts klar mit 25:32 verloren. Nun soll im Rückspiel aber ein Sieg her. Köthen steht unter Druck. Denn das Team von Trainer Dr. Bodo Kreutzmann hinkt den eigenen Erwartungen hinterher. Zuletzt gab es eine deutliche und eher unerwartete 28:34 Niederlage gegen Aschersleben. Aus den letzten sechs Spielen holte das Team nur zwei Punkte beim Sieg gegen Oberlosa. Gegen Bad Blankenburg, Halle, Pirna, Delitzsch und eben Aschersleben gab es Niederlagen zu verzeichnen. „Wir wollen die Chance nutzen, denn aus unserer Sicht ist Köthen angeschlagen und steht unter Druck. Wir werden versuchen mit unserem fantastischen Publikum im Rücken geduldig und druckvoll zu spielen, um am Ende siegreich zu sein. Dazu laden wir alle Handballfans ein, uns zu unterstützen“, so Trainer Jan Richter, der nach seiner roten Karte gegen Pirna ebenso wie Jakub Dolak als Spieler einsatzfähig ist. 

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit will Revanche
Foto: Einheit will Revanche

Punktgewinn in letzter Sekunde

(12.01.2020)

Einen Handballkrimi lieferte der HC Einheit Plauen am vergangenen Samstag bei der SG Pirna/Heidenau ab. Eigentlich sahen die Spitzenstädter wie die klaren Verlierer der Partie aus. Aber dank einer kämpferischen Leistung bis zur allerletzten Sekunde erstritt sich Einheit en 17:17 Unentschieden. Nach dem gesamten Spielverlauf eindeutig ein gewonnener und extrem wichtiger Punkt.

 

„Wir hatten heute das Glück das Kämpfenden auf unserer Seite, denn eigentlich haben wir kein gutes Spiel gemacht“, resümiert Trainer Jan Richter nach der Partie. „Nachdem wir in der Hinrunde mehrfach unglücklich in letzter Sekunde ein Unentschieden hinnehmen mussten, freuen wir uns umso mehr über den eigentlich unerwarteten Punktgewinn.“ Was war passiert? Einheit reiste mit voller Besetzung nach Pirna, zur abwehrstärksten Mannschaft der Liga. Es dauerte ganze sechs Minuten, bis Martin Danowski per Strafwurf den ersten Treffer für Einheit und den ersten Treffer des Spiels erzielte. In der Folge trafen beide Mannschaften gleichermaßen, aber es sollte ein sehr abwehrlastiges und torarmes Spiel werden. Nach 11 Minuten stand es erst 3:3. Pirna fand nun besser ins Spiel und konnte mehrfach erfolgreich einnetzen. Den Spitzenstädtern wiederum gelang minutenlang kein Tor. „Uns ist es nicht gelungen auf den Punkt zu spielen. Wir haben zu oft eine falsche Entscheidung getroffen, zu früh den Abschluss gesucht oder sind am gegnerischen Torhüter gescheitert“, analysierte Trainer Vasile Sajenev. Die Konsequenz war ein Rückstand von 3:9. Nach einer Auszeit fing sich Einheit etwas und Krüger und Danowski betrieben mit ihren Toren zum 6:10 noch etwas Kosmetik bis zur Halbzeitpause. 

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen wenig. Beide Mannschaften arbeiteten in der Abwehr sehr gut und stellten den Gegner vor Probleme. Doch Pirna machte seine Arbeit einfach besser. Die Spitzenstädter fanden wenig Mittel, um zum eigenen Torerfolg zu kommen. Dank eines starken Torhüters Jan Misar hielt sich der Rückstand mit 4 Toren in Grenzen. Mitte der zweiten Hälfte stand es 11:15 aus Plauener Sicht. „Wir haben alles versucht, aber im Angriff konnten wir einfach nicht an unsere Leistung aus den vergangenen Spielen anknüpfen“, so Trainer Jan Richter. Sechs Minuten vor dem Ende beim Stand von 13:17 schien das Spiel entschieden. Doch Einheit-Keeper Jan Misar vernagelte seinen Kasten und vorn gelang für wenige Minuten das Angriffsspiel. Burda und Dolak stellten den 16:17-Anschluss her. 30 Sekunden vor dem Ende erkämpften sich die Spitzenstädter erneut den Ball und setzten alles auf eine Karte. Das Tor blieb leer und man agierte mit einem weiteren Feldspieler. Matyas Burda erzielte den 17:17 Ausgleich vier Sekunden vor Schluss. Das folgende Anspiel der Gastgeber unterband Dolak, was folgerichtig eine Disqualifikation und einen Strafwurf für Pirna bedeutete. Doch Josef Pour im Tor der Plauener vereitelte diesen. Mit diesem Punktgewinn klettern die Spitzenstädter auf Rang 9 in der Tabelle.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Kies (1), Model (1), Gemeinhardt (1), Krüger (3), Burda (3), Höpner, Broz, Zbiral (1), Danowski (5/2), Pecek, Dolak (2), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SG Pirna/Heidenau: Möbius (2), Böhm, Bergmann, Kurz, Vaicekauskas, Ultsch, Bruckner (2), Schneider (4/3), Ihl, Valincic (5/2), Kusal, Heinold (1), Trkulja (1), Waller, Trainer Dusan Milicevic

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 1 für Pirna

Zeitstrafen: 3 für Plauen, 7 für Pirna

Disqualifikation: 2 für Plauen

 

(slu)

Foto zur Meldung: Punktgewinn in letzter Sekunde
Foto: Punktgewinn in letzter Sekunde

Hohe Auswärtshürde zu Jahresbeginn

(08.01.2020)

Das wird eine harte Nuss! Am kommenden Samstag startet der HC Einheit Plauen nach vierwöchiger Spielpause in das Handballjahr 2020. Der Anpfiff zum Auswärtsspiel bei der SG Pirna/Heidenau erfolgt 19:30 Uhr. Gleich zu Beginn wartet auf die Spitzenstädter ein schwerer Gegner, denn Pirna musste sich in dieser Saison in eigener Halle erst einmal geschlagen geben. Doch die Plauener wollen an die Erfolge der vergangenen Partien anknüpfen und punkten, um weiter auf Kurs Richtung Klassenerhalt zu bleiben.

 

Die beiden Mannschaften trennen in der Tabelle ganze sechs Plätze. Die Spitzenstädter liegen aktuell auf Rang 10, der Gastgeber aus Pirna auf Rang 4. Doch der Abstand klingt größer als er ist. Tatsächlich liegen zwischen beiden Teams nur drei Punkte. Das Hinspiel konnte Einheit mit 29:26 für sich entscheiden. „Das Leistungsniveau der Liga ist in dieser Saison so eng wie noch nie. Wir haben gezeigt, dass wir dazu gehören und wollen das auch im neuen Jahr fortsetzen. Am besten natürlich mit einem Sieg in Pirna“, erklärt Trainer Jan Richter. Doch die Trauben hängen hoch. Die Eisenbahner, wie sie sich selbst nennen, sind heimstark. Nicht umsonst wird die Sonnenstein-Arena auch als „Hölle Ost“ bezeichnet. Nur dem HSV Bad Blankenburg gelang es bisher dort einen Sieg einzufahren. Der SV 04 Oberlosa erstritt ein Unentschieden. Alle anderen Teams mussten Niederlagen hinnehmen. Mit Torsten Schneider stellt Pirna den aktuell besten Torschützen der Mitteldeutschen Oberliga. Pro Spiel erzielt er im Durchschnitt 7 Tore. Die Plauener sind also gewarnt. „Wir dürfen uns von der Stimmung nicht anstecken lassen und müssen konzentriert zu Werke gehen“, mahnt Trainer Vasile Sajenev. „Wenn wir wie im Hinspiel geduldig spielen, unsere Chancen nutzen und wenig Fehler machen, können wir Pirna schlagen“. Anders als in den Jahren zuvor strahlen die Plauener von allen Positionen Torgefahr aus. Gleich fünf Spieler finden sich unter den 35 Top-Torschützen der Liga. Die Abwehr, das Prunkstück vergangener Jahre, gerät dabei ab und an ins Hintertreffen, aber auch hier haben sich die Plauener in den letzten Partien wieder steigern können. Auch dank eines starken Torhüter-Duos. Die freien Tage wurden genutzt, um Blessuren und Verletzungen auszukurieren. Ins Training eingestiegen sind die Spitzenstädter bereits am vergangenen Freitag. Seit dieser Woche sind auch wieder alle Akteure an Bord und das Trainerteam kann am Wochenende auf eine volle Bank zurückgreifen.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Hohe Auswärtshürde zu Jahresbeginn
Foto: Hohe Auswärtshürde zu Jahresbeginn

Einheit rettet Unentschieden gegen Halle

(16.12.2019)

In einer turbulenten Schlussphase behielt der HC Einheit am vergangenen Sonntag in der Partie gegen den USV Halle die Nerven. Am Ende trennten sich die Plauener 28:28 unentschieden und retteten so noch einen Punkt. Dabei waren es diesmal nicht eigene Fehler, die einen zuvor erspielten Vorsprung zunichte machten, sondern äußerst umstrittene Schiedsrichterentscheidungen in den letzten beiden Spielminuten. Die Spitzenstädter beenden das Spieljahr mit 13:15 Punkten auf Tabellenplatz 9  und haben vier Punkte Vorsprung auf den Abstieg. 

 

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste aus Halle. Trotz einiger Glanzparaden von Torhüter Josef Pour lag Einheit aufgrund eigener Fehlwürfe nach fünf Minuten 1:4 zurück. In der Folgezeit stabilisierte sich die Leistung. Durch Tore von Danowski und Burda gelang der 4:4-Ausgleich. Leider gelang es den Spitzenstädtern in dieser Phase nicht, die gegnerischen Kreisläufer unter Kontrolle zu bringen. Die Abwehr wirkte noch blass im Vergleich zu vergangenen Partien. Da aber Burda, Pecek, Richter und Danowski kontinuierlich Tore erzielten, blieb das Spiel offen. Doch irgendwie glich die Leistung der Spitzenstädter in der ersten Halbzeit einer Achterbahn. Es schlichen sich nun unerklärliche Fehlabspiele und Unkonzentriertheiten ein, die Halle nutzte, um mit 9:13 in Führung zu gehen. Trainer Vasile Sajenev sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Dies zeigte Wirkung. In der Abwehr zwang man die Gäste nun zu Fehlern und münzte die Ballgewinne in eigene Torerfolge um. Bereits in dieser Phase haderten beide Teams mehrfach mit den Entscheidungen der Unparteiischen. Einheit-Trainer Sajenev erhielt nach mehrfachem Monieren schließlich sogar eine Verwarnung. Einheit kämpfte bis zur Pausensirene und ging beim Stand von 15:16 mit einem Tor Rückstand in die Kabine.

 

Nach dem Wiederanpfiff knüpften die Spitzenstädter nahtlos an die Aufholjagd aus der ersten Hälfte an und gingen nach zwei Toren von Danowski und Burda erstmals mit 17:16 in Führung. Diese hielt allerdings nicht lang, denn Halle hielt mit aller Macht dagegen. Wieder rannte Einheit einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 20:23 in der 45. Minute sah es nicht gut für die Plauener aus. Doch wieder gelang es den Spitzenstädtern sich aufzuraffen. Sowohl Torhüter Jan Misar als auch Josef Pour hatten einen großen Anteil der nun folgenden Phase im Spiel. Beide machten mehrere hundertprozentige Torchancen der Hallenser zunichte. Im Angriff konnte sich nicht nur Mittelmann David Zbiral selbst mehrfach in die Torschützenliste eintragen, er setzte auch seine Nebenleute erfolgreich in Szene. So konnte Einheit den Rückstand aufholen und selbst in Führung gehen. Zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 28:26 hatten die Spitzenstädter die Chance den Deckel drauf zu machen, aber Matyas Burda vergab. Was nun folgte, brachte die knapp 500 Zuschauer in der Einheit-Arena auf die Palme. Erst erhielt David Zbiral aufgrund einer Abwehraktion eine rote Karte, wenige Sekunden später erwischte es Martin Broz mit einer umstrittenen Zeitstrafe. So musste Einheit die letzten Minuten in doppelter Unterzahl agieren. Halle stellte auf eine Manndeckung um. Die Spitzenstädter versuchten die Zeit herunter zu spielen, mussten aber zwei Gegentore hinnehmen. Kurz vor Schluss hatte Maximilian Krüger per direkten Freiwurf die Chance das Spiel doch noch zu gewinnen, aber der Wurf fand nicht den Weg ins Tor. Am Ende blieb ein hart umkämpftes 28:28-Unentschieden. „Trotz der doppelten Unterzahl in der Schlussphase haben wir einen kühlen Kopf bewahrt und konnten so noch einen wichtigen Punkt retten. Das hätte auch anders ausgehen können. Die Mannschaft hat gekämpft und das letzte Spiel des Jahres ging deutlich an die Substanz“, so Spielertrainer Jan Richter, der selbst drei Tore beisteuerte. „Wir haben jetzt drei Wochen Pause, um zu regenerieren. Die zweite Saisonhälfte wird schwer und dafür brauchen wir alle Kräfte.“

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Kies (2), Gemeinhardt, Krüger (2), Burda (6), Höpner, Broz, Zbiral (6), Danowski (6/1), Pecek (3), Dolak, Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (3), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Mannschaftsarzt Dr. Normann Hassler, Physio Christian Ulbricht

 

Zuschauer: 480

 

(slu)

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Foto: Einheit rettet Unentschieden gegen Halle

Einheit will weiter Boden gut machen

(12.12.2019)

Nach einer erfolgreichen Hinrunde starten die Spitzenstädter an diesem Wochenende bereits in die Rückrunde der Mitteldeutschen Oberliga. Dabei kommt es im letzten Spiel des Jahres zum Duell mit dem Tabellennachbarn USV Halle. Alle Spiele finden ligaeinheitlich diesmal am Sonntag statt. Der Anwurf zur Partie gegen den USV Halle erfolgt wie gewohnt um 16 Uhr. Einheit will den Abschluss des Jahres erfolgreich gestalten und somit in der Tabelle Boden gut machen.

 

Erfolgreicher als mit dem überraschenden 28:25-Erfolg gegen den Favoriten HSV Bad Blankenburg hätten die Spitzenstädter die Hinrunde nicht beenden können. Einheit steht mit 12:14 Punkten zwar auf Tabellenplatz elf und damit einen Rang vor den Abstiegsplätzen, allerdings ist die Liga noch enger zusammengerückt. Alle Teams von Platz 11 bis 7 sind punktgleich. Nur das schlechtere Torverhältnis versagt den Plauenern eine bessere Platzierung. Daran können sie jedoch am kommenden Sonntag selbst etwas ändern. Denn mit dem USV Halle kommt der punkt- und torgleiche USV Halle in die Einheit-Arena. Das Hinspiel zum Saisonauftakt hatte Einheit deutlich mit 25:32 verloren. „In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und konnten zu Beginn der zweiten Hälfte sogar kurzzeitig in Führung gehen. Danach haben wir aber zu viele Fehler gemacht und sind nervös geworden“, reflektiert Trainer Vasile Sajenev die Begegnung. Über die Saison hinweg haben die Spitzenstädter aber immer wieder bewiesen, dass sie auch über die gesamte Spielzeit konzentriert und fast fehlerfrei spielen können. Zuletzt musste dies der HSV Bad Blankenburg erfahren, den die Spitzenstädter ohne Chance auf Punkte letzten Samstag wieder nach Hause schickten. „An diese Leistung wollen und müssen wir im Spiel am Sonntag anknüpfen. Gelingt uns das, können wir den Jahreswechsel mit einem ausgeglichenen Punktekonto verbringen. Das ist mehr, als man uns zu Saisonbeginn von allen Seiten zugetraut hat“, weiß Trainer Jan Richter. Natürlich merken auch die Spieler, dass sich das Jahr dem Ende neigt. Es gibt fast keinen Akteur, der nicht mit Verletzungen und Blessuren zu kämpfen hat. „Deshalb wollen wir noch einmal alles geben, mit unseren treuen Fans zusammen einen Sieg feiern und dann die Feiertage und die trainingsfreie Zeit genießen“, erklärt Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Bis auf Martin Broz, der verletzungsbedingt nicht spielen kann, werden zum jetzigen Zeitpunkt alle Spieler einsatzbereit sein. 

Der USV Halle steht derzeit auf Platz 10 und hat nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Delitzsch und Aschersleben das gleiche Ziel wie die Spitzenstädter. Die Leistung der Mannschaft von Trainerin Ines Seidler ist in dieser Saison starken Schwankungen unterworfen. Gegen vermeintlich starke Gegner konnten die Hallenser häufig Punkte einfahren. Gegen Mannschaft im hinteren Drittel der Tabelle ließ man Punkte liegen. Es wird also ein spannendes Duell der beiden Tabellennachbarn. 

 

(slu)

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Foto: Einheit will weiter Boden gut machen

Sensationssieg für HC Einheit

(08.12.2019)

Wer hätte das im Vorfeld dieser Partie gedacht? Dank einer perfekten Mannschaftsleistung bezwingt der HC Einheit Plauen den Favoriten HSV Bad Blankenburg mit 28:25 (16:10). Dabei führten die Plauener über die gesamte Spielzeit hinweg und ließen sich diesmal am Ende nicht die Butter vom Brot nehmen. Die Mitteldeutsche Oberliga indes rückt noch enger zusammen. An der Tabellensituation der Spitzenstädter ändert sich aufgrund der anderen Spielergebnisse leider nichts.

 

Einheit startete fulminant in die Partie. Mit jeweils einem Doppelpack von Burda und Krüger führten die Gastgeber nach fünf Minuten mit 4:1. Offensichtlich hatte des Trainerteam Sajenev/Richter ihre Mannschaft richtig gut auf den Gegner eingestimmt, denn Bad Blankenbug mühte sich in den ersten Minuten oftmals vergeblich, um zum Torerfolg zu kommen. Insbesondere den ehemaligen Plauener Viktor Beketov hatten die Mannen um Abwehrchef Maximilian Krüger im Griff. Der wurfgewaltige Rückraum der Gäste wurde frühzeitig attackiert und das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter Pour stimmte. Dieser konnte sich einige Male auszeichnen und machte viele Großchancen der Blankenburger in der Folgezeit durch spektakuläre Paraden zunichte. Die Spitzenstädter hielten den Vorsprung von drei Toren und selbst Unterzahlsituationen aufgrund von Zeitstrafen gegen Pecek und Danowski änderten daran wenig. Gegen Ende der ersten Halbzeit schraubte Einheit den Vorsprung von 10:7 auf 16:10 nach oben. „Das war unsere stärkste Phase. Insgesamt haben wir in der ersten Halbzeit wenig Fehler gemacht und als Mannschaft zusammen harmoniert, was sich in der deutlichen Halbzeitführung widerspiegelte“, erklärt Trainer Jan Richter, der aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Martin Broz wieder auf dem Spielfeld aktiv war.

 

Ungewiss war, ob dieser Vorsprung reichen würde, um das Spiel zu gewinnen. Zu oft hatte Einheit in der Vergangenheit deutliche Führungen im zweiten Spielabschnitt aus der Hand gegeben. Doch diesmal nicht. Zwar schmolz der Vorsprung Tor um Tor, doch die Spitzenstädter leisteten sich keine Schwächephase wie in den vergangenen Partien. Zwar kam Bad Blankenburg nun häufiger zum Torerfolg, auch weil bei den Spitzenstädtern die Kräfte schwanden, aber näher als auf 20:19 kamen die Gäste nicht heran. „In dieser kritischen Situation haben wir einen klaren Kopf bewahrt. Auch die offensive Deckung des Gegners brachte uns nicht aus dem Konzept. Wir haben unter der Woche hart und intensiv an unseren Defiziten gearbeitet. Das zahlte sich aus“, sagt Trainer Vasile Sajenev nach dem Spiel. Innerhalb von fünf Minuten baute Einheit durch Tore von Burda, Zbiral, Dolak und Pecek den Vorsprung auch 25:20 aus. Zehn Minuten waren noch zu spielen. Die Spitzenstädter ließen nichts mehr anbrennen und feierten unter großen Jubel seiner Anhänger am Ende einen ungefährdeten 28:25-Erfolg. 

Am kommenden Wochenende startet bereits die Rückrunde in der Mitteldeutschen Oberliga. Dann erwartet der HC Einheit den USV Halle zu Gast in der Einheit-Aena. Das Spiel findet allerdings ungewohnt am Sonntag um 16 Uhr statt.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Kies, Model, Gemeinhardt, Krüger (7/1), Burda (8), Höpner, Zbiral (2/1), Danowski (1), Pecek (7), Dolak (1), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (2), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Mannschaftsarzt Dr. Normann Hassler, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Bad Blankenburg: Havel (2), Beketov (5), Bogatzki, Zeman (2), Beyer (4), Misovych, Musil (4), Petko, Köthe, Werner (7), Rein, Ebert, Werner (1), Brand, Trainer Igor Ardan

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 4 für Bad Blankenburg

Zeitstrafen: 5 für Plauen, 2 für Bad Blankenburg

Zuschauer: 311

 

(slu)

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Foto: Sensationssieg für HC Einheit

Einheit hat harte Nuss zu knacken

(05.12.2019)

Der letzte Spieltag der Hinrunde in der Mitteldeutschen Oberliga hat es für den HC Einheit Plauen in sich. Die Spitzenstädter empfangen am kommenden Samstag um 16 Uhr den Tabellendritten HSV Bad Blankenburg. Dabei kommt es auch zum Aufeinandertreffen mit einem ehemaligen Einheit-Akteur. Für die Plauener wird es eine schwere Partie, in der alles perfekt laufen muss, um am Ende erfolgreich sein zu können. 

 

Die Tabellensituation vor dem letzten Spieltag in der Hinrunde ist verrückt. So eng wie in dieser Saison ging es in der Mitteldeutschen Oberliga noch nie zu und der HC Einheit befindet sich mittendrin. Die Plauener stehen mit aktuell 10:14 Punkten auf 

Rang zehn und damit noch vor den Abstiegsrängen. Doch der Vorsprung ist knapp. Nur zwei Punkte trennen die Spitzenstädter von einem Abstiegsplatz. Das Verrückte an der Situation ist aber, dass Einheit auch nur drei Punkte Rückstand auf Tabellenplatz vier hat. Man könnte es so definieren, dass sich aktuell alle Teams ab Platz vier im Abstiegskampf befinden. Vor diesem Hintergrund ist am kommenden Wochenende Spannung angesagt. Der HC Einheit hat mit dem Tabellendritten HSV Bad Blankenburg ein schweres Los. Die Thüringer gehören zu den Top-Favoriten auf die Meisterschaft, auch wenn sie erst in der Liga aufgestiegen sind. Sie stellen die zweitbeste Abwehr und den drittbesten Angriff der Liga. Zum Kader gehört mit Viktor Beketov auch ein ehermaliger rot-weißer Akteur. Zwei Niederlagen musste Bad Blankenburg bisher hinnehmen, beide gegen die Meisterschaftsfavoriten Delitzsch und Burgenland. Unentschieden trennte man sich von Oberlosa und Aue II. Alle anderen Spiele konnten souverän gewonnen werden. Alle Punktverluste musste die Mannschaft auswärts hinnehmen. Vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Spitzenstädter, die in der Partie an die gute erste Halbzeit vergangene Woche gegen Burgenland anknüpfen wollen. Auch wenn nach wie vor einige Akteure angeschlagen sind und nicht voll trainieren können, wollen die Spitzenstädter vor heimischem Publikum alles geben. „Wir haben nach dem letzten Heimspiel gegen Oebisfelde etwas wieder gut zu machen“, weiß Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. „Wir hatten dort einen schlechten Tag erwischt und wollen nun zeigen, dass wir es besser können, auch wenn das gegen Bad Blankenburg richtig schwer wird.“ Dass man aber auch gegen Favoriten nicht nur mithalten, sondern auch das Spiel bestimmen kann, zeigte Einheit vergangene Woche auswärts beim HC Burgenland. Zumindest 40 Minuten lang. „An diese erfolgreiche Phase wollen wir anknüpfen. Wollen wir aber punkten, müssen wir über die volle Spielzeit konzentriert agieren. Wir dürfen uns nicht vom Gegner aus der Ruhe bringen lassen. Uns fehlt manchmal einfach die Ruhe und Abgeklärtheit“, so Trainer Jan Richter. Eins ist aber gewiss, in der derzeitigen Form braucht sich Einheit vor keinem Gegner verstecken. 

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit hat harte Nuss zu knacken
Foto: Einheit hat harte Nuss zu knacken

Schwächephase macht Siegchance zunichte

(01.12.2019)

Fast hätte der HC Einheit Plauen seine Außenseiterchance gegen den HC Burgenland genutzt. Aber eben nur fast. Denn auf eine sehr gute erste Halbzeit folgte eine Schwächephase in Durchgang zwei, die jegliche Hoffnung auf Punkte zerstörte. So mussten die Spitzenstädter eine am Ende deutliche 30:38 Niederlage hinnehmen. Dennoch sehen die Trainer ihre Mannschaft wieder auf dem richtigen Weg, um das Saisonziel Klassenerhalt zu schaffen.

 

Den besseren Start in die Partie erwischten die Hausherren. Bereits nach wenigen Minuten stand es 3:6 aus Plauener Sicht und das Spiel schien seinen erwarteten Lauf zu nehmen. Doch Einheit war nicht nach Naumburg gefahren, um sich von vornherein kampflos geschlagen zu geben. Nach einer etwas längeren Aufwärmphase fanden die Spitzenstädter immer besser in die Partie. Durch Tore von Danowski, Broz und Burda schaffte Einheit nach zehn Minuten den 7:7-Ausgleich. „In der Abwehr passte unser Timing einfach. Jeder kämpfte und ackerte für seinen Nebenmann und so konnten wir Burgenland in der Abwehr immer wieder den Zahn ziehen“, sagte Mannschaftskapitän Maximilian Krüger rückblickend. Im Angriff war wieder einmal Mittelmann David Zbiral der Dreh- und Angelpunkt. Gekonnt setzte es seine Nebenleute in Szene, die in dieser Phase des Spiels wenig Fehler machten. So erarbeiteten sich die Spitzenstädter Stück für Stück eine 18:14-Führung. Eine Unterzahlsituation kurz vor der Pause nutze Burgenland, um den Rückstand zu verkleinern. Beim Stand von 19:17 wurden die Seiten gewechselt. 

 

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes konnte Einheit an diese Leistung anknüpfen und den Vorsprung halten. Doch Burgenlands Trainer Steffen Baumgart reagierte mit einer Umstellung in der Abwehr, die den Spitzenstädtern überhaupt nicht schmeckte. Aus einem 23:20-Vorsprung wurde innerhalb von zehn Minuten ein 23:27-Rückstand. Auch eine zwischenzeitliche Auszeit der Plauener Bank zeigte keine Wirkung. Einheit agierte im Angriff zu überhastet und unsicher. „Wir haben nach der Abwehrumstellung von Burgenland zu viele falsche Entscheidungen getroffen und konnten spielerisch einfach keine Lösung finden. Hinzu kam in der entscheidenden Phase auch, dass wir einfach hundertprozentige Torchancen liegen lassen haben“, erklärt Trainer Vasile Sajenev. Zwar stabilisierte sich Einheit danach wieder und konnte den Rückstand bis zum 28:31 auch in Grenzen halten, doch dann schwanden die Kräfte. Am Ende mussten sich die Spitzenstädter mit 30:38 geschlagen geben. „Wir haben in der ersten Halbzeit endlich wieder die Leistung abgerufen, zu der wir in der Lage sind. Das stimmt uns mit Blick auf die kommenden Spiele positiv. Wir müssen daran arbeiten, auf Umstellungen des Gegners besser und schneller zu reagieren“, sagt Trainer Jan Richter nach dem Spiel. Am kommenden Samstag bestreitet der HC Einheit Plauen das letzte Spiel der Hinrunde. Dann erwarten die Spitzenstädter den HSV Bad Blankenburg zu Gast in der Einhet-Arena.

 

HCE Plauen: Misar, Ott, Corda, Kies, Model (1), Gemeinhardt, Krüger (1), Burda (8), Höpner, Broz (5), Zbiral (2), Danowski (7/2), Pecek (5), Dolak (1), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (2), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Mannschaftsarzt Dr. Normann Hassler, Physio Christian Ulbricht

 

HC Burgenland: Neuhäuser, Aumann, Dober (4/1), Benecke (3), Höhne (6), Heinig (7), Weber (3), Kassler, Galia, Kilz, Zerrenner (10), Eulitz (2), Hanner, Meiner (3), Trainer Steffen Baumgart

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 2 für Burgenland

Zeitstrafen: 3 für Plauen

 

(slu)

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Foto: Schwächephase macht Siegchance zunichte

Hohe Auswärtshürde für Spitzenstädter

(28.11.2019)

Die letzten beiden Spieltage der Hinrunde haben es für den HC Einheit Plauen in sich. Am kommenden Samstag müssen die Spitzenstädter auswärts beim HC Burgenland antreten. Die Naumburger haben als Saisonziel klar den Meistertitel ausgegeben und müssen gewinnen, wollen sie dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren. Beim HC Einheit blickt man dagegen realistisch auf die Partie. Mehr als Außenseiterchancen sind wohl nicht drin.

 

Ein Blick auf die Tabelle offenbart die Brisanz des kommenden Spieltages in der Mitteldeutschen Oberliga. Sowohl für den HC Einheit Plauen als auch für den HC Burgenland geht es um einiges. Die Plauener stehen mit derzeit 10:12 Punkten auf Rang 9 eigentlich nicht schlecht da. Doch der Schein trügt. Auf Platz 12, der zugleich der ersten Abstiegsplatz ist, sind es nur 2 Punkte Vorsprung. Nach der Niederlage vergangene Woche gegen den SV Oebisfelde rutsche Einheit gleich drei Plätze in der Tabelle ab. „Die Liga ist so eng wie noch nie“, weiß Trainer Jan Richter. „Umso ärgerlicher sind unsere Auftritte gegen Mannschaften, die in der Tabelle hinter uns liegen. Hier haben wir zuletzt einfach nicht unser gesamtes Leistungsvermögen abrufen können“, ärgert sich der Coach. Die Leistung der Spitzenstädter auf dem Feld schwankte zu oft über die Spielzeit hinweg. Phasen, in denen Einheit den Gegner dominierte, ihm sein Spiel aufzwang und wenig Fehler machte, wechselten in loser Folge mit Phasen, in der die Mannschaft einem verunsicherten Hühnerhaufen glich. Die Folge waren unnötige Punktverluste, die der Mannschaft am Ende eventuell teuer zu stehen kommen. „Aber noch ist die Saison nicht zuende“, erklärt Einheit-Trainer Vasile Sajenev. „Wir wollten bedenken unter welchen Voraussetzungen wir in der Mitteldeutschen Oberliga spielen. Dass wir mithalten können, haben wir bewiesen. Uns fehlt es aktuell an Konstanz. Natürlich ist der HC Burgenland kein einfacher Gegner, aber die Mannschaft wird kämpfen und wenn alle Spieler ihr volles Potenzial abrufen, können wir den Favoriten ärgern.“ Ob zur Partie am Samstag alle Spieler einsatzfähig sind, dahinter steht noch ein großes Fragezeichen. Im letzten Spiel verletzten sich mit Danowski, Krüger und Pecek gleich drei Leistungsträger. Über ihren Einsatz wird nach dem Abschlusstraining am Freitag entschieden.

Der HC Burgenland gilt als klarer Favorit in diesem Aufeinandertreffen. Die Naumburger stehen mit 17:5 Punkten dabei auf Platz 2 in der Tabelle. Nach acht Spielen ohne Niederlage musste Burgenland zuletzt eine knappe 26:27-Niederlage gegen Köthen und eine 29:23-Niederlage gegen Delitzsch einstecken. Am vergangenen Spieltag fand man mit einem Sieg gegen Aschersleben zurück in die Erfolgsspur. Der Meisterschaftsfavorit ist in dieser Saison stark von Verletzungen gebeutelt. Trainer Steffen Baumgart beklagt den Ausfall von sechs Spielern. Allerdings ist es gelungen mit Sascha Meiner und Georg Eulitz erfahrenen und tatkräftigen Ersatz zu verpflichten. 

 

(slu)

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Foto: Hohe Auswärtshürde für Spitzenstädter

Einheit erwischt gebrauchten Tag

(24.11.2019)

Diese Niederlage tut weh! Der HC Einheit Plauen verliert sein Heimspiel gegen den SV Oebisfelde deutlich mit 24:30. Die Spitzenstädter zeigten sich vor einer gut gefüllten Einheit-Arena dabei komplett von der Rolle. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr war es das schlechteste Spiel in dieser Saison. Auch das Comeback von Trainer Jan Richter als Spieler konnte daran nichts ändern.

 

Ohne die erkrankten Kies und Broz startete Einheit am vergangenen Samstag in die Partie gegen den bis dato Tabellenvorletzten SV Oebisfelde. Die Spitzenstädter legten dabei einen klassischen Fehlstart hin und die Gäste führten schnell mit 0:3. Danowski erzielte nach fünf Minuten den ersten Treffer für die Gastgeber. In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel. Oebisfelde ging mit einem Tor in Front, den Spitzenstädtern gelang im Gegenzug der Ausgleich. Eigentlich war aus Sicht der Einheit mehr drin und man hätte zu diesem Zeitpunkt bereits führen können. Doch die in der Abwehr gewonnenen Bälle wurden unachtsam weggeworfen oder zu überhastet der Torabschluss gesucht. Dadurch konnte sich Oebisfelde von einem 7:7 Unentschieden Mitte der ersten Halbzeit auf 8:12 absetzen. Und wenn an einem solchen Tag schon nicht viel funktioniert, kommt auch noch Pech dazu. Mannschaftskapitän Maximilian Krüger knickte bei einer Abwehraktion unglücklich um und musste den Rest der ersten Halbzeit pausieren. Doch Einheit kämpfte. Der nun im Tor stehende Josef Pour zeigte einige Paraden und mit etwas mehr Konzentration im Angriff gelang Einheit bis zur Halbzeitpause durch Pecek, Dolak und Burda der 14:14 Ausgleich. Kurz vor der Pause verletzte sich dann auch noch Kreisläufer Martin Danowski an der Wade. 

 

Nach dem Seitenwechsel ging Einheit durch den an diesem Tag unglücklich agierenden Mittelmann David Zbiral mit 16:15 in Führung. Es sollte aber nicht dabei bleiben. In den folgenden Minuten sahen die knapp 500 Zuschauer in der Einheit-Arena eine Mannschaft, die komplett von der Rolle war. Fehlwürfe und technische Fehler reihten sich bei den Spitzenstädtern aneinander. Kein einziger Spieler schien an diesem Tag auch nur in die Nähe seiner Normalform zu spielen. Die Folge war klar. Oebisfelde ging in Führung und baute diese immer weiter aus. Auch eine Auszeit der Spitzenstädter beim Stand von 18:23 konnte diese Entwicklung nicht stoppen. Aufgrund der vielen angeschlagenen Spieler feierte Trainer Jan Richter erst in der Abwehr und dann auch im Angriff sein Comeback. Aber das Pech blieb an seiner Mannschaft heften und der Rückstand vergrößerte sich auf 20:29. Hinzu kam der weitere verletzungsbedingte Ausfall von Dominik Pecek, der sich nach einem Foul am Knöchel verletzte. Am Ende ertönte die Schlusssirene beim Stand von 24:30. „Das war heute ganz klar kollektives Versagen,“ resümierte Trainer Vasile Sajenev. „Alle unsere Leistungsträger hatten nicht annähernd Normalform und standen komplett neben sich. Das war das schlechteste Spiel in dieser Saison, dabei hätten wir die Punkte dringend gebraucht.“ Die letzten beiden Spiele der Hinrunde haben es für den HC Einheit Plauen in sich. Dann treffen die Spitzenstädter auf den HC Burgenland (Platz 2) und den HSV Bad Blankenburg (Platz 3).

 

HCE Plauen: Misar, Pour (1), Corda, Model, Gemeinhardt, Krüger (2), Burda (3), Höpner (1), Zbiral (1), Danowski (7/3), Pecek (5), Dolak (2), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter (2), Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Mannschaftsarzt Dr. Normann Hassler, Physio Christian Ulbricht

 

SV Oebisfelde: Koitek (6), Kamm, Meinel (2), Vogel (3), Kalupke, Heidler (4), Drese, Weis, Kleist (1/1), Schliephake (5), Sauer (6), Meichsner (3), Trainer Christian Herrmann

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 1 für Oebisfelde

Zeitstrafen: 1 für Plauen, 2 für Oebisfelde

Zuschauer: 502

 

(slu)

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Foto: Einheit erwischt gebrauchten Tag

Spitzenstädter wollen zuhause nachlegen

(21.11.2019)

In dieser Saison macht Handball beim HC Einheit Plauen wieder Spaß. Nicht nur die Aktiven auf dem Feld, auch die Anhänger der Spitzenstädter haben beim derzeitigen Blick auf die Tabelle ein Lächeln im Gesicht. Denn mit einem ausgeglichenen Punktekonto (10:10) steht die Einheit derzeit auf Platz sechs in der Mitteldeutschen Oberliga. Am kommenden Samstag um 16 Uhr erwarten die Handballer den Tabellenvorletzten SV Oebisfelde. Das Ziel für die Partie ist klar definiert. Ein Sieg soll her, um den Mittelfeldplatz zu festigen. Doch das Leistungsvermögen der Liga ist eng wie nie und die Spitzenstädter sind gewarnt.

 

„Wir dürfen uns keinesfalls nachlassen, einen Gegner aufgrund seines Tabellenplatzes unterschätzen oder uns auf unserem Punktekonto ausruhen“, warnt Trainer Vasile Sajenev. „Die Mannschaft hat seit Saisonbeginn hart gearbeitet, hat Höhen und Tiefen gehabt und sich zuletzt wieder etwas gefangen. Daran wollen wir anknüpfen“, so der Coach weiter. Tatsächlich hat der HC Einheit Plauen in den letzten Partien doch einiges liegen lassen. Gegen Apolda und Aue führten die Spitzenstädter teilweise deutlich und mussten sich am Ende mit einem Unentschieden begnügen. Gegen Freiberg gab es dann eine knappe Niederlage. Doch letzte Woche gelang es Einheit beim HBV Jena dann endlich einmal den zuvor heraus gespielten Vorsprung mit Ruhe und Konzentration über die Zeit zu bringen. Die Mannschaft feierte einen Sieg und konnte damit den Abstand auf die Abstiegsplätze vergrößern. Der beträgt zwar stattliche sechs Plätze, doch das sind nur drei Punkte. „Die können auch schnell weg sein“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter. „Wir orientieren uns immer nach unten zu den Mannschaften, die hinter uns stehen und da haben wir am Samstag mit dem SV Oebisfelde die Möglichkeit weiter Boden gut zu machen.“ Auch wenn der ein oder andere Spieler bei den Plauenern angeschlagen ist, hofft das Trainerteam am Spieltag auf alle Akteure zurückgreifen zu können. Der SV Oebisfelde wird den Spitzenstädtern alles abverlangen. Doch sollte es Einheit gelingen, im Angriff weiterhin so variabel und torgefährlich zu agieren und in der Abwehr schnell Sicherheit zu gewinnen, ist ein Erfolg am Samstag möglich. Dazu bauen die Plauener natürlich auch auf ihre Fans, die zuletzt auswärts in Jena zahlreich vertreten waren. „Wir brauchen unsere Fans nicht nur auswärts, sondern auch zuhause. Also kommt und unterstützt uns. Seid unser achter Mann“, fordert Mannschaftskapitän Maximilian Krüger auf.

Der SV Oebisfelde stand letzte Saison ebenso wie der HC Einheit bereits als Absteiger fest und profitierte davon, dass es aus dem Landesverband Thüringen keinen Aufsteiger gab. Die Gäste sind überraschend stark in die Saison gestartet. Mit Siegen gegen Freiberg und Jena fanden sie sich nach zwei Spieltagen in den Medaillenrängen wieder. Doch danach gab es eine Serie von sieben Niederlagen in Folge. Durchbrechen konnten die Sachsen-Anhaltiner den Abwärtstrend vergangene Woche mit einem Sieg gegen den HC Aschersleben und stehen nun auf Rang 13 in der Tabelle.

 

(slu)

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Foto: Spitzenstädter wollen zuhause nachlegen

Einheit feiert wichtigen Auswärtssieg

(17.11.2019)

Das war Spannung von der ersten bis zur letzten Minute! Und am Ende konnte der HC Einheit Plauen endlich wieder jubeln! Die Spitzenstädter behielten diesmal die Nerven und feierten einen 33:31-Erfolg beim Tabellenletzten HBV Jena. Die Schlüssel zum Erfolg waren mannschaftliche Geschlossenheit und Kampfgeist. Das Trainerteam zeigte sich mit der Leistung des Teams zufrieden. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto (10:10) klettert Einheit damit auf den fünften Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga.

 

Kurzfristig mussten die Spitzenstädter auf den Einsatz von Martin Broz verzichten. Der Rückraumspieler und Abwehrspezialist blieb krank zuhause. Von Beginn an entwickelte sich eine spannende Partie. Burda erzielte das erste Tor des Spiels für Einheit, doch Jena glich im Gegenzug aus. In der Folge gingen die Gastgeber mit einem Treffer in Führung, den Spitzenstädtern gelang im Gegenzug der Ausgleich. Dabei war Einheit von allen Positionen torgefährlich. Ein Punkt, der im weiteren Verlauf des Spiels noch wichtig werden würde. Auch Unterzahlsituationen überstanden die Spitzenstädter schadlos. Eine kurze Schwächephase gab es allerdings ab der 20. Spielminute. Fehlwürfe der Gäste nutze Jena und ging mit 12:15 in Führung. Doch Burda und Zbiral brachten Einheit bis zur Pause wieder in Schlagdistanz. Beim Stand von 15:16 aus Plauener Sicht wurden die Seiten gewechselt.  Nach dem Wiederanpfiff stellte Maximilian Krüger den Ausgleich her. Und wieder entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Teams. Bis zum 23:23, Mitte der zweiten Halbzeit, war die Partie offen. Dann kam die stärkste Phase der Spitzenstädter. Mit einem Dreierpack brachte Krüger Einheit mit 26:23 in Führung. Doch wenige Sekunden später musste er mit einer Zeitstrafe das Spielfeld verlassen. In der Abwehr kämpften die Spitzenstädter nun verbissen um jeden Ball und Torhüter Jan Misar zeigte einige tolle Paraden. So gelang Jena nur ein Tor. Burda erhöhte den Vorsprung sogar auf vier Treffer. Nun begann die Schlussphase, die in den letzten Partien nicht zu den Stärken der Spitzenstädter gehörte. Zeitstrafen gegen Kies und Krüger stellten Einheit vor eine große Herausforderung. Doch die Spieler nahmen den Kampf in der Abwehr an und behielten im Angriff diesmal einen kühlen Kopf. Pecek und Danowski sorgten mit ihren Toren dafür, dass Jena nicht mehr entscheidend heran kam. Mit der Schlusssirene erzielten die Gastgeber das 33:31-Endergebnis. Die mitgereisten knapp 90 Plauener Anhänger jubelten da schon über den wichtigen Sieg ihrer Mannschaft. „Die Spieler haben alles gegeben. Wir haben heute als Mannschaft sowohl im Angriff als auch in der Abwehr geschlossen agiert. Es war schön zu sehen, dass keiner nachgelassen hat und jeder gewinnen wollte. Das war heute ein Kraftakt, aber enorm wichtig“, freute sich Trainer Vasile Sajenev nach dem Spiel. 

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Kies, Model, Gemeinhardt, Krüger (8), Burda (6), Höpner, Broz, Zbiral (9/2), Danowski (4), Pecek (6), Dolak, Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HBV Jena: Kowalczyk, Popa (6), Möller, Folger (2/2), Triller (5), Schabram, Elsässer (8), Horna, Sadewasser, Grau (1), Vagner (4), Natzschka, Hansemann, Minas (5), Trainer Pierre Liebelt-Passarge

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 2 für Jena

Zeitstrafen: 7 für Plauen, 3 für Jena

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit feiert wichtigen Auswärtssieg
Foto: Einheit feiert wichtigen Auswärtssieg

Einheit reist zum Tabellenletzten

(14.11.2019)

Die nächsten zwei Spieltage sind für den HC Einheit Plauen wichtig. Denn die Spitzenstädter spielen da gegen die beiden Mannschaften im Tabellenkeller. Am Samstag um 20 Uhr erfolgt der Anpfiff zur ersten dieser beiden Partien beim HBV Jena. Doch die Tabellensituation sagt nichts über das Leistungsvermögen des jeweiligen Gegners aus, was Einheit bereits in den vergangenen Partien erfahren musste. Gelingt den Spitzenstädtern ein Sieg können sie den Abstand auf die Abstiegsplätze vergrößern. Bei einer Niederlage droht ein Abrutschen in der Tabelle.

 

Mit aktuell 8:10 Punkten steht der HC Einheit im Mittelfeld auf Rang sieben in der Mitteldeutschen Oberliga. Doch der Schein trügt etwas. Zum aktuell ersten Absteiger dem HC Aschersleben auf Platz 12 haben die Plauener nur einen Punkt Vorsprung. Das zeigt wie eng die Liga auch in diesem Jahr wieder ist. Umso wichtiger ist es gegen Mannschaften, die hinter den Spitzenstädtern stehen, zu punkten. Doch da ist die Bilanz nicht so gut. Aus den letzten drei Spielen gegen Apolda, Aue II und Freiberg holte Einheit nur zwei Zähler. „Das ist ärgerlich, denn es war in allen Spielen deutlich mehr drin. Am Ende war es aber immer wieder die gleiche Situation. Wir haben uns in den letzten Spielminuten die Butter vom Brot nehmen lassen.“, ärgert sich Trainer Vasile Sajenev. An diesem Manko arbeiten die Spitzenstädter. „Es ist klar, dass am Ende eines Spiels die Konzentration nachlässt und man mehr Fehler macht. Insbesondere wenn die Wechselmöglichkeiten begrenzt sind“, ergänzt Trainer Jan Richter. Doch das will er nicht als Ausrede gelten lassen. „Wir haben erfahrene Spieler auf dem Feld, die am Ende die nötige Ruhe und Gelassenheit haben müssen.“ Gegen den HBV Jena wollen es die Spitzenstädter diesmal besser machen. Die Thüringer stehen mit zwei Siegen und sieben Niederlagen bei 4:14 Punkten auf dem letzten Platz in der Tabelle. Gewinnen konnten die Gastgeber dabei gegen Halle und Pirna/Heidenau. Vergangene Saison mussten sich die Spitzenstädtern in beiden Spielen deutlich geschlagen geben. Das soll in diesem Jahr anders werden. Beide Trainer können auf den kompletten Kader zurückgreifen, auch wenn der ein oder andere Spieler etwas angeschlagen ist. Zur Unterstützung hofft der Verein auf zahlreiche Fans in Jena, denn der Weg nach Thüringen ist nicht weit. Auch die Möglichkeit der Mitfahrt im Mannschaftsbus besteht.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit reist zum Tabellenletzten
Foto: Einheit reist zum Tabellenletzten

Niederlage in letzter Minute

(10.11.2019)

Es war das erwartet schwere Spiel. Und am Ende musste sich der HC Einheit Plauen der HSG Freiberg denkbar knapp mit 25:26 (15:16) geschlagen geben. Die Spitzenstädter hatten über die gesamte Spielzeit Mühe mit dem Gegner, leisteten sich zu viele Fehler und behielten am Ende wie schon in den vergangenen Spielen nicht die Nerven, um den Vorsprung über die Ziellinie zu bringen. Aufgrund der Ergebnisse der anderen Partien an diesem Spieltag rückt die Mitteldeutsche Oberliga nun noch enger zusammen.

 

Die Spitzenstädter starteten gut in die Partie. Dennoch gingen die Gäste aus Freiberg nach fünf Minuten mit 1:3 in Führung. Das lag an der schlechten Chancenverwertung der Gastgeber. Sowohl Zbiral als auch Krüger und Höpner scheiterten mehrfach am Freiberger Torhüter Hensel. Diesem Rückstand lief Einheit bis Mitte der ersten Halbzeit hinterher. Zwar stabilisierte sich die Angriffsleistung der Plauener nun, aber in der Abwehr fand man noch keinen richtigen Zugriff. Das sonstige Prunkstück der Plauener blieb an diesem Abend glanzlos. Der beste Torschütze der Spitzenstädter Matyas Burda erzielte nach siebzehn Minuten den 8:8-Ausgleich. Einheit war dran, doch Freiberg zeigte sich unbeeindruckt. Dank zu vieler Fehlwürfe und technischer Fehler hatten die Gäste leichtes Spiel. Innerhalb weniger Minuten setzte sich Freiberg auf 10:14 ab. Doch Einheit gab nicht auf und kämpfte um jeden Ball. Dies wurde belohnt. Die Abwehr fand nun besser ins Spiel und Torhüter Jan Misar konnte einige Male glänzen. So arbeiteten sich die Spitzenstädter in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit durch Tore von Danowski, Zbiral, Broz und Höpner Schritt für Schritt wieder heran. Beim Stand von 15:16 ging es in die Kabinen.

 

Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich ein enges Spiel. Martin Broz erzielte das 16:16 für die Spitzenstädter. In der Folge ging Freiberg in Führung, Einheit glich im Gegenzug aus. Die Zuschauer in der Einheit-Arena hatten das Gefühl, dass die Partie nun zu Gunsten der Heimmannschaft kippte. Doch eine Auszeit seitens der Freiberger unterbrach den Spielfluss. Die Gäste gingen mit 19:22 in Führung. Eine Zeitstrafe gegen Martin Broz schien den Spitzenstädtern den notwendigen Impuls zu geben. In der Abwehr gelang es nun, die Angriffsbemühungen der Gäste weitestgehend zu unterbinden. Torhüter Josef Pour entschärfte dann, was noch auf den Kasten kam. Im Angriff nutzten Burda und Danowski ihre Chancen zum 22:22 Ausgleich. Dass aber an diesem Tag nicht alles rund lief, zeigten die folgenden Minuten. In mehreren Überzahlsituationen gelang es Einheit zwar mit 25:23 in Führung zu gehen, aber zu viele Möglichkeiten wurden dabei vergeben. Trotz zweier Auszeiten in den letzten Spielminuten gelang den Spitzenstädtern nichts Zählbares mehr. 30 Sekunden vor Schluss netzte Freiberg zum 25:26 ein. Der letzte Angriff der Plauener verpuffte. Nach dieser Niederlage stehen die Spitzenstädter zwar weiterhin auf Rang sieben der Mitteldeutschen Oberliga, allerdings ist der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf einen Punkt geschmolzen. Umso wichtiger sind die beiden kommenden Partien gegen Jena und Oebisfelde, in denen Einheit nun unter Zugzwang steht. „Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht. Wir wussten, dass Freiberg kein leichter Gegner ist und der Tabellenplatz der Gäste nicht ihrem Leistungsvermögen entspricht. Dennoch hatten wir am Ende die Chance auf zwei Punkte und haben sie wieder nicht genutzt. Das Spiel haben wir aber nicht dort verloren, sondern im gesamten Spielverlauf zu viele Fehler gemacht. Daran müssen wir arbeiten“, erklärt Trainer Vasile Sajenev nach dem Spiel. 

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Kies (1), Model, Gemeinhardt, Krüger (3), Burda (6), Höpner (1), Broz (4), Zbiral (5), Danowski (5), Dolak, Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSG Freiberg: Lehmann (3), Wolf, Schettler (4), Neumann (2), Kempe (7/1), Richter (4), Hensel, Rabe, Harvan, Gelnar (3), Renzing, Tieken (1), Werner, Rom (2), Trainer Alexander Matschos

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 3 für Freiberg

Zeitstrafen: 4 für Plauen, 4 für Freiberg

 

(slu)

Foto zur Meldung: Niederlage in letzter Minute
Foto: Niederlage in letzter Minute

Einheit darf sich keine Schwächephase leisten

(07.11.2019)

Verkehrte Welt in der Mitteldeutschen Oberliga. Der HC Einheit Plauen empfängt am kommenden Samstag um 16 Uhr den Vorjahresdritten HSG Freiberg. Die Gäste stehen allerdings nach einem schlechten Saisonstart in der Tabelle hinter den Spitzenstädtern. Eine Konstellation, die zu Saisonbeginn so sicher keiner vorgesagt hätte. Eine Prognose über den Ausgang der Partie ist deshalb schwierig.

 

Der HC Einheit Plauen steht derzeit auf dem 7. Platz in der Mitteldeutschen Oberliga. „Wenn mir jemand vor Saisonbeginn gesagt hätte, dass wir zu diesem Zeitpunkt mit einem ausgeglichenen Punktekonto da stehen, hätte ich es ihm nicht geglaubt“, sagt Einheit-Trainer Jan Richter. „Doch hundertprozentig zufrieden sind wir dennoch nicht.“ Dieser Nachsatz mag komisch klingen, erklärt jedoch die veränderten Ansprüche. Die Spitzenstädter haben mit Siegen gegen Pirna, Delitzsch und Aschersleben gezeigt, dass sie in der Liga mithalten können. In den Spielen gegen Apolda und Aue II kontrollierte Einheit das Geschehen, führte phasenweise deutlich und hat sich am Ende doch noch die Butter vom Brot nehmen lassen. „Statt zweier Siege mussten wir uns jeweils mit einem Unentschieden zufrieden geben“, ärgert sich Einheit-Trainer Vasile Sajenev. „Das soll nicht überheblich klingen, aber wir können mehr und sind an unserem eigenen Unvermögen gescheitert.“ Die Spitzenstädter benötigen jeden Punkt für das Saisonziel Klassenerhalt. Zwar stehen sie derzeit im Tabellenmittelfeld, aber die Liga ist eng zusammengerückt. Von einem Medaillenplatz trennen Einheit nur vier Punkte, aber bis zum ersten Abstiegsplatz sind es auch nur drei Zähler. Grund genug, sehr kritisch in die Analyse der eigenen Leistung zu gehen, auch wenn man unter anderen Umständen mit den Unentschieden gegen Apolda und Aue II zufrieden gewesen wäre. „Jede Mannschaft in dieser Liga ist ein schwerer Gegner. Gegen Freiberg dürfen wir uns solche Schwächephasen wie zuletzt nicht leisten“, weiß auch Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Da nach acht Spieltagen nun auch der ein oder andere Spieler angeschlagen ist, haben die Verantwortlichen des Vereins reagiert und den Spielerkader mit Kevin Model verstärkt. Dieser ging vergangene Saison für den ZHC Grubenlampe auf Torejagd und wird erst einmal bis Saisonende für die Spitzenstädter auflaufen. 

Die HSG Freiberg ist schlecht in die Saison gestartet und steht derzeit auf Platz 10. Unter dem neuen Trainer Alexander Matschos gab es bisher fünf Niederlagen, zwei Siege und ein Unentschieden. In fremden Hallen blieben die Dachse bisher punktlos. Das soll nach dem Willen des HC Einheit auch am kommenden Wochenende so bleiben. Deshalb hofft das Team auch auf eine gut gefüllte Einheit-Arena und lautstarke Unterstützung von den Rängen. 

 

(slu)

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Foto: Einheit darf sich keine Schwächephase leisten

Am Ende wieder nur ein Punkt

(03.11.2019)

Ist es ein gewonnener oder ein verlorener Punkt? Mit einem 29:29 Unentschieden im Gepäck trat der HC Einheit Plauen am vergangenen Sonntag die Heimreise vom Auswärtsspiel in Aue an. Nach einer zwischenzeitlichen Führung von fünf Toren in der zweiten Halbzeit vergaben die Spitzenstädter wieder kurz vor Schluss den Sieg. Zu viele Fehler und überhastete Aktionen in den letzten Minuten waren die Ursache.

 

Der Start in die Partie gegen den Bundesliganachwuchs aus Aue war etwas holprig. Einheit benötigte etwa fünf Minuten, um ins Spiel zu kommen, dann stand die Abwehr sicher und im Angriff erzielten Danowski, Zbrial und Pecek sehenswerte Tore. Nach zehn Minuten beim Stand von 5:2 waren die Gastgeber gezwungen ihre erste Auszeit zu nehmen. Doch am Spielverlauf änderte das wenig. Eine starke Abwehr mit einem gut aufgelegten Schlussmann Jan Misar vereitelte immer wieder gute Torchancen der Auer. Über die Stationen 10:7 und 14:10 bestimmte Einheit das Spielgeschehen. Insbesondere die Achse Zbiral – Danowski stellte dabei die Auer Abwehr vor immer neue Herausforderungen. Doch statt diesen Vorsprung mit in die Halbzeitpause zu nehmen, schlichen sich bei den Spitzenstädtern nun Fehler ein, die Aue nutzte, um den Rückstand zu verkürzen. Beim Stand von 14:12 aus Plauener Sicht wurden die Seiten gewechselt.

 

Den ersten Treffer im zweiten Spielabschnitt erzielte der neu verpflichtete Kevin Model für den HC Einheit. Danach bauten die Spitzenstädter den Vorsprung durch Tore von Pecek, Danowski und Zbiral bis auf 21:16 aus. Wieder waren die Gastgeber gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Aues Coach Kirsten Weber reagierte und richtete seine Mannschaft in der Abwehr offensiver aus. Dies zeigte kurz Wirkung. Einheit kam im Angriff aus dem Tritt und leistete sich vermehrt Fehler. Aue verkürzte auf 23:21. Nun war Einheit-Trainer Vasile Sajenev gezwungen eine Auszeit zu nehmen, um seine Mannschaft neu zu sortieren. Doch die Wirkung hielt nur kurz. Zwar baute Einheit die Führung wieder auf vier Tore aus, aber eine Zeitstrafe gegen Maximilian Krüger brachte die Spitzenstädter in Unterzahl. Diese überstanden die Plauener schadlos, doch kaum wieder vollzählig, musste Maximilan Krüger erneut vom Feld, wenige Sekunden später folgte ihm Kevin Model. Einheit agierte nun in doppelter Unterzahl und Aue ging in eine Manndeckung über. Dies schmeckte den Spitzenstädtern gar nicht. Statt ruhig und konzentriert zu spielen, verfielen die Plauener in Hektik und leisteten sich unnötige Fehlabspiele. Aue erzielte den 26:26 Ausgleich. Zwar ging Einheit durch Pecek und Burda noch mehrmals in Führung, doch Aue gelang in letzter Minute der Ausgleich. Die letzten Sekunden verstrichen ohne klare Torgelegenheit. „Es ist ärgerlich. Wie schon vergangene Woche ist uns das Spiel trotz deutlicher Führung am Ende aus den Händen geglitten“, erklärt Trainer Jan Richter. „Wir haben es wieder nicht geschafft bis zum Schluss konzentriert zu spielen. Auch eine Manndeckung darf uns nicht so aus dem Tritt bringen.“ 

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Model (1), Gemeinhardt, Krüger (3), Burda (3), Höpner, Broz, Zbiral (6), Danowski (8/2), Pecek (8), Dolak, Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm

 

Aue II: Bamler, Schäfer (1), Schneider (6/3), Unbehauer, Kozubik (1), Espig, Schwenning (8), Bochmann, Fischer (4), Krauß (2), Stief (1), Leubner (3), Faith (3), Trainer Kirsten Weber

 

Verwarnungen: 4 für Plauen, 3 für Aue II

Zeitstrafen: 3 für Plauen, 2 für Aue II

 

(slu)

Foto zur Meldung: Am Ende wieder nur ein Punkt
Foto: Am Ende wieder nur ein Punkt

Einheit reist zum Aufsteiger

(31.10.2019)

Am Sonntag um 16:30 Uhr zu ungewöhnlicher Zeit erfolgt der Anpfiff zum Auswärtsspiel des HC Einheit Plauen. Die Spitzenstädter sind dann bei der Bundesliga-Reserve des EHV Aue zu Gast. Der Aufsteiger ist keinesfalls zu unterschätzen. Nur mit Disziplin und Konzentration von der ersten bis zur letzten Minute haben die Spitzenstädter eine Chance auswärts zu punkten. 

 

Nach dem Unentschieden gegen den HSV Apolda und der verspielten Fünf-Tore-Führung fand das Trainerteam Vasile Sajenev und Jan Richter bei der Spielauswertung diese Woche noch einmal deutliche Worte. „Das war kein gutes Spiel von uns. Wir haben uns zu viele Fehler geleistet und sind teilweise arrogant aufgetreten. Das hat der Gegner zu Recht bestraft“, so Trainer Sajenev. „Wenn wir so gegen Aue auftreten, werden wir unser blaues Wunder erleben“, ergänzt sein Trainerkollege Jan Richter. Einheit rangiert derzeit mit 7:7 Punkten auf Platz acht in der Mitteldeutschen Oberliga, die wie in jeden Jahr sehr spannend ist. Zwischen den Medaillenrängen und den Abstiegsplätzen liegen gerade einmal sechs Punkte. „Mit einem Doppelpunktgewinn orientierst du dich in die obere Tabellenhälfte, bei einer Niederlage bist du wieder ganz schnell im Abstiegsgeschehen dabei. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden“, erklärt Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Auf die zuletzt starke Abwehrleistung müssen die Plauener am kommenden Sonntag bauen, denn mit Aue II erwartet sie ein spielstarker und vor allem schneller Gegner. „Wir müssen ein gutes Rückzugsverhalten haben und in der Abwehr schnell in die richtige Formation finden, dann haben wir eine Chance den Auer Angriff in den Griff zu bekommen“, hofft Trainer Jan Richter. Im Angriff müssen die Spitzenstädter geduldiger und konzentrierter spielen. Reihenweise Fehler und Fehlwürfe wie zuletzt gegen Apolda wird Aue II durch schnelle Tempogegenstöße bestrafen. 

Die Bundesliga-Reserve liegt derzeit mit 4:10 auf dem 11. Platz in der Tabelle. Einen Sieg, zwei Unentschieden und vier Niederlagen hat das Team von Trainer Kirsten Weber bisher erspielt. Dabei zeigte die Mannschaft immer wieder ihr Potenzial und jeder Gegner sollte gewarnt sein. Doch etwas überraschend gewann Aue II gegen Delitzsch (35:32), unentschieden spielte man gegen Bad Blankenburg und Pirna/Heidenau. Alle diese Teams liegen in der Tabelle deutlich vor den Erzgebirglern. Besonders spielstark erweist sich bei den Gastgebern Mittelmann Nico Schneider, der beim HC Einheit kein Unbekannter ist, lernte er doch in der E- und D-Jugend das Handballspielen dort, ehe er ins Leistungszentrum nach Aue wechselte. Die Spitzenstädter sind also gewarnt, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, wollen sie siegreich und mit zwei Punkte am Sonntag nach Hause fahren.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit reist zum Aufsteiger
Foto: Einheit reist zum Aufsteiger

Spielerpate mit Handballerfahrung

(30.10.2019)

Intersport Hopfmann ist seit dieser Saison nicht nur neuer Partner des HC Einheit Plauen, sondern auch Spielerpate unseres Mittelmannes David Zbiral. Und langjährigen Fans unseres Vereins kommt das Gesicht auf unserem Bild sicherlich bekannt vor. Denn zur Übergabe des Spielertrikots stand Intersport-Mitarbeiter Peter Silva bereit. Peter trug ebenfalls die Farben des HC Einheit Plauen. Der Linkshänder lernte in der Jugend das Handballspielen, war sogar im Nachwuchsbereich des Bundesligisten SC Magdeburg aktiv und schaffte auch den Sprung in unsere erste Männermannschaft, bevor er verletzungs- und berufsbedingt die Handballschuhe an den Nagel hängen musste. „Ich verfolge die Aktivitäten meines alten Vereins nach wie vor und wenn es die Zeit mit Arbeit und Familie zulässt, schau ich auch mal bei einem Spiel vorbei. Ich freue mich, dass Intersport den HC Einheit nun unterstützt und drücke für die Saison die Daumen“, so Peter Silva.

 

Und auch unsere Vereinsmitglieder profitieren von der neuen Partnerschaft. Als Mitglied des HC Einheit Plauen erhaltet ihr bei Euren Einkäufen 15% Rabatt auf Sportsachen und Sportartikel. Einfach Mitgliedsausweis an der Kasse vorzeigen und los geht’s!

 

(slu)

Foto zur Meldung: Spielerpate mit Handballerfahrung
Foto: Spielerpate mit Handballerfahrung

Einheit vergibt Doppelpunktgewinn

(27.10.2019)

Enttäuschte Gesichter gab es am vergangenen Samstag auf Seiten des HC Einheit Plauen nach dem Schlusspfiff in der Partie gegen den HSV Apolda. Am Ende leuchtete ein 24:24-Unentschieden von der Anzeigetafel. Aufgrund einer schlechten Schlussphase mussten sich die Spitzenstädter mit diesem Ergebnis zufrieden geben. In der Tabelle ändert sich nach diesem Spieltag für Einheit nichts, nur der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat sich leicht vergrößert.

 

Die dreiwöchige Spielpause merkte man den Rot-Weißen irgendwie über die gesamte Spielzeit hinweg an. Bereits zu Beginn der Partie war Sand im Getriebe und die Gäste aus Apolda lagen nach fünf Minuten 1:3 in Führung. Mit Toren von Pecek und Danowski gelang dann der 3:3-Ausgleich. In der Folge entwickelte sich eine offene Begegnung, in der sich keine Mannschaft absetzen konnte. Einheit brachte mit einer starken Defensivleistung die Gäste immer wieder in Bedrängnis, doch irgendwie landete der Ball dann nicht in den Maschen. Im Angriff setzte Mittelmann David Zbiral gewohnt Akzente und seine Nebenleute in Szene. Dennoch fehlte im Vergleich zu den vorherigen Auftritten des Teams etwas. Gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es Einheit, sich auf 13:10 abzusetzen. Ein schlecht verteidigter direkter Freiwurf der Apoldaer bescherte den 13:11-Halbzeitstand. 

 

Nach dem Seitenwechsel kamen die Rot-Weißen frischer und dynamischer aus der Kabine. In der Abwehr präsentierten sich die Spitzenstädter wieder bärenstark und so gelang der ein oder andere Ballgewinn, der auf der Gegenseite in Tore umgewandelt werden konnte. Die Hausherren setzten sich so Schritt für Schritt weiter ab und führten Mitte der zweiten Halbzeit mit 23:18. Die Partie schien entschieden und irgendwie hatte sich das auch in den Köpfen der Spieler festgesetzt. Apolda nahm Mittelmann Zbiral in Manndeckung. Die Angriffsbemühungen der Hausherren verpufften. Reihenweise vergab man nun Torchancen oder leistete sich Fehler. Apolda nutzte dies, um eine Minute vor Schluss auf den 24:24-Ausgleich zu erzielen. Einheit hatte die Möglichkeit die Begegnung in der letzten Minute noch für sich zu entscheiden, doch das erzwungene Kreisanspiel fand keinen Abnehmer. „Wenn du in 12 Minuten nur ein Tor machst, kannst du das Spiel auch mit einem Vorsprung von fünf Toren nicht gewinnen. Es lag nicht daran, dass Apolda so dominant und gut war, bei uns haben einfach Wille und Entschlusskraft im Angriff gefehlt. Wir haben heute wie mit angezogener Handbremse gespielt und die Partie auf die leichte Schulter genommen. Ich bin sehr enttäuscht“, so Trainer Vasile Sajenev nach dem Abpfiff. Nach diesem Unentschieden bleibt Einheit auf Rang acht in der Mitteldeutschen Oberliga. Da die Teams im hinteren Teil der Tabelle ihre Spiele verloren haben vergrößert sich der Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz auf drei Punkte. 

 

HCE Plauen: Misar, Corda, Gemeinhardt, Krüger (3), Burda (4), Höpner, Broz (1), Zbiral (5), Danowski (6/1), Pecek (4), Dolak (1), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Apolda: Ban (6/1), Rajic (4), Dippmann, Wenke (5), Berceanu, Poschbeck, Langer, Pristas (4/1), Heinemann J. (4), Toskoskii, Heinemann N. (1), Trainer Andreas Schöppe

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 2 für Apolda

Zeitstrafen: 4 für Plauen, 2 für Apolda

Zuschauer: 413

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit vergibt Doppelpunktgewinn
Foto: Einheit vergibt Doppelpunktgewinn

Einheit will Mittelfeldplatz festigen

(23.10.2019)

Dem HC Einheit Plauen stehen spannende Wochen bevor. Nach einem guten Start in die Saison, einem ausgeglichenen Punktekonto (6:6) und aktuell Platz 8 in der Mitteldeutschen Oberliga können die Plauener bereits am kommenden Samstag weiter Boden gut machen im Kampf um das Saisonziel Klassenerhalt. Zu Gast ist in der Einheit-Arena ab 16 Uhr dann der HSV Apolda. Eingebettet ist das Spiel in den vom Deutschen Handballbund initiierten Tag des Handballs. 

 

Mit dem HSV Apolda kommt der Zehnte (4:8) der Mitteldeutschen Oberliga in die Spitzenstadt. Die Thüringer sind nicht wie erwartet in die Saison gestartet. Unter dem im Sommer neu verpflichteten Trainer Robert Flämmich gab es nur den Sieg gegen den USV Halle (26:22) zu feiern. Gegen Bad Blankenburg, Pirna/Heidenau, Köthen und Delitzsch musste man jeweils Niederlagen einstecken. Deshalb hat der Vorstand in der vergangenen Woche reagiert und Robert Flämmich seiner Aufgaben als Trainer entbunden. Interimstrainer ist nun Michal Mrozek, ihm zur Seite steht Andreas Schöppe. Ob es diese Maßnahme war, die dazu führte, dass Apolda am vergangenen Samstag mit 30:22 gegen den HC Aschersleben gewann, ist fraglich. Doch meistens führt ein Trainerwechsel zu einem Ruck in der Mannschaft. Das könnte auch der HC Einheit Plauen am kommenden Samstag zu spüren bekommen. Die Spitzenstädter wollen an die Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen und auch gegen Apolda Heimstärke beweisen. Der Gegner scheint den Plauenern auf jeden Fall zu liegen. In der letzten Saison konnten beide Spiele gegen Apolda gewonnen werden. „Ich denke wir haben mehr als einmal gezeigt, dass wir das Potenzial haben, um in der Mitteldeutschen Oberliga mitzuspielen. Dazu müssen wir aber von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas geben, dürfen uns keine Fehler erlauben und müssen druckvoll und konsequent agieren“, erklärt Einheit-Trainer Vasile Sajenev. Für den kleinen Kader der Spitzenstädter ist das eine große Herausforderung. Zuletzt hat das gut funktioniert. „Wir sind konditionell dazu in der Lage. Auch die drei Wochen Spielpause ändern daran nichts“, ist sich Trainer Jan Richter sicher. Verletzungsbedingt fehlen wird bei den Spitzenstädtern weiterhin Levin Kies. Ansonsten sind alle Spieler an Bord. Die Verantwortlichen hoffen natürlich trotz vielen Parallelveranstaltungen auf eine gut gefüllte Einheit-Arena. „Wir brauchen unsere Fans im Rücken. Sie sind gerade zuhause unser Antrieb, alles zu geben und auch mal über die Schmerzgrenze zu gehen. Also kommt am Samstag vorbei und feuert uns lautstark an“, fordert Kreisläufer Martin Danowski die rot-weißen Fans auf.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit will Mittelfeldplatz festigen
Foto: Einheit will Mittelfeldplatz festigen

Dein Team - Kader 2019/20: Der Flügelflitzer

(20.10.2019)

In dieser Reihe wollen wir Euch den diesjährigen Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vorstellen. Heute: der Flügelflitzer

 

Dominik Pecek gehört seit Dezember 2017 zu unserem Oberliga-Kader. Er wechselte aus der Bayernliga in die Spitzenstadt und ist hier mittlerweile auch heimisch geworden. Nach einer kleinen gesundheits- und berufsbedingten Auszeit schnürt er seit Ende letzter Saison wieder die rot-weißen Handballschuhe. Der gebürtige Kroate ist als Linkshänder auf der rechten Außenbahn zu finden. Seine Stärke sind Eins-gegen-eins-Situationen, mit denen er für das ein oder andere überraschende Tor sorgen kann. Wie für einen Außenspieler üblich, kann Dominik auch als "Flügelflitzer" bezeichnet werden. Ist er bei einem Konter doch blitzschnell vorm gegnerischen Tor zu finden. Wir freuen uns, dass Dominik mit seiner Schnelligkeit und seinem Spielwitz auch in dieser Saison für den HC Einheit Plauen auf Torejagd geht. 

Foto zur Meldung: Dein Team - Kader 2019/20: Der Flügelflitzer
Foto: Dein Team - Kader 2019/20: Der Flügelflitzer

Injoy Syrau übernimmt Spielerpatenschaft

(15.10.2019)

Seit dieser Saison kann man für unsere Spieler der ersten Mannschaft eine Patenschaft übernehmen. Einer der Ersten, der von dieser Möglichkeit Gebrauch machte, war das Injoy Syrau. Geschäftsführer Florian Köttnitz, selbst aktiver Sportler, war von der Idee begeistert und suchte sich gleich unseren Kreisläufer Martin Danowski aus. Das Injoy Syrau ist seit dieser Saison Fitnesspartner unserer ersten Mannschaft. „Martin trainiert regelmäßig bei uns, da war die Wahl für mich ganz einfach. Wir hoffen ihn und den Verein mit dieser Patenschaft unterstützen zu können“, so Florian Köttnitz. Ab sofort trägt Martin daher neben den anderen Sponsoren auf seinem Trikot extra noch das Logo seines Paten. Danke, Injoy Syrau!

Foto zur Meldung: Injoy Syrau übernimmt Spielerpatenschaft
Foto: Injoy Syrau übernimmt Spielerpatenschaft

Im Stadtderby auf Augenhöhe

(06.10.2019)

Das war spannend bis zum Schluss! Und trotz einer 25:29-Niederlage im Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa kann der HC Einheit Plauen stolz sein auf die gezeigte Leistung. Eine viel diskutierte Schiedsrichterentscheidung brachte die Hausherren zwar kurz aus dem Tritt, dennoch boten sie den Randplaunern über die komplette Spielzeit die Stirn und waren nah dran an einer Sensation. Die Stimmung in der mit mehr als 1000 Zuschauern gefüllten Einheit-Arena war der eines Derby mehr als würdig.

 

Nach dem Abpfiff zeigte sich das Einheit-Trainerteam Sajenev/Richter mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. „Die Jungs hat aufopferungsvoll gekämpft, sich nie aufgegeben und in meinen Augen waren wir sogar spielerisch die bessere Mannschaft. Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat, können wir erhobenen Hauptes aus der Partie gehen“, resümierte Trainer Vasile Sajenev. Einheit startete glänzend in das Spiel, während Oberlosa mit der aggressiven und konsequenten Abwehrarbeit der Hausherren Probleme hatte. Nach 10 Minuten und beim Stand von 6:2 war Gästetrainer Petr Hazl bereits gezwungen eine Auszeit zu nehmen, um auf die Geschehnisse auf dem Parkett zu reagieren. Im Anschluss gelangen zwar drei Tore in Folge, doch Einheit blieb davon unbeeindruckt. Vier Tore durch Martin Danowski und der alte Abstand war beim 10:6 wieder hergestellt. Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Mittelmann David Zbiral und Kreisläufer Martin Danowski bereitete der Oberlosaer Abwehr Schwierigkeiten. Auf beiden Seiten häuften sich nun Fehler, die die Randplauener nutzen konnten, um den Rückstand auf zwei Tore zu verkürzen. In der 23. Minute kam es dann zu einer Schiedsrichterentscheidung, die nach dem Spiel zu vielen Diskussionen führte. Nach einem Foul an seinem Gegenspieler wurde Martin Danowski von den Unparteiischen disqualifiziert. Für ihn war die Partie damit beendet. „Aus meiner Sicht hätte ich von den Schiedsrichtern hier etwas mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Die rote Karte kann man geben, muss man aber nicht. Es ist schade, dass das Spiel so entschieden wurde“, erklärt Einheit-Trainer Jan Richter auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Die Folgezeit bis zur Halbzeitpause konnte Einheit auch dank eines spektakulären Kempa-Tores durch Maximilian Krüger schadlos überstehen und den Vorsprung von zwei Toren halten. Beim Stand von 14:12 wurden die Seiten gewechselt.

Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten die Gäste. Drei Tore in Folge und Einheit lag 14:15 zurück. Nach einer Auszeit fingen sich die Spitzenstädter. In der Abwehr kämpften sie verbissen um jeden Ball. Im Angriff allerdings fehlte es in dieser Phase an Durchschlagskraft. Beim Stand von 17:22 Mitte der zweiten Halbzeit schien die Partie entschieden. Doch Einheit stemmte sich, lautstark unterstützt von den rot-weißen Fans, gegen die drohende Niederlage. Insbesondere Mannschaftskapitän Maximilian Krüger ging mit gutem Beispiel voran und übernahm Verantwortung. Er stellte fünf Minuten vor Schluss den umjubelten 23:24 Anschlusstreffer her. Das Spiel war wieder offen. Der darauffolgende Wurf von Fritz Höpner zum Ausgleich landete leider nur am Pfosten. Einheit setzte nun alles auf eine Karte und ging zur Manndeckung über, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Diese Taktik ging auch aufgrund des Kräfteverschleißes nicht auf. „Die Niederlage war knapp. Aber den Jungs muss man zu dieser Leistung gratulieren. Das war heute richtig gute Werbung für uns und ich hoffe, dass viele Zuschauer am 26.10. gegen Apolda wieder in die Halle finden und uns unterstützen. Die Mannschaft hat es auf jeden Fall verdient“, so Trainer Vasile Sajenev.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Gemeinhardt, Krüger (8/1), Burda (2), Höpner (1), Broz (1), Zbiral (1), Danowski (7/3), Pecek (3), Dolak (2), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SV 04 Oberlosa: Kveton, Fort, Wetzel (1), Weikert (1), Roth (1), Trommer-Ernst (7), Mertig (2/2), Klaus, Richter, Hertel (3), Kolomaznik (3), Multhauf (5/1), Flämig, Rahn (6), Trainer Petr Hazl, Co-Trainer Richard Wander

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 4 für Oberlosa

Zeitstrafen: 4 für Plauen, 4 für Oberlosa

Disqualifikation: 1 für Plauen

Zuschauer: 1083

 

(slu)

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Foto: Im Stadtderby auf Augenhöhe

Wer gewinnt das große Plauener Derby?

(03.10.2019)

Drei faustdicke Überraschungen glückten dem HC Einheit (5. Platz | 6:4 Punkte) bereits. Jetzt würden die Plauener am Samstag auch gerne noch das Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa (8. Platz | 4:6 Punkte) gewinnen. Los geht’s 16 Uhr. Die letzten Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse, die 14 Uhr öffnet. Der Einlass in die Sporthalle Wieprechtstraße erfolgt ab 15 Uhr. Im Vorverkauf wurden 700 Tickets abgesetzt.

 

Seit Tagen diskutieren die Fans über die „Mutter aller Handballspiele im Vogtland“. Solch eine schizophrene Konstellation im spitzenstädtischen Sport gab es nämlich noch nie. Denn von der Sache her hat Oberlosa aufgrund des großen über Jahre eingespielten Kaders die klar bessere Mannschaft. Die Schwarz-Gelben wurden vor der Saison sogar als meist genannter Aufstiegsanwärter gehandelt. Jetzt aber rangieren die Oberlosaer in der Tabelle hinter der „Einheit“, die als zuvor meistgenannter Abstiegsaspirant bereits zwei Spitzenklubs – nämlich Pirna/Heidenau (29:26) und Delitzsch (30:26) – ohne Punkte aus der eigenen Sporthalle verabschiedete. Einheit-Trainer Jan Richter weiß, „dass wir uns eine große Chance erarbeitet haben, endlich einmal wieder um den Derbysieg kämpfen zu können.“ Beim SV 04 Oberlosa ging es unterdessen seit dem Tiefpunkt im Jahr 2004 (5. Platz in der Bezirksliga) fast pausenlos voran. Als „Vorwärtsverein“ wurde Oberlosa dabei schon einmal vom Stadtrivalen böse ausgebremst. Jan Richter erinnert sich „an mein erstes Jahr in Plauen und an den Derbysieg in der Verbandsliga. Ich durfte damals dabei sein, als wir mit unserer zweiten Mannschaft eine kleine Sensation geschafft haben.“ Der letzte Derbysieg einer ersten Mannschaft des HC Einheit gegen Oberlosa liegt 18 Jahre zurück, da zwischenzeitlich beide Vereine in unterschiedlichen Spielklassen agierten. So gesehen könnte es am Samstagnachmittag ein historischer Tag werden: „Wir haben nichts zu verlieren und freuen uns auf eine volle Halle“, kündigt HCE-Kapitän Maximilian Krüger an. SV-Trainer Petr Hazl ist sich im Klaren darüber, dass es vor allem ums Nervenkostüm gehen wird. „Wir dürfen keine Panik schieben. Wir haben nach fünf Spieltagen bereits drei Niederlagen kassiert, weil wir unser Potenzial nicht über die gesamte Spielzeit abrufen konnten.“ Zuletzt aber präsentierten sich die „Nullvierer“ gegen Spitzenreiter Burgenland (25:29) bis sieben Minuten vor Schluss ebenbürtig. Die Frage lautet nun vor dem Derby: Kann der SV 04 Oberlosa das Tempo machen, mit dem er in der vergangenen Saison Vizemeister wurde? Einheit-Trainer Vasile Sajenev hat sich alle Spiele des Gegners angesehen und wahrscheinlich einige Schwachstellen erkannt. Seine Erkenntnisse wird der Coach „aber nur unseren Spielern mitteilen. Vielleicht können wir den Gegner darin hindern, uns sein Spiel aufs Auge zu drücken.“ Beim HC Einheit hat sich Levin Kies letzte Woche im Training böse verletzt. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Der 18-Jährige fällt aber als einziger Rotweißer aus. Bei den Schwarz-Gelben ist alles an Deck. „Wir wollen natürlich zurück in die obere Tabellenhälfte, wissen aber genau, dass der HC Einheit in dieser Saison ein ganz anderes Kaliber ist als letztes Jahr", kündigen die Gäste an.

 

(kare) 

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Foto: Wer gewinnt das große Plauener Derby?

Einheit feiert deutlichen Auswärtssieg

(29.09.2019)

Es läuft beim HC Einheit Plauen! Die Spitzenstädter feierten nach zwei Heimsiegen in Folge am vergangenen Samstag den ersten Auswärtssieg. Beim HC Aschersleben dominierten die Plauener in der zweiten Halbzeit und gewannen am Ende verdient und deutlich mit 34:25. Das bedeutet nach fünf Spieltagen Platz fünf in der Mitteldeutschen Oberliga. Eine Platzierung, die Einheit zu Saisonbeginn niemand zugetraut hätte. 

 

Das Trainerteam Sajenev/Richter fand nach dem Abpfiff nur lobende Worte für die Mannschaft. „Das Ergebnis ist der Lohn unserer harten Trainingsarbeit der letzten Wochen und der Disziplin der Mannschaft“, freut sich Trainer Vasile Sajenev. „Wir haben zu hundertprozentig das umgesetzt, was wir spielen wollten.“ Dass es in Aschersleben nicht leicht werden würde, Punkte zu erzielen, machten die Gastgeber von Anfang an deutlich. Bis Mitte der ersten Halbzeit lag Einheit immer mit ein bis zwei Toren in Rückstand. Die Abwehr benötigte etwas Zeit, um sich auf den gegnerischen Angriff einzustellen. Im Angriff leitete Einheit-Mittelmann David Zbiral das Spiel ruhig und konzentriert. So gelang es immer wieder zum Torerfolg zu kommen. Matyas Burda erzielte in der 14. Minute den 9:9-Ausgleich. In der Folge wurden die Spitzenstädter in der Abwehr präsenter und es gelangen immer wieder Ballgewinne, die in schnelle und einfache Tore umgesetzt werden konnten. So wuchs der Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf 18:15 an. 

 

Anders als in den Partien zuvor leisteten sich die Spitzenstädter nach dem Seitenwechsel keine Schwächephase, sondern machten dort weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatten. „Ein besonderes Lob muss ich heute unserer Abwehr machen. Krüger, Burda und Broz haben im Zentrum einen richtig guten Job gemacht“, lobte Trainer Sajenev. Aus dieser sicheren Abwehr heraus erzielten die Spitzenstädter Tor um Tor. Auch eine Unterzahlsituation aufgrund einer Zeitstrafe gegen Broz änderte daran nichts. Aschersleben kam nur sporadisch zum Torerfolg, dank einer starken Torhüterleistung von Jan Misar. Zehn Minuten vor Spielende betrug der Vorsprung der Spitzenstädter beim Stand von 29:19 bereits zehn Tore. Das Trainerteam Sajenev/Richter nutzte die Gelegenheit alle Spieler einzusetzen. „Auch das tat unserem Spiel keinen Abbruch. Die Spieler haben sich nahtlos eingefügt. Das freut uns. Wir haben heute deutlich gezeigt, dass wir auf dem Feld und auch daneben gemeinsam mit unseren Fans eine Einheit sind“, sagt Trainer Richter. Am Ende gewann Einheit verdient mit 34:25. Das verspricht Spannung für das Stadtderby am kommenden Samstag. Dann trifft Einheit um 16 Uhr auf den Stadtrivalen SV 04 Oberlosa, der sein Spiel gegen den HC Burgenland am Wochenende verloren hat und in der Tabelle überraschend hinter Einheit rangiert.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Gemeinhardt, Krüger (8/2), Burda (5), Höpner (1), Broz (4), Zbiral (2), Danowski (11/4), Pecek (1), Dolak (2), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Chistian Ulbricht

 

HC Aschersleben: Kommoß (4/1), Cieszynski (3), Seifert P., (5/2), Filippov (6), Thäder, Illig, Weber (2), Nupnau (1), Uhlig (1), Hasselbusch (2), Schmidt, Gudonis, Seifert F. (1), Trainer Dmitri Filippov

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 3 für Aschersleben

Zeitstrafen: 3 für Plauen, 6 für Aschersleben

 

(slu)

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Foto: Einheit feiert deutlichen Auswärtssieg

Mit Schwung zum ersten Auswärtssieg

(26.09.2019)

Nach zwei Heimsiegen strebt der HC Einheit Plauen nun den ersten Auswärtssieg an. Die Spitzenstädter spielen am kommenden Samstag um 19 Uhr beim HC Aschersleben und rechnen sich dort gute Chancen aus. Dazu müssen die Plauener aber genauso konzentriert zu Werke gehen wie in den letzten Partien. Doch der Gegner wird alles in die Waagschale werfen und konnte am vergangenen Spieltag einen überraschenden Sieg feiern.

 

Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen steht der HC Einheit Plauen derzeit auf Platz acht in der Mitteldeutschen Oberliga. Eine Platzierung, die viele den Spitzenstädtern zu Saisonbeginn nicht zugetraut haben. Als meist genannter Abstiegskandidat überrascht Einheit gerade zuhause mit konzentriertem und kämpferischem Spiel. Auswärts konnten die Spitzenstädter dies bisher noch nicht hundertprozentig umsetzen. „Wir haben in Halle und Köthen gezeigt, dass wir mithalten können. Aber wir haben uns zu viele Fehler geleistet und nicht bis zum Ende das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten“, resümiert Trainer Vasile Sajenev. So gab es trotz zwischenzeitlicher Führungen am Ende deutliche Niederlagen. Jetzt will Einheit den Schwung aus dem überzeugenden Sieg gegen Delitzsch mitnehmen und endlich auch auswärts den Hebel umlegen. „Wir brauchen uns nicht verstecken. Trotzdem wird es schwer gegen Aschersleben, denn sie konnten zuletzt überraschend gegen Oberlosa gewinnen und werden auch mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen“, vermutet Einheit-Trainer Jan Richter. Trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle hat die Mannschaft in der Woche gut trainiert. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass bis zum Wochenende alle Spieler wieder einsatzbereit sind. In der vergangenen Saison verloren die Spitzenstädter ihr Auswärtsspiel in Aschersleben, konnten dann in der Rückrunde in eigener Halle aber einen Sieg feiern.

 

Gegenüber der vergangenen Saison hat sich der Kader der Ascherslebener nur wenig verändert. Einem Abgang stehen zwei Neuzugänge gegenüber. Der Kern des Teams ist eingespielt. Der Start in die Spielzeit lief nicht ganz so wie erwartet. Einer Niederlage gegen Pirna/Heidenau, folgte ein Unentschieden zuhause gegen Köthen. In Delitzsch musste sich die Mannschaft von Trainer Dmitri Filippov geschlagen geben. Überraschend war der Heimsieg gegen den SV 04 Oberlosa. Damit steht Aschersleben derzeit auf Rang 10 in der Mitteldeutschen Oberliga. Nach vier Spieltagen sagt das allerdings wenig aus. 

 

(slu)

Foto zur Meldung: Mit Schwung zum ersten Auswärtssieg
Foto: Mit Schwung zum ersten Auswärtssieg

Einheit erwischt perfekten Tag

(22.09.2019)

Es gibt Tage, da klappt einfach alles. Einen solchen erwischte der HC Einheit Plauen am vergangenen Samstag. Nach einem großen Kraftakt und einem fast fehlerlosen Spiel schlagen die Spitzenstädter den favorisierten NHV Concordia Delitzsch sensationell und verdient mit 30:25. Sie feiern damit den zweiten Heimsieg in Folge und den besten Saisonstart seit drei Jahren. Mit 4:4 Punkten rangiert Einheit auf Rang sieben in der Mitteldeutschen Oberliga.

 

„Hätte uns vor dem Spiel heute jemand gesagt, dass wir gegen Delitzsch am Ende so deutlich gewinnen, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, so Trainer Jan Richter nach dem Spiel. „Wenn wir diszipliniert spielen und das umsetzen, was wir uns vornehmen, können wir jeden schlagen. Ich glaube, das haben wir heute eindrucksvoll bewiesen.“ Zu Beginn des Spiels hatten die Spitzenstädter mit den dynamisch vorgetragenen Angriffen der Delitzscher und der individuellen Klasse von Steve Baumgärtel ihre Probleme. Immer wieder ließen sich die Gäste nur durch Fouls stoppen. Die darauf folgenden Freiwürfe verwandelte der Delitzscher Frank Grohmann sicher. So lag Einheit nach wenigen Minuten mit 3:5 zurück. Doch bereits hier sah man, dass die Spieler um Mannschaftskapitän Maximilian Krüger den Kampf auf dem Parkett annahmen. Im Angriff spielten sie geduldig und nutzen die sich daraus ergebende Torchance konsequent. So stellte  Martin Danowski nach zehn Minuten den 5:5-Ausgleich her und David Zbiral brachte die Hausherren Mitte der ersten Halbzeit mit 8:7 in Führung. Das Trainerteam Sajenev/Richter zeigte bereits zu diesem Zeitpunkt Mut und wechselte munter, um die Kräfte zu schonen. Dies tat dem Plauener Spiel sowohl im Angriff als auch in der Abwehr keinen Abbruch. Selbst eine Unterzahlsituation überstand Einheit schadlos. Beim Stand von 13:11 ging es in die Halbzeitpause.

 

„Wenn man heute etwas zu kritisieren hat, dann die vier Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit. Hier waren wir wie immer noch nicht hundertprozentig fokussiert. Das passiert uns leider immer wieder“, ärgert sich Trainer Sajenev. Diese Phase nutzte Delitzsch und stellte mit drei Toren in Folge den 14:14-Ausgleich her. Nun wurde es auf dem Spielfeld hektisch. Zwei Zeitstrafen gegen Broz und Dolak brachten Einheit in doppelte Unterzahl. Eine schwierige Situation, in der das Spiel hätte kippen können. Delitzsch ging auch in Führung, aber der Vorsprung betrug nur ein Tor. Die Spitzenstädter spielten routiniert und abgeklärt weiter, erarbeiteten sich Torchancen und lagen Mitte der zweiten Halbzeit mit 20:18 in Front. Der ein oder andere Einheit-Fan machte sich Hoffnung, dass heute gegen den bis dahin ungeschlagenen Favoriten aus Delitzsch doch etwas Zählbares erreicht werden könnte. Dank einer starken Abwehrarbeit und einem gut aufgelegten Josef Pour im Tor gelang Delitzsch in der Folgezeit wenig. Man merkte den Concorden nun zunehmend ihre Verunsicherung an. Mit vier Toren in Folge setzte Einheit sich auf 25:20 ab, fünf Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung dann sogar 28:21. Die letzten Minuten musste Einheit zwar wieder in Unterzahl agieren, aber der Sieg war nicht mehr in Gefahr und die Einheit-Fans feierten bereits auf der Tribüne. Der Jubel nach der Schlusssirene beim Stand von 30:25 war groß.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Kies, Gemeinhardt, Krüger (5), Burda (6), Broz (5), Zbiral (2), Danowski (9/3), Pecek (2), Dolak (1), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Chistian Ulbricht

 

NHV Concordia Delitzsch: Günther (3), Grohmann (5/4), Baumgärtel (6), Prautzsch (1), Voigt, Müller, Herholc, Sowada (4), Zierau (1), Schmidt, Meiner, Brodowski (1), Wendlandt (2), Amtsberg (2)

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Delitzsch

Zeitstrafen: 6 für Plauen, 3 für Delitzsch

Disqualifikation: 1 für Plauen, 1 für Delitzsch

Zuschauer: 410

 

(slu)

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Foto: Einheit erwischt perfekten Tag

Einheit hat harte Nuss zu knacken

(19.09.2019)

Der HC Einheit Plauen hat am kommenden Samstag wieder Heimrecht. Dann empfangen die Spitzenstädter um 16 Uhr den NHV Concordia Delitzsch. Das wird eine schwere Aufgabe für die Einheit-Mannen, denn Delitzsch ist noch ungeschlagen und konnte vor zwei Wochen überraschend beim SV 04 Oberlosa gewinnen. Das Trainerteam Sajenev/Richter hofft nach der Niederlage in Köthen auf eine ähnliche Reaktion wie zuletzt im Heimspiel gegen Pirna.

 

Der HC Einheit ist besser in die Saison gestartet, als von vielen Kritikern erwartet. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen stehen die Plauener derzeit auf Platz neun in der Mitteldeutschen Oberliga. Sowohl bei der Niederlage in Halle (25:32) als auch in Köthen (25:32) konnten die Spitzenstädter mithalten auch wenn die deutlichen Ergebnisse etwas anderes vermuten lassen. „Das stimmt und positiv und macht Hoffnung, erklärt Trainer Vasile Sajenev. „Wir kennen unsere Defizite und können daran arbeiten“. Sein Trainerkollege Jan Richter ergänzt: „Uns fehlt es noch an der nötigen Konzentration und Kontinuität im Spiel über 60 Minuten. Dan machen wir zu viele Fehler, die vom Gegner eiskalt bestraft werden.“ Gegen Concordia Delitzsch müssen die Spitzenstädter bis an ihre Grenzen gehen, wollen sie etwas Zählbares erreichen. Im ersten Heimspiel gegen Pirna haben sie gezeigt, dass sie da können. „Es ist eine einfache Sache. Zuhause mit den Zuschauern im Rücken müssen wir so viele Punkte wie möglich holen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, erklärt Martin Danowski, der bisher beste Torschütze der Plauener. Aber auch er weiß, dass das am Samstag gegen Delitzsch schwer wird. „Concordia hat einen guten ausgeglichenen Kader und natürlich einige Akteure mit höherklassiger Erfahrung in ihren Reihen.“ Gemeint sind Steve Baumgärtel und Frank Grohmann. Baumgärtel wechselte diese Saison vom Drittligisten SG LVB Leipzig nach Delitzsch, zuvor spielte er aber schon jahrelang in der 2. Bundesliga unter anderem beim SC DHfK Leipzig und dem HV Dessau-Roßlau. Frank Grohmann kam bereits 2018 nach Delitzsch vom Drittliga-Absteiger HSV Bad Blankenburg. Neben diesen erfahrenen Spielern stehen im Kader auch gut ausgebildete Handballer aus den Leistungszentren der Region. Wenn man diesen Vergleich bemühen will, wird das Spiel am Samstag eine Partie David gegen Goliath. Aber vielleicht kann der HC Einheit Plauen am Ende doch überraschend jubeln.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit hat harte Nuss zu knacken
Foto: Einheit hat harte Nuss zu knacken

Dein Team - im Hintergrund: Kay Säckel

(17.09.2019)

Eigentlich stellen wir Euch in dieser Reihe den Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vor. Doch allein mit den Spielern und Offiziellen ist es nicht getan. Viele Menschen arbeiten ehrenamtlich im Hintergrund und sorgen so für einen meist reibungslosen Ablauf. Diesen "guten Seelen" wollen wir ein Gesicht geben und werden sie ab sofort ebenfalls vorstellen.

 

Er ist der unscheinbarste Akteur an einem Heimspieltag und doch freut sich jeder am nächsten Tag über seine Arbeit. Egal, ob Sieg oder Niederlage - er hält alles fest: unser "Haus- und Hof-Fotograf" Kay Säckel. Wie lang Kay schon im Verein tätig ist? Diese Frage kann nicht einmal er genau beantworten, aber es ist schon locker über ein Jahrzehnt. Unser Fotograf ist immer zur Stelle, nicht nur bei Heimspielen, auch auswärts sieht man ihn ab und an am Spielfeldrand sitzen. Dabei gehört Handball nicht gerade zu den Sportarten, die sich leicht fotografieren lassen. Kay schafft es aber immer wieder unsere Jungs gekonnt in Szene zu setzen. Aber auch bei weniger hektischen Veranstaltungen des Vereins hält er immer seine Kamera bereit. Also wer ihn das nächste Mal sieht: Bitte lächeln!

Foto zur Meldung: Dein Team - im Hintergrund: Kay Säckel
Foto: Dein Team - im Hintergrund: Kay Säckel

Einheit fehlt noch die Konstanz

(15.09.2019)

Erste Halbzeit top, zweite Halbzeit flop. So könnte man das Spiel des HC Einheit Plauen bei der HG Köthen am vergangenen Samstag zusammenfassen. Nach einer starken ersten Halbzeit fanden die Plauener im zweiten Spielabschnitt sowohl im Angriff als auch in der Abwehr keine erfolgreichen Lösungen mehr. Am Ende mussten sie sich mit 25:32 (l11:11) geschlagen geben. In der Tabelle der Mitteldeutschen Oberliga bedeutet das Platz neun.

 

Einheit startete gut in die Partie. Mit einem Doppelpack von Maximilian Krüger und einem Treffer von David Zbiral gingen die Spitzenstädter nach fünf Minuten mit 3:0 in Führung. Köthen brauchte ein paar Minuten, um ins Spiel zu kommen. Ursache dafür war die Abwehrleistung der Spitzenstädter mit einem gut aufgelegten Josef Pour im Tor. Einheit erarbeitete sich so einen Vorsprung von bis zu vier Toren. Doch in der Folge fanden die Gastgeber besser in die Partie und Einheit geriet etwas aus dem Tritt. Beim Stand von 9:9 nach zwanzig Minuten war der Vorsprung verspielt und die Partie vollkommen offen. Auf beiden Seiten häuften sich die Fehler. Die Plauener hatten die Chance mit einer Führung in die Halbzeitpause zu gehen, doch in Unterzahl kassierten sie mit dem Pausenpfiff das 11:11 Unentschieden.

 

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes ging Einheit jeweils mit einem Tor in Führung, Köthen konnte im Gegenzug ausgleichen. Eine Zeitstrafe gegen Martin Broz beim Stand von 13:13 brachte die Mannschaft des Trainerteams Sajenev/Richter ins Hintertreffen. Überhastete und fehlerhafte Aktionen im Angriff nutzte Köthen konsequent aus und Einheit geriet mit 13:16 in Rückstand. Wieder vollzählig auf dem Parkett gelangen Jakub Dolak und Maximilian Krüger die Tore zum Anschlusstreffer. Die letzten zwanzig Minuten das Spiels versprachen spannend zu werden. Doch es sollte anders kommen. Einheit hatte zunehmend Probleme zum Torerfolg zu kommen. Nur noch sporadisch erzielten die Spitzestädter Tore. Köthen nutzte jeden Fehler oder Fehlwurf der Plauener zu eigenen Treffern. So wuchs der Rückstand weiter an. „Es fehlte uns in dieser Phase einfach an Konsequenz und Konzentration. Wir haben zu unüberlegt und überhastet agiert. Hinzu kamen mehrere Unterzahlsituationen, die es schwierig machten, unser Spiel durchzuziehen“, erklärt Trainer Vasile Sajenev. Am Ende unterlag Einheit deutlich mit 25:32. „Trotz der Niederlage haben wir auch positive Aspekte gesehen“, sagt Trainer Jan Richter nach dem Spiel. „In der ersten Halbzeit war unsere Abwehrleistung richtig stark. Auch wenn der Endstand anderes vermuten lässt, können wir anders als in der vergangenen Saison mit Mannschaften wie Köthen mithalten. An unseren Defiziten werden wir arbeiten, um die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu erkämpfen.“

Am kommenden Samstag hat der HC Einheit Plauen wieder Heimrecht. Dann erwarten die Spitzenstädter mit dem bisher ungeschlagenen NHV Concordia Delitzsch eine richtige schwere Nuss in der Einheit-Arena. Anpfiff ist 16 Uhr.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Kies (1), Gemeinhardt, Krüger (6/4), Burda (2), Höpner, Broz (4), Zbiral (3), Danowski (7/1), Pecek (1), Dolak (1), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm

 

HG 85 Köthen: Krug (8), Groll (2), Uelsmann, Hoffmann (3), Najmann (4), Preickschath, Hensen (5), Kanzler, Serfas, Alter, Just (8), Le (1), Konsel (1), Trainer Bodo Kreutzmann

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Köthen

Zeitstrafen: 6 für Plauen, 4 für Köthen

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit fehlt noch die Konstanz
Foto: Einheit fehlt noch die Konstanz

Dein Team - Kader 2019/20: Der Erfahrene

(13.09.2019)

In dieser Reihe wollen wir Euch den diesjährigen Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vorstellen. Heute: der Erfahrene

Unser Pepe, mit bürgerlichem Namen Josef Pour, steht seit 2017 bei uns zwischen den Pfosten. Mit seinen 34 Jahren ist er im besten Torhüteralter und dies stellt er auch immer wieder eindrucksvoll unter Beweis. Mit seiner Erfahrung bringt er gegnerische Werfer, insbesondere von den Außenpositionen immer wieder zum Verzweifeln. Auf seinem Weg zu uns durchlief er verschiedene Stationen, zuletzt war er beim ZHC Grubenlampe aktiv, bevor er in die Spitzenstadt kam. Geboren ist Pepe in Koprivnice, der Stadt, die viele nur durch den berühmten Langstreckenläufer Emil Zatopek kennen. Aber dass in Koprivnice auch Handball gespielt wird, hat sein ehemaliger Club beim diesjährigen SpitzenCup bewiesen. Dort holte sich der tschechische Erstligist den begehrten Pokal. Pepe ist als Torhüter nicht nur im Spiel der Rückhalt seines Teams, auch außerhalb des Spielfeldes hilft seine Erfahrung dem ein oder anderen Spieler in allen Lebenslagen.

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Foto: Dein Team - Kader 2019/20: Der Erfahrene

Wir brauchen uns nicht verstecken

(12.09.2019)

Ein Sieg gibt Rückenwind und Selbstvertrauen. Genau das will der HC Einheit Plauen am kommenden Samstag mit nach Köthen nehmen. Dort kämpfen die Spitzenstädter um 19 Uhr um weitere Punkte in der Mitteldeutschen Oberliga. Nach dem Heimsieg vergangene Woche gegen Pirna wollen die Plauener an die Leistung anknüpfen und auch auswärts endlich einmal wieder punkten. Unmöglich scheint das nicht.

 

In der vergangenen Saison holte Einheit lediglich drei Punkte auswärts. Das soll in dieser Spielzeit anders werden. „Wir haben uns in Halle eigentlich nicht schlecht präsentiert. Nur unsere Fehlerquote war an diesem Tag zu hoch. Das haben wir vergangene Woche gegen Pirna deutlich besser gemacht und konnten so zwei Punkte erzielen“, resümiert Trainer Vasile Sajenev. Die Marschrichtung gegen Köthen ist also klar. Unter der Woche wurde intensiv am Angriffs- und Abwehrverhalten gearbeitet. Auch Kondition stand mit auf dem Programm. „Aufgrund unseres kleinen Kaders sind Kondition und Konzentration insbesondere in der zweiten Halbzeit ganz wichtige Faktoren. Die Liga ist auch in diesem Jahr wieder so eng, dass Spiele buchstäblich in letzter Sekunde entschieden werden und da brauchen wir einen kühlen Kopf“, erklärt Trainer Jan Richter. Einheit überzeugte beim Sieg gegen Pirna genau damit. Trotz einer kurzzeitigen Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Spitzenstädter zurück und konnten sich dank einer konzentrierten Leistung am Ende durchsetzen. Mit einem Sieg und einer Niederlage stehen die Spitzenstädter auf Rang acht der Tabelle in der Mitteldeutschen Oberliga. „Es ist tatsächlich ein schönes Gefühl und nimmt uns auch etwas den Druck nicht von Anfang an hinten drin zu stehen. Damit das so bleibt, wollen wir gegen Köthen punkten“, so Mannschaftskapitän Maximilian Krüger.

 

Köthen rangiert derzeit hinter den Spitzenstädtern auf Rang 10. Im ersten Saisonspiel musste die Mannschaft von Trainer Dr. Bodo Kreutzmann eine 27:30-Niederlage gegen Delitzsch hinnehmen. Vergangene Woche erreichten sie ein 26:26 Unentschieden gegen Aschersleben. Der Kader der Köthener hat sich leicht verändert. Kapitän Martin Lux fungiert in dieser Saison als Co-Trainer, Stefan Luther hat seine Karriere beendet. Damit fehlen zwei Leistungsträger. Vom HC Burgenland wechselten John Le und Max Najmann nach Köthen. Die anderen sieben Neuzugänge kommen aus der eigenen Jugend, der 2. Mannschaft sowie der SG Kühnau und dem Sonneberger HV. Nach dem nicht ganz optimalen Saisonstart wollen die Köthener am kommenden Samstag natürlich in eigener Halle gewinnen. Für alle rot-weißen Anhänger fährt der Bus zum Auswärtsspiel um 14:30 Uhr an der Einheit-Arena und 14:45 Uhr am Reusaer Eck.

 

(slu)

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Foto: Wir brauchen uns nicht verstecken

Einheit präsentiert sich zuhause stark

(08.09.2019)

Wer hätte das gedacht? Der HC Einheit Plauen gewinnt sein erstes Heimspiel in dieser Saison gegen die SG Pirna/Heidenau mit 29:26 (17:15). Die Spitzenstädter legen vor heimischer Kulisse einen starken Auftritt hin und feiern so die ersten zwei Punkte in der Mitteldeutschen Oberliga. Es war die erwartet deutliche Reaktion der Mannschaft nach der Auftaktniederlage vergangene Woche. Das Trainerteam zeigt sich mit der Leistung sehr zufrieden. Das macht auch Lust auf mehr.

 

Gegenüber der vergangenen Woche stand eine deutlich veränderte Mannschaft auf der Platte. Nicht personell, denn da können die Spitzenstädter bekanntlich nicht aus dem Vollen schöpfen. Aber das Trainerteam Vasile Sajenev und Jan Richter hatte die Mannschaft über die Woche scheinbar richtig eingestellt. Konzentriert und konsequent agierte Einheit von der ersten bis zur letzten Minute. Die Partie begann ausgeglichen. Beide Mannschaften erzielten bis zum Stand von 4:4 gleichermaßen Tore. Dann gelang es Einheit, sich durch Treffer von Broz und Pecek beim 6:4 das erste Mal abzusetzen. Doch Pirna war die erwartet schwere Nuss. Insbesondere Top-Torschütze der Gäste Torsten Schneider tankte sich immer wieder durch die Plauener Abwehr. Innerhalb weniger Minuten wurde so aus dem Vorsprung ein 7:9 Rückstand. Doch die Spitzenstädter blieben konzentriert, spielten im Angriff geduldig und nutzten ihre Chancen diesmal. Durch Tore von Danowski und Krüger gelang postwendend der Ausgleich. Eine Unterzahlsituation überstanden die Plauener ebenfalls schadlos und konnten sogar wieder in Führung gehen. Diese Führung gaben sie dann bis zur Halbzeitpause nicht mehr her. Beim Stand von 17:15 wurden die Seiten gewechselt.

 

Die ersten zwei Minuten nach Wiederanpfiff schien die Abstimmung in der Abwehr der Spitzenstädter noch nicht zu stimmen. Das nutzte Pirna um den 17:17 Ausgleich zu erzielen. In den folgenden Minuten wurde Pirna stärker und Einheit drohte das Spiel wie schon vergangene Woche aus der Hand zu geben. „Wir mussten den Spielfluss des Gegners an dieser Stelle unterbrechen und unsere Jungs kurz neu fokussieren. Deshalb haben wir eine Auszeit genommen und ich glaube, das war genau richtig“, erklärt Trainer Jan Richter. Die Abwehr der Plauener mit einem starken Torwart Josef Pour stand nun wieder wie ein Bollwerk. Vier Tore in Folge im Angriff machten aus einem 19:22-Rückstand eine 23:22-Führung. Die Einheit-Fans jubelten. Die Spitzenstädter fanden den Spielfaden wieder und erzielten Tor um Tor zur deutlichen 28:23-Führung. Die Tore der Gäste waren dann nur noch Ergebniskorrektur. Am Ende stand ein deutlicher 29:26 Erfolg. „Wir haben uns heute in allen Belangen deutlich verbessert gezeigt. In der Abwehr waren wir aggressiv und im Angriff haben wir viele richtige Entscheidungen getroffen. Das war heute richtig gut und daran werden wir in den nächsten Spielen versuchen anzuknüpfen“, sagt Trainer Vasile Sajenev.

 

HCE Plauen: Misar, Pour (2), Corda, Kies, Gemeinhardt, Krüger (5), Burda (1), Höpner, Broz (5), Zbiral (5), Danowski (5/4), Pecek (6), Dolak, Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SG Pirna/Heidenau: Möbius (2), Bergmann (3), Kurz, Gavrilovic (2), Vaicekauskas, Ultsch, Bruckner (1), Schneider (11/5), Ihl, Kusal (3), Heinold, Trkulja (3), Waller, Durcek (1), Trainer Dusan Milicevic

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 6 für Pirna

Zeitstrafen: 3 für Plauen, 4 für Pirna

Zuschauer: 403

 

(slu)

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Foto: Einheit präsentiert sich zuhause stark

„Die Mannschaft hat genügend Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen"

(07.09.2019)
 
Was lange währt, muss gut werden: Seit Dezember war der ehemalige Trainer des HC Glauchau/Meerane Vasile Sajenev im Gespräch, gemeinsam mit Jan Richter das Übungsleiterduo an der Seitenlinie des HC Einheit Plauen in der Mitteldeutschen Oberliga zu bilden, doch bis er schließlich Ja gesagt hatte, mussten sich noch einige Dinge wie von selbst klären - Im Interview mit Florian Wißgott sprach der ehemalige rumänische Nationalspieler über die aus der Not heraus geborenen speziellen Einheiten, verrät, was den Neuzugängen noch zur etablierten Stammkraft fehlt und erklärt, warum er sich sehnsüchtig nach Verstärkungen sehnt. 
 
Was hat dich überzeugt, beim HC Einheit Plauen Trainer der ersten Mannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga zu werden?
Nachdem ich mir eine kleine Auszeit vom Übungsleiterdasein gegönnt hatte, wollte ich jetzt wieder unbedingt im Handball aktiv sein. Ich nahm mir die Zeit, um das alles gut zu durchdenken und mit meiner Familie zu besprechen. Es gab einige Dinge zu klären und auch die Ligazugehörigkeit stand ja erst sehr spät fest, deshalb dauerte meine Bedenkzeit etwas länger. Dann habe ich mich schließlich dafür entschieden, mich hier erst einmal für ein Jahr mit Option auf ein Weiteres zu engagieren.
 
Erneut hatte der Verein riesiges Glück, dass die Mannschaft weiterhin in der vierten Liga auf Punktjagd gehen kann und trotzdem hat sie nach den Abgängen der drei Leistungsträger Viktor Beketov, Moritz Rahn sowie Pascal Wolf einen erheblichen Substanzverlust hinnehmen müssen, wie kann das vom Trainerteam kompensiert werden?
Erst einmal muss ja festgehalten werden, dass ein Großteil der Spieler schon jahrelang in der Oberliga auf diesem Niveau aktiv sind und deshalb lege ich mich fest, dass das Potential durchaus für einen unteren Mittelfeldplatz da ist. Die Mannschaft hat genügend Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen und sie ist auch konditionell topfit. Allerdings sind wir für den Ligaverbleib eigentlich viel zu wenig Akteure, denn sobald sich einer verletzt, wird es extrem schwer, das irgendwie auszugleichen.
 
Wenn sich ein Leistungsträger während der Saison verletzen und länger ausfallen sollte,... 
...dann haben wir ein riesiges Problem und es wird wahnsinnig schwierig, den Ligaverbleib zu schaffen. Ich wünsche mir, dass wir den Klassenerhalt schaffen und das wäre großartig. Jedoch ist das von so vielen Faktoren wie beispielsweise der ständigen Einsatzfähigkeit aller Akteure abhängig. Aber die Saison ist zum Glück noch lang und da gibt es hoffentlich genügend Spiele, wo alle Spieler komplett fit sind, um dann die so wichtigen Punkte zu holen. 
 
Schwirrt ein Plan B für solch ein Szenario durch deinen Kopf, falls die jetzt schon äußerst dünne Spielerdecke noch weiter schrumpft?
Ich gehe davon aus, dass die Akteure gesund bleiben und dass wir eine ganze Saison durchziehen können. Über eine Alternative oder andere Möglichkeiten könnte man sich nur Gedanken machen, wenn noch zwei, drei Aktive zur Riege dazu stoßen würden, denn dann ist man auch in der Lage, auf solche Ausfälle reagieren zu können.
 
Du hattest das Vergnügen, mit der Mannschaft die komplette Vorbereitung absolvieren zu können; worauf hattest du besonderen Wert gelegt?
Gerade bei solch einem kleinen Kader ist es sehr wichtig, dass alle vorhandenen Spieler konditionell auf einem richtig guten Stand sind. Aber auch das clevere Agieren haben wir trainiert, um nicht nach ein paar Minuten schon keine Kraft mehr zu haben, sondern die volle Dauer einer Begegnung durchspielen zu können. Solange wir so wenige Akteure zur Verfügung haben müssen wir die Last auf den paar Schultern gleichmäßig verteilen und das müssen sie aber noch lernen, denn nur dann können wir erfolgreich sein. 
 
Für drei der vier Neuzugänge ist die vierte Liga mehr oder weniger Neuland: Können sie trotzdem in die Fußstapfen ihrer Vorgänger treten und die Mannschaft direkt verstärken?
Da sie entweder aus dem eigenen Nachwuchs (Gian-Luca Corda), der zweiten Vertretung (Marcel Gemeinhardt) oder aus einer niedrigeren Liga (Jakub Dolak, Thüringenliga) stammen, fehlt ihnen noch die Erfahrung für die Mitteldeutsche Oberliga, aber natürlich arbeiten wir daran. Sie werden auf jeden Fall ihre Einsatzzeiten erhalten und die Chance bekommen, sich zu zeigen, um sich weiterentwickeln zu können. Allerdings werden sie auch recht schnell mitbekommen, wie hart die vierte Liga ist und wie schwer es ist, sich da gegen die anderen gegnerischen Akteure zu behaupten. Die Entwicklung passt, sie haben sich gut in die Auswahl integriert und überraschen mich meistens positiv im Training oder auch schon bei manch einer Spielsituation. 
 
Andere Vereine hatten teilweise recht hochklassige Neuzugänge vermeldet und sich dementsprechend ordentlich verstärkt, wie kann sich die Mannschaft in diesem Haifischbecken behaupten?
Wenn woanders die Spieler mit Geld, Sachleistungen oder anderen Dingen angelockt werden, dann sollen und können sie das gerne machen, aber wenn der HC Einheit Plauen das nicht kann, dann hat man halt leider keinen größeren Kader zur Verfügung. 
 
Ein Trainer ist nahezu nie mit allem zufrieden, wo drückt der Schuh am meisten?
Von der Trainingsbeteiligung bin ich sehr enttäuscht, denn wir sind schon nicht viele Spieler und dann ist es umso wichtiger, dass alle zu jeder Einheit komplett anwesend sind, um sich gut auf die nächste Partie vorbereiten zu können. Leider ist es so, dass selbst wenn mal viele da sind, immer noch der ein oder andere Akteur fehlt und das hat natürlich weitreichende Folgen, denn so können wir nie reale Spielsituationen kreieren, da wir einfach zu wenig Leute dafür sind. Genau das fehlt uns aber dann, wenn's darauf ankommt, auch mal auf unvorhergesehene Abläufe während einer Begegnung reagieren zu können, da wir so etwas vorher nicht simulieren konnten. Deshalb trainieren wir viel in Kleingruppen, was allerdings mehr oder weniger eine individuelle Übungseinheit für die jeweiligen Spieler auf dieser Position ist und nicht das Zusammenspiel der gesamten Vertretung fördert. Denn um auch mal in Mannschaftsstärke ein richtiges Trainingsspiel absolvieren zu können, brauchen wir mindestens vierzehn Mann. Dann könnte man mal unter spielähnlichen Bedingungen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr die ganzen Abläufe richtig üben. 
 
Wie ist die Zusammenarbeit mit deinem Trainerpartner Jan Richter?
Die ist richtig gut, denn er sieht mal etwas Anderes, was mir nicht auffällt und dafür erkenne ich mal etwas, was er wiederum vielleicht nicht so wahrgenommen hätte. So können wir uns ergänzen, da wir viel miteinander kommunizieren und dann treffen wir die Entscheidung gemeinsam, wodurch definitiv die gesamte Auswahl profitiert.  
 
Wo liegt der Schlüssel zum Erfolg?
Man kann sich natürlich nicht nur auf die Abwehr konzentrieren, aber wenn in der Defensive gute Leistungen gebracht werden, dann hat man es auch im Angriff leichter, da dann weniger Tore erzielt werden müssen, um erfolgreich zu sein. Dennoch trainieren wir beides gleichermaßen, da beispielsweise in der Offensive unsere Chancenverwertung viel zu niedrig ist, was sich allerdings dringend ändern muss, um auch mal zu punkten. Es ist also immer noch einiges zu tun und wir werden weiterhin fleißig an den Defiziten arbeiten. 
 
Woran liegt es, dass man beim Torabschluss keinen kühlen Kopf bewahrt?
Ich bin der Meinung, dass das vom Spielgeschehen auch mit abhängig ist, denn wenn man einen guten Lauf hat und einen Treffer nach dem anderen erzielt, dann läuft es einfach. Andererseits ist es genau umgekehrt dann der Fall, wenn man die ersten Abschlüsse verworfen hat, dass man sich dann meistens Gedanken darüber macht und dann auch die nächsten Versuche scheitern. Leider hat nicht immer jeder einen guten Tag erwischt, wenn das Aufeinandertreffen angepfiffen wird. Das ist jedoch etwas ganz normales im Sport. Auch die Konzentration kann über Sieg oder Niederlage entscheiden und da die bei jedem Menschen anders ist, zeigt sich das dann immer erst in den ersten Minuten einer Partie. Aber der Wille eines jeden Einzelnen, eine richtig gute Leistung aufs Parkett zu bringen, ist bei jedem Spieler da.
 
Jetzt hofft man natürlich, dass die Mannschaft immer genau dann auch liefern kann, wenn sie es muss, also vor allem gegen die schlagbaren Gegner aus der unteren Tabellenhälfte; wie kann die Riege auf solche wichtigen Spiele optimal vorbereitet werden?
Es ist nach wie vor so, dass in der Mitteldeutschen Oberliga jede Auswahl in der Lage ist, die gegnerische Vertretung zu schlagen und deshalb bin ich optimistisch, dass wir über alle Saisonspiele verteilt vielleicht auch mal mit ein bisschen Glück genügend Punkte für den Klassenerhalt holen werden.
 
Du warst selbst jahrelang ein äußerst erfolgreicher Handballer, wie kannst du deine Erfahrungen an die Mannschaft weitergeben?
Ich versuche, dass ich alle Übungen selbst zeige und auch mal vormache, damit sich die Spieler das abschauen sowie aneignen können, was ich damals schon gemacht habe. Dennoch ist mir klar, dass das andere Zeiten waren, dass mittlerweile sich so viel verändert hat und der ganze Sport beispielsweise viel schneller geworden ist oder mehr Akteure auf der Bank sitzen dürfen, es also häufiger zu Auswechslungen kommt. Dadurch hat man natürlich die Möglichkeit, jeden tag viel zu lernen und genau das ist es, was mir so viel Spaß am Trainerdasein macht. 
 
Gerade wenn es mal eine längere Zeit nicht so gut läuft, ist es umso wichtiger, dass es in der Mannschaft im Miteinander passt, wie konntet ihr das als Trainerteam fördern und verstärken?
Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn wir alles in der Gemeinschaft wie beispielsweise das Kanufahren in Markkleeberg oder die Teilnahme am Parker Triathlon machen sowie erleben, dann weiß dadurch nicht nur jeder, wie der andere tickt, sondern es schweißt natürlich die Riege zusammen und vor allem lernt man sich so viel besser kennen, was extrem wichtig ist. 
 
Zum Saisonauftakt in der letzten Woche musstet ihr auswärts beim USV Halle eine 32:25-Niederlage hinnehmen: Jetzt könnte der ein oder andere auf die dummen Gedanken kommen, dass das wieder genau so anfängt wie in der vergangenen Spielzeit; wie kannst du deine Mannschaft so motivieren, dass die verlorene Partie gar keine Rolle mehr in den Köpfen spielt?
Da ja heute gleich das nächste Pflichtspiel ansteht und wir uns vor heimischen Publikum mit den zahlreichen Zuschauern im Rücken mit guten Leistungen präsentieren können, wollen wir natürlich auch die zwei Punkte in Plauen behalten. Wir werden in jeder Begegnung bis zum Schluss alle kämpfen, um irgendwie die notwendigen Zähler für den Ligaverbleib zu erreichen, denn es geht immer weiter und irgendwann haben wir auch mal das Glück auf unserer Seite.
 
Besonders die Erfolglosigkeit der Mannschaft in den vergangenen Saisons hat so manchen Fan von der Tribüne verschreckt, wie kann man diese Unterstützer wider zurückholen?
Man sollte das erst einmal in Relation sehen, denn in so vielen anderen Ligen haben die meisten Vereine noch viel weniger Zuschauer. Wenn wir allerdings einen attraktiven Handball auf dem Parkett spielen, gemeinsam Spaß sowie Freude haben und natürlich auch gewinnen, dann wird auch das Interesse der Sympathisanten des kleinen, runden Leders wieder deutlich größer. 
 
Wie ist dein Gefühl, können die rot-weißen Anhänger heute Abend in der Einheit-Arena nach der Schlusssirene jubeln?
Da mir immer wieder gesagt wird, dass die Auswahl zu Hause viel besser spielt, hoffe ich einfach mal, dass wir die Partie gegen den ESV Lok Pirna dann auch gewinnen werden.
 
Wie wollt ihr den Klassenerhalt schaffen?
Dieses Ziel können wir nur erreichen, wenn wir von oben bis unten alle zusammen an einen Strang ziehen und gemeinsam das Beste aus uns herausholen. 

Foto zur Meldung: „Die Mannschaft hat genügend Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen"
Foto: „Die Mannschaft hat genügend Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen"

Einheit baut auf Unterstützung der Fans

(05.09.2019)

Am kommenden Samstag um 16 Uhr hat der HC Einheit Plauen Heimrecht in der Mitteldeutschen Oberliga. Zu Gast ist dann die SG Pirna/Heidenau. Nach der Auswärtsniederlage vergangene Woche gegen Halle und dem damit verpatzten Saisonauftakt sieht Trainer Vasile Sajenev keinen Grund zur Panik. Die Mannschaft hat sich indes einiges vorgenommen und will zuhause gemeinsam mit den Fans die ersten Punkte feiern.

 

„Wir haben gegen Halle trotz der vielen Fehler, die wir gemacht haben, eigentlich gut gespielt. Das Genick gebrochen hat uns am Ende eine zehnminütige Schwächephase, in der wir trotz bester Möglichkeiten das Tor nicht getroffen haben“, resümiert Trainer Vasile Sajenev. So musste sich Einheit am Ende deutlich mit 25:32 geschlagen geben. Doch dieses Spiel ist Vergangenheit und abgehakt. Der Blick der Spitzenstädter richtet sich auf die kommende Partie gegen die SG Pirna/Heidenau. „Wir haben unsere Fehler analysiert und müssen das nun umsetzen“, erklärt Trainer Jan Richter, der in dieser Saison mit seinem Kollegen Vasile Sajenev ein Trainerduo bildet. Für das Spiel gegen Pirna heißt das mehr Konzentration sowohl im Spielaufbau als auch im Torabschluss. Aber auch in der Abwehr können die Spitzenstädter noch einen Zahn zulegen. „Wir sind phasenweise noch nicht entschlossen genug. Die Abwehr ist das A und O in unserem Spiel. Es ist eine alte Weisheit, das Tor, das ich nicht bekommen, muss ich vorn nicht werfen“, so Sajenev. Mit der SG Pirna/Heidenau kommt eine harte Nuss in die Spitzenstadt, die Einheit besonders in der Abwehr fordern wird. Das Team von Trainer Dusan Milicevic ist eine eingespielte Truppe, die über den Sommer nur einen Abgang zu verzeichnen hatte. Verstärkt haben sich die Eisenbahner mit drei Spielern, zwei davon kommen aus der A-Jugend des HC Elbflorenz. Die Gäste werden mit breiter Brust anreisen, konnten sie doch ihr Auftaktspiel gegen den HC Aschersleben deutlich mit 24:17 gewinnen. In der vergangenen Saison musste sich Einheit in beiden Partien deutlich geschlagen geben. Das soll diesmal anders werden. „Eigentlich können wir befreit aufspielen, denn wir haben nichts zu verlieren. Pirna ist aufgrund des Kaders und des Sieges letzte Woche ganz klar Favorit“, so Kreisläufer Martin Danowski, der den ein oder anderen Pirnaer Spieler noch aus seiner Zeit dort kennt. „Wir haben uns als Mannschaft vorgenommen, alles zu geben und wir wollen unseren Fans zeigen, dass wir auch erfolgreich Handball spielen können. Ich hoffe, dass uns viele von Ihnen am Samstag unterstützen.“ 


Die Heimspiel des HC Einheit Plauen beginnen in dieser Saison immer 16 Uhr. Die Eintrittspreise sind gleich geblieben.

 

(slu)

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Foto: Einheit baut auf Unterstützung der Fans

Niederlage zum Saisonauftakt

(01.09.2019)

Im ersten Spiel der neuen Saison musste der HC Einheit Plauen eine 25:32 (13:15) Niederlage beim USV Halle hinnehmen. Trotz eines couragierten Auftritts und einer zwischenzeitlichen Führung im zweiten Spielabschnitt fuhren die Spitzenstädter am Ende ohne Punkte nach Hause. Zu viele technische Fehler und Fehlwürfe brachten die Plauener um ein besseres Ergebnis. Dennoch sieht Trainer Vasile Sajenev nicht schwarz.

 

Die Partie begann mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. So liefen die Spitzenstädter von Anfang an einem Rückstand hinterher. Im Angriff wurde insbesondere Kreisläufer Martin Danowski von seinen Mitspielern immer wieder in Szene gesetzt und konnte erfolgreich einnetzen. Aus einem 1:3 Rückstand wurde so nach 5 Minuten ein 4:4 Unentschieden. Doch Einheit stellte sich in der ersten Halbzeit immer wieder selbst ein Bein. „Wir haben viel zu viele technische Fehler gemacht. Halle hatte dadurch die Möglichkeit uns auszukontern“, ärgerte sich Trainer Vasile Sajenev. Insbesondere der Hallenser Chris Heyer warf so den fast chancenlosenen Plauener Schlussmännern immer wieder den Ball in die Maschen. Mitte der ersten Halbzeit lag Einheit 6:10 zurück. Die Spitzenstädter ließen jedoch nicht die Köpfe hängen und kämpften in der Abwehr um jeden Ball. Durch Tore von Danowski, Zbiral, Krüger und Burda gelang es den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 13:15 zu verkürzen.

 

Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten die Spitzenstädter. Nach vier Minuten stellte Matyas Burda den 15:15-Ausgleich her und die mitgereisten Plauener Fans jubelten. Die Partie war nun wieder offen. Mit einem Treffer von Martin Danowski ging Einheit sogar 16:15 in Führung. Das Spiel schien zu kippen. „Wir hatten den Gegner nun im Griff und machten deutlich weniger technische Fehler. Die Chance das Spiel zu drehen, war da“, resümierte Trainer Jan Richter nach dem Abpfiff. Doch unerklärlicherweise fand der Ball in den folgenden Minuten nur noch selten den Weg ins gegnerische Tor. Einheit erarbeitete sich im Angriff gute Möglichkeiten, aber diese wurden reihenweise vergeben. Innerhalb von zehn Minuten gab Einheit das Heft aus der Hand und Halle konnte sich spielentscheidend auf 20:26 absetzen. Diesen Rückstand gelang es nun nicht mehr aufzuholen und die Spitzenstädter mussten sich mit 25:32 geschlagen geben. „Wir haben uns heute an vielen Stellen selbst ein Bein gestellt. In der ersten Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht, in der zweiten Halbzeit waren es zu viele liegengelassene Torchancen. Das sind aber Punkte, an denen wir arbeiten können. Der Wille und Kampfgeist waren da und nächste Woche zuhause gegen Pirna werden wir es besser machen“, so Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. 

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Corda, Kies (2), Gemeinhardt, Krüger (2), Burda (4), Höpner, Broz, Zbiral (3), Danowski (10/1), Pecek (2), Dolak (2), Trainer Vasile Sajenev, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

USV Halle: Kosak (3), Heyer (11/2), Berends S. (1), Flemming, Haase (1), Feger, Berends N., Wagner, Sogalla (3), Gruszka (5), Baum (1), Czycholl (2), Conrad, Thiele (5/1), Trainerin Ines Seidler

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 2 für Halle

Zeitstrafen: 1 für Plauen, 3 für Halle

 

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Foto: Niederlage zum Saisonauftakt

Dein Team - im Hintergrund: Uwe Ott

(29.08.2019)

Eigentlich stellen wir Euch in dieser Reihe den Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vor. Doch allein mit den Spielern und Offiziellen ist es nicht getan. Viele Menschen arbeiten ehrenamtlich im Hintergrund und sorgen so für einen meist reibungslosen Ablauf. Diesen "guten Seelen" wollen wir ebenfalls ein Gesicht geben und werden sie ab sofort ebenfalls vorstellen.

 

Uwe Ott engagiert sich schon seit vielen, vielen Jahren ehrenamtlich bei uns. Neben seiner Tätigkeit als Kampfrichter und Staffelleiter in der Bezirksliga mB hat er in dieser Saison noch die Aufgaben des Teammanagers der ersten Mannschaft übernommen. Gemeinsam mit Jens Höpner (den wir Euch auch noch genauer vorstellen werden) kümmert er sich um alle organisatorischen Belange des Teams. So gehört es nicht nur zu seinen Aufgaben dafür zu sorgen, dass alle Formalitäten im Vorfeld einer Saison und eines Spieltages erfüllt sind, sondern auch die Kommunikation mit dem Staffelleiter während des Spielbetriebes. Ebenso ist er Ansprechpartner für die Belange und Themen der Spieler und Verbindungsmann zwischen Mannschaft und Vereinsvorstand. Und auch in der Spielpause ist ihm nicht langweilig, denn auch in die Organisation von Turnieren, Test- und Freundschaftsspielen ist er mit eingebunden. 

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Foto: Dein Team - im Hintergrund: Uwe Ott

Saisonauftakt in Halle

(29.08.2019)

Drei Monate intensive Saisonvorbereitung, unzählige Trainingseinheiten und zahlreiche Testspiele haben die Spieler des HC Einheit Plauen absolviert. Nun beginnt am kommenden Samstag die neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga. Die Spitzenstädter müssen ab 19 Uhr auswärts beim USV Halle antreten. Es wird ohne Frage keine leichte Spielzeit für Einheit, aber die Verantwortlichen sehen sich besser gerüstet als letztes Jahr. Wo die Plauener aber genau stehen, lässt sich bisher schwer prognostizieren.

 

Auch in dieser Saison ist der Kader der Spitzenstädter mit 13 Spielern nicht gerade üppig. Doch Trainer Vasile Sajenev fand zur Mannschaftsvorstellung am vergangenen Dienstag deutliche Worte. „Ich trainiere lieber mit weniger Spielern, die dafür aber immer da sind und kann so individueller und in Kleingruppen mit den Spielern arbeiten. Wir haben eine ordentliche Vorbereitung absolviert. Die Mannschaft ist fit und für den Saisonstart vorbereitet.“ Auch die Neuzugänge Matyas Burda, Jakub Dolak, Marcel Gemeinhardt und Gian-Luca Corda sind in die Mannschaft und die Spielabläufe integriert. Anders als in den Jahren zuvor war es den Verantwortlichen beim HC Einheit gelungen, Trainer und Spieler frühzeitig zu verpflichten. Neu ist auch, dass die Plauener auf ein Trainerduo setzen. Jan Richter und Vasile Sajenev arbeiten bereits seit Mai gemeinsam. Das Saisonziel ist klar. „Wir wollen auf jeden Fall den Klassenerhalt. Alles andere wäre Zugabe“, erklärt Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. „Aus meiner Sicht gibt es in der Liga einige Favoriten, aber ansonsten können wir gegen jede Mannschaft gewinnen oder auch verlieren. Die Leistungsdichte ist wie in den Vorjahren sehr eng. Nach der Hinrunde werden wir sehen, wo genau wir uns einordnen.“ Auf die taktische Ausrichtung für das Spiel gegen Halle angesprochen, hielt sich Trainer Vasile Sajenev am Dienstag bedeckt. Nur eins war ihm zu entlocken. Ein Sieg soll her!

 

Bereits in der Vergangenheit lieferten sich Einheit und Halle spannende Duelle. In der vergangenen Saison gelang den Spitzenstädtern ein Sieg und ein Unentschieden, dennoch belegte Halle am Ende Rang neun und Einheit Rang 13 in der Tabelle. Die Mannschaft von Trainerin Ines Seidler hat sich personell nicht groß verändert. Vier Abgängen stehen drei Neuzugängen gegenüber, wobei Sascha Berends vom HC Aschersleben der bekannteste Name sein sollte. Auf jeden Fall wird es sicher wieder ein spannendes Aufeinandertreffen. Halle hat im Vorfeld angekündigt „ein sportliches Feuerwerk zu zünden“. Für alle Interessierten, die den HC Einheit bei seinem ersten Spiel in der neuen Saison unterstützen möchten, gibt es noch freie Plätze im Mannschaftsbus. Abfahrt ist 15:15 Uhr an der Einheit-Arena.

 

(slu)

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Foto: Saisonauftakt in Halle

Dein Team - Kader 2019/20: Der Ehrgeizige

(28.08.2019)

In dieser Reihe wollen wir Euch den diesjährigen Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vorstellen.
Heute: der Ehrgeizige

 

Er hat seine Chance genutzt und nur wenige hätten es ihm wahrscheinlich zugetraut. Marcel Gemeinhardt spielt seit der C-Jugend beim HC Einheit Plauen Handball. Letzte Saison war der 22-Jährige noch Teil der zweiten Mannschaft und ging in der 1. Bezirksklasse auf Torejagd. Zuvor spielte er aber bereits in der Verbandsliga für die Einheit. Als Rechtshänder eigentlich auf der linken Außenposition zu finden, wird Marcel nun vorrangig die Spiele auf Rechtsaußen bestreiten. "Marcel hat uns in der Vorbereitung total überzeugt. Er ist athletisch und sehr schnell. Auch in der Abwehr kann er ordentlich zupacken. Deshalb freuen wir uns, dass er mit seinem Kampfgeist und seinem Ehrgeiz in dieser Saison zum Team gehört", erklärt Trainer Jan Richter. 

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Foto: Dein Team - Kader 2019/20: Der Ehrgeizige

Die Saison kann starten

(28.08.2019)

Am Dienstagabend hatte der HC Einheit Plauen zur Mannschaftsvorstellung und einem Freundschaftsspiel gegen Dukla Prag eingeladen. Gefolgt waren dem Aufruf zu später Stunde mehr als 100 interessierte Zuschauer. Da die tschechischen Gäste bei der Anreise im Stau standen, wurde das ursprünglich für 20 Uhr geplante Spiel mit einer Stunde Verspätung angepfiffen. Das tat der Stimmung in der Einheit-Arena jedoch keinen Abbruch. Auch wenn die Partie gegen Dukla Prag am Ende mit 20:33 deutlich verloren ging, sahen die Zuschauer eine gute Leistung ihrer Mannschaft, die sie mit mehrfachem Szenenapplaus honorierten. Den Spitzenstädtern gelang es in der ersten Viertelstunde des Spiels dem druckvollen Spiel der Tschechen gegenzuhalten. Beim Stand von 6:6 leisteten sich die Hausherren dann aber einige Fehler und Dukla ging mit einer Führung von 10:17 in die Halbzeitpause. Im zweiten Spielabschnitt wechselte Trainer Vasile Sajenev seine Mannschaft durch und probierte einige Neuerungen. Dabei zeigte sich, dass die Neuzugänge bereits gut ins Spiel integriert sind. Erfolgreichster Plauener werfen war an diesem Abend Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Am Ende trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht 20:33.

Am kommenden Samstag beginnt für die Spitzenstädter die Mission Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga mit dem Auswärtsspiel beim USV Halle, bevor am 07. September um 16 Uhr das erste Heimspiel der Saison gegen die SG Pirna/Heidenau folgt.

 

(slu)

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Foto: Die Saison kann starten

Dein Team - Kader 2019/20: Der Torgarant

(27.08.2019)

In dieser Reihe wollen wir Euch den diesjährigen Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vorstellen. Heute: der Torgarant

 

Martin Danowski wechselte vergangene Saison in die Spitzenstadt. Zuvor spielte der 26-Jährige unter anderem beim TV Gelnhausen, in Bad Blankenburg, beim USV Halle und der SG Pirna/Heidenau. Schnell etablierte sich der gebürtige Magdeburger in der Mannschaft und wurde zu einem Torgarant nicht nur vom Kreis, sondern auch vom Siebenmeterpunkt. Danowski ist auch für das ein oder andere spektakuläre oder überraschende Tor gut. Durchschnittlich 5,12 Treffer pro Spiel erzielte der Kreisläufer vergangene Saison im Dress der Rot-Weißen und landete in der Torschützenliste dabei auf Rang 11 in der Mitteldeutschen Oberliga. Ausgestattet mit einem Vertrag bis 2022 dürfen wir uns auch kommende Spielzeit auf viele spektakuläre Tore vom Kreis freuen. 

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Foto: Dein Team - Kader 2019/20: Der Torgarant

⏰ Der Countdown läuft ⏰

(27.08.2019)

Heute 18:30 Uhr öffentliche Pressekonferenz zur Vorstellung der Mannschaft für die neue Saison

Ab 20:00 Uhr Freundschaftsspiel gegen Dukla Prag

EINTRITT FREI!!!

Foto zur Meldung: ⏰ Der Countdown läuft ⏰
Foto: ⏰ Der Countdown läuft ⏰

Dein Team - Kader 2019/20: Der Youngster

(23.08.2019)

In dieser Reihe wollen wir Euch den diesjährigen Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vorstellen.
Heute: der Youngster

 

Levin Kies ist mit seinen gerade einmal 18 Jahren der Jüngste im Team. In der Saison 2018/2019 wechselte der gebürtige Delitzscher aus dem Nachwuchs der NSG EHV/NH Aue in die Spitzenstadt. Zuvor spielte er bei Concordia Delitzsch, dem SC DHfK Leipzig im Nachwuchsbereich und war auch Landesauswahl-Kader. Der angehende Physiotherapeut ist aufgrund seiner Ausbildung vielseitig einsetzbar, aber am liebsten kommt er auf Linksaußen und im linken Rückraum zum Einsatz. In dieser Saison trägt Levin die Trikotnummer 3. Wir freuen uns darauf, dass er seine handballerische Entwicklung in dieser Saison bei uns fortsetzt.

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Foto: Dein Team - Kader 2019/20: Der Youngster

Dein Team - Kader 2019/20: Der Allrounder

(22.08.2019)

In dieser Reihe wollen wir Euch den diesjährigen Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vorstellen.
Heute: der Allrounder

Martin Broz ist auf vielen Positionen zuhause. Der 23jährige Tscheche steht seit Januar 2019 im Team und konnte schon in einigen Partien zeigen, dass er auf allen Rückraumpositionen Spielwitz und Torgefahr ausstrahlt. Zusätzlich bildet er zusammen mit Maximilian Krüger in der Abwehr ein richtiges Bollwerk. Martin wechselte vom bayrischen MTV Ingolstadt nach Plauen. Zuvor hatte er bereits ein kurzes Intermezzo beim SV 04 Oberlosa und spielte auch beim HC Sulzbach und HSV Weimar. Nachdem unsere Nummer 19 in dieser Saison auch die Vorbereitung mit der Mannschaft absolvieren konnte, hoffen wir auf viele schöne und erfolgreiche Aktionen und freuen uns auf den Ligastart am 31. August in Halle.

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Foto: Dein Team - Kader 2019/20: Der Allrounder

Dein Team - Kader 2019/20: Der Denker und Lenker

(21.08.2019)

In dieser Reihe wollen wir Euch den diesjährigen Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vorstellen.

Heute: der Denker und Lenker im Team

 

David Zbiral ist der kreative Kopf unserer Mannschaft auf dem Spielfeld. Als Mittelmann lenkt er seine Nebenleute und setzt diese, wenn alles klappt, gekonnt in Szene. Seit 2016 gehört er zur Mannschaft und spielte vorher beim tschechischen HBC Strakonice 1921. Der 26-Jährige ist mittlerweile hier im Vogtland heimisch geworden und arbeitet als Konstrukteur in einer großen deutschen Baufirma. Vergangene Saison erzielte David pro Spiel durchschnittlich 2,1 Tore - das dürfen in dieser Saison gern mehr sein! Trotz der schwierigen vergangenen Spielzeit hat unser Mittelmann seinen Vertrag bereits bis 2022 verlängert! 

 

 

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Foto: Dein Team - Kader 2019/20: Der Denker und Lenker

Dein Team - Kader 2019/20: Der Kapitän

(20.08.2019)

In dieser Reihe wollen wir Euch den diesjährigen Kader unserer ersten Mannschaft für die Mitteldeutsche Oberliga vorstellen.

Beginnen wir mit unserem Kapitän.

 

Maximilian Krüger steht bereits seit 2011 in Diensten des HC Einheit Plauen. Der heute 28-Jährige wechselte damals vom HC Glauchau/Meerane, bei dem er das Handball-Einmaleins lernte, in die Spitzenstadt. Seit letzter Saison ist unsere Nummer 8 Mannschaftskapitän und hat sich zum Abwehrspezialisten entwickelt. Im Angriff ist Max flexibel im linken Rückraum, auf der linken Außenbahn oder auch auf der Mittelposition einsetzbar. Nach vielen Jahren in der Sachsenliga und schwierigen Zeit in der Mitteldeutschen Oberliga hält uns der Kapitän auch weiterhin die Treue!

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Foto: Dein Team - Kader 2019/20: Der Kapitän

Einheit überzeugt bei eigenem Turnier

(12.08.2019)

Der 5. Plauener Spitzen Cup ist Geschichte. In einem ausgeglichenen Teilnehmerfeld gewann der tschechische Erstligist KH Koprivnice dank eines Sieges gegen die U23 des SC DHfK Leipzig den Pokal. Für den gastgebenden HC Einheit Plauen blieb am Ende Rang vier. Die Spitzenstädter präsentierten sich in allen vier Partien bereits gut eingespielt und leistungsstark. Das Trainerteam Vasile Sajenev und Jan Richter waren mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Lob erhielten die Gastgeber von allen Teilnehmern für die Organisation des zweitägigen Turniers.

 

Im ersten Spiel des Turniers traf Einheit auf die favorisierten Tschechen und späteren Turniersieger KH Koprivnice. Die Spitzenstädter lieferten hier eine spannende Partie ab, langen fast die gesamte Spielzeit über in Führung und hatten den Gegner am Rande einer Niederlage. Am Ende trennte man sich 25:25 unentschieden. Im zweiten Spiel des Turniers schlug der Bundesliga-Nachwuchs des SC DHfK Leipzig den Sachsenligisten LHV Hoyerswerda mit 28:14. Überraschend stark präsentierten sich die Regensburg Adler und erstritten im Spiel gegen KH Koprovnice ein 31:31-Unentschieden. Einheit war danach gegen den LHV Hoyerswerda gefragt. Nach einer zerfahrenen Anfangsphase kam Stabilität ins Spiel und die Partie wurde 27:15 gewonnen. Zum Abschluss des Turniertages wurde noch einmal Spannung bis zur letzten Sekunde geboten. Die Regensburg Adler unterlagen der U23 des SC DHfK Leipzig knapp mit 30:31. Mit diesen Ergebnissen war der Ausgang des Turnier noch vollkommen offen.

 

Mit dem entscheidenden Spiel um den Turniersieg startete der zweite Tag. Hier traf der KH Koprivnice auf den Leipziger Bundesliga-Nachwuchs. In einer hochklassigen und spannenden Partie behielten die Tschechen mit 28:25 die Oberhand und sicherten sich somit den Turniererfolg. Für den gastgebenden HC Einheit kam es gegen die Regensburg Adler indirekt zum Spiel um Platz 3. Lange Zeit war das Spiel offen. Doch Einheit leistete sich zu viele Fehler und unterlag mit 22:23. In ihrem letzten Spiel gewannen die Tschechen dann mit 25:19 klar gegen den HV Hoyerswerda. Im letzten Spiel für die Gastgeber wartete mit dem SC DHfK noch einmal eine große Herausforderung. Die Spitzenstädter hielten lange Zeit mit, doch der Kräfteverschleiß des Turniers und der in der Vorwoche absolvierten Trainingsspiele forderte nun seinen Tribut. Am Ende musste man die Leipziger mit 23:28 ziehen lassen. Zum Abschluss des Turniers gewannen dann die Regensburg Adler noch gegen den LHV Hoyerswerda und sicherten sich so endgültig den dritten Platz hinter dem SC DHfK Leipzig. Einheit Plauen landete auf einem guten vierten Platz. „Wir hatten vier leistungsstarke Gegner und haben in dieser Phase der Vorbereitung ein sehr gutes Turnier gespielt. Wir sind mit dem Auftreten und dem Einsatz der Mannschaft sehr zufrieden. Natürlich gibt es noch einige Baustellen, aber daran werden wir arbeiten“, erklärt das Trainer-Duo Sajanev und Richter. Lobende Worte für das Turnier fanden auch die Gastmannschaften. „Wir haben uns sehr über die Einladung der Plauener gefreut. Das Niveau des Turniers, die Organisation und Betreuung vor Ort waren richtig gut. Wir werden nächstes Jahr auf jeden Fall wiederkommen“, so Kai-Uwe Pekrul, Trainer der Regensburg Adler. Leider gab es bei diesem Turnier bei allen Mannschaften verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Wir wünschen allen Sportlern eine schnelle Genesung und einen positiven Saisonverlauf.

 

Für den HC Einheit Plauen bleiben nun noch drei Wochen bis zum Saisonstart. „Wir werden noch einige Testspiele absolvieren und weiter am Zusammenspiel und der Feinabstimmung arbeiten“, so Vasile Sajenev. Auf ein Highlight dürfen sich die Fans bereits freuen. Am 27. August um 20:00 Uhr gibt es ein Freundschaftsspiel gegen Dukla Prag. Zuvor erfolgt ab 18:30 Uhr die offizielle Mannschaftsvorstellung.

 

Ergebnisse:

HCE Plauen - KH Koprivnice 25:25

SC DHfK Leipzig U23 – LHV Hoyerswerda 28:14

SG Regensburg – KH Koprivnice 31:31

HCE Plauen – LHV Hoyerswerda 27:15

SG Regensburg – SC DHfK Leipzig U23 30:31

KH Koprivnice – SC DHfK Leipzig U23 28:25

HCE Plauen – SG Regensburg 22:23

KH Koprivnice – LHV Hoyerswerda 25:19

HCE Plauen - SC DHfK Leipzig U23 23:28

LHV Hoyerswerda – SG Regensburg 18:25

 

Tabelle:

1. KH Koprivnice  6:2 Punkte

2. SC DHfK Leipzig U23  6:2 Punkte

3. SG Regensburg 5:3 Punkte

4. HCE Plauen 3:5 Punkte

5. LHV Hoyerswerda  0:8 Punkte

 

(slu)

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Foto: Einheit überzeugt bei eigenem Turnier

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(10.08.2019)

Der erste Tag beim diesjährigen Spitzen Cup ist über die Bühne gegangen und es gab einige Überraschungen. Unsere Jungs zeigten im ersten Spiel gegen KH Koprivnice eine starke Leistung, hatten die Tschechen am Rande einer Niederlage und trennten sich am Ende 25:25 unentschieden. Im zweiten Spiel des Turniers schlug der Bundesliga-Nachwuchs des SC DHfK Leipzig den Sachsenligisten LHV Hoyerswerda mit 28:14. Überraschend stark präsentierten sich die Regensburg Adler und trennten sich vom KH Koprovnice ebenfalls mit einem Unentschieden (31:31). Unsere Jungs waren dann gegen den LHV Hoyerswerda gefragt. Nach einer zerfahrenen Anfangsphase kam Stabilität ins Spiel und die Partie wurde 27:15 gewonnen. Zum Abschluss des Turniertages wurde noch einmal Spannung bis zur letzten Sekunde geboten. Die Regensburg Adler unterlagen dem SC DHfK Leipzig knapp mit 30:31.
Das verspricht für den zweiten Turniertag morgen noch viel Spannung und hochklassigen Handball. Kommt vorbei! Es lohnt sich! ✌️

 

Hier noch der weitere Spielplan:
⏱ 10:00 Uhr KH Koprivnice - SC DHfK Leipzig
⏱ 11:20 Uhr SG Regensburg - HCE Plauen
⏱ 12:40 Uhr KH Koprivnice - LHV Hoyerswerda
⏱ 14:00 Uhr HCE Plauen - SC DHfK Leipzig
⏱ 15:20 Uhr LHV Hoyerswerda - SG Regensburg

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Spitzen Cup - Gegnercheck SG Regensburg

(10.08.2019)

Ein Team, das zum heute beginnenden Spitzen Cup eine kleine Wundertüte sein kann, sind die Regensburger Adler. Die Bayern schafften als Neuling in der Bayernliga vergangene Saison den Klassenerhalt und stehen nun vor der zweiten Spielzeit in der vierten Liga. Das Gesicht des Kaders hat sich dabei stark gewandelt, sodass die Leistungsstärke der Regensburger vorab schwer einzuschätzen ist. Mit Jakob Sara steht ein 30jähriger international erfahrener Kreisläufer von Talent Pilsen ab sofort im Dienst der Bayern. Des weiteren gibt es mit Stefan Meyer vom Drittliga-Absteiger TV Erlangen-Bruck, Marvin Wunder vom HC Erlange, Stephan Lenk von Haspe Bayreuth schlagkräftige Verstärkung für das Team von Trainer Kai-Uwe Pekrul. Ein altes bekanntes Gesicht kommt heute ebenfalls nach Plauen. Zbynek Vesely, der zwei Jahre die Einheit-Fans mit seinen Aktionen auf Rechtsaußen begeisterte, steht seit seinem Weggang aus Plauen im Trainerstab der Regensburger. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und sind sehr gespannt auf die Adler!

 

(slu)

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Foto: Spitzen Cup - Gegnercheck SG Regensburg

Spitzen Cup - Gegnercheck LHV Hoyerswerda

(09.08.2019)

Mit dem LHV Hoyerswerda kommt ein "alter Bekannter" an diesem Wochenende zum Spitzen Cup nach Plauen. Jahrelang lieferte man sich mit den Ostsachsen in der Sachsenliga und der Mitteldeutschen Oberliga spannende Duelle. Seit dem Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga 2014 spielt Hoywoy in der Sachsenliga. Nach zwei Vize-Meisterschaften (2015 und 2016) und belegte man in den vergangenen drei Spielzeiten jeweils den fünften Platz. Trainiert wird das Team von Torsten Tschierske. Nachdem man zwei Abgänge zum HC Elbflorenz II zu verkraften hat, setzen die Hoyerswerda weiter auf den eigenen Nachwuchs und haben gleich drei Nachwuchsspieler und einen Spieler aus der zweiten Mannschaft in den Kader der Ersten berufen. Wir freuen uns nach so langer Zeit mal wieder auf ein handballarisches Duell gegen die Ostsachsen! Herzlich Willkommen in der Spitzenstadt.

 

(slu)

[Spielplan Spitzen Cup]

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Foto: Spitzen Cup - Gegnercheck LHV Hoyerswerda

Spitzen Cup - Gegnercheck KH Koprivnice

(08.08.2019)

Mit dem tschechischen Erstligisten KH Koprivnice bekommt der Spitzen Cup an diesem Wochenende internationalen Flair. Die Tschechen sind natürlich Favorit auf den Turniersieg. Wir wollen Euch das Team kurz näher vorstellen.

Koprivnice liegt ganz im Osten Tschechiens und ist sportlich einigen sicher als die Heimat des berühmten Langstreckenläufers Emil Zatopek (Spitzname: die tschechische Lokomotive) bekannt. Doch auch Handball wird in der 22.000 Einwohner-Stadt mittlerweile groß geschrieben. Der KH Koprivnice spielt in der ersten tschechischen Liga und erreicht in der vergangenen Saison in der Vorrunde Platz 3 in der Meisterschaft. Nach der Playoff-Runde belegten sie Rang 7. Die Mannschaft wird trainiert von Trainer Lubomir Vermirovsky, der 10 Jahre in der ersten spanischen Liga und auch drei Jahre in Deutschland Handball spielte. Seine Mannschaft hat ein Durchschnittsalter von 24 Jahren. In den Reihen der Tschechen findet sich mit Mittelmaß Patrik Fulnek auch ein tschechischer Nationalspieler. Neu im Team ist Victor Donoso Andalaft, chilenischer Nationalspieler, der bereits beim HC Aschersleben Luft in der 3. Liga schnupperte. 
Für unseren Torhüter Josef Pour ist die Teilnahme des KH Koprivnice ein kleines Highlight, spielte er doch selbst vor seinem Engagement in Deutschland dort. Wir freuen uns auf spannenden und hochklassigen Handball, den die Tschechen am Samstag und Sonntag in unsere Einheit-Arena bringen werden.

 

(slu)

[Spielplan Spitzen Cup]

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Foto: Spitzen Cup - Gegnercheck KH Koprivnice

Spitzen Cup - Gegnercheck LHC Cottbus

(07.08.2019)

Mit dem Lausitzer Handballclub Cottbus nimmt neben dem gastgebenden HC Einheit Plauen ein weiterer Viertligist am kommenden Wochenende am Spitzen Cup teil. Die Cottbuser gehen allerdings in der Oberliga Ostsee-Spree auf Torejagd. In der vergangenen Saison belegten sie nach einem zwischenzeitlichen Tief Platz vier (27:25 Punkte). Einer der Garanten des Erfolges ist Top-Torschütze Nick Widera, der durchschnittlich pro Spiel 7,8 Tore erzielt und damit Platz drei in der Torschützenliste belegte. Nick Widera? Wem dieser Name bekannt vor kommt, verfolgt die handballarischen Geschicke des HC Einheit Plauen schon lang, denn Nick ist sozusagen kein Unbekannter. Bevor er 2012 zum LHC Cottbus wechselte, spielte er für den LHV Hoyerswerda in der Sachsenliga und stand somit auch gegen unseren HC Einheit auf der Platte. Trainiert werden die Cottbuser vom Ex-Mannschaftskapitän Marcus Meier, der die Geschicke des Teams Anfang des Jahres übernahm.

Im Nachwuchsbereich ist Cottbus ein Leistungszentrum. In der vergangenen Saison spielte die A-Jugend in der Bundesliga und maß sich mit Nachwuchsteams der Bundesligisten aus Magdeburg, Flensburg, Kiel usw.

 

Das Aufeinandertreffen zwischen unserem Team und den Cottbusern im Rahmen des Spitzen Cups findet am Sonntag um 10:55 Uhr statt. Es wird sicher spannend!

 

(slu)

[Spielplan Spitzen Cup]

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Foto: Spitzen Cup - Gegnercheck LHC Cottbus

Spitzen Cup - Gegnercheck U23 SC DHfK Leipzig

(06.08.2019)

Am Wochenende wird auch die U23 des SC DHfK Leipzig seine Visitenkarte bei unserem Spitzen Cup abgeben. Wir freuen uns, die Reserve des Bundesligisten bei uns begrüßen zu dürfen und wollen mal einen kurzen Blick auf das Team werfen.

Die Leipziger starten in der 3. Liga Ost. Eine Saison voller Höhen und Tiefen liegt hinter den Leipziger Drittliga-Handballern. War der Abstieg nach einer sportlich unbefriedigenden und unglücklichen Hinrunde mit 4:26 Punkten vermeintlich besiegelt, spielte sich die junge Mannschaft von Coach Enrico Henoch in der Rückrunde in einen regelrechten Rausch. Mit 21:9 Punkten holten sich die Grün-Weißen sensationell den zweiten Platz in der Rückrundentabelle und konnten bereits drei Spiele vor Schluss das Saisonziel Klassenerhalt perfekt machen. Gleich 10 Spieler aus dem Kader sammelten dabei auch noch Bundesliga-Erfahrung in der ersten Mannschaft. Die Top 3 - Torschützen des Teams waren Oliver Seidler (122 Tore), Timo Leser (122 Tore) und Marc Esche (104 Tore). 

Für die kommende Saison hat Trainer Enrico Henoch ganz klar das Ziel Klassenerhalt in der 3. Liga sowie die Spielerentwicklung ausgegeben. Wir sind gespannt auf hochklassigen Handball aus Leipzig!

 

(slu)

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Foto: Spitzen Cup - Gegnercheck U23 SC DHfK Leipzig

Zwei Tage Spitzenhandball in Plauen

(05.08.2019)

Auch in diesem Jahr bietet der HC Einheit Plauen allen Handballinteressierten wieder ein spannendes Handball-Turnier. Am kommenden Wochenende geht der Plauener Spitzen-Cup in seine fünfte Auflage. 

"Wir konnten das Teilnehmerfeld sowohl qualitativ als auch quantitativ aufwerten. Es kämpfen sechs Mannschaften um den Turniersieg. Deshalb findet der Spitzen Cup in diesem Jahr zum ersten Mal auch über das gesamte Wochenende statt.", berichtet Pressesprecherin Sabrina Lukas. "Diesmal starten neben dem gastgebenden HC Einheit Plauen, die U23 des SC DHfK Leipzig, der tschechische Erstligist KH Koprivnice, sowie der LHC Cottbus, der LHV Hoyerswerda und die SG Regensburg." 

 

Nachdem die Spitzenstädter im vergangenen Jahr das eigene Turnier überraschend gewinnen konnten, sind sie in diesem Jahr klarer Außenseiter. Die Mannschaft der Trainer Vasile Sajenev und Jan Richter will das Turnier nutzen, um sich weiter auf die neue Saison vorzubereiten. "Wir haben zeitiger als andere Mannschaften in der Liga mit der zweiten Phase der Vorbereitung begonnen, um genug Zeit zu haben. Das Turnier wird nach einigen Trainingsspielen der erste richtige Härtetest. Das Ziel ist es Spielpraxis zu sammeln, weiter am Zusammenspiel zu arbeiten und unsere Neuzugänge zu integrieren. Wenn wir dabei auch noch das ein oder andere Spiel gewinnen, wäre das toll, schließlich soll Vorbereitung auch etwas Spaß machen", erklärt der Einheit-Coach. Drei Wochen vor dem Punktspielauftakt wird es aber auch schon ein kleiner Wegweiser sein. 

Favorit um den Turniersieg ist zweifellos der Drittplatzierte der vergangenen Saison in der tschechischen Extraliga, KH Koprovnice. Ebenfalls ein Wörtchen im Turnierverlauf mitreden wird die U23 des SC DHfK Leipzig. Der Nachwuchskader des Bundesligisten spielt in der 3. Liga Ost und konnte dort in der abgelaufenen Saison den Klassenerhalt feiern. Handballkennern und Interessierten werden einige Namen im Kader der Leipziger bekannt vorkommen, denn dort spielen immer noch ehemalige Bundesligaspieler oder Spieler, die den Sprung in die erste Liga schaffen wollen. Ein für die Plauener interessanter Gegner ist der LHC Cottbus, der in der Oberliga Ostsee-Spree auf Punktejagd geht. Die Cottbuser belegten in der vergangenen Saison Platz vier und stellen für die Plauener einen leistungsmäßig ernst zu nehmenden Gegner dar. Ebenso verhält es sich mit dem Sachsenligisten LHV Hoyerswerda. Das Teilnehmerfeld wird komplettiert vom Bayernligisten SG Regensburg. Hier kommt es zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Zbynek Vesely, der in Plauen zwei Jahre lang einen bleibenden Eindruck auf der Rechtsaußenposition hinterließ, ist in Regensburg nun im Trainerstab tätig. 

 

Die Eröffnung der Spitzen-Cups erfolgt am Samstag, 10. August um 9:00 Uhr. Im Anschluss bestreitet der Gastgeber HC Einheit Plauen um 10 Uhr die Auftaktpartie gegen KH Koprivnice. An diesem Tag finden neun spannende Handballpartien statt. Im Anschluss gibt es ab 17:00 Uhr einen gemeinsamen Grillabend mit allen Mannschaften zu dem auch jeder Interessierte eingeladen ist. Am Sonntag, 11. August wird das Turnier ab 10 Uhr mit der Partie SC DHfK Leipzig gegen SG Regensburg fortgesetzt. Die Siegerehrung durch den Schirmherren des Turniers, Landrat Rolf Keil, ist nach dem letzten Spiel gegen 15:15 Uhr geplant.  Die Eintrittskarten für das Turnier kosten 5,00 EUR, die Tageskarte 3,00 EUR. Das Geld kommt direkt der Jugendarbeit des HC Einheit Plauen zu Gute.

 

(slu)

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Foto: Zwei Tage Spitzenhandball in Plauen

Vorbereitung mal anders!

(28.07.2019)

Unsere erste Mannschaft befindet sich seit vier Wochen in der letzten Vorbereitungsphase ehe am 31.08. auswärts beim USV Halle der erste Anpfiff in der neuen Saison ertönt. Die Trainer Vasile Sajenev und Jan Richter nehmen die Spieler ordentlich ran, haben aber auch viel Abwechslung eingebaut und die Jungs auf teilweise ungewohntem Terrain gefordert. 

Los ging es ganz klassisch zum Trainingsauftakt am 3. Juli mit der Überprüfung des Fitnesslevels der Spieler nach der Sommerpause. „Das ist die Grundlage dafür, dass wir schnell ins Training mit Ball einsteigen können“, erklärt Trainer Vasile Sajenev, der sich mit den Ergebnissen seiner Mannschaft zufrieden zeigte. In den folgenden Trainingseinheiten wechselten sich Laufeinheiten, Krafttraining und Einheiten mit dem Ball ab. 

Eine besondere Trainingseinheit hatte sich Trainer Jan Richter für seine Schützlinge einfallen lassen. Es ging ins Plauener Stadtbad zum SVV Plauen Wasserball. Die Spieler lernten, dass es gar nicht so leicht ist, mit dem Ball umzugehen und gleichzeitig an der Wasseroberfläche zu bleiben. Der ein oder andere zeigte dabei ungeahnte Talente. „Es war ganz schön anstrengend, aber hat auch riesigen Spaß gemacht. Eine tolle Abwechslung im Rahmen der Saisonvorbereitung“, meint Mittelmann David Zbiral. Wer das Spiel gewonnen hat, möchten wir an dieser Stelle offen lassen...

Am darauffolgenden Wochenende nahmen die Spieler dann bei eher unsommerlichen Witterungsbedingungen am Pirker Triathlon teil (wir berichteten). Doch damit noch nicht genug an sportlich eher untypischen Aktivitäten für unsere Handballer. Kaum eine Woche später stand eine Spinnig-Einheit im Injoy Syrau unter der Leitung von Florian auf dem Programm. Da wurde ganz schön geschwitzt und die Beine waren am Ende schwer wie Blei. Aber wie heißt es so schön? Von nix kommt nix!

Zu guter Letzt war die Mannschaft an diesem Wochenende im Auftrag des Teambuildings unterwegs. Der Weg führte zum Kanupark Markkleeberg, in dem die Jungs mal zeigen konnten, ob sie auch auf dem Wasser als Einheit agieren können. Mit zwei Booten inkl. Guide stürzten sie sich in den Wildwasserkanal in Markkleeberg. Die äußeren Rahmenbedingungen waren optimal, sodass freiwillige und unfreiwillige Schwimmeinlagen eine willkommene Abkühlung darstellten. Über eine Stunde wurde gepaddelt was das Zeug hielt. Im Anschluss ging es weiter an den Schladitzer See zum gemeinsamen Grillabend. Nach einer mehr oder weniger geruhsamen Nacht riefen die Trainer am Morgen gleich noch zum Morgenlauf. Nach dem Motto "Der frühe Vogel fängt den Wurm" wurde eine 7,2km Runde um den See absolviert. Nach dem Frühstück ging es wieder nach Hause. Noch fünf Wochen Zeit bleibt der Mannschaft bis zum ersten Punktspiel. Da wird noch weiter fleißig trainiert und geschwitzt. Wir halten Euch auch dem Laufenden!

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Foto: Vorbereitung mal anders!

Wenn aus Handballern „Iron“-Männer werden

(15.07.2019)

Eine besondere Form des Konditionstrainings hatte sich Trainer Jan Richter für seine Jungs überlegt. Am vergangenen Sonntag stand die Teilnahme am 10. Pirker Triathlon auf dem Plan. 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und anschließend noch 5 km Laufen war das Ziel.
Der Respekt war allen schon vor Beginn anzumerken. Dass die Schwimmstrecke kein Zuckerschlecken wird, war allen spätestens nach der gemeinsamen Trainingseinheit vor gut zwei Wochen mit den Wasserballern klar. Trotzdem wurde nicht nur vor dem Start eine gute Figur abgegeben. Überraschend kletterte David Zbiral schon mit im vorderen Mittelfeld des fast 200 köpfigen Teilnehmerfeldes aus dem kühlen Nass. Danach zeigte sich jedoch nicht nur bei ihm das große Manko unserer Handballer. Beim Wechsel auf das Rad wurde einfach viel zu viel Zeit beim Umkleiden liegen gelassen. Und Jakub Dolak gelang sogar das Kunststück, erst einmal noch am Verpflegungsstand vorbeizuschauen. Die Melonenscheiben teilte er sich dann wenigstens mit Max Krüger und Martin Broz. Wer nun dachte, dass man sich auf dem Radkurs etwas würde erholen können, sah sich doch bitter getäuscht. Mehrere steile Anstiege gingen ordentlich in die Beine, zumal im Gegensatz zu den meisten anderen Startern mit ganz normalen Fahrrädern, teilweise sogar Mountainbikes, geradelt wurde. Am besten kam damit noch Fritz Höpner zurecht, der sich die interne Führung unter den Teilnehmern des HC Einheit Plauen holte. Auf der Laufrunde ließ er dann auch nichts mehr anbrennen und konnte von David Zbiral nicht mehr eingeholt werden. Verwundert die Augen rieben sich alle über die Leistung von Martin Broz auf dem Rad. Aber dieser hatte sich nur, wie sich im Nachhinein herausstellte, eine Runde geklemmt. Trotz der ungewohnten Anstrengungen gab kein einziger unserer Jungs auf. Jeder konnte für sich das Privileg „Finisher“ in Anspruch nehmen.
Am Ende gelang es sogar Florian Dobritz, der für Martin Danowski in einer Staffel einsprang, als Mitglied der siegreichen Männerstaffel mit aufs Podest zu steigen. Da ihm seine Teamkollegen die Siegprämie überließen, freuten sich alle über die, wenn auch nur kleine, Kiste Sternquellbier. Für jeden stand trotzdem fest, dass er zukünftig lieber weiter dem harzigen Leder hinterher jagen wird, als zum Triathlon zu wechseln.
 
(hs)

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Foto: Wenn aus Handballern „Iron“-Männer werden

HC Einheit startet in die zweite Phase der Saisonvorbereitung

(03.07.2019)

Am gestrigen Dienstagabend begrüßte das neue Trainerteam des HC Einheit Plauen Vasile Sajenev und Jan Richter 14 Spieler zum Trainingsauftakt. Die erste Einheit nach der vierwöchigen Pause hatte es in sich. Die Überprüfung des Fitnesslevels der Spieler stand auf dem Plan. „Das ist die Grundlage dafür, dass wir schnell ins Training mit Ball einsteigen können“, erklärt Trainer Vasile Sajenev, der sich mit den Ergebnissen seiner Mannschaft zufrieden zeigte. Gemeinsam mit Jan Richter hat er für die kommenden neun Trainingswochen ein ordentliches Programm gestrickt. „Neben bis zu fünf Trainingseinheiten in der Woche werden wir verschiedene Testspiele und Turniere absolvieren. Auch für teambildende Maßnahmen ist Zeit eingeplant, denn wir haben insgesamt fünf neue Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Wir werden im Rahmen der Vorbereitung auch am Pirker Triathlon teilnehmen“, sagt Trainer Jan Richter. Neben den beiden auswärtigen Neuzugängen Matyas Burda (vom ZHC Grubenlampe) und Jakub Dolak (von der HSG Werratal) gehören mit Gian-Luca Corda ein ehemaliger A-Jugendspieler und mit Marcel Gemeinhardt und Gerry Kölbel zwei Spieler der zweiten Mannschaft zum Kader. 

Neben den Trainingseinheiten bestreitet der HC Einheit Plauen mehrere Testspiele und Turniere. Den ersten offiziellen sportlichen Auftritt hat die Mannschaft am 10. und 11. August zum eigenen Turnier, dem Spitzen-Cup. Antreten werden hier die U23 des SC DHfK Leipzig, der LHC Cottbus, der tschechische Erstligist KH Koprivnice sowie der LHV Hoyerswerda und die SG Regensburg. Wer die Mannschaft bereits vor dem ersten Turnier näher kennenlernen möchte, dem sei das diesjährige Sommerfest des Vereins empfohlen. Hier wird die Mannschaft am 20. Juli um 18 Uhr öffentlich vorgestellt, im Anschluss kann man mit Spielern und Trainern locker ins Gespräch kommen. Den Auftakt in die Punktspielserie bestreiten die Spitzenstädter auswärts. Am 31. August heißt der Gegner dann USV Halle. Das erste Heimspiel findet dann am 7. September um 16 Uhr gegen die SG Pirna/Heidenau statt. Natürlich können sich die Plauener Handballfans auch wieder auf zwei spannende Stadt-Derbys freuen. Diese finden am 5. Oktober 2019 in der Einheit-Arena und am 22. Februar 2020 in der Kurt-Helbig-Halle statt.

 

(slu)

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Foto: HC Einheit startet in die zweite Phase der Saisonvorbereitung

HCE Plauen spielt auch nächste Saison Mitteldeutsche Oberliga

(03.06.2019)

Seit vergangenen Samstag steht es fest: Der HC Einheit Plauen bleibt in der Mitteldeutschen Oberliga. Die sportlich bereits abgestiegenen Spitzenstädter profitieren vom Klassenerhalt des HC Elbflorenz in der 2. Bundesliga. Wie das? Die zweite Mannschaft des HC Elbflorenz, die in dieser Saison Meister in der Mitteldeutschen Oberliga wurde, hat bereits vor zwei Wochen die Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga gewonnen. Aufsteigen dürfen sie allerdings nur, wenn die erste Mannschaft in der 2. Bundesliga den Klassenerhalt schafft. Dies ist den Landeshauptstädtern am vergangenen Samstag mit einem 32:28 gegen den VfL Lübeck-Schwartau gelungen. Damit darf die zweite Mannschaft in die 3. Liga aufsteigen. Somit ist in der Mitteldeutschen Oberliga ein Platz frei geworden, der dem HC Einheit Plauen zum Klassenerhalt verhilft. „Wir haben intensiv mit den Trainern und Spielern gesprochen und beschlossen, dass wir die Chance nächste Saison wieder Mitteldeutsche Oberliga zu spielen, wahrnehmen werden“, erklärt Pressesprecherin Sabrina Lukas. „Mit einer intensiven Vorbereitung, einem kompetenten Trainerteam und einem guten Kader wollen wir wieder angreifen und diesmal mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

Bereits zuvor schaffte der vor dem HCE Plauen platzierte und ebenfalls bereits abgestiegene SV Oebisfelde (Platz 12) den Klassenerhalt, da es aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt keinen Aufsteiger in die Mitteldeutsche Oberliga gibt.

 

(slu)

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Foto: HCE Plauen spielt auch nächste Saison Mitteldeutsche Oberliga

Und jährlich grüßt das Murmeltier...

(08.05.2019)

Die Saison ist zu Ende und wieder müssen wir uns wie in jedem Jahr von Spielern unserer ersten Mannschaft verabschieden. Im Spiel gegen den ZHC Grubenlampe hatten Viktor Beketov, Pascal Wolf und Moritz Rahn ihren letzten Einsatz vor heimischer Kulissen. Viktor wechselt zum HSV Bad Blankenburg, während Pascal und Moritz sich dem SV 04 Oberlosa anschließen. Danke für euren Einsatz und viel Erfolg für die Zukunft.

 

(slu)

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Foto: Und jährlich grüßt das Murmeltier...

Gute Leistung zum Saisonabschluss

(05.05.2019)

Im letzten Spiel der Saison muss sich der HC Einheit Plauen der HSG Freiberg mit 34:37 (17:21) geschlagen geben. Auch wenn das Ergebnis es nicht widerspiegelt, verabschieden sich die Spitzenstädter mit einer guten Vorstellung aus der Mitteldeutschen Oberliga. Konnte Einheit in der ersten Halbzeit die Partie teilweise in Front liegend bestimmen, brachen sie zu Beginn des zweiten Spielabschnitt ein und kämpften sich am Ende zu einem beachtlichen Ergebnis gegen den Tabellendritten aus Freiberg.

 

Einheit reiste ohne den gesperrten Pecek sowie die gesundheitlich angeschlagenen Kies und Höpner nach Freiberg. Von Beginn an entwickelte sich eine spannende und ausgeglichene Partie. In den ersten Minuten legte Freiberg ein Tor vor, den Spitzenstädtern gelang im Gegenzug der Ausgleich. Ab der 10. Spielminute wendete sich das Blatt und Einheit ging mit 9:7 in Führung. Zwei Zeitstrafen gegen David Zbiral innerhalb weniger Minuten machten aus einer 14:12-Führung der Spitzenstädter einen 16:19-Rückstand. „Wir waren in den Unterzahlsituationen nicht abgeklärt genug und Freiberg nutze die Überzahl konsequent aus“, erläutert Trainer Jan Richter. Wieder vollzählig auf dem Parkett erzielten beide Mannschaften gleichermaßen Tore, sodass Einheit mit einem 17:21-Rückstand in die Kabine ging.

 

Die Halbzeitpause schien dem Spiel der Spitzenstädter nicht gut zu tun. Nach dem Seitenwechsel stand eine völlig veränderte Mannschaft auf dem Spielfeld. Statt konzentriert und konsequent weiter zu spielen, hatten die Plauener den Spielfaden komplett verloren. In zehn Minuten erzielten sie nur ein mageres Tor. Die Freiberger nutzten die Fehler der Spitzenstädter gnadenlos aus und erspielten sich einen komfortablen 18:28-Vorsprung. Die Partie schien gelaufen und Einheit drohte eine sprichwörtliche Klatsche. Doch aufgeben war keine Option. Die Mannschaft um Kapitän Maximilian Krüger kämpfte um jeden Ball und das machte sich bezahlt. Tor um Tor gelang es den Rückstand zu verkleinern. Dabei erwiesen sich Kreisläufer Martin Danowski und Rückraumspieler Maximilian Krüger als besonders treffsicher. Am Ende leuchtete ein versöhnliches 34:37 von der Anzeigentafel.

„Auch wenn wir das Spiel heute verloren haben, bin ich stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Selbst nach dem hohen Rückstand haben sie nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern Moral gezeigt, gekämpft und sich ordentlich aus der Mitteldeutschen Oberliga verabschiedet“, sagt Trainer Jan Richter zum Abschluss.

 

HCE Plauen: Misar (1), Pour, Beketov (5), Dobritz (1), Corda (1/1), Krüger (8), Wolf (1), Mehler, Broz (2), Zbiral (2), Rahn (3), Danowski (10/2), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm

 

HSG Freiberg: Balin, Lehmann (3), Wolf (5), Neumann (4), Vogel, Jahn (5), Richter (2), Hensel, Matschos (1), Rabe (1), Harvan (5), Gelnar (5/2), Werner (3), Mojzis (3), Trainer Jiri Tancos

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 3 für Freiberg

Zeitstrafen: 5 für Plauen, 2 für Freiberg

 

(slu)

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Foto: Gute Leistung zum Saisonabschluss

Spitzenstädter auswärts nicht chancenlos

(01.05.2019)

Zum letzten Spiel in der Mitteldeutschen Oberliga reisen die Plauener am kommenden Samstag zur HSG Freiberg. Der Anwurf erfolgt einheitlich für alle Spiele an diesem Tag um 19 Uhr. Für beide Teams geht es eigentlich um nichts mehr. Die Freiberger beenden die Saison auf dem dritten Rang. während Einheit bekanntlich als Vorletzter den Gang in die Sachsenliga antreten muss. Trotzdem möchten die Spitzenstädter an die Erfolge der letzten Spieltage anknüpfen und in Freiberg alles in die Waagschale werfen.

 

Nach dem deutlichen 30:22-Erfolg im Westsachsenderby gegen den ZHC Grubenlampe ist dem HC Einheit der 13. Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Auf diesem stehen die Spitzenstädter mit 13:37 Punkten. Aus den letzten fünf Spielen konnten die Plauener sieben Punkte holen. „Leider startete unsere Aufholjagd zu spät“, erklärt Einheit-Coach Jan Richter. „Erst in den letzten Spieltagen hat die Mannschaft ihr eigentliches Leistungspotenzial erreicht und auch gezeigt. Würde die Saison noch etwas länger gehen, bin ich mir sicher, dass wir den Klassenerhalt schaffen würden.“ Ursachen für die späte positive Entwicklung der Spitzenstädter gibt es viele. Eine zu kurze Vorbereitung aufgrund des überraschenden Abgangs von Ex-Trainer Rüdiger Bones, der Trainerwechsel nach dem neunten Spieltag von Michel Wiesend zu Jan Richter sowie der verletzungsbedingte Ausfall einiger Leistungsträger. „All das hatte Auswirkungen, die wir erst über die Zeit kompensieren konnten. Aber daran lässt sich nichts mehr ändern. Wir werden in Freiberg alles geben und uns so teuer wie möglich verkaufen. Dabei sehe ich uns nicht unbedingt chancenlos, wenn wir weiter an die Leistung der vergangenen Spiele anknüpfen“, gibt sich Trainer Jan Richter zuversichtlich. Das Hinspiel hatte Einheit lang offen halten können. Erst in den letzten Minuten musste man sich am Ende mit 29:33 geschlagen geben. Es wird ein hartes Stück Arbeit insbesondere für die Abwehr der Spitzenstädter, die in dieser Saison seit langem der Schwachpunkt zu sein scheint. 717 Gegentore sind der schwächste Wert der Liga. Mit der HSG Freiberg treffen die Plauener auf die Mannschaft mit dem zweitstärksten Angriff der Liga. Die Gastgeber erzielten im Schnitt 28 Treffer pro Spiel und sind für ihren Tempohandball bekannt. Seit sieben Spieltagen sind die Freiberger ungeschlagen und wollen dies sicher auch bleiben. 

 

(slu)

Foto zur Meldung: Spitzenstädter auswärts nicht chancenlos
Foto: Spitzenstädter auswärts nicht chancenlos

Einheit gewinnt Westsachsenderby

(28.04.2019)

Der HC Einheit verabschiedet sich mit einem Heimsieg von seinen Fans. Im Westsachsenderby besiegten die Spitzenstädter den ZHC Grubenlampe mit 30:22. Das Kellerduell der beiden bereits feststehenden Absteiger lieferte keinen hochklassigen Handball, war aber die erwartet spannende Partie, auch wenn das deutliche Ergebnis dies nicht vermuten lässt. Eine entscheidende Rolle dabei spielte auch das Schiedsrichtergespann.

 

Beide Mannschaften hatten sich für das Spiel einiges vorgenommen. Ein Sieg sollte her, um die Saison noch positiv ausklingen zu lassen. Dem entsprechend ging es von der ersten Minute an heiß her. Das erste Tor für die Plauener erzielte Viktor Beketov, doch Zwickau konnte nur wenige Sekunden später ausgleichen. In den folgenden Minuten setzte sich Einheit auf 6:3 ab. Die Gäste leisteten sich im Angriff zu viele Fehler, welche die Spitzenstädter zu nutzen wussten. Doch statt konsequent und geduldig weiter zu spielen, ließ Einheit sich von Zwickau anstecken. Fehler und überhastete Abschlüsse, dazu der ein oder andere eigenartige Pfiff der Unparteiischen und schon waren die Westsachsen wieder auf 6:6 dran. Trainer Jan Richter sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Diese zeigte deutlich Wirkung. In der Folge konnte sich Einheit Tor um Tor absetzen. Auch zwei Zeitstrafen und eine fragwürdige Disqualifikation von Maximilian Krüger änderten daran nichts. Durch Tore von Beketov, Danowski, Zbiral, Rahn und Wolf gingen die Spitzenstädter mit einer komfortablen 18:11 Führung in die Halbzeitpause. Das Spiel schien entschieden.

 

Doch im zweiten Spielabschnitt sollte es noch einmal spannend werden. Einheit schien den Spielfaden irgendwie verloren zu haben. Die Spitzenstädter agierten im Angriff überhastet und leisteten sich so viele Fehler. Die Zwickauer, die an diesem Tag nicht an die Leistungen aus dem Unentschieden vergangene Woche gegen Aschersleben anknüpfen konnten, bedankten sich und erzielten Treffer um Treffer. Auch eine Auszeit durch Trainer Jan Richter änderte daran nichts. Die Gäste erzielten sogar das 20:17. In den folgenden Minuten war es eine zerfahrene Partie. Nur dank einer starken Leistung von Torhüter Josef Pour blieb Einheit in Führung. Erst Mitte der zweiten Halbzeit fanden die Plauener zurück ins Spiel. In der Abwehr wurde den Zwickauer Angreifern nun ordentlich das Leben schwer gemacht und im Angriff setzte Mittelmann David Zbiral seine Mitspieler gekonnt in Szene. So gelang es sich fünf Minuten vor dem Ende auf 29:20 abzusetzen. Den letzten Treffer der Spitzenstädter erzielte Youngster Tom Mehler, der sich damit für seinen Einsatz in dieser Saison endlich belohnen konnte. Am Ende gewann Einheit das Westsachsenderby deutlich mit 30:22. „Wir haben unser Ziel für heute erfüllt, auch wenn es sicherlich kein handballerisch schönes Spiel war. Wir haben uns zu sehr vom Zwickauer Spiel anstecken lassen. Am Ende zählt für uns der Sieg, auch wenn die Saison gelaufen ist“, erklärt Trainer Jan Richter. „Aufgrund des verkorksten Saisonbeginns sind wir erst am Ende richtig in Form gekommen. Das ist sehr schade, aber nicht mehr zu ändern. Ein Spiel gegen Freiberg gibt es noch zu bestreiten und dann konzentrieren wir uns schon auf die kommende Saison.“

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov (6), Dobritz, Corda, Krüger, Wolf (6), Höpner, Mehler (1), Broz (2), Kies, Zbiral (3), Rahn (6), Danowski (6/2), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm

 

ZHC Grubenlampe: Vala (1), Koska (2), Schramm, Knape, Weihrauch, Steudemann (1), Burda (3), Model (5/2), Kretzschmar (1), Kozubik (4), Schüller, Sieczka, Wenzel (2), Musteata (3), Trainer Silvio Schmidt

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 3 für Zwickau

Zeitstrafen: 6 für Plauen, 5 für Zwickau

Disqualifikation: 1 für Plauen, 2 für Zwickau

Zuschauer: 382

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit gewinnt Westsachsenderby
Foto: Einheit gewinnt Westsachsenderby

Einheit bestreitet letztes Heimspiel

(25.04.2019)

Am kommenden Samstag um 19 Uhr ertönt der Anpfiff zum letzten Heimspiel des HC Einheit Plauen in der Mitteldeutschen Oberliga. Dann empfangen die Spitzenstädter den Tabellenletzten ZHC Grubenlampe. Beide Mannschaften stehen als Absteiger bereits fest. Trotzdem wird es eine spannende Partie werden, in der es um mehr geht als die sprichwörtliche goldene Ananas. Einheit hat nach der schmerzlichen Niederlage im Hinspiel noch eine Rechnung offen.

 

Für drei Akteure der Spitzenstädter wird es die letzte Partie vor heimischer Kulisse im rot-weißen Trikot sein. Moritz Rahn, Viktor Beketov und Pascal Wolf werden den Verein nach dieser Saison verlassen. „Ich hatte in Plauen eine schöne Zeit, auch wenn sie sportlich nicht immer so erfolgreich war“, erklärt Linksaußen Moritz Rahn. „Wir möchten uns natürlich mit einem Heimsieg von den Fans verabschieden und dafür werden wir alles tun.“ Einheit steht aktuell mit 11:37 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und ist damit ebenso abgestiegen wie Zwickau, die mit 9:39 Punkten Tabellenletzter sind. Dennoch wird es eine spannende Partie zwischen beiden Teams. „Wenn Zwickau das Spiel gewinnt, tauschen wir die Plätze. Das wollen wir auf keinen Fall. Ich erwarte, dass sie alles in die Waagschale werfen, um die zwei Punkte mitzunehmen“, so Einheit-Trainer Jan Richter. Die Spitzenstädter befinden sich nach den letzten Spieltagen in aufsteigender Form, leider zu spät, um daraus noch irgendwie Kapital zu schlagen. Aus den letzten vier Spielen konnte Einheit fünf Punkte erzielen. Dem sollen am Samstag noch zwei weitere hinzugefügt werden. „Wenn wir weiterhin so konzentriert spielen wie zuletzt, ist ein Sieg möglich. Wir werden versuchen über eine kompakte Abwehr hinweg, schnell und druckvoll nach vorn zu spielen“, gibt Richter die Marschrichtung vor. Bis auf Dominik Pecek, der aufgrund einer blauen Karte bis zum Saisonende gesperrt ist, ist das Aufgebot der Spitzenstädter vollzählig. Bei den Gästen aus Zwickau wird ein zukünftiger Einheit-Akteur auflaufen. Rückraumspieler Matyas Burda wechselt von Zwickau zur Einheit. In den letzten Partien für Zwickau bewies auch er aufsteigende Form und erzielte beim Punktgewinn gegen Aschersleben zuletzt die meisten Tore. „Wir freuen uns, dass Matyas nach Plauen kommt. Aber wir hoffen, dass er am Samstag nicht ganz so in Form ist“, bemerkt Jan Richter mit einem Augenzwinkern. Der HC Einheit Plauen hofft zu seinem letzten Heimspiel noch einmal auf eine gut gefüllte Tribüne. Da alle Spiele der Mitteldeutschen Oberliga zeitgleich stattfinden, erfolgt der Anpfiff diesmal 19 Uhr.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit bestreitet letztes Heimspiel
Foto: Einheit bestreitet letztes Heimspiel

Spitzenstädter feiern Auswärtssieg

(14.04.2019)

Lang hat es gedauert! Endlich konnte der HC Einheit Plauen in der Mitteldeutschen Oberliga auch einmal auswärts jubeln. Die Spitzenstädter bezwangen in einer am Ende spannenden Partie den HSV Apolda mit 27:25 (15:11). Damit erzielt die Mannschaft von Trainer Jan Richter die ersten Auswärtspunkte in dieser Saison. Weiterhin stehen die Plauener auf Tabellenplatz 13.

 

Die Partie glich fast dem Spiel vergangene Woche in Halle. Doch diesmal behielt Einheit bis zum Ende die Nerven und konnte sich für seine Leistung endlich einmal belohnen. Das Aufeinandertreffen startete ausgeglichen. Beide Mannschaften trafen bis zum 6:6 gleichermaßen, sodass die Führung immer wieder hin und her wechselte. Mitte der ersten Halbzeit hatten die Spitzenstädter die Gastgeber dann zunehmend im Griff. In der Abwehr rührte Abwehrchef Maximilian Krüger zusammen mit seinen Mannschaftskollegen sprichwörtlich Beton an. Im Angriff zog Mittelmann David Zbiral klug die Fäden. So eröffneten sich für Beketov, Danowski und Krüger immer wieder Einwurfmöglichkeiten, die diese auch nutzten. Innerhalb von zehn Minuten setzen sich die Spitzenstädter auf 14:7 ab. Doch wie schon zu oft in dieser Saison riss der Spielfaden auf unerklärliche Weise. Da aber auch Apolda nicht wirklich ins Spiel fand, wurden beim Stand von 15:11 die Seiten gewechselt.

 

Ein vergebener Strafwurf von Einheit und zwei Gegentore zu Beginn des zweiten Spielabschnittes brachten Trainer Jan Richter dazu, eine Auszeit zu nehmen, um wieder Ruhe und Konzentration ins Plauener Spiel zu bringen. Dies gelang nur bedingt. Zwar erzielten die Spitzenstädter nun wieder Treffer, aber Apolda gelang es langsam Tor um Tor aufzuholen. Mitte der zweiten Halbzeit stellten sie den 19:19-Ausgleich her. Das Spiel drohte zu kippen. Wenig später gerieten die Plauener sogar mit 19:20 beziehungsweise 20:21 in Rückstand, ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Drei Tore in Folge von Danowski und Wolf brachten die Spitzenstädter wieder mit 24:22 in Führung. Als Maximilian Krüger zwei Minuten vor dem Ende beim Stand von 26:24 die rote Karte erhielt, drohte Einheit wieder ohne Punkte nach Hause fahren zu müssen. Apolda gelang zwar der Anschlusstreffer, aber dank einer konzentrierten Leistung in der Abwehr und viel Geduld im Angriff konnte Viktor Beketov den 27:25-Siegtreffer erzielen. „Ich freue mich, dass wir uns endlich für die Leistungssteigerung der letzten Wochen und ein gutes Spiel heute belohnen konnten“, sagte Trainer Jan Richter nach der Partie. „Dennoch haben wir es wieder unnötig spannend gemacht. Im letzten Heimspiel am 27. April gegen Zwickau wollen wir die gute Leistung fortsetzen und gemeinsam mit unseren Fans einen Heimsieg feiern.“

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov (8), Dobritz, Krüger (2/1), Wolf (4), Höpner, Broz, Kies (1), Zbiral (4), Rahn (2), Danowski (6), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Apolda: Ban (8/2), Trautvetter (1), Dippmann, Wenke (6), Ilievski, Mirilo (4), Poschbeck, Langer, Mitevski, Heinemann J. (1), Toskoski, Heinemann N. (3), Veselinovic (2), Trainer Frank Ihl

 

Verwarnungen: 4 für Plauen, 3 für Apolda

Zeitstrafen: 3 für Plauen, 5 für Apolda

Disqualifikation: 1 für Plauen

 

(slu)

Foto zur Meldung: Spitzenstädter feiern Auswärtssieg
Foto: Spitzenstädter feiern Auswärtssieg

HC Einheit stellt Weichen für die kommende Saison

(11.04.2019)

Rechnerisch ist der HC Einheit Plauen aus der Mitteldeutschen Oberliga abgestiegen. Im Hintergrund laufen die Planungen für die kommende Spielzeit aber bereits seit Monaten auf Hochtouren. Die Spitzenstädter vermelden nun die erste neue Personalie. Ab dem Sommer wird Vasile Sajenev gemeinsam mit Jan Richter die Geschicke der Mannschaft in der Sachsenliga leiten. „Jan Richter hat die Mannschaft in einer sehr schwierigen Situation ohne Trainererfahrung übernommen und leistet aus unserer Sicht sehr gute Arbeit“, erklärt Vorstand Frank Kühn. „Dies wollen wir auch fortsetzen. Jan Richter ist für uns der Trainer der Zukunft, deshalb stellen wir ihm mit Vasile Sajenev einen erfahrenen Mann zu Seite.“ Beider werden gemeinsam als Trainerteam ab Juli in die Vorbereitungsphase starten.

Der gebürtige Rumäne Sajenev war zuletzt als Trainer des HC Glauchau/Meerane in der Mitteldeutschen Oberliga aktiv, bevor er sich aus familiären Gründen eine Auszeit gönnte. „Nun habe ich wieder Lust aktiv zu werden. Mich reizt die Aufgabe hier in Plauen und ich freue mich auf Zusammenarbeit“, sagt Sajenev, der auf eine lange und erfolgreiche Handballerkarriere zurückblicken kann. Von 1990 bis 1992 lief er in Spanien auf. Der Rückraumspieler wechselte zu Beginn der Saison 1992/1993 nach Deutschland. Er spielte zunächst mit dem SC Magdeburg II in der 2. Bundesliga. Die weiteren Stationen des rumänischen Nationalspielers (68 Länderspiele) waren Dessau, Delitzsch, Köthen, Leipzig, Pirna, Dresden und Zwönitz. Die Vereinbarung läuft zunächst ein Jahr. Der 48jährige lebt in Zwönitz und wird nach Plauen pendeln.

 

(slu)

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Foto: HC Einheit stellt Weichen für die kommende Saison

Einheit will nachlegen

(11.04.2019)

Nach dem Punktgewinn am vergangenen Wochenende in Halle müssen die Plauener diesmal nach Apolda. Dort treffen sie um 20 Uhr auf den Tabellenzehnten der Mitteldeutschen Oberliga und rechnen sich gute Möglichkeiten aus. Zwar ist der HC Einheit bereits rechnerisch abgestiegen, doch die Formkurve der Plauener zeigt nach oben. Das will die Mannschaft von Trainer Jan Richter nutzen, um sich auch in Apolda teuer zu verkaufen und wenn möglich sogar den ersten Auswärtssieg feiern.

 

Das Hinspiel im November hatten die Plauener in eigener Halle mit 32:25 überraschend deutlich für sich entschieden. Es war der zweite Sieg in Folge unter Trainer Jan Richter. Danach folgten neun Niederlagen. Erst in den letzten Wochen ist die Formkurve der Spitzenstädter wieder ansteigend. Aus den letzten drei Spielen konnte Einheit drei Punkte gewinnen. „Diesen Trend wollen wir gern fortsetzen. Es sind noch drei Punktspiele zu absolvieren und wir werden alles dafür geben, dass wir die Saison mit einer ordentlichen Leistung abschließen“, erklärt Trainer Jan Richter. Zuletzt zeigte sich seine Mannschaft deutlich verbessert in Angriff und Abwehr. Ob es daran liegt, dass der Druck weg ist? „Natürlich haben wir nichts mehr zu verlieren, aber das allein ist nicht der Grund. Wir haben in den letzten Wochen einfach besser trainieren können und das merkt man im Spiel sofort. Auch haben einige Spieler wieder zurück zu ihrer Form gefunden“, so Trainer Richter weiter. Die Spitzenstädter zeigten sich in den letzten Partien im Angriff vielseitiger und strahlten von allen Positionen Torgefahr aus. Dennoch ist die Fehlerquote phasenweise noch zu hoch, was Einheit ein ums andere Mal um ein besseres Ergebnis bringt. Sollte Einheit gegen Apolda an diese verbesserte Leistung anknüpfen können und wenig Fehler machen, ist auch hier etwas Zählbares drin.

 

Apolda steckt derzeit noch mitten im Abstiegskampf. Die Mannschaft von Trainer Frank Ihl steht mit 19:27 Punkten auf Platz zehn der Tabelle und hat damit nur drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den mit 16:30 Punkten der SV Oebsifelde inne hat. Bei noch drei ausstehenden Spielen und sechs zu verteilenden Punkten muss Apolda gegen Einheit gewinnen, wollen sie nicht weiter in Abstiegsgefahr geraten.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit will nachlegen
Foto: Einheit will nachlegen

Einheit erringt ersten Auswärtspunkt

(07.04.2019)

Endlich konnte der HC Einheit Plauen auch auswärts punkten. Beim USV Halle hieß es am vergangenen Samstag 26:26-Unentschieden. Unglaublich, aber nach dem Spielverlauf, insbesondere in der ersten Halbzeit, wäre für die Spitzenstädter sogar mehr drin gewesen. Am Ende müssen die Plauener aber auch froh sein, dass sie nicht wieder mit leeren Händen da stehen. Doch die Freude über den ersten Auswärtspunkt überwiegt.

 

Ohne die kranken Höpner und Werning sowie den gesperrten Pecek startete Einheit in die Partie. Von Beginn an übernahmen die Spitzenstädter die Führung im Spiel. Doch die Gastgeber blieben dran. Es entwickelte sich in den ersten Minuten eine spannende Begegnung mit leichten Vorteilen für Einheit. Danowski per Strafwurf und Krüger aus dem Rückraum brachten die Plauener beim Stand von 4:2 mit zwei Toren in Führung. Zehn Minuten waren da gespielt. Es war in den Anfangsminuten ein torarmes Aufeinandertreffen, das von den Abwehrreihen und Fehlwürfen auf beiden Seiten geprägt war. Bis zur 20. Spielminute blieb das auch so. Dann gelang es Einheit den Vorsprung Tor um Tor auf 15:9 auszubauen. Grundlage dafür war einerseits eine stabile Abwehr, die den Gegner zu Fehlern zwang. Andererseits netzten Wolf und Beketov nun zielsicher ein. Diesen Spielfluss unterbrach Halle durch eine Auszeit. „Unerklärlicherweise kam es zu einem Bruch in unserem Spiel wie schon zu oft in dieser Saison. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit haben wir wieder unkonzentriert und kopflos agiert“, ärgerte sich Trainer Jan Richter. So büßten die Spitzenstädter ihren Vorsprung fast ein. Beim Stand von nur noch 16:14 wurden die Seiten gewechselt.

 

Die zweite Halbzeit begann turbulent. In Unterzahl agierend erzielte Broz das 17:14. Wieder vollzählig auf dem Parkett erhielt Abwehrchef Maximilian Krüger eine Zeitstrafe. Ihm folgten kurze Zeit später die Hallenser Suchanke und Wagner. Doch Einheit konnte daraus wenig Kapital schlagen. Trainer Jan Richter sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen, als Halle zum 18:17 aufschließen konnte. Die Wirkung blieb allerdings aus. Die Gastgeber erzielten den 19:19-Ausgleich. Das Spiel drohte zu kippen. Innerhalb von vier Minuten erhielt Einheit zwei Zeitstrafen und eine Disqualifikation. Doch auch Halle machte aus diesem Vorteil wenig. So blieb es eine spannende Partie, in der Einheit immer mit einem Tor in Führung ging, Halle jedoch umgehend den Ausgleich erzielte. Als Beketov beim Stand von 25:25 eine Zeitstrafe erhielt und Halle das 26:25 erzielte, bangten die mitgereisten Fans auf der Tribüne. Levin Kies erzielte zwei Minuten vor dem Ende den 26:26-Ausgleich. Im Gegenzug verwarf Halle, sodass die Spitzenstädter sogar noch die Chance zum Sieg bekamen. Aber der Wurf verfehlte sein Ziel ebenso wie ein direkt auszuführender Freiwurf der Gastgeber. „Wenn man heute etwas bemängeln muss, dann unser Spielverhalten in Überzahlsituationen und unsere Chancenverwertung“, resümiert Trainer Jan Richter. „Am Ende wäre mit einer konzentrierteren Leistung sogar mehr drin gewesen, aber wir freuen uns trotzdem über den gewonnenen Punkt.“

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov (10), Corda, Krüger (2), Wolf (4), Broz (3), Kies (1), Zbiral, Rahn (2), Danowski (4/4), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

USV Halle: Streuber, Kosak, Heyer (8/5), Flemming, Suchanke, Haase, Feger, Berends (11), Wagner, Gruszka (1), Baum, Conrad (3), Grauert (2), Thiele (1), Trainerin Ines Seidler

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 4 für Halle

Zeitstrafen: 6 für Plauen, 5 für Halle

Disqualifikation: 1 für Plauen

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit erringt ersten Auswärtspunkt
Foto: Einheit erringt ersten Auswärtspunkt

Einheit will endlich auch auswärts punkten

(04.04.2019)

Auswärts konnte der HC Einheit Plauen in dieser Saison bisher sprichwörtlich noch keinen Blumentopf gewinnen. Das soll beim abstiegsbedrohten USV Halle am kommenden Samstag anders werden. Personell schwächelte Einheit unter der Woche krankheitsbedingt, dennoch sieht Trainer Jan Richter durchaus Chancen für seine Mannschaft.

 

Vor knapp fünf Monaten war der Jubel in der Einheit-Arena mit der Schlusssirene grenzenlos. Buchstäblich in letzter Sekunde netzte Moritz Rahn damals zum 28:27-Heimsieg gegen den USV Halle ein. Es war der erste Erfolg unter Trainer Jan Richter. Dieser soll wenn möglich am kommenden Samstag wiederholt werden. „Leicht wird das nicht“, weiß Kreisläufer Martin Danowski, der mit dem USV Halle auf einen seiner ehemaligen Klubs trifft. „Halle steht mit nur einem Punkt Vorsprung auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Da wären die Punkte gegen uns extrem wichtig. Aber wir wollen ebenfalls gewinnen.“ Auch wenn die Spitzenstädter durch die 29:37-Niederlage gegen den Tabellenführer HC Elbflorenz II vergangene Woche rechnerisch abgestiegen sind, haben sie ein Ziel. „Wir wollen uns in jedem Spiel so teuer wie möglich verkaufen und natürlich gewinnen. Das Ziel ist es, den vorletzten Tabellenplatz gegenüber Zwickau zu behaupten“, erklärt Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Unter der Woche konnten die Spitzenstädter nicht vollständig trainieren. Eine Krankheitswelle sorgte für zahlreiche Ausfälle. Doch bis zum Abschlusstraining bzw. Spiel hofft Trainer Jan Richter auf die Genesung der Spieler. Nicht im Kader stehen wird auf jeden Fall Rechtsaußen Dominik Pecek, der im letzten Spiel eine blaue Karte erhielt und damit mindestens für ein Spiel gesperrt ist. Nach dem überraschenden Erfolg gegen den HC Aschersleben und der phasenweise guten Leistung gegen den HC Elbflorenz II rechnet sich Einheit zumindest eine kleine Chance gegen den USV Halle aus. „Dazu müssen wir aber wie zuletzt diszipliniert und konzentriert agieren. Wir haben letzte Woche gesehen, dass wir dann auch gegen den Tabellenführer mithalten können. Aber auch gegen Halle dürfen wir uns keine Schwächephase leisten, denn sind wir erst einmal in Rückstand, wird es schwer“, erklärt Trainer Jan Richter.

Für den USV Halle ist der Klassenerhalt aus eigener Kraft noch zu schaffen. Die Mannschaft von Trainerin Ines Seidler steht mit 17:27 Punkten derzeit auf Tabellenplatz 11 und damit einen Punkt vor den Abstiegsrängen. In den letzten Partien gegen Freiberg und Burgenland gab es zwei knappe Niederlagen, davor erzielten die Hallenser gegen Aschersleben und Oebisfelde zwei knappe Siege. Der kommende Gegner der Plauener beweist also Nervenstärke und kämpft bis zur letzten Sekunde. Das muss Einheit auch, wenn am kommenden Samstag die ersten Auswärtspunkte eingefahren werden sollen.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit will endlich auch auswärts punkten
Foto: Einheit will endlich auch auswärts punkten

Nichts zu holen beim Tabellenführer

(31.03.2019)

Der HC Einheit Plauen hat sein Nachholspiel beim HC Elbflorenz II mit 29:37 (16:19) verloren. Dabei verkauften sich die Spitzenstädter beim Favoriten nicht schlecht. Einer guten ersten Halbzeit folgte eine Schwächephase zu Beginn des zweiten Spielabschnittes, welche die Partie frühzeitig entschied. Da auch Konkurrent ZHC Grubenlampe sein Spiel verlor, bleiben die Plauener auf dem vorletzten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga.

 

Den ersten Treffer der Partie setzten die Gastgeber und legten nach einem Fehler der Spitzenstädter gleich noch zum 0:2 nach. Moritz Rahn erzielte das erste Tor der Gäste. Einheit tat sich im Angriff zu Beginn des Spiels etwas schwer. Die Abwehr um Torhüter Josef Pour stand stabil. Dennoch gelang es Elbflorenz sich beim Stand von 2:5 auf drei Tore abzusetzen. In der Folge war das Spiel ausgeglichen. Auch eine Zeitstrafe und die darauf folgende Unterzahl überstand Einheit schadlos. Bis zum 8:11 blieben die Spitzenstädter dran, aber eine doppelte Unterzahlsituation und zwei Tore des Dresdners Oskar Emanuel vergrößerten den Rückstand auf 8:13. Nach einer Auszeit und wieder vollzählig auf dem Parkett kämpfte sich Einheit durch Tore von Rahn, Krüger, Beketov und Danowski wieder heran. „Grundlage dafür war eine gute Abwehrarbeit unsererseits, so ist es uns gelungen den Gegner ab und an zu Fehlern zu zwingen oder aus eher ungünstigen Positionen den Abschluss zu suchen. Leider haben wir aus den sich uns dadurch bietenden Chancen zu wenig gemacht. Insgesamt bin ich mit der Leistung in der ersten Halbzeit aber zufrieden“, erklärt Trainer Jan Richter nach dem Spiel. Beim Stand von 16:19 aus Plauener Sicht wurden die Seiten gewechselt.

 

Leider fand Einheit nach der Halbzeitpause gar nicht zurück ins Spiel. Es dauerte sieben Minuten bis Moritz Rahn endlich ein Tor für Einheit erzielte. Elbflorenz hatte bis dahin allerdings bereits vier Tore geworfen. So war das Spiel beim Stand von 17:23 so gut wie entschieden. „Es ist ärgerlich, dass wir uns ein besseres Ergebnis durch den schwachen Beginn der zweiten Hälfte selbst verbaut haben. Wir waren nicht konzentriert genug und haben zu viele Fehler gemacht. Selbst Überzahlsituationen wussten wir nicht für uns zu nutzen“, ärgerte sich Trainer Jan Richter. Nach der Schwächephase stabilisierte sich Einheit wieder, aber der Tabellenführer spielte souverän und ließ sich auch beim Stand von 24:28 nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende musste sich Einheit erwartungsgemäß mit 29:37 geschlagen geben.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov (7), Dobritz, Corda, Krüger (2), Wolf (1), Höpner, Werning (1), Broz (2), Zbiral (2), Rahn (6), Danowski (8/7), Pecek, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HC Elbflorenz II: Weinand (1), Kleinert, Grießbach (2), Noguchi, Emanuel (6), Buschmann (2), Stopp, Märtner (3), Cal (2), Marschall (1/1), Cornelius (10), Viehweger (5), Vogt, Große (5), Trainer Rico Göde

 

Verwarnungen: 4 für Plauen, 3 für Elbflorenz

Zeitstrafen: 6 für Plauen, 4 für Elbflorenz

Disqualifikation: 1 für Plauen

 

(slu)

Foto zur Meldung: Nichts zu holen beim Tabellenführer
Foto: Nichts zu holen beim Tabellenführer

So teuer wie möglich verkaufen

(28.03.2019)

Am kommenden Spieltag hängen die Trauben für den HC Einheit Plauen hoch. Dann muss die Mannschaft von Trainer Jan Richter auswärts beim Tabellenführer HC Elbflorenz II antreten. Es ist eine schwierige Situation für die Spitzenstädter, die nach dem Sieg am vergangenen Spieltag mit einer positiven Einstellung in die Landeshauptstadt fahren. Das Ziel dabei ist klar. Einheit will sich so teuer wie möglich verkaufen und weiter an den eigenen Defiziten arbeiten.

 

Am vergangenen Spieltag konnte Einheit für viele überraschend endlich wieder einen Sieg bejubeln. Gegen den Tabellensechsten HC Aschersleben gewannen die Plauener mit 32:26. Damit kletterten die Spitzenstädter auf den vorletzten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga. „Endlich konnten wir mal unser volles Potenzial ausschöpfen. Wir haben von Beginn an konzentriert gespielt und uns auch von kleinen Fehlern nicht verunsichern lassen“, freut sich Trainer Jan Richter rückblickend. An diese Leistung soll auch am kommenden Samstag gegen Elbflorenz II angeknüpft werden. Aus dem Hinspiel, dass Einheit 18:27 verloren hatte, wissen Trainer und Spieler, dass man sich gegen diesen Gegner keine Schwächephase erlauben kann. Die Marschroute ist klar. „Wir müssen über eine stabile Abwehr im Angriff schnell und konsequent agieren. Anders als zu oft in dieser Saison bisher müssen wir die sich uns bietenden hundertprozentigen Torchancen auch nutzen. Sonst werden wir wie schon im Hinspiel gnadenlos bestraft“, so Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. An der Abschlussschwäche hat die Mannschaft in den letzten Wochen im Training gearbeitet. „Es macht sich bemerkbar, wenn alle Spieler fit sind und trainieren können. Gegen Elbflorenz erwarte ich von der Mannschaft, dass sie wieder alles gibt, dann werden wir sehen wozu das am Ende reicht. Mehr zu hoffen, wäre in unserer Situation vermessen“, weiß Trainer Jan Richter die Ausgangslage aber realistisch einzuschätzen.

 

Der HC Elbflorenz II galt schon vor Saisonbeginn als einer der Favoriten um die Meisterschaft in der Mitteldeutschen Oberliga. Und dieser Rolle werden die Landeshauptstädter auch gerecht. Mit 35:7 Punkten stehen sie an der Tabellenspitze. Drei Niederlagen musste die Mannschaft bisher einstecken. Nur dem SV 04 Oberlosa und zweimal der HSG Freiberg gelang ein Sieg gegen Elbflorenz II. Die letzten Erfolge der Dresdner fielen sehr deutlich aus. Der Tabellenführer wird nichts anbrennen lassen, denn die Verfolger im Kampf um Platz 1 sitzen ihm im Nacken.

 

(slu)

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Foto: So teuer wie möglich verkaufen

Einheit kann endlich wieder jubeln

(17.03.2019)

Der HC Einheit Plauen kann noch gewinnen! Am vergangenen Samstag besiegten die Spitzenstädter in der Mitteldeutschen Oberliga den HC Aschersleben mit 32:26 (11:13). Damit beendeten sie eine Durststrecke von neun Niederlagen in Folge. Grundlage für den Erfolg war eine konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung, welche den Gegner ins Besondere im zweiten Spielabschnitt dominierte. Die Plauener liegen nach diesem Erfolg somit punktgleich mit dem ZHC Grubenlampe auf Rang 13 und konnten die rote Laterne an diesen abgeben.

 

Wie schon in den vergangenen Spielen begann Einheit konzentriert. Nach dem ersten Tor des Spiels durch die Gäste erzielte Mannschaftskapitän Maximilian Krüger umgehend den Ausgleich. In der Folge legte Aschersleben immer ein Tor vor und Einheit gelang im Gegenzug der Ausgleich. Die Abwehr der Spitzenstädter tat sich zu diesem Zeitpunkt schwer mit dem dynamischen Angriff der Gäste. So kassierte Martin Broz beim Stand von 3:5 früh eine Zeitstrafe und nach einem unglücklichen Foul in der 14. Minute dann die rote Karte. Kurze Zeit später musste auch Abwehrchef Maximilian Krüger eine Zeitstrafe hinnehmen. Doch die robuste Spielweise zeigte Wirkung. Trotz der häufigen Unterzahlsituationen geriet Einheit nur mit 5:7 in Rückstand, was auch ein Verdienst von Torhüter Josef Pour war, der nach den letzten Spielen endlich wieder zu alter Stärke fand. In den Angriffsbemühungen der Spitzenstädter war allerdings zu dieser Zeit noch Sand im Getriebe. Zu viele Fehlwürfe nutzen die Gäste zu einer zwischenzeitlichen 5:10-Führung. Es schien das übliche Spiel der Plauener zu werden. Doch Trainer Jan Richter wechselte nach einer Auszeit die richtigen Spieler ein. Viktor Beketov sorgte für einfache Tore der Plauener aus dem Rückraum und Rückkehrer Dominik Pecek überwand den Gästekeeper mehrfach von außen. David Zbiral und Moritz Rahn sorgten mit ihren Treffern für den 11:13-Halbzeitstand.

 

Nach der Pause wirkte Einheit frischer und wacher als die Gäste. Per Doppelschlag sorgte Viktor Beketov für den umjubelten 13:13-Ausgleich. Doch die Spitzenstädter erzielten nicht nur den Ausgleich. Innerhalb von fünf Minuten drehten sie das Spiel und gingen mit 17:14-Führung. „Dank einer starken Abwehrleistung ist es uns gelungen, schnell einfache Tore zu erzielen. Ich bin mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden, denn endlich ist es uns einmal gelungen, unser volles Potenzial auszuschöpfen“, freute sich Trainer Jan Richter nach dem Sieg. Die knapp 300 Zuschauer in der Einheit-Arena sahen eine Mannschaft, die sich etwas zutraute und selbstbewusst auftrat, auch wenn nicht alle Aktionen zum Erfolg führten. „Natürlich macht es mehr Spaß und ist auch leichter, wenn du in Führung liegst. Trotzdem mussten wir bis zum Schluss konzentriert bleiben, um den Erfolg nicht zu gefährden“, erklärt Linksaußen Moritz Rahn, der zusammen mit Viktor Beketov in diesem Spiel acht Tore erzielte. Trotz des Rückstandes gab Aschersleben nicht auf und versuchte mit allen Mitteln die Partie zu drehen. Doch weder eine offensive Deckung noch eine Manndeckung zeigten Wirkung. Zwar gelang es den zwischenzeitlichen 22:17-Führung der Einheit zu verkürzen, aber näher als drei Tore kam Aschersleben nicht heran. Am Ende gewannen die Spitzenstädter verdient und deutlich mit 32:26.

In der kommenden Woche hat der HC Einheit spielfrei, ehe am 30. März das Spiel gegen den HC Elbflorenz II nachgeholt wird.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov (8), Krüger (1), Wolf, Höpner, Werning (1), Broz (1), Kies, Zbiral (3), Rahn (8), Danowski (5), Pecek (5), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HC Aschersleben: Kommoß (6/3), Berends (3), Filippov (8), Thäder, Wartmann, Weber (3), Nupnau (1), Uhlig (2), Hasselbusch (1), Schmidt (2), Gudonis, Trainer Dmitri Filippov

 

Verwarnungen: 4 für Plauen, 3 für Aschersleben

Zeitstrafen: 5 für Plauen, 1 für Aschersleben

Disqualifikation: 1 für Plauen

Zuschauer: 289

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit kann endlich wieder jubeln
Foto: Einheit kann endlich wieder jubeln

Im Interview: Gian-Luca Corda

(16.03.2019)

„Das war ein echt cooler Moment und ein richtig geiles Gefühl!"

 

Talentierte, junge Akteure zu finden ist schwierig, diese in die eigenen Reihen zu lotsen stellt sich als äußerst kompliziert heraus und dann noch so auszubilden, dass sie später einmal auf hohem Niveau spielen können, als nahezu unmöglich, doch es gibt gute Neuigkeiten, denn wer seinen Blick bei den letzten Partien des HC Einheit Plauen schweifen ließ, der dürfte ein neues Gesicht im Oberliga-Aufgebot entdeckt haben: Gian-Luca Corda, der es bis in die Bezirksauswahl Chemnitz geschafft hatte, sprach im Interview mit Florian Wißgott über sein Debüt als 19jähriges Eigengewächs in der Mitteldeutschen Oberliga vor über 900 Zuschauern beim Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa, erklärte, warum seine Perspektive in der ersten Mannschaft so verheißungsvoll aussieht - sowie verrät er, was ihm bei diesem Unterfangen aus seiner Zeit bei der NSG EHV/Nickelhütte Aue weiterhilft. 

 

Du bist schon ein paar Jahre im Verein, hattest du schon immer das Ziel in der ersten Mannschaft zu spielen?

Als ich mit dreizehn Jahren das erste mal mit zu einem Auswärtsspiel der ersten Mannschaft gefahren bin, seitdem stand für mich eigentlich das Ziel fest, dass ich später auch einmal auf diesem Niveau beim HC Einheit Plauen spielen möchte.

 

Auch die NSG EHV/Nickelhütte Aue hatte festgestellt, dass du Talent hast; warum war dennoch dein Intermezzo in ihren Nachwuchsmannschaften so kurz?

Das lag daran, dass ich mich leider am Ende meiner Debütsaison am Auge sehr verletzt hatte und deshalb dann erst einmal nicht mehr spielfähig war, was mir dahingehend zum Verhängnis wurde, dass ich nach meiner Genesung nicht mehr eingeladen wurde, dort weiter für die Sachsenligamannschaft auf Punktjagd gehen zu dürfen. 

 

Was bleibt aus dieser Zeit?

Auf jeden Fall wird einem dort ein sehr großer Ehrgeiz eingeimpft, den ich auch so behalten habe, dann hat es natürlich das Selbstvertrauen deutlich erhöht und nicht zu vergessen die spielerische Cleverness, die einem gelehrt wurde, die mir jetzt natürlich in der vierten Liga weiterhilft.

 

Als du letztes Jahr in der A-Jugend auf Punktjagd gingst, warst du vom Niveau der Bezirksliga nicht wirklich angetan und die zweite Mannschaft im Abstiegskampf der Bezirksliga konnte dir auch nicht wirklich eine erfolgreiche Perspektive geben: War es dann der nächste logische Schritt, mit der Oberliga-Auswahl zusammen trainieren zu wollen?

Also, zu erst einmal möchte ich sagen, dass ich selbstverständlich auch für die Zweite spielen würde, was ich ja auch schon öfters gemacht habe. Das Problem ist jetzt einfach, dass ich dann drei Partien an einem Wochenende zu bestreiten hätte, was mir zu viel ist, denn um seine optimale Leistung abrufen und mit dem Aufgebot gut harmonieren zu können, müsste ich auch noch mit allen drei Mannschaften logischerweise regelmäßig trainieren, was zeitlich nicht machbar ist, deshalb konzentriere ich mich auf die Begegnungen mit der A-Jugend in der Sachsenliga sowie den Aufeinandertreffen mit der Ersten. Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass man als ambitionierter Sportler das höchst mögliche anstrebt sowie sich bestens weiterentwickeln möchte, was mir in der Mitteldeutschen Oberliga einfach geboten wird und wenn ich diese Chance habe, dann möchte ich sie natürlich auch unbedingt nutzen. 

 

In jedem Training...?

...Kann ich so viel auf diesem hohen Niveau lernen sowie habe ich so gleichzeitig die Möglichkeit, noch sicherer im Männerbereich werden zu können und dank des guten Miteinanders sind einfach optimale Bedingungen für meine individuelle Weiterentwicklung gegeben. Ich finde auch, dass Jan Richter ein richtig guter Trainer ist und seine Übungseinheiten uns alle verbessern.

 

Worin siehst du den größten Unterschied zwischen einem Training in einem Nachwuchsleistungszentrum und einer Mannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga?

In einem Nachwuchsleistungszentrum wird einem beigebracht, dass man aus sich herauskommt sowie Entscheidungen trifft und in der Ersten kommt es eher darauf an, dass man spielerisch überzeugt.

 

Und wer hart arbeitet, ein äußerst gutes Saatgut sät, der erntet auch irgendwann einmal die Früchte?

Ich freue mich sehr, dass ich aktuell so viel Einsatzzeit bekomme, denn so kann ich mich am besten immer weiter verbessern sowie mehr dazu lernen und ich denke, wenn ich mich weiterhin im Training gut präsentiere oder dann eben in den Partien meine Leistung aufs Parkett bringe, dass ich auch in Zukunft meine Chance in den Pflichtspielen erhalten werde. 

 

Was fehlt noch auf dem Weg zum vollwertigen Mitglied im Oberliga-Aufgebot?

Ganz generell ausgedrückt die spielerische Fähigkeit, in der vierten Liga bestehen zu können, aber ich bin optimistisch, dass ich das mit kontinuierlicher Arbeit erreichen kann und natürlich auch noch die Sicherheit beim Abschluss. 

 

Wenn der Trainer einem zum ersten Mal sagt, dass man mit im Kader bei einem Pflichtspiel ist, ist...?

...Ein echt toller Moment, denn ich habe ja sehr lange daraufhin gearbeitet und dann freute ich mich natürlich sehr, endlich dieses Ziel, mal in einer Partie in der Mitteldeutschen Oberliga eingesetzt zu werden, erreicht zu haben.

 

Du warst dann erst einmal eine längere Zeit stiller Beobachter und Bankdrücker; ein normaler Umstand, um sich erst einmal an alles etwas besser gewöhnen zu können?

Ich würde sagen, dass so etwas völlig normal ist, damit man die Möglichkeit bekommt, mal die ganze Atmosphäre kennen zu lernen und sich auch in gewisser Form daran zu gewöhnen, denn durchs Zuschauen auf der Bank hat man ja auch die Gelegenheit, mal sich etwas von den Akteuren auf dem Parkett abzuschauen.

 

Was geht einem dann durch den Kopf, wenn man in der Wechselzone endlich mal ist und vor seinem ersten Einsatz steht?

Ich habe versucht, mich nur aufs Spielgeschehen zu fokussieren, alles andere auszublenden, denn man bereitet sich im Prinzip mehr oder weniger im Kopf darauf vor, dann atmet man noch einmal tief durch und anschließend geht's los.

 

Wie fühlt es sich an beim Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa vor solch einer Kulisse mit über 900 Zuschauern seinen Einstand zu geben?

Das war ein echt cooler Moment und ein richtig geiles Gefühl!

 

Welche Gedanken hattest du auf dem Parkett, als du realisiert hast, dass du jetzt mittendrin im Spielgeschehen statt nur dabei bist?

Es war für mich sehr aufregend und es war ja auch eine richtig gute Stimmung in der Halle, was dann natürlich umso mehr Spaß macht, auf dem Parkett als Spieler zu sein.

 

Du kamst sogar in den Genuss eines Torabschlusses bei einem Konter, denkt man da dann vor dem Wurf bei so einer besonderen Partie zu viel nach?

Meine Nervosität hat da auf jeden Fall mit reingespielt, aber direkt Gedanken vor meinem Abschluss, wo ich hinwerfen möchte, habe ich mir nicht gemacht.

 

Wie empfandest du aus deiner Sicht dein Pflichtspieldebüt?

Ich möchte und muss mich natürlich noch in sehr vielem verbessern sowie weiter entwickeln, aber ich finde, dass ich es für den ersten Einsatz eigentlich ganz gut gemacht habe, gerade mit der Abwehrarbeit konnte man zufrieden sein, da ich auch keine unnötigen Schusselfehler gemacht hatte. 

 

Wenn du der Trainer wärst, auf welcher Position würdest du dich aufstellen?

Gerade als junger Spieler sind, so denke ich mal, die Außen am besten dafür geeignet, um im Männerbereich Fuß fassen zu können, da man dort ganz einfach die wenigsten Fehler im Vergleich zu den anderen Positionen machen kann. Wo ich aber in der Zukunft mal spielen werde oder möchte, kann man jetzt noch gar nicht sagen, auch wenn ich in der A-Jugend auf der Mitte zum Einsatz komme, da lasse ich mich einfach überraschen.

 

Wie schätzt du deine eigene Perspektive ein und wie kannst du dich als gut ausgebildeter Nachwuchsakteur im höherklassigen Männerbereich durchsetzen?

Indem ich immer weiter mit der Mannschaft trainiere, hoffe, dass ich auch in den nächsten Partien meine Einsatzchance erhalte, dass ich noch sicherer werde und dann ist es natürlich mein Ziel, in der nächsten Saison ein fester Bestandteil im Kader zu werden, da ich ja dann nicht mehr im Nachwuchsbereich aufgrund meines Alters aktiv sein kann. Ich wurde auch bereits von Jan Richter gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, weiterhin in der Ersten zu spielen und auch wenn ich natürlich zugesagt habe, steht noch nichts Konkretes fest, aber zutrauen würde ich es mir auf jeden Fall.

 

Wann bejubelst du deinen ersten Oberligatreffer? 

Ich hoffe ja mal bei der nächsten Gelegenheit und vielleicht klappt`s ja heute beim Heimspiel.

 

Worin siehst du deine Stärken?

Ich denke in meiner Schnelligkeit, die ich beispielsweise bei einem Konter zu meinem Vorteil machen kann, das ich ein guter Mannschaftsspieler und sehr ehrgeizig bin.

 

Als Eigengewächs ist es doch sicherlich etwas Außergewöhnliches hier zu spielen, was begeistert dich daran?

Das ich mittlerweile so viele Leute im Verein kenne und nach so vielen Jahren beim HC Einheit Plauen endlich für die erste Mannschaft spielen kann.

 

Du bist nicht der einzige junge Wilde in der Ersten: Die Nachwuchsakteure hübschen den recht schmalen Kader ganz schön quantitativ auf, geht auch qualitativ eine Verstärkung einher und welche Vorteile hat's für euch?

Ja, denn daraus ergeben sich viel mehr Möglichkeiten zum Trainieren und so bekommen wir die Chance, von den gestandenen Spielern etwas zu lernen.

 

Parallel spielst du noch in der A-Jugend: Wie bekommst du das alles unter einen Hut, auf zwei Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen?

Auch wenn es sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, gerade an den Wochenenden, was bedeutet, dass dann nicht mehr so viele freie Momente für einen selbst übrig bleiben, mache ich es ja, weil ich Spaß daran habe und da ich beispielsweise nur drei Mal in der Woche trainiere, ist das machbar, da ich so auch mal vom Handball abschalten kann, um einen freien Kopf zu bekommen.

 

Ein Blick in die Glaskugel: Was bringt die Zukunft?

Ich hoffe, dass ich auf einem hohen Niveau Handball spielen kann und weiterhin viel Freude daran haben werde.

Foto zur Meldung: Im Interview: Gian-Luca Corda
Foto: Im Interview: Gian-Luca Corda

Vorletztes Heimspiel für Spitzenstädter

(14.03.2019)

Am kommenden Samstag (Anwurf 18 Uhr) empfängt der HC Einheit Plauen in eigener Halle den HC Aschersleben. Es ist für die nächsten sechs Wochen das letzte Heimspiel, da dann erstmal nur noch Auswärtsspiele auf dem Plan stehen. Das Hinspiel in Aschersleben hatte Einheit lange Zeit offen halten können und sich erst in den letzten zehn Minuten mit 22:27 geschlagen geben müssen. Soll für die Spitzenstädter in dieser Saison noch einmal etwas Zählbares her, darf sich die Mannschaft keine Schwächephasen wie zuletzt leisten.

 

Die Leistung der Plauener in dieser Saison gleicht einer Berg- und Talfahrt. Allerdings nicht so, dass ein Spiel gut und das nächste schlecht läuft. Die Leistungsschwankungen wechseln in einem Spiel oft mehrfach hin und her. Wie auch jüngst am vergangenen Samstag gegen Delitzsch. Nach einer guten Anfangsphase brach Einheit kurzzeitig ein, nur um am Ende der ersten Halbzeit wieder Fahrt aufzunehmen. Nach der Pause dann wieder ein vollkommen anderes Gesicht der Mannschaft. „Unsere Gegner stellen sich schnell auf unsere Spielweise ein und es dauert dann zu lang bis wir es schaffen uns daran wieder anzupassen. Wir sind im Angriff nicht variabel genug. In der Abwehr ist es häufig ähnlich“, erläutert Trainer Jan Richter die Schwächen seines Teams. Mit dem HC Aschersleben kommt eine Mannschaft ins Vogtland, die ähnliche Leistungsschwankungen aufweist, allerdings von Spiel zu Spiel und nicht innerhalb einer Partie. Aus den letzten sechs Spielen seit Jahresbeginn erzielte Aschersleben, zwei Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen. Mit 22:20 steht der Gegner somit sicher im Mittelfeld der Mitteldeutschen Oberliga auf Rang sechs. „Ich erwarte von meinen Spielern, dass sie von Anfang an hoch konzentriert in die Partie gehen. Wir haben im Hinspiel gesehen, dass Aschersleben angreifbar ist. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei in der Abwehr. Die war in den letzten Spielen unser Schwachpunkt. Funktioniert sie gegen Aschersleben und spielen wir konzentriert bis zum Schluss können sich die Zuschauer auf ein spannendes Handballspiel freuen“, prognostiziert Einheit-Trainer Jan Richter. Bei den Spitzenstädtern konnten unter der Woche alle Akteure trainieren, sodass am Samstag mit voller Mannschaftsstärke aufgelaufen werden kann.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Vorletztes Heimspiel für Spitzenstädter
Foto: Vorletztes Heimspiel für Spitzenstädter

Auswärtsniederlage in Delitzsch

(10.03.2019)

Es bleibt dabei. Der HC Einheit Plauen bleibt in dieser Saison auswärts weiter ohne Punktgewinn. Auch in Delitzsch mussten sich die Spitzenstädter geschlagen geben. Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit gelang den Schützlingen von Trainer Jan Richter im zweiten Spielabschnitt nicht mehr viel. Am Ende musste Einheit sich mit 28:36 (16:18) geschlagen geben und steht weiter auf dem letzten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga.

 

Einheit startete gut in die Partie gegen den Tabellenneunten. Neuzugang Martin Broz erzielte den ersten Treffer. In der Folge konnte Delitzsch ausgleichen. Bis zur neunten Spielminute legten die Spitzenstädter immer ein Tor vor, die Gastgeber glichen im Gegenzug aus. Zwei Fehler der Plauener nutze Delitzsch um mit 7:5 in Führung zu gehen. Nach einer Auszeit durch Trainer Jan Richter glichen Danowski und Zbiral zum 7:7 aus. Dann legte Delitzsch jeweils einen Treffer vor und Einheit glich im Gegenzug aus. Delitzschs Trainer Maltsev nahm seine erste Auszeit und diese zeigte Wirkung. Den Spitzenstädtern stand nun eine deutlich gefestigte Abwehr gegenüber und so gelang in zehn Minuten nur ein Tor, während die Gäste Tor um Tor erzielten. Einheit musste somit einen Rückstand von 11:16 hinnehmen. „Ich war gezwungen die zweite Auszeit zu nehmen, um unser Spiel wieder zu ordnen. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff waren wir vollkommen von der Rolle“, erklärte Trainer Jan Richter. Die Spitzenstädter fanden ins Spiel zurück. Die Abwehr stand nun stabil und im Angriff nutzen Broz, Krüger, Rahn und Zbiral die sich bietenden Chancen. Mit einem Rückstand von zwei Toren beim Stand von 16:18 ging es in die Kabinen.

 

„Nach dem Wiederanpfiff konnten wir an die Leistung von vor der Halbzeitpause nicht anknüpfen. Unsere Aktionen im Angriff waren nicht druckvoll und konsequent genug. In der Abwehr bereitete uns insbesondere Sascha Meiner große Probleme“, so Trainer Jan Richter. Delitzsch baute die Führung so auf 16:21 aus. Den Spitzenstädtern gelang nun keine Aufholjagd mehr, der Rückstand blieb bei fünf Toren. Durch zwei Zeitstrafen gegen Kies und Werning war Einheit in doppelter Unterzahl und der Rückstand wuchs auf 21:29 an. Danach war das Spiel endgültig entschieden. Wieder vollzählig auf der Platte erzielten beide Mannschaften gleichermaßen Tore. Am Ende musste sich Einheit mit 28:36 geschlagen geben. Insbesondere die reaktivierten Delitzscher Sascha Meiner und Jan Jungandreas machten Einheit in Angriff und Abwehr das Leben schwer. „Mit der Leistung in der ersten Halbzeit bin ich mit Abstrichen noch zufrieden, aber die Leistung in der zweiten Halbzeit war ein deutlicher Rückschritt. Wir haben es wieder nicht geschafft nach einem guten Spiel vergangene Woche konstant aufzutreten“, resümiert Trainer Jan Richter nach der Partie.

Am kommenden Wochenende bestreitet der HC Einheit Plauen bereits sein vorletztes Heimspiel in dieser Saison. Dann empfangen die Spitzenstädter den HC Aschersleben.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov (2), Dobritz, Krüger (2), Wolf (3), Höpner (2), Werning, Broz (4), Kies, Zbiral (5), Rahn (3), Danowski (7/1), Pecek, Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

NHV Concordia Delitzsch: Meiner (9/1), Sowada (4), Grohmann, Mittag (4), Günther, Prautzsch (1), Teresniak (1), Voigt, Müller, Herholc, Trodler (5), Jungandreas (7/4), Brodowski (1), Wendlandt (4), Bergelt, Trainer Wladimir Maltsev

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 2 für Delitzsch

Zeitstrafen: 6 für Plauen, 4 für Delitzsch

Disqualifikation: 1 für Plauen

 

(slu)

Einheit will endlich auswärts punkten

(07.03.2019)

Im Hinspiel gegen den NHV Concordia Delitzsch konnte Einheit diese Saison den ersten Sieg feiern. Nach der guten Leistung vergangene Woche gegen Köthen wollen die Spitzenstädter nun auch endlich auswärts jubeln. Die Chancen dafür stehen nicht so schlecht, denn der Gegner hat mit personellen Engpässen zu kämpfen. Dennoch wird es ein hartes Stück Arbeit für den Tabellenletzten, der in der Rückrunde noch nicht punkten konnte.

 

„Wenn wir in den entscheidenden Phasen routinierter und abgeklärter gewesen wären, dann hätten wir gegen Köthen etwas Zählbares mitgenommen“, glaubt Trainer Jan Richter rückblickend zur 30:33-Niederlage seiner Schützlinge am vergangenen Spieltag. Zu viele sogenannte hundertprozentige Torchancen hatte Einheit liegen gelassen. Doch auch die Abwehr um Mannschaftskapitän Maximilian Krüger und Routinier Peter Werning fand keinen richtigen Zugriff auf den Gegner. „Daran müssen wir weiter arbeiten. Im Hinspiel gegen Delitzsch haben wir nur 18 Gegentore zugelassen. Wenn wir diesmal eine ähnlich gute Abwehrarbeit zeigen und im Angriff an das Spiel gegen Köthen anknüpfen können, haben wir eine Chance“, so Richter weiter. Belebend auf das Plauener Angriffspiel hat sich die Verpflichtung von Martin Broz ausgewirkt. Der Tscheche bestritt erst zwei Spiele für Einheit, konnte dabei jedoch überzeugen. Trotz der wenigen gemeinsamen Trainingszeit fügt er sich fast nahtlos ins Spiel der Plauener ein. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Das Zusammenspiel mit meinen Mannschaftskameraden funktioniert gut und ich hoffe, dass ich dabei helfen kann, dass wir am Ende doch noch den ein oder anderen Sieg feiern können“, erklärt Martin Broz. Vielleicht gelingt dies ja bereits am kommenden Samstag gegen den NHV Concordia Delitzsch. Einheit wird mit voller Mannschaftsstärke an den Lober reisen.

 

Von einer vollen Mannschaftsstärke sind die Gastgeber derzeit weit entfernt. Delitzsch plagen nach eigener Aussage personelle Sorgen. Vor zwei Wochen trennte man sich von Michal Paululik und Nemanja Nesovanovic, die beide erst zu Saisonbeginn nach Delitzsch wechselten. Zudem fällt Top-Torjäger Frank Grohmann verletzungsbedingt aus. Aber Delitzsch hat reagiert und mit Moritz Brodowski einen jungen Neuzugang verpflichtet. Zudem wurde Jan Jungandreas aus der zweiten Mannschaft reaktiviert und war am vergangenen Spieltag bei der Niederlage gegen Aschersleben bester Werfer der Mannschaft. Wie schon das Hinspiel wird es voraussichtlich eine spannende Partie und hoffentlich mit dem besseren Ausgang für den HC Einheit Plauen.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit will endlich auswärts punkten
Foto: Einheit will endlich auswärts punkten

Dem Gegner Paroli geboten

(03.03.2019)

"Wir können heute erhobenen Hauptes vom Spielfeld gehen. Natürlich ist die Enttäuschung groß, dass wir vor heimischer Kulisse nicht gewinnen konnten, aber gegenüber den letzten Partien haben wir eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt“, resümierte Einheit-Trainer Jan Richter nach der 30:33-Niederlage seiner Schützlinge gegen den Tabellenfünften HG 85 Köthen. Einheit konnte im Angriff diesmal überzeugen, leistete sich in der Abwehr jedoch die ein oder andere Schwäche zu viel. So konnte der Favorit am Ende die Punkte mit nach Hause nehmen.

 

Mit einer vollen Auswechselbank starteten die Spitzenstädter diesmal in die Partie. Ein Luxus, den es in dieser Saison noch nicht oft gab. Trainer Jan Richter vertraute in seiner Startsieben auf den kurzfristigen Neuzugang Martin Broz, der das in ihn gesetzte Vertrauen mit viel Durchsetzungsvermögen und fünf Toren bestätigte. Er war es auch, der den ersten Treffer der Partie erzielte und Moritz Rahn brachte die Gastgeber kurze Zeit später mit 2:1 in Führung. Leider war es das erste und letzte Mal, dass Einheit führte. Zwar gelang es im Angriff insbesondere David Zbiral und Martin Danowski immer wieder erfolgreich einzunetzen, doch die Abwehr der Plauener und beide Torhüter erwischten in der ersten Halbzeit einen gebrauchten Tag. Jeder Wurf der Köthener auf das Tor der Spitzenstädter war ein Treffer. Einige Fehler im Angriff nutzen die Gäste aus Sachsen-Anhalt, um mit zwei bis drei Toren in Führung zu gehen. Beim Stand von 7:10 nahm Trainer Jan Richter eine Auszeit, um die Defizite seiner Mannschaft anzusprechen. Trotz Zeitstrafen gegen Moritz Rahn und Martin Broz gelang es den Rückstand nicht nur konstant zu halten, sondern Einheit erzielte in Unterzahl sogar den 15:15 Ausgleich vier Minuten vor der Pause. Doch die folgenden Fehlwürfe nutzte Köthen um bis zur Pausensirene den alten Abstand wieder herzustellen. Beim Stand von 15:18 wurden die Seiten gewechselt.

 

Einheit erwischte den besseren Start in den zweiten Abschnitt und erzielte durch Moritz Rahn und Martin Danowski den 17:18 Anschlusstreffer. Die Abwehr und die Torhüter Josef Pour und Jan Misar fanden nun auch besser ins Spiel. Über die Stationen 20:21 und 25:26 blieben die Spitzenstädter dran. Zehn Minuten vor dem Ende war die Partie offen. Doch am Ende reichte es nicht. Köthen erzielte drei Tore in Folge. Die Spitzenstädter vergaben gute Einwurfmöglichkeiten. Am Ende mussten sie sich mit 30:33 geschlagen geben.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov (1), Corda, Krüger, Wolf (1), Höpner, Werning, Mehler, Broz (5), Kies, Zbiral (7), Rahn (7/1), Danowski (9/2), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Mannschaftsarzt Dr. Normann Haßler, Physio Christian Ulbricht

 

HG 85 Köthen: Postler, Krug (9/1), Groll, Kreller (3), Uelsmann (1), Luther (10), Hoffmann (2), Hensen (5), Lux, Serfas, Alter, Just (3), Trainer Dr. Bodo Kreutzmann

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 2 für Köthen

Zeitstrafen: 4 für Plauen, 5 für Köthen

Zuschauer: 342

 

(slu)

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Foto: Dem Gegner Paroli geboten

Im Interview: Martin Broz

(02.03.2019)

„Dass wir doch noch den Klassenerhalt schaffen, dafür werden wir alles tun“

 

Er ist der Neue, der nun mit aller Macht versuchen soll, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gen Sachsenliga sinkende Schiff doch noch irgendwie wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen, um den Verbleib in der Mitteldeutschen Oberliga wie ein Wunder zu ermöglichen: Der 24 Jahre alte tschechische Rückraumspieler Martin Broz, der seit seinem sechsten Lebensjahr den Reizen des kleinen Leders nicht mehr widerstehen konnte, wurde als der Heilsbringer auserkoren und sprach in seinem ersten kurzem Interview auf Deutsch mit Florian Wißgott darüber, wie schnell man vom vereinslosen Akteur zum festen Bestandteil einer Mannschaft wird, welche Gedanken ihm durch den Kopf gingen, als er im Stadtderby auf seine ehemaligen Mitspieler traf sowie verrät er, wie seine neuen Mitspieler von ihm profitieren können. 

 

Wie bist du auf den HC Einheit Plauen aufmerksam geworden?

Der Kontakt kam dadurch zu Stande, dass ich Jan Misař getroffen habe und dann ging alles ganz schnell, denn ein paar Tagen später war ich bereits mit beim Training hier dabei, was mir sehr viel Spaß gemacht hatte.

 

Was hat dich überzeugt, für die Rot-Weißen auf Punktjagd zu gehen?

Mein Problem war, dass ich aktuell keinen Verein hatte, wo ich in einer Mannschaft hätte spielen können und da ich aber unbedingt wieder aktiv auf dem Parkett sein wollte, war ich sehr froh über diese mir hier gebotene Möglichkeit. 

 

Der erste Eindruck von der Mannschaft war…?

…Sehr gut, ich freute mich auf Plauen und da alle sehr freundlich zu mir waren, konnte ich mich hier auch schon richtig gut integrieren, was natürlich vieles erleichtert.

 

Vor drei Jahren warst du schon einmal in der Spitzenstadt aktiv, wieso bliebst du nicht länger beim SV 04 Oberlosa?

Wir konnten uns damals im Jahr 2016 einfach nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen und deshalb war mein erstes Intermezzo hier im Vogtland leider nur ein kurzes.

 

Wie ging es danach bei dir weiter?

Ich bin in Deutschland geblieben, um mich weiter verbessern und Erfahrung sammeln zu können, deshalb habe ich beim HC Sulzbach in der viertklassigen Bayernliga sowie beim HSV Weimar wie auch MTV Ingolstadt in der fünften Liga gespielt.

 

Dein erstes Pflichtspiel für den HC Einheit Plauen hast du im Stadtderby gegen deinen ehemaligen Verein SV 04 Oberlosa bestritten, wie war es?

Es war schön dorthin zurückzukehren, wo ich bereits einmal aktiv war und ich freute mich natürlich sehr auf die Partie, in der ich allerdings definitiv hätte besser spielen können. Aber wenn man auf solch einen Gegner trifft, der eine so große Qualität hat, in der eigenen Halle vor seinen Fans auftritt und schon sehr lange zusammen spielt, ist das wirklich schwer, da ein richtig gutes Ergebnis zu erzielen.

 

Wie können deine Mitspieler von dir profitieren?

Wir können nur versuchen, gemeinsam alles zu geben, noch mehr aus uns herauszuholen und hoffen, dass wir uns für diese guten Leistungen während einer Partie belohnen, im Optimalfall natürlich als Sieger mit den zwei Punkten vom Parkett gehen. 

 

Gibt es einen Unterschied zwischen dem tschechischen und deutschen Handball?

Das Interesse der Menschen hier ist für diese Sportart ein ganz anderes, was man daran auch erkennt, dass viel mehr Fans in den Hallen sind und ihre Lieblingsmannschaft von den Rängen unterstützen, was ein sehr schönes Gefühl für uns Aktive auf dem Parkett ist.

 

Was sind deine persönlichen Ziele für die Zukunft?

Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn wir in der Mitteldeutschen Oberliga bleiben würden und dass wir doch noch den Klassenerhalt schaffen, dafür werden wir alles tun. Ich habe bis zum Ende dieser Saison einen gültigen Vertrag, möchte aber wirklich gerne auch im nächsten Jahr für den HC Einheit Plauen spielen und deshalb werden wir sehen, was passieren wird, was logischerweise auch davon abhängig ist, ob man mit mir seitens des Vereins überhaupt verlängern möchte. 

Kann Einheit sich diesmal besser verkaufen?

(28.02.2019)

Nach drei Wochen Spielpause tritt der HC Einheit Plauen am kommenden Samstag gegen die HG 85 Köthen an. Der Anpfiff in der Einheit-Arena erfolgt 18 Uhr. Einheit musste im Hinspiel eine deutliche Niederlage verkraften und will sich nun vor heimischem Publikum revanchieren. Bei den Gästen, die vor der Saison als hoher Favorit auf die Meisterschaft gehandelt wurden, läuft es in dieser Saison nicht optimal. Die Köthener liegen deutlich hinter den eigenen Erwartungen. Erwischt Einheit einen optimalen Tag, ist ein Punktgewinn möglich. Die personelle Situation der Spitzenstädter ist allerdings nach wie vor angespannt.

 

„Mit der Vorbereitung auf die kommende Partie bin ich bisher nicht zufrieden“, erklärt Trainer Jan Richter nach der Trainingseinheit am Mittwochabend. „In den letzten drei Wochen hatte ich nie alle Spieler gleichzeitig zusammen. Uns hat eine regelrechte Krankheitswelle erwischt.“ Unter diesen Umständen ist eine ordentliche Vorbereitung auf den nächsten Gegner schwierig. Wobei der Gegner für die Spitzenstädter immer nur zweitrangig ist. „Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren. Zu viele einfache Fehler und Ungeduld im Abschluss machen uns das Leben schwer.“ Auch wenn für den HC Einheit der Klassenerhalt in den letzten acht ausstehenden Partien noch möglich ist, wird es in der Realität sehr schwer. Dazu müssten die Plauener am kommenden Samstag gegen Köthen gewinnen. „Unmöglich ist das nicht“, glaubt Kreisläufer Martin Danowski. „Dazu müssen wir alle einen optimalen Tag erwischen. Wir werden auf keinen Fall jetzt schon die Flinte ins Korn werfen und die Spiele einfach so herschenken.“ Spieler und Fans wollen sich endlich noch einmal belohnen und gemeinsam wieder einen Sieg feiern. Gute Ansätze gab es dafür in den letzten Spielen genug. Einheit fehlte nur die Konstanz. Eine gute Halbzeit allein recht nicht. Nicht nur den Spielern auch den Fans würde ein Erfolgserlebnis ihres Teams gut tun. „Trotz der vielen Niederlagen stehen unsere Fans zur Mannschaft und zum Verein“, weiß Pressesprecherin Sabrina Lukas. „Das ist nicht selbstverständlich und wir wollen uns dafür ausdrücklich bedanken. Vielleicht gelingt mit den Fans im Rücken am Samstag eine Überraschung. Möglich ist alles.“

 

Die HG 85 Köthen ist durchwachsen ins neue Jahr gestartet. Aus vier Spielen gelang der Mannschaft von Trainer Dr. Bodo Kreutzmann nur ein Sieg und ein Unentschieden. Damit steht Köthen aktuell auf Rang sechs in der Tabelle der Mitteldeutschen Oberliga. Damit kann die Mannschaft sicher nicht zufrieden sein und wird versuchen gegen den HC Einheit am Samstag zu punkten, um in der Tabelle nach oben zu klettern. „Köthen ist eine eingespielte Mannschaft, die vor Saisonbeginn keine Abgänge zu verzeichnen hatte. Ich erwarte einen Gegner, der sehr routiniert auftritt und selbst im Rückstand Ruhe bewahrt. Das wird für uns eine schwere Aufgabe“, vermutet Einheit-Trainer Jan Richter.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Kann Einheit sich diesmal besser verkaufen?
Foto: Kann Einheit sich diesmal besser verkaufen?

Klare Niederlage im Stadtderby

(10.02.2019)

Die Überraschung blieb aus. Aber das war auch nicht wirklich anders zu erwarten. Der HC Einheit Plauen hat das Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa am vergangenen Samstag mit 22:31 (8:16) verloren. Gegen die Randplauener lief Einheit von Anfang an einem Rückstand hinterher und schaffte es nicht, die Gastgeber in irgendeiner Art in Bedrängnis zu bringen. Zu groß waren die Fehler und Defizite in den eigenen Reihen.

 

Bereits nach der ersten Viertelstunde und einem Stand von 3:9 aus Sicht des HC Einheit Plauen war das Derby entschieden. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und haben insbesondere im Angriff zu viele Fehler gemacht. Mit drei Toren in 15 Minuten gewinnst du keinen Blumentopf“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter. Oberlosa startete mit vier Toren in Folge in die Partie. Bereits in der fünften Spielminute war Trainer Jan Richter somit gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Erst danach gelang Fritz Höpner das erste Tor für die Spitzenstädter. Doch reihenweise Fehlwürfe und vergebene Strafwürfe ließen den Rückstand weiter ansteigen. Auch die Abwehr der Rot-Weißen, die sonst zumindest hinten für Stabilität sorgte, war an diesem Abend zu löchrig. Torhüter Josef Pour gelang es dabei mit einigen starken Paraden die Patzer seiner Vorderleute auszumerzen. So ging es beim Stand von 8:16 in die Kabinen.

 

Die Anhänger des HC Einheit feuerten ihre Mannschaft trotz des Rückstandes weiter an. Aber sie mussten an diesem Tag sehr leidensfähig sein, denn die Spitzenstädter machten nach dem Wiederanpfiff genau da weiter, wo sie aufgehört hatten. Im Angriff taten sie sich gegen die Oberlosaer Abwehr schwer. Herausgespielte Torchancen oder Kontermöglichkeiten wurden, wie schon in der gesamten Saison, zu leichtfertig vergeben. Zehn torlose Minuten führten zu einem 11:23-Rückstand. Wieder sah sich Trainer Jan Richter gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Diese zeigte zumindest etwas Wirkung. Durch Tore von Martin Danowski, Maximilian Krüger und David Zbiral gelang es den Rot-Weißen das Endergebnis zumindest etwas erträglicher zu gestalten. Neuzugang Martin Broz konnte sich zweimal in die Torschützenliste eintragen. Nachwuchsspieler Gian-Luca Corda bekam seine erste Einsatzzeit, blieb aber beim Torabschluss erfolglos. „Wir hatten uns für das Derby viel vorgenommen, sind jedoch von Anfang an überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Eigentlich hatten wir nichts zu verlieren und hätten befreit aufspielen können, das ist uns jedoch nicht gelungen. Das rettende Ufer rückt in immer weitere Ferne, aber wir werden weiterhin alles geben. Doch heute waren wir chancenlos“, resümiert Trainer Jan Richter nach der Partie.

 

Der HC Einheit Plauen hat nun drei Wochen Spielpause, ehe es am 2. März mit dem Heimspiel gegen die HG 85 Köthen weiter geht.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov, Corda, Krüger (5/1), Wolf (3), Höpner (2), Werning, Broz (2), Zbiral (4/2), Rahn (2), Danowski (4), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Mannschaftsarzt Dr. Normann Haßler, Physio Christian Ulbricht

 

SV 04 Oberlosa: Kveton (2), Wetzel (3), Weikert (1), Roth (6), Englert (2), Märtner (1), Trommer-Ernst (5), Mertig, Klaus, Richter (4), Hertel, Kolomaznik (7), Multhauf, Flämig, Trainer Petr Hazl, Co-Trainer Richard Wander

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Oberlosa

Zeitstrafen: 2 für Plauen, 3 für Oberlosa

 

(slu)

Foto zur Meldung: Klare Niederlage im Stadtderby
Foto: Klare Niederlage im Stadtderby

Rollen im Stadtderby sind klar verteilt

(07.02.2019)

Am kommenden Samstag um 19 Uhr trifft der HC Einheit Plauen in der Kurt-Helbig-Halle auf den SV 04 Oberlosa. Der Blick in die Tabelle der Mitteldeutschen Oberliga zeichnet ein deutliches Bild. Dabei stehen sich der Tabellenletzte und der Tabellenzweite gegenüber. Der Ausgang des Stadtderbys scheint allein auf dem Papier entschieden. Für die Spitzenstädter geht es vorrangig darum, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Alles andere wäre eine dicke Überraschung.

 

„Mit dem Rücken zur Wand können wir befreit aufspielen. Wir haben im Derby nichts zu verlieren“, erklärt Trainer Jan Richter. „Natürlich ist das Spiel etwas Besonderes, aber für uns geht es wie in jeder anderen Partie darum endlich mal eine konstante Leistung auf die Platte zu bringen.“ Einheit hat die letzten sechs Begegnungen in Folge verloren, zeigte dabei oft zwei unterschiedliche Gesichter wie auch am letzten Wochenende gegen die SG Pirna/Heidenau. Phasenweise gelingt es den Spitzenstädtern den Gegner in der Abwehr in Schach zu halten und im Angriff eigene Akzente zu setzen und so entweder in Führung zu gehen oder dem Kontrahenten auf Augenhöhe zu begegnen. So war es auch im letzten Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa. Einheit führte für viele überraschend zur Halbzeitpause mit 10:9, nach dem Wiederanpfiff sogar 11:9, ehe der Einbruch kam und Oberlosa die Partie mit 16:21 für sich entscheiden konnte. Irgendwie zeichnet sich bei den Plauenern ein Muster ab. Individuelle Fehler und eine schlechte Wurfausbeute insbesondere im zweiten Spielabschnitt lassen Einheit am Ende mit leeren Händen da stehen. „Daran arbeiten wir in jeder Trainingseinheit“, sagt Trainer Jan Richter. „Natürlich kommt auch hinzu, dass unser Kader nicht groß ist und mir dann oft Wechseloptionen fehlen. Das soll nicht als Ausrede dienen, aber es ist ein Faktor.“ Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen bei den Spitzenstädtern reagiert. Ab sofort wird der Tscheche Martin Broz den Kader verstärken. Der 24jährige Rückraumspieler soll damit unter anderem den Abgang von Lukas Zverina kompensieren. Broz ist für den SV 04 Oberlosa kein Unbekannter. Im Jahr 2016 ging er für die Randplauener auf Torejagd.

Personell stehen Trainer Jan Richter alle Spieler zur Verfügung. „Wir hoffen, dass uns unsere Fans wieder so lautstark unterstützen wie in den letzten Partien. Auch wenn wir zur Zeit nicht erfolgreich sind, stehen unsere Fans hinter uns. Wir sind sehr dankbar dafür und werden am Samstag unser Bestes geben“, verspricht Mannschaftskapitän Maximilian Krüger.

Für das Derby gibt es ab 17 Uhr noch Restkarten an der Abendkasse. Die Anhänger des HC Einheit Plauen werden gebeten den hinteren Eingang der Kurt-Helbig-Halle zu nutzen.

 

(slu)

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Foto: Rollen im Stadtderby sind klar verteilt

Einheit verliert Spiel in zweiter Halbzeit

(03.02.2019)

Eine Halbzeit lang ging der Plan des HC Einheit Plauen auf. Aber das reichte leider wieder nicht zu einem Punktgewinn. In der zweiten Halbzeit zeigten die Spitzenstädter die gewohnten Schwächen im Abschluss, die die SG Pirna/Heidenau gnadenlos ausnutze, um das Spiel am Ende mit 23:30 für sich zu entscheiden. Damit bleibt Einheit nach wie vor Tabellenletzter in der Mitteldeutschen Oberliga.

 

Unter der Woche hatte Trainer Jan Richter die Marschrichtung für die Partie gegen die SG Pirna/Heidenau ausgegeben. „Wir können nur gewinnen, wenn wir aus einer starken Abwehr heraus leichte Tore machen und jeder Spieler sein volles Potenzial abrufen kann.“ Das gelang dem HC Einheit am vergangenen Samstag aber nur bedingt. In der ersten Halbzeit zeigten die Plauener vor knapp 400 Zuschauern in der Einheit-Arena eine gute Leistung. Die Abwehr um Mannschaftskapitän Maximilian Krüger stellte den Angriff der Gäste immer wieder vor große Probleme und Josef Pour im Tor der Plauener konnte sich mehrfach auszeichnen. Im Angriff war Einheit von allen Positionen aus torgefährlich. So gelang es den Spitzenstädtern in den ersten zehn Minuten der Partie beim Stand von 4:3 immer mit einem Tor in Führung zu gehen. Selbst eine Zeitstrafe gegen Martin Danowski überstand Einheit schadlos. Einige Fehlwürfe und überhastete Abschlüsse brachte die Pirna dann mit 6:8 in Front, doch Fritz Höpner und Moritz Rahn stellten umgehend den 8:8-Ausgleich her. Ähnlich wenige Minuten später als die Gäste erneut 8:10 in Front lagen und Pascal Wolf und wieder Fritz Höpner den 10:10-Ausgleich erzielten. Es war eine Partie auf Augenhöhe. Beim Stand von 11:12 aus Plauener Sicht ging es in die Kabinen.

 

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Einheit in den ersten Minuten an die Leistung aus dem ersten Durchgang an. Peter Werning erzielte nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff den 13:13-Ausgleich. Es war das letzte Tor der Plauener für die nächsten spielentscheidenden Minuten. Während Pirna weiter kontinuierlich einnetzte, vergaben die Spitzenstädter eine Chance nach der anderen. So setzte sich Pirna innerhalb von fünf Minuten auf 14:19 ab. „Es ist ärgerlich, dass wir unsere gute Ausgangsposition wieder so leicht aufgegeben haben. Nach dem Rückstand mussten wir auf Risiko gehen und etwas probieren. Deshalb habe ich die Abwehr umgestellt, um Pirna mehr unter Druck zu setzen und Ballgewinne zu erzielen. Das hat aber nicht den gewünschten Effekt gebracht“, resümierte Trainer Jan Richter nach dem Spiel. Zwischenzeitlich betrug der Rückstand beim 17:27 zehn Tore. Insbesondere den Pirnaer Miran Valincic bekam Einheit nicht unter Kontrolle. Die Plauener stemmten sich zwar mit aller Kraft gegen die Niederlage, aber am Ende leuchtete ein 23:30 von der Anzeigetafel.

 

Information: Das abgesagte Spiel gegen den HC Elbflorenz vom 26.01. wird am 30.03. nachgeholt.

 

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov (2), Dobritz (1), Krüger (4/2), Wolf (1), Höpner (4), Werning (1), Zbiral, Rahn (4), Danowski (6), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Mannschaftsarzt Dr. Normann Haßler, Physio Christian Ulbricht

 

SG Pirna/Heidenau: Möbius (1), Böhm, Bergmann (1), Milicevic (2), Dietze, Kurz (1), Gavrilovic (1), Vaicekauskas, Ultsch (5), Schneider (6/3), Ihl, Valinicic (12), Waller, Durcek (1)

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Pirna

Zeitstrafen: 1 für Plauen, 2 für Pirna

Zuschauer: 389

 

(slu)

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Foto: Einheit verliert Spiel in zweiter Halbzeit

Im Interview: David Zbiral

(02.02.2019)

„Mir macht das Handballspielen einfach großen Spaß“

 

Er ist wie das Gehirn der Mannschaft und wenn dieses ausfällt, dann ist die Not groß: Florian Wißgott unterhielt sich vor dem heutigen Spiel mit David Zbiral darüber, warum er sich bei seinem Comeback schlecht gefühlt hat, der Mittelmann erklärte nicht nur, wieso solch eine lange Verletzung auch einen kleinen Vorteil mit sich brachte, sondern verriet auch, ob er deshalb seine Spielweise verändert hat, wie er es schaffte, sich so schnell wieder ins Spielgeschehen zu integrieren, weshalb es ihm gleich bewusst war, dass er länger ausfallen würde und versuchte sich an einer Erklärung, warum diese krassen individuellen Fehler entstehen - sowie sprach der Denker und Lenker ganz offen darüber, weshalb seine Zukunft aktuell beim HC Einheit Plauen noch völlig offen sei.

 

Nach einer längeren Verletzungspause konntest du im letzten Heimspiel endlich wieder eingesetzt werden, wie war deine Gefühlslage?

Vor dem Spiel habe ich mich ehrlicherweise sehr schlecht gefühlt, da ich noch nicht wieder richtig trainieren und erst in der Woche vor der Partie wieder vollständig alle Übungen in den Einheiten absolvieren konnte. Während des Aufeinandertreffens hatte ich deshalb auch relativ schnell schwere Beine bekommen und immer weniger Kraft, da ich noch nicht wieder in der körperlichen Verfassung wie vor der Verletzung war. Auch weil ich immer noch kleine Probleme mit dem Knie habe, war ich noch nicht zu 100 Prozent einsatzfähig und hatte auch nach der Begegnung leichte Schmerzen gehabt, aber es wird immer besser. Dennoch habe ich mich natürlich sehr gefreut, endlich mal wieder nach so einer langen Pause mitspielen und nicht mehr nur neben, sondern auf dem Parkett sein zu können, denn mir fällt es schwerer zuzuschauen als aktiv auf der Platte zu stehen.

 

Aktiv der Mannschaft beim Kampf um die nötigen Punkte wieder helfen zu können, ist...?

... Sehr schön und meine Verletzung hatte auch einen kleinen Vorteil, denn dadurch bekam ich die Möglichkeit, die Kontrahenten mir genau anzuschauen, was mir jetzt hilft, wenn wir gegen sie spielen, da ich nun besser weiß, was ich erfolgreich machen kann oder welcher Spielzug sinnvoll anzuwenden ist. Jedoch brauche ich eigentlich noch mehr Zeit, um das Spielgeschehen auf dem Parkett noch besser wieder als Mittelmann führen zu können. Ich freue mich aber, dass ich nun die Jungs unterstützen kann, denn wir sind ja auch nicht so viele Spieler, deshalb wird jeder gebraucht und da man auch mal eine kleine Pause benötigt, ist es gut, dass wir dadurch mehr Wechselmöglichkeiten haben. Jetzt kann ich endlich wieder alles geben, damit wir hoffentlich bald erfolgreich sind und bin sehr froh, meinen Beitrag dazu leisten zu können.

 

Gerade so eine Verletzung prägt sich ins Gedächtnis ein; wie gehst du damit um und ändert das etwas an deiner Spielweise, da du möglicherweise Angst vor einer erneuten Verletzung hast?

Da alles nach meiner Operation gut verheilt ist, ist das schon wieder aus meinem Kopf raus, also ich denke nicht beispielsweise bei einem Spiel nach, ob oder bei was ich mich möglicherweise erneut verletzen könnte, sondern agiere genauso wie zuvor und das Einzige was ich jetzt noch brauche sind viele Trainingseinheiten, um in meine alte Form zurück zu kommen. 

 

Du bist das Gehirn der Mannschaft auf der Rückraummitteposition, wie gut konntest du dich schon wieder in die Spielabläufe integrieren?

Ganz gut, denn während meiner Verletzungspause war ich trotzdem bei jedem Training dabei sowie kommunizierte ich viel mit meinen Mitspielern, um zu wissen, wie die Mannschaft agiert und deshalb konnte ich mich gleich so gut einfügen, da ich wusste, was wir spielen wollen oder können.

 

Viele werden sich vielleicht gar nicht mehr erinnern: Wie passierte die Verletzung?

Im Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa hatte ich mir bei einem Angriff mein Knie verdreht, als ich gerade ein Kreuz angezogen hatte und mit einem Gegenspieler leicht zusammen stieß, weshalb ich daraufhin ungünstig mit meinem Fuß aufkam, wodurch ich mir meinen Meniskus angerissen hatte sowie einen Knorpelschaden bekam. 

 

War dir in diesem Moment gleich bewusst, dass du länger ausfallen wirst und was ging dir durch den Kopf, als du erfahren hast, dass du so lange pausieren musst?

Ja, denn am nächsten Tag war mein Knie ganz geschwollen und deshalb war mir klar, dass ich erst einmal ausfallen werde. Ich hatte dann, bevor ich die Ergebnisse von der MRT-Untersuchung kannte, gehofft, dass ich mir nicht mein Kreuzband gerissen hatte, sonst wäre die ganze Saison für mich beendet gewesen. Ich habe also noch einmal Glück im Unglück gehabt, was in diesem Fall für mich das Beste war, weil ich so nur ungefähr drei Monate pausieren musste. Natürlich war ich enttäuscht sowie traurig, dass ich erst einmal länger nicht mehr mitspielen kann, aber trotzdem war ich erst einmal zufrieden damit, dass es nicht noch schlimmer war. 

 

Wie erlebt man die sportliche schwierige Situation auf der Tribüne, wenn man weiß, dass man daran nichts ändern kann?

Das war für mich eine ganz schwierige Zeit, denn das hat mich so viele Nerven gekostet, denn als Spieler erlebt man das sonst nicht so stark, da man durch das Agieren auf dem Parkett in gewisser Weise abgelenkt ist und deshalb war das für mich völlig unnormal sowie hatte ich Stress pur auf der Tribüne. 

 

Wie motiviert man sich in der Zeit, wenn man mit dem kleinen runden Leder nichts machen darf?

Mir macht das Handball spielen einfach großen Spaß, trainiere gerne und bin gerne mit der Gruppe zusammen, deshalb ist es mir schwer gefallen, nicht an den Einheiten teilnehmen oder in den Partien mit aktiv sein zu können, denn es ist für mich einfach normal, an dem kleinen, runden Leder zu sein. 

 

Das erste Mal wieder am Ball, alles wie immer?

Naja, da war ich mir ganz unsicher, was wird passieren, was kann ich alles mitmachen, denn ich wollte so schnell wie möglich wieder ein komplettes Training absolvieren, was natürlich nicht gleich möglich war, denn ich musste langsam beginnen und konnte mich nur kontinuierlich steigern, aber ansonsten war eigentlich sogar alles wie immer. 

 

Mit Martin Danowski hast du einen richtig gut ausgebildeten Kreisläufer als Mitspieler; wie kannst du ihn noch besser in Szene setzen, welche Vorteile bringt diese Verstärkung für die gesamte Mannschaft und wie kannst du von diesen neuen Möglichkeiten profitieren?

Erst einmal muss gesagt werden, dass Martin Danowski sehr viel für die Mannschaft arbeitet, also Sperren stellt oder aufgrund seiner Torgefährlichkeit zwei Abwehrspieler bindet, wodurch es uns Rückraumspielern erleichtert wird, selbst zum Abschluss zu kommen. Auch weiß er genau, wo er zu stehen, um anspielbar zu sein und deshalb muss ich da gar nicht so viel vorbereiten, sondern ihn nur den Ball zupassen. Für ihn wird es leichter, wenn auch wir Rückraumspieler des Öfteren einnetzen und vielleicht auch mal von zehn, elf oder zwölf Metern werfen, damit die Verteidiger herausrücken müssen, was bedeutet, dass am Kreis mehr Platz entsteht. Wir haben nur ein Problem, dass wir nicht nur unseren Kreisläufer zu selten anspielen, sondern auch unsere Außenspieler, weshalb wir wieder mehr als Mannschaft zusammen agieren müssen, um von allen Positionen Torgefahr auszustrahlen. Dann ergeben sich auch viel mehr Möglichkeiten für jeden Einzelnen, selbst einen Treffer zu erzielen, da die Defensive sich nicht nur auf einzelne Akteure von uns konzentrieren kann, was beispielsweise mir ermöglicht, auch mal ins Eins-gegen-Eins zu gehen und das macht uns dann alles in Allem deutlich flexibler.

 

Deine Stärke ist auch das Eins-gegen-Eins, darfst du unter dem neuen Trainer Jan Richter diese nun häufiger mit in dein Spiel einbauen und zeigen?

Ja, denn wir haben jetzt nicht nur ein anderes System, sondern reden auch viel miteinander, was bedeutet, dass wir bei den gemachten Vorschlägen gemeinsam nach Kompromissen suchen, wie wir die erfolgreich umsetzen können und da Jan Richter weiß, was ich kann sowie ich ihm mitteilen kann, was oder wie ich gerne spielen würde, kann ich nun wieder das öfters mit einbringen. 

 

Wie kannst du die Rückraumspieler noch besser in gute Abschlussmöglichkeiten bringen und wie kannst du selbst noch torgefährlicher werden?

Ich kann nur mit dem Anwenden des passenden Spielzuges gegen die jeweilige gegnerische Defensivformation dafür sorgen, dass mit der richtigen Kombination der Abschluss eingeleitet wird, um möglichst eine hohe Wahrscheinlichkeit des Torerfolges zu haben. Wenn ich wieder komplett fit bin, dann werde ich hoffentlich auch häufiger mich in den Eins-gegen-eins-Situationen durchsetzen, um dann zum einen selbst öfters einnetzen zu können oder zum anderen dadurch eine Lücke stoßen, die die Halbspieler für sich nutzen und abschließen zu können. 

 

Woran liegt es, dass euch mittlerweile solche krassen individuellen Fehler passieren?

Ein entscheidender Grund dafür könnte sein, dass wir bei den Trainingseinheiten einfach nicht genügend Spieler sind, was bedeutet, dass wir die Konstellationen, die wir dann in einer Partie haben, nicht wirklich realistisch üben können und dadurch kommt dann genau diese eine bestimmte Situation nicht im Training, sondern im Pflichtspiel zu Stande, auf die du nicht vorbereitet warst. Das hat dann leider diese verheerende Folge, dass wir durch diesen Stress, diese Hektik und Unordnung solche einfachen Fehler machen, die viele eigene Angriffe zunichtemachen, uns damit auf die Verliererstraße bringen und so viele Punkte leichtfertig verschenken. Denn wenn wir den richtigen Spielzug anwenden, jeder weiß, was wir spielen wollen und man machen muss, dann kommen auch eigentlich diese technischen Fehler nicht zu Stande.

 

Mit Levin Kies hast du einen sehr jungen und talentierten Mitspieler bekommen, wie könnt ihr euch auf der selben Position ergänzen?

Levin ist vom Spieltyp her etwas Anders als ich, er braucht natürlich noch Erfahrung, die er jedoch schon fleißig hier in der Mitteldeutschen Oberliga sammeln kann und da ich auch noch nicht so alt bin, kann ich ihm noch gar nicht so viele Ratschläge geben, außer, dass er so viel wie möglich ausprobieren soll. 

 

Es sind noch zehn Spiele zu bestreiten, davon vier vor heimischem Publikum; wie viele Punkte holt ihr noch und reicht das für den Klassenerhalt?

Ich hoffe natürlich alle, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen, aber wir müssen jedes Spiel einzeln realistisch betrachten und angehen, denn wir sollten uns jetzt keine Gedanken darüber machen, was im Frühjahr ist, sondern wir müssen uns auf die kommende Partie fokussieren sowie konzentrieren. 

 

Würdest du den Gang in die Sachsenliga mitgehen?

Das weiß ich nicht, da wir das bis jetzt noch nicht geklärt haben, deswegen ist das alles völlig offen, wie es in der nächsten Saison für mich weitergeht, aber ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, auch in der Sachsenliga für den HC Einheit Plauen zu spielen und wenn alles gut läuft, dann bleibe ich hier. Dennoch finde ich es wichtig, wenn wir in Zukunft wieder konstanter Erfolg haben wollen, dass nahezu die gesamte Mannschaft zusammen bleibt und das wir nicht mehr so viele Abgänge sowie Zugänge haben, denn bis wir uns aufeinander abgestimmt oder eingespielt haben, dauert das eine zu lange Zeit. Wenn mir versichert wird, dass wir in der nächsten Saison einen großen Kader mit 14 konkurrenzfähigen Spielern für die jeweilige Liga haben und ein Großteil des jetzigen Aufgebots bleibt, bei den Trainingseinheiten alle Akteure anwesend sind, um ordentlich üben zu können, dann wäre ich definitiv auch weiterhin ein Spieler des HC Einheit Plauen. 

 

Du kamst hier her als die Mannschaft in der Sachsenliga auf Punktjagd ging, bist dann gemeinsam mit ihr in die Mitteldeutsche Oberliga aufgestiegen und hast in der letzten Saison gerade noch so mit ihr den Klassenerhalt geschafft; wie beurteilst du deine Entwicklung sowie welche persönlichen Ziele hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Ich bin eigentlich schon zufrieden, auch wenn man sich immer noch weiter verbessern hätte können, beispielsweise möchte ich in den schwierigen Situationen noch häufiger einen kühlen Kopf bewahren, die richtigen Entscheidungen treffen sowie meinen Mitspielern die nötige Ruhe ausstrahlen und vor allem wäre ich aber gerne mit der Mannschaft wieder erfolgreicher. 

Foto zur Meldung: Im Interview: David Zbiral
Foto: Im Interview: David Zbiral

Einheit will endlich wieder siegen

(31.01.2019)

Auch wenn der HC Einheit Plauen in der Mitteldeutschen Oberliga auf dem letzten Tabellenplatz steht, ist noch nicht alles verloren. Die Plauener haben nach wie vor die Möglichkeit aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu erreichen. Doch dazu muss endlich wieder Zählbares her. Am kommenden Samstag um 18 Uhr empfangen die Spitzenstädter den Tabellensiebten SG Pirna/Heidenau. Leichte Spiele gibt es für Einheit in dieser Saison nicht. Doch besinnt sich die Mannschaft auf ihre Stärken, ist sie am kommenden Wochenende nicht chancenlos.

 

„Unser Spiel ist nach wie vor von zu großen Leistungsschwankungen geprägt. Phasenweise machen wir eine gute Partie, erlauben uns dann aber immer wieder zu viele individuelle Fehler. Hinzu kommt noch, dass nicht alle Akteure immer ihr gesamtes Leistungsvermögen auf die Platte bringen. Wenn das einmal alles zusammen passt, können wir auch gewinnen“, erklärt Trainer Jan Richter. Viele personelle Möglichkeiten stehen dem Einheit-Coach zur Zeit nicht zur Verfügung. Zwar sind Josef Pour und David Zbiral nach ihren Verletzungen wieder in den Kader zurückgekehrt, aber dafür fehlt nun krankheitsbedingt Levin Kies. Hinzu kommt, dass Lukas Zverina seinen Vertrag bei den Plauenern aus persönlichen Gründen aufgelöst hat. Damit ist der ohnehin schon schmale Kader der Spitzenstädter weiter geschrumpft. „Das läuft alles nicht optimal“, weiß auch Vorstand Frank Kühn. „Wir haben über die Winterpause versucht, den Kader noch einmal zu verstärken, aber das ist nicht so einfach. Erstens muss der Spieler zu uns passen und zweitens uns auch wirklich helfen können. Teure Schnellschüsse werden wir nicht verpflichten.“ Für die Partie gegen die SG Pirna/Heidenau bedeutet es für Trainer Jan Richter, dass er aus der Not eine Tugend machen muss. „Das Hinspiel gegen Pirna hatten wir auswärts 23:28 verloren. In der ersten Halbzeit haben wir dabei ein gutes Spiel gemacht, aber in der zweiten Halbzeit im Angriff zu wenig Druck entwickelt. In der Abwehr gilt es, die Leistungsträger des Gegners frühzeitig zu attackieren und im Abschluss zu stören“, so Richter.

Die SG Pirna/Heidenau steht mit 16:18 Punkten derzeit auf dem siebten Platz der Mitteldeutschen Oberliga. Auswärts konnte die Mannschaft dabei erst zweimal punkten. Vielleicht ein zusätzlicher Faktor für Einheit, die wie immer auf die Unterstützung der treuen Fans von den Rängen hoffen. „Auch wenn unsere Fans in dieser Saison bisher noch nicht viel Grund zur Freude hatten, wissen wir es zu schätzen, dass sie nach wie vor hinter uns stehen. Wir hoffen uns am Wochenende dafür revanchieren zu können und werden alles geben“, erklärt Mannschaftskapitän Maximilian Krüger.

 

(slu)

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+++ Spielabsage +++

(26.01.2019)

Das Spiel unserer ersten Mannschaft heute um 17:00 Uhr beim HC Elbflorenz wurde abgesagt. Die spielleitende Stelle entscheidet in den nächsten Tagen über eine Wertung/Neuansetzung.

So teuer wie möglich verkaufen

(23.01.2019)

Am kommenden Spieltag hängen die Trauben für den HC Einheit Plauen hoch. Dann muss die Mannschaft von Trainer Jan Richter auswärts beim Tabellenführer HC Elbflorenz II antreten. Es ist eine schwierige Situation für den Tabellenletzten, der nach wie vor Punkte braucht, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. Das Ziel der Spitzenstädter ist klar. Sie wollen sich in der Landeshauptstadt so teuer wie möglich verkaufen und weiter an den eigenen Defiziten arbeiten.

 

Zum Jahresauftakt gegen den Tabellendritten HC Burgenland musste sich der HC Einheit Plauen nach einer ordentlichen Leistung mit 22:29 geschlagen geben. „Meiner Ansicht nach ist die Niederlage etwas zu hoch ausgefallen. Wir haben über weite Strecken gut gespielt. Doch es fehlt einfach die Konstanz. Jeweils eine Schwächephase in der ersten und zweiten Halbzeit haben uns um ein besseres Ergebnis gebracht“, resümiert Trainer Jan Richter rückblickend. Diese Schwächephasen sind es, die die Spitzenstädter schon die ganze Saison über beeinträchtigen. Dabei steht die Abwehr der Plauener stabil und es gelingt immer wieder Bälle zu gewinnen, doch im Angriff schlägt Einheit kein Kapital daraus. „Wir verwerfen von allen Positionen viel zu viele hundertprozentige Torchancen. Egal ob Konter, Strafwurf oder aus dem Positionsangriff heraus, die Bälle müssen rein. Ansonsten wirst du in dieser Liga gnadenlos bestraft“, so Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. So wird es sicherlich auch am kommenden Samstag beim Tabellenführer HC Elbflorenz II sein. An der Abschlussschwäche hat die Mannschaft unter der Woche im Training gearbeitet. „Wir haben gut trainiert, auch wenn ich krankheitsbedingt wieder nicht alle Spieler zur Verfügung hatte. Gegen Elbflorenz erwarte ich von der Mannschaft, dass sie wieder alles gibt, dann werden wir sehen wozu das am Ende reicht. Mehr zu hoffen wäre in unserer Situation vermessen“, weiß Trainer Jan Richter die Ausgangslage realistisch einzuschätzen. Das Hinspiel in dieser Saison hatten die Spitzenstädter mit 18:27 verloren.

 

Der HC Elbflorenz II galt schon vor Saisonbeginn als einer der Favoriten um die Meisterschaft in der Mitteldeutschen Oberliga. Und dieser Rolle werden die Landeshauptstädter auch gerecht. Mit 27:5 Punkten stehen sie an der Tabellenspitze. Zwei Niederlagen musste die Mannschaft bisher einstecken. Nur der HSG Freiberg und dem SV 04 Oberlosa gelang ein Sieg gegen Elbflorenz II.

 

(slu)

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Foto: So teuer wie möglich verkaufen

Im Interview: Tom Mehler

(14.01.2019)

„Das war ein richtig gutes und geiles Gefühl“

 

„Wenn`s kommt, dann kommt`s", so klangen noch die Worte im Frühjahr von Tom Mehler auf die Frage, wann er seinen ersten Treffer in der Mitteldeutschen Oberliga bejubeln wird und das mit dem Zusatz versehen, dass das noch warten müsse - kurz vor Weihnachten beschenkte sich der erst 18jährige selbst mit seinem ersten Mal: Im Interview mit Florian Wißgott spricht er nicht nur über das Tore erzielen, sondern auch das Verhindern von Treffern, warum Potenzial in gewisser Weise relativ sei, wann auf dem Turnhöschen nicht mehr der Status Ergänzungsspieler steht sowie erklärt er, weshalb die Kooperation im Nachwuchsbereich mit der NSG Oelsnitz/Oberlosa ein voller Erfolg wird und verrät, welchen Vorteil eine gemeinsame Jugendmannschaft im Männerbereich hätte.

 

Du durftest nicht nur schon des Öfteren Oberligaluft schnuppern, sondern auch deinen Einsatz mit einem Treffer vergolden und damit zeigen, dass du weißt, wo das Tor steht...

...Ja, ich freue mich riesig darüber sowie war das ein richtig gutes und geiles Gefühl, dass es endlich auch mal mit dem Einnetzen in der vierten Liga geklappt hat.

 

Was fehlt noch, damit du öfters triffst?

Auf jeden Fall noch die Erfahrung, aber das ist ja immer so, je mehr du davon hast, desto sicherer wird man, was dann natürlich für ein häufigeres Einnetzen von großen Vorteil ist. Da ich ja auch noch mit meinen 18 Jahren ein sehr junger Spieler bin, der bisher vorrangig im Nachwuchsbereich auf Torjagd gegangen ist, ist es klar, dass ich im Männerbereich noch nicht so viel Erfahrung sammeln konnte. 

 

Tore zu erzielen ist das eine, gegnerische Treffer zu verhindern das andere; was liegt dir mehr?

Also in den Spielen, in denen ich bisher in der Mitteldeutschen Oberliga zum Einsatz kam, wurde ich in Situationen eingewechselt, bei denen der Ausgang der Partie bereits entschieden war. Als ich dann auf dem Parkett stand, würde ich mir schon eine nicht zu schlechte Abwehrarbeit attestieren. Ich gebe aber natürlich nicht nur in der Verteidigung, sondern auch im Angriff alles, um mich immer weiter verbessern zu können. 

 

Du trainierst jetzt schon zweieinhalb Jahre mit der Ersten, wie beurteilst du deine Entwicklung?

Ich habe natürlich Fortschritte gemacht und man lernt in jedem Training sowie Spiel wirklich dazu.

 

Bis zum Stammspieler in der Mitteldeutschen Oberliga ist es nicht nur ein trainingsreicher Weg, sondern muss man auch das nötige Talent mitbringen; wie schätzt du dein Potenzial ein?

Das ist meiner Meinung nach in gewisser Weise relativ, denn ich glaube, mit der nötigen Motivation hat jeder ein großes Potenzial und da ich viel Spaß am Handball habe sowie es meine Leidenschaft ist, diese Sportart auszuüben, denke ich, dass ich die mir gegebenen Fähigkeiten einfach nutzen wie auch daraus etwas machen muss. 

 

Aktuell bist du noch Ergänzungsspieler, wann wirst du zu höherem berufen?

Mal sehen was die Zeit bringt, ich gebe alles und da mir beispielsweise noch die nötige Erfahrung für den höherklassigen Männerbereich fehlt, spiele ich ja auch in der zweiten Mannschaft, um mich an das Niveau sowie Agieren zu gewöhnen. Bis ich es zum Stammspieler schaffe, ist es auf jeden Fall noch ein sehr langer Weg, denn es ist natürlich auch noch einmal etwas Anderes, wenn man nicht aus einem Leistungszentrum stammt, in dem der Fokus noch deutlich stärker auf der handballerischen Weiterentwicklung liegt, die Akteure ab dem Kindesalter auf höchsten Niveau ausgebildet werden und alle Talente zusammen viel öfter trainieren, aber dennoch gebe ich mein Bestes.

 

Parallel spielst du in diesem Jahr mit der A-Jugend in der Sachsenliga sowie wirst du in der Zweiten bei der Mission Aufstieg in die Bezirksliga gefordert und gleichzeitig willst du auch noch ordentlich Pünktchen fürs Abitur sammeln, wie bekommst du das alles unter einen Hut?

Das Wichtigste ist, eine gute Balance zu finden, deshalb trainiere ich auch „nur" drei Mal in der Woche, um noch zwei Tage sozusagen frei zu haben, an denen ich etwas für die Schule machen kann oder auch mal Freizeit habe, was ein gar nicht so unwesentlicher Faktor ist, damit man einen freien Kopf und klare Gedanken hat. 

 

In allen drei Mannschaften wirst du auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt, wo würdest du dich in der vierten Liga selbst aufstellen?

Meine Lieblingsposition ist die Kreismitte, jedoch weiß ich, dass es mir da noch an Einigem fehlt, um in der Ersten dann genau dort eingesetzt zu werden, aber natürlich arbeite ich hart daran, um dieses Ziel mal erreichen zu können. Auch die Außenpositionen sind immer sehr gefragt, die wie jede andere ebenso eine Wichtige ist, aber dennoch ist es eine, wo man sozusagen die wenigsten Fehler machen kann, deshalb spiele ich meistens dort. In der A-Jugend und in der Zweiten werde ich aber auch nicht nur am Kreis eingesetzt, sondern auch auf den Außen, dennoch macht es mir auf der Kreismitte am meisten Spaß. 

 

Seit dieser Saison spielen neben deiner A-Jugend auch die B- sowie C-Jugend dank einer Kooperation mit der NSG Oelsnitz/Oberlosa zusammen wieder in der Sachsenliga, um auf höherem Niveau den Nachwuchs besser fördern zu können; geht der Plan auf und wie lautet deine erste Einschätzung nach der Hinrunde?

Etwas sehr schönes für mich ist der Nebeneffekt, dass ich jetzt teilweise wieder mit den Spielern gemeinsam auf Torjagd gehe, mit denen ich bereits in der E-Jugend zusammen aktiv war, was mich freut, nicht mehr gegen, sondern mit ihnen in einer Mannschaft zu spielen. Natürlich gab es eine gewisse Rivalität, wenn man gegeneinander angetreten ist sowie um die zwei Punkte gekämpft hat, aber für mich ist das alles Handball, das heißt, alle teilen die gleiche Leidenschaft, die verbindet und deshalb finde ich, dass man abseits des Parketts auch problemlos Freunde sein kann. Ich finde sehr gut, dass dadurch jetzt den jeweiligen Mannschaften mehr Potenzial zur Verfügung steht, das fängt zum einen bei den Spielern an, aber das geht ja auch bis zu den Verantwortlichen, die so die Kräfte bündeln, um noch bessere Vorraussetzungen schaffen zu können. Denn Plauen ist jetzt nicht so groß, dass das Spielerpotenzial für zwei Aufgebote in den höheren Nachwuchsligen reicht, deshalb kann dank dieser Kooperation jeweils eine richtig starke Vertretung sowohl qualitativ als auch quantitativ in der Sachsenliga antreten, wovon alle profitieren. Ich freue mich natürlich für den HC Einheit Plauen zu spielen und bin vereinstreu, aber in erster Linie sind wir alle Handballer sowie Fans unserer Sportart, deshalb ist zwar Konkurrenz immer gut, jedoch ist eine Feindschaft kontraproduktiv. Ich bin ein sehr großer Freund dieser Kooperation und hoffe, dass sie weiter fortgesetzt wird, da es mir sehr viel Spaß macht, mit meinen Mannschaftskollegen zusammen zu spielen. Wir sind ja keine Profivereine, bei denen vielleicht die Akteure mal die Aussicht auf einen Einsatz in der Bundesliga haben, deshalb ist der Faktor Freude sehr wichtig, was natürlich bei einem gemeinsamen Miteinander gut gegeben ist. 

 

Man stelle sich vor, nach dieser Saison, die gleichzeitig altersbedingt deine letzte im Nachwuchsbereich ist, bleibt der ältere Teil deiner Mannschaft zusammen und geht bei den Männern gemeinsam auf Punktjagd; eine gute Idee?

Das wäre natürlich eine sehr gute Idee und ich würde es auch begrüßen, denke aber, dass sich das schwierig umsetzen lässt, da ja bereits einige Spieler von unserer gemeinsamen A-Jugend feste Bestandteile in den jeweiligen vereinseigenen Männermannschaften sind, dennoch glaube ich, dass das sehr hilfreich wäre, weil dadurch zusammen viel Erfahrung gesammelt werden könnte. Ein zweites Problem ist dann natürlich auch, wie es mit den jeweiligen Akteuren nach der Schule weiter geht, wo man seine Ausbildung macht oder studiert und ob man dann noch den Handball in dieser Form hier in Plauen wie jetzt ausüben kann, ist ungewiss.

 

Was sind deine Ziele für die Rückrunde?

Ich möchte mich weiter verbessern, versuche natürlich so viel wie möglich für die Mannschaft beizutragen und ich möchte, dass wir prinzipiell erfolgreicher werden, was bedeutet, dass sich jeder einzelne noch mehr anstrengen muss. 

 

Du wirst am Saisonende auch mit der Schule fertig; wie geht's danach weiter, bleibst du dem HC Einheit Plauen treu?

Stand jetzt ist noch nichts konkret und deshalb kann ich mich auch noch nicht festlegen, jedoch wenn alles so karrieretechnisch klappt, wie ich mir das vorstelle, dann wird es schwierig hier weiterhin Handball zu spielen, aber ich werde natürlich so weit es geht dem Verein treu bleiben. 

Foto zur Meldung: Im Interview: Tom Mehler
Foto: Im Interview: Tom Mehler

Niederlage zum Jahresauftakt für HC Einheit

(14.01.2019)

Zum Auftakt in das Handballjahr 2019 gastierte mit dem HC Burgenland der Tabellendritte der Oberliga in der Spitzenstadt. Der gastgebende HC Einheit musste sich letztlich mit 22:29 geschlagen geben, obwohl dem Spielverlauf nach doch einiges mehr drin gewesen wäre. Über weite Strecken konnten die Plauener mithalten, wären da nicht je Halbzeit die letzten zehn Minuten gewesen.

 

Einheit startete deutlich besser in die Partie, ging durch Tore von Höpner und Rahn 2:0 in Führung. Zwei Zeitstrafen gegen die Hausherren, die mindestens diskussionswürdig waren, ließen Burgenland zum 4:4 ausgleichen. In der Folge gingen die Gäste immer mit einem bis zwei Treffern in Front, der HCE konnte aber stets ausgleichen, beziehungsweise Anschluss halten, 8:9 der Zwischenstand nach 21 gespielten Minuten. Dann allerdings verloren die Spitzenstädter sehr zum Unverständnis der 480 Zuschauer in der Einheit-Arena gänzlich den Spielfaden, fabrizierten technische Fehler und Fehlwürfe. Der Gegner nahm diese Einladung gerne an und zog auf 8:13 davon. Erst in der 29. Minute traf Danowski wieder für die Einheimischen, Jan Höhne markierte nur wenig später die 14:9 Pausenführung für Burgenland.

In der Halbzeitpause begrüßte Einheit-Präsident Dietmar Prätorius die anwesenden Sponsoren, bedankte sich für deren Engagement, brachte die besten Wünsche für das begonnene Jahr und seine Hoffnung für den Klassenerhalt zum Ausdruck.

 

Mit einem verworfenen Strafwurf von Rahn für Einheit und dem 15:9 für die Gäste ging es in den zweiten Spielabschnitt. Sehr zur Freude der Fans fingen sich die Platzherren dann aber schnell, vor allem Viktor Beketov fasste sich ein Herz zum Wurf, konnte mehrfach einnetzen und so kämpften sich die Rot-Weißen wieder auf 16:18 heran, hielten dies bis zum 18:20. Anstatt nun weiter dran zu bleiben, eventuell sogar etwas zählbares zu ergattern, kam wieder, wie schon im ersten Spielabschnitt, nach zwanzig Minuten der Einbruch. Einheit fabrizierte Fehler, Burgenland die Tore. Die Gäste entschieden beim 20:27 (55. Minute) die Partie, die beim Stand von 22:29 aus der Sicht der Spitzenstädter schließlich abgepfiffen wurde. 

„Wir hatten immerhin den Tabellendritten zu Gast, also keine Laufkundschaft“, resümierte Trainer Jan Richter nach dem Spiel, „trotzdem wäre wohl mehr möglich gewesen. Hier und da hat der Gegner gewackelt, was wir allerdings nicht genutzt haben, im Gegenteil haben wir Burgenland durch eigene Schwächen wieder stark gemacht.“

 

HC Einheit Plauen: Beketov (5 Tore), Dobritz, Wolf (2), Höpner (2), Pour, Werning, Misar, Kies (2), Zbiral (3), Rahn (3), Danowski (5), Zobirei, Trainer Jan Richter, Betreuer Bernd Grimm, Mannschaftsarzt Dr. Normann Haßler, Physio Christian Ulbricht

HC Burgenland: Aumann (1), Dober (4/davon 1 Siebenmeter), Benecke (4), Fichtner, Meyer (1), Höhne (6/1), Heinig (10), Schindler, Weber, Kaßler (2), Galia, Le (1), Richter, Trainer Steffen Baumgart

Gelbe Karten: je 2 gegen Plauen und Burgenland

Zeitstrafen: 4 gegen Plauen, 2 gegen Burgenland

Zuschauer: 480

 

(mts)

Foto zur Meldung: Niederlage zum Jahresauftakt für HC Einheit
Foto: Niederlage zum Jahresauftakt für HC Einheit

Einheit startet ins neue Jahr

(09.01.2019)

Am kommenden Sonntag starten die Oberligahandballer des HC Einheit Plauen ins neue Jahr. Zu Gast in der Spitzenstadt ist der Tabellendritte HC Burgenland. Der Anwurf in der Einheit-Arena an der Wieprechtstrasse erfolgt 17 Uhr.

 

Da am Samstag zuvor die Deutsche Handball Nationalmannschaft ihr zweites WM-Gruppenspiel bestreitet, Gegner ist Brasilien, hat der Mitteldeutsche Handballbund festgelegt, dass alle Spiele des Wochenendes am Sonntag ausgetragen werden. So erklärt sich der für Einheit untypische Spieltermin.

„Ich und natürlich auch meine Mannschaft sind mit unseren Ergebnissen aus dem vergangenen Jahr nicht zufrieden“, so Einheit-Trainer Jan Richter. „Wir haben nur sporadisch guten Handball gespielt, doch das reicht nicht, um in dieser Liga bestehen zu können.“ In den Trainingseinheiten, die vergangene Woche wieder angelaufen sind, muss weiter hart am Zusammenspiel gearbeitet werden. Damit sollen leichte Fehler vermieden werden, die in der Vergangenheit zumeist von den Gegnern zu eigenen Treffern genutzt wurden. Erfreulich ist, dass die zuletzt verletzten Josef Pour und David Zbiral das Training komplett absolvieren konnten und wohl auch im Spiel wieder Einsatzzeiten erhalten.

Der HC Burgenland ist furios in die Saison gestartet. Erst am zehnten Spieltag mussten die Spieler um Trainer Steffen Baumgart die erste Niederlage hinnehmen, und dies gegen den heutigen Tabellenführer Elbflorenz. Zum Ende des Jahres hin lief es jedoch alles andere als rund. Wohl auch aufgrund von Verletzungen einiger Spieler holte Burgenland aus den letzten fünf Spielen gerade mal vier Punkte. In Pirna und in Delitzsch musste man die Punkte komplett abgeben, in Köthen und gegen Aschersleben reichte es wenigstens zu einer Punkteteilung, alleine gegen Oberlosa ging man in eigener Halle als Sieger vom Parkett. 20:10 Punkte stehen nunmehr in den Protokollen des HC, was gleichbedeutend mit dem dritten Platz der aktuellen Tabelle ist.

Obwohl der HC Einheit noch das Schlusslicht der Tabelle darstellt, hat das Team den Kopf noch lange nicht in den Sand gesteckt und verspricht weiter zu kämpfen, um dem Abstieg doch noch von der Schippe zu springen. Der Trainer, die Spieler und auch die Verantwortlichen des Vereines hoffen deshalb auf einen regen Zuschauerzuspruch, damit auch von den Rängen aus die nötige Unterstützung kommt, die dann die Spieler auf dem Parkett zu guten Leistungen voran treibt.

 

(mts)

Foto zur Meldung: Einheit startet ins neue Jahr
Foto: Einheit startet ins neue Jahr

Niederlage zum Jahresabschluss

(17.12.2018)

Der HC Einheit Plauen kann auch das Rückspiel gegen den SV Oebisfelde nicht gewinnen. Am vergangenen Sonntag unterlagen die Spitzenstädter auswärts beim Tabellenachten mit 20:26 und stehen weiter am Ende der Mitteldeutschen Oberliga. Es scheint dabei so, als müssten die Spitzenstädter zur Zeit immer erst deutlich in Rückstand geraten, um dann ihre Leistung abzurufen. Am Ende waren zu viele Fehlwürfe und Unkonzentriertheiten die Ursache für die 12. Saisonniederlage.

 

Nach der über 3stündigen Anreise ins weit entfernte Oebisfelde schien Einheit zu Beginn der Partie noch nicht ganz wach zu sein. In der Abwehr klafften insbesondere auf der linken Abwehrseite große Lücken, die es den Gastgebern leicht machten, zum Torerfolg zu kommen. Im Angriff standen den Spitzenstädtern in den ersten Minuten zu oft Pfosten und Latte im Weg. Einzig Linkshänder Pascal Wolf schien Zielwasser getrunken zu haben. So war Trainer Jan Richter nach 12 Minuten beim Stand von 2:7 bereits gezwungen die erste Auszeit zu nehmen. Danach lief es etwas besser im Spiel der Spitzenstädter. Einheit konnte den Rückstand durch Tore von Kies, Krüger und Rahn auf 6:9 verkürzen. Dabei war noch mehr möglich gewesen, denn die Gastgeber leisteten sich zwischenzeitlich auch einige Fehler, die Einheit allerdings nicht zu seinen Gunsten nutzen konnte. Fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit stand es somit 9:12. Doch statt konzentriert und konsequent zu spielen, um den Rückstand mit in die Pause zu nehmen und nach Wiederanpfiff weiter anzugreifen, wollte Einheit zu viel. Gleich Reihenweise erlaubte sich die Mannschaft Fehlwürfe und Fehlabspiele. Oebisfelde spielte das in die Karten und so gingen die Gastgeber mit 10:15 in die Pause.

 

Nach dem Seitenwechsel legte Oebisfelde noch zwei Tore zum 10:17 drauf, ehe Einheit durch Rahn und Beketov selbst Tore erzielen konnte. Mitte der zweiten Halbzeit steigerten sich die Spitzenstädter in der Abwehr deutlich und den Gastgebern gelang zehn Minuten lang kein Tor. Aber die Plauener erzielten selbst nur drei Tore. „Wir hatten heute so viele freie Torchancen und haben sie einfach nicht rein gemacht. Bei einer Angriffseffektivität von nur einem Drittel kannst du einfach kein Spiel gewinnen. Auch wenn es vom Spielstand zu dieser Zeit vielleicht nicht so aussah, aus meiner Sicht hatten wir die Möglichkeit das Spiel zu drehen. Aber dazu brauchen wir Tore“, erklärt Trainer Jan Richter sichtlich enttäuscht. Den Spitzenstädtern gelang es zwar sich auf 19:22 an Oebsifelde heran zu kämpfen, aber durch die schlechte Wurfquote blieb es auch dabei. Am Ende spielten die Gastgeber die Partie routiniert zu Ende und Einheit musste sich mit 20:26 geschlagen geben.

„Wir haben heute wieder gesehen, dass die Mannschaft funktioniert, wenn sie das spielt, was wir vorher einstudiert haben. Allerdings war es erneut so, dass jeder dachte, er kann sich Halbchancen und schlechte Würfe nehmen. Wir sind stark, wenn wir als Team auf der Platte agieren und da müssen wir schnellstmöglich wieder hinkommen“, so Jan Richter nach dem Spiel.

 

Der HC Einheit Plauen hat nun vier Wochen spielfrei. Das nächste Spiel bestreiten die Plauener am Sonntag, 13.01.2019 um 17 Uhr gegen den HC Burgenland.

 

HCE Plauen: Misar, Ott, Beketov (5), Krüger (1), Wolf (3), Höpner (1), Werning (1), Zverina (1), Kies (1), Rahn (4), Danowski (3/2), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SV Oebisfelde: Schliephake P., Kamm (1), Meinel (4), Vogel (6/3), Kalupke (4), Heidler (5), Keller, Drese, Koch, Weis, Schroeter (1), Schliephake D. (1), Sauer, Meichsner (4), Trainer Thomas Meinel

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Oebisfelde

Zeitstrafen: 3 für Plauen, 3 für Oebisfelde

 

(slu)

Foto zur Meldung: Niederlage zum Jahresabschluss
Foto: Niederlage zum Jahresabschluss

Zum Jahresabschluss auf weite Reise

(13.12.2018)

Für den HC Einheit Plauen geht es am kommenden Sonntag zum letzten Spiel des Jahres zum SV Oebisfelde. Nach einer Anreise von über 3,5 Stunden wollen die Spitzenstädter gegen den Tabellenneunten einen versöhnlichen Jahresabschluss feiern. Zu verlieren haben die Spitzenstädter, die nach wie vor auf dem letzten Tabellenplatz liegen, eigentlich nichts. Vielleicht gelingen der Mannschaft ein Überraschungserfolg und der erste Auswärtssieg in dieser Saison, um das sportlich schwierige Jahr 2018 versöhnlich abzuschließen.

 

Für den HC Einheit Plauen ist es zuletzt ein ständiges Auf und Ab. Gemeint ist damit nicht die Platzierung in der Mitteldeutschen Oberliga, sondern die Leistung der Spitzenstädter auf dem Parkett. Nach sieben Niederlagen in Folge zu Saisonbeginn gelang Einheit gegen Delitzsch vor knapp 2 Monaten der erste Sieg. Die folgende Niederlage in Aschersleben beantwortet die Mannschaft von Neu-Trainer Jan Richter dann mit zwei Heimsiegen gegen Halle und Apolda in Folge. Damit hatten die Plauener eigentlich den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze geschafft, doch zuletzt gab es wieder drei Niederlagen am Stück. Davon zwei gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Woran liegt das? „Die aktuelle Situation hat viele verschiedene Ursachen“, erklärt Trainer Jan Richter. „Als neuer Trainer kann man die Mannschaft nur Stück für Stück verändern und Impulse setzen. Hinzu kommt unsere angespannte Personalsituation, die durch den schmalen Kader und die zahlreichen Verletzungen der letzten Wochen hervorgerufen wird. Außerdem machen wir nach wie vor zu viele Fehler und uns damit das Leben selbst schwer. Zuletzt gegen Jena war die Fehlwurfquote insbesondere in der ersten Halbzeit untragbar.“ Die Spitzenstädter ringen also nach wie vor nach Stabilität. In Spielen gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel verkaufen sich die Plauener wie vor drei Wochen gegen Freiberg gut und teuer. Gegen direkte Konkurrenten gelingt es dann nicht diese Leistung ebenfalls abzurufen und zu punkten. „Da spielt auch der Kopf eine wichtige Rolle. Den müssen wir in den Griff bekommen“, weiß Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Auch gegen den SV Oebisfelde wird das am kommenden Sonntag kein leichtes Unterfangen. Der Aufsteiger ist aktuell mit 12:16 Punkten auf Platz neun der Tabelle und hat damit doppelt so viele Punkte wie die Spitzenstädter. Das Hinspiel hatten die Plauener in eigener Halle deutlich mit 23:34 verloren. Grund genug es auswärts nun besser zu machen. „Wir haben den Gegner natürlich analysiert. Zwar hat Oebisfelde auch nur einen schmalen Kader, aber die Mannschaft ist erfahren und eingespielt. Das ist ein großer Vorteil. Wir werden trotzdem alles in die Waagschale werfen, was wir haben. Nach so einer langen Anreise will man nicht mit leeren Händen wieder nach Hause fahren“, so Kreisläufer Martin Danowski. In eigener Halle gelangen Oebisfelde erst zwei Siege. Vielleicht ein gutes Zeichen für Einheit.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Zum Jahresabschluss auf weite Reise
Foto: Zum Jahresabschluss auf weite Reise

Im Interview: Fritz Höpner

(09.12.2018)

"Es ist schon etwas Besonderes für mich"

 

Er ist einer der Nachwuchsspielern, die den Sprung in die erste Mannschaft schon so lange vor Augen haben und es nun endlich geschafft hat: Fritz Höpner ergatterte als begehrter Linkshänder einen Platz im Aufgebot der Mitteldeutschen Oberliga und erklärt nun im Interview mit Florian Wißgott, wie er seine Chance nutzen möchte, um sich dauerhaft durchzusetzen, wie es ist, als Eigengewächs in der vierten Liga auf Torjagd zu gehen und er verrät, ob der Knoten nun geplatzt ist. 


Du gehörtest schon mehrmals dem Kader der ersten Mannschaft an und jetzt wieder, wie willst du dich nun dauerhaft durchsetzen?
Ich hoffe, dass es genauso wird, wie schon in der zweiten Mannschaft, denn dort habe ich am Anfang auch nur eine kleine Rolle gespielt und war sozusagen der Bankwärmer, dann hatte ich aber zunehmend mehr Selbstvertrauen getankt, weshalb ich dann genau das gemacht habe, was ich konnte und dann lief`s auf einmal besser. Von meinen Mitspielern bekomme ich auch immer wieder Tipps, wie ich mich weiter verbessern und weiterentwickeln kann, denn gerade als Außenspieler ist neben der Sprungkraft vor allem die Technik des Wurfes entscheidend.


Seit wann spielst du schon mit dem Gedanken, wieder ein Bestandteil des Oberliga-Aufgebots sein zu wollen?
Ich wurde von Heiko Rudolf im Mai angerufen und er hat mich gefragt, ob ich nicht doch wieder Interesse hätte, für die Erste zu spielen, da nach dem Abgang von Matyas Mandaus noch ein Linkshänder gesucht wurde. Und nach einer Woche Bedenkzeit, ob ich das alles mit meiner Arbeit unter einem Hut bringen kann, habe ich dann zugesagt. Denn wenn ich die Möglichkeit habe, höherklassig zu spielen, dann nutze ich diese auch.


Neben Pascal Wolf bist du im Prinzip das einzige Eigengewächs im festen Kader der ersten Mannschaft, wie ist das für dich?
Es ist schon etwas Besonderes für mich und ich bin sehr stolz darauf, dass ich es jetzt endlich in die Erste geschafft habe und natürlich ist es für mich auch eine Ehre, für den HC Einheit Plauen aufzulaufen. Das macht mich glücklich, dass es mal wieder jemand aus dem Verein und nach zahlreichen Jahren im Nachwuchs oder in der zweiten Vertretung in den Kader der Mitteldeutschen Oberliga geschafft hat, der dann dort auch öfters zum Einsatz kommt sowie größere Spielanteile erhält. Ich weiß noch, dass ich damals in der Jugend im Spielerprofil das Ziel „erste Männermannschaft" angegeben habe. Es ist sehr schön, wenn man sich aus dem Jugendbereich immer weiter hocharbeiten kann und die in der Jugend selbst gesteckten Ziele erfüllt. 


In diesem Sommer hat in der Mannschaft eine Verjüngungskur stattgefunden, heißt es jetzt „Jugend forscht" oder wollen sich die „alten Hasen" langsam zur Ruhe setzen?
Ich finde es sehr gut, wenn versucht wird, auch die jungen Spieler in das Aufgebot der Mitteldeutschen Oberliga zu integrieren sowie die Chance bekommen, sich zu beweisen und dann hoffentlich auch durchsetzen können. Denn sie bringen dann neue Ideen mit, wodurch die Mannschaft noch unberechenbarer wird oder sie können mit ihrer Schnelligkeit beziehungsweise Wendigkeit eigene Akzente setzen. 


In der vierten Liga gibt es den ein oder anderen Handballinteressierten mehr, der sich eine Begegnung anschaut, wie ist es für dich, vor so vielen Zuschauern zu spielen?
Ich bin natürlich schon aufgeregt, auch wenn ich mich an das Einlaufen mittlerweile gewöhnt habe, aber beim ersten Mal vor drei Jahren hat das Herz schon sehr gepocht. Dennoch macht es sehr viel Spaß, vor solch einer Kulisse spielen zu können. 


Gerade junge Spieler haben häufige Leistungsschwankungen; wie willst du es schaffen, dass du konstant dein Können auf dem Parkett zeigst und dein Leistungsvermögen abrufst?
Regelmäßiges Training ist dafür natürlich die Grundvoraussetzung, um genau das weiterentwickeln zu können, was ich bereits gut kann und mich da verbessern zu können, wo ich noch meine Defizite habe. Ich werde auf alle Fälle immer mein Bestes geben und alles aus mir herausholen, um die Mannschaft optimal unterstützen zu können. 


Du bist dafür bekannt, dass dir das Offensivspiel mehr liegt; wie willst du vermeiden, dass die rechte Abwehrseite zum offenen Scheunentor wird?
In der Abwehr habe ich noch großes Verbesserungspotential, vor allem hinsichtlich des richtigen Stellungsspiels und des rechtzeitigen Aushelfen für meinen Nebenmann. Das ist jedoch manchmal noch recht schwierig für mich, da mir dafür die Erfahrung und das Timing fehlen.


Wo siehst du deine Stärken?
Meine Stärken sind die Schnelligkeit, natürlich meine linke Hand und in der Zweiten waren es noch meine Würfe sowie meine Eins-gegen-eins-Situationen, was aber auf dem höheren Niveau jetzt schon deutlich schwieriger ist, sich dann gegen seinen Gegner auch durchsetzen zu können. 


Im Vergleich zum Saisonbeginn hat sich deine Ausgangslage gravierend geändert: Du bist jetzt für die Position Rechtsaußen mehr oder weniger der einzige Spieler, wie kannst du diese Chance für dich nutzen?
Ich habe dadurch die Möglichkeit, mich beweisen zu können, aber ich wurde ja nicht ins sogenannte kalte Wasser geworfen, denn auch am Anfang der Saison erhielt ich bereits Spielanteile auf dieser Position. Deswegen mache ich einfach so weiter wie vorher, versuche meine Stärken zu nutzen und das mir gegebene Vertrauen vom Verein sowie Trainer mit Leistung zurück zu geben.


Empfindest du deshalb jetzt, dass mehr Druck auf deinen Schultern lastet?
Ehrlich gesagt nicht, denn es ist ja immer noch mein Hobby, an dem ich Spaß habe. Natürlich versuche ich, das auch alles so gut es mir gelingt umzusetzen, was gefordert wird, aber ich spüre deshalb jetzt nicht unbedingt einen höheren Leistungsdruck. Manchmal vielleicht schon, denn man kann auch nicht immer so spielen, wie man selbst vielleicht möchte. Aber alles in Allem ist es Sport, in dem es um Willen, jedoch nicht so sehr um Druck geht.


Also hast du mittlerweile genügend Selbstvertrauen getankt und fühlst dich für die Mitteldeutsche Oberliga gewappnet?
Das kann ich auch jetzt immer noch nicht genau beantworten, da ich beispielsweise im Angriff noch nicht so viele Chancen hatte. Ich fühle mich immer noch als Spieler, der noch vor ein paar Jahren im Nachwuchs aktiv war und in der letzten Saison mit der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga auf Torjagd ging. Deshalb habe ich immer noch ein paar Schwächen, die ich jedoch aufgrund der aktuellen Personalsituation schneller verbessern kann, da ich so häufiger zum Einsatz komme und Erfahrungen sammeln kann. Denn es ist alles ein Lernprozess, der eine gewisse Zeit dauert. Genauso war es ja in der Jugend: Ich bin in jede neue Altersklasse hineingewachsen, dann in den Männerbereich gegangen und seitdem ist das ein ständiges Lernen, was natürlich auch in der Ersten noch nicht abgeschlossen ist. Dennoch fühle ich mich schon recht sicher in dem, was ich mache oder was meine Aufgaben sind, auch wenn ich natürlich immer noch Fehlentscheidungen treffe. Aber diese versuche ich eben in dem Lernprozess weiter zu minimieren.


Ist der Knoten jetzt geplatzt? 
Noch nicht ganz, weil ich bei meiner aktuellen Trefferquote noch nicht davon sprechen würde, dennoch ist es schon ein Schritt in die richtige Richtung, aber trotzdem möchte ich mich noch mehr ins Offensivspiel einbinden und noch öfters zeigen, was ich kann.


Was fehlt noch zum absoluten Stammspieler?
Definitiv noch Stabilität, also dass ich konstant meine guten Leistungen abliefern kann und nicht irgendwelche Schwankungen oder kein Wurfglück habe sowie mich noch weiter in meinem Wurf verbessere. Auch in der Abwehr möchte ich noch stabiler stehen und besser verteidigen sowie möchte ich auch selber eine Spielsituation lesen können, um dann selbstständig darauf reagieren zu können.


Jan Richter hat mittlerweile das Traineramt übernommen, wie kann er dir als ehemaliger Spieler und mit Einsätzen auf Rechtsaußen helfen?
Da er ja nicht nur schon sehr lange bei uns im Verein, sondern auch ein heiß begehrter Linkshänder ist und mich sehr gut und ausreichend lang kennt, weiß er natürlich, wo meine Stärken, aber eben auch meine Schwächen liegen. Deshalb kann er mir da auf jeden Fall helfen, dass ich mich weiter verbessere. Außerdem kennt Jan Richter die Liga, jede Mannschaft mit ihren Spielern inklusive ihrer Torhüter und kann mich deshalb auch speziell darauf hinweisen, wie man beim jeweiligen Gegner agieren könnte.


Welche persönlichen Ziele hast du dir gesteckt?
So viel wie möglich Einsatzzeit zu erhalten, mich natürlich in der Abwehr zu verbessern und mich bei dem noch weiter zu entwickeln, was ich bereits ganz gut kann, wie beispielsweise das Werfen oder Konterspiel. Außerdem möchte ich noch mehr Routine in mein Agieren bekommen. 


Seit wann spielst du eigentlich schon Handball und wie bist du dazu gekommen?
Als ich in die zweite Klasse kam, habe ich mit dem Handballspielen angefangen, da Heiko Rudolf (damals noch E-Jugend-Trainer) in meiner Grundschule war und eine Schulsportstunde gestaltet hat, in der wir Handball spielten. Danach wurden wir gefragt, wer denn auch Interesse daran hat, im Verein diesen Sport auszuüben und da ein Freund von mir bereits hier beim HC Einheit Plauen aktiv war, wollte ich ebenfalls mit trainieren. Das hat mir alles sehr viel Spaß gemacht und seitdem bin ich beim Handball geblieben.


Was begeistert dich daran?
Auf jeden Fall die Schnelligkeit und Kurzweiligkeit. Da ich nie der große Freund vom Fußball war, machte ich als erstes Leichtathletik und war beim Turnen. Aber den Mannschaftsgeist im Handball, mit Freunden zu spielen und nicht nur für sich alleine zu kämpfen und zusammen den Erfolg zu feiern fand ich so gut, dass ich letztendlich beim Handball blieb. 


Profitierst du von der Leichtathletik?
Ich denke schon, denn im Kindesalter ist es wichtig, dass man sportlich gefördert wird und da werden natürlich viele Grundlagen gelegt wie beispielsweise Ausdauer, Kondition oder Schnellkraft. Die helfen einem, indem man weiß, wie man richtig mit seinem Körper umzugehen hat, aber auch wie man ihn gut einsetzen kann. Denn je früher man damit anfängt, desto leichter fällt es einem später neue Sachen zu lernen oder das Maximale aus sich herauszuholen. 


Was zeigt dir ein Blick in die Glaskugel für die Zukunft?
Ich sehe mich als festen Teil der ersten Mannschaft, dennoch muss ich schauen, da ich mich auch noch beruflich weiterentwickeln möchte, ob ich das dann alles mit dem höherklassigen Handball unter einen Hut bekomme. Trotzdem möchte ich dem Verein treu bleiben und deshalb wird es sich dann zeigen, wo ich stehen werde. Auf jeden Fall werde ich immer am Ball bleiben.

Foto zur Meldung: Im Interview: Fritz Höpner
Foto: Im Interview: Fritz Höpner

Bittere Heimniederlage für HC Einheit

(09.12.2018)

Es ist unbegreiflich! Der HC Einheit Plauen kann gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt einfach nicht seine Leistung abrufen. Am vergangenen Samstag musste sich die Mannschaft von Trainer Jan Richter dem HBV Jena deutlich mit 27:36 (11:17) geschlagen geben. 50 Minuten fand Einheit nicht zu seinem gewohnten Spiel, war sowohl im Angriff als auch in der Abwehr zu fehleranfällig. Allein 10 Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit reichten nicht, um das Spiel zu drehen. Damit bleiben die Spitzenstädter auf dem letzten Tabellenplatz der Mitteldeutschen Oberliga. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt nunmehr fünf Punkte.

 

„Der Auftritt meiner Mannschaft ist für mich heute ein Rätsel“, erklärt Trainer Jan Richter nach dem Spiel noch sichtlich ratlos. „Nach dem guten Spiel gegen Freiberg letzte Woche hatten wir uns gegen Jena einiges vorgenommen, dass wir größtenteils einfach nicht umsetzen konnten. Egal wen ich auf die Platte stellte, es machte keinen Unterschied.“ Den ersten Treffer der Partie erzielten die Gäste aus Jena. Für die Spitzenstädter erlöste Pascal Wolf die knapp 380 Zuschauer nach 4 Minuten mit dem ersten Tor. Zuvor landeten mehrere Würfe der Plauener neben diesem. Dies schien sich auf die Sicherheit der Mannschaft auszuwirken. Erst nach weiteren fünf Minuten erzielte wiederum Pascal Wolf ein Tor für Einheit. In der Zwischenzeit hatte Jena aber bereits vier Tore erzielt, sodass die Gastgeber einem Rückstand hinterher liefen. Trainer Jan Richter sah sich beim Stand von 2:5 nach zehn Minuten gezwungen die erste Auszeit zu nehmen. Doch diese zeigte keine Wirkung. Jena zog auf 3:9 davon. Insbesondere der wurfstarke Rückraum der Gäste bereitete den Spitzenstädtern Probleme. Im Angriff lief nichts zusammen. Zu zaghaft und verunsichert agierte die Mannschaft um Routinier Peter Werning. Das gewohnte Kombinationsspiel und sicher heraus gespielte Torchancen blieben Mangelware. Auch eine zweite Auszeit nur wenige Minuten später änderte daran wenig. Zumindest gelang es Einheit nun den Rückstand von sechs Toren nicht weiter anwachsen zu lassen. Beim Stand von 11:17 ging es in die Kabinen.

 

Nach dem Seitenwechsel schien Einheit wie ausgewechselt. Wieder einmal nutzten die Spitzenstädter den Schwung der Halbzeitpause und Hoffnung kam auf, das Spiel wie zuletzt gegen Halle drehen zu können. Trainer Jan Richter hatte die Abwehr umgestellt, um die Rückraumspieler der Jenaer frühzeitiger zu attackieren und auch Torhüter Jan Misar bekam nun ein ums andere Mal die rettende Hand an den Ball. Durch Tore von Werning, Zverina und Rahn verkürzten die Spitzenstädter innerhalb von fünf Minuten auf 15:17. Jenas neuer Trainer Casanova reagierte mit einer Auszeit und unterbrach so den Spielfluss der Plauener. Bis zum 19:21 hatte Einheit mehrfach die Möglichkeit durch Ballgewinne und Konter nicht nur den Anschluss sondern eventuell auch den Ausgleich zu erzielen, um damit die Partie doch noch zu ihren Gunsten zu entscheiden. Doch die Abschlussschwäche und Jenas Torhüter machten dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Die Gäste nutzten nun jeden Fehler gnadenlos aus und gewannen die Partie am Ende deutlich mit 27:36.

 

HCE Plauen: Misar, Ott, Beketov (2), Dobritz (2), Krüger (1), Wolf (3), Höpner (1), Werning (2), Zverina (4), Kies (3), Rahn (4), Danowski (7/1), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht, Mannschaftsarzt Normann Haßler

 

HBV Jena: Kowalczyk, Hansemann (2), Popa (4), Nasgowitz (2), Pristas (1), Folger (4/4), Dejmek (1), Triller (8), Schabram, Elsässer (5), Barth, Sadewasser, Grau (1), Kijowski (8), Trainer Sergio Ruiz Casanova

 

Verwarnungen: 2 für Plauen, 2 für Jena

Zeitstrafen: 4 für Plauen, 1 für Jena

Zuschauer: 380

 

(slu)

Foto zur Meldung: Bittere Heimniederlage für HC Einheit
Foto: Bittere Heimniederlage für HC Einheit

Letztes Heimspiel für Einheit

(06.12.2018)

Vom ersten Spiel der Saison gegen den Aufsteiger HBV Jena hatten sich viele mehr versprochen. Am Ende stand im September eine 24:29-Niederlage für Einheit zu Buche. Doch die Spitzenstädter konnten sich in den vergangenen Spielen sukzessive steigern und wollen am kommenden Samstag um 18 Uhr Revanche nehmen. Mit dem Heimpublikum im Rücken will Einheit nicht nur das Jahr positiv abschließen, sondern auch zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sichern.

 

„Wenn man auf die Tabelle schaut, stehen alle Mannschaften dicht beieinander. Jeder Punktgewinn und jedes Tor kann am Ende entscheidend sein. Das wissen wir und wir wollen gegen Jena gewinnen“, gibt Trainer Jan Richter die Zielrichtung für das Spiel vor. Im Hinspiel gegen Jena agierten die Spitzenstädter insbesondere im Angriff noch viel zu fehleranfällig. Mittlerweile hat sich das Angriffspiel gefestigt und Einheit tritt variabel auf. „Damit sind wir für den Gegner nicht so leicht auszurechnen. Dennoch müssen wir weiter daran arbeiten, unsere Fehler zu minimieren und bis zuletzt konzentriert zu spielen“, weiß Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. „Am vergangenen Wochenende waren das die Gründe für die Niederlage gegen die HSG Freiberg.“ Personell sieht es bei den Spitzenstädtern aktuell weiterhin nicht rosig aus. David Zbiral und Josef Pour werden erst im neuen Jahr wieder voll ins Training einsteigen können. Hinter den erkrankten Levin Kies und Lukas Zverina steht nach wie vor ein Fragezeichen. Doch auch mit einem schmalen Kader haben die Spitzenstädter gezeigt, dass sie in der Mitteldeutschen Oberliga mithalten können. „Wenn jeder an seine Leistungsgrenze geht und wir als Mannschaft auf dem Spielfeld wie eine Einheit agieren, dann ist ein Erfolg möglich“, so Trainer Jan Richter. Mit einem Sieg könnte Einheit die rote Laterne in der Tabelle abgeben und sich eine gute Ausgangsposition erarbeiten, um vor der Winterpause in der Tabelle noch etwas nach oben zu klettern.

 

Der HBV Jena überraschte zu Saisonbeginn als Aufsteiger mit seinen Spielerergebnissen. Nach dem Auftaktsieg gegen die Spitzenstädter gelang den Thüringern ein Unentschieden gegen Zwickau, ein Sieg gegen Freiberg und gegen Oebsifelde. Doch sechs Niederlagen in Folge führten dazu, dass Jena mit 9:17 Punkten nun auf Tabellenplatz 11 steht. Der Verein reagierte und trennte sich einvernehmlich von Trainer Ralph Börmel. Die Leitung der Mannschaft hat ab sofort Sergio Ruiz Casanova übernommen. Am vergangenen Spieltag gewann Jena beim HC Aschersleben mit 24:27.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Letztes Heimspiel für Einheit
Foto: Letztes Heimspiel für Einheit

Einheit II weiter erfolgreich

(02.12.2018)

Es war wieder einmal soweit für die Einheit-Reserve auswärts gegen die SG Chemnitzer HC II zu Punkten. Mit 25:37 war der sonntägliche Spieltag erfolgreich verlaufen.
Es stand eine stramme, kräftige und nicht ganz untalentierte Mannschaft den Jungen Wilden des HC Einheit gegenüber, doch dies und der Nachteil, dass es nur Haftspray als Klebemittel zu bestaunen gab, war kein Grund das Spiel abzuschreiben. Überraschend und doch mit guter Strategie lies Trainer Thomas Cramer die Mannschaft mit einer 1:5-Deckung beginnen, ja genau 1:5 und nicht wie die allgemein bekannte 5:1-Deckung. Man stand somit sehr offensiv und konnte den Gegner dazu zwingen aus weiterer Entfernung zu werfen und der Kreisläufer wurde sozusagen Mann gedeckt. Die Einheit-Mannen begannen im Angriff wie so oft und auf gewohnte Art und Weise mit einem spitzen Start und so stand es in der 16. Minute 9:13. Nun begann auch wieder einmal eine Schwächephase und der Gegner konnte immer weiter aufholen, daraufhin gab es eine kleine Verschnaufpause durch Cramer, um seine Mannen wieder auf den rechten Weg zu bringen. Bis zur Halbzeitsirene wurde eine Zwei-Tore-Führung (15:17) festgehalten.
Zobirei mit seiner Erfahrung aus der Oberliga hatte hier nun auch noch ein paar Worte zu sagen, genauso wie der Trainer, doch alles in Allem sollte man einfach so weiter machen wie gehabt und als Mannschaft spielen, was dieser Mannschaft nun wirklich nicht fern liegt.

In der zweiten Halbzeit angekommen starteten Eichhorn und Mehler eine kleine Torserie, die die Rot-Weißen erstmal wieder mit fünf Toren nach vorn stießen. Das war der Punkt, der den Spielverlauf vorausahnen lassen sollte, man kam im Angriff zu leichten Toren durch Konter und gute Kreisanspiele, in der Abwehr stand man noch stabiler, sodass die Einheimischen nun nicht mehr recht wussten, was sie spielen sollten. Der Links-Außen der Chemnitzer sollte nun die Rache dafür bekommen, wenn man einem Torwart immer wieder auf den Kopf schießt, weshalb der einzige Torwart der Einheit-Mannen Markus Senf daraufhin die rote Karte sah, die man auslegen kann wie man will. Jetzt kam die Zeit von Marcel Maschke, der als Ersatztorhüter seine Sache überragend gut gemacht hat, hier wurde auch gezeigt, dass er im wahrsten Sinne den Kopf für die Mannschaft hinhält (mehr gehaltene Bälle mit Kopf als wie mit anderen Gliedmaßen). Dafür musste natürlich im Angriff auch eingenetzt werden und das ließen sich die Jungen Wilden nicht nehmen, somit stand es zur Schlussirene 25:37 und man konnte den Meister der Hinrunde feiern.
"Ich war heute fast die Ruhe in Person, habe meine Mannschaft spielen sehen und schon gewusst, dass hier nichts anbrennen wird. Der Teamgeist und das allgemeine Miteinander dieser Mannschaft macht Spaß und man möchte einfach mehr sehen. Jede Mannschaft macht Fehler und solang diese nicht im Dauerzustand zu Tage treten, ist das doch kein Beinbruch", so der Trainer nach dem Spiel. 

Einheit II: Senf, Gaul (1), Zobirei (5/1), Keller (1), Kürschner (8), Hinterseer (1), Obermann (2), Eichhorn (4), Maschke (4), Kölbel (4), Mehler (4), Corda (2), Gemeinhardt (1), Trainer: Thomas Cramer, Mannschaftsverantwortlicher: Gerold Neef

(mk)

Im Interview: Peter Werning

(02.12.2018)

"Es hat einfach riesen Spaß gemacht, mit den alten Mannschaftskameraden wieder zusammen zu spielen"

 

Nicht nur Totgesagte leben länger, sondern auch schon längst in den Handballruhestand geschickte Spieler zeigen, dass Jugend forscht alleine ohne die Erfahrung der alten Hasen in der Mitteldeutschen Oberliga nicht wirklich erquickend ist: Abwehrspezialist Peter Werning, der seiner Frau einmal Danke für ihre Unterstützung sagen möchte, feierte kürzlich nach zwei Jahren Abstinenz beim HC Einheit Plauen sein Comeback und verrät im Interview mit Florian Wißgott, warum er nicht schon viel eher wieder für die rot-weißen auf Torjagd ging, ob er als Ersthelfer mit der Spritze des Erfolgs zurückkam sowie weshalb es dem Trainer lieb wäre, wenn er nun wieder etwas offensiver wird.

 

Vor zwei Jahren hast du eigentlich deinen Abschied aus dem höherklassigen Handball bekannt gegeben, wie kommt's zum Comeback?

Ich habe ja das ganze Geschehen beim HC Einheit Plauen trotzdem weiter verfolgt, auch wenn es mehr im Hintergrund war und dadurch der Bernd Grimm bei mir mit auf Arbeit ein Kollege ist, ist das sowieso immer ein Thema gewesen. Ebenfalls sind die anderen Mitarbeiter sportbegeistert und haben dann natürlich immer gefragt, was ist denn mit der Einheit los. Man liest außerdem immer mal etwas in der Presse und da das Interesse weiterhin da war, vielleicht sich erneut zu engagieren, bleibt man da dann mehr oder weniger tief in der Materie drin.

 

Ganz neugierige Anhänger hatten dich schon am Ende der letzten Saison mit bei den rot-weißen trainieren gesehen, warum?

Eigentlich war ja geplant gewesen, dass ich noch in der Ersten mit aushelfen kann, denn meine Saison bei der TSG Concordia Reudnitz war zu Ende und dann kamen wir auf die Idee, dass ich in den letzten Spielen der Rückrunde noch beim HC Einheit Plauen mit zum Einsatz kommen kann. Das wäre auch super gefunden, wenn das so funktioniert hätte, aber leider teilte uns der sächsische Handballverband bei dem Beantragen des Passes mit, dass die Wechselsperre zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vier, sondern acht Wochen beträgt, was bedeutete, dass ich nicht spielberechtigt war und ich selbst für die zwei Partien in der Relegation noch nicht die Erlaubnis hatte, für Einheit aufzulaufen, da ich immer noch gesperrt war. Da wir das damals aber noch nicht so genau wussten, trainierte ich erst einmal mit der Mannschaft mit, solange die Wechselmodalitäten noch nicht final geklärt waren.

 

Mit welchem Gefühl verfolgt man dann die Spiele in einer äußerst schwierigen sportlichen Situation, wenn man weiß, dass man gebracht wird und helfen möchte, aber nicht darf?

Das ist schön ein blödes Gefühl, aber man hatte ja immer noch den Glauben an die Mannschaft gehabt, dass sie es noch reißen und man nicht den Gang in die Sachsenliga antreten muss. Dass ich bei diesem Vorhaben noch richtig hätte helfen können, war mir nicht so klar, da nicht die Abwehr das Problem, sondern der schwache Angriff mit zu wenig erzielten Toren für die Erfolglosigkeit verantwortlich war und genau dafür war ich für mein Empfinden eigentlich nicht mehr der Spieler. 

 

Was geht einem dann durch den Kopf, wenn man auf der Tribüne sitzt, die Jungs auf dem Parkett spielen sieht und quasi zum Zuschauen verdammt ist?

Ich war ja mehr oder weniger in diesem Sinne dann freiwilliger Zuschauer und stand ja auch deshalb unter keinem Druck, weshalb ich es sozusagen einfach verfolgen konnte. Natürlich will man, dass dann auch die Einheit gewinnt und als sie das Relegationsrückspiel vor heimischen Publikum gegen den HC Glauchau/Meerane gewonnen hatten sowie dadurch in der Mitteldeutschen Oberliga blieben, da habe ich mich tierisch gefreut, also die besonderen Emotionen waren da. 

 

Warum bliebst du dann aber den rot-weißen nicht als Spieler erhalten?

Eigentlich wollte ich ja nur noch mal ein paar Spiele und nicht eine ganze Saison auf diesem höheren Niveau bestreiten, weshalb mir diese Überlegung auch sehr zugesagt hatte. Deshalb hatte ich mich auch erst einmal wieder zurückgezogen und auch für diese Spielzeit erst einmal abgesagt, komplett wieder einzusteigen. Dennoch war ich weiterhin spielberechtigt für den HC Einheit Plauen und habe auch meine Hilfe angeboten, falls ich gebraucht werde. 

 

Jetzt taumelte man erneut der Sachsenliga entgegnen, wer war es, der dir das Helfersyndrom eingeimpft hat?

Ich habe halt die Erfolglosigkeit am Anfang der Saison gesehen und habe mir deshalb ein Herz gefasst, um das in Angriff nehmen zu können. Durch Bernd Grimm als quasi mein Spindnachbar habe ich natürlich auch nahezu alles mitbekommen und dann habe ich die Entscheidung getroffen, es doch mal wieder zu probieren sowie hat mir dann im Prinzip die Vereinsführung in Person von Sabrina Lukas in Form eines Telefonats den endgültigen Auftrag erteilt, wieder für Einheit zu speilen.

 

Seitdem läuft`s, kamst du mit der Spritze des Erfolgs?

Ich konnte ja auch nicht erahnen, dass es gleich so gut läuft und wir drei Heimspiele in Folge gewinnen. Eigentlich hatte ich es mir deutlich schwerer vorgestellt, aber durch die neue mannschaftliche Geschlossenheit wird jeder richtig gut integriert sowie aufgenommen und das gibt dann schon einen großen Motivationsschub. Martin Danowski sowie Jan Richter haben ja sowieso schon sehr viel mit der Mannschaft kommuniziert, was wirklich wichtig ist und seitdem Jan nun der Trainer ist, hat sich das noch einmal intensiviert, was ich sehr gut finde. 

 

Wie waren die ersten Einheiten nach längerer Abstinenz, war alles beim Alten?

Ich war zufrieden mit mir und dadurch es beim Michel Wiesend etwas ruhiger zuging, war das dann auch so ein ganz guter Einstieg, um mich wieder an das höhere Niveau zu gewöhnen. Unter Jan Richter wird`s jetzt schon deutlich intensiver und er entpuppt sich so langsam als der Schleifer (lacht), dennoch macht es mir sehr viel Spaß sowie möchte ich mich selbst auch fordern. 

 

Wo siehst du den Unterscheid zwischen den beiden Trainern?

Ich denke, dass Jan Richter einfach noch mehr von dem umsetzt, was ihm die Spieler sagen und vor allem reagiert er in den Partien schneller, um nicht schon hoffnungslos auf der Verliererstraße zu sein, sondern noch die Dinge in die richtige Richtung lenken zu können. 

 

Wie hast du dich eigentlich fit gehalten?

Ich war ja weiterhin Spieler bei der TSG Concordia Reudnitz und so konnte ich mich ganz gut fit halten, aber vor allem meine Trainertätigkeit dort hilft mir jetzt auch beim HC Einheit Plauen sehr, da ich dadurch gelernt habe, dass eben auch das gemeinschaftliche Miteinander dazu gehört, weshalb ich hier versuche, mit allen möglichst viel zu reden, um zusammen erfolgreich zu sein. Denn jeder Akteur bracht eine Rückmeldung über seine Leistung oder man überlegt gemeinsam, wie man auf bestimmte Situationen in einer Partie reagieren kann, um dann beispielsweise die freie Lücke in der Abwehr zu schließen oder im Angriff zu finden und einzunetzen. 

 

Bist du bereit für komplette 60 Minuten auf dem Parkett zu spielen?

Das muss ich nicht unbedingt haben (lacht). Ich denke, wenn ich in der Defensive die nötige Stabilität gebe sowie meine Leistung bringe und immer mal mit in der zweiten Welle beim Tempogegenstoß mich mit in den Angriffsbemühungen einbringe, dann ist das zur vollsten Zufriedenheit aller. Und sollte wirklich mal personell Not an Mann sein, dann werde ich natürlich in die Bresche springen. 

 

Wie ist es, wieder ein Bestandteil der Mannschaft zu sein?

Sehr schön, vor allem hinsichtlich der drei Heimsiege in Folge und dem sportlich deutlich erkennbaren Aufwärtstrend, das ist einfach super. 

 

Welche Gedanken hattest du, als du dein erstes Heimspiel seit über zwei Jahren wieder in der Einheit-Arena bestritten hast?

Am Anfang hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, denn ich wusste nicht so richtig, was auf mich zukommen wird, aber mit jeder weiteren Spielminute habe ich mich immer mehr gefreut, denn es war ja auch der Franz Zobirei mit dabei und dann hat es einfach riesen Spaß gemacht, mit den alten Mannschaftskameraden wieder zusammen zu spielen sowie mit den zwei eingefahrenen Punkten am Ende war`s natürlich genial. 

 

Es war ein rundum gelungener Einstand vor heimischem Publikum mit dem ersten Saisonsieg und den ersten zwei Punkten, alles richtig gemacht?

Ja und auch die beiden Auswärtsspiele sowohl gegen den HC Aschersleben, als auch das letztwöchige gegen den ZHC Grubenlampe hätten wir gewinnen können, wenn sie nicht so unglücklich für uns verlaufen wären. Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass Jan Richter sowie Martin Danowski sehr viel mit mir kommunizieren und mich mit bei Entscheidungen einbinden oder fragen, welche Ideen ich habe, die dann auch mit umgesetzt werden. Ich kann also meine Erfahrung ganz gut mit einbringen. 

 

Dann wechselte auf einmal der Trainer; wie ist es, dass ein ehemaliger Mitspieler nun das Zepter in der Hand hat?

Damit habe ich überhaupt kein Problem und das finde ich auch gut, denn Jan Richter stellt höhere Anforderungen, setzt sich häufiger durch sowie waren die Karten danach neu gemischt, das heißt, dass sich jeder Spieler erneut beweisen muss, um etwas zu erreichen. Ich werde jetzt sicherlich nicht mehr ganz so stark gestrietzt wie ein 18jähriger und da wird er schon mal mit einem Augenzwinkern darüber hinwegsehen, aber dennoch nehme ich die Herausforderung an, an einem ordentlichen Training auch ordentlich teilzunehmen, genau so wie er das will.

 

Seitdem du wieder mit an Bord bist, ist die Mannschaft wieder erfolgreich, was macht ihr nun besser mit dir als zuvor?

Das ist ganz schwer für mich einzuschätzen, aber was mir auffiel, ist, dass wir das Abwehrsystem schneller ändern, uns zügiger auf die gegnerische Mannschaft einstellen und im Angriff deutlich variabler sind. Auch durch mich ist man ja personell wieder um eine Alternative reicher, was vor allem dann gut ist, wenn wir in der Defensive den Ball gewonnen haben und dann gleich den Abschluss suchen, da wir jetzt dadurch in der Offensive noch flexibler sind. 

 

Du zählst als Abwehrspezialist, macht dir das Verteidigen so viel Spaß oder wie kam's zu dieser Fähigkeit?

Sicherlich in erster Linie durch meine Größe und man lernt sich ja so langsam in der Liga kennen, weiß also, wie der Gegenspieler agiert. Außerdem muss auch erst einmal jemand über meinen Block werfen können und da sich diese Tatsache herumgesprochen hat, baut mich das nur noch mehr auf, weitere Bälle zu blocken. 

 

Manche erfreuen sich an einem geworfenen Tor, du an einem Block und damit verhinderten Treffer?

Ja, wobei ich mich natürlich auch sehr über meine ein, zwei Tore pro Spiel freue (lacht).

 

Liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Defensive?

Ja, das auf jeden Fall.

 

Unter den letzten Trainern wurdest du nur noch in der Abwehr eingesetzt, wieso?

Da der Angriff stark genug war und man so die Möglichkeit den Spielern geben konnte, mal kurz Luft zu holen, um die nötigen Körner in der Defensive oder Offensive zu haben. Gerade Sven Liesegang hatte sehr viel Freude daran, dass ich eine gute Blockarbeit leiste und dann im Angriff ein anderer Akteur spielen konnte, der ausgeruht ist. 

 

Wie kam's dazu, dass du jetzt auch im Angriff immer mal wieder dein Können zeigen darfst?

Die Treffer erziele ich ja eigentlich nur aus der Abwehr heraus, das heißt, wir haben einen Ball geblockt oder der Torhüter pariert und dann bringe ich mich in der zweiten Welle mit dem Tempogegenstoß mit ein. Sonst halte ich mich ja noch größtenteils aus den Angriffsbemühungen heraus, es sei denn, ein anderer Spieler sollte doch mal eine kurze Pause benötigen, dann agiere ich auch mit im Angriff und ich denke, dass es Jan Richter sowie Martin Danowski auch ganz lieb wäre, wenn ich noch ein bisschen offensiver werde. 

 

Bist du zufrieden mit deiner neuen Rolle?

Ja, ich fühle mich zur Zeit pudelwohl hier und die Mannschaft macht mir richtig Spaß. Das einzig traurige ist, dass zu wenige Fans bei den Heimspielen da sind.

 

Wie war's eigentlich nach so vielen Jahren und gespielte Saisons auf einmal nicht mehr dabei zu sein?

Ich habe die Zeit genossen, es war auch mal schön die Füße hochzulegen sowie das ganze Geschehen aus der Ferne zu betrachten und außerdem hatte ich ja auch noch meine Aufgaben bei der TSG Concordia Reudnitz, auch wenn es da ruhiger zuging, da wir weniger Spiele in der Saison zu bestreiten hatten. 

 

Wie nimmt man das dann alles wahr, sieht man die Ergebnisse aus einer anderen Sichtweise oder verfolgt man das nicht mehr so sehr?

Ich habe schon gespannt gehorcht, wie so aller läuft und das es kritisch zuging habe ich auch mitbekommen, aber ich wusste nicht, dass ich auch mit ein Schlüssel sein kann, um dies zu ändern, da ich das Spielen auf diesem höheren Niveau erst einmal abgehakt hatte sowie dachte ich auch, dass durch den Trainerwechsel vielleicht erst einmal eine gewisse Zeit benötigt wird, bis sich der Erfolg einstellt. 

 

„Wenn der Verein ruft, dann bin ich da", so hast du dich kurz nach deinem erneuten Engagement zitieren lassen; bist du so tief mit dem HC Einheit Plauen verwurzelt und hast dann das Gefühl gehabt, einfach die rot-weißen unterstützen zu müssen?

Man freut sich ja selber, wenn der Verein zu einem sagt, dass man herzlich Willkommen ist, gebraucht wird und wieder ein Teil der Mannschaft sein darf sowie so gut aufgenommen wird. Selbst ist man ja immer etwas skeptisch, wie ist der Fitnesszustand und nach den Trainingseinheiten schmerzt alles, aber das tut dann einem schon gut, wenn man so einen tollen Zuspruch hat. 

 

Ist die mannschaftliche Geschlossenheit wieder zurück?

Das denke ich auf jeden Fall, vor allem wenn man das so miterlebt, dass man enger zusammen gerückt ist, mehr miteinander spricht sowie das umsetzt, was man sich vornimmt und da ist dann auch der Trainer weitestgehend zufrieden.

 

Saisonziel Klassenerhalt?

Ja, auf jeden Fall!

 

Wie lange wirst du noch im rot-weißen Trikot auf Torjagd gehen?

Voraussichtlich bis zum Ende der Saison, aber das ist auch etwas davon abhängig, wie viele verletzte Spieler wir haben, denn wenn die Möglichkeit besteht, das ich mich ein bisschen zurückziehen kann, dann werde ich das wahrscheinlich machen, aber ansonsten unterstütze ich die Mannschaft soweit es mir möglich ist und das wird sich sicherlich aber über Weihnachten alles klären. 

 

Könntest du dir denn auch vorstellen, beispielsweise wie Franz Zobirei danach in der Zweiten zu spielen oder eine Mannschaft als Trainer zu übernehmen?

Das war ja immer meine Absicht, wenn jemand meine Hilfe braucht, dass ich dann die Mannschaft unterstützen werde und das es jetzt die Erste geworden ist, liegt daran, da sie aufgrund ihrer Spielklasse Vorrang hat. Nach meiner aktiven sportlichen Zeit könnte ich mir auch vorstellen, als Trainer zu agieren und aktuell assistiere ich ja auch bei Marcel Wunderlich in der E-Jugend, da er mich gebeten hatte sowie dort mein kleiner Sohn spielt. Ich möchte auf jeden Fall dem Handball weiterhin treu bleiben.

Foto zur Meldung: Im Interview: Peter Werning
Foto: Im Interview: Peter Werning

Am Ende reichen die Kräfte nicht

(02.12.2018)

Am vergangenen Samstag musste der HC Einheit Plauen in eigener Halle wieder eine Niederlage hinnehmen. Mit 29:33 (16:19) behielten am Ende die Gäste des HSG Freiberg die Oberhand. Die Spitzenstädter warfen alles in die Waagschale, was sie an diesem Tag zu bieten hatten. Aber leider reichte es nicht für weitere Punkte im Kampf um die Klassenerhalt. Großes Problem war die dünne Personaldecke der Spitzenstädter.

 

„Wir haben uns gut verkauft, aber mehr war heute leider nicht drin. Wir haben gekämpft, aber wenn du dich immer wieder rankämpfst, fehlen am Ende die entscheidenden Körner“, so das Fazit von Trainer Jan Richter nach dem Spiel. Zwar sah die Bank der Spitzenstädter gut gefüllt aus, aber im Vergleich zu den Gästen aus Freiberg war das nur Schein. Sowohl Zbiral als auch Kies und Zverina konnten krankheits- bzw. verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden. Mit Corda und Mehler gehörten wieder zwei A-Jugendliche zum Kader, „die wir gern im Männerbereich integrieren möchten, die aber in solch engen Spielen noch nicht zum Einsatz kommen können“, erklärt Richter. Also lag die Last auf den übrigen Akteuren und die machten ihre Sache nicht schlecht. Zwei Schwächephasen verhinderten am Ende ein besseres Ergebnis aus Sicht der Spitzenstädter. Einheit begann konzentriert und blieb immer in Schlagdistanz. Zwar konnte sich Freiberg immer wieder auf 1-2 Tore absetzen, doch die Spitzenstädter stellten durch schnelles Angriffsspiel und eine gute Abwehrarbeit umgehend den Ausgleich her. Mitte der ersten Halbzeit leuchtete so ein 10:10 von der Anzeigentafel. „Wir wussten, dass es ein schnelles und kräftezehrendes Spiel werden würde und hatten uns entsprechend vorbereitet“, erklärt Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Technische Fehler und unvorbereitete Würfen ließen Freiberg dann auf 11:15 davon ziehen. Doch die Spitzenstädter kämpften sich aufopferungsvoll auf 16:16 zurück. „Drei Minuten vor der Pause wollten wir dann zu viel und machen drei Fehler nacheinander, die Freiberg zur 16:19 Pausenführung nutze“, ärgerte sich Trainer Jan Richter.

 

Doch wie schon zuletzt kam Einheit gefestigt und hochmotiviert aus der Kabine. Binnen zehn Minuten stellten Danowski, Beketov, Dobritz, Werning und Wolf den 22:22-Ausgleich her. Kurz darauf gelang Moritz Rahn sogar der 25:24-Führungstreffer. Gut eine Viertelstunde war da noch zu spielen. Doch nun ließen die Kräfte nach. „Wir haben mit dem einen oder anderen Wechsel versucht, dem Kräfteverschleiß entgegenzuwirken. Leider ist es uns nicht gelungen uns weiter abzusetzen. Wenn man sich mehrmals nach einem Rückstand wieder rankämpft, dann sogar in Führung geht, möchte man das Spiel auch gewinnen, aber dazu war Freiberg heute zu ausgeglichen aufgestellt“, so Trainer Jan Richter enttäuscht. Einige falsche Entscheidungen im Angriff und schwere Beine in der Abwehr machten es den Gästen aus Freiberg leicht wieder in Führung zu gehen und das Spiel am Ende mit 29:33 für sich zu entscheiden.

Nach dem Ende der Hinrunde in der Mitteldeutschen Oberliga steht der HC Einheit Plauen so mit 3 Siegen und zehn Niederlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Bereits am kommenden Samstag beginnt mit dem Heimspiel gegen den HBV Jena die Rückrunde. Das rettende Ufer ist für die Spitzenstädter nach wie vor in Reichweite, da bis zu einem Nichtabstiegsplatz nur drei Zähler fehlen.

 

HCE Plauen: Misar, Wunderlich, Beketov (5), Dobritz (2), Corda, Krüger (1), Wolf (4), Höpner, Werning (7), Mehler, Kies, Zbiral, Rahn (5), Danowski (5), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht, Mannschaftsarzt Normann Haßler

 

HSG Freiberg: Balin, Bayer (9/2), Lehmann, Wolf, Neumann (7), Jahn (2), Richter (3), Hensel, Matschos (2), Rabe, Harvan, Vogel, Werner (7), Mojzis (3), Trainer Jiri Tancos

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 2 für Freiberg

Zeitstrafen: 3 für Plauen, 3 für Freiberg

Zuschauer: 387

 

(slu)

Foto zur Meldung: Am Ende reichen die Kräfte nicht
Foto: Am Ende reichen die Kräfte nicht

Einheit setzt auf Heimvorteil

(29.11.2018)

Alle Siege in dieser Saison feierte der HC Einheit Plauen bisher in heimischer Halle. Dabei haben die Spitzenstädter so etwas wie einen kleinen Lauf, denn die drei Siege erzielten sie in Folge. Gegen die HSG Freiberg soll am Samstag ab 18 Uhr der vierte Heimsieg folgen. Dazu hoffen die Plauener auf lautstarke Unterstützung der Fans, die die Einheit-Arena zuletzt von der ersten bis zur letzten Minute zu einem Hexenkessel gemacht haben. Der Gegner allerdings ist kein Leichtgewicht und wird der Einheit alles abverlangen.

 

„Wir können das Jahr aus unserer Sicht noch positiv abschließen“, meint Trainer Jan Richter, der am vergangenen Wochenende in Zwickau seine erste Niederlage im neuen Amt miterleben musste. „Wir haben noch Heimspiele gegen Freiberg und Jena, sowie das Auswärtsspiel gegen Oebisfelde. Wenn alles optimal läuft, können wir punkten und den Jahreswechsel vielleicht auf einem Nichtabstiegsplatz verbringen.“ So schlecht sieht es für den HC Einheit derzeit gar nicht aus. Die Spitzenstädter liegen zwar auf dem letzten Tabellenplatz (6:18 Punkte) der Mitteldeutschen Oberliga, haben allerdings nur zwei Punkte Rückstand auf den besagten ersten Nichtabstiegsplatz. „Ein Sieg in Zwickau wäre wichtig gewesen und hätte uns unserem Ziel schon einen großen Schritt näher gebracht, aber wir haben unsere Leistung an dem Tag einfach nicht auf die Platte bekommen“, ärgert sich Mannschaftskapitän Maximilian Krüger, der nach der Disqualifikation von Peter Werning trotz gebrochener Nase einsprang. Die Niederlage hat das Team ausgewertet und abgehakt. Der Fokus liegt ganz klar auf dem kommenden Gegner. Mit der HSG Freiberg kommt der aktuelle Tabellensechste (13:11 Punkte) in die Spitzenstadt. Nach einem etwas holprigen Saisonstart mit zwei Niederlagen und zwei Unentschieden hat sich die Mannschaft von Trainer Jiri Tancos stabilisiert. Ein wichtiger Baustein des Teams ist der ehemalige Zweitligaspieler des HC Elbflorenz Alexander Matschos, der mit seiner Erfahrung die ansonsten junge Mannschaft unterstützt. „Wir kennen Freiberg als Gegner bereits aus den vergangenen Jahren. Sie spielen einen schnellen und offensiven Handball. Davon dürfen wir uns nicht anstecken lassen, sondern müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren“, erklärt Maximilian Krüger. Zuletzt hat das in den Heimspielen gut funktioniert. Einheit agierte auf dem Spielfeld druckvoll und überlegt im Angriff. In der Abwehr haben die Spitzenstädter zu gewohnter Stabilität gefunden. Eigentlich gute Voraussetzungen für die kommende Partie. Allerdings bereitet Trainer Jan Richter wieder einmal die personelle Situation Kopfzerbrechen. Weiterhin verzichten muss der Coach auf David Zbiral und Josef Pour. „Krankheitsbedingt waren wir unter der Woche zum Training allerdings stark dezimiert. Ich hoffe, dass alle Spieler bis Samstag wieder fit sind“, so Trainer Jan Richter. Wie zuletzt auch hofft der HC Einheit Plauen trotz der beginnenden Weihnachtsmarkt-Saison auf zahlreiche Zuschauer, die die Mannschaft lautstark unterstützen. „Unsere Fans sind unser achter Mann. Sie sind für uns extrem wichtig, das haben wir in den letzten Heimspielen gesehen. Also kommt vorbei“, fordert Mannschaftskapitän Maximilian Krüger alle auf.

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit setzt auf Heimvorteil
Foto: Einheit setzt auf Heimvorteil

Einheit bekommt Dämpfer in Zwickau

(25.11.2018)

Ratlose Gesichter sahen die etwa 70 mitgereisten Plauener Fans am vergangenen Samstag nach dem Abpfiff der Partie gegen den ZHC Grubenlampe. Gerade hatte der HC Einheit Plauen das Kellerduell in der Mitteldeutschen Oberliga mit 20:24 (12:11) verloren. Die Suche nach der Ursache dieser Niederlage ist vielschichtig. Am Ende stehen allerdings zwei verlorene Punkte, die Einheit gut hätte gebrauchen können, um sich im Abstiegskampf weiter Luft zu verschaffen. Damit stehen die Spitzenstädter wieder am Tabellenende der Mitteldeutschen Oberliga, die Distanz zu den Nichtabstiegsplätzen ist nach wie vor nicht groß.

 

Die Ausgangsposition im Spiel des HC Einheit gegen den ZHC Grubenlampe war gut. Nach zwei Siegen in Folge hatte die Mannschaft Stabilität und Selbstvertrauen getankt, die nun in Zwickau in zwei weitere Punkte umgesetzt werden sollten. Doch irgendwie schien das Gegenteil der Fall zu sein. Einheit startete gewohnt sicher in die Partie und führte durch Tore von Viktor Beketov mit 2:0. Zu diesem Zeitpunkt allerdings mussten die Plauener den ersten Nackenschlag an diesem Tag hinnehmen. Aufgrund einer unglücklichen Aktion, die eine berechtigte rote Karte nach sich zog, musste Einheit bereits ab der 5. Spielminute auf den erfahrenen Peter Werning verzichten. Der eigentlich nur als Notfall-Reserve mitgereiste und noch verletzte Maximilian Krüger übernahm ab diesem Zeitpunkt wieder die Rolle des Abwehrchefs. Zwickau nutze die Unstimmigkeiten im Plauener Abwehrverband und ging mit 3:4 in Führung. Nach ein paar Minuten stabilisierten sich die Plauener wieder und spielten sich durch eine gute Defensivarbeit und druckvolle Angriffsaktionen wieder mit 8:6 in Front. Das sollte auch bis zur Halbzeitpause beim Stand von 12:11 so bleiben. „Zu viele Einzelaktionen unsererseits haben im ersten Spielabschnitt Zwickau immer wieder in Schlagdistanz gebracht. Manche Spieler wollten heute unbedingt mit dem Kopf durch die Wand. Das habe ich in der Halbzeitpause angesprochen und die Jungs haben das dann auch umgesetzt“, erklärte Trainer Jan Richter.

 

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts spielte Einheit konzentriert. Zwickau spielte seine Angriffe lang aus und die Schiedsrichter zeigten ein ums andere Mal Zeitspiel an. Die daraus resultierenden Fehler und Fehlwürfe nutzte Einheit zu einer 15:12-Führung. Alles schien nach Plan zu laufen, umso unerklärlicher ist der darauf folgende Einbruch der Spitzenstädter. Über zehn Minuten gelang den Plauenern kein Treffer. Selbst Überzahlsituationen wusste Einheit nicht für sich zu nutzen. Reihenwiese scheiterten Danowski, Kies, Krüger und Beketov am ehemaligen Plauener und jetzt Zwickauer Torhüter Steffen Schüller, der sein Tor einfach vernagelte. Unsicherheit machte sich breit, die Trainer Jan Richter auch nicht durch eine Auszeit beheben konnte. So lang Einheit in der 45. Spielminute plötzlich mit 15:18 zurück. Maximilian Krüger erlöste die Plauener dann mit einem Tor zum 16:18, aber Zwickau ließ sich davon nicht beeindrucken. Steffen Schüller im Tor machte allen Plauener Angriffsbemühungen einen Strich durch die Rechung. Beim Stand von 18:23 setzte Einheit alles auf eine Karte und ging in eine offensive Abwehr über. Die daraus gewonnene Bälle konnten aber nicht in entscheidend in Tore umgewandelt werden, dafür war die Verunsicherung bei den Spitzenstädtern zu groß. Am Ende unterlag Einheit mit 20:24 und tauschte mit dem ZHC Grubenlampe wieder die Tabellenposition. „Die Niederlage heute war unnötig. Ich weiß noch nicht, warum wir uns nach der Drei-Tore-Führung zu Beginn der zweiten Halbzeit so haben aus dem Konzept bringen lassen. Das hatten wir nicht nötig. Wir werden dann gemeinsam analysieren und kommende Woche im Heimspiel gegen Freiberg besser machen“, verspricht Trainer Jan Richter.

 

HCE Plauen: Misar, Wunderlich, Beketov (6), Dobritz, Krüger (1), Wolf (5), Höpner, Werning, Zverina (3), Kies (2), Rahn (2), Danowski (1/1), Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

ZHC Grubenlampe: Zergiebel, Schüller, Sieczka (2), Vala (2), Koska (4), Krejcirik (5), Schramm, Knape (1), Buda (1), Model (1/1), Kozubik, Wenzel, Meyer (4), Musteata (4), Trainer Tonci Druskovic , Co-Trainer Silvio Schmidt

 

Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Zwickau

Zeitstrafen: 2 für Plauen, 7 für Zwickau

Disqualifikation: 1 für Plauen

 

(slu)

Foto zur Meldung: Einheit bekommt Dämpfer in Zwickau
Foto: Einheit bekommt Dämpfer in Zwickau

Einheit will jetzt auch auswärts punkten

(22.11.2018)

Der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz ist nah. Nur ein Punkt trennt den HC Einheit Plauen (Rang 13) von Platz 11 der Mitteldeutschen Oberliga. Nach drei Heimsiegen in Folge haben die Plauener nun die Möglichkeit, die Hinrunde der Saison positiv abzuschließen. Dazu müssen sie allerdings beim neuen Tabellenschlusslicht ZHC Grubenlampe punkten. Am Samstag ab 17 Uhr treffen beide Teams aufeinander. Einheit setzt dabei auf die lautstarke Unterstützung zahlreicher mitreisender Fans und will die Halle zu einem Heimspiel machen.

 

Der HC Einheit Plauen befindet sich ganz klar in einem Aufwärtstrend. Nicht nur in der Tabelle konnten die Spitzenstädter am vergangenen Wochenende endlich die rote Laterne abgeben. Auch auf dem Spielfeld und in der Mannschaft sind deutliche Entwicklungen erkennbar. Die Abwehr der Plauener, zu Saisonbeginn noch löchrig wie ein Schweizer Käse, steht nun wieder stabil. Im Angriff zeigt Einheit druckvolles Tempospiel und die Mannschaft wirkt wie aus einem Guss. Auch die personellen Ausfälle im an sich schon recht schmalen Kader kann das Team durch mannschaftliche Geschlossenheit kompensieren. „Dennoch haben wir noch jede Menge Arbeit und Baustellen vor uns. Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt und es ist schön zu sehen, dass wir diesem durch harte Arbeit bisher in kleinen Schritten näher kommen. Doch wer jetzt Höhenflüge bekommt, der ist hier falsch“, mahnt Trainer Jan Richter. „Wir sehen an jedem Spieltag wie eng es in der Liga zugeht und da kann es auch ganz schnell Rückschläge geben. Deshalb müssen wir weiter konzentriert bleiben und von Spiel zu Spiel agieren.“ Das Spiel am kommenden Samstag gegen den ZHC Grubenlampe wird sicherlich keine leichte Aufgabe. Die Zwickauer stehen als neues Tabellenschlusslicht noch mehr unter Zugzwang als Einheit. In elf Partien gelang den Westsachsen bisher erst ein Sieg am zweiten Spieltag gegen die HSG Freiberg (25:22), ansonsten gab es acht Niederlagen und zwei Unentschieden. Insbesondere das Unentschieden gegen den SV 04 Oberlosa (25:25) in eigener Halle ließ aufhorchen. Die Zwickauer haben bei einem breiteren Kader ähnliches Verletzungspech zu beklagen wie die Spitzenstädter. Vor Saisonbeginn verstärkte sich Zwickau mit fünf neuen Spielern und verpflichtete mit Tonci Druskovic einen erfahrenen Trainer. Doch so richtig in Schwung gekommen ist die Mannschaft bisher noch nicht. Dennoch sollte Einheit gewarnt sein. Um die Mannschaft zu unterstützen, hat der Verein seine Anhänger aufgerufen mit einem Fanbus nach Zwickau zu fahren. Za