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HC Einheit Plauen e.V
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1. Mannschaft des HC Einheit Plauen

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Aktuelle Meldungen

Einheit gibt Sieg aus der Hand

(25.02.2024)

Die Handballer des HC Einheit Plauen kamen am Samstagabend vor 313 Zuschauern nicht über ein 25:25-Unentschieden gegen den HC Elbflorenz II hinaus, holten aber immerhin einen Punkt im Kampf um den den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga und verbessern sich mit nun 18:22 Zählern auf den zehnten Tabellenplatz. Nach einem ausgeglichenen Beginn stellten sich die Füchse immer besser auf die offensive Deckung der Dresdner ein und konnten sich so beim 14:9 nach 23 Minuten erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung erspielen. Danach gerieten die Angriffsbemühungen auch bedingt durch den verletzungsbedingten Ausfall von Petr Linhart ins Stocken und die Fehler in der Offensive häuften sich. Dadurch glichen die Landeshauptstädter nicht nur zum 14:14 aus, sondern konnten auch die Partie bis zum 21:22 nach knapp 50 Minuten offen gestalten. In der Schlussphase erhöhten die Rot-Weißen dank einer überragenden Abwehr erst auf 25:22, scheiterten dann allerdings vier Mal freistehend am gegnerischen Schlussmann und kassierten 22 Sekunden vor Abpfiff den 25:25-Ausgleich. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit gibt Sieg aus der Hand
Foto: Einheit gibt Sieg aus der Hand

Einheit will nächsten Heimsieg nachlegen

(22.02.2024)

Gelingt den Handballern des HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag der nächste Überraschungserfolg gegen den HC Elbflorenz II? Wie die elftplatzierten Füchse ab 17 Uhr auf heimischem Parkett gegen den Tabellensechsten der Mitteldeutschen Oberliga erneut doppelt punkten wollen.

Es ist eine Mini-Serie, die weiter ausgebaut werden soll, denn die letzten drei Partien haben die Rot-Weißen gegen die Dresdner gewonnen: Bereits in der Abstiegssaison konnten die Plauener beide Begegnungen erfolgreich gestalten und so setzten sich die Spitzenstädter in der Hinrunde souverän mit 27:21 durch sowie in der Rückrunde feierten sie beim 28:21-Erfolg den ersten Heimsieg der Spielzeit 2021/2022 - und auch in dieser Saison bejubelten die Vogtländer in letzter Minute einen überraschenden 34:33-Sieg in der Landeshauptstadt. „Elbflorenz II liegt uns wirklich sehr, wir haben gegen die Dresdner in verschiedenen Aufstellungen immer wieder sehr gute Spiele gemacht“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter: „Wenn wir das Perspektivteam des Zweitbundesligisten noch einmal in Schlagdistanz bekommen wollen, dann müssen wir gewinnen“. Denn die Dresdner liegen mit 21:15 Punkten nur vier Zähler vor den Füchsen, haben mit 558 Toren die drittmeisten Treffer erzielt und sind in der Rückrunde noch ungeschlagen, zudem konnten die formstarken Landeshauptstädter die letzten vier Aufeinandertreffen gewinnen. „Es wird richtig schwer, deshalb brauchen wir erneut eine richtig gute Leistung“, fordert Richter: „Auch das ist wieder so ein Spiel, bei dem wir den direkten Vergleich gewinnen können, was vielleicht noch wichtig werden kann“. Nachdem die Rot-Weißen vergangenes Wochenende den HSV Apolda mit 34:30 besiegt hatten und damit nach dem 24:23-Hinspielerfolg auch den direkten Vergleich gewonnen haben, wollen die Plauener den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen. „Ich erwarte wieder eine torreiche Partie und hoffe auf einen erneut positiven Ausgang“, glaubt der Übungsleiter: „Elbflorenz II ist eine junge Mannschaft, die einen schnellen Handball spielt und sehr offensiv deckt, deshalb wird es eine ganz andere, aber auch sehr interessante Art von Handball“. Auch, weil die sehr gut ausgebildete, spielstarke und mit vielen A-Jugend-Spielern bestückte Auswahl von Trainer Gonzalo Tajuelo noch nicht so viele körperlich robuste Akteure in ihren Reihen hat, was über die offensiven Abwehrsysteme ausgeglichen werden soll. „Elbflorenz II spielt oft in einer sehr dynamischen 3:2:1- oder 3:3-Defensivformation, wo sie fast in Manndeckung den Rückraum verteidigen“, berichtet Jan Richter: „Da müssen wir uns sehr viel bewegen, deshalb wird es auch eine Begegnung, die mit der bessere Kondition entschieden wird“. Denn wenn die Dresdner zu Ballgewinnen kommen, dann gehen sie in den Tempohandball und treffen schnelle Entscheidungen, die es sehr schwer machen, sich darauf einzustellen. „Entscheidend wird nicht sein, was wir mit dem harzigen Leder machen, sondern was die anderen Spieler ohne Ball machen“, sagt der Einheit-Trainer: „Wir müssen ständig in Bewegung sein, uns immer wieder anbieten und wenn wir uns frei laufen können, dann ist der Weg zum Tor auch frei“. Denn die Landeshauptstädter spielen keine raumorientierte Deckung, wo sich einander ausgeholfen wird, sondern jeder Spieler deckt individuell seinen Gegenspieler „und wenn wir es schaffen, ihn zu überlaufen, dann kommen wir auch zu guten Abschlüssen“, hat Richter analysiert: „Wir werden viele Nahwurfsituationen haben, deshalb brauchen wir da eine hohe Effektivität“. Beim 34:33-Hinspielsieg waren gleich sechs Faktoren ausschlaggebend für den überraschenden Erfolg: Neben einer starken Torhüterleistung, eines konsequenten Rückzugsverhaltens, einer hohen Chancenverwertung vor allem auch eine sehr gute und kämpferische Leistung, die 4:2-Formation im Angriff mit zwei Kreisläufern sowie dass es die Spitzenstädter schafften, das Perspektivteam des Zweitbundesligisten in den Positionsangriff zu zwingen, den die Vogtländer gut verteidigen konnten. „Wir dürfen uns wieder nur wenige Ballverluste in der Offensive erlauben und müssen die Fehlerquote gering halten, dann wird auch Elbflorenz II Probleme haben“, hofft der Übungsleiter: „In der Abwehr müssen wir uns darauf einstellen, dass die Dresdner durch das schnelle Überlaufen des Gegenspielers eine Überzahlsituation schaffen, die es dann zu verteidigen gilt“. Mit dem routinierten Kreisläufer Henning Quade, den beiden Außen Robin Hoffmann und Jannik Dutschke sowie Spielmacher Maurice Niestroj stehen einige Spieler in den Reihen der Landeshauptstädter, die bereits Zweitliga-Erfahrung gesammelt haben. „Kommt alle in die Einheit-Arena, schaut euch das spannende Spiel an und gegen Elbflorenz II ist die Chance sehr groß auf einen Erfolg“, freut sich Jan Richter wieder auf die lautstarke Unterstützung von den Rängen: „Wir wollen den nächsten Heimsieg mit unseren Fans bejubeln“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will nächsten Heimsieg nachlegen
Foto: Einheit will nächsten Heimsieg nachlegen

Einheit feiert extrem wichtigen Heimsieg

(18.02.2024)

Es war die richtungsweisende Partie: Die Handballer des HC Einheit Plauen haben gegen den HSV Apolda souverän mit 34:30 gewonnen. Wieso es für die weiterhin elftplatzierten Füchse sogar ein Drei-Punkte-Erfolg gegen den Tabellenzwölften der Mitteldeutschen Oberliga war und wie dieser gelungen ist.

„Es war ein Start-Ziel-Sieg, die Mannschaft hat nie das Heft des Handelns aus der Hand gegeben und hat von Anfang bis Ende das Spiel dominant gestaltet“, resümiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir haben verdient gewonnen, denn das war eine wirklich gute Leistung, auf der wir aufbauen können“. Auch wenn es nach dem La Ola mit den 285 Zuschauern in der Einheit-Arena am Samstagabend nach dem nie gefährdeten 34:30 der Rot-Weißen gegen die Thüringer keinen freudig-springenden Siegeskreis gab, so war der Stellenwert dieses Erfolgs bei den Spitzenstädtern spürbar. „Die Mannschaft hat sich die Wichtigkeit der Partie von Beginn an angenommen, hat den Plan umgesetzt, den wir uns vorgenommen hatten und mit der Leistung gewinnt man diese Begegnung dann auch von der ersten bis zur letzten Minute überzeugend“, sagt ein sichtlich erleichterter Jan Richter: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, denn es war ein extrem wichtiger Sieg, da es Apolda nun extrem schwer hat, wieder ranzukommen“. Denn vor dem Duell um den Klassenerhalt standen die Vogtländer fünf Punkte über dem Strich und direkt dahinter auf dem ersten Abstiegsplatz die Glockenstädter, die für einen realistischen Verbleib in der vierten Liga einen Sieg hätten bejubeln müssen. „Am Ende der Saison gilt der direkte Vergleich, den wir mit dem zweiten Sieg gegen Apolda für uns entschieden haben und deshalb war es auch eher ein Drei-Punkte-Spiel, da wir bei Punktgleichheit den Platz weiter vorne stehen würden“, berichtet Richter: „Wir sind überglücklich und nach einigen Dämpfern in den letzten Aufeinandertreffen war es unglaublich wichtig, endlich wieder das Ruder rumzureißen“. Dass die Füchse mit nun 17:21 Punkten zwar weiterhin auf dem elften Tabellenplatz der Mitteldeutschen Oberliga rangieren, nun aber sieben Zähler Vorsprung auf die Thüringer und damit auf die Gefahrenzone haben, dafür legten die Rot-Weißen in den ersten gut sechs Minuten den Grundstein. „Wir wollten gleich dominant in die Partie starten, gar keine Luft an die zwei Punkte lassen und das ist uns sehr, sehr gut gelungen“, freut sich der Übungsleiter: „Wir waren sehr gut auf Apolda eingestellt und der taktische Kniff hat wie erhofft gewirkt“. Denn die Plauener starteten erstmals in dieser Spielzeit mit einer 5:1-Abwehrformation, die schnell ihre Wirkung zeigen sollte. „Wir wussten, dass die Thüringer gegen solch ein Defensivkonzept Probleme haben und unseren Plan hat die Verteidigung um Lukas Horky auf der Spitze wirklich gut umgesetzt“, verrät Jan Richter: „Das für uns eher ungewöhnliche Konzept hat Apolda scheinbar verunsichert, dadurch hatten wir die Ballgewinne und haben dann diesen Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr hergegeben“. Dabei konnten die Spitzenstädter die Führung bis zum 10:4 nach knapp 13 Zeigerumdrehungen auf einen Sechs-Tore-Vorsprung ausbauen und nachdem es zur Pause 17:12 stand, erhöhten die Vogtländer Mitte der zweiten Halbzeit sogar noch auf 26:19. „Wir haben eine sehr gute Abwehr gestellt, dann war es für Apolda extrem schwer, gegen uns Tore zu erzielen“, so der Einheit-Trainer: „Im Angriff haben wir extrem gut abgeschlossen und gute Entscheidungen getroffen“. Allen voran Petr Linhart aus dem Rückraum und von der Siebenmeterlinie, der insgesamt zehn Mal einnetzte sowie Florian Wokan, der sich seine acht Treffer teilweise sehenswert selbst aufgelegt hat. „Es hat jeder Spieler seinen Teil zum Erfolg beigetragen, aber die beiden haben aus einer sehr guten Leistung in der Offensive herausgestochen und überragend agiert, denn sie waren unser Unterpfand“, lobt Richter: „Lino hatte eine fast perfekte Wurfausbeute und aus jeder Lage getroffen sowie hat Flo gezeigt, was er kann, sich viele Bälle geholt und das war wirklich richtig stark“. Obwohl die Thüringer für diese richtungsweisende Begegnung mit einem 16-Mann-Kader um den sehr beweglichen Mittelmann Norbert Ban anreisten, gelang es den Glockenstädtern nicht, den Rückstand wie beim 8:11 und 11:14 im ersten Durchgang sowie beim 25:28 nach 53 Minuten weiter als auf drei Tore zu verkürzen. „Auch wenn Apolda mal die Überzahlsituationen genutzt oder unsere Fehler bestraft hat, waren wir nicht aufgeregt, sondern haben es geschafft, immer wieder Lösungen zu finden“, zeigt sich der Übungsleiter auch sehr zufrieden mit der mentalen Stabilität: „Die Mannschaft hat das gut gemacht und immer wieder stark angegriffen“. Dazu kamen im richtigen Moment sowohl im Angriff als auch in der Abwehr ganz wichtige Schlüsselmomente, als die Partie zu kippen drohte: So schloss Linhart sehenswert aus zwölf Metern ab, kegelte Mittelmann David Zbiral den Ball bei Zeitspiel per extrem tiefen Hüftwurf ins Tor, netzte quasi mit dem Halbzeitpfiff Petr Jahn per Kempa-Trick ein oder hämmerte Wokan mit einem absoluten Willenswurf das harzige Leder unter die Latte. In der Defensive spitzelt Horky zwei Mal den Ball heraus, fängt Kapitän Maximian Krüger einen Konter ab, hält Torhüter Josef Pour einige unhaltbare Würfe und pariert Schlussmann Tim Hujer sensationell einen Siebenmeter. „Solche Situationen sind totale Dämpfer in der Euphorie des Gegners und das ist super wichtig“, weiß Jan Richter: „In den letzten Spielen waren die meisten auf der gegnerischen Seite, diesmal auf unserer und somit gewinnt man dann auch das Aufeinandertreffen“. So gelang es den Füchsen auch, in der zweiten Halbzeit einige unglückliche Zwei-Minuten-Strafen schadlos zu überstehen und dadurch nun in die kommenden Partien etwas befreiter gehen zu können. „Es gibt eine gewisse Sicherheit, es war wichtig, mal wieder ein Erfolgserlebnis zu haben und wenn man jetzt auf die Tabelle schaut, ist man auch etwas entspannter, da man dieses Punktepolster hat, dass einen möglichen Ausrutscher verzeihen würde“, meint der Einheit-Trainer: „Dennoch wollen wir jede Begegnung gewinnen, wir haben zu Hause schon sehr strake Leistungen gebracht und so wollen wir auch mal eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel ärgern“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model (2), Wokan (8), Janàsek (2), Krüger (2), Gehring, Linhart (10/2), Kacin (1), Jahn (5), Zbiral (4), Faith, Horky, Sira; Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller 

 

HSV Apolda: Ban (5), Wenke (2), Smiljcic (1), Dejmek (4/3), Mirilo, Höpken (1), Berceanu, von Lipinski, Heinemann, Toskoski, Langer (7), Strzala (3), Mehic, Bagatolli, Kurrat (7), Diestelberg, Trainer Ralph Börmel, Mannschaftsverantwortlicher Pascal Skorupa

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, keine für HSV Apolda

Zeitstrafen: 6 für HC Einheit Plauen, 4 für HSV Apolda

Siebenmeter: 2 für HC Einheit Plauen, 5 für HSV Apolda

Zuschauer: 285

Foto zur Meldung: Einheit feiert extrem wichtigen Heimsieg
Foto: Einheit feiert extrem wichtigen Heimsieg

Einheit vor wichtigem und schwerem Heimspiel

(15.02.2024)

Es ist eine richtungsweisende Partie: Am Samstagnachmittag empfangen ab 17 Uhr die Handballer des HC Einheit Plauen den HSV Apolda. Wieso gegen den Tabellenzwölften der Mitteldeutschen Oberliga ein Pflichtsieg ausgerufen wurde.

Auch wenn die Füchse mit 15:21 Punkten nach 18 Spieltagen aktuell über dem Strich der Abstiegszone stehen, so ist dieser elfte Platz der erste Rang, der den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga bedeutet. Direkt dahinter, allerdings mit fünf Zählern Rückstand, steht der HSV Apolda, der für einen realistischen Verbleib in der vierten Liga einen Sieg in der Einheit-Arena am Samstagabend bejubeln müsste. „Natürlich ist ein Sieg gegen Apolda Pflicht, denn damit würden wir den Abstand zu den Abstiegsplätzen deutlich vergrößern“, kennt Co-Trainer Heiko Schuster die Tabellenkonstellation: „Apolda hat nichts zu verlieren und weiß, dass es eigentlich schon die letzte Chance ist, den bitteren Gang in die Thüringenliga zu vermeiden“. Beim knappen 24:23-Erfolg der Rot-Weißen im Hinspiel hatten die Thüringer, die für eine klassische 6:0-Abwehr bekannt sind, die Spitzenstädter mit einer offensiven 5:1-Defensivformation überrascht - und auch diesmal wird sich der als Taktik-Fuchs geltende Trainer Ralph Börmel etwas für die Glockenstädter ausgedacht haben. „Wir haben auch die Spiele von Apolda gut analysiert und die Thüringer haben in der Abwehr gezeigt, wie sie verwundbar sind - und das wollen wir nutzen“, zeigt sich Schuster voller zuversichtlich: „Wir brauchen wieder eine starke Verteidigung und wollen über eine stabile Defensive mit schnellem Spiel einfache Tore erzielen - und im Positionsangriff dürfen wir uns keine einfachen Fehler leisten, die zu leichten Gegentoren führen“. Vor allem dürfen die Vogtländer die Thüringer nicht unterschätzen und ins Spiel kommen lassen. „Wir gehen nicht von einem klaren Sieg aus, denn es wird ein schweres Duell werden und es ist durchaus möglich, dass sich dieses dann erst in den letzten Minuten entscheidet - und dann hoffentlich zu unseren Gunsten“, so der Co-Trainer: „Die Mannschaft hat in den Trainingseinheiten gezeigt, dass sie gegen Apolda unbedingt gewinnen will“. Dafür wird wie im Hinspiel eine starke Torhüterleistung auch ausschlaggebend sein, als erst ein gut aufgelegter Jan Misar den Grundstein zur Führung legte und dann Josef Pour die zwei Punkte auf fremdem Parkett festhielt. „Unser Fokus liegt dennoch eher im Angriff, denn die Abwehr hat bisher fast immer gut funktioniert und mit einer stabilen Verteidigung macht man es ja auch dem Schlussmann leichter, aber wenn man in der Offensive keine Treffer erzielt, nützt auch eine gute Defensive nichts“, weiß Heiko Schuster: „Wir müssen konzentriert abschließen“. Das müssen die Füchse auch bei Mittelmann Norbert Ban (68 Tore in 18 Spielen, davon 10 von 16 Siebenmeter) sein, der nicht nur mit dem Halblinken Kristijan Smiljčić (69 Treffer in 15 Partien) die meisten Tore erzielt, sondern auch das Spielgeschehen der Thüringer leitet. „Wir müssen ihn stellen und ihm den Spielfluss nehmen, dann sind die anderen auf sich alleine gestellt“, fordert der Co-Trainer. Mit nur 460 erzielten Treffern hat Apolda die drittschwächste Offensive und mit 530 kassierten Gegentoren die drittschwächste Defensive, zudem bekamen die Glockenstädter mit 89 Zeitstrafen die zweitmeisten Hinausstellungen. „Das lag teilweise am ungeschickten Agieren, wenn der Außendecker noch den letzten Schritt macht und den Angreifer damit zu Fall bringt oder die Abwehr erst zu spät versucht, den Ballführenden am Wurf zu hindern“, erklärt Schuster, der bis auf den am Donnerstag nach seinem Kreuzbandriss operierten Rechtsaußen Dominik Pecek alle Spieler an Bord hat. „Das ist vor allem deshalb wichtig, weil so jeder Spieler weiß, dass er Vollgas geben kann und sich nicht schonen muss, um die 60 Minuten komplett durchspielen zu können“, berichtet der Co-Trainer: „Jeder weiß, wenn die Kräfte schwinden, dass ein Wechselspieler bereit steht, um in den entscheidenden Phasen volle Leistung aufs Parkett bringen zu können“. Dafür brauchen die Rot-Weißen auch wieder die lautstarke Unterstützung von den Rängen, die die Spitzenstädter zum achten Sieg und zu zwei entscheidenden Punkten antreibt. „Es weiß jeder, dass es ein sehr wichtiges Spiel ist, es brennt jeder darauf, zu zeigen, dass Delitzsch ein Ausrutscher war und im Training wurden sehr gute Leistungen gezeigt“, sagt Heiko Schuster: „Wir stehen in der Tabelle vor Apolda und wir spielen zu Hause, also wollen wir auch den Sieg einfahren“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit vor wichtigem und schwerem Heimspiel
Foto: Einheit vor wichtigem und schwerem Heimspiel

Einheit kassiert hohe Niederlage bei Aufstiegsanwärter

(04.02.2024)

Die schwächste Saisonleistung der Handballer des HC Einheit Plauen führt zur 21:34-Klatsche beim NHV Concordia Delitzsch. Wieso die nun elfplatzierten Füchse beim ersatzgeschwächten Tabellenzweiten der Mitteldeutschen Oberliga dennoch so deutlich unterlegen waren.

Obwohl die Loberstädter nur neun Feldspieler zur Verfügung hatten und ihr mit Abstand bester Werfer Maximilian Amtsberg aufgrund eines Mittelfußbruchs fehlte, war der neutrale Zuschauer unter den 437 Fans geneigt, von einer „spielerischen Augenweide“ nach den 60 Minuten gegen die Spitzenstädter zu sprechen. „Wir haben zurecht so hoch verloren, Delitzsch war die klar bessere Mannschaft und unsere Fehlerquote war extrem hoch“, ärgert sich Co-Trainer Heiko Schuster: „Delitzsch hat eine überragende Abwehr gestellt, was eigentlich unsere Stärke ist und damit kamen wir überhaupt nicht zurecht“. Dabei kamen die Rot-Weißen gut in die Partie und legten bis zum 3:2 jeweils durch die beiden Rückraumspieler Petr Jahn sowie zwei Mal Petr Linhart vor. „Dann haben wir völlig den Faden verloren, da wurden Fehler gemacht, die man sich vorher hätte nicht vorstellen können“, kritisiert Schuster: „Delitzsch hat uns zu Fehlern gezwungen und die dann eiskalt ausgenutzt“. So wurde beispielsweise bei Spielzügen der Ball dem Gegner in die Hände gespielt oder Abspielfehler gemacht, weil die Vogtländer vor der Defensive geprellt und dann keinen Anspieler hatten, weshalb ein riskanter Pass gespielt werden musste, der dann von den Nordsachsen herausgefangen wurde. „Es waren keine klaren Chancen, die wir vergeben haben, da wir gar nicht zu Abschlüssen kamen“, ist der Übungsleiter sichtlich enttäuscht: „Bis zur 24. Minute hatten wir nur drei Fehlwürfe, aber schon sieben technische Fehler gemacht“. Dadurch kamen die Concorden immer wieder in ihr starkes Tempospiel und damit zu einfachen Toren dank vieler Konter sowie einer druckvollen zweiten Welle, was die Plauener nicht unterbinden konnten. „In dieser Phase lief bei uns überhaupt nichts, weder in der Verteidigung noch im Angriff und da konnten wir auch wechseln oder umstellen wie wir wollten, denn egal wer gespielt hat, es hat nicht funktioniert“, konstatiert Heiko Schuster den 2:12-Lauf zum 5:14-Rückstand: „Dann ging es nur noch darum, zu zeigen, dass wir es besser können, was wir auch gemacht haben“. 

Denn bis zur Pause beim Stand von 9:17 konnten die Füchse den Rückstand konstant halten und zu Beginn des zweiten Durchgangs nach knapp 40 Minuten auf 15:20 sogar wieder leicht verkürzen. „Nach dem Seitenwechsel haben wir gut mitgehalten und wollten eigentlich die Niederlage in Grenzen halten“, erzählt der Co-Trainer: „Doch in den letzten zehn Minuten sind wir in die gleichen Fehler wie in der ersten Halbzeit zurückgefallen und dann wurde es ein klare Angelegenheit für Delitzsch“. Denn bis zum 20:25 nach 50 Zeigerumdrehungen ging der Plan der Spitzenstädter auch auf, die dann in der Schlussphase allerdings zu schnell den Abschluss suchten, um vielleicht doch nochmal Spannung in die Begegnung zu bringen. Doch dafür hätte es auch die Tore der Außenspieler gebraucht, die keinen einzigen Treffer am Samstagabend erzielen konnten. „Sie wurden nicht ins Spiel gebracht, wurden zwar auch gut gedeckt und hatten nur einen Nullwinkel, aber mehr als einen Siebenmeter herauszuholen war nicht drin“, analysiert Schuster: „Es ist unser großes Manko, dass wir unsere guten Außen zu wenig ins Spiel bringen, aber die Delitzscher waren darauf auch sehr gut eingestellt“. Deshalb blieben die Abschlüsse entweder in der ligabesten Abwehr um den ehemaligen Bundesligaspieler Thomas Oehlrich hängen oder wurden vom gut aufgelegten Torhüter pariert, sodass die Loberstädter mit einem 9:1-Lauf wieder auf 34:21 erhöhen und einen wahren Kantersieg auch ohne die Treffer von Amtsberg bejubeln konnten. „Man hat überhaupt nicht gemerkt, dass er gefehlt hat, denn die Delitzscher hatten genügend treffsichere Spieler, die vor allem individuell sehr stark im Eins-gegen-Eins waren und mit einer geringen Fehlerquote zum Erfolg kamen“, zollt Co-Trainer Heiko Schuster dem auf heimischem Parkett noch ungeschlagenem Tabellenzweiten großen Respekt: „In Delitzsch zu gewinnen, wäre eine riesige Sensation gewesen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model, Wokan (3), Janàsek, Krüger (3), Gehring, Linhart (8/4), Kacin, Jahn (3), Zbiral (4), Horky, Sira; Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

 

NHV Concordia Delitzsch: Neuhäuser, Alpes - Eulitz (8/2), Seifert, Prautzsch (5), Zierau (5), Schmidt, Oehlrich (3), Griehl (2/1), Viehweger (2), Reinhardt (9); Trainer Jan Jungandreas, Co-Trainer Sven Griehl, Mannschaftsbetreuer Yves Voigtländer, Physio Katharina Burkhardt

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für NHV Concordia Delitzsch

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für NHV Concordia Delitzsch

Siebenmeter: 5 für HC Einheit Plauen, 4 für NHV Concordia Delitzsch

Zuschauer: 437

Foto zur Meldung: Einheit kassiert hohe Niederlage bei Aufstiegsanwärter
Foto: Einheit kassiert hohe Niederlage bei Aufstiegsanwärter

Einheit gastiert bei Aufstiegsanwärter

(01.02.2024)

Es wird wahrscheinlich die schwerste Partie auf fremdem Parkett, wenn die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagabend ab 19 Uhr beim NHV Concordia Delitzsch gefordert sind. Wie die Füchse beim Tabellenzweiten der Mitteldeutschen Oberliga dennoch punkten wollen.

Es ist eine eindrucksvolle Bilanz, die die Nordsachsen vor eigenem Publikum aufzuweisen haben: Die Loberhaie sind nicht nur ungeschlagen, sondern bejubelten auch in acht Begegnungen sieben Siege und nur ein 23:23-Unentschieden gegen den haushohen Meisterschaftsfavoriten SV 04 Oberlosa. „Delitzsch ist wahnsinnig heimstark, deshalb wird das eine absolute Herausforderung, der wir uns aber gewachsen sehen“, sagt Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir müssen unser volles Leistungsvermögen über 60 die kompletten Minuten aufs Parkett bringen und wenn wir wie gegen Oberlosa spielen, dann bin ich guter Dinge, dass wir den Concorden auch Paroli bieten können“. 

Für die wahrscheinlich schwerste Auswärtsfahrt zählen die Füchse wieder auf ihre treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstagabend, um 19 Uhr, in der Mehrzweckhalle in Delitzsch (Karl-Marx-Straße 1) und der Bus fährt 14 Uhr am Sportplatz am Lindentempel sowie 14.30 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit gastiert bei Aufstiegsanwärter
Foto: Einheit gastiert bei Aufstiegsanwärter

Einheit bejubelt ersten Sieg im neuen Jahr

(28.01.2024)

Dieser souveräne 30:24-Erfolg vor heimischem Publikum gegen den Tabellenletzten SV Hermsdorf war so wichtig für die Handballer des HC Einheit Plauen. Denn mit nun 15:19 Punkten vergrößern die zehntplatzierten Füchse den Abstand auf die Abstiegsränge auf wieder fünf Zähler in der Mitteldeutschen Oberliga. 

Die Erleichterung war groß bei den Spielern, Verantwortlichen und 323 Zuschauern in der Einheit-Arena, während aus den Boxen „Oh, wie ist das schön“ schallte: Die Rot-Weißen fuhren am Samstagabend gegen das Schlusslicht wieder einen Start-Ziel-Sieg ein, der wie im Hinspiel (22:28) erneut mit einem Sechs-Tore-Erfolg endete. „Es war ein Pflichtsieg, wir sind gut in die Partie gestartet und konnten gleich in Führung gehen, dadurch lief es von Beginn an gut für uns“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter. Schon nach 56 Sekunden lagen die Spitzenstädter mit 2:0 vorn und konnten ihren Vorsprung bis zum 6:2 nach sechs Minuten noch auf vier Tore ausbauen. Auch, weil die Holzländer mit einem siebten Feldspieler im Angriff agierten und deshalb das Tor leer blieb, das dann beispielsweise Petr Jahn nur noch treffen musste. „Es war wegen der Spielanlage von Hermsdorf nicht ganz einfach gegen die Thüringer zu spielen, aber das haben wir gut gemeistert“, lobt Richter: „Wir waren aber davon auch nicht überrascht, waren auf alles vorbereitet und die Abwehr hat sehr gut verteidigt“. Doch dann leisteten sich die Vogtländer einige technische Fehler und trafen das leere Tor nicht, sodass der Tabellenletzte auf 7:8 nach gut elf Zeigerumdrehungen wieder verkürzen konnte. „Wir hatten aufgrund der ungewöhnlichen Taktik auch einiges probiert und daran mussten wir uns auch erst einmal gewöhnen“, begründet der Übungsleiter den gegnerischen 3:0-Lauf: „Es gingen in dieser Phase auch die gegnerischen Würfe zu oft ins eigene Tor, aber beim Sieben-gegen-Sechs kann man nicht auf jeden Gegenspieler raustreten“. Da jedoch beide Mannschaften mit nahezu jedem Wurf auch trafen, konnten sich zwar die Füchse dank eines Ballgewinns in der Defensive auf 10:7 absetzen, doch auch die Hausherren blieben nicht fehlerfrei. So landete beispielsweise ein Zuspiel direkt in den Händen des aufmerksamen Gegenspielers oder nach einem Missverständnis in Unterzahl der Ball nicht beim Rechtsaußen, sondern im Aus, da Adam Janàsek bereits wieder mit Torhüter Jan Misar gewechselt hatte. „Im Positionsangriff haben wir in den ersten 20 Minuten unsere Chancen effektiv genutzt und jedes Eins-gegen-Eins gewonnen, aber dennoch waren zwei Schwächephasen dabei“, ärgert sich Jan Richter: „Die Verteidigung musste sich aufgrund ihrer Unterzahl viel bewegen, hat das auch wirklich gut gemacht, aber manchmal zu zeitig auf den Pfiff der Schiedsrichter gewartet“. Doch nach dem 11:11-Ausgleich Mitte der ersten Halbzeit stellten die Rot-Weißen in der Abwehr um, erzwangen dadurch wieder einige Ballgewinne und auch Misar konnte sich immer wieder auszeichnen, der mit seinem Treffer zwei Sekunden vor der Pause ins gegnerische leere Tor erstmals für eine Fünf-Tore-Führung sorgte. 

Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Spitzenstädter an diese starke Phase an und erhöhten ihren Vorsprung dank eines 8:1-Laufs vom 16:14 auf 24:15 in der 39. Minute. „Wenn wir mit Tempo gespielt und auf die Lücken gestoßen haben, dann hatten wir immer gute Aktionen mit freien Würfen“, erklärt der Einheit-Trainer. Doch nachdem die Begegnung praktisch entschieden war, agierten die Hausherren vor allem im Abschluss nicht mehr so konzentriert und ließen die Thüringer auf 23:27 verkürzen, die nun dauerhaft ihren Torhüter zwischen den Pfosten ließen. „Nach der deutlichen Führung haben wir einen Gang zurückgeschaltet, waren trotzdem die ganze Zeit klar besser und haben auch das Spielgeschehen dominiert“, verzeiht Richter seiner Auswahl das Schleifenlassen der Zügel: „Hermsdorf kam auch ran, weil wir viele blöde Tore kassiert haben, was etwas schade war“. Doch die dritte Auszeit nach knapp 55 Minuten schärfte die Sinne der Vogtländer, die auf eine 5:1-Defensive umstellten und so das Angriffsspiel der Holzländer in der Schlussphase mit einem starken Torhüter Jan Misar wieder gut im Griff hatten. „Trotz des souveränen Sieges haben wir uns zeitweise recht schwer getan, da es natürlich schwieriger ist, Ballgewinne in Unterzahl zu erzwingen, weil ja immer ein gegnerischer Spieler frei steht“, hängt ein zufriedener Einheit-Trainer Jan Richter den 30:24-Erfolg nicht zu hoch. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar (1), Hujer - Model, Wokan (1), Janàsek (3), Krüger (2), Gehring (2), Linhart (5/1), Kacin (2), Jahn (5), Zbiral (3), Faith (2), Horky (2), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

 

SV Hermsdorf: Zehmisch, Dunst - Rudolph (2/2), Schreck (2), Reis (6), Lucas Zemann (1), Riedel (2), Louis Zemann, Hammer (2), Reuther, Friedrich (2), Petrov, Grau (2), Reichert (2), Sivic (3); Trainer Mario Kühne, Mannschaftsverantwortlicher Tobias Högl, Physio Götz Bader

 

Verwarnungen: keine für HC Einheit Plauen, keine für SV Hermsdorf

Zeitstrafen: 1 für HC Einheit Plauen, 4 für SV Hermsdorf

Siebenmeter: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für SV Hermsdorf

Zuschauer: 323

Foto zur Meldung: Einheit bejubelt ersten Sieg im neuen Jahr
Foto: Einheit bejubelt ersten Sieg im neuen Jahr

Einheit will ersten Sieg im neuen Jahr bejubeln

(25.01.2024)

Wenn am Samstagnachmittag ab 17 Uhr die Handballer des HC Einheit Plauen den SV Hermsdorf empfangen, dann gibt es nur ein Ziel: Die Zuschauer und sich selbst mit den ersten beiden Punkten 2024 belohnen. Wie die Füchse gegen den Tabellenletzten der Mitteldeutschen Oberliga den siebten Saisonerfolg einfahren wollen. 

„Es ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen“, sagt Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir haben gegen Oberlosa ein sehr gutes Spiel gemacht, deshalb sind wir auch nicht zu Unrecht in der Favoritenrolle“. Erneut war es den Rot-Weißen am vergangenen Samstag im Stadtderby gelungen, sich gegen den Spitzenreiter eine Sechs-Tore-Führung beim Stand von 11:5 und 12:6 Mitte der ersten Halbzeit zu erspielen - wie im Hinspiel beim 14:8 kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs. Doch wieder mussten sich die Reusaer am Ende denkbar knapp mit 27:29 in der Kurt-Helbig-Halle geschlagen geben und damit verloren sie wie auch in der Einheit-Arena beim 22:24 Anfang September mit zwei Toren. „Wir müssen an die überzeugende Leistung gegen Oberlosa anknüpfen“, fordert Richter: „Der Auswärtssieg in Hermsdorf hatte uns in der Hinrunde Auftrieb gegeben, deshalb gehe ich davon aus, dass die Mannschaft die Thüringer nicht unterschätzt“. Bei den Holzländern konnten die Spitzenstädter am dritten Spieltag einen Start-Ziel-Sieg feiern, waren die gesamte Partie überlegen und freuten sich nach dem 32:26-Erfolg über den ersten Saisonsieg. „Wir brauchen von Beginn an eine gute Leistung, damit gar nicht erst Probleme aufkommen können, wie eine rote Karte gegen Oberlosa“, so der Übungsleiter, der auf die doppelte Zeitstrafe gegen Jakub Sira in der 33. Minute anspielt, als sich der Kreisläufer zu laut über die Hinausstellung beschwerte. Keine Probleme bereitete den Vogtländern im Hinspiel die 4:2-Abwehrformation, die zwar von dieser Defensivvariante überrascht waren, aber vor allem in Person von Linksaußen Kevin Model die dadurch entstandenen freien Räume für sich zum Nutzen wussten. „Ich glaube nicht, dass Hermsdorf so nochmal spielen wird, da es nicht erfolgreich war“, meint Jan Richter, der zudem auf den wieder genesenen Petr Linhart setzen kann. „Ein so guter rechter Rückraum hat uns sehr gefehlt und es ist sehr schön, dass er wieder einsatzbereit ist, da es uns viele Möglichkeiten gibt“, ist der Einheit-Trainer froh über die Rückkehr: „Lino bringt nicht nur seine Wurfstärke ein, sondern er gibt der ganzen Mannschaft auch Sicherheit und ein besseres Gefühl“. Gegen das Ligaschlusslicht (5:27 Punkte), das erst zwei Siege (28:25 bei der HSG Freiberg sowie 33:31 gegen den HC Glauchau/Meerane) und ein Unentschieden (31:31 gegen die HG 85 Köthen) einfahren konnte, wollen die Füchse wieder ihre Stärken aufs Parkett bringen. „Wenn wir unser Leistungsvermögen abrufen und wieder das machen, was uns stark gemacht hat, dann werden wir die Begegnung auch gewinnen“, so Richter: „Wir müssen eine sehr harte, gute Verteidigung in verschiedenen Varianten stellen und daraus in unser Konter- sowie Positionsspiel gehen“. Wenn das gelingt, dann können auch die Reusaer ein so deutliches Ergebnis wie die SG Pirna/Heidenau (32:16) oder der USV Halle (43:26), SV 04 Oberlosa (40:18) und HC Elbflorenz II (43:28) mit ihren rot-weißen Anhängern bejubeln. „Die Mannschaft weiß, was sie kann und dass sie absolut konkurrenzfähig ist“, ist der Übungsleiter überzeugt: „Dieses Selbstvertrauen müssen wir mitnehmen“. Denn die Thüringer kassierten mit 540 Gegentoren nicht nur die meisten (Durchschnitt 33,75), sondern konnten auch erst 406 Treffer (Durchschnitt 25,38) erzielen, was die zweit wenigsten nach der HSG Freiberg (401) sind. „Die Abwehr ist unsere Stärke und sehr gefestigt, deshalb hoffen wir, dass wir die Hermsdorfer Abschlussschwäche für uns nutzen können“, verrät Jan Richter: „Wir wollen aus einer starken Defensive in unser Tempospiel kommen, um erfolgreich zu sein und dafür sind einfache Ballgewinne durch die Verteidigung oder den Torhüter sehr wichtig für uns“. Die Offensivschwäche der Holzländer zeigt sich auch in der Torjägerliste, die Felix Reis mit 71 Treffern in 16 Spielen (Durchschnitt 4,44) als besten Werfer auf Platz 18 listet - die beste Quote weist Kevin Elsässer-Pech mit 56 Toren (davon zehn Siebenmeter) in nur zwölf Partien (Durchschnitt 4,67) auf. „Die Liga ist dennoch sehr ausgeglichen und keine Zwei-Klassen-Gesellschaft“, warnt der Einheit-Trainer: „Die Mannschaften, die am Tabellenende stehen, können auch gegen die Aufgebote, die weiter oben stehen, gewinnen“. Dass die Thüringer nah dran an der Konkurrenz sind, zeigen die letzten zwei Begegnungen, die zwar jeweils mit 25:28 beim HC Aschersleben und gegen den HSV Apolda verloren gingen - doch gegen die Glockenstädter drehten die Holzländer einen 6:10-Rückstand in der 18. Minute in eine 13:12-Führung nach 27 Zeigerumdrehungen. „Hermsdorf hat sich im neuen Jahr stabiler gezeigt und ist letztes Jahr nicht ohne Grund aufgestiegen“, weiß Richter, der auf Dominik Pecek verzichten muss, der sich im Stadtderby im linken Knie das Kreuzband gerissen hat. „Es ist sehr schade, da Dominik die meisten Tore auf Rechtsaußen erzielt hat“, bedauert der Übungsleiter: „Diese Treffer werden uns fehlen, aber die müssen wir mit Jan Faith und Adam Janàsek kompensieren“. Denn trotz des verletzungsbedingten Ausfalls ändert sich an der Zielstellung von Einheit-Trainer Jan Richter nichts: „Erfolg kann man mit nichts ausgleichen, dementsprechend brauchen wir dieses Erfolgserlebnis und ich bin überzeugt, dass wir es uns am Samstag mit unseren Fans im Rücken holen“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will ersten Sieg im neuen Jahr bejubeln
Foto: Einheit will ersten Sieg im neuen Jahr bejubeln

Einheit gibt Sieg im Stadtderby aus der Hand

(21.01.2024)

Es sollte wieder nicht sein: Die Handballer des HC Einheit Plauen müssen sich dem SV 04 Oberlosa vor 850 Zuschauern in der ausverkauften Kurt-Helbig-Halle erneut mit 27:29 geschlagen geben. Wieso den Füchsen wieder eine Sechs-Tore-Führung nicht zum erstmaligen Erfolg beim Favoriten in der Mitteldeutschen Oberliga reichte.

Trotz der so bitteren 27:29-Niederlage skandierten die rot-weißen Fans noch Minuten nach Abpfiff lautstark „Einheit, Einheit“, schenkten den mit hängenden Köpfen sich bedankenden Spielern mit langanhaltendem Applaus die Anerkennung für ihren aufopferungsvollen Kampf im Stadtderby und ließen rotes Konfetti als Lob für die bärenstarke Leistung der Reusaer am Samstagabend regnen. „Wir haben alles gegeben und alles reingeworfen, aber am Ende wie im Hinspiel nicht das Glück auf unserer Seite gehabt“, sagt ein enttäuschter Einheit-Trainer Jan Richter: „Ich kann der Mannschaft nur ein großes Kompliment machen, was sie gezeigt hat, war wirklich richtig gut“. Sensationell waren vor allem die ersten 19 Minuten, als den Rot-Weißen nahezu alles gelang: Der nach fast viermonatiger Verletzungspause erstmals wieder auf dem Parkett stehende Petr Linhart verwandelt den ersten Siebenmeter zum 3:1 sowie den zweiten Strafwurf zum 5:1, der erneut in Gala-Form auftrumpfende Torhüter Josef Pour veredelt seine zahlreichen Paraden mit einem gehaltenen Strafwurf gegen den besten Siebenmeterwerfer der Liga Ivan Kucharik beim Stand von 11:5 und Petr Jahn lässt mit dem 12:6 die Einheit-Herzen höher schlagen. „Die Defensive hat eine überragende Verteidigung gestellt und unser Abwehrzentrum hat wahnsinnig hart geackert“, lobt Richter: „Unser wieder einmal perfekt aufgelegter Pepe hat Oberlosa zeitweise zur Verzweiflung gebracht“. Dass die Füchse diesmal noch näher dran an der großen Überraschung als bei der 22:24-Hinspiel-Niederlage waren, zeigten die nächsten vier Zeigerumdrehungen: Nachdem die Nullvierer erst mit einem schnellen Doppelschlag innerhalb von 48 Sekunden auf 8:12 verkürzen konnten, kassierte auch noch Jahn eine Zeitstrafe, doch Einheit-Kapitän Maximilian Krüger ließ sich davon nicht verunsichern und traf zum umjubelten 13:8. Da die Reusaer während ihrer Unterzahl im Angriff einen sechsten Feldspieler zu Gunsten des herausgenommenen Schlussmannes einsetzten, bliebt der Einheit-Kasten verwaist, was die Schwarz-Gelben mit einem schnell ausgeführten Anwurf ausnutzen wollten. Doch Pour sprintete zurück in Richtung Tor und blockte dabei den Wurf mit seinem Fuß, was die nächste Zwei-Minuten-Strafe zur Folge hatte. Auch dieser erneute kleine Nackenschlag änderte nichts am souveränen Agieren der Rot-Weißen, die das Zeitspiel bis zum letzten Pass ausspielten und wieder war es Krüger, der alles in seinen Abschluss reinwarf - und so den so wichtigen Fünf-Tore-Vorsprung mit seinem Treffer zum 14:9 wiederherstellte. In der Schlussphase der ersten Halbzeit verließ dann den Füchsen das nötige Quäntchen Glück und auch ein Kräfteverschleiß machte sich bei den am Limit spielenden Reusaern bemerkbar: So scheiterte erst Linhart zwei Mal beim Siebenmeter am nun immer stärker werdenden Oberlosaer Torhüter Patryk Foluszny, dann flog ein etwas zu weit gespielter Konterball von Pour ist Aus. Zwar verlagerte die auf eine 5:1-Formation umgestellte Abwehr erst gut und Pour konnte sich mit der nächsten Parade auszeichnen, doch den Abpraller verwandelte der mit insgesamt acht Treffern erfolgreichste Nullvierer Sebastian Naumann zum 13:16-Pausenstand. „Leider haben wir dann drei, vier Fehler zu viel gemacht und so schmolz der Vorsprung“, ärgert sich der Einheit-Trainer: „Es war ein Duell auf absolut hohem Niveau und dann entscheiden Kleinigkeiten“. 

Wie in der 33. Minute, als sich Jakub Sira über seine zweite Zeitstrafe zu laut bei dem Auer Schiedsrichtergespann beschwerte und dafür nochmal eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, die zur Disqualifikation führte - besonders bitter, denn die erste Hinausstellung hätte nicht Sira, sondern Lukas Horky bekommen müssen. Zwar hielt Pour den folgenden fälligen Strafwurf von Naumann, dennoch verkürzte der ehemalige Einheit-Jugendspieler Nico Schneider auf 17:19  und in der 38. Minute sollte es noch schwerer für die Rot-Weißen werden. Denn Adam Janàsek macht beim Verteidigen einen zu großen Schritt, trifft dabei seinen abspringenden Gegenspieler und muss nicht nur verletzt das Parkett verlassen, sondern bekommt dafür auch die rote Karte. Damit stand in den letzten und entscheidenden 22 Minuten des Stadtderbys Einheit-Trainer Jan Richter kein gelernter Rechtsaußen mehr zur Verfügung, da sich bereits Dominik Pecek nach seinem Tor zum 1:0 schwer am Knie verletzt hatte und Jan Faith berufsbedingt fehlte sowie die Alternative Sira bereits hinausgestellt wurde. Mit dem folgenden fälligen Siebenmeter von Kucharik konnten die Schwarz-Gelben nach dem 1:2 nicht nur erstmals wieder den Anschlusstreffer zum 18:19 erzielen, sondern auch wenig später den erstmaligen Ausgleich beim 19:19 und in der 41. Minute sogar die erste Führung beim 20:19 - und krönten damit ihren 4:0-Lauf binnen fünf Zeigerumdrehungen. Zwar erzielte David Zbiral noch den 20:20-Ausgleich, doch Oberlosa erspielte sich mit einem 3:0-Lauf einen spielentscheidenden Drei-Tore-Vorsprung beim Stand von 23:20, der bis zum 25:22 nach 49 Minuten halten sollte. „Wenn drei Spieler wegfallen, dann wird`s sehr, sehr schwer, aber ich möchte das nicht als Grund durchgehen lassen“, so Richter: „Die drei Ausfälle konnten wir dann leider aber nicht mehr kompensieren und dann schwanden bei den Spielern auch noch zunehmend die Kräfte“. Dennoch gaben sich die Füchse noch nicht geschlagen, stellten auf eine 3:2:1- beziehungsweise 3:3-Defensivformation um und kamen zu zwei Ballgewinnen, die im Einheit-Lager zum Hoffnung machenden 24:25- sowie 25:26-Anschlusstreffer führten. Doch die Reusaer konnten die Partie nicht mehr zum Kippen bringen, zu abgezockt agierten die Nullvierer, die dank ihres breiten Kaders ohne einen Leistungsabfall durchwechseln konnten und mentale Stärke bewiesen sowie sich weiterhin auf ihren starken Rückhalt Foluszny zwischen den Pfosten verlassen konnten. „Oberlosa ist dann einfach zu gut besetzt und nutzte unsere Fehler gnadenlos aus“, weiß Jan Richter: „Bei uns sind zwei Konterpässe nicht angekommen, wir haben drei Siebenmeter verworfen sowie gingen einige Abpraller zum Gegner und dass wir deshalb erneut denkbar knapp verlieren ist unglaublich schade, aber vielleicht sind sie deshalb auch der Spitzenreiter“. Dieser machte dann in Unterzahl alles klar, als Franz Schauer mit einem Kempa-Trick zum 29:26 einnetzte und im Gegenzug Foluszny den Strafwurf von Krüger parierte. „Die Stimmung war geil, das Spiel war geil, nur das Ergebnis passt nicht“, resümiert der Einheit-Trainer: „Auf diese Leistung können wir aufbauen, wir haben noch viele Begegnungen zu bestreiten und mit so einer Leistung werden wir die auch gewinnen sowie den Klassenerhalt so schnell wie möglich perfekt machen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model, Wokan (1), Janàsek (1), Krüger (3), Gehring (1), Linhart (6/2), Kacin (5), Jahn (4), Zbiral (3), Horky (2), Pecek (1), Sira; Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

 

SV 04 Oberlosa: Foluszny, Ebert - Stäglich, Beketov, Roth (2), Pfeiffer, Schauer (4), Schneider (3), Duschek, Hertel (4), Hanisch (3), Kolomaznik (1), Nedoma (2), Kucharik (2/1), Naumann (8/2); Trainer Ladislav Brykner, Co-Trainer David Woitke, Mannschaftsverantwortlicher Steffen Hertel, Physio Patrik Baumann

 

Verwarnungen: keine für HC Einheit Plauen, keine für SV 04 Oberlosa

Zeitstrafen: 7 für HC Einheit Plauen, 4 für SV 04 Oberlosa

Siebenmeter: 5 für HC Einheit Plauen, 5 für SV 04 Oberlosa

Disqualifikationen: 2 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht), keine für SV 04 Oberlosa

Foto zur Meldung: Einheit gibt Sieg im Stadtderby aus der Hand
Foto: Einheit gibt Sieg im Stadtderby aus der Hand

Einheit ist heiß aufs Stadtderby

(18.01.2024)

Es ist das erste Spiel 2024 und gleich der Jahreshöhepunkt für die Handballer des HC Einheit Plauen sowie des SV 04 Oberlosa. Am Samstagabend ab 19 Uhr treffen die beiden Rivalen in der Kurt-Helbig-Halle zum wahrscheinlich letzten Mal in der Mitteldeutschen Oberliga aufeinander.

„Wir haben immer das Ziel, zu gewinnen oder zumindest einen Punkt mitzunehmen“, stellt Trainer Jan Richter klar: „Dass das wahnsinnig schwer wird, steht außer Frage“. Denn die Nullvierer sind der absolute Staffelfavorit, haben mit Abstand den besten Kader und sind mit 26:4 Punkten der Tabellenführer der Mitteldeutschen Oberliga. „Es wird eine Herausforderung und damit wir die meistern können, müssen wir über die gesamten 60 Minuten höchst konzentriert sein“, fordert Richter: „Wir haben es ja schon im Hinspiel gezeigt, zu was wir im Stande sind und wenn uns das diesmal über die komplette Spielzeit gelingt, dann werden wir auch erfolgreich sein“. An jenem 9. September 2023 führten die Füchse nach einer überragenden Leistung erst in der 32. Minute mit 14:8, bevor sie sich nach zwischenzeitlichem Ausgleich nach 49 Zeigerumdrehungen wieder auf 22:19 absetzten und sich nach einer torlosen Schlussphase am Ende doch noch denkbar knapp mit 22:24 geschlagen geben mussten. „Man hat gesehen, dass wir mit einer kompakten, körperlich starken Defensive die Schwarz-Gelben vor Aufgaben stellen und dass damit Oberlosa vor allem in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zurechtkam“, erinnert sich der Übungsleiter: „Wir müssen es schaffen, in unser Tempospiel zu kommen, denn die Nullvierer hatten große Probleme, unsere Konter zu verhindern oder zu unterbinden, wenn wir die Ballgewinne hatten“. Damit das erneut gelingt, brauchen die Rot-Weißen wieder eine richtig gut funktionierende Verteidigung, die kompakt steht und die überragenden Einzelspieler im Griff hat. „Da gehört der Torhüter genauso dazu wie die Abwehr, denn das Zusammenspiel ist sehr, sehr wichtig“, weiß Jan Richter: „Gerade die Handball-Europameisterschaft zeigt ja eindrucksvoll, wie immens wichtig die Schlussmänner sind“. Das bedeutet, dass die Reusaer wieder das Duell zwischen den Pfosten für sich entscheiden und dann ihre Möglichkeiten im Angriff effektiv nutzen müssen. „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir ein hohes Tempo gehen“, so der Einheit-Trainer: „Wir müssen unsere Stärken aufs Parkett bringen und die Chancen, die sie uns bieten, nutzen, denn dann wird es auch für die Schwarz-Gelben gegen uns sehr, sehr schwer“. Deshalb gilt für die Füchse, die Fehler in der Offensive zu minimieren und mit Kopf auf den Punkt zu spielen, um nicht selbst in erster oder zweiter Welle überrollt zu werden. „Wir müssen genauso in die Partie gehen wie im Heimspiel, wir müssen kämpferisch sehr, sehr stark sein und Oberlosa auch überraschen“, zeigt sich Richter dennoch zuversichtlich: „Wir haben nichts zu verlieren, wir sind der Außenseiter und werden mutig nach vorne spielen, um die Begegnung erfolgreich zu gestalten“. Die Motivation ist jedenfalls unglaublich groß, endlich mal das Stadtderby zu gewinnen und das zu schaffen, was den Rot-Weißen in mittlerweile zehn Duellen nicht gelungen ist. „Das Derby ist für uns immer etwas ganz, ganz Besonderes und das gehen wir auch genauso an“, kündigt der Übungsleiter an: „Es wird ein tolles Aufeinandertreffen und ein tolles Erlebnis für jeden Spieler sowie Zuschauer“. Es wird vor allem für jeden Liebhaber des kleinen, harzigen Leders der Jahreshöhepunkt: „Das Hinspiel war richtig geil, die Stimmung mega und die Einheit-Arena sehr gut gefüllt gewesen“, ist Jan Richter voller Vorfreude. Obwohl es wahrscheinlich erst einmal das letzte Stadtderby sein wird, ist „das ist für mich jetzt noch überhaupt kein Thema“ schwingt beim Einheit-Trainer bisher keine Wehmut mit. Denn sollte den Nullvierern der angestrebte Aufstieg in die dritte Liga gelingen, dann würde es in der nächsten Saison wie in den letzten zwei Spielzeiten dieses Prestigeduell in einem Pflichtspiel erst einmal nicht mehr geben. „Oberlosa ist die interessanteste, aber nicht wichtigste Partie, denn es werden noch viele Punkte vergeben und wir brauchen noch einige Zähler für unser Ziel Ligaverbleib“, analysiert Richter nüchtern: „Ich gehe auch nicht davon aus, dass uns eine volle Halle mit vielen schwarz-gelben Anhängern negativ beeinflussen wird“. Der Übungsleiter ist überzeugt, dass die Reusaer ihre Leistung aufs Parkett bringen und mit der bitteren 25:28-Niederlage beim HC Glauchau/Meerane zum Rückrundenauftakt abgeschlossen haben: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Stimmungsdämpfer noch eine Rolle spielt, auch wenn es natürlich ein unwürdiger Jahresabschluss war, mit dem wir natürlich nicht zufrieden sind“. Daran hat auch die in diesem Jahr extrem lange Winterpause einen kleinen Anteil, die aufgrund der Handball-Europameisterschaft ganze fünf Wochen ging und so genügend Zeit zur Verarbeitung sowie Vorbereitung war. „Es war schön, dass wir so viel Zeit hatten und die Spieler sich ihre Blessuren auskurieren konnten“, blickt Jan Richter zurück: „Wir konnten unsere Wunden lecken, haben jetzt in der Vorbereitung Gas gegeben und uns auf Oberlosa akribisch vorbereitet“. Damit die Füchse dem Favoriten vielleicht wieder einen Punkt wie beim 18:18-Unentschieden im letzten Duell in der Kurt-Helbig-Halle am 26. September 2020 abtrotzen… (flow)

Foto zur Meldung: Einheit ist heiß aufs Stadtderby
Foto: Einheit ist heiß aufs Stadtderby

Einheit verliert Westsachsen-Derby

(17.12.2023)

Bitterer können die Handballer des HC Einheit Plauen nicht in die lange Weihnachtspause und Rückrunde starten: Mit 25:28 unterlagen die Füchse am Samstagabend beim HC Glauchau/Meerane und verlieren damit nicht nur ein Duell gegen einen Konkurrenten um den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga, sondern auch den direkten Vergleich.

„Natürlich ist die Enttäuschung groß, wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und hatten uns aus meiner Sicht wirklich gut vorbereitet“, sagt ein niedergeschlagener Einheit-Trainer Jan Richter nach dem Abpfiff: „Speziell in der ersten Halbzeit sind wir unter meinen Erwartungen geblieben, haben einige Fehler zu viel gemacht und das hat sich dann auch im Ergebnis widergespiegelt“. Obwohl Felix Gehring nach gut zwei Minuten den ersten Treffer im Westsachsen-Derby erzielen konnte, sollte es die einzige und letzte Führung der Rot-Weißen in dieser richtungsweisenden Partie bleiben. Zwar gelang den Spitzenstädtern nach dem 1:3-Rückstand nach gut fünf Zeigerumdrehungen noch einmal beim 3:3 nach knapp sieben Minuten der Ausgleich, aber danach dominierten die Hausherren das Geschehen in der Sporthalle in Meerane und hatten sich bis Mitte des ersten Durchgangs einen Vier-Tore-Vorsprung beim 8:4 erspielt. „Wir sind ja nicht katastrophal schlecht ins Spiel gestartet, haben leider freie Würfe nicht verwandelt und Glauchau hat alles getroffen“, analysiert Richter. Bis zu diesem Zeitpunkt scheiterten die Vogtländer bereits fünf Mal am starken Glauchauer Torhüter Kylisek und leisteten sich zwei fehlerhafte Kreisanspiele. Doch in der Folge sorgten vor allem einfache technische Fehler der Füchse dazu, dass die Gastgeber ihre Führung bis zum 16:9 nach 26 Minuten ausbauen konnten. Einfache Fehler wie ein Ballverlust bei Zeitspiel und wegen Schritte im Anwurfkreis, wie ein Stürmerfoul, wie ein Torhüter-Wechselfehler in Unterzahl, der dann für eine doppelte Unterzahl sorgte, wie ein Prellfehler. „Dieser Rückstand war spielentscheidend, wir schafften es einfach nicht, in unserem Flow reinzukommen, speziell defensiv können wir da nicht zufrieden sein“, kritisiert der Einheit-Trainer. Doch die Rot-Weißen gaben sich nicht auf, kämpften weiter und konnten so mit der Schlusssirene noch auf 13:17 verkürzen. „Wir haben es dank einer stabilen Abwehr geschafft, die Bälle abzufangen, hatten die Verteidigung auf eine 5:1-Formation umgestellt und konnten so aus den Ballgewinnen durch unser Tempospiel einfache Tore erzielen“, erklärt Jan Richter. 

An diese starke Phase knüpften die Plauener auch nach dem Seitenwechsel an und belohnten ihre Aufholjagd mit dem 18:18-Ausgleich nach gut 37 Minuten. „Wir sind sehr gut in die zweite Halbzeit gestartet, hatten das Momentum voll auf unserer Seite, aber auch da macht uns Kylisek wieder einen Strich durch die Rechnung“, ärgert sich der Übungsleiter über das mit 6:14 verlorene Duell auf der Torhüterposition: „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, die Abschlüsse nicht mehr klar rausgespielt, was wir phasenweise gut gemacht hatten und die Möglichkeiten, die uns Glauchau gegeben hat, leider nicht genutzt“. Denn der Schlussmann hält nicht nur zwei Siebenmeter, sondern verhindert auch, dass die Spitzenstädter selbst in Führung gehen und so die Begegnung drehen können. „Glauchau wackelte, hatten aber mit Kylisek einen Torhüter, der in dieser für sie schwierigen Phase ein wichtiger Rückhalt war“, so Richter. Zwar konnte sich der Vorjahressiebte bis Mitte des zweiten Durchgangs wieder mit vier Toren beim 24:20 absetzen, doch dank einer starken Deckung gelang ein 3:0-Lauf innerhalb von gut vier Minuten, sodass die Vogtländer beim 23:24 den Anschlusstreffer bejubeln konnten. So begann eine absolut packende Schlussphase, in der erst die Füchse zwei Unterzahlsituationen schadlos überstanden, auch weil der zuvor fünf Mal von der Siebenmeterlinie erfolgreiche Christian Döhler bei seinem sechsten Strafwurf nur die Latte traf und Lukas Horky den Abpraller fing. Dann musste bei den Glauchauern erst Döhler sowie knapp eine Minute später ihr erst in der vorletzten Woche reaktivierter Kreisläufer und Defensivspezialist Christian Staude mit einer Zeitstrafe vom Parkett. Diese doppelte Überzahl nutzte Plauens erfolgreichster Werfer Petr Jahn mit seinem neunten Tor aus und erzielte den erneuten 25:26-Anschlusstreffer. Doch der erneute Ausgleich gelang den Spitzenstädtern nicht, da sie in der Überzahl nun ohne ihren verletzten Mittelmann David Zbiral zu aufgeregt agierten, im Gegenzug Glauchaus bester Werfer aus zwölf Metern abschließt und in die Torhüterecke mit seinem ebenfalls neuntem Tor zum 27:25 gut eine Minute vor dem Abpfiff trifft. Im Umkehrschluss nimmt sich dann Kevin Model frei einen Wurf und versucht nun einen tiefen Dreher zu machen, den Kylisek fängt, nachdem der Linksaußen zuvor drei Mal oben über dem Kopf getroffen hatte. Damit war das Westsachsen-Derby entscheiden, Glauchaus Kapitän Sebastian Poppitz traf danach noch vor 352 Zuschauern zum 28:25-Endstand. 

Dieser bedeutet auch, dass nach dem 28:28-Unentschieden in der Hinrunde der HC Glauchau/Meerane den direkten Vergleich mit den Rot-Weißen gewonnen hat, die zudem nach der bitteren Niederlage auf den zehnten Tabellenplatz abrutschen und auf den Konkurrenten um den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga nur noch zwei Punkte Vorsprung haben, auf die Abstiegsränge immerhin noch fünf Zähler. „Das tut natürlich weh, auch wenn jedes verlorene Aufeinandertreffen schwer wiegt, vor allem gegen einen Gegner, bei dem wir gewinnen hätten können“, resümiert Jan Richter: „Das ist uns leider nicht gelungen, das müssen wir uns ankreiden lassen, zumal ein Sieg möglich gewesen wäre, aber dafür fehlte uns auch ein bisschen das Spielglück und jetzt müssen wir nach Weihnachten weiter hart arbeiten“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar - Model (3), Wokan, Janàsek (1), Krüger (3), Gehring (2), Kacin, Jahn (9/2), Zbiral (3), Faith (3), Horky, Sira (1); Trainer Jan Richter, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm

Foto zur Meldung: Einheit verliert Westsachsen-Derby
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Einheit will Sieg im Westsachsen-Derby

(14.12.2023)

Das letzte Spiel des Jahres wollen die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstag ab 17 Uhr beim HC Glauchau/Meerane unbedingt gewinnen. Wieso ein Erfolg der Füchse beim Tabellenelften (9:19 Punkte) der Mitteldeutschen Oberliga gleich doppelt wichtig wäre.

„Es wäre ein wichtiger Sieg, weil wir dadurch einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt hinter uns lassen und unser Punktekonto zum Jahresende ausgeglichen gestalten würden“, weiß Co-Trainer Heiko Schuster um den hohen Stellenwert des Duells: „Im Falle der Punktgleichheit zählt nicht wie in der Bundesliga die Tordifferenz, sondern der direkte Vergleich und deshalb wäre es sehr wichtig, dass wir diesen für uns entscheiden“. Dabei haben die Rot-Weißen nicht so gute Erinnerungen an das Hinspiel in der Einheit-Arena, die zum Saisonauftakt eine schwache Leistung zeigten, keine gute Torhüterleistung und nur ein 28:28-Unentschieden geholt hatten - und nur beim 28:27 in der 59. Minute führten. „Wir sind trotz der roten Karte gegen Vaclav Klimt in der 17. Minute fast die ganze Zeit einem Rückstand hinterhergerannt, weil wir es nicht geschafft hatten, nach einem Ausgleich in Führung zu gehen und als uns das endlich gelungen ist, haben wir mit der letzten Aktion des Westsachsen-Derbys noch nach dem Abpfiff den erneuten Ausgleich per Siebenmeter kassiert“, ärgert sich Schuster noch immer. Denn Klimt ist Glauchaus bester Werfer, hat in 14 Partien bereits 86 Tore erzielt (6,14 im Durchschnitt) und liegt in der Oberliga-Torschützenliste auf Platz vier - allerdings hat der Tscheche bereits zwei Mal die rote Karte kassiert: Zuerst gegen Einheit, als er im Konter Dominik Pecek foulte sowie dann gegen Oberlosa, als ihm schon in der elften Minute die Nerven durchgingen und er Spielmacher Louis Hertel regelrecht abräumte. „Klimt ist ein sehr guter Spieler, auf den sich unsere Abwehr natürlich konzentrieren wird, ohne seine Mitspieler zu vernachlässigen“, kennt Heiko Schuster die beiden Schlüsselspieler: „Kylisek ist ein sehr guter Torhüter und da gilt es, diesmal nicht so oft den Pfosten oder Schlussmann zu treffen, sondern in die gegnerischen Maschen“. Damit spielt der Übungsleiter auf die schlechte Chancenverwertung bei der 32:40-Niederlage in der vergangenen Woche gegen Halle an, als sich die Spitzenstädter schon bis zur Halbzeitpause 14 Fehlwürfe leisteten, die entweder an das Gebälk gingen oder vom überragenden gegnerischen Schlussmann pariert wurden. „Wir sind schon in der Lage, über 30 Tore zu werfen und wenn dann unsere Verteidigung wieder stabil steht, müssen wir eigentlich die beiden Punkte mit ins Vogtland nehmen“, fordert Schuster wieder mehr Entschlossenheit in der Defensive, auch zwischen den Pfosten: „Wir hoffen auf eine Steigerung, nur sechs Paraden wie gegen Halle sind viel zu wenig“. Denn die Füchse wollen über eine sehr gute Torhüterleistung und eine strake Abwehr ins Spiel kommen. „Ohne eine gute Torhüterleistung kann man kein Spiel gewinnen, da kann man auch wie gegen Halle im Angriff sehr viele Tore erzielen“, so der Co-Trainer: „Aber ein Torhüter ist oft auch nur so gut wie seine Verteidigung, das hat Hans in Köthen gezeigt, als wir nur elf Torwürfe zugelassen haben und er davon fünf gehalten hat, was eine überragende Quote ist“. Neben Jan Misar ist auch Josef Pour wieder voll einsatzfähig, nur Tim Hujer wird in der letzten Partie des Jahres nicht zur Verfügung stehen. „Beide Torhüter haben schon sehr gute Spiele abgeliefert“, unterstreicht Heiko Schuster: „Die Torhüter sind angestachelt und wollen zeigen, was sie können, deshalb gehe ich stark davon aus, dass ihre Leistung wieder sehr gut sein wird“. Das müssen sie auch wieder gegen Christian Staude, der bei der 30:31-Niederlage beim HSV Bad Blankenburg seine Rückkehr feierte, nachdem der Kreisläufer eigentlich seine Karriere am Ende der vergangenen Saison beendet hatte. „Wir hatten in fast allen Spielen die Kreisläufer gut im Griff, auch wenn es natürlich schwer wird, weil die Halbdecker Vaclav Klimt zeitig attackieren müssen und sich dann zwangsläufig Lücken ergeben“, macht sich der Übungsleiter aber keine Sorgen: „Da ist unser Mittelblock gefragt“. Denn das größte Problem, was der Vorjahressiebte in dieser Spielzeit hat, ist die teilweise katastrophale Chancenverwertung, wie bei der 21:25-Niederlage gegen den Tabellenzweiten Delitzsch, als sich die Glauchauer 30 Fehlwürfe leisteten. „Diese Fehler müssen wir konsequent ausnutzen und die eigene Fehlerzahl gering halten, was uns gegen Halle ab der 20. Minute nicht mehr gelungen ist“, gibt Schuster die Marschroute vor: „So viele Fehlwürfe wird Glauchau sicherlich nicht gegen uns haben, da schätze ich sie zu stark ein“. Zumal sich die Glauchauer trotz der sechs Niederlagen in Folge in einem Aufwärtstrend befinden, die allerdings mit 412 Gegentore auch die drittschlechteste Defensive haben - nur bei Hermsdorf und Halle lag der Ball noch öfter in den eigenen Maschen. „So schwach ist Glauchau gar nicht in der Verteidigung, sie stellen eine stabile 6:0-Abwehr, die sehr körperbetont agiert“, berichtet der Co-Trainer: „Wir müssen dagegenhalten und unsere Stärken einbringen, also im Eins-gegen-Eins oder mit unserem schnellen Spiel den Durchstoß der Rückraumspieler ermöglichen, denn das wird der Schlüssel zum Sieg werden“. Diesen wollen die Rot-Weißen unbedingt einfahren und damit eine Reaktion auf die schwache Leistung in der Vorwoche zeigen. „Das hat man schon in den Trainingseinheiten unter der Woche gesehen, jeder brennt auf Wiedergutmachung und auch im Spiel gegen Halle hatte sich ja die Mannschaft nicht aufgegeben gehabt, sondern trotz des relativ klaren Rückstandes weiter versucht alles in die Waagschale zu werfen, sodass der Rückstand in Grenzen gehalten werden konnte“, bleibt Heiko Schuster zuversichtlich: „Darauf bauen wir auf, die Spieler wissen, was sie für Fehler gemacht haben, wir als Verantwortliche wissen auch, welche Fehler wir gemacht haben und die gilt es abzustellen“. Aufgrund der Handball-Europameisterschaft geht es nach dem Westsachsen-Derby erst am 20. Januar weiter und dann steigt gleich der Jahreshöhepunkt mit dem Stadtderby beim Spitzenreiter SV 04 Oberlosa. „Wir wollen mit einem Erfolg in die lange Weihnachtspause gehen, um beruhigter auf die Tabelle schauen zu können“, hofft Co-Trainer Heiko Schuster auf zahlreiche Anhänger: „Die Unterstützung der Fans ist insbesondere in schwierigen Phasen besonders wichtig, deshalb wollen wir die kleine, enge Halle in rot-weiß färben, also unterstützt uns und lasst uns zusammen einen Sieg feiern“. Der Bus in die Sporthalle Meerane (Leipziger Straße 7) fährt um 13.45 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 14 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will Sieg im Westsachsen-Derby
Foto: Einheit will Sieg im Westsachsen-Derby

Einheit verliert trotz Führung komplett den Spielfaden

(10.12.2023)

Zum Abschluss der Hinrunde kassierten die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagabend gegen den USV Halle beim 32:40 die bisher höchste Niederlage in der aktuellen Saison. Wieso es den Füchsen nicht gelang, trotz eines 8:5-Vorsprungs Mitte der ersten Halbzeit den Tabellenfünften der Mitteldeutschen Oberliga zu besiegen. 

Als sich nach 15 Minuten der Gäste-Trainer Jan Bernhardt gezwungen sah, seine erste Auszeit für den USV Halle zu nehmen, da herrschte auf den Rängen unter den 305 Zuschauern in der Einheit-Arena noch große Zuversichtlichkeit, dass die Rot-Weißen das Publikum mit einem Erfolg im letzten Heimspiel des Jahres beschenken werden. „Wir konnten an die zweite Halbzeit von Köthen in der Abwehrleistung anknüpfen“, lobt Co-Trainer Heiko Schuster: „Die Defensive stand wie ein Bollwerk und gegen so eine Mannschaft nur fünf Tore in dieser Zeit zuzulassen, ist richtig stark“. Doch bereits in der Anfangsphase offenbarte sich das größte Problem der Spitzenstädter, die ihre Abschlüsse nicht im gegnerischen Gehäuse unterbrachten und sich allein im ersten Durchgang insgesamt 14 Fehlwürfe leisteten. „In der ersten Viertelstunde machten wir ein gutes Spiel, hatten die offensivstarken Gäste im Griff, obwohl wir bereits zu diesem frühen Zeitpunkt viele hochkarätige Chancen liegen gelassen hatten“, berichtet Schuster. Danach kam bei den Vogtländern unerklärlicherweise ein Bruch im Spiel, die im Angriff beste Möglichkeiten kläglich vergaben oder am überragenden USV-Torhüter Oliver Middell scheiterten. „Es lief überhaupt nichts mehr, Halle hatte sich gut eingestellt auf uns und wir waren nicht mehr in der Lage, unser Spiel wie zu Beginn der Partie fortzusetzen“, ärgert sich der Übungsleiter: „Wir haben Halle zum Tempospiel eingeladen und es ist genau das eingetreten, wovor wir gewarnt hatten“. So konnten die Panther aus schnellen Angriffen heraus einfache Tore erzielen, weil die Hausherren unglücklich in der Offensive agierten und sich technische Fehler sowie Fehlwürfe leisteten oder Kreisanspiele abgefangen wurden. „Unsere eigenen Fehler haben Halle stark gemacht und die haben sie eiskalt ausgenutzt“, sagt Heiko Schuster. Dennoch konnten die Füchse bis zum 12:13 nach 25 Minuten mit dem Favoriten auf Augenhöhe agieren, doch in der Schlussphase der ersten Halbzeit brachte ein spielentscheidender 4:0-Lauf der Gäste zur 18:13-Pausenführung bereits die Vorentscheidung. „Wir wollten noch einmal bis zur Pause den Abstand verkürzen, sind deshalb ein höheres Risiko gegangen und das hat Halle ausgenutzt“, erklärt der Co-Trainer: „Auch wenn wir immer mehr ins Hintertreffen kamen, aufgegeben hatte sich niemand und deshalb sind wir auch optimistisch in den zweiten Durchgang gestartet“. 

Nachdem die Saalestädter ihren Vorsprung gleich nach Wiederanpfiff beim 19:13 auf sechs Tore ausbauten, konnten die Rot-Weißen in der Folge auf 16:19 und 17:20 verkürzen. Doch dann schwächten sich die Spitzenstädter selbst, indem sie sich über so manchen Pfiff des Schiedsrichtergespannes zu sehr beschwerten und dafür entweder direkt eine Hinausstellung kassierten oder sich die Zwei-Minuten-Strafe verdoppelte. So konnten die Sachsen-Anhaltiner nicht nur die kleine Aufholjagd stoppen, sondern beim 25:18 in der 38. Minute die Begegnung endgültig entscheiden. Denn die clever agierenden Panther beherrschten mit ihrer Wurfqualität das Aufeinandertreffen, spielten in Überzahl ihre beiden Flügelflitzer frei und netzten ein - allein Rechtsaußen Julius Conrad bejubelte als erfolgreichster Werfer 13 Tore. Dazu kam, dass die Herausnehme des Schlussmannes zu Gunsten eines sechsten Feldspielers in Unterzahl die Gäste effektiv ausnutzten und ins leere Tor trafen. Zwar versuchten die Hausherren mit Umstellungen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive dem Negativlauf entgegenzuwirken, doch alle Versuche bleiben vergebens. „Es lag nicht an Halles Positionsangriff, da hatten wir sie gut im Griff“, so Schuster: „Die Stärke der Hallenser war, dass sie uns auskonterten, mit der zweiten Welle oder schnellen Mitte einfache Treffer erzielten“. In der Verteidigung kam dann auch noch Pech dazu, als Abpraller direkt zurück zum gegnerischen Kreisläufer kamen, der nur noch einnetzen musste. „Die Mannschaft wollte sich nicht abschlachten lasen, hat weiter gekämpft und stemmte sich gegen die drohende Niederlage, aber 40 Gegentore sind viel zu viel“, resümiert Co-Trainer Heiko Schuster: „Klar hatten wir uns etwas ausgerechnet, aber nicht umsonst steht Halle auf dem fünften Tabellenplatz“. 

So hatten auch die Vogtländer ihren Anteil am bisher zweittorreichsten Oberligaspiel der Saison, in dem Halle auch die zweite Halbzeit mit 22:19 für sich entschied - die meisten Treffer fielen übrigens beim 46:34-Heimsieg des SV 04 Oberlosa ebenfalls gegen den USV. Trotz der 32:40-Pleite und der höchsten Niederlage der Hinrunde behauptet Einheit den neunten Tabellenplatz mit nun 13:15 Punkten.

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model (5), Wokan (1), Janàsek (1), Krüger, Gehring (4), Kacin, Jahn (11/1), Zbiral (6), Faith, Horky (1), Pecek, Sira (3); Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

 

USV Halle: Kosak (2), Sascha Berends (2), Nicolas Berends (3), Middell (1), Weber, Kryszon (11), Hanner (3), Sogalla (1), Brodowski (2), Wellner (2), Conrad (13/4), Schepputt; Trainer Jan Bernhardt, Co-Trainer Robert Wagner und Jonas Hellmann, Mannschaftsverantwortlicher Paul Grellmann

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 1 für USV Halle

Zeitstrafen: 8 für HC Einheit Plauen, 5 für USV Halle

Siebenmeter: 3 für HC Einheit Plauen, 4 für USV Halle

Zuschauer: 305

Foto zur Meldung: Einheit verliert trotz Führung komplett den Spielfaden
Foto: Einheit verliert trotz Führung komplett den Spielfaden

Einheit will Fans mit Heimsieg beschenken

(07.12.2023)

Im letzten Spiel des Jahres vor heimischem Publikum am Samstagnachmittag ab 17 Uhr wollen die Handballer des HC Einheit Plauen mit ihren treuen Anhängern den doppelten Punktgewinn gegen den USV Halle bejubeln. Wie die Füchse gegen den ambitionierten Tabellenfünften der Mitteldeutschen Oberliga gewinnen wollen.

Es ist die letzte Partie der Hinrunde und es ist gleichzeitig das letzte Aufeinandertreffen in diesem Jahr in der Einheit-Arena - „Klar wollen wir das gewinnen“, sagt ein optimistischer Co-Trainer Heiko Schuster: „Und nach der Leistung erst recht“. Damit spielt Schuster auf den überraschenden 29:25-Erfolg am vergangenen Samstag bei der HG 85 Köthen an. „Wir müssen wieder unsere Stärken aufs Parkett bringen, wie uns das in der letzten Begegnung in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll gelungen ist“, fordert der Übungsleiter: „Wir brauchen wieder eine starke Deckung und ihm Angriff müssen wir noch effektiver sein“. Denn der USV Halle hat mit 410 Toren die zweitbeste Offensive und erzielt 31,5 Treffer pro Partie im Durchschnitt. „Wir hatten bisher zum Glück noch kein Spiel, in dem wir eine schwache Abwehr hatten“, hält Heiko Schuster dagegen: „Die Defensive ist unser Prunkstück und das hat sich gegen Köthen mehr als bewahrheitet“. Es spricht für die rot-weiße Verteidigung, die gegen die formstarken Bachstädter nur sechs Treffer im zweiten Durchgang zuließ und so einen 15:20-Rückstand noch in den 29:25-Auswärtssieg drehte. „Es gilt, Halles schnelles Spiel von Beginn an zu unterbinden und das gelingt uns, indem wir selbst erfolgreich unsere Angriffe abschließen oder ihre Konter sowie ihre zweite Welle durch ein gutes Rückzugsverhalten stoppen“, fordert der Co-Trainer: „Da haben wir uns auch schon etwas einfallen lassen, was wir da taktisch machen“. Dass die Saalestädter ein besonders starkes Temposiel haben, belegt auch die Statistik, denn ihr bester Werfer ist Rechtsaußen Julius Conrad, der mit 104 Toren in 13 Begegnungen und durchschnittlichen acht Treffern pro Partie auf dem zweiten Platz der Torschützenliste steht - und mit 51 Siebenmetern sogar ligaweit die meisten Strafwürfe verwandelt hat (88 Prozent, drittbeste Quote). Nachdem die Panther im Sommer die Abgänge von Jonas Hellmann und Max Gruszka im Rückraum zu verkraften hatten, wurde dafür unter anderem Tom Hanner verpflichtet, der auf Halbrechts auf Torejagd geht. Der ehemalige Zweiliga-Spieler war zuletzt für Drittligaaufsteiger HC Burgenland aktiv und ist laut seines Trainers Jan Bernhardt „eine enorme Verstärkung“, was er als zweitbester Werfer mit 70 Treffern in 13 Aufeinandertreffen (5,38 pro Partie, Platz 8) eindrucksvoll belegt. Der Hallenser Trainer hat Ines Seidler nach fünf Jahren an der Seitenlinie abgelöst, die die Händelstädter unter anderem zur Meisterschaft geführt hatte. Bernhardt, zuvor Co-Trainer, berichtet, dass es einen „flüssigen Übergang“ gegeben und Seidler ihm sowie seinen Co-Trainern Robert Wagner und Jonas Hellmann „sehr viel mitgegeben“ habe. Unter Bernhardts Regie hat sich die Spielwiese leicht verändert: So soll die Abwehr „ein bisschen aggressiver auftreten“, was aber mit schon 391 Gegentoren (zweitschlechteste Defensive) noch nicht so richtig gelang und im Angriff soll sehr schnell gespielt werden, um möglichst viele einfache Tore zu werfen. In der Offensive haben die Sachsen-Anhaltiner mit Nicolas Berends wahrscheinlich den besten Mittelmann der Liga in ihren Reihen, der sehr gute Entscheidungen trifft, seine Mitspieler klasse in Szene setzt und selbst noch äußerst torgefährlich ist - und mit 64 Toren in 13 Begegnungen (4,92 pro Partie, Platz 11) ihr drittbester Werfer ist. „Das ist Halles Schlüsselspieler und ihn gilt es zu stoppen“, weiß Schuster: „Doch wir dürfen uns nicht nur auf ihn konzentrieren“. Denn mit Tom Kryszon haben die Saalestädter einen weiteren treffsicheren Akteur, der den wurfstarken Rückraum komplettiert und in zehn Aufeinandertreffen bereits 53 Tore (5,3 pro Partie, Platz 26) auf Halblinks erzielen konnte. „Halle hat sehr gute Angriffsspieler“, so der Übungsleiter: „Aber wir haben selten über 30 Gegentore zugelassen“. Diese Marke wurde nämlich erst drei Mal geknackt: Bei der 26:31-Niederlage gegen den Tabellenzweiten NHV Concordia Delitzsch, beim 34:33-Auswärtssieg beim HC Elbflorenz II und bei der 24:30-Pleite beim Dritten HSV Bad Blankenburg. „Es ist wieder ein starker Gegner aus dem oberen Tabellendrittel, aber gegen diese Truppen haben wir bisher immer gut gespielt, nur uns leider dafür nicht belohnt“, sagt Schuster. Doch das gelang zumindest in der Vorwoche endlich in Köthen. „Es war eine Befreiung, als die Mannschaft gesehen hat, dass wir nach dem schwachen Start dann aber den Erfolg erzielen konnten, als die Vorgaben umgesetzt wurden“, erinnert sich der Co-Trainer: „Wenn wir diesmal von Beginn an hellwach sind und das Spiel offen halten, wieso sollte da nicht auch mal ein Sieg drin sein“? Dass die Spitzenstädter sich durchaus Chancen ausrechnen, liegt zum einen daran, dass die Panther erst zwei Erfolge auf fremdem Parkett einfahren konnten, nämlich beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz (29:28) und bei der HSG Freiberg (36:33) sowie zum anderen, dass sich die Sachsen-Anhaltiner in der letzten Woche gegen den HSV Apolda mit 31:33 geschlagen geben mussten. „Halle wird durch diese Niederlage angestachelt sein und es wieder gut machen wollen“, mutmaßt Heiko Schuster: „Halle wird uns nicht unterschätzen und noch konzentrierter agieren“. Dennoch brauchen sich die Vogtländer nicht verstecken, die unter der Woche noch einmal das Überzahlspiel explizit trainiert haben und nur auf den weiterhin verletzten Petr Linhart verzichten müssen. „Unsere Stärke ist, dass wir von allen Positionen Torgefahr ausstrahlen und sich so der Gegner nicht auf einzelne Spieler konzentrieren kann“, gibt sich Schuster selbstbewusst: „Als Heimmannschaft in der derzeitigen Situation mit unseren tollen und lautstarken Fans im Rücken wollen wir gewinnen“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will Fans mit Heimsieg beschenken
Foto: Einheit will Fans mit Heimsieg beschenken

Einheit feiert sensationellen Sieg

(03.12.2023)

Noch nie konnten die Oberliga-Handballer des HC Einheit Plauen bei der HG 85 Köthen gewinnen. Doch am Samstagabend beschenkten die Füchse ihrem Co-Trainer Heiko Schuster mit dem 29:25-Erfolg zwei Punkte zum Geburtstag. Wie dieser historische Triumph trotz eines zwischenzeitlichen 15:20-Rückstandes gelungen ist.

Scherben sollen ja bekanntlich Glück bringen: Als die Rot-Weißen nach ihrer Ankunft in Köthen die Heckklappe öffneten, fielen ihnen die beiden Bierkästen aus dem Kofferraum heraus und einige Flaschen auf den Boden - und gingen beim Aufprall kaputt. „Es ist das erste Mal, dass wir in Köthen gepunktet haben und dann gleich doppelt“, freut sich Co-Trainer Heiko Schuster: „Die Mannschaft hat gemerkt, dass sich gute Leistung auszahlt und dafür haben wir uns endlich mal belohnt“. Dabei drohte nach dem 0:4 nach gerade einmal gut drei Minuten die nächste Niederlage bei den formstarken Bachstädtern, zumal die Bilanz der Spitzenstädter gegen die Sachsen-Anhaltiner schlechter kaum sein könnte: In elf Partien gelang lediglich ein Heimsieg. „Die Abwehr war noch nicht präsent und im Angriff haben wir drei freie Würfe liegen gelassen“, ärgert sich Schuster, der den verletzten Jan Richter an der Seitenlinie vertrat. Diesem Rückstand liefen die Vogtländer bis zur Halbzeit beim Stand von 15:19 hinterher. Doch nach der Pause kamen die Plauener wie einmal komplett ausgewechselt aus der Kabine, zwar erzielte Köthen noch das 20:15, aber in der Folge legten die Füchse eine Aufholjagd aufs Parkett, die ihres Gleichen sucht und keine einzige Schwächephase hatte. Denn von der 32. Minute bis zur 53. Minute ließen die Rot-Weißen in 21 Zeigerumdrehungen nur einen einzigen Treffer zu und glichen nicht nur nach gut 40 Minuten zum 21:21 aus, sondern führten auch zu Beginn der Schlussphase mit 26:21. „Wir haben dann endlich so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten und es stand nun eine Verteidigung auf dem Parkett, nicht mehr nur sechs Spieler“, so der Co-Trainer: „Wir haben eine extrem starke Defensive gestellt, Lukas Horky hat überragend in der Deckung agiert und haben dann auch die Tore im Angriff gemacht“. Die Abwehr der Spitzenstädter hat nun zugegriffen, ist auf die Werfer herausgegangen und in der Offensive haben sie die Chancen effektiv im Gegensatz zum ersten Durchgang verwandelt. „Wir haben mit einer offensiven 5:1-Deckung gespielt, wenn die beiden wurfstarken Frank Grohmann sowie Lukas Krug im Rückraum zusammen zum Einsatz kamen und wenn nur Grohmann oder Krug gespielt hat, dann sind wir zurück in eine 6:0-Formation“, erklärt Heiko Schuster: „Auch war dann die Abstimmung im Mittelblock viel, viel besser, weil einer konsequent den Kreisläufer gedeckt und der andere den Rückraumspieler gar nicht zum Wurf kommen lassen hat, sondern bereits bei Ballannahme festgemacht oder gestört hatte“. So konnte der viertbeste Oberligawerfer Krug zwar sechs Mal einnetzen, allerdings nur wie sein Pendant Grohmann auf der rechten Seite vor dem Seitenwechsel, der sogar nur zwei Mal aus dem Spiel heraus in die Maschen traf. „In der Offensive hat die Mannschaft nun den Angriff-Abwehr-Wechsel und die Halbdecker angegriffen“, gibt der Co-Trainer taktische Einblicke: „Wir haben es mit der schnellen Mitte oder der zweiten Welle geschafft, genau das Spiel auf die wechselnde Position zu verlagern, um dort eine Überzahlsituation zu schaffen und diese haben wir auch konsequent ausgenutzt“. Aber auch Zwei-Minuten-Strafen konnten die Vogtländer immer wieder mit ihrem schnellem Spiel herausholen, wenn die Füchse in die Lücke stießen und sich die Sachsen-Anhaltiner nur noch mit einem Foul zu helfen wussten - so waren die Hausherren in dieser Phase zehn Minuten in Unterzahl. „Jeder hat seine Tore gemacht und das war auch unsere Stärke, weil sich Köthen nicht auf einzelne Spieler konzentrieren konnte, da wir von jeder Position Torgefahr ausstrahlten“, sagt Schuster. Auch ließen sich die Rot-Weißen nicht vom einzigen Siebenmeter-Fehlwurf beim Stand von 20:21 verunsichern, ergänzt der Co-Trainer: „Dass die Begegnung in diesem Moment kippen könnte, darüber habe ich mir gar keine Sorgen gemacht, weil wir in so einem Flow waren, dass es egal war, ob wir das Strafwurftor machen oder dann halt einen Angriff später“. So war es dann auch, denn der Linksaußen selbst traf zum 21:21-Ausgleich und nach einer Parade des Kopfleger-Strafwurfes von Grohmann gegen Torhüter Jan Misar erzielte Jan Faith ebenfalls per Siebenmeter die erstmalige 22:21-Führung. „Fathi hat in den wichtigen Situationen Ruhe ins Spiel gebracht, mit Übersicht agiert und seine ganze Erfahrung ausgespielt“, lobt Heiko Schuster den Rechtsaußen. Die Bachstädter versuchten in der Folge alles, wechselten sowie stellten viel um, sind aber immer wieder an der immens starken Defensive verzweifelt und konnten so in der Offensive kaum noch Torgefahr entwickeln - trotz zweier kurz nacheinander genommenen Auszeiten. „Wir haben Köthen ständig vor neuen Herausforderungen gestellt, die sie nicht lösen konnten“, berichtet der Co-Trainer. Erst in der Schlussphase konnten dann die Bachstädter zwei Überzahlsituationen für sich nutzen und kamen noch drei Mal auf drei Tore heran, doch die Begegnung zu ihren Gunsten konnten sie nicht mehr kippen. „Das haben wir souverän heruntergespielt, endlich clever agiert und die Angriffe so lange ausgespielt, bis sich die gute Abschlussmöglichkeit ergab, die effektiv genutzt wurde“, so ein stolzer Schuster: „In der zweiten Halbzeit haben wir insgesamt nur fünf Tore über die beiden Außen sowie einen einzigen Treffer aus dem Rückraum zugelassen und die meisten Würfe sind schon in der Verteidigung um den souveränen Abwehrchef Horky geblockt oder rausgegangen worden“. Scherben scheinen doch Glück zu bringen… (flow)

 

HC Einheit Plauen: Misar, Hujer - Model (2), Wokan (3), Janàsek (4), Krüger (5), Gehring (1), Kacin (4/1), Jahn (2), Zbiral (3), Faith (2), Horky, Pecek, Sira (3); Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm

 

HG 85 Köthen: Krug (6), Groll (2), Hensen (1), Kanzler, Grohmann (4/2), Serfas, Tarek Jaidi (3), Just (4), Milkow (2), Yasin Noah Jaidi, Kuhl (3), Rosenkranz, Konsel; Trainer Martin Lux, Co-Trainer Matthias Lache, Mannschaftsverantwortlicher Rene Nowak, Physio Tim Gmirek

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für HG 85 Köthen

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 6 für HG 85 Köthen

Siebenmeter: 4 für HC Einheit Plauen, 3 für HG 85 Köthen

Foto zur Meldung: Einheit feiert sensationellen Sieg
Foto: Einheit feiert sensationellen Sieg

Einheit will sich für gute Leistung endlich belohnen

(30.11.2023)

Bei der formstarken HG 85 Köthen wollen die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagabend unbedingt punkten. Dabei kommt es ab 19 Uhr zum Duell der beiden Tabellennachbarn in der Mitteldeutschen Oberliga.

„Es wird ein schweres Auswärtsspiel, Köthen ist eine heimstarke Truppe, aber wir rechnen uns dennoch gute Chancen aus“, ist Co-Trainer Heiko Schuster zuversichtlich: „Die Mannschaft brennt, nach drei Niederlagen mit nur einem Tor hoffen wir, dass wir nun endlich mal das Glück auf unserer Seite haben“. Denn die Fortuna war den Füchsen im November nicht hold, nachdem sich die Rot-Weißen in Pirna sowie Aschersleben jeweils mit 26:27 und am vergangenen Samstag gegen Staßfurt mit 24:25 geschlagen geben mussten. „Es ist auch kein Negativeffekt eingetreten, sondern die Partien haben gezeigt, dass wir sehr gut Handball spielen können“, sagt Schuster, der für den verletzten Jan Richter unter der Woche das Training geleitet hat: „Wir haben Köthen gut analysiert, kennen ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen und wollen diese für uns nutzen“. Größte Stärke der Bachstädter sind vor allem ihre wurfgewaltigen Halbspieler, die mehr als ein Drittel aller Treffer erzielt haben: Im linken Rückraum geht ihr bester Werfer Lukas Krug auf Torejagd, der in zwölf Begegnungen schon 76 Mal (6,33 im Durchschnitt pro Aufeinandertreffen) eingenetzt hat und damit auf dem vierten Platz der Torschützenliste steht sowie im rechten Rückraum Frank Grohmann, der trotz verletzungsbedingter Pause schon 53 Tore (davon acht Siebenmeter) in acht Spielen (6,63 pro Partie) bejubeln konnte. „Wir brauchen wieder einen starken, aggressiven Abwehrverbund, in dem einer den anderen hilft und dann wird auch Köthen gegen uns Probleme haben“, fordert der Co-Trainer: „Wir müssen Köthen vor verschiedene Aufgaben stellen“. Denn mit 347 Treffern haben die Sachsen-Anhaltiner den fünftbesten Angriff, in dem die Mittelmänner Jakob Hensen und Tom Groll diese beiden Torgaranten sowie die durchsetzungsstarken Kreisläufer zum richtigen Zeitpunkt mit genauen Pässen bedienen. Wenn es den Köthenern gelang, häufiger als 30 Mal einzunetzen, dann haben sie bis auf beim 31:31-Unentschieden beim SV Hermsdorf immer gewonnen. Lediglich bei einem ihrer bisherigen fünf Siege blieben die Bachstädter unter dieser Marke: Beim überraschenden 29:22-Erfolg bei der heimstarken SG Pirna/Heidenau - es ist übrigens die einzige Niederlage der Sachsen auf heimischem Parkett. Bei den Sachsen-Anhaltinern überzeugt in der Offensive neben den Rückraumspielern auch das starke Kreisläuferspiel mit Tarek Jaidi sowie Sebastian Donath „und da kommt es auf eine gute Abstimmung im Mittelblock an“, so Heiko Schuster: „Im Positionsangriff hat sich bisher jeder Gegner schwer getan“. Schwer wird es auch für die Plauener, denn die Köthener befinden sich seit der Trennung vom ehemaligen Einheit-Kreisläufer Martin Danowski, der Rückkehr genesener Akteure und der nachträglichen Verpflichtungen zweier erfahrener Ex-Profis im Aufwärtstrend. So wurde Ende Oktober der 31-jährige Spielmacher Matej Konsel reaktiviert sowie der 37-jährige Kreisläufer Oliver Wendlandt unter Vertrag genommen, der mit seinen 2,05 Metern Größe der Abwehr mehr Stabilität verleiht und der Offensive weitere Alternativen bietet. „Es wird die Tagesform entscheiden, es zählen nicht die letzten Begegnungen, sondern der Spieltag“, ist der Übungsleiter selbstbewusst: „Wir brauchen uns nicht verstecken und haben gute Chancen, zu punkten“. Obwohl nur fünf Riegen mehr als die 342 Gegentore der Bachstädter kassiert haben, befindet sich Torhüter Christian Kanzler nicht nur in starker Verfassung, sondern der HG-Kapitän zeichnet sich auch immer wieder mit Paraden von der Siebenmeterlinie aus - und bei den Strafwürfen haben die Spitzenstädter mit lediglich knapp 62 Prozent die schlechteste Quote der Liga. „Köthens Schwächen sind ihr Abwehr-Angriff-Wechsel und dass sie in der Verteidigung nicht ganz so flink auf den Beinen sind“, hat Schuster analysiert: „Wir müssen ein hohes Tempo in der zweiten Welle und im Positionsangriff spielen“. Allerdings ist das den Vogtländern im bisherigen Saisonverlauf noch nicht so gut wie in der letzten Spielzeit gelungen. „Da müssen wir mehr Schnelligkeit reinbringen und weniger das Tempo verschleppen, sonst können wir die Defensive nicht in Bewegung bringen sowie uns die nötigen Lücken zum Abschluss erspielen, die wir dann wieder konsequent nutzen müssen“, weiß Heiko Schuster: „Wenn wir die einfachen Fehler abstellen, dann kommt der Gegner auch nicht zu einfachen Toren und dann können wir uns auch mit einer guten Leistung belohnen“. 

Trotz der erneut weiten und schweren Auswärtsfahrt zählen die Füchse wieder auf ihre treuen Anhänger - das Aufeinandertreffen beginnt am Samstagabend, um 19 Uhr, in der Heinz-Fricke-Sporthalle in Köthen (An der Rüsternbreite) und der Bus fährt um 13.45 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 14 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will sich für gute Leistung endlich belohnen
Foto: Einheit will sich für gute Leistung endlich belohnen

Einheit belohnt sich nicht für starke Leistung

(26.11.2023)

Erneut mussten sich die Handballer des HC Einheit Plauen denkbar knapp mit 24:25 in der Mitteldeutschen Oberliga geschlagen geben. Wieso es am Samstagabend gegen den Tabellendritten HV Rot-Weiß Staßfurt nicht zum Überraschungserfolg gereicht hat.

Nachdem ein Pfostentreffer beim Stand von 26:27 in Pirna bereits einen verdienten Punktgewinn für die Füchse verhindert hatte, unterlagen die Rot-Weißen am vergangenen Wochenende in Aschersleben noch in letzter Sekunde erneut mit 26:27 und auch am Samstagabend gelang es den Hausherren vor 325 Zuschauern nicht, mit ihrer letzten Aktion noch die 24:25-Niederlage abzuwenden. Nach einem ersten Abtasten bis zum 3:3 nach sieben Minuten dominierten die Spitzenstädter das Geschehen dank einer starken spielerischen Leistung und führten bereits nach elf Zeigerumdrehungen mit 6:3 gegen den Überraschungsdritten. Die Vogtländer zwangen die Gäste mit einer überragenden Abwehr zu zahlreichen Abschlüssen, die der glänzend aufgelegte Torhüter Josef Pour souverän hielt und so allein im ersten Durchgang acht Paraden bejubeln konnte. Bis zur 20. Minute konnten die Füchse dann mit ihrem dynamischen Angriffsspiel den Vorsprung sogar noch bis zum 11:6 ausbauen. „Wir haben uns reingehauen, gearbeitet und gerackert“, lobt Einheit-Trainer Jan Richter: „Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und hat das sehr, sehr gut gemacht“. Doch danach konnten die Sachsen-Anhaltiner mit einem 3:0-Lauf auf 9:11 verkürzen und in der Folge gelang es den Rot-Weißen nicht mehr, die Führung wieder auszubauen, sodass es mit einem 12:10 in die Halbzeitpause ging. Das lag vor allem daran, dass die Hausherren bereits drei Siebenmeter nicht in den gegnerischen Maschen unterbrachten (der erste Strafwurf von Adam Janàsek knallte an den Pfosten, die beiden folgenden von Florian Wokan und Petr Jahn wurden von Sebastian Schliwa gehalten), sich mit zunehmender Spieldauer die Fehlwürfe und technischen Fehler häuften sowie in Überzahl erst Stürmerfoul und dann ein Treffer von Schlussmann Pour ins leere Tor zurückgepfiffen wurde. „Wir hätten deutlich höher führen müssen“, ärgert sich der Übungsleiter: „Hintenraus mussten wir leider dafür büßen“.

Nach dem Seitenwechsel verkürzten zwar die Staßfurter immer wieder und erzielten den Anschlusstreffer wie beim 11:12 oder 16:17, doch den Plauenern gelang es ebenfalls, sich immer wieder auf bis zu drei Tore wie beim 14:11 abzusetzen. Doch Mitte des zweiten Durchgangs schwanden dann sichtbar die Kräfte der Spitzenstädter, die auf die beiden Rechtshänder Petr Linhart (Mittelhandbruch) sowie Jan Faith (berufsbedingt) verzichten mussten und konnten so den immer größer werdenden Druck der Gäste nicht mehr standhalten. „Wir haben dann den wenigen Wechselmöglichkeiten Tribut gezollt und gerieten in deutlichen Rückstand“, so Richter: „Wir hatten den starken Rückraum überwiegend ganz gut im Griff gehabt, dennoch hat er zu viele Tore erzielt“. Vor allem Mittelmann Steffen Cieszynski und der Halbrechte Malvin Haeske sowie Kreisläufer Robin Danneberg sorgten nicht nur für den seit 35 Minuten erstmaligen Ausgleich beim 17:17, sondern auch für die 24:20-Führung nach 54 Zeigerumdrehungen. Doch die Vogtländer gaben sich noch nicht geschlagen, kämpften in der Defensive um jeden Ball und Pour vernagelte mit weiteren neun Paraden in der zweiten Halbzeit weiterhin seinen Kasten. „In dieser Phase glaubte keiner mehr an uns, doch wir kamen mit Moral zurück“, sagte ein stolzer Einheit-Trainer: „Wie wir nach diesem Vier-Tore-Rückstand wieder auf das Unentschieden rankamen, zeigt die Mentalität der Mannschaft“. Dieses 24:24 war der Auftakt einer hektischen, packenden und erneut dramatischen Schlussphase, in der vor allem das Schiedsrichterduo lautstarke Kritik von den Rängen einstecken musste. So wurde aus Sicht der Einheit-Fans Lukas Horky zu hart für ein Foul bestraft und kassierte die rote Karte, weshalb die erfolgreiche 5:1-Formation in der Verteidigung aufgegeben werden musste, was Cieszynski mit seinem fünften Treffer zum 25:24 für sich gleich zu nutzen wusste. Nun blieben den Füchsen noch 26 Sekunden, um den erneuten Ausgleich zu erzielen, doch Jahn bekommt trotz eines deutlichen Kontakts beim Abschluss seines Wurfes übers Tor keinen Siebenmeter mehr zugesprochen und so ertönt beim Stand von 24:25 die Schlusssirene. „Wir haben eine richtig gute Leistung gebracht und dann ist es umso enttäuschender, dass wir uns dafür wieder nicht belohnen konnten“, bedauert Jan Richter: „Ich bin mit der Leistung der Mannschaft wieder einmal sehr zufrieden, aber wieder einmal haben wir das Spiel leider nicht gewonnen und das nagt sehr an uns“. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass in dieser Saison für die Rot-Weißen Kleinigkeiten eine große Rolle spielen und über Sieg, Unentschieden oder Niederlage entscheiden. „Nur 25 Gegentreffer gegen ein Spitzenmannschaft wie Staßfurt zu bekommen, ist in Ordnung, aber nur 24 Tore zu werfen, ist eben zu wenig“, resümiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Leider haben wir ein Tor zu wenig verhindert und eins zu wenig geworfen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model, Wokan (2), Janàsek (3), Krüger, Gehring (1), Kacin (7/2), Jahn (5/1), Zbiral (4/1), Horky (2), Pecek, Sira; Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

 

HV Rot-Weiß Staßfurt: Herda (1), Cieszynski (5/1), Kluge (1), Nowak, Schliwa, Steinbrink, Hoffmann, Haeske (6), Winter (3), Lück (4), Vehse (1), Kleineidam, Danneberg (3), Werner (1); Trainer Sebastian Retting, Co-Trainer Sebastian Scholz, Mannschaftsverantwortlicher Reinhold Jahns, Physio Ina Roloff

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für HSG Freiberg

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 4 für HSG Freiberg

Siebenmeter: 8 für HC Einheit Plauen, 3 für HSG Freiberg

Disqualifikation: 1 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht)

Zuschauer: 325

Foto zur Meldung: Einheit belohnt sich nicht für starke Leistung
Foto: Einheit belohnt sich nicht für starke Leistung

Einheit empfängt Überraschungsmannschaft

(23.11.2023)

Erneut müssen die Handballer des HC Einheit Plauen gegen eine Spitzenmannschaft ran: Mit dem HV Rot-Weiss Staßfurt gastiert am Samstagnachmittag ab 17 Uhr in der Einheit-Arena der Tabellendritte der Mitteldeutschen Oberliga. Wieso ein Punktgewinn besonders wichtig für die Stimmung wäre.

„Zu Hause haben wir gegen die beiden Spitzenmannschaften NHV Concordia Delitzsch sowie SV 04 Oberlosa ein sehr gutes Spiel aufs Parkett gelegt und beide Duelle leider unglücklich knapp verloren“, lässt sich Einheit-Trainer Jan Richter eine recht ambitionierte Zielstellung entlocken: „Dementsprechend wird es Zeit, dass wir auch endlich mal eine Überraschung landen“. Doch bisher überraschen eher die Sachsen-Anhaltiner, die nach sieben Siegen mit 17:5 Punkten auf Platz drei stehen und sich wie die zwei punktgleichen Tabellenführer erst einmal geschlagen geben mussten - nämlich bei den Nordsachsen, die die Salzländer mit einem unbändigen Kampfeswillen speziell in der Abwehr sowie mit Teamgalligkeit zu 15 technischen Fehlern zwangen und sie so deutlich mit 30:22 besiegten. Dazu kommen bisher noch drei Unentschieden: Erst bei der auf dem sechsten Rang liegenden SG Pirna/Heidenau (24:24), als die Bodestädter nach 16 Minuten sogar schon eine 8:3-Führung bejubelt hatten, dann gegen den Meisterschaftsfavoriten SV 04 Oberlosa, als Steffen Cieszynski mit einem Sensationstreffer von der Grundlinie für den 32:32-Endstand sorgte und am vergangenen Wochenende gegen den fünftplatzierten USV Halle, als sich die Staßfurter im Derby nach einem Sechs-Tore-Rückstand in der 25. Minute noch zum 30:30 zurückgekämpft haben. „Gegen vermeintlich schwächere Aufgebote schafften wir es trotz der Erfolge öfter nicht, unser volles Leistungspotenzial abzurufen und gegen die Top-Teams sind wir dazu bisher immer fähig gewesen“, ist Richter zuversichtlich: „Wir werden alles versuchen, zu punkten und im besten Fall sogar doppelt“. Doch auch wenn die Gäste mit 315 Toren nur den sechstbesten Angriff haben und im Durchschnitt 28,64 Treffer pro Partie erzielen, überzeugt vor allem immer wieder ihr starker Rückraum. Neben Staßfurts bestem Werfer Cieszynski, der bereits 68 Mal in elf Begegnungen einnetzte (6,18 Tore pro Aufeinandertreffen, davon 26 Siebenmeter) und in der Torschützenliste auf Platz 6 liegt, zeigt sich auch Malvin Haeske mit 52 Treffern in elf Spielen (4,73 Tore pro Partie) offensivstark. Haeske lief zuletzt für den Zweitbundesligisten Dessau-Roßlauer HV im rechten Rückraum auf und verhalf zum Saisonende der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg zum Klassenerhalt in der dritten Liga. Zudem kamen Robin Danneberg und Marius Herda vom Drittligisten SV Anhalt Bernburg sowie wurde Rechtsaußen Oscar Winter vom Ligakonkurrenten HG 85 Köthen verpflichtet. Schon länger für die Salzländer geht der ehemalige Magdeburger Justus Kluge im brandgefährlichen Rückraum auf Torejagd, der auch mit zur fulminanten Rückrunde in der vergangenen Saison beitrug - und so kommen die starken Leistungen der Bodestädter nicht unerwartet. „Staßfurt hat aus meiner Sicht den besten linken Rückraumspieler, sie lassen den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen und überzeugt mit hohem Tempo“, weiß der Übungsleiter: „Wir müssen immer aktiv sein, um sie im Griff zu haben“. Im Griff haben die Sachsen-Anhaltiner um ihrem Abwehrchef Nils Haehnel vor allem die gegnerischen Angriffsbemühungen, die mit nur 281 Gegentoren die drittbeste Defensive haben und im Durchschnitt nur 25,55 Treffer pro Begegnung hinnehmen müssen. „Wir hatten bisher in keinem Spiel große Probleme gehabt, uns Abschlussmöglichkeiten herauszuspielen, dementsprechend müssen wir wieder von allen Positionen torgefährlich sein“, zeigt sich Jan Richter selbstbewusst: „Ganz wichtig wird sein, dass wir immer eine Risiko-Nutzen-Abwägung machen, also nicht zu hohes Risiko gehen, um den leichten Torerfolg anzustreben, weil Staßfurt mit seinem Konterspiel äußerst gefährlich ist“. Zudem verteidigen die Salzländer besonders fair, da sie die einzige Auswahl sind, die noch keine rote Karte bekommen hat. „Es wird auf eine clevere Spielwiese ankommen, wir wollen einen strukturierten Offensivhandball und einen schnellen Ball spielen“, sagt Richter: „Wir haben weiter an unserer Passgeschwindigkeit gearbeitet“. Wenn all diese Faktoren stimmen, die hoffentlich zahlreichen und lautstarken Füchse-Fans die Spitzenstädter zumindest zu einem Punktgewinn angefeuert haben, dann kann auch der Einheit-Trainer die danach stattfindende Weihnachtsfeier genießen. „Das Thema Weihnachtsfeier ist für uns noch ganz weit weg, denn erst einmal müssen wir die Punkte einfahren“, so Jan Richter und schmunzelt: „Mit einem Erfolg feiert es sich immer ausgelassener“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit empfängt Überraschungsmannschaft
Foto: Einheit empfängt Überraschungsmannschaft

Einheit verliert in letzter Sekunde

(19.11.2023)

Bitterer hätte die Partie für die Handballer des HC Einheit Plauen beim HC Aschersleben nicht enden können: Die Füchse mussten sich am Samstagabend bei den Alligatoren denkbar knapp mit 26:27 geschlagen geben - und rangieren nun mit 11:11 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der Mitteldeutschen Oberliga.

„Es war ein Spiel Sven Mevissen und Andreas Rojewski gegen uns“, fasst Einheit-Trainer Jan Richter die Partie passend zusammen: „Dieses Duell haben leider der Torhüter und ehemalige Nationalspieler am Ende gewonnen“. Dabei starteten die Rot-Weißen stark in die Begegnung, führten bereits nach gut neun Minuten mit 5:2 und konnten diesen Vorsprung bis Mitte der ersten Halbzeit sogar auf 9:5 noch ausbauen - auch dank einer Doppelparade mit gehaltenem Siebenmeter und anschließendem Nachwurf von Torhüter Jan Misar. „Wir haben eine sehr gute Abwehr gestellt, viele Bälle abgefangen und die daraus resultierenden Ballgewinne in Form von Kontern sowie zweiter Welle effektiv in eigene Tore umgewandelt“, lobt Richter: „Wir haben im Angriff Lösungen gefunden, uns freie Würfe erspielt und diese konsequent eingenetzt“. Dass sich die Spitzenstädter diese Vier-Tore-Führung erspielen konnten, lag auch daran, dass Aschersleben vor allem in der Offensive nicht gut ins Aufeinandertreffen kam. Doch dann verwarfen die Vogtländer immer wieder freie Würfe und kassierten im Gegenzug viele Konter. „Wir mussten uns jeden Abschluss hart erarbeiten“, kritisiert der Übungsleiter: „Am Anfang haben wir noch normal, dann aber katastrophal schlecht geworfen und dann machte sich eine gewisse Unruhe breit“. Im Gegensatz zu den Hausherren, die auch aus kleinen Winkeln von Außen sicher einnetzten. Dazu kam, dass Einheit zwar die Sachsen-Anhaltiner immer wieder ins Zeitspiel zwang, doch spätestens mit dem letzten Pass traf entweder Rojewski oder HCA-Kapitän Alexander Weber - und das in insgesamt acht von zehn Situationen. „Dennoch waren wir in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, sind leider nur zu oft am gegnerischen Torhüter gescheitert, was zwölf Fehlwürfe und eine Trefferquote von nur 50 Prozent belegen“, ärgert sich Jan Richter über den 12:14-Pausenrückstand: „Wir müssen den ersten Durchgang gewinnen und wenn unsere Torhüter noch eine normale Quote von 75 Prozent parierter Bälle gehabt hätten, dann würden wir mit 18:14 führen“.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnten dann die Plauener zumindest auf 15:15 ausgleichen, da Rechtsaußen Adam Janàsek und der erstmals im rechten Rückraum für den immer noch verletzten Petr Linhart eingesetzte Jan Faith die Überzahlsituationen clever ausnutzten. In der Folge entwickelte sich zwar ein Spiel auf Augenhöhe, allerdings mit leichten Vorteilen für die Alligatoren, da die Füchse zwar immer wieder heran kamen, doch mussten sie wenig später wieder einem Rückstand bis zum 19:22 hinterherrennen. „Der gegnerische Torhüter war richtig gut, wir sind leider immer wieder an ihm gescheitert und so hat Mevissen unser Spiel kaputt gemacht“, meint Richter: „Das war das, was uns die ganze Partie verfolgt hat“. Erst Mitte der zweiten Halbzeit gelang dann den Rot-Weißen dank einer starken Defensive mit einigen Ballgewinnen und einem gut aufgelegten Torhüter Josef Pour ein 6:1-Lauf, der mit dem sehenswerten Treffer von Mittelmann Felix Gehring zur 25:23-Führung in der 56. Minute belohnt wurde. Ausgerechnet in dieser starken Phase scheiterte nach Kapitän Maximilian Krüger und Petr Jahn mit Faith auch der dritte Siebenmeterwerfer der Spitzenstädter, die insgesamt nur drei von sieben Strafwürfen verwandeln konnten. Dann erlebten die Vogtländer erneut eine dramatische Schlussphase, in der der ehemalige Bundesligaprofi Rojewski seine ganze Klasse zeigen sollte und innerhalb von nur 66 Sekunden zum 25:25-Ausgleich doppelt einnetzte. Nur 13 Sekunden später brachte Plauens erfolgreichster Werfer Florian Wokan mit seinem siebten Tor wieder die Füchse mit 26:25 in Front. Aber dann kam die spielentscheidende Situation, als die Schiedsrichter Jahn eine fragwürdige Zwei-Minuten-Strafe gaben: Als die Gastgeber bei Zeitspiel nur noch einen Pass und den Freiwurf ausgeführt hatten, soll der Tscheche noch von hinten seinen Gegenspieler geschubst haben - die Folge war die Aufhebung des Zeitspiels und genügend Zeit für den Ausgleich zum 26:26. Nun waren noch exakt 68 Sekunden zu spielen, die Rot-Weißen im Ballbesitz und nach nur wenigen Pässen zeigten die Unparteiischen erneut Zeitspiel an, weshalb Einheit-Trainer Jan Richter seine letzte Auszeit nahm. Allerdings hatten die Spitzenstädter danach nur noch zwei Pässe und so nahm sich Krüger den letzten Abschluss, der allerdings wie in Pirna nur an den Pfosten ging - und verfehlte so nur um Zentimeter den Wurf zum Punktgewinn oder gar Sieg. Damit kamen die Alligatoren noch einmal in Ballbesitz und Rojewski entschied im Gegenzug mit seinem siebten Treffer aus dem Rückraum die Partie für Aschersleben. „Am Ende war es dann ein Nervenspiel, wo uns dann auch noch das Spielglück fehlte und so stehen wir jetzt leider nach einer turbulenten Schlussphase wieder ohne Punkte da“, bedauert Jan Richter: „Es ist sehr bitter, aber wir müssen uns auch an die eigene Nase fassen, da wir das Aufeinandertreffen gewinnen hätten können“. Dennoch war der Einheit-Trainer mit der Mannschaftsleistung über weite Strecken der Begegnung mehr als zufrieden: „Wir waren aus meiner Sicht auch die bessere Auswahl, die eine sehr gute Leistung gezeigt hat und auf die können wir auf jeden Fall aufbauen, was mich zuversichtlich stimmt“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model, Wokan (7), Janàsek (1), Krüger (1/1), Gehring (1), Kacin (3), Jahn (3), Zbiral (2), Faith (5/2), Horky, Pecek (2), Sira (1); Trainer Jan Richter, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm

 

HC Aschersleben: Kommoß (4/1), Siggelkow, Pit Seifert (5/3), Fohrer, Filippov (2), Schreier (1), Wartmann (1), Rojewski (7), Völksch (2), Weber (4), Lücke, Nupnau (1), Uhlig, Gudonis, Mevissen; Trainer Frank Seifert, Mannschaftsverantwortliche Karina Band

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 1 für HC Aschersleben

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 3 für HC Aschersleben

Siebenmeter: 7 für HC Einheit Plauen, 5 für HC Aschersleben

Einheit vor erneut schwerem Auswärtsspiel

(16.11.2023)

Auch wenn die Handballer des HC Einheit Plauen als Tabellensiebter mit 11:9 Punkten in der Mitteldeutschen Oberliga schon zwei Zähler mehr als der HC Aschersleben auf der Habenseite verbuchen können, sind die Füchse in der Außenseiterrolle. Wie den Rot-Weißen dennoch am Samstag gegen zwei ehemalige Bundesligaprofis und einen Torwartriesen die Überraschung gelingen soll. 

Wenn am Samstagabend um 18 Uhr in Aschersleben die Partie zwischen den Alligatoren und den Füchsen angepfiffen wird, dann haben die Plauener eine ihrer weitesten Anfahrten in dieser Saison hinter sich - und wollen die Heimfahrt mit mindestens einem Punktgewinn antreten. „Wenn man auf die Tabelle schaut, dann treffen zwei gleichwertige Aufgebote aufeinander, wobei für mich Aschersleben zu Hause in der Favoritenrolle ist“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter: „Aschersleben hat eine Top-Mannschaft, die mit individuell sehr, sehr starken Spielern bestückt ist“. Star der Sachsen-Anhaltiner ist der 38-jährige ehemalige polnische sowie deutsche Nationalspieler Andreas Rojewski, der erst von 2003 bis 2016 mit dem SC Magdeburg und dann bis 2019 beim SC DHfK Leipzig in der Bundesliga auf Torejagd gegangen ist. „Er ist ein individuell überragender Spieler, wir müssen versuchen, ihm den Weg in die Mitte zu verbauen, weil er dort ganz klar seine Stärken hat, aber wir wissen, dass es sehr schwer wird“, so Richter: „Er hat einen starken Wurf aus der Distanz, macht kaum Fehler und deshalb können wir ihn nur im Kollektiv verteidigen“. Wie schwer das gegen den DHB- und EHF-Pokalsieger ist, zeigt die Statistik von Ascherslebens bestem Werfer: Der Linkshänder erzielt aus dem rechten Rückraum im Durchschnitt 7,43 Tore pro Begegnung und hat damit ligaweit die drittbeste Quote (insgesamt 52 Treffer in sieben Spielen). „Wir brauchen wieder eine starke Defensive, die kompakt arbeitet und sicher steht“, fordert der Übungsleiter: „Die Deckung wird entscheidend, weil sie einerseits eine unserer Stärken ist und wir natürlich den überragenden Rückraum nur so im Schach halten können“. Dazu gehört neben Rojewski auch der auf Halblinks spielende Leon Klug und Kapitän Alexander Weber auf der Mitte sowie mit Pit Seifert ein überragender Rechtsaußen. „Die Ascherslebener machen im Angriff viele Kreuze und nur wenige Fehler, weil sie Spieler mit viel Qualität haben“, berichtet Jan Richter. Dennoch werfen die Alligatoren im Durchschnitt nur 25 Tore pro Aufeinandertreffen und haben damit die drittschlechteste Offensive sowie bekamen sie mit lediglich 27 Siebenmetern die mit Abstand wenigsten Strafwürfe zugesprochenen. „Da Aschersleben mit Rojewski, Klug und Weber viele Rückraumwürfe hat, schließen sie weniger aus der Nahdistanz ab, wo es die meisten Siebenmeter gibt“, erklärt der Einheit-Trainer. Dass der HCA dem Spitzenreiter NHV Concordia Delitzsch ein 22:22-Unentschieden abringen konnte, liegt vor allem an der kompakten Abwehr - im Ligavergleich immerhin die Fünftbeste. „Gleichzeitig müssen wir treffsicher sein und unsere Kontersituationen effektiv nutzen“, gibt Richter die Marschroute vor. Das könnte eine Herausforderung werden, denn die Alligatoren haben mit Sven Mevissen den größten Torhüter der Liga zwischen den Pfosten stehen, der unglaubliche 2,17 Meter groß ist. „Er ist ein richtig guter Torhüter, seine Stärke ist auf jeden Fall seine Körpergröße und riesige Armspannweite“, erinnert sich der Übungsleiter, der im letzten Duell (21:24-Niederlage) im März 2022 die Spitzenstädter verzweifeln ließ: „Wir müssen genau werfen und uns noch mehr beim Abschluss konzentrieren“. Dazu kommt, dass seit dieser Saison mit Fabian van Olphen der ehemalige Kapitän der Europapokalsieger-Riege des SC Magdeburg von 2007 die Defensive der Sachsen-Anhaltiner zusammenhält. „Wir müssen es schaffen, den Ball wieder schnell durch die eigenen Reihen zu passen und Aschersleben so zu Fehlern zwingen“, sagt Jan Richter. Ebenfalls im Sommer übergab der langjährige Trainer Dimitri Filippov den Staffelstab an den ehemaligen Regisseur sowie bisherigen Co-Trainer Martin Wartmann, unter dem sich die Spielphilosophie geändert hat und mehr Wert auf die Verteidigung gelegt wird. Wie die Vogtländer bejubelten auch die Alligatoren gegen Hermsdorf (29:20), Elflorenz II (31:24), Freiberg (26:23) und Wittenberg (28:24) einen Sieg und dass sie sich beim HC Glauchau/Meerane mit 22:24 geschlagen geben mussten, lag daran, dass der HCA aufgrund von beruflichen Verpflichtungen auf Rojewski, van Olphen, Klug, Noah Balint sowie Frank Seifert verzichten musste. 

Trotz der sehr weiten Auswärtsfahrt zählen die Füchse wieder auf ihre treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstagabend, um 18 Uhr, in der Sporthalle am Ascaneum in Aschersleben (Otto-Lilienthal 22) und der Bus fährt um 12.30 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 12.45 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit vor erneut schwerem Auswärtsspiel
Foto: Einheit vor erneut schwerem Auswärtsspiel

Einheit erkämpft sich wichtigen Heimsieg

(12.11.2023)

Erstmals seit über fünf Jahren haben die Handballer des HC Einheit Plauen mal wieder gegen die HSG Freiberg gewonnen. Wieso den Füchsen als neuer Tabellensiebter gegen das Schlusslicht der Mitteldeutschen Oberliga beim 27:25-Erfolg eine gute Phase reichte.

„Freiberg hat es uns heute sehr, sehr schwer gemacht“, resümiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Trotzdem bin ich auch ein wenig unzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, die gegen Pirna überragend gespielt hat und heute haben wir uns dann so schwer getan“. Das zeigte sich gleich von Beginn der Partie, in der die Rot-Weißen vor 304 Zuschauern zwar nach knapp sieben Minuten mit 4:2 führten, doch es sollte in der ersten Halbzeit der einzige Zwei-Tore-Vorsprung bleiben. Wie die Spitzenstädter immer wieder an sich selbst scheiterten, zeigte sich exemplarisch nach neun Zeigerumdrehungen, als Jan Richter sich gezwungen sah, die erste Auszeit beim Stand von 4:4 zu nehmen. Erst kommt ein Anspiel beim Kreisläufer nicht an, dann wird ein Pass nicht gefangen, dann wird ein Konterball zu weit gespielt, dann kommt erneut ein Kreisanspiel nicht an, bevor ein Fehlpass gespielt und anschließend übers Tor geworfen wird. „Im Angriff agierten wir zu fahrig und machten zu viele Fehler“, ärgert sich der Einheit-Trainer. Dass die Bergstädter in dieser Phase nicht selbst davonziehen konnten, lag an ihrem ebenfalls schwachen Offensivspiel und so blieb beispielsweise selbst ihre Chance von Siebenmetern ungenutzt. In der Folge schafften es die Dachse, die Vogtländer immer wieder ins Zeitspiel zu bringen und sie so zu zwingen, aus ungünstigen Abschlusssituationen zu werfen. „Wir haben es nicht geschafft, die Lücken zu reißen, die wir noch gegen Pirna gerissen haben und dann tut man sich gegen jeden Gegner schwer“, kritisiert Richter. So gelang es den Universitätsstädtern, sich bis zur 26. Minute beim Stand von 10:8 eine Zwei-Tore-Führung zu erspielen und zu zeigen, wieso sie gegen die Spitzenmannschaften nur knapp verloren hatten, doch Rechtsaußen Dominik Pecek konnte mit dem Pausenpfiff immerhin noch auf 12:13 sehenswert verkürzen. „Es hat uns große Probleme bereitet, dass wir zu viele Fehler gemacht haben und dass wir es nicht geschafft haben, den Ball so schnell durch die eigenen Reihen zu passen, wie es nötig gewesen wäre“, so der Übungsleiter: „Wenn wir das nicht schaffen, dann kommen wir nicht in die Wurfsituation und dann haben wir Probleme“. 

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Hausherren vor allem in der Abwehr, hatten mehr Zugriff auf ihre Gegenspieler und kamen so über Ballgewinne nun öfter in ihr starkes Tempospiel, sodass die Füchse auch dank des vierfach sicheren Siebenmeterwerfers Maximilian Krüger erstmals wieder beim Stand von 16:15 selbst in Führung gehen konnten. Zwar glichen die Dachse im Gegenzug noch zum 16:16 aus, doch bis zur Gäste-Auszeit Mitte des zweiten Durchgangs hatten die Rot-Weißen ihre stärkste Phase der Begegnung, die sie mit einem 3:0-Lauf zum 19:16 krönten. „Wir haben Freibergs Schwächephase ausgenutzt und in der Folge haben sie es nicht mehr geschafft, den Rückstand wieder aufzuholen“, beschreibt Jan Richter die spielentscheidenden Minuten: „Das war die Phase, die uns dann gereicht hat, das Aufeinandertreffen zu gewinnen“. Nun waren es die Spitzenstädter, die die Bergstädter immer wieder ins Zeitspiel zwangen und konsequent die Ballgewinne in Tore verwandelten. „Das war eine ganz wichtige Phase, in der wir sogar den Deckel drauf machen können, was wir leider nicht geschafft haben“, bedauert der Einheit-Trainer: „Dann ist das Spiel entschieden, diesen Konter dürfen wir nicht verwerfen“. Doch erneut leisten sich die Vogtländer in der Folge zu viele Fehlwürfe, scheitern am gegnerischen Gehäuse und kassieren den 20:20-Ausgleich. „Das ist Tagesformabhängig, gegen Pirna hatten wir fast keine Fehlwürfe und der Freiberger Torhüter hat auch gut gehalten“, sagt Richter: „Vielleicht agierten wir heute auch zu unkonzentriert“. Als die Hausherren dann noch über eine Minute in doppelter Unterzahl waren, drohte die Partie zu kippen, doch auch davon ließen sich die Füchse nicht verunsichern, verteidigten aufopferungsvoll und belohnten sich mit der 21:20-Führung. Obwohl die Rot-Weißen wieder eine kompakte Defensive stellten, konnten die Universitätsstädter nach 54 Minuten noch einmal beim Stand von 24:23 durch David Machacek vorlegen, der den einzigen Strafwurf für die Dachse verwandelte - zuvor hielt der Rechtsaußen mit insgesamt elf Toren seine Mannschaft im Spiel. „Wir sind in dieser Phase nicht umgekippt, wir konnten dann wieder unsere Leistung bringen und das war ganz wichtig“, ist der Übungsleiter stolz auf seine Auswahl. Denn nun war es der starke Florian Wokan, der teilweise mit dem letzten Pass beim Zeitspiel sicher in den gegnerischen Maschen vom Kreis traf sowie die beiden Rückraumspieler Petr Jahn und David Zbiral, die die Lücken der Freiberger Manndeckung für sich zum Einnetzen nutzten. „Wir haben uns in der Schlussphase nicht aus der Ruhe bringen lassen und das Spiel erfolgreich zu Ende gebracht“, resümiert Jan Richter: „Es war extrem wichtig, dass wir auch dieses knappe Aufeinandertreffen gewonnen haben“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model (2), Wokan (5/1), Janàsek, Krüger (5/4), Gehring, Kacin (1), Jahn (4), Zbiral (2), Faith, Horky (2), Pecek (3), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

 

HSG Freiberg: Veverka, Feka (1), Grund, Schreiber, Gebhart, Uhlemann (1), Naimann, Andrä, Hensel, Machacek (11/1), Kovarik, Gelnar (1), Kühn, Hesse (4), Simunek (1), Tieken (6); Trainer Friedrich Zenk, Co-Trainer Andreas Tietze, Mannschaftsbetreuer Niclas Bellmann, Physio Nico Bertus

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 2 für HSG Freiberg

Zeitstrafen: 6 für HC Einheit Plauen, 5 für HSG Freiberg

Siebenmeter: 6 für HC Einheit Plauen, 2 für HSG Freiberg

Zuschauer: 304

Foto zur Meldung: Einheit erkämpft sich wichtigen Heimsieg
Foto: Einheit erkämpft sich wichtigen Heimsieg

Einheit will zweiten Heimsieg nachlegen

(09.11.2023)

Um weiter den Abstand auf die Abstiegsränge in der Mitteldeutschen Oberliga zu vergrößern, wollen die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag ab 17 Uhr erneut vor eigenem Publikum doppelt punkten. Wieso das gegen den Vorletzten HSG Freiberg dennoch kein Selbstläufer wird.

„Es ist ein Spiel, das wir gewinnen sollten“, sagt Einheit-Trainer Jan Richter: „Es muss unser absolutes Ziel sein, die Mannschaften, die hinter uns stehen, auch hinter uns zu lassen“. Das trifft auch auf die eigentlich ambitionierte HSG Freiberg zu, die jedoch nach acht Niederlagen sowie nur einem 27:25-Sieg beim Sachsen-Anhalt-Liga-Aufsteiger und Schlusslicht SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz mit 2:14 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Doch die bisherigen Ergebnisse der Dachse zeigen auch, dass sie bis auf die deutliche 21:36-Pleite beim Spitzenreiter SV 04 Oberlosa immer nur recht knappe Niederlagen mit jeweils zwischen drei und fünf Toren hinnehmen mussten sowie oftmals lange Zeit sogar auf Augenhöhe agiert haben. „Den Spielern fehlt noch das Gespür, wann eine Partie auf der Kippe steht und in unsere Richtung gehen könnte“, erklärt HSG-Trainer Friedrich Zenk: „Da werden Fehler gemacht, weil man zu überhastet agiert, was zum einen der Unerfahrenheit der jungen, aber auch teilweise der Nervosität der etablierten Spieler geschuldet ist“. So war der Start in die 14. Saison in der Mitteldeutschen Oberliga mit 0:14 Punkten der schlechteste überhaupt, der auch durch den großen Aderlass in den vergangenen zwei Jahren mit insgesamt 15 Akteuren zu begründen ist. Zu den Abgängen von Führungsspielern wie Nico Werner, Eric Neumann und Martin Schettler sowie Talenten wie Yannik Tischendorf und Yannic Morgenstern kam dann auch noch das Verletzungspech dazu. „Wir haben im Sommer einen großen Umbruch in der Mannschaft gehabt und uns dafür entschieden, jetzt vielen jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs eine Chance zu geben“, berichtet HSG-Geschäftsführer Stefan Lange: „Wir haben alle gewusst, dass es sehr schwer wird“. Im Vorfeld der Saison habe man sogar über einen Rückzug aus der Oberliga diskutiert, verrät der HSG-Geschäftsführer, auch, weil es nicht gelungen sei, trotz eines Etats von fast 200 000 Euro die Lücken zu schließen und die Mannschaft mit Führungsspielern zu ergänzen. „Wir haben uns jedoch für eine sportliche Entscheidung auf der Platte entschieden“, ergänzt Stefan Lange: Der neue Cheftrainer setze das Konzept konsequent um, den jungen Spielern mehr Verantwortung zu übertragen und man sehe auch eine Entwicklung. „Die Liga ist unglaublich stark in der Breite besetzt, was bedeutet, das tatsächlich alle Riegen leistungsmäßig nah beieinander sind und auch die Aufgebote, die auf einem Abstiegsplatz stehen, die Auswahlen aus der oberen Tabelle schlagen können“, weiß Jan Richter: „Freiberg hat immer wieder gezeigt, dass sie im Stande sind, gegen jeden Gegner gefährlich zu werden, aber haben auch immer wieder Schwächephasen offenbart, die wir für uns nutzen müssen“. Große Probleme haben die Bergstädter im Angriff, der mit 221 Toren und nur 24,56 Treffern pro Begegnung der zweitschlechteste hinter Apolda ist, zudem haben sie die zweitschlechteste Siebenmeterquote (63,16 Prozent). So leisten sich die Dachse bisher viele Fehlwürfe, technische Fehler und leichte Ballverluste sowie müssen sich nach langen Kombinationen mühsam ihre Treffer erarbeiten - Freibergs bester Werfer Jens Tieken steht mit 43 Toren in neun Partien (4,78 Tore pro Begegnung) immerhin auf Platz 15 der Torjäger. „Unser Spiel fußt auf einer guten Abwehr und daraus resultierenden Kontern, das war auch eine Stärke gegen Pirna“, fordert Richter: „Gerade eine so verunsicherte Mannschaft wie Freiberg neigt dann im Angriff dazu, die falsche Entscheidung zu treffen und die müssen wir eiskalt bestrafen“. Auch in der Defensive kassierten die Universitätsstädter bereits des Öfteren unnötige Zeitstrafen, hatten viele Lücken in der Abwehr und teilweise sogar ein „katastrophales“ Rückzugsverhalten. „Ich möchte dennoch jeden sensibilisieren, dass wir jeden Zuschauer brauchen und es ein harter Kampf wird“, warnt der Einheit-Trainer: „Wir müssen in der Verteidigung gut zusammenarbeiten und so die Freiberger zu Fehlern zwingen“. Übrigens: Den letzten Erfolg über die Dachse bejubelten die Füchse in der Rückrunde 2018 beim 24:23 in der Bergstadt. „Wir brauchen erneut eine sehr, sehr gute Wurfquote“, hofft Jan Richter auf einen doppelten Punktgewinn gegen die HSG Freiberg und lautstarke Unterstützung von den Rängen: „Das starke Defensivspiel ist immer wieder unser Unterbau für eine erfolgreiche Leistung und da sind wir auf einem sehr guten Weg“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will zweiten Heimsieg nachlegen
Foto: Einheit will zweiten Heimsieg nachlegen

Einheit schrammt knapp am Punktgewinn vorbei

(05.11.2023)

Nur wenige Zentimeter fehlten den Handballern des HC Einheit Plauen am Samstagabend bei der noch auf heimischem Parkett ungeschlagenen SG Pirna/Heidenau zum Unentschieden. Doch nach einer Aufholgad und einer starken Leistung unterlagen die Rot-Weißen beim Tabellenfünften der Mitteldeutschen Oberliga denkbar knapp mit 26:27.
„Wir haben uns sehr, sehr gut geschlagen, ich bin total zufrieden mit der Mannschaftsleistung, auch wenn es leider am Ende nicht gereicht hat“, resümiert Trainer Jan Richter: „Wir haben im letzten Angriff unglücklich agiert, aber die Mannschaft der Stunde am Rande der Niederlage zu haben und sich mit nur einem Tor geschlagen geben zu müssen, ist aller Ehren wert“. Den Grundstein dafür legten die Spitzenstädter mit einer überragendenden Abwehrarbeit, die in der ersten Viertelstunde lediglich fünf Treffer zuließ. Im Angriff agierten die Vogtländer clever, machten nur wenige Fehler und fanden immer wieder Lösungen gegen die stärkste Defensive der Liga. Lohn war die 8:5-Führung. „Die Mannschaft war super wach und kam mit sehr viel Esprit aus der Kabine und wollte die Niederlage am Reformationstag gegen Bad Blankenburg wett machen“, lobt Richter: „Wenn sich in der Offensive eine Abschlussmöglichkeit ergab, dann haben wir sie konsequent und eisklat genutzt“. Doch in der Folge schlichen sich immer wieder Fehler wie Ballverluste oder Fehlwürfe ein, die die Eisenbahner im Stile einer Spitzenmannschaft nutzten und mit einem 7:2-Lauf die Partie nach 28 Minuten beim 12:10 erstmals zu ihren Gunsten gedreht hatten.
Nachdem Kapitän Maximilian Krüger mit dem Halbzeitpfiff zum 11:12 verkürzt hatte, glichen die Rot-Weißen kurz nach dem Seitenwechsel zum 15:15 wieder aus. Nun entwickelte sich ein zähes Aufeinandertreffen, in dem es keiner Auswahl so richtig gelang, sich mehr als zwei Tore abzusetzen. „Beide Mannschaften haben sehr gut verteidigt, sodass sich jeder Treffer mühsam erarbeitet werden musste und wenn man sich einen Fehler im Angriff geleistet hat, wurde dieser bestraft“. Dennoch sah sich der Einheit-Trainer nach 52 Minuten beim Stand von 22:23 gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen. „Es war die Phase, in der wir in der Abwehr nicht mehr so stabil standen und die Tore fielen sehr schnell, daran wollte ich etwas verändern“, erklärt Richter: „Ich wollte den Spielern damit wieder die Ruhe geben, die sie für ein erfolgreiches Agieren benötigen“. Allerdings trat das Gegenteil ein, denn die Hausherren erhöhten bis zur 55 Minute auf 26:22 und die Begegnung schien entschieden. „Wir haben individuelle Fehler gemacht, manche Spieler wollten die Partie im Alleingang entscheiden und das wurde von Pirna bestraft“. Eine erneute Auszeit leitete dann jedoch eine Aufholjagd der Plauener ein, die bis zum Schlusspfiff keinen Treffer mehr zuließen und vier Sekunden vor dem Ende die Möglichkeit hatten, auszugleichen. Doch der mit zehn Toren beste Werfer Maximilian Krüger scheiterte am Pfosten, der die denkbar knappe 26:27-Niederlage besiegelte. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model, Wokan (5/3), Janàsek, Krüger (10/2), Gehring, Kacin (1), Jahn (4), Zbiral (1), Faith, Horky, Pecek (5), Sira; Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm

Einheit vor wahrscheinlich schwerstem Auswärtsspiel

(01.11.2023)

Innerhalb von nur acht Tagen bestreiten die Handballer des HC Einheit Plauen drei Partien: Am Samstagabend sind die Füchse ab 19.30 Uhr bei der SG Pina/Heidenau gefordert. Wieso für die Rot-Weißen das Duell beim Tabellenfünften der Mitteldeutschen Oberliga vermutlich die schwerste Begegnung auf fremdem Parkett wird.

Nachdem die Spitzenstädter am Dienstagabend ihr erstes Aufeinandertreffen unter der Woche in ihrer bald 100-jährigen Vereinsgeschichte in Bad Blankenburg bestritten hatten, steht nur vier Tage später das nächste Auswärtsspiel an - und erneut wartet ein sehr starker Gegner. Gastierten die Vogtländer am Reformationstag beim Tabellendritten, geht es am Samstagabend zwar „nur“ zum Tabellenfünften, doch leichter wird die Partie auf keinen Fall. Denn die Eisenbahner gewannen nicht nur ihre letzten drei Begegnungen, sondern sind auch noch auf heimischem Parkett ungeschlagen. „Nach ihrem nicht so guten Saisonstart wegen einiger verletzter Spieler ist Pirna die formstärkste Mannschaft, sie haben aktuell einen Lauf und präsentieren sich absolut stabil“, sagt Einheit-Trainer Jan Richter: „In der jetzigen Phase sind die Eisenbahner richtig gut und da müssen wir ein absolutes Topspiel machen, um da mithalten zu können“. Wie stark die Pirnaer in ihrem „Lokschuppen“ sind, das bekamen auch die beiden Spitzenreiter SV 04 Oberlosa (20:27) und NHV Concordia Delitzsch (24:26) zu spüren, die jeweils ihre erste Niederlage in der Sonnenstein-Arena kassierten. „Die Eisenbahner waren schon immer zu Hause eine absolute Macht und dort ist es für jede Auswahl extrem schwer“, weiß der Übungsleiter. Neben ihrer Heimstärke zeichnet die Elbstädter vor allem ihre überragende Abwehr aus, die mit nur 183 Gegentoren die beste Verteidigung der Liga haben und im Durchschnitt lediglich knapp 23 Treffer pro Aufeinandertreffen zulässt. „Pirna hat die beste Defensive, die die Liga zu bieten hat und auch in dieser Saison haben sie es wieder geschafft, eine absolut stabile Abwehr aufs Parkett zu stellen“, kennt Richter das Prunkstück des kommenden Gegners: „Die Eisenbahner kommen über ihre sehr, sehr strake Deckung und daraus resultierenden Kontern“. Deshalb gilt es für die Füchse, im Angriff geduldig auf die Abschlusschance zu warten und „lieber mal eine Offensivaktion abzubrechen, als überhastet den Wurf zu nehmen, der eine geringe Erfolgsquote hat“, fordert der Einheit-Trainer: „Da hatten wir gegen Bad Blankenburg zu viele Fehler gemacht, die wurden eiskalt bestraft und deshalb haben wir das Spiel verloren“. Nachdem im Training darauf noch einmal eingegangen und die Spieler sensibilisiert wurden, sollten sich die Rot-Weißen am Samstagabend nicht erneut so viele Fehler leisten. „Wenn wir es schaffen, den kühlen Kopf zu bewahren, dann werden wir auch unsere Stärken ausspielen können und erfolgreich sein“, hofft Jan Richter: „Pirna hat einen sehr guten Torhüter, da müssen wir mit höchster Konzentration abschließen und vielleicht brauchen wir auch das Quäntchen Wurfglück“. So müssen die Plauener also gegen dieses „Defensiv-Bollwerk“ Lösungen finden und „da ist es natürlich für uns ein Wettbewerbsnachteil, dass uns aufgrund des Nachholers wertvolle Vorbereitungszeit verloren gegangen ist“, so der Übungsleiter: „Dennoch müssen die Spieler im Stande sein, über die vollen 60 Minuten zu gehen“. Damit das gelingt, haben die Spitzenstädter viel Wert auf die Regeneration gelegt, denn „auch gegen die Eisenbahner haben wir das Ziel, Punkte mitzunehmen - auch wenn es die Mannschaft der Stunde ist“, ist Richter zuversichtlich: „Wir werden auch in diesem Spiel unsere Chancen bekommen, wenn wir das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben“. Eigentlich eine relativ dankbare Möglichkeit für den Torerfolg ist von der Siebenmeterlinie, doch genau da haben die Vogtländer mit nur 17 von 27 verwandelten Strafwürfen (63 Prozent) neben Freiberg und Apolda die schlechteste Quote der Liga. „Wir werden weiter an unseren Strafwürfen arbeiten, da es sonst schwierig wird, so Spiele zu gewinnen“, versichert der Einheit-Trainer. Auch da zeigen die Eisenbahner Nervenstärke, die mit 31 von 37 verwandelten Siebenmetern (84 Prozent) die zweitbeste Quote aufweisen - der Ligadurchschnitt liegt übrigens bei 76 Prozent. Auch wenn die Elbstädter keinen herausragenden Einzelspieler haben, kommen sie über das Kollektiv und vor allem oft über ihren starken Kreisläufer zu Chancen - und eben zu Strafwürfen. „Das bedeutet, wenn wir gut verschieben und uns nicht rauslocken lassen, dann werden wir auch gegen Pirna Ballgewinne erzielen“, gibt Jan Richter die Marschroute vor: „Auch wir setzen auf eine gute Defensive und daraus resultierenden Tempogegenstößen, die wir wieder effektiver in eigene Treffer umwandeln müssen“. 
Für die wahrscheinlich schwerste Auswärtsfahrt zählen die Füchse wieder auf ihre treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstagabend, um 19.30 Uhr, in der Sporthalle „Sonnenstein" in Pirna (Struppener Straße 9) und der Bus fährt 14.45 Uhr an der Einheit-Arena sowie 15 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit vor wahrscheinlich schwerstem Auswärtsspiel
Foto: Einheit vor wahrscheinlich schwerstem Auswärtsspiel

Einheit verliert erstes Auswärtsspiel

(31.10.2023)

Viel schwerer konnte die Auswärtsaufgabe für die Handballer des HC Einheit Plauen am Reformationstag kaum sein: Beim Nachholer des achten Spieltages der Mitteldeutschen Oberliga mussten sich die Füchse am Dienstagabend beim Tabellendritten HSV Bad Blankenburg erstmals in dieser Saison auf fremden Parkett mit 30:24 geschlagen geben. 

Auch wenn die Rot-Weißen ihre bisherigen drei Partien auf fremdem Parkett gewonnen haben und in den letzten drei Begegnungen als Sieger hervorgingen, waren sie am Dienstagabend der Außenseiter: Denn es stiegt nicht nur das Duell des Tabellendritten gegen den Tabellensiebten, sondern auch Meisterschaftsanwärter gegen Liganeuling. Das zeigte sich auch gleich zu Beginn des Aufeinandertreffens, als die Thüringer nach drei Zeigerumdrehungen mit 2:0 in Führung gingen und diese bis zur 13. Minute auf 7:4 ausbauten. Doch dann deuteten auch die Spitzenstädter ihre Qualität an, hatten durch eine stabile Abwehr einige Ballgewinne, die sie mit ihren Tempohandball erfolgreich in eigene Tore umwandelten. Innerhalb von nur 47 Sekunden konnten so die Vogtländer zwei Mal einnetzen und die 30 mitgereisten Einheit-Fans den 6:7-Anschlusstreffer bejubeln. Anstatt jedoch diesen Schwung der kleinen Aufholjagd mitzunehmen und sich per Siebenmeter mit dem Ausgleich zu belohnen, scheiterte Petr Jahn am starken gegnerischen Torhüter, der sich in der Folge noch mehrmals mit einigen sehenswerten Paraden auszeichnen sollte. Mit einem 4:1-Lauf zogen die Hausherren wieder auf 11:7 nach 20 Zeigerumdrehungen davon, auch, weil sich die Plauener überhastete Würfe leisteten und so ausgekontert wurden. Erst eine Auszeit von Einheit-Trainer Jan Richter stoppte die dominante Phase der Bad Blankenburger, die bis zur Halbzeit ihre große Stärke zeigten: Die Thüringer agierten geduldig sowie ließen sich nicht vom Zeitspiel aus der Ruhe bringen, waren von allen Positionen torgefährlich und damit unberechenbar, sodass sie ihre Treffer auf viele Spieler verteilen konnten. 

Nachdem beim Stand von 15:12 die Seiten gewechselt wurden, kamen die Füchse besser aus der Kabine und netzten erneut innerhalb von nur 47 Sekunden zwei Mal ein zum 14:15-Anschluss. Doch wieder sollte den Rot-Weißen der erstmalige Ausgleich verwehrt bleiben, weil die Hausherren beweisen, wieso sie die drittbeste Defensive der Liga haben und ihr Torhüter Kowalczyk mit seiner zweiten Siebenmeter-Parade seine Klasse zeigte. In der Folge taten sich die Plauener schwer, sich gute Abschlussmöglichkeiten zu erspielen und mussten sich so jeden Wurf hart erarbeiten, was sichtbar Kraft kostete. Zwar gelang den Spitzenstädtern noch zwei Mal der Anschlusstreffer beim 17:18 und 18:19 sowie kamen beim 19:21 noch einmal auf zwei Tore heran, doch zu ihren Gunsten konnten sie das Spielgeschehen nicht mehr ziehen. Mit einem starken 6:1-Lauf entschied der Tabellendritte bis zur 53. Minute beim Stand von 27:20 die Partie und bestrafte die immer häufigeren ungenauen Zuspiele sowie Torwürfe der Vogtländer, die der hohen Belastung von der zweiten Begegnung innerhalb von nur vier Tagen Tribut zollen mussten. Bis zum Abpfiff betrieben die Füchse noch Schadensbekämpfung, auch weil sie sich nicht aufgaben und mit einem guten Rückzugsverhalten noch einige Konter unterbanden. Am Ende unterlagen die Rot-Weißen etwas zu hoch mit 30:24, wie Einheit-Trainer Jan Richter bedauert: „Wir haben uns über 50 Minuten sehr gut verkauft, dem starken Gegner Paroli geboten und dann fehlte uns das Momentum, den Bock umzustoßen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Misar, Hujer - Model (2 Tore), Wokan, Janàsek, Krüger (7/davon 1 Siebenmeter), Gehring (1), Kacin (2), Jahn (3), Zbiral (3/1), Horky, Pecek (2), Sira (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

Foto zur Meldung: Einheit verliert erstes Auswärtsspiel
Foto: Einheit verliert erstes Auswärtsspiel

Einheit gastiert bei Spitzenmannschaft

(30.10.2023)

Viel schwerer könnte die Auswärtsaufgabe für die Handballer des HC Einheit Plauen am Reformationstag kaum sein: Beim Nachholer des achten Spieltages der Mitteldeutschen Oberliga sind die Füchse ab 18 Uhr beim Tabellendritten HSV Bad Blankenburg gefordert. 

Auch wenn die Rot-Weißen ihre bisherigen drei Partien auf fremdem Parkett gewonnen haben und in den letzten drei Begegnungen als Sieger hervorgingen, sind sie am Dienstagabend der Außenseiter: Denn es steigt nicht nur das Duell des Tabellendritten gegen den Tabellensiebten, sondern auch Meisterschaftsanwärter gegen Liganeuling. „Es wird eine kämpferische Leistung nötig sein, aber ich glaube, dass die Mannschaft bereit und gewillt ist“, ist Einheit-Trainer Jan Richter zuversichtlich: „Wir müssen unser volles Leistungspotenzial abrufen“. Was dann für die Spitzenstädter möglich ist, deuteten sie ja schon über weite Strecken der Aufeinandertreffen gegen den SV 04 Oberlosa und NHV Concordia Delitzsch vor heimischem Publikum an. „Wir reisen mit stolz geschulter Brust an und wissen, dass wir den beiden Spitzenreitern große Probleme bereitet haben, dementsprechend müssen wir uns nicht verstecken“, zeigt sich Richter selbstbewusst: „Wir gehen mit großem Selbstvertrauen in das Spiel und werden natürlich alles geben, um dem sehr straken Gegner Paroli zu bieten“. Das soll vor allem mit einer erneut sicheren Abwehr gelingen, die im Zusammenspiel mit einem hoffentlich wieder überragenden Torhüter Jan Misar für die nötige defensive Stabilität sorgt. „Wir setzen auf unsere Stärke, wir wollen also auch aus einer starken Verteidigung heraus den Gegner zu Fehlern zwingen und dann mit unserem Tempohandball erfolgreich sein“, fordert der Übungsleiter, der seine Auswahl trotz keiner Trainingseinheit zwischen der letzten Partie gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz und den Thüringern auch dank der Online-Videoanalyse gut vorbereitet sieht. „Der Spielplan meint es nicht so gut mit uns, aber wir werden das Beste daraus machen und wollen mindestens einen Punkt mitbringen aus Bad Blankenburg, um uns für die hohe Belastung zu belohnen“, hofft Jan Richter: „Für Bad Blankenburg ist die Belastung genauso groß, aber es wird dazu führen, dass wir etwas mehr rotieren müssen“. Grund für die Spielverlegung war, dass die Gastgeber keine freie Spielstätte am vorletzten Wochenende zur Verfügung hatten und so müssen die Vogtländer innerhalb von acht Tagen drei Begegnungen bestreiten. „Wir haben den Kader, der dafür breit genug ist und deshalb hoffe ich, dass uns das gut gelingen wird“, meint der Einheit-Trainer: „Schwere Beine oder gar Müdigkeit lasse ich als Ausrede nicht gelten, auch wenn es für uns ein Kraftakt wird“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit gastiert bei Spitzenmannschaft
Foto: Einheit gastiert bei Spitzenmannschaft

Einheit bejubelt ersten Heimsieg

(29.10.2023)

Der 30:24-Erfolg der Handballer des HC Einheit Plauen war nicht nur der erste doppelte Punktgewinn vor heimischem Publikum in dieser Saison, sondern schon der dritte Sieg in Folge. Wie die Füchse das Aufsteigerduell in der Mitteldeutschen Oberliga gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz gewonnen haben.

„Es war ein schweres Spiel, man hat gemerkt, dass wir nach den zwei Wochen Pause auch bisschen Sand im Getriebe hatten und noch nicht alle Spieler wieder zu 100 Prozent fit sind“, resümiert Einheit-Trainer Jan Richter. So starteten die Rot-Weißen stockend in die Partie und lagen nach gut einer Minute bereits 0:2 zurück - auch weil bereits die beiden besten Wittenberger Werfer Tomas Pavlicek aus dem rechten Rückraum und Pascal Beyer auf Linksaußen getroffen hatten. Doch dann fanden auch die Spitzenstädter in die Begegnung und konnten nach gut elf Zeigerumdrehungen erstmals selbst mit zwei Toren beim 7:5 sowie mit drei Treffern beim 10:7 nach gut 17 Minuten in Führung gehen. „Wir haben die gegnerischen Fehler eiskalt bestraft und nun eine sehr gute Abwehr zusammen mit einem starken Torhüter Jan Misar gestellt“, erklärt Richter. Wie jedoch die Vogtländer in den nächsten sieben Zeigerumdrehungen agierten, das sorgte nicht nur für große Verwunderung bei den 308 Zuschauern in der Einheit-Arena, sondern auch beim Übungsleiter: „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht und Bälle verworfen, vielleicht auch, weil wir in Unterzahl waren“. Denn nachdem der Gäste-Trainer in seiner Auszeit taktische und personelle Änderungen vorgenommen hatte sowie Kreisläufer Florian Wokan für eine übliche Abwehraktion eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert hatte, drehten die Lutherstädter auf und legten einen 6:0-Lauf aufs Parkett - in dieser Phase scheiterte auch Petr Jahn bei seinem Siebenmeter am gegnerischen Schlussmann. „Aber die Mannschaft ist nicht umgekippt, ist nach unserer Auszeit wieder in ihren Rhythmus gekommen und darauf bin ich sehr stolz“, sagt Jan Richter und Co-Trainer Heiko Schuster ergänzt: „Dennoch müssen wir cleverer agieren, uns festmachen lassen und den Freiwurf ziehen, anstelle den Risikopass zu spielen, der abgefangen wird und zum Konter führt“. Zwar klinge der 6:0-Lauf niederschmetternd, sei aber nur die Summe aus vielen misslungenen Einzelaktionen, „die werden wir analysieren und daraus müssen wir lernen“, so der Übungsleiter: „Natürlich müssen wir solche Situationen vermeiden, aber viel wichtiger ist, dass wir dann als Mannschaft nicht zusammengebrochen sind“. Doch wieso leisteten sich die Hausherren so viele individuelle Fehler? „Obwohl wir darauf eingestellt waren, haben wir vielleicht auch bisschen den Kopf verloren und gedacht, dass das Spiel nun ein Selbstläufer wird“, mutmaßt Richter. Bis zur Halbzeit hatten sich die Füchse dann jedoch wieder den Zugriff in der Defensive erkämpft, Torhüter Jan Misar konnte sich mehrmals auszeichnen sowie agierten die Rot-Weißen in der Offensive souveräner und nutzten effektiv ihre Abschlussmöglichkeiten aus. Lohn war nicht nur ein 4:0-Lauf und die wichtige 14:13-Führung zur Pause, sondern auch der erneute Zwei-Tore-Vorsprung beim 15:13 nach dem Seitenwechsel. 

Zwar konnten sich die Plauener immer wieder diesen Abstand wie beim 19:17 in der 41. Minute und 21:19 nach 44 Zeigerumdrehungen erspielen, doch diesen kontinuierlich halten oder sich noch weiter abzusetzen gelang den Spitzenstädtern nicht. „Wittenberg hat eine ordentliche Abwehr gestellt, wir haben einige Fehler zu viel gemacht und auch unglücklich bei Zeitspiel Gegentore bekommen“, ärgert sich der Einheit-Trainer: „Das zog sich wie ein roter Faden durch fast die gesamte Partie, wir hatten mehrmals die Möglichkeit, uns einen größeren Vorsprung zu erspielen, aber durch eigene Fehler ist uns das leider nicht gelungen“. Mitte des zweiten Durchgangs wehrte dann der stark aufspielende sowie mit sieben Treffern erfolgreichste Werfer Dominik Pecek einen finalen Pass mit dem Fuß ab und der Rechtsaußen kassierte folgerichtig eine Zwei-Minuten-Strafe, die allerdings erneut einen 3:0-Lauf der Sachsen-Anhaltiner zum 21:22 einleiten sollte - es war die erste Führung für die Gäste seit der 25. Minute. „Speziell wenn wir in Unterzahl waren, hat es Wittenberg sehr gut gemacht und da hatten wir riesige Probleme“, kritisiert Jan Richter. Doch dann kam die stärkste Phase der Vogtländer, die in den nächsten zehn Zeigerumdrehungen lediglich ein Gegentor zuließen sowie selbst sieben Treffer erzielten und sich so spielentscheidend auf 28:23 absetzen konnten. „Hans hat sehr gut gehalten, wir haben Wittenberg oft durch eine gute Abwehrarbeit ins Zeitspiel gezwungen und konnten diese Abschlüsse dann verteidigen“, lobt der Übungsleiter: „Hans war der Matchwinner“. Als letztes Mittel stellten die Lutherstädter dann noch auf Manndeckung um, doch auch diese taktische Maßnahme änderte nichts mehr am hochverdienten 30:24-Erfolg der Plauener, „da wir darauf gut reagiert haben, auch wenn wir uns ein paar einfache Fehler wieder zu viel geleistet haben und eigentlich noch ein, zwei Tore mehr erzielen müssen“, schätzt Richter ein. Dann war das Aufsteigerduell zu Gunsten der Füchse entschieden, die damit den ersten doppelten Punktgewinn vor heimischem Publikum in dieser Saison feierten und den dritten Sieg in Folge bejubelten. „Wir haben fast die ganze Zeit geführt, haben allerdings immer wieder durch eigene Fehler Wittenberg rankommen lassen und dann aber den kühlen Kopf bewahrt, was eine Stärke von uns in dieser Saison ist, dass wir es schaffen, dass das Aufeinandertreffen in diesen Situationen dann nicht zu Gunsten des Gegners kippt“, analysiert der Einheit-Trainer Jan Richter: „Es war sehr wichtig, dass wir gegen einen direkten Konkurrenten gewonnen haben“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Misar, Hujer - Model, Wokan (2 Tore), Janàsek, Krüger (2/davon 1 Siebenmeter), Gehring (3), Kacin (3), Jahn (5/1), Zbiral (6), Horky (2), Pecek (7), Sira; Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

 

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz: Hernig (1), Hoffmann (2), Elias (1), Beyer (6), Krzysztof Bielec, Pavlicek (7/2), Baumgärtel (4), Schöne, Keserü, Neumann (2), Piotr Bielec (1), Gerke, Brodowski, Köckeritz, Brandt; Trainer Marco Hüls, Co-Trainer Thomas Gerke, Mannschaftsverantwortlicher Mathias Held

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 4 für SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz

Siebenmeter: 3 für HC Einheit Plauen, 2 für SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz

Zuschauer: 308

Foto zur Meldung: Einheit bejubelt ersten Heimsieg
Foto: Einheit bejubelt ersten Heimsieg

Einheit will ersten Heimsieg bejubeln

(26.10.2023)

Nach dem dritten Auswärtssieg und dem zweiten doppelten Punktgewinn hintereinander wollen die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag endlich den ersten Erfolg vor heimischem Publikum feiern. Ab 17 Uhr steigt das Aufsteigerduell in der Einheit-Arena gegen den Tabellenzwölften SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz, der am letzten Wochenende seinen ersten Saisonsieg in der Mitteldeutschen Oberliga bejubelte.

„Wir wollen zu Hause endlich mal gewinnen“, lautet die klare Zielstellung von Einheit-Trainer Jan Richter: „Es wird ein hartes Stück Arbeit, aber darauf haben wir uns sehr gut vorbereitet“. So haben sich die Füchse vor allem auf die starke rechte Angriffsseite der Lutherstädter eingestellt. „Wir müssen schnell genug am den Gegenspielern sein, wir dürfen ihnen nicht zu viele Freiraume geben und müssen hellwach sein“, fordert Richter: „Ich sehe uns gut gewappnet und wenn uns das gelingt, dann ist es für jeden schwer, Tore gegen uns zu werfen“. Besonders schwer machen wollen es die Rot-Weißen dem Wittenberger Tomas Pavlicek, der mit aktuell 56 Toren in sieben Partien der drittbeste Werfer der Liga ist, im Durchschnitt acht Treffer pro Begegnung erzielt und im letzten Aufeinandertreffen gegen den HSV Apolda sogar zwölf Mal einnetzte. „Er läuft viele Konter, wirft sehr gut und dementsprechend sind wir gewarnt“, weiß der Übungsleiter: „Es geht nur übers Kollektiv, um ihn zu verteidigen und dann ist auch nicht nur ein Spieler dafür zuständig, sondern alle gemeinsam“. Die Plauener müssen also clever verschieben, sodass der Rechtsaußen keinen großen Winkel hat und gleichzeitig vermeiden, dass dann zu große Lücken im Zentrum entstehen. „Wir sind schnell genug auf den Beinen und haben zu Hause ja schon sehr gute Abwehrleistungen gezeigt und daran wollen wir wieder anknüpfen“, berichtet Jan Richter: „Wir dürfen uns nur wenige Fehler im Angriff erlauben und müssen ein sehr gutes Rückzugsverhalten haben“. Für die Spitzenstädter gilt, die sich bietenden Lücken in der Offensive effektiv auszunutzen und sich keine überhasteten Würfe zu nehmen. „Es ist das Aufsteigerduell, es wird ein Spiel auf Augenhöhe“, mutmaßt der Einheit-Trainer: „Es wird kein Selbstläufer, denn Wittenberg ist ein richtig guter Gegner, die ihre Stärken gegen Apolda gezeigt und sehr viele Spiele nur knapp verloren haben“. So mussten sich die Grün-Weißen dem USV Halle (28:29) sowie HC Glauchau/Meerane (30:31) mit nur einem Tor geschlagen geben und unterlagen knapp gegen Staßfurt (23:27) sowie in Köthen (29:33) und in Aschersleben (24:28) - bis auf die eigentlich stärker einzuschätzende HG 85 Köthen alles Aufgebote aus der oberen Tabellenhälfte. „Das zeigt, dass Wittenberg viel Qualität hat, deswegen wird das Spiel extrem spannend und sicherlich erst in der Schlussphase entscheiden“, schätzt Richter ein: „Die Mannschaft steht tabellarisch schlechter da, als sie spielerisch ist“. Wie stark die Lutherstädter sind, zeigten sie am vergangenen Sonntag, als sie Apolda mit 33:23 klar besiegten und ihren ersten Saisonsieg in der Mitteldeutschen Oberliga bejubelten. „Wittenberg wird mit sehr viel Selbstvertrauen kommen“, so der Übungsleiter: „Dieser hohe Erfolg wird Wittenberg eine gewisse Sicherheit gegeben haben, die sie vorher nicht hatten und deshalb müssen wir eine sehr gute Leistung bringen“. Die Sachsen-Anhaltiner überzeugen mit einem cleveren Stoßverhalten, trotz ihrer schnellen Angriffsbemühungen mit einer hohen Ballsicherheit und haben das Ziel, viele Pässe nach Außen spielen zu können. „Wenn man auf die Tabelle schaut, dann liegen die Mannschaften sehr eng beinander und deshalb wäre der Sieg sehr wichtig, auch um den Abstand zu Wittenberg weiter zu vergrößern“, hofft Jan Richter weiter auf eine makellose Bilanz gegen die Grün-Weißen, gegen die die Vogtländer bisher einen 25:22-Auswärtserfolg und einen 28:27-Heimsieg in der Saison 2021/2022 einfahren konnten. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will ersten Heimsieg bejubeln
Foto: Einheit will ersten Heimsieg bejubeln

Einheit überrascht mit drittem Sieg im dritten Auswärtsspiel

(09.10.2023)

Die Oberliga-Handballer des HC Einheit Plauen setzen ihre Erfolgsserie auf fremden Parkett fort und gewinnen beim HC Elbflorenz II mit 34:33. Dabei sahen die Füchse am Sonntagabend noch zwei Minuten vor dem Ende wie die Verlierer aus.

„Uns liegt Elbflorenz einfach“, so ein überglücklicher Einheit-Trainer Jan Richter: „Trotz einiger personeller Sorgen konnten wir das Spiel mit einer sehr guten und kämpferischen Leistung für uns entscheiden“. Bereits in der Oberliga-Abstiegssaison konnten die Rot-Weißen die beiden Partien gegen die Landeshauptstädter erfolgreich gestalten: In Dresden setzten sich die Plauener in der Hinrunde souverän mit 27:21 durch und in der Rückrunde feierten die Spitzenstädter beim 28:21-Erfolg den ersten Heimsieg der Spielzeit 2021/2022. Die total verjüngte Mannschaft, die konsequent auf den eigenen Nachwuchs setzt und einen sehr offensiven, ballgewinnorientierten Handball spielt, ging auch gleich mit 3:0 nach nicht einmal drei Minuten in Führung. „Elbflorenz hat zwar erwartungsgemäß mit einer offensiven 3:2:1-Deckung begonnen und das haben wir im Training auch nachgestellt, aber die Dresdner haben das richtig gut gemacht, weshalb wir am Anfang Anpassungsschwierigkeiten hatten, die die Hausherren ausgenutzt haben“, erklärt Richter: „Wir hatten uns dann darauf eingestellt und zwangen dann endlich den Gegner in den Positionsangriff, den wir gut verteidigen konnten“. Doch nach dem 2:3-Anschlusstreffer leisteten sich die Füchse einige Fehlwürfe, weil sie sich weiterhin schwer gegen die Dresdner Defensive taten und immer wieder an deren Torhüter scheiterten. Nach dem 4:8-Rückstand reagierte der Einheit-Trainer und stellte in der Offensive auf eine 4:2-Formation mit zwei Kreisläufern um, womit Elbflorenz Probleme hatte. So verkürzten die Rot-Weißen mit einem 3:0-Lauf Mitte der ersten Halbzeit auf 7:8 und hielten bis zum 9:10 den Anschluss. In der Folge stellten sich die Hausherren darauf ein, agierten fortan mit einer 6:0-Abwehr mit zwei offensiveren Halbdeckern, erzwangen Ballgewinne und setzten sich wieder mit drei Toren beim 12:9 und 18:15 in der 28. Minute ab. Doch dann schlugen sich die Landeshauptstädter mit ihren eigenen Waffen, leisteten sich in ihrem schnellen Spiel einige Ballverluste, die die Plauener konsequent in eigene Treffer umwandelten und so mit dem Pausenpfiff den 18:18-Ausgleich erzielten. 

Diesen Schwung nahmen die Spitzenstädter mit in den zweiten Durchgang, in dem sie gleich mit 19:18 erstmals in Führung gingen und den Vorsprung bis Mitte der zweiten Halbzeit auf fünf Tore beim 27:22 ausbauten. „Das war eine überragende Phase, im Angriff funktionierte alles und in der Defensive kam unser Torhüter Tim immer besser ins Spiel“, lobt Jan Richter. Neben Hujer überzeugte vor allem Lukas Horky, der nicht nur seine Qualitäten in der Abwehr, sondern auch in der Offensive zeigte und so die Ausfälle der verletzten Rückraumspieler Maximilian Krüger, David Zbiral sowie Felix Gehring fast schon vergessen machte. Bis zum 31:26 nach 48 Minuten konnten die Vogtländer diese Führung behaupten, da sich auch ein Spieler aus der zweiten Mannschaft sehr gut eingefunden hatte: Der für den verletzten Kevin Model und für den auf Mitte spielenden Jan Kacin auf Linksaußen zum Einsatz gekommene Gian-Luca Corda „hat nicht nur über die vollen 60 Minuten fast fehlerfrei gespielt, sondern auch clever einen Ball in der zweiten Welle des Gegners abgefangen und daraus ein Kontertor gemacht“, freut sich der Einheit-Trainer: „Dieses Tor war extrem wichtig“. Denn in der Schlussphase mussten die Füchse der geringen Wechselmöglichkeiten Tribut zollen, fast der komplette Rückraum der Plauener hatte bis dahin durchgespielt und so wurden die Rot-Weißen nach Fehlwürfen immer wieder ausgekontert. „Auch hatte sich dann jeder Spieler hinter seinem Mitspieler versteckt und ist nicht mehr tief gegangen, weil niemand einen Fehler manchen wollte“, kritisiert Richter, der sich auch selbst einwechseln musste. Doch auch der Spielertrainer konnte den 4:0-Lauf der Dresdner zum 30:31, ihren erstmaligen Ausgleich beim 32:32 und die erste Führung in der zweiten Halbzeit zum 33:32 für die Hausherren nicht verhindern. „Es war eine total schwierige Phase, da mussten wir noch einmal einen richtigen Kraftakt leisten, um dann doch nochmal das Spiel zu drehen“, ist Jan Richter stolz auf seine Auswahl. Die Spitzenstädter schafften es so zumindest, dass die Landeshauptstädter wieder in den Positionsangriff gehen mussten und zwangen sie darin ins Zeitspiel und zu Fehlwürfen. Dank einer sattelfesten Defensive, die in den letzten zweieinhalb Minuten kein Gegentor mehr zuließ, des starken Kreisläufers Jakub Sira und des mit sechs Treffern offensivstärksten Einheit-Werfers der Begegnung Lukas Horky gingen die Vogtländer 36 Sekunden vor Abpfiff wieder mit 34:33 in Führung. Obwohl Schlussmann Jan Misar 20 Sekunden vor dem Ende den eigentlich letzten Angriff der Dresdner parierte und die Füchse die Zeit nur noch runterspielen müssten, verloren sie zwölf Sekunden vor dem Schlusspfiff den Ball wieder, da Lukas Horky über das leere Tor warf. Zuvor hatte Elbflorenz mit einem siebten Feldspieler noch versucht, das Unentschieden zu erzielen und kam so kurz vor der 60. Minute noch einmal zu einem Freiwurf, den erneut Jan Misar hielt - und damit auch den dritten Sieg im dritten Auswärtsspiel. „Wir haben die guten Leistungen, die wir auch schon gegen die Spitzenmannschaften gezeigt haben, gegen Elbflorenz aufs Parkett gebracht, agierten cleverer und so hat es diesmal zum Sieg gereicht“, resümiert Jan Richter: „Wir haben die ganze Zeit unaufgeregt gespielt, immer wieder Lösungen im Angriff gefunden und es über die gesamten 60 Minuten in der Defensive geschafft, dem hohen gegnerischen Tempo gegenzuhalten“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Misar, Hujer - Krüger, Model, Wokan (5), Janàsek, Corda (2), Linhart (2), Kacin (4), Jahn (8/4), Wunderlich, Faith (3), Horky (6), Pecek, Sira (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer David Zbiral, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller 

 

HC Elbflorenz 2006 II: Weinand (1), Bensch (2), Palm, Schwaiger (4), Niestroj (1), Dutschke (6), Bilhastre (6/1), Sandin, Schmelzer (1), Drefahl, Aktas, Mehlhorn (1), Hoffmann (4), Kryszon (4), Prager, Quade (3); Trainer Gonzalo Tajuelo, Co-Trainer Eric Meinhardt, Mannschaftsbetreuer Stephan Laskowski, Physio Lisa Grundt

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 1 für HC Elbflorenz 2006 II

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für HC Elbflorenz 2006 II

Siebenmeter: 5 für HC Einheit Plauen, 2 für HC Elbflorenz 2006 II

Foto zur Meldung: Einheit überrascht mit drittem Sieg im dritten Auswärtsspiel
Foto: Einheit überrascht mit drittem Sieg im dritten Auswärtsspiel

Einheit hofft auf dritten Sieg im dritten Auswärtsspiel

(05.10.2023)

Erneut müssen die Handballer des HC Einheit Plauen am Sonntagnachmittag ab 17 Uhr auf fremdem Parkett in der Ballsportarena in Dresden beim HC Elbflorenz II antreten. Trotz der schweren Aufgabe gegen den Tabellennachbarn und Tabellensiebten der Mitteldeutschen Oberliga wollen die Füchse mit einem Erfolg in die zweiwöchige Punktspielpause gehen.

Zwei Siege in zwei Partien: Bisher konnten die Rot-Weißen immer vor fremder Kulisse jubeln - gibt es bei den Spitzenstädtern einen Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsspiel? „Nein, denn wir hatten gegen Glauchau Unentschieden gespielt und mit Oberlosa den Spitzenreiter sowie mit Delitzsch den Tabellenzweiten zu Gast, auswärts spielten wir beim Schlusslicht Hermsdorf und beim Tabellenzwölften Apolda“, ordnet Einheit-Trainer Jan Richter ein, der allerdings zugeben muss: „Wir haben die besseren Spiele zu Hause gemacht“. Dass dennoch die Mini-Serie ausgebaut werden soll, liegt auch daran, dass in der Oberliga-Abstiegssaison die Vogtländer beide Begegnungen gegen die Landeshauptstädter erfolgreich gestalten konnten: In Dresden setzten sich die Füchse in der Hinrunde souverän mit 27:21 durch und in der Rückrunde feierten sie beim 28:21-Erfolg den ersten Heimsieg der Spielzeit 2021/2022. „Auch wenn Elbflorenz der Favorit ist und es ein hartes Stück Arbeit wird, wollen wir gegen Dresden die zwei Punkte holen“, hofft Richter auf die Überraschung: „Wir können gegen jede Mannschaft in der Liga mithalten und auch gewinnen“. Damit das gelingt, wird es wieder auf die rot-weißen Tugenden ankommen. „Wir müssen uns kämpferisch zeigen, hart verteidigen und den Gegner dauerhaft unter Druck setzen, dann können wir daraus auch unser Konterspiel entwickeln“, fordert der Übungsleiter. Allerdings offenbarten die Plauener dabei in den letzten Aufeinandertreffen Defizite, weiß auch Jan Richter: „Das hat gegen Oberlosa sehr gut funktioniert und daran müssen wir wieder anknüpfen, dass wir mit einer guten Abwehrleistung die daraus resultierenden Ballgewinne effektiv nutzen“. Doch auch die Gegner haben sich auf diese Spielweise eingestellt, unterbinden den schnellen Konter beziehungsweise die zweite Welle, indem sie den Ballführenden sehr schnell attackieren oder den langen Pass sehr gut zustellen. „Das hängt auch immer etwas mit Spielglück zusammen, wohin der Abpraller geht“, ergänzt der Einheit-Trainer: „Wir müssen unsere Chancen konsequent in Tore umwandeln“. Wie die Spitzenstädter setzen auch die jungen Landeshauptstädter auf ein sehr gutes Umschaltspiel. „Die Dresdner spielen einen schnellen Ball, sind sehr kreativ und decken in verschiedenen sowie offensiven Abwehrformationen, die wir gut bespielen müssen, dann haben auch sie Probleme“, berichtet Richter: „Wir brauchen wieder ein starkes Rückzugsverhalten und dafür müssen wir im Kopf bereit sein“. Das sogenannte Perspektivteam ist eine aufstrebende Mannschaft mit sehr gut ausgebildeten Akteuren, die teilweise im Anschlusskader der Zweitbundesliga-Auswahl stehen und ist auch gespickt mit Profis, die nach einer Verletzung erst einmal in der Mitteldeutschen Oberliga zum Einsatz kommen. „Elbflorenz ist eine Wundertüte“, so der Übungsleiter: „Wir müssen die Fehler im Angriff minimieren und es wird wichtig sein, dass wir in der Offensive wieder auf den Punkt spielen“. Dafür wurde auch in den Trainingseinheiten am eigenen Überzahlspiel gearbeitet, das die Vogtländer in den letzten Partien nicht gut ausspielten. „Wir wollen wieder eine sehr gute Abwehr stellen, müssen unsere Leistung aufs Parkett bringen und vielleicht muss auch der ein oder andere Spieler über sich hinauswachsen“, sagt Jan Richter: „Es ist ein starker Gegner und wir müssen mit allen Herausforderungen zurechtkommen, wenn wir Elbflorenz den Schneid abkaufen wollen“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit hofft auf dritten Sieg im dritten Auswärtsspiel
Foto: Einheit hofft auf dritten Sieg im dritten Auswärtsspiel

Einheit bejubelt im zweiten Auswärtsspiel zweiten Sieg

(01.10.2023)

Die Oberliga-Handballer des HC Einheit Plauen haben am Samstagabend einen wichtigen Erfolg gefeiert: Beim HSV Apolda gewann der Aufsteiger denkbar knapp mit 24:23. Wieso um die zwei Punkte erneut bis zur letzten Sekunde gezittert werden musste und wer den Sieg festhielt.

Das Duell der beiden Tabellennachbarn war nichts für schwache Nerven: Auch wenn Jan Richter im Vorfeld die Partie bei den Glockenstädtern nicht zu einem Pflichtsieg ausrufen wollte, so bezeichnete der Einheit-Trainer die Begegnung als ein richtungsweisendes Aufeinandertreffen. Dass es für beide Mannschaften um extrem viel geht in dieser Partie, das zeigte sich gleich zu Beginn: Die Thüringer, die für eine klassische 6:0-Abwehr bekannt sind, überraschten die Füchse mit einer offensiven 5:1-Defensivformation - und dieser taktische Kniff sollte sich gleich auszahlen, denn die Hausherren lagen nach nur vier Minuten mit 2:0 in Führung. „Das hat uns einige Probleme bereitet und dadurch leisteten wir uns auch einige Fehlwürfe“, erklärt Richter: „In der Folge konnten wir uns dann darauf einstellen und kamen immer besser ins Spiel“. So sollte Mitte der ersten Halbzeit die stärkste Phase der Rot-Weißen kommen, die angeführt von ihrem gut aufgelegten Torhüter Jan Misar einen 5:1-Lauf aufs Parkett legten und dadurch die Begegnung von einem 3:5 zu 8:6 drehen konnten. „Wir haben richtig gut verteidigt, haben dadurch Apolda sehr oft ins Zeitspiel gezwungen und nutzten die daraus resultierenden Ballgewinne sowohl im Tempogegenstoß als auch im Positionsspiel konsequenter aus“, lobt der Übungsleiter. Doch dann leisteten sich die Plauener erneut zu viele Ballverluste und „schafften vor allem im Angriff nicht das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten“, ärgert sich Jan Richter. Die Folge war eine 14:12-Führung für die Glockenstädter kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs, die seit der 23. Minute ohne ihren ungestümen Zentrumsdecker Alexander Berceanu auskommen mussten, da dieser nach drei Zeitstrafen disqualifiziert wurde. Zwei Zeigerumdrehungen vor der Pause nahm dann der Einheit-Trainer seine erste Auszeit, um taktische Änderungen vorzunehmen - und die wirkten, denn „wir sind dann endlich mal in die Tiefe gegangen, wodurch wir nur noch auf Kosten einer Zeitstrafe gestoppt werden konnten“, berichtet Richter, der sich dann noch in doppelter Überzahl über den 14:14-Ausgleich freuen durfte.

Noch bevor die Vogtländer nach dem Seitenwechsel an die zuversichtlich stimmende Schlussphase der ersten Halbzeit anknüpfen konnten, mussten sie die nächste Hiobsbotschaft verkraften: Maximilian Krüger verletzte sich bei einer Offensivaktion im linken Oberschenkel und war fortan zum Zuschauen verdammt. Da neben dem Kapitän auch schon seit drei Wochen Mittelmann David Zbiral ausfällt und Petr Linhart angeschlagen ins Aufeinandertreffen ging, gingen so langsam dem Einheit-Trainer die Rückraumspieler aus. Trotz dieser fehlenden Wechseloptionen gelang es den Füchsen, sich bis Mitte des zweiten Durchgangs durch eine überragende Defensive einen Drei-Tore-Vorsprung beim 20:17 zu erspielen. „Wir haben dann auch im Positionsangriff Lösungen gefunden, sind mehr in die Breite und öfter ins Eins-gegen-Eins gegangen“, so Jan Richter, dessen personelle Sorgenfalten sich anschließend noch weiter vergrößern sollten. Denn als Kevin Model einen Tempogegenstoß der Thüringer unterbinden wollte, trifft der Apoldaer den Linksaußen mit der Schulter im Gesicht und bricht ihm die Nase. In der Folge liefen die Rot-Weißen auf dem Zahnfleisch, die Fehler häuften sich vor allem im Angriff und die Hausherren konterten die Plauener aus. Deshalb sah sich der Einheit-Trainer beim Stand von 22:21 nach 52 Minuten gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen und auf eine 4:2-Offensivformation mit zwei Kreisläufern umzustellen. Zwar kassierten die Spitzenstädter wenig später den 22:22-Ausgleich, doch es sollte der einzige und letzte Gleichstand in der zweiten Halbzeit bleiben. Denn Linhart legte erst wieder von der Siebenmeterlinie zum 23:22 vor, bevor der erfolgreichste Werfer der Partie mit seinem achten Tor auf 24:22 erhöhte. Die Entscheidung? Nein, denn die Thüringer verkürzten drei Zeigerumdrehungen vor Abpfiff auf 23:24 und ließen so noch einmal die knapp 200 Heimfans auf den zweiten Sieg hoffen, während für die 20 Gästefans das große Zittern begann. Dass die Vogtländer nicht in letzter Sekunde noch die so wichtigen zwei Punkte verloren haben, hat der Aufsteiger seinem Schlussmann Josef Pour zu verdanken, der seine überragende Leistung in den letzten acht Minuten mit sieben parierten Bällen, darunter ein Siebenmeter und drei Konter, krönte. „Den Sieg hat sich die Mannschaft erspielt und Pepe hat ihn festgehalten“, sagt Richter stolz: „Die Auswahl hat Moral und Nervenstärke bewiesen“. Mit nun 5:5 Punkten nach fünf Spielen stehen die Füchse aktuell auf dem achten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga und haben sich einen Drei-Zähler-Vorsprung auf die Abstiegsränge erarbeitet. „Trotz des zweiten Sieges im zweiten Auswärtsspiel können wir mit der Mannschaftsleistung nicht vollends zufrieden sein, da die Angriffsleistung ausbaufähig war, wir Überzahlsituationen nicht gut ausgespielt und uns zu viele Ballverluste sowie technische Fehler geleistet haben“, resümiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Es war ein teuer erkaufter Sieg, wir sind sehr froh über die zwei Punkte und in Anbetracht der vielen verletzten Spieler muss man einfach mal zufrieden sein, wenn man trotzdem gewonnen hat“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model, Wokan (1), Janàsek, Krüger (2), Gehring (4), Linhart (8/3), Kacin, Jahn (5), Horky, Pecek (2), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer David Zbiral, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller 

 

HSV Apolda: Ban (1), Wenke (4), Smiljcic (4), Dejmek (2), Mirilo, Berceanu (2), Pohl, von Lipinski, Pristas, Heinemann (2), Toskoski (1), Langer (5), Winter (2), Kurrat, Diestelberg, Trainer Ralph Börmel, Mannschaftsverantwortlicher Andreas Schöppe

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, keine für HSV Apolda

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 7 für HSV Apolda

Siebenmeter: 6 für HC Einheit Plauen, 2 für HSV Apolda

Disqualifikation: 1 für HSV Apolda (ohne Bericht)

Foto zur Meldung: Einheit bejubelt im zweiten Auswärtsspiel zweiten Sieg
Foto: Einheit bejubelt im zweiten Auswärtsspiel zweiten Sieg

Einheit strebt zweiten Sieg im zweiten Auswärtsspiel an

(28.09.2023)

Am Samstagabend sind die Handballer des HC Einheit Plauen ab 19.30 Uhr beim HSV Apolda gefordert. Wie die Füchse beim Tabellenelften der Mitteldeutschen Oberliga erneut doppelt punkten wollen.

Auf die Frage, ob die Rot-Weißen in Apolda gewinnen müssen, antwortete Einheit-Trainer Jan Richter: „Es ist ein Spiel wie jedes andere, aber wir sind in der Verantwortung und auch wenn wir noch nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, ist es eine ganz, ganz wichtige Partie, um die weitere Saison erfolgreich angehen zu können“. Fakt ist, dass die Thüringer bisher lediglich das Derby gegen den Tabellenletzten SV Hermsdorf mit 31:27 gewinnen konnten und beim SV 04 Oberlosa (22:33), NHV Concordia Delitzsch (13:31) sowie in der Vorwoche gegen den HC Elbflorenz II (21:32) deutliche Niederlagen hinnehmen mussten. „Wir werden alles geben, um diese Begegnung zu gewinnen“, weiß Richter um die Bedeutung des Aufeinandertreffens. Die Spitzenstädter haben zwar in den bisherigen Spielen über weite Strecken überzeugt, aber zu wenige Punkte daraus geholt (3:5). „Das ist sehr schade“, bedauert der Übungsleiter. Mit den Glockenstädtern haben die Vogtländer nun einen Gegner, gegen den sich der Aufsteiger mehr ausrechnet. „Aber jede Auswahl hat in dieser Liga viel Qualität und wir müssen Lösungen finden, um die Herausforderung erfolgreich zu meistern“, warnt Jan Richter: „Apolda ist besonders gefährlich, da sie mit dem Rücken zur Wand stehen, punkten und ein gutes Ergebnis erbringen müssen“. Genau bei solchen Mannschaften sei es dann am schwersten, zu bestehen, „da sie alles in die Waagschale werfen, sich quälen und da müssen wir Gegenhalten“, unterschätzt der Einheit-Trainer die Thüringer nicht: „Das wird ganz, ganz schwer“. Zwar waren die Glockenstädter in der ersten Halbzeit gegen Oberlosa auf Augenhöhe und führten in der 31. Minute sogar mit 14:13, doch sowohl gegen die Nullvierer als auch gegen Delitzsch unterlagen sie dann am Ende deutlicher als die Füchse. „Die Ergebnisse sind nicht vergleichbar, da Apolda auswärts gegen diese beiden Spitzenmannschaften gefordert war und wir vor heimischem Publikum“, erklärt Richter: „Wir sind Selbstbewusst und wissen, dass Apolda Probleme bekommt, wenn wir unsere Leistung abrufen“. Deshalb gilt für die Rot-Weißen, erneut gut in Partie zu kommen. „Wir haben individuell an Problemen gearbeitet und uns speziell auf unsere Kreuze fokussiert“, verrät der Übungsleiter den Trainingsschwerpunkt: „Wir wollen uns mit harter Arbeit den Erfolg erspielen und dafür müssen wir unser Spiel umsetzen“. Da die Thüringer vor allem Probleme im Angriff hatten, „muss unser Ziel sein, dass wir aus einer guten Abwehr in Zusammenarbeit mit einem stark aufgelegten Torhüter unser Tempospiel entwickeln“, fordert Jan Richter, der weiß, dass die Glockenstädter viel über den Kreis spielen: „Wir müssen das gut verteidigen und werden auch da versuchen, Ballgewinne zu forcieren“. Auch wenn der Einheit-Trainer schon Verbesserungen im Angriffsspiel sieht, „müssen wir über 60 Minuten unser volles Leistungsvermögen aufs Parkett bringen, um erfolgreich zu sein“. 

In der erneut kurzen Auswärtsfahrt zählen die Spitzenstädter wieder auf ihre treuen Anhänger - die Begegnung beginnt am Samstagabend, um 19.30 Uhr, in der Sporthalle „Am Sportpark" in Apolda (Adolf-Aber-Straße 1) und der Bus fährt 15.30 Uhr am Sportplatz am Lindentempel sowie 15.45 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit strebt zweiten Sieg im zweiten Auswärtsspiel an
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Einheit auf Augenhöhe mit Favoriten

(24.09.2023)

Erneut haben die Handballer des HC Einheit Plauen nicht nur lange mitgehalten, sondern sogar mehrmals geführt gegen den NHV Concordia Delitzsch. Wieso sich die Füchse am Ende wieder dem Tabellenzweiten der Mitteldeutschen Oberliga mit 26:31 geschlagen geben mussten. 

Nicht nur die 327 Zuschauer in der Einheit-Arena fanden am Samstagabend, dass die 26:31-Niederlage der Rot-Weißen am Ende noch zu hoch ausgefallen ist, sondern auch Jan Richter. „Wir haben uns mehr als achtbar geschlagen, es war ein Spiel von Anfang bis Ende auf Augenhöhe und zum Schluss haben Kleinigkeiten gefehlt, um die Partie zu gewinnen“, resümiert der Einheit-Trainer: „Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten, ein großes Kompliment an die tolle Unterstützung bis zum Abpfiff“. Dabei kamen die Plauener gut in die Begegnung und führten nach neun Minuten mit 5:3. „Wir haben in der Abwehr hart gearbeitet, hatten eine sehr gute Torhüterleistung von Pepe und im Angriff haben wir unsere Würfe in den gegnerischen Maschen untergebracht“, lobt Richter. Doch als die Spitzenstädter wenig später in Unterzahl sind, nutzen das die Nordsachsen konsequent mit einem 4:0-Lauf aus und drehen das Aufeinandertreffen zur eigenen 7:5-Führung - auch, weil die Loberstädter das Quäntchen mehr Glück gehabt und aus nicht optimalen Positionen getroffen haben, während die Vogtländer verwarfen. Erst als die Hausherren wieder vollzählig waren, schafften es die Füchse, konsequent zu verteidigen und kamen so zu Ballgewinnen, die die Rot-Weißen effektiv in Tore umgewandelt sowie zum 7:7 ausgeglichen haben. Bis zum 10:10 in der 24. Minute entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, „in der wir Delitzsch alles abverlangt und es so geschafft haben, sie zu Fehlern zu zwingen“, analysiert der Übungsleiter. Vor allem die beiden Plauener Rückraumwerfer Petr Linhart, der mit insgesamt acht Treffern aus dem Spiel heraus erfolgreichster Werfer des Duells war sowie Maximilian Krüger, der fünf Mal einnetzte, nutzten das zwar große, aber tief stehende Delitzscher Zentrum der 6:0-Defensive zum erfolgreichen Abschluss aus. Dennoch gingen die Spitzenstädter mit einem 14:15-Halbzeitrückstand in die Pause, da die Nordsachsen mit der nötigen Ruhe druckvoll gespielt und immer wieder das Eins-gegen-Eins gesucht haben, das die Loberstädter auch öfter gewannen. „Das war ein paar Mal zu viel und daran müssen wir arbeiten, aber da sind wir schon auf einem guten Weg“, zeigt sich Jan Richter zuversichtlich. 

Nach dem Seitenwechsel erkämpften sich die Spitzenstädter dank einer erneut starken Verteidigung den Ball, glichen wieder zum 15:15 aus und gingen sogar mit 19:17 beziehungsweise 20:18 erneut in Führung. Doch dann der Schock: Kreisläufer Jakub Sira kassiert nach gut 39 Minuten die dritte Zwei-Minuten-Strafe und wird disqualifiziert - und das Fehlen des sehr guten Abwehrspielers nutzten die Gäste in der Folge geschickt aus. „Es war eine Schwächung, die uns sehr viele Körner gekostet hat und das war vielleicht spielentscheidend“, ärgert sich der Einheit-Trainer. Nicht einmal drei Zeigerumdrehungen später mussten die Vogtländer den nächsten Nackenschlag hinnehmen: Da der bisherige sichere Strafwurfschütze Petr Linhart wegen einer Zeitstrafe nicht antreten darf, geht Linksaußen Jan Kacin beim Stand von 20:19 an die Siebenmeterlinie - doch sein Wurf wird vom Concordia-Aushilfstorhüter Karsten Claus stark pariert. Wenig später glichen die Delitzscher erst aus und gingen wieder mit 21:20 in Führung, bevor Jan Richter noch einmal in einer Auszeit Mitte des zweiten Durchgangs seine Mannschaft zurück auf die Siegerstraße bringen wollte. Doch auch NHV-Trainer Jan Jungandreas wendete einen taktischen Kniff an und ließ den Rechtshänder Niclas Reinhardt auf der ungewohnten Position im rechten Rückraum spielen, der in der Folge mit einigen offensiven Aktionen glänzte - und mit sieben Treffern erfolgreichster Concordia-Werfer war. Auch wenn sich zunehmend die fehlende Alternative im Rückraum mit dem erfahrenen Mittelmann David Zbiral bei den Hausherren bemerkbar machte, in einigen Situationen zu früh abgeschlossen oder zu ungeduldig agiert wurde, blieben die Füchse bis zum 26:28 in der 56. Minute in Schlagdistanz. „In solchen Spielen brauchen wir unseren kompletten Kader, um gegen so eine Spitzenmannschaft gewinnen zu können“, meint Richter. Doch in dieser spielentscheidenden Phase kam bei den Rot-Weißen dann auch noch Pech hinzu, als die Plauener die Nordsachsen ins Zeitspiel zwangen und den Wurf blockten, doch der Abpraller direkt wieder bei Niklas Prautzsch landete, der im zweiten Versuch traf, anstatt selbst das Kontertor sowie den so wichtigen Anschlusstreffer zu erzielen. „Dann haben wir alles nach vorn geworfen und gingen mehr ins Risiko, aber wurden dafür leider nicht belohnt“, bedauert der Übungsleiter: „Man hat gemerkt, dass Delitzsch schon mehr Erfahrung in der Liga hat und am Ende hat das vielleicht auch den Ausschlag gegeben“. Dazu kam, dass die Spitzenstädter in der Schlussphase immer wieder am überragenden Concordia-Schlussmann Karsten Claus scheiterten, die nun das Ergebnis mit einfachen Tempogegenstößen noch etwas in die Höhe schraubte und so etwas zu deutlich mit 31:26 gewann. „Die meiste Zeit der Partie haben wir sehr, sehr gut gespielt, hat auch sehr vieles gut funktioniert und hintenraus haben wir dann drei, vier Fehler zu viel gemacht“, schätzt der Einheit-Trainer ein: „Es ist sehr schade, dass wir uns nicht für eine sehr, sehr gute kämpferische Leistung belohnt haben“. Dennoch brachten die Vogtländer eine ordentliche Angriffsleistung gegen die sehr gute Delitzscher Abwehr aufs Parkett, kassierten aber mit 31 Concordia-Treffern zu viele Gegentore. „Wir müssen die Fehler bis zum Schluss gering halten und dürfen in der Defensive nicht vom System abweichen und müssen kompakt stehen“, richtet Jan Richter den Blick nach vorn: „Wir müssen uns weiterentwickeln, da sind aber schon Akzente in die richtige Richtung dabei“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model (3), Wokan (2), Janàsek, Krüger (5), Gehring (1), Linhart (10/2), Kacin (3), Jahn, Zbiral, Faith (1), Horky, Pecek, Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

 

NHV Concordia Delitzsch: Neuhäuser, Klaus - Eulitz (2), Seifert (1), Prautzsch (3), Bielicki, Zierau (3), Kalliske (1), Schmidt (4), Griehl, Viehweger (3), Reinhardt (7), Teichert (1), Amtsberg (6/3); Trainer Jan Jungandreas, Co-Trainer Sven Griehl, Mannschaftsbetreuer Falk Fürstenberg, Physio Milena Brandt

 

Verwarnungen: keine für HC Einheit Plauen, keine für NHV Concordia Delitzsch

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 3 für NHV Concordia Delitzsch

Siebenmeter: 3 für HC Einheit Plauen, 3 für NHV Concordia Delitzsch

Disqualifikationen: 1 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht)

Zuschauer: 327

Foto zur Meldung: Einheit auf Augenhöhe mit Favoriten
Foto: Einheit auf Augenhöhe mit Favoriten

Einheit empfängt Spitzenmannschaft

(21.09.2023)

Nach dem ersten Sieg in der noch jungen Saison haben die Handballer des HC Einheit Plauen mit dem NHV Concordia Delitzsch eine schwere Nuss zu knacken. Dennoch gehen die Füchse zuversichtlich ins Duell gegen den Tabellenzweiten der Mitteldeutschen Oberliga, der am Samstagnachmittag ab 17 Uhr in der Einheit-Arena gastiert.

Für den Einheit-Trainer Jan Richter ist ein klarer Fortschritt zu erkennen: „Gegen Glauchau haben wir uns das Unentschieden am Ende noch erkämpft, gegen Oberlosa sind wir mental super stark ins Spiel reingekommen, konnten uns aber in der Schlussphase nicht mehr belohnen und gegen Hermsdorf gelang uns ein souveräner Start-Ziel-Sieg“. Auch wenn die Rot-Weißen gegen die Thüringer gewinnen mussten, die Spitzenstädter haben diese Pflichtaufgabe erfolgreich erfüllt. „Wir sind voll im Soll, wir sind gut in der Saison angekommen und wir sind schlagfertig, aber nichtsdestotrotz ist Delitzsch eine Spitzenmannschaft, die sich nicht nur sehr stark, sondern in der letzten Partie sogar überragend präsentierte, dementsprechend sind die Nordsachsen auch der Favorit“, berichtet der Übungsleiter: „Andererseits waren die Nullvierer auch der klare Favorit, dennoch waren wir das gesamte Stadtderby mindestens auf Augenhöhe und dementsprechend wissen wir, was wir können, wollen es umsetzten sowie an unser Leistungsmaximum kommen - und wenn wir das schaffen, dann sind wir absolut konkurrenzfähig“. Die Plauener sehen sich konzeptionell gut aufgestellt, „haben auch clevere Spieler und haben das bereits gegen Oberlosa bewiesen“, weiß Richter: „Jeder Spieler ist im Stande, solche Herausforderungen zu lösen und das muss uns dann auch gelingen“. So haben die Spitzenstädter bereits mehrfach gegen solch eine 6:0-Abwehrformation mit offensiveren Halbverteidigern gespielt, „deshalb sollte uns das keine Probleme machen, da es uns nicht überraschen sollte“, meint der Einheit-Trainer: „Zu Hause ist immer das Ziel, zu gewinnen“. Dass sich der Aufsteiger so eine selbstbewusste Ansage getraut, hängt auch mit dem überragenden Auftritt gegen den Staffelfavoriten zusammen. „Vor allem das Stadtderby gegen die Nullvierer hat etwas mit der Mannschaft gemacht, weil sie in dieser Partie zeigen konnte, wie stark sie ist“, erklärt der Einheit-Trainer: „Wenn wir wie gegen Oberlosa über 50 Minuten praktisch keine dummen Fehler machen, also keine ungenauen Pässe spielen, uns keine unvorbereiteten Abschlüsse oder Würfe von schlechten Positionen nehmen, dann wird auch Delitzsch Probleme haben, ins Spiel zu kommen“. Vermeiden wollen die Vogtländer auch, dass der neue Concordia-Mannschaftskapitän Maximilian Amtsberg ins Spiel kommt, denn der im linken Rückraum zum Einsatz kommende Top-Torjäger ist ein überragender Akteur mit starker Wurfgewalt, der aber auch clever zum Kreis passt. „Maximilian Amtsberg müssen wir in den Griff bekommen und das wird extrem schwer“, kennt Jan Richter die Herausforderung: „Das schafft man nur über eine Kollektivleistung, wir müssen auf dieser Seite wahnsinnig verdichten und natürlich wird dann ein anderer Spieler mehr Raum haben, aber diesen müssen wir durch schnelle Beinarbeit wieder schließen“. Die Füchse wollen es den Delitzschern so schwer wie möglich machen, mit ihrem starken Stoßverhalten die Lücken zu finden. „Wir haben keine Angst vor dem Gegner, wir wissen um ihre Stärke, aber die Nordsachsen sollten auch wissen, dass wir zu Hause nur sehr schwer zu bespielen und noch schwerer zu schlagen sind“, so der Übungsleiter: „Die Tagesform ist entscheidend, wir müssen eine Top-Leistung abrufen“. Gegen die sehr starken und großen Defensivspieler vor allem im Mittelblock wird es auf ein Duell Mann-gegen-Mann hinauslaufen. „Wir sind dafür sehr gut aufgestellt, denn jeder Spieler ist natürlich im Stande, auch einzelne Situationen für sich zu lesen und dann richtig zu entscheiden“, fordert Richter, der weiterhin auf Mittelmann David Zbiral verzichten muss: „Ich erwarte eine sehr gute Einstellung, einen absoluten Kampfgeist und dass wir zusammenstehen“. Die Rot-Weißen sollen clever im Angriff agieren und wollen auch mit Tempohandball zum Erfolg kommen. „Natürlich war der Sieg gegen Hermsdorf wichtig und gab uns Selbstvertrauen“, erzählt Einheit-Trainer Jan Richter, der wieder auf eine lautstarke Unterstützung von den Rängen hofft: „Unsere Fans sind für uns ein extrem wichtiger Rückhalt, sie können beflügelnd sein und so können wir über uns hinauswachsen“. (flow)

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Foto: Einheit empfängt Spitzenmannschaft

Einheit feiert ersten Sieg

(17.09.2023)

"Es war ein Start-Ziel-Sieg und wir waren das gesamte Spiel überlegen, was auch der gegnerische Trainer anerkannte", freut sich Einheit-Trainer Jan Richter nach dem 32:26-Sieg beim SV Hermsdorf. Für die Rot-Weißen war es der erste Sieg in der noch jungen Saison.

Dabei überraschte Hermsdorf zu Beginn der Partie mit einer 4:2-Abwehr und wollte so nach zwei Niederlagen den ersten Erfolg in ausverkaufter eigener Halle bejubeln. Doch die dadurch entstandenen Freiräume nutzte der erstmals in dieser Saison zum Einsatz gekommene Linksaußen Kevin Model abgezockt in Eins-gegen-Eins-Situationen aus und so stand es nach sechs Minuten 6:3 für die Füchse. Nachdem die Hausherren auf eine 6:0-Defensive umgestellt hatten, bekamen die Rot-Weißen Probleme und kassierten den 6:6-Ausgleich. "In dieser Phase waren wir etwas wackelig, waren im Abschluss nicht so sicher", ärgert sich Richter. In der Folge stabilisierten sich die Plauener wieder, die die Ausfälle von Mittelmann David Zbiral sowie der beiden Rechtsaußen Dominik Pecek und Jan Faith kompensieren mussten. Als Mitte des ersten Durchgangs Torhüter Tim Hujer eingewechselt wurde, begann die stärkste Phase der Plauener, die sie mit einem 7:2-Lauf zur 15:11-Führung krönten. "Wir haben richtig gut gespielt, clevere Entscheidungen getroffen und Tim hat eine überragende Leistung mit 16 Paraden gezeigt", erklärt Jan Richter. Doch unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff leisteten sich die Vogtländer noch zwei überhastete Abschlüsse, die mit dem 15:13-Pausenstand bestraft wurden.

Nach dem Seitenwechsel hielt der Aufsteiger dem Aufbäumen der Holzländer stand, die die Begegnung bis zur 39. Minute beim 19:21 offen halten konnten. Doch dann schwanden bei den Thüringern merklich die Kräfte und die entstandenen Lücken sowie abgefangenen Bälle wandelte Einheit konsequent in eigene Treffer um. Lohn für das souveräne Agieren der Füchse war ein 9:4-Lauf zum 30:23, der das Aufeinandertreffen nach 54 Minuten entschieden hatte. "Trotz des klaren 32:26-Auswärtssieges hatten wir einige Schönheitsfehler, da wir vor allem in der Abwehr zu viele Fehler gemacht haben", resümiert Jan Richter. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model (7), Wokan (1), Janasek (4), Krüger (3), Gehring (4), Linhart (8), Kacin, Jahn (2), Zbiral, Horky (2), Pecek, Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

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Foto: Einheit feiert ersten Sieg

Einheit erstmals auswärts gefordert

(14.09.2023)

Nachdem die Handballer des HC Einheit Plauen in den ersten beiden Heimspielen den ersten Sieg denkbar knapp verpasst haben, wollen sie nun auf fremdem Parkett jubeln. Am Samstagabend ab 19.30 Uhr gastieren die Füchse beim aktuellen Tabellenletzten der Mitteldeutschen Oberliga SV Hermsdorf.

Sowohl beim 28:28-Unentschieden im Saisonauftakt gegen den HC Glauchau/Meerane als auch bei der 22:24-Niederlage im Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa hat eine nervenaufreibende Schlussphase über den Ausgang der beiden Partien entschieden, aus denen der HC Einheit Plauen jedoch mit nur einem Punkt herausgegangen ist. „Gegen Glauchau lagen wir fast die gesamte Spielzeit zurück und haben am Ende über einen Kraftakt noch den einen Zähler eingefahren, auch wenn die letzte Aktion bisschen unglücklich war“, betrachtet Trainer Jan Richter die zwei Begegnungen differenziert: „Gegen den Staffelfavoriten Oberlosa haben wir fast die gesamte Spielzeit geführt und am Ende hat man dann einfach gemerkt, dass sie schon länger in der Liga sind, weil sie abgezockter waren“. Dennoch sei ein klarer Fortschritt zu erkennen, „das Stadtderby war schon sehr nah an unserem Leistungslimit und wenn die Tendenz so weiter geht, dann bin ich bester Dinge“, zeigt sich Richter zuversichtlich: „Wir wollen das Spiel gewinnen und ich hoffe, dass wir wieder eine so starke Leistung wie gegen Oberlosa aufs Parkett bringen - und diesmal über die kompletten 60 Minuten“. Die Trainingseindrücke seien sehr gut, „die Mannschaft ist willig und weiß auch, worum es geht“, so der Übungsleiter: „Es wäre wichtig, dass wir dieses Erfolgserlebnis einfahren, damit sich unsere positive Entwicklung weiter fortsetzt“. Dafür müssen die Rot-Weißen erneut so ballsicher wie gegen die Nullvierer agieren, dürfen sich nur wenige Fehlwürfe leisten und nicht zu viel wollen, also nicht den Kopf verlieren. „Wenn wir mental vollkommen fokussiert auftreten, dann können wir eine richtig starke Leistung aufs Parkett legen“, weiß Jan Richter: „Wir werden dem Druck standhalten, haben einen großen Schritt nach vorn gemacht und sind reif für den ersten Sieg“. Damit dieser auch gelingt, müssen sich die Plauener ans Spielkonzept halten, brauchen die Spitzenstädter in der Defensive zusammen mit dem Torhüter wieder so eine überragende Leistung wie gegen die Gelb-Schwarzen und „wir müssen den Gegner im Positionsspiel immer wieder zu Fehlern zwingen, um die daraus resultierenden Ballgewinne in Tore umwandeln zu können“, fordert der Einheit-Trainer: „Wir sind spezifisch auf die Stärken von Hermsdorf eingegangen, haben noch einmal unseren Spielstil angepasst und so denke ich, dass wir bestens gerüstet sind“. Dass die Vogtländer auf Rechtsaußen Dominik Pecek wegen einer Knieverletzung und Mittelmann David Zbiral verzichten müssen, der nach einem Schlag auf den Oberschenkel im Stadtderby ausfällt, bereitet Richter keine Sorgen. „Wir haben eine breite Personaldecke, jede Position ist doppelt und Rechtsaußen sogar dreifach besetzt“, sagt der Übungsleiter: „Darauf waren wir vorbereitet und da haben andere Spieler nun die Möglichkeit, sich einzubringen“. Auch wenn die Holzländer nach bereits zwei verlorenen Aufeinandertreffen mit dem Rücken zur Wand stehen, „bietet Hermsdorf eine geile Kulisse und da macht es viel Spaß, Handball zu spielen“, freut sich Jan Richter: „Es ist für uns extrem wichtig, dass die Spieler auf dem Parkett auch auswärts lautstark unterstützt werden und deshalb hoffe ich, dass viele Fans mitfahren“. In der ersten Auswärtsfahrt in dieser Saison zählen die Füchse wieder auf ihre treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstag, um 19.30 Uhr, in der Werner-Seelenbinder-Sporthalle in Hermsdorf (An der Sporthalle) und der Bus fährt 16.15 Uhr am Sportplatz am Lindentempel sowie 16.30 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

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Einheit schnuppert an Sensation im Stadtderby

(10.09.2023)

In einer erneut extrem spannenden Schlussphase unterlagen die Handballer des HC Einheit Plauen denkbar knapp mit 22:24 gegen den SV 04 Oberlosa. Wieso eine 13:8-Halbzeitführung nicht zum ersten Sieg gegen den Rivalen in der Mitteldeutschen Oberliga reichte.

Drei Jahre mussten die Handballfans darauf warten, am Samstagnachmittag war es dann endlich wieder soweit: Das neunte Stadtderby stieg zwischen dem HC Einheit Plauen und SV 04 Oberlosa - und sorgte wieder für eine volle Einheit-Arena. Schon vor Anpfiff des ganz besonderen Duells bekam so mancher der 876 Fans Gänsehaut, als sich der Einheit-Block mit 400 Fahnen in eine rot-weiße Wand verwandelte. „Wir haben das Spiel zu einem Handballfest gemacht und ich hoffe, dass sich die Zuschauer merken, was hier für den Sport sowie für die Region geboten wurde“, ist Einheit-Trainer Jan Richter begeistert. Diese grandiose Unterstützung von den Rängen schien die Füchse auf dem Parkett zu beflügeln, die wacher ins Spiel starteten und nach knapp vier Minuten bereits mit 2:0 führten. Nachdem der Zweitliga-erfahrene Kevin Roch die Partie zu Gunsten des Staffelfavoriten zum 3:2 drehte, wurde deutlich, dass sich die beiden Aufgebote nichts schenken werden und auf Augenhöhe sind. Doch es sollte die einzige Führung der Gelb-Schwarzen in der ersten Halbzeit bleiben, denn in der Schlussphase drehte der Aufsteiger und vor allem Torhüter Josef Pour mit insgesamt 14 Paraden so richtig auf. „Es war absolut überragend, wie die Abwehr gearbeitet, wie die Mannschaft zusammengestanden hat und was Pepe heute für eine Leistung gebracht hat, das war einmalig“, ist Richter stolz auf seine Auswahl: „Es war Handball zum Genießen“. Die durch diese starke Defensive erkämpften Ballgewinne nutzten die Reusaer effektiv, indem sie entweder über einen Konter abschlossen oder schnell auf den Punkt spielten, sich ans Spielkonzept hielten und so immer wieder dank guter Würfe einnetzten. Der Lohn für diesen bärenstarken ersten Durchgang war die verdiente und fast schon sensationelle 13:8-Halbzeitführung für Einheit. „Unsere Stärke war, dass wir eine unglaublich starke Mannschaftsleistung aufs Parkett brachten, dass die Jungs um jeden Ball gekämpft haben und dass sie sich wahnsinnig motiviert haben“, schwärmt der Übungsleiter: „Wir haben absolut clever im Angriff agiert, hatten nur einen technischen Fehler und wenige Fehlwürfe“.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Füchse sogar noch auf 14:8, zeigten weiter ein Riesenspiel, doch die Nullvierer waren nun im Stadtderby angekommen und so schmolz der Vorsprung, auch weil die Gäste kraftvoller sowie dynamischer agierten. Auch, weil Einheits Mittelmann David Zbiral einen Schlag auf den Oberschenkel bekam und Rückraumspieler Petr Linhart noch angeschlagen war, der dennoch Verantwortung übernommen sowie gute Aktionen eingeleitet hat. Besonders Oberlosas Nico Schneider (sechs Tore) und Roch (fünf Treffer) nutzten ihre Zweitligaerfahrung, bevor Mitte der zweiten Halbzeit Miroslav Nedoma zum 18:18-Ausgleich traf. „Wir haben den ein oder anderen Fehler zu viel gemacht und hatten mit dem langen Wechsel Probleme“, analysiert Jan Richter. Doch erneut gelang dem Aufsteiger ein 3:0-Lauf, schien wieder auf die Siegerstraße zu kommen und ging mit einer 22:19-Führung in die Schlussphase. In dieser entschied dann vor allem die bessere Chancenverwertung zu Gunsten der Randplauener, die beim 23:22 sechs Minuten vor Abpfiff die Führung übernahmen. „Wir hatten dann am Ende mehr zu verlieren als zu gewinnen und ab dieser Phase hat man gemerkt, dass jeder Meter schwer wurde“, sucht der Übungsleiter nach einer Erklärung: „Das war die spielentscheidende Phase, in der uns auch die Kraft fehlte, was Oberlosa bestraft hat“. Die Hausherren gaben sich dennoch nicht geschlagen und überzeugten mit Spielstärke, doch zu einem Torerfolg reichte es in den letzten elf Zeigerumdrehungen nicht mehr. Denn der in der Schlussphase eingewechselte SV-04-Torhüter Henric Ebert brachte reihenweise die Einheit-Werfer zur Verzweiflung und wurde so zum Matchwinner. „In dieser Phase haben wir das Spiel verloren, da müssen wir zwei Tore machen, haben die Chancen dafür gehabt“, sagt Jan Richter: „Der nicht verwandelte Siebenmeter und die zwei verworfenen Konter haben uns das Genick gebrochen, da fehlte uns das Spielglück“. Nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung wegen eines Stürmerfouls in der Schlussminute folgte die Spielentscheidung, als Jakub Kolomaznik zum 24:22-Endstand für Oberlosa in dem packenden Stadtderby traf. „Ich mache meiner Mannschaft ein unglaublich großes Kompliment“, so ein trotz der ersten Niederlage seit eineinhalb Jahren sehr zufriedener Einheit-Trainer Jan Richter: „Ich glaube, man hat heute gesehen, welche Mannschaft sprichwörtlich das Herz auf dem Parkett gelassen, welche Mannschaft wirklich alles gegeben hat und welche Mannschaft absolut am Limit war“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model, Wokan (3 Tore), Janàsek, Krüger (3), Gehring (1), Linhart (2/davon 1 Siebenmeter), Kacin (4), Jahn (3), Zbiral, Faith (2), Horky, Pecek (1), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Antonia Weller

 

SV 04 Oberlosa: Foluszny, Ebert - Stäglich, Roch (5), Beketov, Roth, Pfeiffer, Schauer, Schneider (6), Duschek, Hertel (2), Hanisch (2), Kolomaznik (1), Nedoma (3), Kucharik (4/3), Naumann (1); Trainer Ladislav Brykner, Co-Trainer David Woitke, Mannschaftsverantwortlicher Steffen Hertel, Physio Maxie Fankhänel

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 1 für SV 04 Oberlosa

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 2 für SV 04 Oberlosa

Siebenmeter: 2 für HC Einheit Plauen, 4 für SV 04 Oberlosa

Zuschauer: 876

Foto zur Meldung: Einheit schnuppert an Sensation im Stadtderby
Foto: Einheit schnuppert an Sensation im Stadtderby

Einheit fiebert Stadtderby entgegen

(07.09.2023)

Es ist der Saisonhöhepunkt für die Handballer des HC Einheit Plauen und des SV 04 Oberlosa. Am Samstagnachmittag ab 17 Uhr treffen die beiden Rivalen in der Einheit-Arena erstmals seit drei Jahren wieder in der Mitteldeutschen Oberliga aufeinander.

„Wir spielen zu Hause und wir haben immer das Ziel, zu gewinnen“, stellt Trainer Jan Richter klar: „Wir wissen natürlich schon, dass Oberlosa der klare Favorit und nach dem ersten Spieltag sogar klarer Staffelfavorit ist“. Dementsprechend wird es ein hartes Stück Arbeit, nichtsdestotrotz wollen die Füchse speziell im Stadtderby vor heimischer Kulisse im besten Fall punkten. „Die Vorfreude ist riesig, wir haben lange darauf gewartet und es ist das größte Spiel sowohl für die Zuschauer als auch für die beiden Mannschaften der Saison“, strahlt der Übungsleiter: „Durch die Rivalität wird es zu einer außergewöhnlichen Partie“. Die Brisanz und die Nähe der beiden Stadtvereine, aber auch dass sich die Spieler untereinander kennen sowie so viele Fans begeistert, macht es einzigartig. „Vor 1000 Zuschauern zu spielen, dass man schon die Anspannung in den Tagen zuvor spürt und dass es in der Stadt schon lange ein großes Thema ist, ist für mich ganz besonders“, schwärmt Richter: „Es ist das geilste, vor so einer Kulisse zu spielen und in meinem Fall als Trainer tätig zu sein“. Die Motivation ist unglaublich groß, endlich mal das Stadtderby zu gewinnen und das zu schaffen, was den Rot-Weißen in neun Duellen nicht gelungen ist. „Wir empfinden keinen größeren Druck, wollen den Zuschauern ein unvergessliches Handballspiel bieten“, freut sich der Einheit-Trainer: „Es ist einmalig in der Liga und für die Fans ein absolutes Fest“. Das letzte Stadtderby in der Einheit-Arena stieg am 5. Oktober 2019, das die Schwarz-Gelben - wie auch die sieben Begegnungen zuvor - mit 29:25 gewannen, doch im letzten direktem Duell trotzten am 26. September 2020 die Reusaer den Nullvieren ein 18:18-Unentschieden in der Kurt-Helbig-Halle ab. „Es muss in diesem Spiel gegen diesen Gegner bei uns alles perfekt verlaufen“, weiß Jan Richter: „Es muss sehr viel zusammen kommen, wir müssen vollends unser Leistungsvermögen aufs Parkett bringen, dann ist alles möglich“. Das bedeutet, dass Einheit es schaffen muss, in der Abwehr kompakt zu stehen, die überragenden Oberlosaer Einzelspieler im Griff zu haben und körperlich hart im Kollektiv zu decken. „Für mich ist das Torhüter-Duell der wichtigste Positionskampf, denn der Schlussmann kann immer ein Aufeinandertreffen entscheiden, da er immer die Chance hat, einen noch so gut vorgetragenen Spielzug oder Einzelaktion zu vereiteln“, so der Übungsleiter: „Um erfolgreich sein zu können, müssen wir dieses Duell gewinnen, wir brauchen also eine überragende Torhüterleistung und daraus müssen wir es schaffen, viele Kontertore zu erzielen“. Im Angriff gilt es für die Füchse, die Fehler zu minimieren, mit Kopf und auf den Punkt zu spielen und effektiv abzuschließen. „Ich weiß, zu was meine Mannschaft im Stande ist, welche Qualitäten sie hat und sie kann auch über sich hinauswachsen und vielleicht gelingt uns das in diesem Spiel“, hofft Richter: „Alles, was uns Oberlosa anbietet, wollen wir nutzen und je länger wir das Spiel offen gestalten können, desto schwieriger wird es auch für die Nullvierer“. Dass die überragend besetzten Schwarz-Gelben nicht unschlagbar sind, zeigte sich zum Auftakt gegen den HSV Apolda, als Oberlosa nach 31 Minuten 13:14 zurücklag. „Speziell in der zweiten Halbzeit waren die Nullvierer den Thüringern vollkommen überlegen“, berichtet der Einheit-Trainer: „Nichtsdestotrotz gab es auch Phasen, in denen es nicht gut lief und solche Situationen müssen wir nutzen“. Dass beide Mannschaften unterschiedliche Wege in der Vergangenheit gegangen sind, zeigen die letzten zwei Jahre: Während die Schwarz-Gelben in der Vorletzten Saison noch in der dritten Liga aufliefen, mussten die Rot-Weißen in der vergangen Spielzeit in der Sachsenliga auf Punktjagd gehen. „Man merkt in den Trainingseinheiten ein Kribbeln, dass jeder weiß, dass es ein Prestigeduell ist“, erzählt Jan Richter: „Aber wir dürfen deshalb nicht verbissen sein, sondern müssen die nötige Lockerheit haben, um erfolgreich zu sein“. Maximal erfolgreich war Oberlosa, die eine überragende Rückrunde gespielt, von 34 möglichen Punkten 33 Zähler geholt haben - nur ein 27:27-Unentschieden beim Aufsteiger HC Burgenland - und in diesem Jahr noch ungeschlagen sind. „Wir sind absolut konkurrenzfähig, bestens vorbereitet und werden alles geben, um nicht zu verlieren“, sagt Richter mit dem Selbstbewusstsein, schon seit eineinhalb Jahren ungeschlagen zu sein.

Die Anhänger beider Mannschaften werden am Samstag lautstark hinter ihren Jungs stehen und die Einheit-Arena voraussichtlich bis auf den letzten Platz gefüllt sein. „Wir haben im Vorverkauf mehr als 500 Karten verkauft“, informiert die Vorstandsvorsitzende Sabrina Lukas: „Das heißt, dass es am Samstag noch 400 Tickets im Freiverkauf gibt“. Für diejenigen, die also noch Karten erwerben möchten, öffnet die Kasse am Samstag um 15 Uhr. „Um lange Schlangen und großes Gedränge zu vermeiden, bitten wir die Oberlosaer Anhänger, die schon ein Ticket haben, den Seitenaufgang an der rechten Seite der Halle zu nutzen“, so Lukas weiter: „Wir bitten alle Einheit-Fans, zur Unterstützung unserer Mannschaft in roter Kleidung zu erscheinen“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit fiebert Stadtderby entgegen
Foto: Einheit fiebert Stadtderby entgegen

Einheit mit gewonnenem Punkt im Westsachsen-Derby

(03.09.2023)

In einer an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Schlussphase haben sich die Handballer des HC Einheit Plauen ein 28:28-Unentschieden gegen den HC Glauchau/Meerane zum Saisonstart in der Mitteldeutschen Oberliga erkämpft. Wieso der Aufsteiger kurzzeitig sogar wie der Sieger aussah.

Als das Schlusssignal am Samstagabend in der Einheit-Arena beim Stand von 28:27 ertönte, da kannte bei den 312 Zuschauern und bei den Handballern des HC Einheit Plauen die Freude keine Grenzen mehr, Trainer Jan Richter sprang euphorischst in die Luft. „In dem Moment war aus meiner Sicht das Spiel aus, ich sah auch kein strafwürdiges Foul und deswegen war ich überglücklich, dass wir die Partie am Ende noch gedreht hatten“, beschreibt Richter seinen ausgelassenen Jubel. Doch nur wenige Sekunden später wurden der Übungsleiter und die Füchse wieder auf den bitteren Boden der Tatsachen zurückgeholt. Denn das Schiedsrichterduo sah in der letzten Aktion des besonders am Ende hoch emotionalen Westsachsen-Derbys ein strafwürdiges Abwehrverhalten von Dominik Pecek, der einen Kontakt mit dem zum Wurf gehendem Rechtsaußen Tim Drechsel von Glauchau/Meerane provoziert haben soll. Die Folge: Siebenmeter - und Gästespieler Christian Döhler ließ sich diese Chance zum 28:28-Ausgleich nicht nehmen. Dabei kamen die Rot-Weißen nicht gut in die Begegnung, lagen nach zwei Minuten 0:2 zurück. „Wir waren zu Beginn zu aufgeregt, mussten uns erst einmal in der neuen Liga zurecht finden und haben uns dann aber ins Spiel gearbeitet“, erklärt der Übungsleiter. Nach dem 2:2 legten die Gäste immer wieder ein bis zwei Tore vor, bevor die Spitzenstädter wieder ausglichen und nach gut 18 Minuten erstmals selbst mit 10:9 in Führung gehen konnten. „Wir haben uns auf die gegnerische Spielweise eingestellt, hatten dadurch einige Ballgewinne in der Abwehr und im Angriff nutzten wir die uns bietenden Lücken effektiv, um erfolgreiche abzuschließen“, freut sich Jan Richter. In der Folge leisteten sich die Vogtländer zu viele Fehler in der Entscheidungsfindung, die daraus resultierenden Ballverluste und Konter nutzte Glauchau/Meerane zu einem 4:0-Lauf, um sich erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung (13:10) zu erspielen, der auch zur Halbzeit beim Stand von 17:14 Bestand hatte. „Das geht dann ganz schnell in der Liga, da werden die Fehler eiskalt bestraft“, ärgert sich der Übungsleiter: „Wir sind immer wieder von unserem Spielkonzept abgewichen, aber wenn wir unsere Fehler reduzieren, dann hätten wir das Aufeinandertreffen in dieser Phase zu unseren Gunsten gestalten können“.

Das gelang den Plauenern im zweiten Durchgang besser, kämpften sich so immer wieder auch dank der Treffsicherheit der beiden Außenspieler Pecek und Jan Kacin auf ein Tor heran, doch der Ausgleichstreffer sollte einfach nicht gelingen. „Es waren immer wieder Kleinigkeiten, die wir nicht optimal gelöst haben, denn wir haben uns die Bälle in der Defensive hart erarbeitet, aber in der Offensive agierten wir zu unstrukturiert“, kritisiert Richter: „Immer wenn wir die Chance hatten, auszugleichen oder uns sogar etwas abzusetzen, haben wir sie leider nicht genutzt“. Als die Gäste nach knapp 51 Minuten erneut mit drei Toren beim 25:22 in Führung lagen, da schien das zehnte Westsachsen-Derby bereits zu Gunsten des Tabellensiebten der Vorsaison entschieden zu sein. Doch die Auszeit des Einheit-Trainers wirkte, bei Glauchau/Meerane machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar, da sie vor allem nach der roten Karte von ihrem besten Werfer Vaclav Klimt in der 17. Minute „nicht mehr die Tiefe wie wir im Kader hatten und unsere Mannschaft absolut fit ist, sodass wir bis zum Schluss volles Tempo gehen konnten“, analysiert Jan Richter: „Wir haben gezeigt, dass wir Moral haben, bis zum Schluss kämpfen können und konnten so sogar noch einmal mit 28:27 in Führung gehen“. Doch dann ertönte der Pfiff, der den Füchsen nicht den ersehnten Sieg zum Saisonauftakt und den fünften Erfolg im Westsachsen-Derby gönnen sollte, sondern mit dem 28:28-Remis das erstmalige Unentschieden in diesem Duell bedeute. „Am Ende war es ein ordentlicher Start, wenn man den Spielverlauf sieht ein leistungsgerechtes Unentschieden und wir haben aber auch gemerkt, dass wir noch einige Defizite haben, an denen wir noch arbeiten müssen“, resümiert Richter: „In der Abwehr müssen wir noch konsequenterer verteidigen und wenn wir im Angriff besser auf den Punkt spielen sowie nicht den Kopf verlieren, dann sind wir fürs Derby gerüstet“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar, Hujer - Model, Wokan (1), Janasek, Krüger (1), Gehring, Linhart (4), Kacin (6), Jahn (6), Zbiral (2), Horky, Pecek (6), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Physio Antonia Weller

 

HC Glauchau/Meerane: Poppitz (6), Ludwig (3), Piller (4), Döhler (6/6), Schmidt (3), Seidemann, Esche, Drechsel (1), Klimt (1/1), Kylisek, Zauber (2), Staude (2), Pfeil; Mannschaftsverantwortlicher Oliver Pflug, Trainer David Kylisek, Co-Trainer Felix Uhlig

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 1 für HC Glauchau/Meerane

Zeitstrafen: 9 für HC Einheit Plauen, 6 für HC Glauchau/Meerane

Disqualifikationen: 1 für HC Glauchau/Meerane (ohne Bericht)

Siebenmeter: 2 für HC Einheit Plauen, 8 für HC Glauchau/Meerane

Zuschauer: 312

Foto zur Meldung: Einheit mit gewonnenem Punkt im Westsachsen-Derby
Foto: Einheit mit gewonnenem Punkt im Westsachsen-Derby

Gegneranalyse: HC Glauchau/Meerane

(02.09.2023)

Mit dem HC Glauchau/Meerane empfangen die Handballer des HC Einheit Plauen heute Nachmittag um 17 Uhr vor heimischem Publikum den Tabellensiebten der vergangenen Saison in der Mitteldeutschen Oberliga. Doch wo haben die Westsachsen ihre Stärken und Schwächen? Eine Gegneranalyse.

Die vergangene Saison schloss die Mannschaft von Trainer David Kylisek und Co-Trainer Oliver Pflug auf dem siebten Platz in der Mitteldeutschen Oberliga ab. Personell gab es beim HC Glauchau/Meerane durch das Karriereende von Kreisläufer Christian Staude einen Abgang, der intern mit vorhandenen Spielern kompensiert werden soll und so steht im 15-Mann-Kader der Westsachsen mit Stefan Staude nur ein klassischer Kreisläufer zur Verfügung. „Es ist immer für einen einzelnen Spieler eine hohe Belastung, aber Stefan hat schon in der letzten Saison gezeigt, als sein Bruder verletzt war, dass er dieser standhalten kann“, zeigt sich Oliver Pflug vorsichtig optimistisch: „Sicherlich ist das ein Manko, da wie bisher zwei unterschiedliche Kreisläufer natürlich auch besser wären, um die Gegner vor unterschiedliche Aufgaben stellen zu können“. Auch sonst sieht der Co-Trainer seine Auswahl nicht so breit aufgestellt, die die Verantwortlichen sehr gerne noch mit einem großen Linkshänder für den rechten Rücktraum verstärkt hätten. Einziger Neuzugang ist Linkshänder Tim Drechsel aus Chemnitz, der sich mit Lukas Zauber einen Konkurrenzkampf auf Rechtsaußen liefern soll. Sorgen bereitet den Übungsleitern die angespannte Personalsituation, weshalb die Gäste mit einem dezimierten Kader anreisen werden. „Auch unsere Vorbereitung lief aufgrund von personellen Ausfällen oder kleineren Verletzungen nicht ganz optimal, so dass wir nicht so oft mit der gesamten Mannschaft trainieren konnten, wie wir uns das gewünscht hatten“, berichtet Pflug, der auf Felix Uhlig und Lukas Rülke verzichten muss sowie um einen Einsatz von Tim Esche bangt. Vor allem in der Offensive ist beim HC Glauchau/Meerane noch Luft nach oben, da vor allem die Angriffseffektivität zu wünschen übrig ließ, wie das einzige öffentliche Testspiel in der Sachsenlandhalle gegen den Sachsenligisten Zwickauer HC Grubenlampe zeigte „Wir haben verschiedene Deckungsvarianten probiert und da waren gute Ansätze dabei“, sagte der Co-Trainer nach dem 27:22 (13:13)-Sieg: „Das Umschaltspiel war nicht optimal und die Entscheidungsfindung bleibt ausbaufähig“. Dabei hat sich Esche besonders in der Abwehr als wichtiger Spieler etabliert, seine Rolle wird durch das Karriereende von Staude in dieser Saison sicherlich noch entscheidender. Dennoch zeigten die Testspiele, dass die Westsachsen den Abgang ihres Abwehrchefs Christian Staude nicht adäquat ersetzen konnten und sich die Verantwortlichen mit einem einstelligen Tabellenplatz sowie frühstmöglichen Klassenerhalt zufrieden geben würden. „Ich glaube, dass wir mit den Podestplätzen nichts zu tun haben werden und selbst die Vorjahresplatzierung zu erreichen, wäre schon ein sehr hoch gestecktes Ziel“, schätzt Oliver Pflug ein. Mehr als ein Viertel der Tore in der letzten Spielzeit gingen auf das Konto von Vaclav Klimt, der mit 226 Treffern in 30 Partien die zweit meisten Tore in der Oberliga erzielt hat. „Wir sehen es prinzipiell eher als ein Nachteil, da es unser Spiel berechenbarer macht“, sagte Trainer David Kylisek in einem Interview: „Uns wäre eine gleichmäßige Verteilung der Tore auf alle Positionen lieber und trotzdem sind wir froh, dass wir einen so wurfgewaltigen Spieler in der Auswahl haben“. Dagegen ist für den HC Glauchau/Meerane der unveränderte Kader ein Vorteil, der dadurch stabiler und eingespielter, aber auch berechenbarer ist. Die Gäste haben dabei eine variable Spielweise, die davon abhängt, wer auf dem Parkett steht und versuchen, aus einer soliden Verteidigung heraus mit Tempo in den Angriff zu gehen. „Wir haben ein sehr starkes Torhüterduo, sind auf dieser Position richtig gut besetzt und haben uns auch das ein oder andere Spiel in Verbindung mit der Abwehr gewonnen“, weiß Pflug: „Sie geben der Defensive extrem viel Stabilität und Rückhalt“. Trotzdem sieht der Co-Trainer seine Riege nicht in der Favoritenrolle, „da ich glaube, dass sich beide Mannschaften auf einem ähnlichen Niveau begegnen werden und es so eine sehr ausgeglichene Begegnung wird“, so Oliver Pflug, der sich auf ein Wiedersehen mit Jan Richter und Maximilian Krüger freut: „Es ist immer schön, wenn man wo spielt, wo man viele Leute kennt“. (flow)

Foto zur Meldung: Gegneranalyse: HC Glauchau/Meerane
Foto: Gegneranalyse: HC Glauchau/Meerane

​​​Informationen zum Kartenverkauf für das Stadtderby am 9. September 2023

(01.09.2023)

1. Der Kartenvorverkauf findet am Samstag (2. September) im Rahmen des Heimspiels gegen den HC Glauchau/Meerane und am Montag (3. September) um 18 Uhr in der Einheit-Arena statt.

2. Das Ticketkontingent ist auf 900 Tickets begrenzt, um die maximale Zuschauerzahl von 1.000 einhalten zu können.

3. Der Preis pro Karte beträgt 7 Euro.

Foto zur Meldung: ​​​Informationen zum Kartenverkauf für das Stadtderby am 9. September 2023
Foto: ​​​Informationen zum Kartenverkauf für das Stadtderby am 9. September 2023

Einheit freut sich auf Westsachsen-Derby zum Saisonauftakt

(31.08.2023)

Für die Handballer des HC Einheit Plauen startet am Samstagnachmittag die neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga. Dabei kommt es gleich zum Auftakt ab 17 Uhr in der Einheit-Arena zum Westsachsen-Derby gegen den HC Glauchau/Meerane.

Als der HC Einheit Plauen in seine letzte Oberliga-Spielzeit ging, da hieß der Gegner auch HC Glauchau/Meerane - einziger Unterschied: Das Duell stieg am 11. September 2021 in der Sachsenlandhalle, am Samstagnachmittag ab 17 Uhr sind die Füchse die Gastgeber des Westsachsen-Derbys. „Die Vorfreude ist riesengroß, endlich wieder in unserer Liga spielen zu dürfen und dann haben wir auch gleich gegen Glauchau ein super Auftaktspiel in der Einheit-Arena“, strahlt Trainer Jan Richter, dessen erster Männerverein der damalige HSV Glauchau war: „Es war für uns extrem wichtig, den direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga zu schaffen, haben uns diesen auch mit sehr guten Leistungen verdient und jetzt wollen wir den Kampf annehmen, um eine packende Saison aufs Parkett zu legen“. Glauchau sei laut des Übungsleiters ein super interessanter, spannender Gegner und nach ihrer starken Saison natürlich auch der Favorit in dieser besonderen Begegnung. „Es gibt ja nichts Besseres, als gleich mit dem Westsachsen-Derby auf heimischem Parkett zu starten und deshalb hoffen wir, dass richtig viele Zuschauer uns lautstark unterstützen werden“, sagt Richter, der noch immer sehr viel mit Glauchau verbindet: „Wir sind eine heimstarke Mannschaft und müssen Glauchau Paroli bieten“. Damit das gelingt, müssen die Rot-Weißen die grundsätzlichen Tugenden zeigen: Den Kampf sofort annehmen, sich schnell an die höhere Qualität in der Oberliga gewöhnen und Glauchau nichts herschenken. „Es wird aber auch auf eine gute Abwehrarbeit ankommen und dass wir die daraus resultierenden Ballgewinne sowie Tempogegenstöße effektiv in eigene Tore umwandeln“, fordert der Einheit-Trainer: „Im Angriff müssen wir mit Ruhe und Klugheit spielen, um die Fehlerquote so gering wie möglich zu halten“. Denn Glauchaus Stärke ist ihre sehr gute Abwehr und ihr sehr erfahrener Torhüter Ludek Kylisek. „Dieses Bollwerk gilt es zu knacken, deshalb wird es umso wichtiger sein, dass wir nur wenige Gegentore zulassen und die vermeintlichen einfachen Treffer erzielen“, gibt Jan Richter die Marschroute vor: „Wir wollen Glauchaus Defensive mit unserem variablen, schnellen Spiel sowie unseren guten Rückraumwerfern immer wieder vor neue Herausforderungen stellen und sie so zu Fehlern zwingen“. Diese maximale Variabilität müssen die Plauener nur zur richtigen Zeit aufs Parkett bringen, denn mit 13 Feldspielern und drei Torhütern sollten die Spitzenstädter in der Lage sein, jede Herausforderung zu lösen. „Dass wir das sind, haben wir in den Testspielen bewiesen, in denen wir ja bis auf gegen den BSV Limbach-Oberfrohna nur gegen gleichwertige oder höherklassige Mannschaften gespielt haben und da zeigte sich, dass wir auf Augenhöhe sind“, so Richter: „Wir wissen, dass wir auf diesem hohen Niveau immer an unser Leistungsmaximum herankommen müssen, um erfolgreich zu sein und wir wissen aber auch, wenn wir es nicht schaffen, dass wir es dann unglaublich schwer haben werden“. Doch der Übungsleiter zeigt sich zuversichtlich und sehr zufrieden mit der Saisonvorbereitung. „Wir haben keine verletzten Spieler, sind körperlich komplett fit und wollen uns jetzt mit einem erfolgreichen Saisonstart dafür belohnen“, sagt ein optimistischer Jan Richter: „Wir sind sehr zufrieden mit den Neuzugängen, sie haben in den Testspielen einen guten Eindruck gemacht und haben viel Spielzeit bekommen, um optimal in die Abläufe der Mannschaft integriert zu werden“. Ein Blick in die Oberliga-Statistik dieses Duells zeigt eine recht ausgeglichene Bilanz: Während der HC Glauchau/Meerane bisher fünf Siege bejubeln konnte, gewann der HC Einheit Plauen vier Mal das Westsachsen-Derby - übrigens auch am 11. September 2021, als die Füchse einen 27:21-Erfolg feierten. „Wir werden uns mental bestmöglich auf Glauchau einstellen und wir werden uns auch im Aufeinandertreffen zusammen mit den Zuschauern motivieren“, verspricht Richter, der auch dem HSV Glauchau sehr viel zu verdanken hat: „Der Auftakt ist richtungsweisend, deshalb wollen wir diese Partie unbedingt gewinnen, um mit einem guten Gefühl in die nächsten Aufeinandertreffen gehen zu können“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit freut sich auf Westsachsen-Derby zum Saisonauftakt
Foto: Einheit freut sich auf Westsachsen-Derby zum Saisonauftakt

Einheit will nach direktem Wiederaufstieg das obere Tabellendrittel in der Mitteldeutschen Oberliga angreifen

(19.08.2023)

Es ist ein ambitioniertes Saisonziel, was Trainer Jan Richter am Freitagabend bei der offiziellen Mannschaftsvorstellung für die kommende Spielzeit in der Mitteldeutschen Oberliga für seinen HC Einheit Plauen ausgegeben hat: Nach dem geglückten und verlustpunktfreien direkten Wiederaufstieg in die vierte Liga wollen die Rot-Weißen im oberen Tabellendrittel einkommen. „Wir sind auf jeder Position doppelt besetzt und konnten noch einmal die Qualität sowie Quantität der Auswahl steigern“, zeigte sich der Übungsleiter sehr zufrieden mit dem zusammengestellten Kader: „Wenn alles wie geplant verläuft und wir nur wenige Verletzte haben, dann werden wir das Ziel auch erreichen“. Erstmals sind die Füchse mit einem 16-Mann-Kader in die Saison gegangen, der damit so groß und stark wie noch nie ist. „Das war mir sehr wichtig, um möglichst variabel aufgestellt zu sein und viele Optionen zu haben“, sagt Richter: „Ich möchte, dass wir immer wechseln können, wenn ein Spieler keine Kraft mehr hat“. Doch da auch die Ligakontrahenten namhafte Neuzugänge verpflichtet haben, wird die Saison mit 28 Partien erneut ein Kraftakt. „Da wir so viele Spieler haben, sind wir so variabel, dass sich die Gegner nur schwer auf uns einstellen können“, hofft der Einheit-Trainer: „Wir haben so die Möglichkeit, unser Spiel mit verschiedenen Spielern so zu bestreiten, dass die Gegner Probleme haben“. Ein Vorteil ist auch, dass der Großteil der Plauener schon in der Mitteldeutschen Oberliga oder in vergleichbaren Ligen gespielt hat. „Ich glaube nicht, dass wir Anlaufschwierigkeiten haben werden“, vertraut Jan Richter seiner Truppe und ihren guten Mannschaftsgeist: „Wir müssen uns aber sofort darauf einstellen, dass das Tempo viel höher ist und die Gegner anders Gegenhalten“. Deshalb haben die Spitzenstädter auch in den Testspiele bis auf gegen den BSV Limbach-Oberfrohna nur gegen Viertligisten oder sogar noch stärkere Gegner wie den drittplatzierten der tschechischen Extraliga HK FCC Město Lovosice gespielt. „Die Qualität der Spieler ist im Vergleich zur Sachsenliga ähnlich, aber das Tempo ist viel höher und die Mannschaften haben einen deutlich größeren Kader“, weiß der Übungsleiter: „Da müssen wir uns darauf einstellen und diese Herausforderungen lösen“. Die Stärken der Vogtländer liegen in der Ausgewogenheit des Kaders, in der konsequenten Abwehrarbeit und im Umkehrspiel, deshalb soll an der grundsätzlichen Spielphilosophie auch festgehalten werden. „Wir möchten den Zuschauern wieder attraktiven Handball bieten und den Tempohandball wieder spielen“, kündigt Richter an, der dem Saisonauftakt mit dem Westsachsen-Derby gegen den HC Glauchau/Meerane entgegenfiebert: „Jetzt müssen wir diese Qualität nur noch aufs Parkett bringen“. Mit dazu beitragen sollen auch die fünf Neuzugänge, die seit dem Vorbereitungsstart mittrainieren und sich gut in die Auswahl integriert haben. (flow)

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Foto: Einheit will nach direktem Wiederaufstieg das obere Tabellendrittel in der Mitteldeutschen Oberliga angreifen

Spitzen-Cup als Generalprobe für Einheit

(18.08.2023)

Nach längerer Pause steigt am Samstag ab 10 Uhr wieder der Spitzen-Cup des HC Einheit Plauen. Für spannende Handballspiele sorgen bei der sechsten Auflage des Vorbereitungsturniers der Bayernligist SG Regensburg und der tschechische Extraligist HBC Strakonice.

Für den Oberliga-Aufsteiger ist es der erste richtige Härtetest, denn gespielt wird über die volle Distanz von 60 Minuten und im Modus jeder gegen jeden. „Wir wollen das Turnier nutzen, um uns weiter auf die neue Saison vorzubereiten und so den letzten Schliff für den Pflichtspielstart in zwei Wochen zu bekommen“, erklärt Trainer Jan Richter: „Das Ziel ist es, Spielpraxis zu sammeln, weiter am Zusammenspiel zu arbeiten und unsere Neuzugänge zu integrieren“. Mit dem tschechischen Extraligisten HBC Strakonice treffen die Füchse auf eine junge Mannschaft, die einen schnellen Handball spielt und die Partie gegen den Bayernligisten SG Regensburg ist eine gute Generalprobe, da die Adler ebenfalls in der vierten Liga auf Punktejagd gehen. „Es sind zwei interessante Gegner und wir erwarten aus den zwei Spielen wieder neue Erkenntnisse“, so der Übungsleiter: „Es ist eine tolle Chance, vor heimischem Publikum zu spielen und zu zeigen, was wir können“. Die Verantwortlichen der Rot-Weißen sind froh, nach der vierjährigen coronabedingten Zwangspause wieder den Spitzen-Cup austragen zu können. „Wir wollen den interessierten Handballfans ein attraktives Turnier und die Möglichkeit bieten, die Mannschaft für die kommende Saison schon einmal in Aktion zu sehen“, freut sich die Vorstandsvorsitzende Sabrina Lukas: „Gerade mit Blick auf die ersten zwei Heimspiele ist es sinnvoll, solch ein Turnier in der Einheit-Arena zu organisieren“. (flow)

 

Turnierablauf:

10 Uhr HCE Plauen - SG Regensburg

12 Uhr SG Regensburg - HBC Strakonice

14 Uhr HBC Strakonice - HCE Plauen

15.45 Uhr Siegerehrung durch Landrat und Spitzen-Cup-Schirmherr Thomas Hennig

Foto zur Meldung: Spitzen-Cup als Generalprobe für Einheit
Foto: Spitzen-Cup als Generalprobe für Einheit

Mannschaftsvorstellung HC Einheit Plauen

(17.08.2023)

Liebe Fans, Mitglieder und Sponsoren,

 

wir laden euch herzlich zur offiziellen Mannschaftsvorstellung des HC Einheit Plauen für die Saison 2023/2024 in der Mitteldeutschen Oberliga ein. Am Freitagabend präsentiert sich ab 19 Uhr der 16-köpfige Kader in der Einheit-Arena und gibt allen rot-weißen Sympathisanten die Möglichkeit, mit den Spielern sowie Trainern ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss könnt ihr die Jungs auch gleich noch bei einem öffentlichen Training in Aktion erleben, der Beginn ist 19.45 Uhr.

 

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Foto zur Meldung: Mannschaftsvorstellung HC Einheit Plauen
Foto: Mannschaftsvorstellung HC Einheit Plauen

Einheit bekommt Defizite von tschechischen Extraligisten aufgezeigt

(16.08.2023)

Gegen den Drittplatzierten der tschechischen Extraliga HK FCC Město Lovosice mussten sich die Handballer des Oberliga-Aufsteigers HC Einheit Plauen deutlich mit 26:40 geschlagen geben. Was dennoch Hoffnung macht.

Als am Dienstagabend in der 230 Kilometer entfernten Sportovní hala Chemik das Testspiel zwischen dem HK FCC Město Lovosice und dem HC Einheit Plauen angepfiffen wurde, da war von Beginn an klar, dass die Gastgeber die Füchse nicht unterschätzen werden. So stand den Rot-Weißen eine mit Nationalspielern gespickte Profimannschaft gegenüber, die eine Woche vor dem Saisonstart sehr schnell sowie äußerst clever agierte und jeden Ballverlust oder Fehlwurf der Spitzenstädter gnadenlos bestrafte. „Wir traten viel zu ängstlich auf, haben diverse Fehler gemacht und taten uns so sehr schwer gegen diese Top-Mannschaft“, ärgert sich Trainer Jan Richter: „Es war nicht das Gesicht, was ich von den Jungs sehen wollte“. Die Vogtländer leisteten sich zu viele technische Fehler, die Absprache im Angriff stimmte nicht und auch die Trefferquote war schwach, sodass der Oberliga-Aufsteiger auch aufgrund eines pomadigen Rückzugsverhaltens immer wieder ausgekontert wurde. „Wir kamen schlecht ins Spiel und dann in einen Negativstrudel, aus dem wir nicht mehr heraus kamen“, erklärt der Übungsleiter: „Wir haben es nicht geschafft, Zugriff auf den Gegenspieler zu bekommen und auf unser Leistungsniveau zu kommen“. Vor allem der bis Ende letzter Saison beim THW Kiel spielende Pavel Horák stellte Einheit vor große Probleme, am Abwehrchef bissen sich die Füchse die Zähne aus und in der Offensive leitete der linke Rückraum geschickt das Spielgeschehen. „Es war ein gebrauchter Tag, uns wurden die Defizite aufgezeigt und die werden wir in den nächsten Trainingseinheiten bis zum Pflichtspielstart in zwei Wochen aufarbeiten“, so Richter: „Wir wollen daraus lernen, auch mit dieser Frustration umzugehen und wie wir dann Lösungen finden können, um wieder erfolgreich zu sein“. Nachdem beim Stand von 24:8 die Seiten gewechselt wurden, sah dann der Einheit-Trainer erste positive Ansätze in der zweiten Halbzeit. „Wir haben gemerkt, dass wenn wir die richtigen Schnittstellen treffen, auch gegen so einen starken Gegner Tore erzielen können und wenn wir aggressiv nach vorn verteidigen, auch Ballgewinne haben“, analysiert Jan Richter: „Wir müssen das spielen, was wir können und dann werden wir auch erfolgreich sein“. Hoffnung macht, dass sich die Rot-Weißen in die Partie kämpften, als Mannschaft in der Defensive zusammengearbeitet haben und sich immer besser auf den tschechischen Extraligisten einstellten, so dass auch die Abschlüsse besser wurden. „In der zweiten Halbzeit wurde es klar besser, in der Abwehr wurde füreinander sowie miteinander vereidigt und auch im Angriff konnten wir uns dann deutlich steigern“, resümiert ein dennoch nicht zufriedener Richter. (flow)

Einheit bejubelt ersten Testspiel-Sieg gegen Verbandsliga-Aufsteiger

(09.08.2023)

Mit einem deutlichen 40:27-Erfolg haben sich die Oberliga-Handballer des HC Einheit Plauen gegen den BSV Limbach-Oberfrohna durchgesetzt. Dennoch gab es Licht und Schatten.

Es war kein typischer Verbandsliga-Aufsteiger, den die Füchse am Dienstagabend in der Einheit-Arena empfingen: Mit Adam Krejcirk, Paul Richter und Nico Cornelius hatte der BSV Limbach-Oberfrohna drei Akteure in seinem äußerst stark besetzten Aufgebot, die bereits Drittligaerfahrung aufweisen. Diese Qualität bekamen die zwei Ligen höher auf Punktejagd gehenden Rot-Weißen gleich im ersten Drittel der Partie zu spüren, als die Gäste nach 25 Minuten mit 14:9 führten. „Wir kamen relativ schwer ins Spiel rein, mussten uns diesmal erst an die 6:0-Abwehr gewöhnen und haben dann einige zu einfache Fehler gemacht“, kritisiert Trainer Jan Richter: „Wir sind in der Abwehr nicht die Wege gegangen, die nötig sind, um einen Gegentreffer zu verhindern, haben uns nicht gegenseitig genug geholfen und haben uns darauf verlassen, dass es jeder Spieler alleine löst“. Da sich beide Mannschaften darauf verständigt hatten, drei Mal 25 Minuten zu spielen, hatten die Übungsleiter die Möglichkeit, kräftig durchzuwechseln und davon profitierten vor allem die Spitzenstädter. Denn die Hausherren hatten sich nun besser auf die Gäste eingestellt, haben als Kollektiv verteidigt und konnten so viele Ballgewinne erzwingen, die sie mit ihrem schnellen Tempohandball in Tore umwandelten. Der Lohn für zahlreiche Abwehrblocks, Paraden des Torhüters Josef Pour und einem starken Rückzugsverhalten war die 27:20-Führung nach dem zweiten Drittel. „Wenn im Angriff die Schnittpunkte gepasst haben, dann hatten wir gute Situationen zum Kreis und auch gute Würfe aus dem Rückraum“, analysiert Richter: „Alles, was wir mit Kopf gespielt haben und wo wir unsere taktischen Konzepte umgesetzt haben, war wirklich gut“. Auch im letzten Drittel knüpften die Vogtländer an diese deutlich verbesserte Leistung an, zwangen den BSV immer öfter ins Zeitspiel oder zu Würfen, die die sichere Beute von Jan Misar im Einheit-Tor wurden und agierten dynamischer sowie druckvoller in ihren Offensivbemühungen. „Die Spieler konnten sich besser aufeinander abstimmen und einiges mitnehmen“, resümiert der Einheit-Trainer: „Es waren diesmal aufgrund des Gegners andere Herausforderungen, dennoch hat die Partie gezeigt, wo die Feinabstimmung noch nicht perfekt ist und wo wir noch Probleme haben, an denen wir in den nächsten Trainingseinheiten intensiv arbeiten müssen“. Eine positive Erkenntnis war, dass sich das Athletiktraining auf jeden Fall ausgezahlt hat, die Spieler topfit sind und während ihrer Einsatzzeit volles Tempo gehen können. „Es ist sehr wichtig, dass wir in den Testspielen in unterschiedlichen Formationen zusammen spielen, um für die Saison gut gerüstet zu sein“, erklärt Jan Richter die vielen Wechsel: „Dennoch muss in der Defensive die Zusammenarbeit noch besser werden und auch individuell haben wir noch zu viele Fehler gemacht“. Doch im Großen und Ganzen zeigte sich der Einheit-Trainer zufrieden mit dem zweiten Testspiel, „denn auch wenn es noch nicht perfekt war, ging es genau in die Richtung, in die wir gehen wollen“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit bejubelt ersten Testspiel-Sieg gegen Verbandsliga-Aufsteiger
Foto: Einheit bejubelt ersten Testspiel-Sieg gegen Verbandsliga-Aufsteiger

Einheit begrüßt Rückkehrer auf Torhüterposition

(08.08.2023)

Es war ein riesiger Schock für Spieler, Trainer und Fans des HC Einheit Plauen, als sich beim Saison-Wiederbeginn nach der coronabedingten Zwangspause Anfang März 2022 Torhüter Jan Misar in der Oberliga-Partie bei der SG Pirna/Heidenau in der 26. Minute schwer verletzte. Beim Versuch einen Pirnaer Strafwurf zu parieren, zog sich Misar einen Kreuzbandriss zu und konnte fast ein Jahr kein Handball mehr spielen. „Nach eineinhalb jähriger Verletzungspause freuen wir uns über die Rückkehr von Hans im Tor“, sagt Vorstandsvorsitzende Sabrina Lukas. Nach der Operation und Regeneration stand der Torhüter auf Leihbasis seit dem Frühjahr im Aufgebot des tschechischen Extraligisten HBC Strakonice 1921, um Spielpraxis zu sammeln. „Wir haben ihn ja nicht ohne Grund wiedergeholt, weil wir wissen, was wir von ihm zu erwarten haben und auch menschlich passt er perfekt in die Mannschaft“, so Trainer Jan Richter: „Dadurch dass er schon sechs Jahre bei uns gespielt hat, kennen wir ihn, kennt er uns und so gab es auch keinerlei Anpassungsprobleme“. Das zeigte sich auch gleich im ersten Testspiel gegen den Drittliga-Absteiger HaSpo Bayreuth, als der Tscheche überragend hielt und so einen gelungenen Einstand feierte. „Es freut mich sehr, dass er solch eine starke Leistung bringen konnte“, zeigte sich auch der Übungsleiter sehr zufrieden: „Das ist für sein Selbstvertrauen sehr wichtig“. Nachdem die Füchse in der letzten Saison mit einem Torhüter-Trio sehr gute Erfahrungen gemacht haben und so den Konkurrenzkampf auch auf dieser Position steigern konnten, setzen die Verantwortlichen erneut mit Misar, Josef Pour sowie Tim Hujer auf drei Schlussmänner. „Wir können so noch einmal die Trainingsqualität steigern und auch im Spiel den Gegner vor unterschiedliche Herausforderungen stellen, da jeder Torhüter seinen eigenen Stil hat“, erklärt Richter: „Ich glaube, wir sind mit unserem Trio sehr gut aufgestellt und darüber bin ich sehr froh“. (flow)

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Foto: Einheit begrüßt Rückkehrer auf Torhüterposition

Einheit mit starkem Testspiel-Auftakt gegen Drittliga-Absteiger

(03.08.2023)

Die Oberliga-Handballer des HC Einheit Plauen haben ihr erstes Testspiel gegen HaSpo Bayreuth denkbar knapp mit 33:34 verloren. Wieso die Partie 70 Minuten ging und worauf der Aufsteiger nun den Fokus legt.

Auch wenn die Füchse erst seit einer Woche wieder mit dem Ball trainieren, waren sie am Montagabend gleich richtig gefordert: Zum Testspiel-Auftakt in der Einheit-Arena empfing der Oberliga-Aufsteiger den Drittliga-Absteiger HaSpo Bayreuth - und das gleich über 70 Minuten. „Wir wollten mehr Spielzeit, damit jeder die Chance bekommt, sich zu zeigen und damit wir auch die Möglichkeit haben, zu experimentieren“, erklärt Trainer Jan Richter: „Wir konnten dadurch einiges ausprobieren, jeder Spieler hat sehr viel Einsatzzeit bekommen und das war uns wichtig“. Da die Gäste mit einer extrem offensiven 3:2:1-Abwehrformation agierten, waren die Rot-Weißen auch gleich zu Beginn gezwungen, ihre Angriffsbemühungen umzustellen. „Dennoch kamen wir sehr schlecht ins Spiel, weil wir mit dem gegnerischen Deckung nicht zurecht kamen“, ärgert sich der Übungsleiter: „Auch mit dem schnellen Angriffsspiel hatten wir große Probleme gehabt“. Dass sich die Franken nicht weiter als mit zwei Toren absetzen konnten, lag am überragend agierenden Torhüter, der im ersten Drittel acht freie Bälle parierte und so die Spitzenstädter im Spiel gehalten hat. Erst nach ungefähr zehn Minuten hatten sich die Vogtländer darauf eingestellt, sich ins Spiel gekämpft und immer wieder Lösungen in der Offensive gefunden, um selbst zum Torerfolg zu kommen. „Es zeigt, dass wir eine große Qualität in der Mannschaft haben und uns an den Gegner anpassen können“, freut sich Richter. So ließen die Sachsen den Ball schnell laufen, um ihren Mitspieler frei zu spielen und überliefen ihren Gegenspieler, wodurch die Plauener nicht nur ausgleichen konnten, sondern auch nach 25 Minuten mit 15:11 sowie nach 50 Minuten mit 24:23 führten. Auch in der Defensive steigerten sich die Füchse, die Abstimmungsfehler wurden mit jedem Drittel besser und so konnten die Spitzenstädter den Vorsprung verteidigen. Erst am Ende der Partie merkte man den Rot-Weißen an, dass sie erst am Anfang der Vorbereitungsphase mit dem Ball stehen und so leisteten sie sich dann zu viele technische Fehler in entscheidenden Situationen oder trafen die falsche Entscheidung, so dass Bayreuth noch das Aufeinandertreffen drehen konnte. „Auch wenn das Ergebnis nicht im Mittelpunkt stand, trübt es ein wenig den sehr positiven Eindruck, da wir das Spiel gewinnen hätten müssen“, resümiert der Einheit-Trainer: „Es war ein hochintensives, erstes Testspiel, in dem wir athletisch an unsere Leistungsgrenze gebracht wurden“. Denn die Franken bestritten bereits ihre vierte Partie in der Vorbereitung, sind dementsprechend schon besser eingespielt und in den Abläufen aneinander gewöhnt. „Es war ein starker Gegner zum Auftakt und vieles hat mir schon richtig gut gefallen, vor allem die sehr gute Einstellung meiner Mannschaft“, lobt ein sehr zufriedener Jan Richter: „Wir wissen aber auch, dass wir noch an vielen Dingen arbeiten müssen und das werden wir in den nächsten Wochen machen“. (flow)

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Foto: Einheit mit starkem Testspiel-Auftakt gegen Drittliga-Absteiger

Fitness soll Grundstein für Klassenerhalt legen

(25.07.2023)

Seit mittlerweile drei Wochen schwitzen die Handballer des HC Einheit Plauen für eine erfolgreiche Saison in der Mitteldeutschen Oberliga. Mit dem am Sonntag zu Ende gegangen viertägigen Trainingslager ist die erste Vorbereitungsphase des Aufsteigers nun abgeschlossen.

Auch wenn das viertägige Trainingslager der Handballer des HC Einheit Plauen aufgrund zeitlicher Überschneidung mit dem Sommerfest nicht wie sonst immer im tschechischen Bad Königswart stattfinden konnte, zeigte sich Trainer Jan Richter sehr zufrieden mit dem Abschluss der ersten Vorbereitungsphase. „Wir bereiten uns sehr intensiv auf die kommende Saison in der Mitteldeutschen Oberliga vor“, so der Übungsleiter: „Nach dem direkten Wiederaufstieg wissen wir über die gestiegenen Herausforderungen und gehen deshalb höchst motiviert an die Aufgaben heran“. Für Abwechslung sorgte dank des VFC Plauen eine Einheit im Vogtland-Stadion, wo die optimalen Rahmenbedingungen genutzt wurden, um weiter an Schnelligkeit und Ausdauer zu arbeiten. Doch auch in der Einheit-Arena konnte der Handball zu Hause bleiben, denn auf dem Programm stand ein knackiges Kraft- und Athletiktraining. „Wir müssen leider auch mit Ausfällen rechnen und um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten, legen wir einen noch größeren Wert auf die Fitness“, erklärt Richter: „Es wird mit 30 Spielen eine sehr anspruchsvolle und lange Saison, in der es noch mehr auf jeden Spieler als in der Sachsenliga ankommt“. Dafür wurde erneut professionelle Unterstützung eingeladen: Athletiktrainer Miroslav Sira, Vater von Kreisläufer Jakub Sira, brachte die Rot-Weißen in bis zu drei Trainingseinheiten pro Tag ordentlich ins Schwitzen. „Alle Spieler sind hoch motiviert und bis an ihre Leistungsgrenzen gegangen“, spricht Jan Richter ein großes Kompliment aus: „Einstellung, Einsatz sowie Disziplin sind sehr, sehr gut und das müssen wir beibehalten, denn darauf können wir in den kommenden Wochen aufbauen“. Nachdem in den letzten drei Wochen viele Laufeinheiten mit Körperkräftigungen und Mobilisierung absolviert wurden, steht nun die Schnellkraft im Vordergrund, bevor dann auch immer mehr mit dem runden, harzigen Leder gearbeitet wird. Dann stehen auch für die Füchse neben einem Mannschaftsausflug einige Testspiele an, die mit dem erstmals seit vier Jahren wieder ausgetragenen Spitzen-Cup am 19. August ihren Höhepunkt finden. „Das Wichtigste ist, dass sich die Mannschaft findet und eine gute Stimmung in der Truppe herrscht“, sagt Richter, der sich schon auf den Saisonstart mit dem Westsachsenderby gegen den HC Glauchau/Meerane am 2. September in der Einheit-Arena freut. (flow)

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Foto: Fitness soll Grundstein für Klassenerhalt legen

+++ Startschuss ist gefallen +++

(04.07.2023)

Am Dienstag bat Trainer Jan Richter seine Spieler zur ersten Trainingseinheit nach der Sommerpause. Auf dem Programm für die kommenden Wochen steht nun erstmal Kraft- und Ausdauertraining, bevor Ende des Monats dann auch das geliebte Spielgerät wieder zum Einsatz kommt - dann stehen auch die ersten Testspiele auf dem Programm. Vormerken könnt ihr euch auf jeden Fall schon mal folgende Termine:

  • 21.-23. Juli: Sommerfest mit Teampräsentation für alle Fans
  • 19. August: Vorbereitungsturnier Spitzen-Cup unter Schirmherrschaft von Landrat Thomas Hennig
  • 9. September: Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa

Unsere Neuzugänge werden wir euch in den nächsten Tagen hier bereits kurz vorstellen - seid also gespannt!

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Foto: +++ Startschuss ist gefallen +++

+++ Eigengewächs sagt Goodbye +++

(27.06.2023)

Als letzten Abgang aus dem Team der Saison 2022/2023 müssen wir unser Eigengewächs Marcel Gemeinhardt verabschieden. Marcel galt im Team als „der Ehrgeizig“, er kämpfte in jedem Training und jedem Spiel um seine Einsatzzeiten und gehörte in den letzten Jahren fest zum Kader. Angefangen mit Handball hatte Marcel in der C-Jugend und kam teilweise auch auf ungewohnter Position im Tor zum Einsatz. Auch abseits des Spielfeldes engagierte er sich als Nachwuchstrainer und gab sein Wissen und seine Erfahrung an jüngere Spieler weiter.

Vielen Dank lieber Marcel für dein Engagement und deinen Einsatz bei uns. Wir wünschen dir für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg bei der Umsetzung deiner Ziele!

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Foto: +++ Eigengewächs sagt Goodbye +++

+++ Auf Wiedersehen, Maurice +++

(26.06.2023)

Nach nur einer Saison bei uns, lassen wir unsere Nummer 7 Maurice Thiele schweren Herzens ziehen. Der junge Mann hat sich mit seiner leidenschaftlichen und offen Art Handball zu spielen, sofort in die Herzen der Fans gespielt. Obwohl er nicht so viele Einsätze in der ersten Mannschaft bekam, kämpfte er jede Minute und gab immer alles. Besonders sein Engagement in der zweiten Mannschaft gilt es an dieser Stelle hervorzuheben. Wir wünschen dir bei deinem neuen Verein in der Sachsenliga alles Gute und hoffen dich in ein paar Jahren wieder bei uns begrüßen zu können. 🔴⚪️👍

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Foto: +++ Auf Wiedersehen, Maurice +++

+++ Dominik Balin verlässt Spitzenstädter +++

(25.06.2023)

Im April 2022 wechselte Torhüter Dominik Balin zu uns. Nach der schweren Verletzung von Jan Misar kurz vor der Playdown-Runde sollte er helfen, den drohenden Abstieg zu verhindern. Das gelang leider nicht. Doch auch dank seiner starken Leistung im Tor feierten wir den direkten Wiederaufstieg und das Double. Nach dieser erfolgreichen Saison verlässt Dominik den HC Einheit Plauen in Richtung tschechischer Extraliga. „Sein Ziel ist es höherklassig zu spielen und dem wollen wir nicht im Wege stehen“, erklärt Trainer Jan Richter. Wir wünschen dir viel Erfolg auf deinem Weg!

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Foto: +++ Dominik Balin verlässt Spitzenstädter +++

+++ Auch der zweite Abschied fällt schwer +++

(24.06.2023)

Auch unser Nummer 2 Karel Kveton wurde zum letzten Heimspiel emotional von Mannschaft, Verantwortlichen und Zuschauern verabschiedet. Der Vertrag des sympathischen Kreisläufers lief zum Ende der Saison aus. Karel trug bereits von 2014-2017 das rot-weiße Trikot. Nach Gastspielen bei der SG Regensburg und dem Stadtrivalen SV 04 Oberlosa fand er 2020 den Weg zurück und erfreute uns mit seinen Toren. In seiner Zeit bei uns feierte Karel zwei Sachsenmeistertitel, eine Vizemeisterschaft in der Mitteldeutschen Oberliga und zuletzt den Sachsenpokalsieg. Eine erfolgreiche Karriere, die ihm immer einen Platz in unserer Vereinsgeschichte bescheren wird. Lieber Karel, wir wünschen dir für die Zukunft alles Gute! Und bei dir gilt: Zweimal Einheit, immer Einheit 😉

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Foto: +++ Auch der zweite Abschied fällt schwer +++

+++ Danke Walter +++

Nach 13 Jahren im Dienst der Mannschaft hört unser Physiotherapeut Christian „Walter“ Ulbricht nun auf. Er hat unzählige Verletzungen behandelt, Tapes geklebt, Salben verrieben, Verbände angelegt und sich um alle körperlichen Wehwehchen der Spieler unserer ersten Mannschaft gekümmert. Dafür gilt es mehr als einmal Danke zu sagen! Christian ist zu einem Teil der Mannschaft geworden, hat immer mitgefiebert, bei Niederlagen gelitten und bei Erfolgen auch gefeiert. Uns trifft der Abgang schwer - aber wir können die Entscheidung verstehen. Lieber Walter, wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft und wir sehen uns sicher auch abseits des Spielfeldes wieder. Denn unser Motto gilt auch hier: Einmal Einheit, immer Einheit! 🔴⚪️

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Foto: +++ Danke Walter +++

Einheit hatte die wenigsten Disqualifikationen in Sachsenliga

(22.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. Wie den Füchsen Historisches gelungen ist, Fakt zehn:
Bei den roten Karten haben die Rot-Weißen mit nur zwei Disqualifikationen sogar die wenigsten in der Sachsenliga kassiert. „Die Auswahl hat akzeptiert, dass man manchmal etwas nicht verhindern kann und dann ist es besser, sofort mit der Situation abzuschließen, um gleich wieder in die nächste Situation gehen zu können“, so Einheit-Trainer Jan Richter: „Die Truppe ist sehr reif, wir haben viele gute, erfahrene Akteure und auch die Spieler, die schon lange im Verein sind, haben sich sehr gut weiterentwickelt“. (flow)

Einheit kassierte die zweitwenigsten Hinausstellungen in Sachsenliga

(21.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. Wie den Füchsen Historisches gelungen ist, Fakt neun:
Ebenfalls mit nur 67 Zeitstrafen kassierten die Füchse die zweitwenigsten Hinausstellungen im Ligavergleich. „Die Jungs haben sehr gut gearbeitet und dadurch nur wenige knifflige Situationen herbeigeführt“, meint Einheit-Trainer Jan Richter: „Die Spieler hatten auch genug Kraft, weil wir immer rotieren konnten und haben sehr clever agiert“. (flow)

Einheit erhielt die zweitwenigsten Siebenmeter in Sachsenliga

(20.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. Wie den Füchsen Historisches gelungen ist, Fakt acht:
Dagegen bekamen die Plauener mit 73 nur die zweitwenigsten Siebenmeter zugesprochen. „Es gelingt der Mannschaft, sich die Räume oder notwendigen Lücken für den erfolgreichen Abschluss zu erspielen und der Konterspieler wird ja zum Glück aufgrund eines zu großen Verletzungsrisikos nicht gefoult“, lautet die Erklärung des Einheit-Trainers Jan Richter. (flow)

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Einheit hat drittbeste Siebenmeter-Trefferquote in Sachsenliga

(19.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. Wie den Füchsen Historisches gelungen ist, Fakt sieben:
Petr Linhart ist auch Einheits erfolgreichster Siebenmeterwerfer, der 43 von 51 Strafwürfe verwandelt hat. „84,3 Prozent ist eine starke Quote, zumal Lino auch einen Teil seiner Fehlwürfe dann hatte, als er kalt von der Bank kam“, bezeichnet Einheit-Trainer Jan Richter den 33-Jährigen als sehr sicheren Siebenmeterwerfer: „Ein guter Siebenmeterwerfer ist im Handball extrem wichtig und da können wir froh sein, dass wir Lino haben“. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass alle Siebenmeterwerfer, die eine bessere Quote als Linhart haben, weniger Strafwürfe geworfen haben. „Man erarbeitet sich solch einen Siebenmeterpfiff sehr hart und dann ist sehr wichtig, dass wir die Sicherheit haben, dass wir dann auch ein Tor erzielen“, beschreibt der Übungsleiter die Verantwortung: „Es ist ein ganz wichtiger Faktor, sich für diese Mühen zu belohnen, weil man sonst auch den Gegner und ihren Torhüter aufbaut“. Auch wenn es für die Zuschauer leicht aussieht, einen Siebenmeter zu werfen, steckt da extrem viel dahinter und der Tscheche ist dem immensen Druck gewachsen. „Wir müssen nicht zittern, wenn Lino an die Siebenmeterlinie tritt und seine Souveränität gibt nicht nur der Mannschaft große Sicherheit, sondern ihm auch selbst“, ergänzt Richter: „Auch die anderen Spüler, die in die Bresche gesprungen sind, haben sehr gute Siebenmeter geworfen“. So haben die Vogtländer mit 58 von 73 verwandelten Strafwürfen (79,5 Prozent) die drittbeste Quote in der Sachsenliga. (flow)

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Foto: Einheit hat drittbeste Siebenmeter-Trefferquote in Sachsenliga

Petr Linhart wird Fünfter in Sachsenliga-Torschützenliste

(18.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. Wie den Füchsen Historisches gelungen ist, Fakt sechs:
Einheits erfolgreichster Werfer war Petr Linhart, der in 19 Spielen 133 Tore erzielt hat, was im Durchschnitt sieben Treffer pro Partie sind und damit belegt der Tscheche Platz fünf in der Torschützenliste. „Da unser Spielkonzept vorsieht, dass wir viel über die Außenspieler abschließen, war es umso stärker, wie viele Tore er trotz dieser Ausrichtung noch geworfen hat“, ordnet Einheit-Trainer Jan Richter ein: „Lino ist ein Mannschaftsspieler durch und durch, weshalb er auch viele Bälle lieber weitergepasst hat, anstatt selbst zu werfen“. Das belegt auch die Statistik, so belegt Einheits Rechtsaußen sowie zweit erfolgreichster Werfer Dominik Pecek Rang elf in der Torschützenliste und erzielte in 21 Spielen 111 Tore, was im Durchschnitt 5,29 Treffer pro Partie sind. Dazu kommt, dass Linhart in drei Begegnungen angeschlagen aussetzte und nur für die Siebenmeter auf der Bank saß. „Es zeichnet eine Spitzenmannschaft aus, dass man nicht abhängig von einem Spieler ist, sondern von jeder Position Torgefahr ausstrahlt und das haben wir gut umgesetzt“, so Richter: „Wir wollten auch das effektiv nutzen, was uns die Gegner anbieten und auch das ist uns sehr gut gelungen, weil wir überall sehr gut besetzt sind“. (flow)

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Foto: Petr Linhart wird Fünfter in Sachsenliga-Torschützenliste

Einheit krönt sich nach 23 Jahren wieder zum Double-Sieger

(17.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. Wie den Füchsen Historisches gelungen ist, Fakt fünf:
Nach 23 Jahren haben sich die Spitzenstädter wieder zum Double-Sieger von Sachsenmeister sowie Sachsenpokalsieger gekrönt und damit 27 Siege in 27 Spielen gefeiert. „Wir wollten unbedingt das Double gewinnen, auch wenn wir uns im Sachsenpokal deutlich schwerer als in der Sachsenliga getan haben“, erinnert sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir mussten ja nicht nur zwei Mal im Finale in die Verlängerung und dann noch ins Siebenmeterwerfen, sondern konnten uns auch im Achtelfinale erst nach der 60. Minute mit einem genialen Freiwurftor von Lino durchsetzen sowie mussten wir ja auch schon im Halbfinale in die Verlängerung“. Trotzdem war es eine glorreiche, einzigartige Saison, die so noch kein Beteiligter zuvor erlebt hat. „Die Mannschaft hat vor allem auch in den schwierigen Phasen Charakter bewiesen“, sagt Richter: „Der Glaube an den Erfolg, das Wissen, dass wir das Spiel gewinnen können und auch werden, war immer da, was uns auch durch die schwierigen Phasen getragen hat“. (flow)

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Foto: Einheit krönt sich nach 23 Jahren wieder zum Double-Sieger

Einheit stellt neuen Sachsenliga-Punkterekord auf

(16.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. Wie den Füchsen Historisches gelungen ist, Fakt vier:
Als „sensationell“ bezeichnete nicht nur der Sachsenliga-Staffelleiter Andreas Krohn die Saison, die die Plauener als erste Mannschaft in ihrer Historie ohne einen einzigen Minuspunkt beendeten. „Wir sind sehr stolz auf uns, die harte Arbeit hat sich ausgezahlt und ich freue mich für die Jungs, dass sie sich belohnt haben, sich in die Geschichtsbücher einschreiben konnten“, strahlt Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir wussten, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben, aber dass es so eine historische Saison wird, das war natürlich nicht planbar“. (flow)

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Einheit stellt neuen Sachsenliga-Meisterrekord auf

(15.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. Wie den Füchsen Historisches gelungen ist, Fakt drei:
Dass die Füchse mit neun Punkten Vorsprung schon am 18. Spieltag Meister wurden, ist ebenfalls ein neuer Rekord. „Wir hatten mit dem EHV Aue II einen echten Konkurrenten, die aber auch immer mal federn lassen mussten“, berichtet Einheit-Trainer Jan Richter: „Dennoch hat man vor allem im Sachsenpokalfinale gesehen, dass die Erzgebirger eine richtig gute, junge Truppe sind, vor allem, wenn auch die Spieler aus dem Anschlusskader der Drittligamannschaft mit dabei sind“. Doch die Rot-Weißen haben es geschafft, immer dann ihr Leistungsvermögen abzurufen, wenn es darauf ankam und waren zu jeder Zeit bereit, über ihre Grenzen zu gehen. „Wir waren jedes Spiel da und dann schafft man es auch, sehr zeitig Meister zu werden, weil sich die Auswahl wie in einen Siegesrausch gespielt hat“, schätzt Richter seine immer hochmotivierte Truppe: „Ich muss den Jungs ein riesiges Kompliment machen, dass sie nach dem feststehenden Aufstieg weiter jede Partie zu 100 Prozent angenommen haben und unbedingt gewinnen wollten“. (flow)

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Foto: Einheit stellt neuen Sachsenliga-Meisterrekord auf

Einheit stellt neuen Sachsenliga-Rekord bei Tordifferenz auf

(14.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. Wie den Füchsen Historisches gelungen ist, Fakt zwei:
Auch bei der Tordifferenz von plus 234 Treffern haben die Vogtländer eine neue Bestmarke aufgestellt. „Die haben wir uns im Angriff erworfen“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter: „Ich bin aber auch mit der Defensive größtenteils sehr zufrieden“. Dennoch war die Offensive das Plauener Prunkstück in dieser Saison. „In Kombination mit unseren schnellen Angriffsbemühungen haben wir sehr viele Tore geworfen“, erklärt Richter: „Dass wir so viele Kontertore oder Treffer aus der zweiten Welle erzielen konnten, lag auch daran, dass sich die Gegner an unseren starken Torhütern die Zähne ausgebissen haben“. (flow)

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Einheit stellt neuen Sachsenliga-Torrekord auf

(13.06.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben eine Saison voller Bestmarken in der Sachsenliga hingelegt. In den nächsten zehn Tagen stellen wir euch zehn Fakten vor, wie den Füchsen Historisches gelungen ist. Fakt eins:

Mit 776 Toren haben die Handballer des HC Einheit Plauen so viele Treffer wie noch nie in einer Saison in der im Jahr 2010 gegründeten Sachsenliga erzielt. „Wir wollten einen schnellen, modernen Handball spielen und anhand der erzielten Tore sieht man, dass uns das eindrucksvoll gelungen ist“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Dank einer richtig guten Abwehrarbeit konnten wir auch immer wieder unser gutes Umkehrspiel sehr erfolgreich einleiten und die teilweise hohen Siege waren dafür der verdiente Lohn“. Ein glücklicher Umstand: Durch diese dynamische Spielweise hatten die Rot-Weißen im Vergleich zu den letzten Jahren zehn bis 15 Angriffe mehr pro Partie und konnten so auch mehr Tore bejubeln. „Wir haben eine der besten Einheit-Mannschaften der letzten Jahre zusammengestellt und hatten dazu noch das riesige Glück, keine Langzeitverletzte oder in einem wichtigen Spiel viele Ausfälle gehabt zu haben“, lobt der Übungsleiter die Verantwortlichen: „Weil ich auch fast immer auf den gesamten Kader zurückgreifen und vor allem auch in den Phasen, wo es mal nicht so gut lief, neue Optionen aufs Parkett bringen konnte, konnten wir so oft einnetzen“. Auch die Regeländerung mit dem Anwurf im Anwurfkreis hat nicht nur das Spiel beschleunigt, sondern war für die Spitzenstädter auch ein Vorteil. „Es war auch eine große Stärke von uns, dass wir uns die sich bietenden Chancen effektiv genutzt haben“, ist Richter mit der Trefferquote zufrieden: „Da wir auf jeder Position einen torgefährlichen Spieler haben, reißt das für alle anderen Räume und auch Lücken, da sich der Gegner nicht nur auf ein oder zwei Werfer konzentrieren kann“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit stellt neuen Sachsenliga-Torrekord auf
Foto: Einheit stellt neuen Sachsenliga-Torrekord auf

Mit Krimi zum Pokalsieg

(14.05.2023)

Das Finale im Sachsenpokal war an Dramatik nicht zu überbieten. Nach der regulären Spielzeit musste der HC Einheit Plauen gegen das Juniorteam des EHV Aue nicht nur einmal in die Verlängerung, sondern sogar zweimal und selbst das reichte nicht aus, um eine Entscheidung herbeizuführen. Am Ende entschieden die Nerven im Siebenmeterwerfen.

 

Dabei waren die Vorzeichen für das Finale bei Einheit nicht die besten. Die etatmäßigen Rechtsaußen Dominik Pecek und Jan Faith konnten ihrem Team aus persönlichen Gründen nicht helfen. Jan Kacin, Petr Jahn und Dominik Balin gingen angeschlagen in die Partie. Also musste sich Trainer Jan Richter eine neue Taktik zurechtlegen, die zu Beginn der Partie nicht richtig aufging. Die Abwehr der Spitzenstädter stand stabil, aber im Angriff leisteten sie sich ungewöhnlich viele Fehler und Unstimmigkeiten. „Man merkte den Jungs etwas die Nervosität an und sie agierten auf ungewohnten Positionen, was etwas Sand ins Getriebe brachte“, analysierte Trainer Jan Richter die Anfangsphase als Einheit einem Rückstand von ein bis zwei Toren hinterher rannte. Zur Halbzeit stand es 13:15 für den Kontrahenten aus Aue.

 

Nach dem Seitenwechsel brachte ein Dreierpack von Mittelmann David Zbiral die Wende. Durch Tore von Maximilian Krüger, Petr Jahn und erneut David Zbiral konnte Einheit nun das Blatt wenden und eine 21.18 Führung erspielen. Zwischen den Pfosten stand nach Dominik Balin zu dieser Zeit Tim Hujer, der über sich hinauszuwachsen schien. Doch Aue gab nicht auf. Eine Zeitstrafe gegen Einheits Kevin Model nutzten die Erzgebirgler, um den Anschluss zum 22:21 herzustellen. Im Anschluss gab es eine Schrecksekunde im Einheitlager als David Zbiral unsanft gestoppt wurde und sich schmerzverzehrt die Schulter hielt. Doch dank des Einsatzes von Physik Christian Ulbricht konnte der Mittelmann kurze Zeit später weiterspielen. Bis zum Ende der regulären Spielzeit von 60 Minuten legte Einheit jeweils ein Tor vor, Aue gelang jedoch der Ausgleich. Den letzten Wurf hatte Einheit, doch er landete über dem Tor. Spielstand nach 60 Minuten 28:28. Also ging es in die Verlängerung von zweimal fünf Minuten.

 

Trotz zweifacher Unterzahl führten die Spitzenstädter jeweils mit einem Tor und hatten beim Stand von 35:34 die Chance den Sack sprichwörtlich zuzumachen, doch ein Fehler vor dem Einheit-Tor nutze Aue zum erneuten Ausgleich. 35:35 nach der Verlängerung bedeuten nach Reglement eine erneute Verlängerung von zweimal fünf Minuten. „Ich habe gesehen, dass meine Spieler platt waren. Aufgrund der fehlenden Wechselmöglichkeiten mussten sie durchspielen, eine enorme Belastung. Jetzt ging es nur noch über den Kopf und den unbedingten Willen zu gewinnen“, erklärt Trainer Jan Richter. Die zweite Verlängerung zeigte ein umgekehrtes Bild. Nun legte Aue jeweils ein Tor vor und Einheit gelang umgehend der Ausgleich. Das letzte Tor erzielte Karel Kveton zum 39:39.

 

Keinen der anwesenden Zuschauer hielt es mehr auf seinem Sitz. Die mitgereisten knapp 60 Anhänger der Spitzenstädter feuerten ihre Mannschaft an und die Halle war fest in rot-weißer Hand. Die Entscheidung sollte also im Siebenmeterwerfen fallen. Noch kein Strafwurf wurde in der Partei auf beiden Seiten pariert. „Siebenmeterwerfen ist die undankbarste Möglichkeit einen Sieger zu ermitteln. Es ist ein Psychospiel“, so Co-Trainer Heiko Schuster. Beide Mannschaften waren nach 80 Minuten Spielzeit am Ende ihrer Kräfte. Zuerst übernahm Mannschaftskapitän Maximilian Krüger die Verantwortung und traf. Nachfolgend waren auch David Zbiral, Petr Linhardt und Kevin Model erfolgreich, ebenso die Auer Schützen. Dann gelang Dominik Balin die entscheidende Parade und der eigentlich verletzte Jan Kacin verwandelte den Wurf zum 44:42 Sieg. Der anschließende Jubel kannte keine Grenzen.

 

Der HC Einheit Plauen krönt sich damit nach 23 Jahren wieder zum Double-Sieger von Sachsenmeister und Sachsenpokal-Sieger. Das Team trägt sich mit 27 Siegen aus 27 Spielen in einer Saison endgültig in die Geschichtsbücher des sächsischen Handballs ein.

 

HCE Plauen: Balin, Hujer, Pour - Kveton (2), Model (4/1), Gemeinhardt, Krüger (12/1), Linhart (15/3), Kacin (1/1), Jahn (1), Zbiral (8/1), Siri (1), Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Aue II: Schäfer, Planken (5/1), Petkov (2), Sova (10/1), Schneider (9/3), Schreiber, Schwenning, Krauß (3), Lange (6), Dudin, Musil (1), Fischer (2), Espig (3), Hofmann (1), Trainer Philipp Braun, Co-Trainer André Steinhauser

 

Verwarnungen: 1 für Plauen, 2 für Aue II

Zeitstrafen: 7 für Plauen, 4 für Aue II

 

(slu)

Foto zur Meldung: Mit Krimi zum Pokalsieg
Foto: Mit Krimi zum Pokalsieg

Einheit will Sachsenpokal gewinnen

(11.05.2023)

Es ist das Traumfinale im Handball-Sachsenpokal: Am Samstag steigt zwischen dem Meister HC Einheit Plauen und dem Vizemeister EHV Aue II das Endspiel mit den beiden besten Mannschaften der Sachsenliga. Wie sich die Füchse zum Doublesieger krönen wollen.

„Wir haben jetzt die Chance, das Double zu holen, was uns letztmalig 2000 gelang“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter. Gewinnen die Rot-Weißen am Samstagnachmittag ab 17.30 Uhr in der Stadtsporthalle in Döbeln das Sachsenpokalfinale, dann krönen sie sich zur erfolgreichsten Saison seit über 23 Jahren. Denn im Jahre 2000 wurden sie zwar auch Meister in der damaligen Oberliga Sachsen, doch die Reusaer schlossen die Spielzeit mit vier Minuspunkten ab. Dieses nach dem direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga ausgegebene Ziel, alle 22 Partien in der Sachsenliga zu gewinnen, haben die Spitzenstädter bereits am vergangenen Samstag eindrucksvoll erfüllt. Nun wollen die Vogtländer also auch den zweiten Titel gewinnen, um die Saison perfekt zu beenden. Dabei taten sich die Füchse im Sachsenpokal bisher schwer, schafften den Einzug ins Viertelfinale erst mit einem durch Petr Linhart direkt verwandelten sensationellen Freiwurftor nach der 60. Minute beim Tabellenzweiten der Verbandsliga West NHV Concordia Delitzsch II, bevor es beim Spitzenreiter der Verbandsliga Ost HVO Cunewalde sogar in die Verlängerung ging, ehe die Endspielteilnahme perfekt gemacht wurde. „Wir hatten in den Duellen unsere schwächsten Spiele in der Saison gemacht“, erinnert sich der Übungsleiter: „Vielleicht haben wir auch die Gegner unterschätzt, das wird uns natürlich gegen Aue nicht passieren“. Denn die Rot-Weißen kennen die Bergstädter aus den beiden Ligaspielen gut, wissen um ihre Stärke und dass sie eine junge Mannschaft mit sehr gut ausgebildeten Spielern sind sowie auch einige erfahrene Akteure haben, die die Auswahl routiniert führen. „Es ist ein echtes Schmankerl zum Abschluss der Spielzeit“, freut sich Richter: „Es ist der absolute Saisonhöhepunkt“. Sowohl im Hin- als auch im Rückspiel zeigten die Reusaer zwei sehr gute und erfahrene Leistungen, sodass sie beide Begegnungen (32:23 und 33:28) klar gewinnen konnten. „Aue ist mit jedem Spiel stärker geworden“, schätzt der Einheit-Trainer ein: „Wir sind darauf gut vorbereitet, was wir schon zwei Mal bewiesen haben und das müssen wir jetzt auch noch ein drittes Mal sehr gut machen“. Die Spitzenstädter müssen wieder an ihre absolute Leistungsgrenze kommen, sich auf den Tempohandball einstellen und effiziert treffen sowie auf den Punkt spielen. „Wir dürfen uns nur wenige Fehler erlauben, denn wenn wir nur kurz nicht voll konzentriert spielen, dann ist Aue immer im Stande, sehr schnell sehr viele Tore zu werfen“, fordert Jan Richter: „Wenn wir unsere Qualität aufs Parkett bringen, dann werden wir das Finale gewinnen“. Die Vogtländer erwarten erneut ein schnelles, hartes Aufeinandertreffen, in dem sie von Anfang an gleich voll fokussiert sein und die letzten Körner mobilisieren müssen. „Wir wissen mit Aues Spielweise aber umzugehen, da die Partien in der Liga genauso waren“, ist der Übungsleiter von seiner Riege überzeugt: „Meine Mannschaft ist fit und hat diese Athletik“. Entscheidend wird sein, dass die Erzgebirger nicht in ihr Konterspiel kommen, was gelingt, wenn die Füchse ihre Chancen effektiv nutzen und im Angriff sicher agieren, denn dann werden die Rot-Weißen auch keine Probleme mit Aues schnellem Umschaltspiel haben. „Jeder Spieler weiß um die Bedeutung der Begegnung, jeder weiß, wie stark Aue ist und was wir aufs Parkett bringen müssen“, so Richter: „Aue soll sich wieder an unserer starken Defensive die Zähne ausbeißen und mit dem daraus resultierendem schnellen Umschaltspiel wollen wir Aue vor große Probleme stellen“. Denn die Reusaer sind auch im Stande, sich während des Aufeinandertreffens schnell auf taktische Änderungen des Gegners einzustellen und so leichte Gegentore zu verhindern. „Wir wollen den Pokal holen, denn wir sind den Weg erfolgreich bis ins Finale gegangen, haben diese vielen unangenehmen Auswärtsfahrten auf uns genommen und jetzt wollen wir uns dafür auch mit dem Titelgewinn belohnen“, hofft Einheit-Trainer Jan Richter: „Aue ist genauso wie wir in einer sehr guten Verfassung, ich bin aber der Meinung, dass meine Mannschaft etwas besser und gestärkter ist, aber dieses Pokalfinale ist ein 50:50-Spiel“.

Für die schwerste Auswärtsfahrt in dieser Saison hoffen die Spitzenstädter wieder auf eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung der treuen Anhänger, damit die Vogtländer eine Art Heimspielkulisse haben - das Sachsenpokalfinale steigt am Samstagnachmittag, um 17.30 Uhr, in der Stadtsporthalle in Döbeln (Straße des Friedens 9) und der Bus fährt 13.45 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 14 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will Sachsenpokal gewinnen
Foto: Einheit will Sachsenpokal gewinnen

„Ich freue mich riesig auf spannende Derbys“

(09.05.2023)

Nachdem der Staffelleiter der Sachsenliga, Andreas Krohn, den Spielern des HC Einheit Plauen zusammen mit zwei Frühsportfüchsen ihre Medaille zum Gewinn der Meisterschaft übergehangen und Kapitän Maximilian Krüger die Meisterschale überreicht hatte, richteten die Verantwortlichen aus Politik sowie Sport noch ein paar Worte an die Rot-Weißen:

 

Andreas Krohn, Sachsenliga-Staffelleiter

Liebe Spitzenstädter, ihr habt eine sensationelle Saison hingelegt! Nach einem Jahr weinenden Auges wegen des Abstieges aus der Mitteldeutschen Oberliga habt ihr es geschafft, schadlos durch diese Saison 2022/2023 zu kommen, herzlichen Glückwunsch. Sächsischer Meister zu werden, ohne einen Verlustpunkt, das bedeutet schon etwas. Ich bin schon viele Jahre der Staffelleiter der Sachsenliga und ich darf wohl behaupten, dass ich das in meiner Amtszeit noch nicht erlebt habe. Umso wertvoller ist natürlich der Aufstieg für euch, die sofortige Rückkehr in den Mitteldeutschen Handballverband. Ich wünsche euch alles Gute und liebes Publikum nehmt mir das nicht übel, ich sage immer, bleibt mir vom Hals in den nächsten Jahren. Der HC Einheit Plauen ist ein fairer und guter Partner des Sächsischen Handballverbandes und natürlich für mich als Staffelleiter, vielen Dank an euch!

 

Thomas Hennig, Landrat des Vogtlandkreises

Liebe Fans, nächstes Jahr werden wir auch die Oberliga gemeinsam richtig rocken! Ich habe natürlich zwei kleine Präsente mit, einmal etwas zum Trinken und natürlich, bloß zum Trinken zählt`s ja nicht, ich hab` euch auch noch einen kleinen Scheck mitgebracht. Wir sind ja auch klamm als Landkreis, aber 200 Euro konnte ich mir aus den Rippen schneiden und wenn ihr überlegt, es hat vor kurzem auch ein anderer Handballverein großes Jubiläum gefeiert, der hat weniger bekommen, da war ich auch noch nicht im Amt. Ich wünsche euch allen noch eine richtig schöne Party, feiert richtig und den Zuschauern ein wunderschönes Wochenende!

 

Steffen Zenner, Plauens Oberbürgermeister

Liebe Handballfans vom HC Einheit, herzlichen Glückwunsch! Was für eine Saison, noch nie da gewesen in Plauen. Wie geht so etwas? Mit einer hoch motivierten Mannschaft, die zusammenhält, mit einem Trainerteam um Jan Richter - wir haben selber noch gemeinsam deine Erfolge auf der Platte gefeiert, herzlichen Glückwunsch - und natürlich auch mit Sabrina Lukas, die alles managt beim HC Einheit, aber letztlich geht das immer nur mit euch im Ehrenamt, deshalb großen, großen Respekt, herzlichen Glückwunsch. Ich bin stolz darauf. Plauen ist eine Sportstadt, unser HC Einheit gehört dazu, Glückwunsch nochmal!

 

Tobias Kämpf, Plauens Sportbürgermeister

Ein ganz herzliches Hallo und natürlich großen Respekt an euch als Fans! Es ist einfach super, wie ihr die Mannschaft getragen habt, habt großen Respekt an den HC Einheit. Ich freue mich riesig, hier in dieser Stadt Sportbürgermeister zu sein und was gibt es schöneres als Sportbürgermeister, wenn es überall läuft. Wir haben absolut einen Lauf. In der Stadt Plauen, ich freue mich riesig auf spannende Derbys im nächsten Jahr, alles Gute euch!

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Foto: „Ich freue mich riesig auf spannende Derbys“

Einheit stellt Rekord für die Ewigkeit auf

(07.05.2023)

Mit dem 44:22-Sieg gegen die HSG Freiberg II haben sich die Handballer des HC Einheit Plauen in die Geschichtsbücher eingeschrieben. Wie den Füchsen Historisches gelang.

Als ob es noch einmal eine Bestätigung der überragenden Leistung vor den Augen des Sachsenliga-Staffelleiters Andreas Krohn am Samstagabend bedurfte, zu was die Füchse in dieser Saison im Stande sind zu leisten, doch der 44:22-Erfolg im letzten Spiel gegen die jungen Dachse unterstreicht eindrucksvoll die nun beendete Spielzeit. Die Rot-Weißen sind die erste Mannschaft, die alle 22 Partien in der im Jahre 2010 gegründeten Sachsenliga gewonnen und damit alle 44 möglichen Punkte eingefahren haben - ein Rekord für die Ewigkeit. „Als Truppe das durchzustehen, auch Aufeinandertreffen, die nicht so gut liefen mit dem absoluten Leistungswillen durchzuziehen, zeigt, wie viel Charakter diese Auswahl hat“, lobt Einheit-Trainer Jan Richter: „Ich bin total stolz, was der Verein für sowie in dieser Saison bewerkstelligt hat, wie viel in die Riege investiert wurde und welchen Aufwand wir betrieben haben - das ist extrem und deshalb freut es uns sehr, dass es Früchte trägt“. Dass sich die Spitzenstädter würdig von den Zuschauern verabschieden wollten, zeigten sie gleich zu Beginn der Begegnung, denn auch acht Minuten führten die Hausherren bereits mit 8:4. „Wir sind gut in die Partie gestartet, haben dann einige Leichtsinnsfehler gemacht und die hat Freiberg konsequent bestraft, dadurch kam bei unseren Gästen auch eine gewisse Euphorie auf“, erklärt Richter. Denn bis Mitte der ersten Halbzeit verkürzten die Silberstädter auf 8:9, weshalb sich der Einheit-Trainer gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen. Sowohl die Wechsel haben gewirkt (Marcel Gemeinhardt kam auf Linksaußen für Kevin Model und Josef Pour im Tor für Tim Hujer) als auch die taktischen Änderungen mit einer breiteren Spielanlage sowie den Angriff-Abwehr-Wechsel mit dem zweiten Kreisläufer Jakub Sira sind aufgegangen und so setzten sich die Vogtländer mit einem 6:0-Lauf auf 15:9 in der 22. Minute wieder ab. „Die Jungs haben die gegnerischen Fehler konsequent bestraft, da sie eine sehr gute Defensivarbeit und Pepe eine strake Torhüterleistung aufs Parkett brachten“, freut sich Jan Richter: „Wir konnten nun das Aufeinandertreffen dominanter gestalten“.

So ging der Spitzenreiter mit einer Sieben-Tore-Führung beim Stand von 19:12 in die Kabine und auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Füchse an die sehr gute sowie konzentrierte Leistung an. Dadurch konnten die Rot-Weißen mit einem erneuten 6:0-Lauf innerhalb von nur fünf Zeigerumdrehungen den Vorsprung auf zwölf Tore beim 25:13 ausbauen. „In der Verteidigung haben wir uns sehr gut auf die Bergstädter eingestellt, hatten dadurch viele Ballgewinne und konnten aus diesen dann sehr viele Tempogegenstöße entwickeln, die wir effektiv in eigene Tore umwandelten“, weiß der Einheit-Trainer „Mit jeder Minute wurden wir schneller und Freibergs Beine immer schwerer, dadurch konnten wir uns peu à peu absetzen“. Besonders treffsicher zeigte sich Kreisläufer Karel Kveton, der in seinem letzten Heimspiel für die Spitzenstädter von Beginn an spielte und bis zur 53. Minute insgesamt zehn Mal einnetzte. „Karel hat eine überragende Partie, man hat gemerkt, dass die ganze Mannschaft nur für ihn gespielt hat, jede Aktion war für ihn und jeder Ball ging zu ihm“, erzählt Richter: „Wir wollten unbedingt, dass er heute seine zehn Tore macht und ist dann stehend k.o. auf die Bank gegangen“. Dass die Vogtländer bis zum Schlusspfiff konsequent ihren Tempohandball durchgezogen haben, zeige laut des Übungsleiters den „absoluten Willen“ seiner Auswahl und das, obwohl die Hausherren mit lediglich acht Feldspielern sowie zwei Torhütern ins Aufeinandertreffen gingen. „Die gezeigte Leistung war eindrucksvoll und bestätigt den Eindruck, dass wir die klar beste Riege der Liga waren und das haben wir heute noch einmal unterstrichen“, resümiert Jan Richter: „Ich bin sehr zufrieden und dass die Jungs trotz des vorzeitigen Aufstieges in die Mitteldeutsche Oberliga so couragiert gespielt haben sowie auch diese Begegnung so klar gewonnen haben, ist meisterlich“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (10), Model (5), Gemeinhardt (2), Krüger (8), Linhart (8/3), Kacin, Jahn, Zbiral (1), Pecek (7), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSG Freiberg II: Neubert (2), Morgenstern (1), Grund (7), Steinfeld (3), Makowski, Jehmlich (2), Wolowski (2/1), Kühn (2), Haufe (2), Rottluff, Sabot (1); Trainer Markus Lehmann, Co-Trainer Ingolf Jaeger, Mannschaftsverantwortlicher Simon Ziemey

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für HSG Freiberg II

Zeitstrafen: 1 für HC Einheit Plauen, 2 für HSG Freiberg II

Foto zur Meldung: Einheit stellt Rekord für die Ewigkeit auf
Foto: Einheit stellt Rekord für die Ewigkeit auf

Wir wollen mit euch feiern

(06.05.2023)

Heute ist es soweit: Unsere Jungs haben gekämpft und alles gegeben, um das große Ziel, den direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga, zu schaffen. Keiner hätte gedacht, dass sie so eine sensationelle Saison absolvieren. Nun wollen wir uns natürlich den Rekord holen und den 22. Sieg im 22. Spiel sowie die Meisterschaft feiern. Keiner Mannschaft ist das bisher in der Sachsenliga gelungen. Wir wollen dieses historische Ereignis zusammen mit euch feiern. Anpfiff der Partie gegen die HSG Freiberg II erfolgt um 18.30 Uhr - seid aber gerne schon eher da, denn wir haben für heute einiges geplant. Nach der Partie gibt es natürlich wieder Freibier und wir werfen den Grill an, um diesen Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Wir werden die Spieler verabschieden, die uns nach der Saison verlassen werden und wollen auch ein großes gemeinsames Erinnerungsfoto dieses denkwürdigen Ereignisses machen. Also auf geht’s - alle in die Halle.

Foto zur Meldung: Wir wollen mit euch feiern
Foto: Wir wollen mit euch feiern

Einheit will Rekord für die Ewigkeit aufstellen

(04.05.2023)

Noch nie in der im Jahre 2010 gegründeten Sachsenliga hat eine Mannschaft die Saison ohne einen einzigen Minuspunkt beendet. Gewinnen die Handballer des HC Einheit Plauen auch am Samstagabend ab 18.30 Uhr vor heimischem Publikum gegen die abstiegsbedrohte HSG Freiberg II, schreiben sich die Füchse in die Geschichtsbücher ein.

„Wir wollen auch das letzte Punktspiel gewinnen, die Sachsenliga-Saison perfekt beenden und unseren Zuschauern nochmal einiges bieten“, kündigt Einheit-Trainer Jan Richter an: „Ich bin sehr stolz, dass wir den direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga geschafft, uns über die gesamte Spielzeit weiterentwickelt haben und jetzt wollen wir den letzten Schritt auch noch gemeinsam gehen, um uns als verlustpunktfreier Meister in die Geschichtsbücher eintragen zu können“. Das wird besonders schwer, denn die jungen Dachse sind akut abstiegsgefährdet, stehen mit 13:29 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz (haben den direkten Vergleich gegen den punktgleichen Zwönitzer HSV gewonnen) und brauchen noch mindestens einen Zähler, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. „Es gebührt der Mannschaft größten Respekt, dass sie trotz des vorzeitigen Titelgewinns sich weiter für jedes Aufeinandertreffen voll motiviert, jede Partie gewinnen möchte und deshalb habe ich keine Sorge, dass die Jungs die letzte Begegnung zu locker nehmen“, möchte der Übungsleiter für Wettbewerbsgleichheit sorgen: „Wir wollen mit den Fans gemeinsam den Aufstieg sowie die Meisterschaft feiern, denn seit dem bitteren Abstieg haben wir auf dieses Ziel hingearbeitet und freuen uns sehr, dass wir nach der enttäuschenden letzten Saison diese Scharte auswetzen konnten“. Damit es nach Abpfiff auch den 22. Sieg im 22. Spiel zu feiern gibt, „wollen wir wieder so gut wie im Hinspiel in die Partie starten, müssen gleich von Beginn an hellwach sein und wollen wieder über unser schnelles Spiel erfolgreich sein“, gibt Richter die Marschroute vor: „Eine starke Abwehr im Zusammenspiel mit einem gut aufgelegten Torhüter wird wieder unser Unterpfand sein“. So führten die Rot-Weißen Anfang Januar bereits nach sieben Minuten mit 6:1 und konnten über die starken Kreisläufer Jakub Sira sowie Karel Kveton insgesamt elf Tore erzielen. „Wir werden das ausnutzen, was uns Freiberg anbietet“, sieht der Einheit-Trainer seine Auswahl variabel aufgestellt: „Wir müssen sie immer wieder vor Probleme stellen, dann werden wir unsere Ballgewinne haben, die wir dann wieder effektiv in eigene Tore umwandeln müssen“.

Doch auch die Bergstädter mit dem gebürtigen Plauener Co-Trainer Ingolf Jaeger sind taktisch gut eingestellt: „Wir sind vom Hinspiel gewarnt und haben die Mannschaft darauf ausgerichtet, gegen Einheits schnelle Mitte sowie zweite Welle erfolgreich zu arbeiten“. Allerdings steckt den Silberstädtern noch die Niederlage vergangenen Samstag im Kellerduell gegen den bereits abgestiegenen Radeberger SV in den Knochen, das aufgrund einer schwachen Anfangsphase mit 25:27 verloren wurde. „Wir sind sehr enttäuscht von dem Spielverlauf sowie Ergebnis und dass wir an diesem Tag unser Potenzial nicht aufs Parkett gebracht haben“, ärgert sich Ingolf Jaeger: „Radeberg konnte frei aufspielen und wie das dann manchmal so ist, machten sie eines ihrer besten Saisonspiele, weshalb sie auch am Ende nicht unverdient gewonnen haben“. Auch wenn die Universitätsstädter diese riesige Chance auf den vorzeitigen Ligaverbleib so vertan haben, haben sie laut Jaeger eine super Saison gespielt. „Wir sind prinzipiell sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf und dieses Radeberg-Spiel wird diesem leider nicht gerecht“, so Freibergs Co-Trainer: „Die Entwicklung der jungen Spieler ist sehr gut und einige belohnten ihre starken Leistungen sogar mit Einsätzen in der Mitteldeutschen Oberliga“. Das untermauern auch die Ergebnisse, denn der Aufsteiger konnte in den meisten Aufeinandertreffen mithalten, musste sich lediglich den besten vier Aufgeboten deutlich geschlagen geben und konnte sechs Siege einfahren. „Die Entscheidung aufzusteigen, war zu 100 Prozent richtig und es macht viel Spaß, in der Sachsenliga zu spielen“, sagt Jaeger: „Es ist eine sehr schöne Erfahrung, wir zeigten teilweise sehr gute Leistungen und dass wir am letzten Spieltag immer noch um den Klassenerhalt kämpfen können, bestätigt uns“. Einen größeren Anteil daran hat auch Alexander Matschos, der schon auf internationalem Parkett in der European League, über viele Jahre in der zweiten Bundesliga und noch in der letzten Saison in der Mitteldeutschen Oberliga aktiv war. Mittlerweile hält der 42-Jährige bei den jungen Dachsen als Abwehrchef die Zügel in der Hand und ist mit durchschnittlichen 4,89 Treffern pro Begegnung der beste Torschütze - vor allem deshalb, weil er auch dann wirft und trifft, wenn es mal nicht läuft. „Es ist eine Wand und die muss man erst einmal bespielen“,  erinnert sich Jan Richter, der selbst schon gegen Matschos spielte: „Er ist ein sehr wichtiger Spieler, eine Stütze der Mannschaft, dennoch dürfen wir uns nicht nur auf ihn konzentrieren“. Der Rückraumspieler netzte im Hinspiel sechs Mal ein, setzt sehr viele Akzente und kann den jungen Mitspielern helfen sowie Unterstützung bieten. „Er ist ein unheimlich erfahrener und mannschaftsdienlicher Spieler“, schätzt Freibergs Co-Trainer: „Es ist für jeden Spieler und Trainer eine absolute Erfahrung, ihn in der Mannschaft zu haben“. Neben ihn führt Mittelmann Martin Steinfeld geschickt Regie, der ebenso viele Jahre in der Mitteldeutschen Oberliga aktiv war und nun die jungen Dachse als erfahrener Routinier leitet. „Freiberg wird alles in die Waagschale werfen, deshalb werden wir sie nicht unterschätzen“, versichert der Einheit-Trainer. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will Rekord für die Ewigkeit aufstellen
Foto: Einheit will Rekord für die Ewigkeit aufstellen

Einheit gewinnt auch letztes Auswärtsspiel in Zwenkau

(01.05.2023)

Mit dem elften Sieg in der elften Partie auf fremden Parkett haben die Handballer des HC Einheit Plauen alle 22 möglichen Punkte in dieser Sachsenliga-Saison eingefahren. Wieso der 32:25-Erfolg bei Germania Zwenkau einen Wermutstropfen hat.

Die Handballer des HC Einheit Plauen sind erst die dritte Mannschaft, die in die Mitteldeutsche Oberliga aufsteigen und alle Auswärtsspiele in der im Jahre 2010 gegründeten Sachsenliga gewonnen haben. Dieses Kunststück gelang als erstes dem HC Elbflorenz 2006 II in der Saison 2016/2017, bevor dann der HC Glauchau/Meerane in der allerdings nach dem 17. Spieltag abgebrochenen Corona-Saison 2019/2020 ebenfalls alle acht bestrittenen Begegnungen auf fremden Parkett gewann. Dass die Füchse auch diesen Rekord einstellen wollen, zeigten sie gleich zu Beginn des Aufeinandertreffens am Samstagabend: Bereits nach vier Minuten führten die Rot-Weißen mit 5:0 und nach zwölf Zeigerumdrehungen stand es schon 9:2 für die Spitzenstädter. „Es war eine sehr konzentrierte Abwehrleistung, die Verteidigung hat sehr gut gearbeitet und den Torhüter gut unterstützt“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Die daraus resultierenden Tempogegenstöße haben wir effektiv genutzt und uns mit vielen einfachen Treffern belohnt“. Doch bis Mitte der ersten Halbzeit konnten die Zwenkauer mit einem 4:0-Lauf auf 6:9 verkürzten, da sich die Vogtländer erst eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Meckerns erlaubten und dann kurzzeitig nach einer zweiten Hinausstellung sogar in doppelter Unterzahl waren. „In den Köpfen einiger Spieler war nach dem super Start schon die Partie entschieden“, kritisiert der Übungsleiter: „Wir haben uns dann auch nach einigen unglücklichen Pfiffen der Unparteiischen mehr mit dem Schiedsrichterduo als mit dem Aufeinandertreffen beschäftigt“. Bis zur 20. Minute erhöhten die Füchse mit einem 3:0-Lauf durch das Rückraum-Trio David Zbiral, Petr Jahn und Petr Linhart per Siebenmeter wieder auf 12:6, bevor Jahn wegen einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste. Und als dann der eigentliche Mittelmann Kevin Model, der für den ebenfalls verletzten Jan Kacin auf Linksaußen zum Einsatz kam, kurz vor der Pause zum 19:11 traf, war die Begegnung bereits entschieden. „Dass wir nun zwei angeschlagene Spieler haben, ist sehr schade und aufgrund der Ausfälle haben wir es uns in der Partie deutlich schwerer gemacht“, beschreibt Richter den Wermutstropfen: „Wir mussten einige taktische Veränderungen vornehmen, die auch etwas Unruhe in unser Agieren brachten, aber dennoch war es unter den Umstanden eine ordentliche Leistung“.

Denn dadurch konnten die Randleipziger nicht nur bis zum Seitenwechsel auf 13:19 verkürzen, sondern legten auch zu Beginn des zweiten Durchgangs mit zwei Treffern nach, sodass nach dem halbzeitübergreifenden 4:0-Lauf der Vorsprung der Rot-Weißen auf vier Tore beim Stand von 19:15 schmolz. Doch davon ließ sich der verlustpunktfreie Tabellenführer bei den noch um den Klassenerhalt kämpfenden Neuseenländern nicht verunsichern und baute die Führung beim 21:15 wieder auf sechs sowie beim 24:17 nach 38 Minuten auf sieben Tore wieder aus. „Zwenkau hat uns einen harten Kampf geliefert, den wir aber angenommenen haben und so konnten wir die Begegnung dennoch von Anfang bis Ende dominieren“, analysiert der Einheit-Trainer: „Zwenkau scheint uns nicht zu liegen“. Allerdings leisteten sich die Spitzenstädter Mitte der zweiten Halbzeit wieder einige Unkonzentriertheit im Angriff, die trotz eines guten Rückzugsverhaltens zu einigen Tempogegenstößen führten und so die Hausherren wieder auf 20:24 sowie 22:26 in der 49. Minute verkürzen konnten. „Wir haben in der Offensive zu viele einfache technische Fehler gemacht, uns zu viele Fehlwürfe geleistet und dazu hat der gegnerische Torhüter eine sehr gute Leistung abgerufen“, ärgert sich Jan Richter: „Wir hatten aber auch aufgrund der angeschlagenen Spieler weniger Optionen und dann hat uns auch ein bisschen die Kraft gefehlt, um über die kompletten 60 Minuten volles Tempo zu gehen“. Dennoch gelang es den Vogtländern, eine spannende Schlussphase zu vermeiden, auch weil Torhüter Dominik Balin sich mehrmals sehenswert auszeichnen konnte und so für einfache Ballgewinne sorgte, die seine Vorderleute nun mit präzisieren Abschlüssen sicher in eigene Treffer verwandelten - nach 57 Minuten beim Stand von 32:23 war das Aufeinandertreffen endgültig entschieden. „Zwenkau hat uns immer wieder zu Fehlern gezwungen und wir kamen nach dem super Start nicht mehr an unser Leistungsmaximum heran“, resümiert ein dennoch zufriedener Richter: „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt und in einem anderen Spiel gehen unsere Pfosten- oder Lattentreffer auch rein, dann werfen wir auch gegen die zweitbeste Defensive der Liga mehr Tore“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (3), Model (4), Gemeinhardt, Krüger (2), Linhart (9/5), Kacin (2), Jahn (1), Zbiral (2), Pecek (6), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Germania Zwenkau: Runge, Hartmann - Schubert (1/1), Günther (4), Nötzel (5), Sundorf (4), Germershausen (3), Riedel (2), Knorr, Jaenichen (2), Born (2), Grafe (2); Trainer Michael Schneider, Mannschaftsverantwortliche Vivien Mokry, Physio Linda Seufzer

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 3 für Germania Zwenkau

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, keine für Germania Zwenkau

Foto zur Meldung: Einheit gewinnt auch letztes Auswärtsspiel in Zwenkau
Foto: Einheit gewinnt auch letztes Auswärtsspiel in Zwenkau

Einheit will auch letztes Auswärtsspiel in Zwenkau gewinnen

(27.04.2023)

In ihren bisherigen zehn Partien auf fremden Parkett sind die Sachsenliga-Handballer des HC Einheit Plauen immer als Sieger hervor gegangen und auch am Samstagabend wollen die Füchse jubeln. Ab 18 Uhr ist der verlustpunktfreie Spitzenreiter beim Tabellenachten Germania Zwenkau gefordert, der noch immer um den Klassenerhalt kämpft.

„Wir wollen auch das letzte Sachsenliga-Auswärtsspiel gewinnen und man hat auch nach dem erfolgreichen direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga keinen Leistungsabfall gemerkt“, sagt Einheit-Trainer Jan Richter: „Es wird keine leichte Aufgabe, aber wenn wir wieder unsere Leistung aufs Parkett bringen, dann werden wir auch Zwenkau besiegen“. Denn die Neuseenstädter befinden sich im Aufwärtstrend, spielen nach einer katastrophalen Hinrunde mit nur drei Punkten eine starke Rückrunde, in der sie schon elf Zähler einfahren konnten. „Es ist genau das eingetreten, was wir uns erhofft hatten, dass nach der Rückkehr der Verletzten wir uns fangen und eingespielter auftreten können“, erzählt Germania-Präsident Kevin Wilke: „Wir konnten in der Rückrunde zeigen, dass wir deutlich besseren Handball spielen“. Eindrucksvoll bewiesen haben das die Randleipziger gegen den LHV Hoyerswerda, als sie den Tabellendritten zu Hause mit 27:23 besiegten oder auch in der vergangenen Woche, als sie dem immensen Druck standhielten und beim Schlusslicht Radeberger SV mit 33:26 gewannen. „Es war ganz schön Druck drauf im Vier-Punkte-Spiel sowie verdammt wichtig, dass wir in Radeberg eine grundsolide Leistung zeigten, relativ schnell den Sack zugemacht und danach auch keine Luft mehr rangelassen haben“, berichtet Wilke: „Wie wichtig dieser Sieg war, hat man auch nach dem Spiel gemerkt, wie ausgelassen, glücklich und fröhlich alle waren“. Auch wenn die Zwenkauer nun drei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und den direkten Vergleich gegen punktgleichen HSV Dresden gewonnen haben, den Klassenerhalt sicher haben sie noch nicht. „Es ist alles wahnsinnig spannend und eng, aber wenn nichts wahnsinnig Wildes passiert, dann sind wir durch“, weiß der Germania-Präsident: „Wir haben es ja noch in der eigenen Hand und wollen aber eine Niederlage gegen Einheit vermeiden, um nicht am letzten Spieltag beim Tabellenvorletzten Zwönitzer HSV unter riesigem Druck zu stehen“. Doch mit Druck können die Neuseenstädter scheinbar ganz gut umgehen, meisterten die schwierigen Situationen und sind während der Saison noch enger zusammen gewachsen. „Es war schon ein unschönes Gefühl, so tief im Abstiegskampf zu stecken, aber dadurch dass wir so gut miteinander harmonieren und auch neben dem Platz viel Zeit zusammen verbringen, haben wir uns auch nicht zerfleischt“, schwärmt Kevin Wilke von der coolen Gemeinschaft: „Das hat uns auch sehr geholfen und dadurch hatten wir dann die Möglichkeit, uns zurück zu kämpfen“. Zurück gekämpft haben sich auch einige verletzte Stammspieler, die überhaupt erst einmal diese Aufholjagd vom letzten Tabellenplatz zu Rang acht ermöglichten und somit zumindest das Minimalziel Ligaverbleib in greifbarer Nähe rückten. „Was die Tabelle sagt, ist eindeutig und da war ich scheinbar etwas zu optimistisch gewesen“, gesteht der Germania-Präsident, der unter die besten fünf Mannschaften einkommen wollte: „Das Ziel ist zwar verfehlt und es war auch sehr ambitioniert, aber ich denke mit einem voll einsatzfähigen Kader hätten wir zumindest Platz sechs geschafft“. Dazu beigetragen hat auch der im Sommer von der HSG Neudorf-Döbeln verpflichtete Torhüter Lucas Runge, der mit dafür sorgt, dass die Randleipziger mit nur 531 Gegentoren die zweitbeste Defensive nach den Spitzenstädtern haben. „Lucas macht sehr gute Arbeit, haben einen guten Mittelblock und eine starke Verteidigung, was unser Prunkstück der Mannschaft ist“, freut sich Wilke, der auch die größte Schwäche seiner Auswahl kennt: „Uns fehlen die einfachen Tore, die Kontinuität, was daran liegt, dass es wegen der vielen Ausfälle schwierig ist, eine richtige Stammsieben zu kreieren, die genau weiß, was der Nebenmann macht und darunter leidet unser Angriff“. Denn immer wieder werden wichtige Akteure von Verletzungen gebremst, was dazu führte, dass den Zwenkauern zum einen die Eingespieltheit fehlt und dann Einzelaktionen das Mittel der Wahl sind sowie zum anderen, dass die Neuseenstädter mit nur 500 erzielten Treffern die schlechteste Offensive haben. „Aufgrund der wechselnden Spieler war es schwierig, einen klaren Spielstil herauszuarbeiten, da wir vor jeder Partie puzzeln müssen, wer ist einsatzfähig und wie können wir dann spielen“, bedauert der Germania-Präsident: „Wir starten gut in die Partie und haben dann aber oft eine schlechte Phase, die dafür sorgt, dass manche Spieler verkopfen“. Exemplarisch ist dafür das letzte Heimspiel gegen den Tabellenzweiten EHV Aue II, das am Ende mit 15:37 mehr als deutlich vor heimischem Publikum verloren ging. „Wir hatten gut trainiert und hatten gehofft, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, dass uns die Überraschung gelingen kann, aber dann kassierten wir die höchste Saisonniederlage“, erinnert sich Wilke: „Vielleicht wollten wir in dieser Begegnung auch nach der 1:0-Führung etwas zu viel, sind dann aber gegen die starke Auer Abwehr nicht mehr angekommen und irgendwann agierten wir dann völlig verkopft“. Dennoch sehen die Randleipziger das Momentum im Abstiegskampf auf ihrer Seite und „haben Lust, die Saison noch gut zu Ende zu spielen“, kündigt der Germania-Präsident an: „Wir haben jetzt im Vergleich zu den Konkurrenten den wenigsten Druck, dennoch müssen wir unsere Hausaufgaben machen und können uns noch nicht zurück lehnen“. Dabei helfen soll Zwenkaus bester Torschütze Erik Stephan, der im rechten Rückraum in bisher 17 Aufeinandertreffen 90 Treffer erzielte und damit netzte der Linkshänder mit Abstand am häufigsten für seine Farben ein. „Wir müssen auch ihn mit einer konsequenten, starken Abwehr stellen, um dann in unser schnelles Umschaltspiel zu kommen“, fordert Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir dürfen nicht pomadig spielen oder den Gegner auf die leichte Schulter nehmen und müssen variabel im Angriff agieren, dann werden wir gewinnen“. Im Hinspiel hatten die Vogtländer nicht ihr bestes Spiel gemacht, weshalb sie sich relativ schwer taten, auch wenn der 33:27-Sieg nie in Gefahr war. „Wir wollen wieder über Ballgewinne zu Torerfolgen kommen und auch im Positionsangriff sind wir immer im Stande, Treffer zu erzielen“, so der Übungsleiter: „Wenn Zwenkau wieder mit einer offensiven 5:1-Defensivformation agiert, dann werden wir darauf gut eingestellt sein“.

Für die letzte Auswärtsfahrt in dieser Saison hoffen die Rot-Weißen wieder auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung der treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstag, um 18 Uhr, in der Stadthalle in Zwenkau (Heinrich-Mann-Weg 17) und der Bus fährt 14 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 14.15 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will auch letztes Auswärtsspiel in Zwenkau gewinnen
Foto: Einheit will auch letztes Auswärtsspiel in Zwenkau gewinnen

Einheit besiegt auswärtsstarken KJS-Club Dresden

(23.04.2023)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben am Samstagabend vor heimischem Publikum auch im 20. Spiel den 20. Sieg bejubelt. Wie der Sachsenliga-Spitzenreiter gegen den Tabellenfünften und auswärtsstarken KJS-Club Dresden deutlich mit 39:25 gewinnen konnte.

Nach der dreiwöchigen Osterpause taten sich die Füchse schwer zu Beginn der Partie: Zwar traf der erneut stark im linken Rückraum spielende Maximilian Krüger zum 1:0, doch danach gingen die Landeshauptstädter bis zur dritten Minute 3:1 in Führung. „Wir hatten am Anfang kleinere Probleme, mussten uns erst auf den Gegner einstellen und sind deshalb etwas stockend mit einigen Fehlern in die Begegnung gestartet“, erklärt Einheit-Trainer Jan Richter. Doch die Rot-Weißen ließen sich nicht von diesen Fehlwürfen, Ballverlusten sowie dem Lattentreffer verunsichern und ging selbst nach sechs Zeigerumdrehungen mit 5:3 in Führung. „Die Mannschaft weiß, zu was sie im Stande ist und deshalb ist sie auch nicht verunsichert, wenn sie einmal in Rückstand liegt“, berichtet der Übungsleiter. Allerdings gelang es den Elbstädtern innerhalb von nur 93 Sekunden, auf 5:5 erneut auszugleichen und diesen Gleichstand bis zum 7:7 nach gut elf Minuten zu halten. „Dresden hat es immer wieder geschafft, unsere Fehler konsequent zu bestrafen und wir haben es wieder nicht geschafft, weiter an unserem Limit zu spielen“, beschreibt Richter die zweite Schwächephase seiner Auswahl. Diese hatte zur Folge, dass der Einheit-Trainer auf der Torhüterposition wechselte und für den an diesem Tag glücklosen Josef Pour den jungen Tschechen Dominik Balin zwischen den Pfosten brachte. Auch die Abwehrformation wurde umgestellt, so verteidigten die beiden Kreisläufer Jakub Sira und Karel Kveton gemeinsam im Mittelblock, um der Defensive mehr Stabilität zu geben. All diese Veränderungen sollten bis zur Halbzeitpause ihre Wirkung zeigen und so konnten sich die Spitzenstädter spielentscheidend auf 20:10 absetzen. Dabei konnte sich auch der starke Schlussmann Balin mit neun Paraden und die Abwehr mit einigen Ballgewinnen auszeichnen, die über Konter oder zweiter Welle konsequent in eigene Tore umgewandelt wurden. „Die Mannschaft hat dann genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, freut sich Jan Richter: „Wir wollten aus einer stabilen Defensive ins Umkehrspiel kommen und das ist uns dann sehr gut gelungen“.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Vogtländer hellwach, knüpften an ihre starke Phase vor der Pause an und zwangen die Gäste zu Fehlern, die sie eiskalt ausnutzten. „Wir wollten stark aus der Kabine rauskommen, keine Zweifel an unserem Sieg aufkommen lassen und das ist uns eindrucksvoll gelungen“, lobt der Übungsleiter seine Auswahl. So bauten die Füchse den Vorsprung bis zur 48. Minute beim Stand von 34:18 auf 16 Tore aus und hatten nun endgültig den Widerstand des auswärtsstarken Tabellenfünften gebrochen, bei dem aufgrund von nur zwei Wechselspielern die Kräfte zunehmend schwanden. Dennoch gaben sich die Landeshauptstädter nicht auf, nutzten die unglücklichen Abschlüsse der Rot-Weißen aus und zwangen mit einem 5:0-Lauf Jan Richter beim Stand von 34:24 in der 55. Minute zu einer Auszeit. „Einige Spieler hatten ob der hohen Führung mit dem Aufeinandertreffen schon abgeschlossen und haben dann nicht mehr so konzentriert gespielt, wodurch Dresden es gelungen ist, uns wieder vor Probleme zu stellen“, analysiert der Einheit-Trainer: Ich habe die Mannschaft beruhigt, ihr noch einmal ins Gewissen geredet, dass wir die Partie souverän zu Ende spielen wollen“. Dies gelang auch, weil Kapitän Krüger in der Schlussphase noch sein Trefferkonto auf sieben Tore ausbaute und damit zum erfolgreichen Werfer der Begegnung avancierte sowie Torhüter Tim Hujer an die starke Leistung seines Vorgängers anknüpfte - sogar die beiden Siebenmeter der beiden sicheren KJS-Club-Strafwurf-Werfer Miroslav Jahn und Mattes Scheel parierte Hujer, an den Richter mit dem Prädikat „Siebenmeterkiller“ ein Sonderlob verteilte. „Unser Ziel war, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen, was dieses Mal allerdings etwas länger gedauert hatte, aber daran sind wir selbst schuld“, ärgert sich Jan Richter: „Als wir es dann geschafft hatten, unsere Stärken aufs Parkett zu bringen, konnten wir das Spiel dominieren und haben auch am Ende in der Höhe verdient mit 39:25 gewonnen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (1), Model (1), Krüger (7), Linhart (6/3), Kacin (6), Jahn (4), Zbiral (2), Faith (1), Pecek (7), Sira (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

KJS-Club Dresden: Purschke, Kvasnicka (3), Jetensky, Vogt (3), Jahn (5/2), Scheel (4), Radosevic, Dedecek (3), Krupnikovic (3), Gudaitis (4); Trainer Gunter Funk, Mannschaftsverantwortlicher Daniel Schmidt, Physio Katja Steinert

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 1 für KJS-Club Dresden

Zeitstrafen: 1 für HC Einheit Plauen, 3 für KJS-Club Dresden

Foto zur Meldung: Einheit besiegt auswärtsstarken KJS-Club Dresden
Foto: Einheit besiegt auswärtsstarken KJS-Club Dresden

Einheit will auch gegen KJS-Club Dresden siegen

(20.04.2023)

Nach der dreiwöchigen Osterpause steht den Handballern des HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag ab 17 Uhr in der Einheit-Arena ein schweres Heimspiel bevor. Zu Gast beim verlustpunktfreien Spitzenreiter der Sachsenliga ist der Tabellenfünfte KJS-Club Dresden, der mit einer Kampfansage ins Vogtland reist.

So angriffslustig und siegesgewiss hat sich in dieser Saison im Gespräch für den Spielvorbericht noch kein Trainer gezeigt, doch Daniel Schmidt ist sich sicher, „dass wir am Samstag gewinnen“, sagt der Co-Trainer von KJS-Club Dresden: „Plus zwei Punkte für uns“. Dass der Übungsleiter von seiner Auswahl so überzeugt ist, liegt auch daran, dass die Landeshauptstädter zu den auswärtsstärksten Sachsenliga-Mannschaften gehören. „Wir sind auswärts so stark, weil uns da das gegnerische Publikum besonders motiviert und wir zu Hause leider kaum Zuschauer haben“, erklärt Schmidt. So mussten sich die Elbstädter bisher auf fremdem Parkett lediglich dem Zwönitzer HSV mit 24:33 geschlagen geben, dazu teilten sie sich noch bei der SG LVB (29:29) und bei Koweg Görlitz (26:26) die Punkte. Vor allem aber überzeugten die Dresdner gegen den HSV Weinböhla, als sie beim Tabellendritten knapp mit 28:27 gewannen sowie vor einem Monat gegen den EHV Aue II, als sie den Tabellenzweiten ebenfalls mit 28:27 besiegten und damit den Weg für den direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga der Füchse vor heimischem Publikum ebneten. „Wir spielen gegen die starken Mannschaften gut“, weiß Daniel Schmidt: „Die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und so haben wir es geschafft, den Auer Spielfluss zu unterbrechen, indem wir die Passwege klug zugestellt sowie sie so erfolgreich am Wurf gehindert haben“. Mit dieser Marschroute gehen die KJS-Club-Spieler in die Partie gegen die Rot-Weißen, „denn wir wollen auch Einheits guten Spielfluss unterbrechen“, hofft der Co-Trainer: „Wir haben uns mit einem ausführlichen Videostudium sehr gut vorbereitet“. Zur Vorbereitung gehörte auch eine genaue Analyse der 24:37-Hinspielniederlage gegen die Spitzenstädter. „Unser Problem war, dass wir zu viel Angst vor den Einheit-Spielern hatten, wir zu unkonzentriert agiert und deshalb 22 technische Fehler gemacht hatten“, berichtet Schmidt: „Aber das wird am Samstag definitiv nicht mehr so sein, diesmal werden wir auch aufgrund unseres Kampfgeistes fokussierter agieren“. Dafür wurde auch laut des Übungsleiters in den Trainingseinheiten an einer höheren Toreffektivität gearbeitet, in denen neben Deutschen auch Litauer, Serben und Tschechen auf Trefferjagd gehen. „Unsere Stärke ist, dass wir einen schnellen Ball sicher spielen können, also eine hohe Passqualität haben“, schätzt Daniel Schmidt ein: „Unser Nachteil ist, dass die Spieler klein sind“. Nachdem sich die Landeshauptstädter nach dem Einheit-Spiel von ihren zwei polnischen Akteuren getrennt hatten, da der Mittelmann und Kreisläufer nicht mehr zur Spielphilosophie passten, ist der Kader auf nur noch zwölf Mann geschrumpft. „Wir haben starke und talentierte Spieler, aber es fehlt uns die Breite im Kader“, bedauert der Co-Trainer: „Wenn alle Spieler einsatzfähig sind, dann sind wir richtig gut aufgestellt und wenn dann noch die Jungs das so wie in Aue umsetzen, dann gehören wir zu den Spitzenmannschaften der Liga“. Deshalb wurde auch vor Saisonbeginn das Ziel Platz eins bis drei ausgegeben, doch dann hatten die Elbstädter mit bis zu zehn krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen, weshalb auch einige Begegnungen verlegen wurden. „Unter den Umständen sind wir ganz zufrieden mit dem Saisonverlauf“, so Schmidt: „Wir nagen auf dem Zahnfleisch, mussten in den Trainingseinheiten auf fünf Spieler verzichten, die aber am Samstag wieder einsatzfähig sind“.

Auch die Vogtländer hatten vor der dreiwöchigen Osterpause mit Ausfällen zu kämpfen, doch nun hat Einheit-Trainer Jan Richter endlich wieder alle Mann an Bord und kann dementsprechend aus dem Vollen schöpfen. „Wir sind froh, dass sich die angeschlagenen sowie verletzten Spieler erholen konnten und nun wieder voll einsatzfähig sind“, freut sich der Übungsleiter: „Der Akku ist wieder voll geladen für die letzten drei Ligaspiele, die wir mit voller Konzentration angehen werden und deshalb bin ich guter Dinge, dass wir unsere Leistungsstärke halten werden“. Dafür gilt es, dass die Füchse „wieder kluge Entscheidungen treffen, die freien Räume effektiv nutzen und dann werden wir das Aufeinandertreffen auch klar für uns entscheiden“, fordert Richter: „Wir müssen wieder eine stabile Abwehr stellen und Dresden zu Fehlern zwingen, damit sich daraus dann unser schnelles Umschaltspiel entwickeln kann“. Dabei wollen die Rot-Weißen das Tempospiel dann forcieren, wenn es nötig ist, „aber wir wissen auch, wann es wichtig ist, Ruhe ins Agieren zu bringen, um auch Dresden dominieren zu können“, erzählt der Einheit-Trainer: „Wir brauchen eine gute und starke Leistung mit einer effektiven Chancenverwertung“. Dass es nun gegen den frühzeitigen Aufstiegsermöglicher geht, motiviert die Spitzenstädter umso mehr und so ist „die Mannschaft absolut gewillt, auch im 20. Spiel den 20. Sieg zu bejubeln sowie zu zeigen, dass sie zurecht schon als Meister der Sachsenliga feststeht“, verrät Jan Richter. Übrigens kommt es am Samstag auch zum Bruder-Duell, denn für den KJS-Club geht Miroslav Jahn auf Punktejagd, der mit 85 Toren in 19 Partien der erfolgreichste Werfer der Dresdner ist und mit 26 von 29 verwandelten Siebenmetern auch eine der besten Liga-Quote bei Strafwürfen hat. Einheits Petr Jahn hat in 18 Begegnungen 70 Mal eingenetzt. „Wir sind gewarnt vor Dresden und müssen unser maximales Leistungsvermögen aufs Parkett bringen, um den zehnten Heimsieg einfahren zu können“, sieht Richter seine Auswahl gut eingestellt: „Wir brauchen auch vor Dresden keine Angst haben, wir sind auch in diesem Spiel der Favorit und dieser Rolle wollen wir wieder gerecht werden“. Damit das gelingt, setzen die Vogtländer auch wieder auf zahlreiche Zuschauer auf den Rängen: „Die Fans werden auch in dieser schweren Partie wieder extrem wichtig sein und können mit ihrer lautstarken Unterstützung bei der Mannschaft noch einmal für extra Motivation sorgen“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will auch gegen KJS-Club Dresden siegen
Foto: Einheit will auch gegen KJS-Club Dresden siegen

+++ Duo auf Rechtsaußen geht weiter zusammen auf Torejagd +++

(16.04.2023)

Freudige Nachricht für alle Fans des rot-weißen Handballs. Sowohl Dominik Pecek als auch Jan Faith haben ihre Verträge bei uns verlängert. Zusammen erzielte das Duo in dieser Saison bereits knapp 20 Prozent der Tore und trägt damit maßgeblich zum Erfolg des Teams bei. Dominik Pecek, der einen Vertrag bis 2025 unterschrieben hat, spielt bereits seine 6. Saison im Einheit-Trikot. Für Jan Faith war es die erste Saison bei uns „und ich möchte auch in der Mitteldeutschen Oberliga meinen Beitrag leisten“, so der Rechtsaußen, der in Aue lebt und seinen Vertrag nun um ein Jahr verlängert hat. „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, mit beiden Leistungsträgern auch in die Herausforderung Mitteldeutsche Oberliga zu starten“, erklärt Vorstand Sabrina Lukas.

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Foto: +++ Duo auf Rechtsaußen geht weiter zusammen auf Torejagd +++

Einheit feiert Rekordsieg gegen Straßenbahner

(03.04.2023)

Noch nie in der Historie der im Jahr 2010 gegründeten Sachsenliga hat eine Mannschaft in einem Spiel 47 Tore erzielt. Mit dem 47:23-Auswärtssieg bei der SG LVB schrieben sich die Handballer des HC Einheit Plauen am Sonntagnachmittag in die Geschichtsbücher ein.

Noch bevor sich die Handballer des HC Einheit Plauen am Sonntagmittag für die Partie bei der SG LVB warm machten, hatten die personellen Sorgenfalten von Trainer Jan Richter kaum größer sein können. Denn neben Einheits besten Werfer Petr Linhart fielen auch die beiden Mittelmänner David Zbiral sowie Maurice Thiele und Rechtsaußen Jan Faith aus, sodass sich sogar Richter selbst ein Trikot anzog, falls der einzig verbliebene Linkshänder Dominik Pecek ebenfalls nicht mehr einsatzfähig wäre. Doch anders als es so mancher der zahlreich mitgereisten Fans befürchtet hatte, begannen die Füchse nicht nur stark, sondern dominierten die Begegnung von der ersten bis zur letzten Minute und leisteten sich keine einzige Schwächephase. „Nach dem direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga haben wir während des gesamten Spiels nie irgendwelche Zweifel aufkommen lassen, dass wir zurecht der Spitzenreiter sind und auch diese Partie gewinnen wollen“, zeigte sich der Übungsleiter höchst zufrieden: „Ich war begeistert, wie die Mannschaft das Aufeinandertreffen angenommen hat und was für eine couragierte Leistung sie aufs Parkett brachte“. Die Rot-Weißen konnten aus einer sehr guten Abwehr heraus ihren Tempohandball spielen und die Leipziger auch deshalb überrennen, da sich jeder Spieler super eingefügt sowie das Spielkonzept perfekt umgesetzt hat. „Die vielen Ausfälle waren für uns keine Rückschläge“, ist Jan Richter stolz auf seine Auswahl: „Jeder Spieler hatte die innere Motivation zu zeigen, was er kann“. So sah sich LVB-Trainer Gabor Knappe schon nach sechs Minuten beim Stand von 5:1 für die Spitzenstädter gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen und auch der Einheit-Trainer fand scheinbar die richtigen Worte: „Die Mannschaft weiß, worauf es ankommt und ich habe den Spielern gesagt, dass wir erst einen kleinen Schritt in Richtung des nächsten Sieges gegangen sind, sie also weiter Druck machen müssen“. Das verinnerlichten die Vogtländer, die weiter höchst konzentriert agierten, sich mit einer klugen Defensivarbeit viele Ballgewinne erspielten und sich dafür dann in Kontern sowie zweiter Welle mit Toren belohnten. „Die Verteidigung hat sehr gut zusammen gearbeitet, war schnell auf den Beinen und hat so den gegnerischen Durchbruch verhindert oder die Kreisanspiele abgefangen“, erklärt Richter: „Wir haben im Angriff sicher agiert, sind konsequent in die Lücken gegangen und haben schnell den Abschluss gesucht“. Dazu zeigte Torhüter Dominik Balin in Zusammenarbeit mit der starken Abwehr eine herausragende Leistung und so konnte der Tscheche in der ersten Halbzeit rekordverdächtige 19 Paraden bejubeln. So stand es bereits nach 13 Minuten 10:1 für die Füchse und zur Halbzeit führte der verlustpunktfreie Tabellenführer schon 20:5.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte dann Schlussmann Tim Hujer nahtlos mit einer sehr guten Leistung daran an und so hatten sich die Rot-Weißen in der 38. Minute erstmals einen 20-Tore-Vorsprung beim 28:8 erspielt. „Die Mannschaft hat sich in einen Rausch gespielt, ist bis zum Schluss volles Tempo gegangen und konnte so sogar noch einmal ihre erste sehr torreiche Halbzeit überbieten“, lobte der Übungsleiter: „Es hat mich positiv überrascht, dass die Mannschaft bis zum Schluss so konzentriert agiert hat und nur deshalb war dieser hohe Sieg möglich“. Auch, weil Mittelmann Kevin Model ein starkes Spiel machte, seine Nebenmänner in gute Wurfpositionen brachte und der Kreis immer wieder mit sehenswerten Pässen bedient wurde sowie mit zehn Treffern der erfolgreichste Werfer der Partie war. „Wir haben im zweiten Durchgang taktisch einiges ausprobiert und legten den Fokus vor allem auf schnelle Abschlüsse“, berichtet Jan Richter und zollte den Straßenbahnern größten Respekt: „Es war eine extrem temporeiche Begegnung mit insgesamt 70 Toren, da sich auch die Leipziger nie aufgaben und bis zum Schluss gekämpft haben“. Denn die Hausherren erwischten einen rabenschwarzen Sonntag, verloren viele Bälle unglücklich, machten einfachste technische Fehler und trafen Pfosten oder Latte sowie hielten die beiden Einheit-Torhüter drei von vier Siebenmetern. Auch Lukas Kürth, der drittbeste Torschütze der Sachsenliga, konnte lediglich sechs Mal einnetzen und „so haben wir trotz seiner guten Aktionen verhindert, dass er zu einem Faktor in diesem Aufeinandertreffen wird“, freut sich der Einheit-Trainer: „Die Mannschaft hat sich während der Saison weiter gesteigert und ist im Zusammenspiel immer gefestigter“.

Nun haben die Spitzenstädter eine dreiwöchige Osterpause, in der sich die angeschlagenen und verletzten Spieler auskurieren können, bevor dann am 22. April der Tabellenfünfte KJS-Club Dresden in der Einheit-Arena gastiert. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Hujer - Kveton (3), Model (10/2), Gemeinhardt (4), Krüger (6/1), Linhart, Kacin (5), Jahn (7), Zbiral (1), Pecek (9), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SG LVB: Röttig, Langenberg (1/1), Maximilian Knappe (1), Kürth (6), Zerrenner (2), Beutner (3), Fritsch (4), Kunze, Kiethe (3), Hildebrandt (1), Hühn (2); Trainer Gabor Knappe

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 3 für SG LVB

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 2 für SG LVB

Disqualifikation: 1 für HC Einheit Plauen (drei Mal Zwei-Minuten-Strafe)

Foto zur Meldung: Einheit feiert Rekordsieg gegen Straßenbahner
Foto: Einheit feiert Rekordsieg gegen Straßenbahner

Einheit bei heimstarken Straßenbahnern gefordert

(30.03.2023)

Nach dem Gewinn des Meistertitels in der Sachsenliga und dem direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga gastieren die Handballer des HC Einheit Plauen am Sonntagmittag ab 13.30 Uhr bei der SG LVB. Dabei hat der Spitzenreiter eine ganz besondere Motivation und visiert einen bisher für unmöglich gehaltenen Rekord an.

„Wir wollen die Saison in der Sachsenliga ohne einen Minuspunkt beenden und so lautet das Ziel, auch aus Leipzig die zwei Zähler mitzunehmen“, stellt Einheit-Trainer Jan Richter klar: „Ich denke nicht, dass nach dem nun schon feststehenden Aufstieg ein Leistungsabfall bei der Mannschaft zu befürchten ist“. Bisher ist es übrigens noch keiner Mannschaft gelungen, die Saison in der 2010 gegründeten Sachsenliga verlustpunktfrei zu beenden, allerdings stieg in der ehemaligen Oberliga Sachsen mit 14 Aufgeboten im gleichen Jahr Absteiger SC DHfK Leipzig ungeschlagen mit 51:1 Punkten direkt wieder auf. Dabei sind die heimstarken Straßenbahner nicht zu unterschätzen, die sich vor eigenem Publikum nur dem Tabellenzweiten EHV Aue II (36:42), Tabellendritten HSV Weinböhla (29:39) und im Derby Germania Zwenkau (22:23) geschlagen geben mussten. „Wir holen die Punkte zu großen Teilen zu Hause“, weiß auch LVB-Trainer Gabor Knappe: „In der Mannschaft steckt deutlich mehr Potenzial, aber wenn man auf fünf Langzeitverletze verzichten muss, die in dieser Saison noch kein Spiel bestritten haben, dann wird`s schwer“. Deshalb muss der Tabellensiebte auf Spieler aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen, die zwar in der Verbandsliga Ost der Spitzenreiter sind, aber dennoch an das Sachsenliga-Niveau noch ran geführt werden müssen. „Unser Saisonverlauf ist bisher holprig und sehr von Verletzungen sowie krankheitsbedingten Ausfällen geprägt“, erklärt Knappe: „Wir hatten leider zu Auswärtsspielen oft nur einen dünnen Kader, konnten aber in Rückrunde immerhin schon zwei Mal auswärts gewinnen“. Die beiden Siege auf fremden Parkett gelangen bei Koweg Görlitz (28:32) und der HSG Freiberg II (32:36), die ebenfalls noch um den Klassenerhalt kämpfen, allerdings kassierten die Messestädter in der Vorwoche beim Schlusslicht Radeberger SV eine bittere 28:30-Niederlage. „Unser größtes Problem war die Chancenverwertung“, berichtet der LVB-Trainer, dessen Auswahl einen Altersdurchschnitt von Mitte dreißig hat, da sie mit vielen Routiniers gespickt ist, die schon einige Jahre in der Sachsenliga aktiv sind. „Wir werden mit einem vollen Kader antreten und füllen mit jüngeren Spielern aus der Zweiten auf“, kündigt Gabor Knappe an: „Wir wollen ein achtbares Ergebnis erzielen und uns so teuer wie möglich verkaufen“. Dabei setzen sie nicht nur auf ihren besten Werfer Lukas Kürth, der mit 117 Toren in 18 Partien auf Rang drei in der Torschützenliste steht und durchschnittlich 6,50 Mal pro Begegnung einnetzt, sondern auch auf ihre starke Offensive, die mit 540 Treffern ebenfalls die drittbeste der Liga ist. „Wir wollen einen schnellen, attraktiven Handball spielen, auch weil wir nicht so große Spieler haben“, verrät Knappe: „Wir haben bei Lukas aus der Not eine Tugend gemacht, ihn zum halb linken umgeschult und vor allem durch seine Schnelligkeit macht er viele Kontertore“. Doch der Tempohandball fordert bei den Universitätsstädtern auch seinen Tribut, denn mit 571 Gegentoren steht gleichzeitig die drittschlechteste Defensive zu Buche. „Wir müssen verhindern, dass die Leipziger ihre Stärken ausspielen können“, fordert Richter: „Wenn wir es schaffen, unsere Stärken aufs Parkett zu bringen, dann bin ich überzeugt, dass wir den 19. Sieg im 19. Spiel bejubeln“. Das gelang bereits beim 39:27-Hinspielsieg, als Lukas Kürth lediglich zwei Feldtore sowie zwei Siebenmetertreffer erzielte. „Wir können ihn nur im Kollektiv verteidigen, dementsprechend werden wir aggressiv nach vorn gehen“, so der Einheit-Trainer: „Ein Schlüssel zum Erfolg ist eine kompromisslose Defensivarbeit mit daraus resultierenden Tempogegenstößen“. Der Übungsleiter geht davon aus, dass die Pleißestädter versuchen werden, „durch unsere Abwehrreihe zu brechen und uns auszukontern“, mutmaßt Jan Richter: „Da müssen wir Gegenhalten und dürfen nur wenige Fehler im Angriff machen“. Dabei wollen sich die Füchse die körperlichen Defizite der Straßenbahner zu ihrem Vorteil machen, geduldig sowie clever auf den Punkt spielen, „denn dann werden beim Gegner die Beine schwer und es entstehen Lücken, die wir dann effektiv nutzen müssen“, sagt Richter: „Wir dürfen Leipzig nicht unterschätzen, denn es ist eine clevere, abgezockte Truppe, die uns richtig fordern wird“. 

Für die vorletzte Auswärtsfahrt in dieser Saison hoffen die Rot-Weißen wieder auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung der treuen Anhänger - die Partie beginnt am Sonntagmittag, um 13.30 Uhr, in der Sporthalle der Sportoberschule in Leipzig (Max-Planck-Straße 53-55) und der Bus fährt 9.30 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 9.45 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit bei heimstarken Straßenbahnern gefordert
Foto: Einheit bei heimstarken Straßenbahnern gefordert

Einheit steigt direkt wieder in die Mitteldeutsche Oberliga auf

(25.03.2023)

Nach dem 36:27-Sieg gegen den Tabellendritten HSV Weinböhla feiern die Handballer des HC Einheit Plauen vor 421 Zuschauern in der Einheit-Arena am Samstagabend den Meistertitel in der Sachsenliga und schaffen damit den direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga.

Als die letzte Minute im Spitzenspiel zwischen dem verlustpunktfreien Spitzenreiter HC Einheit Plauen und dem Tabellendritten HSV Weinböhla anbracht, hielt es nicht nur die 421 Zuschauer in der Einheit-Arena, sondern auch die Spieler sowie Verantwortlichen auf der Bank nicht mehr auf ihren Plätzen. „Wir sind überglücklich, wir haben unser Ziel in der Sachsenliga mit dem Meistertitel und dem direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga bereits vier Spieltage vor Saisonende erreicht“, freute sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Die Stimmung war sehr ausgelassen und ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft, die diesen Erfolg natürlich gebührend gefeiert hat“. Dass die Aufstiegsfeier überhaupt schon am Samstagabend und damit auch vor heimischem Publikum begangen werden konnte, lag auch an der überraschenden 27:28-Niederlage des Tabellenzweiten EHV Aue II gegen KJS-Club Dresden - und diese Information verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Füchse-Lager. „Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, es war die Krönung einer bisher perfekten Saison“, strahlt der Übungsleiter: „Wir sind total glücklich, dass so viele Zuschauer da waren und mit uns feiern konnten“. Zur ausgelassenen Stimmung trugen vor allem die ersten 41 Minuten des Spitzenspiels bei, in denen die Rot-Weißen die Randdresdener dominierten und sich mit einer 14-Tore-Führung beim Stand von 31:17 belohnten. „Ein Schlüssel zum Erfolg war die beste erste Halbzeit in dieser Saison, in der wir eine sehr gute Abwehr stellten und effektiv im Umschaltspiel waren“, analysiert Richter: „Wir standen kompakt, haben so viele Ballgewinne erzwungen und diese dann rigoros verwertet, weil wir im Abschluss absolut konzentriert waren“. Dabei mussten die Spitzenstädter den kurzfristigen Ausfall ihres besten Werfers Petr Linhart verkraften, doch ein überragender Maximilian Krüger mit insgesamt zehn Treffern ließ ihn fast vergessen. „Wir haben Linos Ausfall im Kollektiv sehr gut kompensiert und dass wir ihn so gut ersetzen konnten, zeigt, welche Qualität wir auch in der Breite des Kaders haben, die uns schon durch die ganze Saison getragen hat“, schätzt der Einheit-Trainer ein: „Das Zusammenspiel zwischen dem Rückraum und den Kreisläufern war sehr gut, da wir im Rückraum sehr druckvoll agierten und sich dadurch die Räume am Kreis ergaben“. Denn versuchten die Gästen den an diesem Tag nicht zu stoppenden Krüger am Wurf zu hindern, setzten sich die Kreisläufer Jakub Sira sowie Karel Kveton geschickt ab und so mussten die wiedererstarkten Weinböhlaer schnell feststellen, dass in Plauen keine Punkte zu holen sind. „Wir waren sehr gut auf Weinböhla eingestellt und haben das im Kollektiv sehr gut gemacht, da wir schnell auf den Beinen waren sowie die Absprachen sehr gut funktioniert haben“, erklärt Jan Richter: „Es war für Weinbböhla sehr schwer, ihren ehemaligen Zweitligakreisläufer Henning Quade in Szene zu setzen oder sich mit ihrem Oberliga erfahrenen Rückraum gute Würfe zu kreieren“. Dass man solche Spieler wie auch den ehemaligen Zweitligarechtsaußen Rene Boese nie ganz aus dem Spiel nehmen kann, zeigen ihre 21 erzielten Tore. „Aber sie konnten dem Spiel nie einen Stempel aufdrücken“, stellt der Übungsleiter fest: „Wir hatten trotz ihrer großen Qualität glücklicherweise keine Probleme und haben gezeigt, zu was wir im Stande sind“. Vor allem aber zeigten die Füchse auch eine Reaktion nach dem knappen Einzug ins Finale des Sachsenpokals. „Ich hatte schon im Training gemerkt, dass jeder Spieler wusste, dass die Leistung aus der Vorwoche nicht ausreicht, um Weinböhla zu schlagen“, berichtet Richter: „Es war genau die Reaktion bei der Einstellung und beim Spielwitz, die wir gebraucht haben“. Dass die Rot-Weißen zwischen der 41. sowie 51. Minute keinen Treffer mehr bejubeln konnten und die Randdresdener mit einem 5:0-Lauf auf 31:22 verkürzen Konten, lag auch daran, dass ab diesem Zeitpunkt die Aue-Pleite feststand. „Die aus Aue schwappte zu uns rüber und kam bei immer mehr Spielern an, weshalb man dann mit dem Gedanken schon bei der Aufstiegsfeier war“, zeigt sich der Einheit-Trainer verständnisvoll: „Die Mannschaft war dann schon in Lauerstellung auf den Schlusspfiff, wir wussten, dass wir die Partie nur nicht zu Ende bringen müssen und aufgrund des sehr komfortableren Vorsprungs sowie der weiterhin ordentlichen Abwehrarbeit haben wir uns dann einige Unkonzentriertheiten oder Fehlwürfe geleistet“. In den letzten neun Minuten der Begegnung trafen dann beide Mannschaften gleich, alle Spitzenstädter erhielten ihre Einsatzzeit und zählten nur noch die Sekunden herunter. „Der Rückhalt der Fans war extrem wichtig, es war eine wirklich schwere Phase und ein Tal, durch das wir gemeinsam gehen mussten, deshalb war es einfach schön, dass die Zuschauer wiedergekommen sind sowie sehen, dass wir wirklich viel Arbeit in den direkten Wiederaufstieg reingesteckt haben“, sagt Jan Richter: „So ein Lauf und so eine Dominanz war natürlich nicht zu planen, da bin ich nicht nur unglaublich stolz auf meine Mannschaft, sondern auch aufs Umfeld, wie wir das geschafft haben“. Welche Qualität die Plauener haben, bewiesen sie bereits in einer nahezu optimal verlaufenen Vorbereitung gegen höherklassige Mannschaften, dennoch mussten sich die Vogtländer erst an den Tempohandball gewöhnen. „Wir wissen, was unsere Stärken sind, weshalb wir unser Spielkonzept vor der Saison daran angepasst haben und damit wollen wir auch in der nächsten Spielzeit gegen dann noch stärkere Gegner erfolgreich sein“, will der Übungsleiter jetzt nach dem 18. Sieg im 18. Spiel nicht nachlassen: „Wir haben jetzt die Chance, das Double zu holen, was uns letztmalig 2000 mit vier Minuspunkten gelang und wir wollen es diesmal aber verlustpunktfrei schaffen, haben also noch einige Ziele“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (1), Model (2), Gemeinhardt, Thiele (2), Krüger (10), Kacin (5), Jahn, Zbiral (5), Faith (3), Pecek (3), Sira (5); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Weinböhla: Lindner, Setzer, Nguyen (2), Häberer (4), Weig, Just, Schmidt, Neumann (2), Boese (10/4), Quade (7), Riedel (2); Trainer Martin Kovar, Co-Trainer Nils Gäbler, Mannschaftsverantwortlicher Ben Leuteritz, Physio Stefanie Marx

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 1 für HSV Weinböhla

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen, keine für HSV Weinböhla

Zuschauer: 421

Foto zur Meldung: Einheit steigt direkt wieder in die Mitteldeutsche Oberliga auf
Foto: Einheit steigt direkt wieder in die Mitteldeutsche Oberliga auf

Gegneranalyse: HSV Weinböhla

(24.03.2023)

Mit dem HSV Weinböhla empfangen die Handballer des HC Einheit Plauen heute Nachmittag um 17 Uhr vor heimischem Publikum den Tabellendritten der Sachsenliga. Doch wo haben die Randdresdener ihre Stärken und Schwächen? Eine Gegneranalyse.

Es war das Verfolgerduell in der Sachsenliga, als vor drei Wochen der Tabellendritte HSV Weinböhla beim Tabellenzweiten EHV Aue II gastierte, denn beide Mannschaften hatten zum damaligen Zeitpunkt sieben Minuspunkte. Hätten die Randdresdener die Erzgebirger besiegt, dann könnten sie bei einem doppelten Punktgewinn gegen den Spitzenreiter noch einmal etwas Spannung in den Meisterschaftskampf bringen. Dabei sah es nach 22 Minuten gut aus, die Weinböhlaer führten mit 14:13, doch in der Folge brach der Tabellendritte ein und die jungen Auer überrollten förmlich die Randdresdener, sodass am Ende ein deutlicher 44:28-Erfolg des Tabellenzweiten auf der Anzeigetafel stand. Da die Erzgebirger jedoch das Hin- und Rückspiel gegen die Füchse verloren hatten, war im Prinzip der Meisterschaftskampf zu Gunsten der Rot-Weißen nun endgültig entschieden. Doch wie kam es eigentlich zu der deutlichen Niederlage? „Uns plagen seit Monaten viele Verletzungen, hatten noch kranke Spieler und mussten deshalb mit einer dünnen Personaldecke spielen“, erklärt HSV-Trainer Martin Kovar: „Wir mussten mit vielen Jugendlichen spielen, die ihre erste Saison im Männerbereich haben oder Akteure einsetzen, die aus der Verletzung kamen“. Unter den vier Langzeitverletzte ist auch Stammtorhüter Gino Löffler, weshalb zwischen den Pfosten nun junge Schlussmänner stehen, die allerdings noch schwankenden Leistungen unterliegen. „Unsere jungen Torhüter haben schon bewiesen, dass sie es können, aber ihnen fehlt noch etwas die Stabilität“, berichtet Kovar: „Sie arbeiten aber gut im Training und werden immer besser“. Auch wenn unter der Woche in den Trainingseinheiten noch nicht alle Spieler wieder fit waren und die Vorbereitung deshalb nicht optimal, hofft der HSV-Trainer, dass am Samstag bis auf Torhüter Löffler alle Stammspieler einsatzfähig sind. „Ich hoffe, dass wir mit unserer besten Aufstellung spielen können und mal sehen, wie lange wir mithalten können“, sagt Martin Kovar: „Wir wollen Einheit Paroli bieten“. Dass die Weinböhlaer das können, haben sie schon im Hinspiel bewiesen, als sie zum 17:17 sowie 18:18 in der zweiten Halbzeit ausglichen und sich am Ende nur 28:33 geschlagen geben mussten. „Es hatte leider etwas länger gedauert, bis wir auf unserem Leistungsmaximum waren und deshalb konnten wir im Hinspiel noch nicht unser volles Potenzial abrufen“, erzählt Kovar: „Trotz der großen Qualität bei Neuzugängen haben wir schon ein bisschen Zeit gebraucht, um uns zu finden“. Zehn neue Spieler galt es für den HSV-Trainer zu integrieren, davon fünf Eigengewächse, Hannes Setzer vom Sachsenliga-Absteiger HVO Cunewalde, Henning Quade vom Zweitligisten HC Elbflorenz und das ehemalige HSG Freiberg-Trio Erik Riedel, Eric Neumann sowie Björn Richter, das im Hinspiel 22 Tore erzielte. „Dann waren wir in der Spur, haben das Spiel auf die Platte gebracht, wie wir uns das vorgestellt hatten und dann kam unsere Verletzungsmisere“, erinnert sich Martin Kovar: „In den letzten Partien mussten wir mit dem kleinen Kader irgendwie bestehen und haben auf die Jugendspieler gesetzt“. Diese kamen aus der A-Jugend, bekommen immer mehr Spielanteile und sollen sich so weiterentwickeln, um auf Sachsenliga-Niveau zu kommen. „Ich hoffe, dass sie bald den Sprung schaffen“, so Kovar: „Langsam kommen die Jungs wieder zurück und ich hoffe, dass alle für die Schlussphase wieder voll einsatzfähig sind“. Dann können die Randdresdener ihren Tempohandball mit schneller Mitte spielen und ihre Stärke der Variabilität aufs Parkett bringen. „Wir wollen schnell nach vorne spielen, deshalb fallen auf beiden Seiten auch viele Tore“, begründet der HSV-Trainer die 514 Gegentore, die die acht meisten in der Liga bedeuten: „Auch wenn wir noch im Zusammenspiel von Abwehr und Torhüter Defizite haben, kann ich Fortschritte sehen und freue mich, dass wir uns in der Abwehr verbessert haben“. Bis auf die denkbar knappe 28:29-Niederlage gegen KJS-Club Dresden und das 30:30-Unentschieden gegen Germania Zwenkau, ist der Tabellendritte mit dem Saisonverlauf zufrieden. „Wir haben unter diesen Umständen das Beste erreicht, die Mannschaft hat es oft geschafft, die Ausfälle zu kompensieren und ist immer bereit, bis zum Schluss zu kämpfen“, weiß Martin Kovar: „Meine Mannschaft hat eine super Moral und schon bewiesen, auch bei einer schlechten Ausgangslage ein super Spiel zu machen“. Gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter wollen sich die Weinböhlaer in der Spitzenstadt „ordentlich präsentieren“, fährt HSV-Trainer Martin Kovar optimistisch ins Vogtland: „Ich hoffe, dass wir unser Leistungsvermögen abrufen können und desto länger wir die Begegnung offen gestalten können, desto größer werden unsere Chancen“. (flow)

Foto zur Meldung: Gegneranalyse: HSV Weinböhla
Foto: Gegneranalyse: HSV Weinböhla

Einheit freut sich aufs Spitzenspiel gegen Weinböhla

(23.03.2023)

Nach dem Einzug ins Finale des Sachsenpokals steht für die Handballer des HC Einheit Plauen schon der nächste Liga-Höhepunkt bevor: Am Samstag steigt ab 17 Uhr vor heimischem Publikum das Spitzenspiel gegen den Tabellendritten HSV Weinböhla. Wieso die Füchse auf eine große und lautstarke Kulisse hoffen.

„Wir sind der Favorit, wollen dieser Rolle gerecht werden und weiter verlustpunktfrei bleiben“, gibt Einheit-Trainer Jan Richter die Zielstellung aus: „Wir werden die Partie wieder zu 100 Prozent angehen und unsere Fehler abstellen, dann werden wir auch wieder zu unserer gewohnten Stärke kommen“. Denn diese zeigten die Rot-Weißen am vergangenen Sonntagnachmittag im Halbfinale des Sachsenpokals beim HVO Cunewalde nur phasenweise und setzten sich erst nach Verlängerung knapp mit 30:27 gegen den Tabellenführer der Verbandsliga Ost durch. „Wir haben es uns schwerer gemacht als nötig und aus diesem Umstand wollen wir lernen“, so der Übungsleiter: „Wir müssen die Konzentration bis zum Schluss hochhalten“. Dabei war im Hinspiel ein Schlüssel zum Erfolg der starke Beginn, als die Spitzenstädter bereits nach sechs Minuten mit 6:1 führten. „Wir wollen wieder aus einer guten Abwehr in unser Tempospiel kommen und uns so schnell eine deutliche Führung erspielen“, erklärt Richter: „Wir müssen aufmerksam verteidigen und im Angriff als Mannschaft zusammen spielen, damit wir uns gute Chancen erarbeiten, die wir dann aber auch effektiv nutzen müssen“. Besonders der Weinböhlaer Rückraum mit den beiden ehemaligen Freiberger Oberligaspielern Erik Riedel, der im linken Rückraum aktiv ist und Mittelmann Eric Neumann ist äußerst wurfgewaltig. So netzt Riedel durchschnittlich über sechs Mal pro Begegnung ein und steht damit auf Platz fünf der besten Werfer, der rechte Rückraum Aurelijus Stankevicius rangiert mit durchschnittlich knapp sechs Treffern pro Aufeinandertreffen auf Platz elf in dieser Statistik. „Wir müssen aggressiv auf den Ballführenden gehen, sie immer unter Druck setzen, um sie zu einen schweren Wurf zu zwingen und dann mit einem guten Block in Zusammenarbeit mit den Torhütern den Rückraum vor Probleme stellen“, fordert der Einheit-Trainer: „Wir wissen, dass uns Weinböhla wehtuen kann, deshalb müssen wir clever agieren, die Fehler gering halten und dann werden wir ich dieses Spitzenspiel gewinnen“. Dazu kommt noch der ehemalige Zweitligakreisläufer Henning Quade, der noch in der letzten Saison beim HC Elbflorenz auf Torejagd ging und im Hinspiel noch verletzt ausfiel. „Wir müssen es im Kollektiv lösen, wenn wir genügend Druck auf den Passgeber ausüben, dann werden die Zuspiele unsauber und dann muss der restliche Abwehrblock clever in die Passwege hineinlaufen, um den Ball abzufangen“, weiß Jan Richter: „Es wird ein aufregendes, torreiches Spiel“. Denn auch die Außenpositionen sind bei den Gästen bestens besetzt, mit dem ehemaligen Freiberger Oberligaspieler Björn Richter, der auf Rechtsaußen durchschnittlich knapp fünf Tore erzielt und dem ehemaligen Zweitligalinksaußen Rene Boese, der sogar durchschnittlich knapp sechs Mal pro Partie einnetzt. Doch die Vogtländer gehen optimistisch ins Spitzenspiel, haben neben einer stabilen Defensive auch an ihrer Variabilität und Flexibilität in ihren Offensivbemühungen gearbeitet - und setzen vor allem auf den Hexenkessel Einheit-Arena. „Die Unterstützung von den Rängen ist in dieser Partie extrem wichtig, denn die Fans können die Spieler nicht nur in schwierigen Phasen nach vorne tragen, sondern auch in denen es gut läuft, da sie einem noch die zweite Luft geben, um das Tempo hochhalten zu können“, hofft Richter: „Wir spielen ja auch Handball für die Begeisterung der Zuschauer“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit freut sich aufs Spitzenspiel gegen Weinböhla
Foto: Einheit freut sich aufs Spitzenspiel gegen Weinböhla

Einheit gewinnt Pokalkrimi in der Verlängerung

(20.03.2023)

Mit einem 30:27-Sieg nach Verlängerung haben sich die Handballer des HC Einheit Plauen beim HVO Cunewalde am Sonntagabend ins Sachsenpokalfinale gezittert. Wieso sich der Sachsenliga-Spitzenreiter beim Tabellenführer der Verbandsliga Ost erst nach 70 Minuten durchsetzen konnte.

„Ich bin erleichtert und zufrieden, dass wir unserem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen sind, auch wenn es das einzige Positive ist“, so Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir sind noch einmal mit einem dicken blauen Auge davon gekommen“. Auch wenn die Füchse durch Petr Linhart mit 1:0 in Führung gingen, zeigte sich schon zu Beginn des Sachsenpokal-Halbfinales, dass es ein hart umkämpftes, spannendes Duell wird. Denn die Rot-Weißen leisteten sich ungewöhnlich viele leichte technische Fehler, spielten nach einem Ballgewinn in der Abwehr das runde, harzige Leder direkt wieder in die Hände des Gegners und lagen so schnell nach nur gut vier Minuten 2:4 zurück. „Wir haben Cunewalde unterschätzt“, ärgert sich Richter. Doch bis Mitte der ersten Halbzeit glichen die Spitzenstädter beim 6:6 wieder aus und gingen mit einem 3:0-Lauf bis zur 21. Minute mit 10:7 wieder in Führung, da sie nun eine stabile Verteidigung stellten sowie ihre Chancen im Angriff effektiv nutzten. Da sich die Vogtländer in der Folge einige Fehlwürfe leisteten, gelang auch den Hausherren ein 3:0-Lauf und so stand es nur sechs Zeigerumdrehungen später wieder 11:11-Unentschieden. „Wir haben gut gespielt, Einheit unter Druck gesetzt und waren auf dem Punkt da, wo wir es auch sein mussten, um so ein Ergebnis erzielen zu können“, ist HVO-Spielertrainer Daniel Kästner stolz auf seine Mannschaft: „Die Einstellung hat einfach gepasst, wir haben hart gekämpft, geackert - so war unsere Abwehr sehr stark“.

Nachdem beim 12:12 die Seiten gewechselt wurden, erspielte sich der Sachsenliga-Spitzenreiter bis Mitte des zweiten Durchgangs beim 19:15 eine Vier-Tore-Führung, da sie nun ihre vielen Möglichkeiten bei Tempogegenstößen in Tore umwandelten. „Wir hatten Probleme gegen die starke Einheit-Abwehr eine Situation zu schaffen, in der wir zum Abschluss kommen können“, gesteht Kästner: „Wir wollten, dass nicht so viele Tore fallen, also keine Hasenjagd machen“. Das bedeutete, dass der Tabellenführer der Verbandsliga Ost geduldig seine Offensivbemühungen ausspielte, sich zu keinem überhasteten Wurf verleiten ließ und so das Schiedsrichtergespann immer wieder Zeitspiel anzeigte. Und dann bewiesen die Oberlausitzer eine Stärke, die sie noch nicht so oft gezeigt haben: Die Ostsachsen holten einen Freiwurf heraus, spielten zu ihrem besten Werfer Stepan Brabec, der dann ein ums andere Mal den Defensivblock und Torhüter Dominik Balin überwand. „Dass das so gut geklappt hat, damit hatte niemand gerechnet“, freut sich Kästner, während Richter konstatiert: „Das hat uns riesige Probleme bereitet“. Da sich die Füchse nun auch wieder technische Fehler und Fehlwürfe leisteten, brachten sie die Cunewalder erneut zurück ins Spiel, die nach knapp 56 Minuten zum 23:23 ausgleichen konnten. „Wir hatten nicht den Zugriff, weil wir uns auf die anderen Spieler fokussiert haben und auch nicht den Schritt nach vorn auf den Ballführenden gegangen sind“, analysiert der Einheit-Trainer: „Wir hatten große Probleme bei der Entscheidungsfindung und haben dabei viele einfache Fehler gemacht“. Das unterstreicht auch ein Blick in die Statistik, so trafen die Rot-Weißen allein neun Mal das Gebälk, leisteten sich zehn technische Fehler sowie ganze 23 Fehlwürfe - allein vier von der Siebenmeterlinie, von der sich neben Linhart auch Kacin, Zbiral und Krüger versuchten, um wenigstens vier Mal einzunetzen. „Mein Torhüter Philipp Stopp hatte einen Sahnetag gehabt und er hat nicht nur sehr gut die Strafwürfe, sondern auch von allen anderen Positionen gehalten“, lobt der HVO-Spielertrainer: „Die Unterstützung von den Rängen hat die Mannschaft beflügelt“. Da weder die Spitzenstädter noch die Oberlausitzer ihre letzten Offensivbemühungen mit einem Tor und sich so mit dem Einzug ins Finale belohnten, ging es beim Stande von 25:25 in die Verlängerung. „Die Chancenverwertung war unser größtes Problem“, weiß Jan Richter und Daniel Kästner sagt: „Es war schon stark, gegen Einheit so lange mithalten zu können“.

Doch nachdem die Ostsachsen vor 300 Zuschauern 60 Minuten aufopferungsvoll alles gegeben hatten, fehlte ihnen in der Verlängerung die Kraft und so konnten sich dann doch noch die favorisierten Vogtländer mit 30:27 durchsetzen. „Am Ende war bei uns etwas die Luft raus, wir haben dann auch einfache technische Fehler gemacht, die wir uns davor nicht geleistet hatten, aber solche Fehler brechen dann einem das Genick“, bedauert HVO-Spielertrainer Daniel Kästner: „Wir hatten einige freie Würfe von sechs Metern gehabt, die wir dann nicht im Tor unterbekommen und solche Chancen muss man einfach nutzen - da fehlte uns die Abgeklärtheit“. Dennoch bewiesen die Hausherren eindrucksvoll ihr Sachsenliga-Niveau und so waren die Plauener nach dem Abpfiff einfach nur gelöst, es doch noch ins Sachsenpokalfinale geschafft zu haben. „Jeder Spieler wusste, dass er heute nicht das abgerufen hat, was man von ihm erwarten kann und was er von sich selbst erwartet“, resümiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Die Mannschaft war dennoch die ganze Zeit gewillt, hat auch nicht schlecht gearbeitet, aber sich dafür leider nicht belohnt“.

Am 13. Mai steigt dann ab 17.30 Uhr in der Stadtsporthalle in Döbeln das Sachsenpokalfinale zwischen dem HC Einheit Plauen und dem EHV Aue II, der sich am Sonntag souverän mit 46:19 gegen Ligakonkurrent HSV Weinböhla durchsetzte. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Hujer - Kveton, Model, Gemeinhardt, Krüger (1/1), Linhart (7), Kacin (4), Jahn (5), Zbiral (7/3), Pecek (4), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Physio Christian Ulbricht

 

HVO Cunewalde: Stopp, Huschenbett - Kästner (6/1), Schulze, Brabec (8), Welz (3), Richter, Israel (3), Sieber, Schädlich, Stejskal, Zahnow (1), Pokorny (2), Mühlan (4); Trainer Philipp Gildemeister, Co-Trainer Florian Sieber, Mannschaftsverantwortlicher Andreas Müller, Physio Christin Broda

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 1 für HVO Cunewalde

Zeitstrafen: keine für HC Einheit Plauen, 2 für HVO Cunewalde

Foto zur Meldung: Einheit gewinnt Pokalkrimi in der Verlängerung
Foto: Einheit gewinnt Pokalkrimi in der Verlängerung

+++ Vogtlandsportlerwahl - jetzt abstimmen +++

(18.03.2023)

Wir freuen uns sehr! Denn unserer 1. Mannschaft ist bei der Wahl der Vogtlandsportler des Jahres in der Kategorie „Mannschaften“ nominiert. Im Bewertungszeitraum Januar 2022 bis Januar 2023 stand zwar der sportliche Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga, aber „wir wollen die derzeitige sportliche Erfolgsserie würdigen und haben den HC Einheit Plauen deshalb auf die Kandidatenliste gesetzt“, erklärt Michael Degenkolb, Geschäftsführer des Kreissportbundes Vogtland.

Jetzt heißt es fleißig abstimmen! Voten könnt ihr auf der Seite des Kreissportbundes Vogtland:

https://ksb-vogtland.de/.../vogtlandsportlerwahl/abstimmung

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Einheit will ins Sachsenpokalfinale einziehen

(16.03.2023)

Nach dem unerwarteten spielfreien vergangenen Wochenende sind die Handballer des HC Einheit Plauen am Sonntag im Halbfinale des Sachsenpokals beim HVO Cunewalde gefordert. Dabei kommt es zum Duell des Sachsenliga-Spitzenreiters gegen den Tabellenführer aus der Verbandsliga Ost.

Als die Füchse und Oberlausitzer das letzte Mal in einem Pflichtspiel aufeinandertrafen, spielten beide Mannschaften noch in der Sachsenliga. Am Ende der Saison 2012/2013 stiegen die Rot-Weißen erstmalig in die Mitteldeutsche Oberliga auf, während der Liganeuling damals noch unter dem Namen SG Motor Cunewalde den Klassenerhalt feierte. Nachdem die Spitzenstädter damals das Hinspiel in der Einheit-Arena souverän mit 31:24 gewannen, mussten sie sich im Rückspiel in Cunewalde denkbar knapp mit 30:31 geschlagen geben. Doch diese Geschichte soll sich nicht wiederholen und so wollen die Vogtländer am Sonntagnachmittag ab 16 Uhr in der Sporthalle Schützenplatz in Bautzen nichts anbrennen lassen. „Wir haben den Anspruch, wie auch im Viertelfinale gegen Hoyerswerda II das Pokalspiel zu unseren Gunsten klar zu entscheiden“, gibt Einheit-Trainer Jan Richter die Marschroute vor: „Wir wollen von Anfang bis Ende eine couragierte, gute Leistung abrufen und so die Partie nie spannend machen“. Das soll gelingen, wenn die Füchse mit ihrem starken sowie schnellen Umkehrspiel aus einer sehr guten Deckung die Ostsachsen überrennen und sie so im Tempogegenstoß oder in der zweiten Welle vor Probleme stellen. „Wir sind Favorit, haben bisher alle Spiele in dieser Saison gewonnen und wollen auch weiter ungeschlagen bleiben“, fordert Richter: „Cunewalde hat das Niveau für die Sachsenliga, dementsprechend dürfen wir die Begegnung nicht auf die leichte Schulter nehmen und sie nicht unterschätzen“. Deshalb wurde in den Trainingseinheiten weiter an einer besseren Wurfauswahl gearbeitet und auch in der Defensive darauf eingegangen, wie der Abwehrverbund weiter gestärkt werden kann. „Cunewalde wird alles daran setzen, um es uns so schwer wie möglich zu machen“, ist der Einheit-Trainer gewarnt: „Wir wollen den Sachsenpokal gewinnen, deshalb müssen wir in der Deckung gut stehen und unsere Chancen effektiv nutzen“.

Das wiederum wollen die Ostsachsen auch, die in der eine Klasse tieferen Verbandsliga Ost nach 17 Spieltagen mit 30:4 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz stehen und nach dem bitteren letztjährigen Abstieg - nach zehnjähriger Zugehörigkeit - direkt wieder in die Sachsenliga aufsteigen wollen. „Wir stehen tabellarisch dort, wo wir stehen wollen, auch wenn wir es gerne genauso wie Plauen gemacht hätten und verlustpunktfrei wären, aber das haben wir leider nicht ganz geschafft“, bilanziert Trainer Daniel Kästner. Dabei schmerzt vor allem die letztwöchige 21:22-Niederlage beim Tabellenvierten HSV Dresden II, zuvor hatten die Oberlausitzer in der Hinrunde nur beim Tabellenzweiten ESV Dresden mit 28:31 verloren. „Dresden scheint für uns kein gutes Pflaster zu sein“, so Kästner: „Wir wollen im nächsten Aufeinandertreffen eine Reaktion zeigen, die Niederlage vergessen machen und ein gutes Spiel abliefern“. Das gelang den Cunewaldern bisher vor allem im Sachsenpokal, die in der ersten Runde ein Freilos hatten und dann in der zweiten Runde Ostsachsenligist HVH Kamenz 28:22 besiegten. Im Achtelfinale setzte sich der Verbandsliga-Tabellenführer erst gegen Sachsenligist Radeberger SV 28:26 durch, bevor im Viertelfinale Sachsenligist Germania Zwenkau 26:24 geschlagen wurde. „Wir gehören in die Sachsenliga und das ist auch unser Leistungsvermögen“, weiß der HVO-Trainer. Der bisher größte Vereinstriumph war der Sachsenpokalgewinn 2019 und „einige Spieler waren damals schon dabei“, berichtet Daniel Kästner: „Sie wissen natürlich noch, wie dann die Feier war, kennen die geile Stimmung und das wollen sie wieder erleben“. Doch die Oberlausitzer haben aktuell mit Verletzungssorgen zu kämpfen, konnten die fünf Akteure aus dem Stammkader allerdings bisher gut durch Spieler aus der zweiten Mannschaft ersetzen. Dazu haben sich die Cunewalder mit Philipp Stopp auf der Torhüterposition verstärkt, der für den noch länger wegen eines Handbruchs ausfallenden Schlussmann Marcel Bergner kam. Auch die vier Abgänge nach dem Sachsenliga-Abstieg konnten die Ostsachsen mit drei jungen tschechischen Spielern gut kompensieren und so „haben wir in der Mannschaft eine gute Mischung aus gestandenen ehemaligen Sachsenligaspielern und jungen wilden Spielern“, sagt Kästner. Das Prunkstück der Oberlausitzer ist die Abwehr, die mit durchschnittlich nur 21 Gegentoren pro Partie den Verbandsliga-Bestwert stellt. „Wir konnten uns bisher am meisten auf unsere starke Defensive verlassen“, gesteht der HVO-Trainer: „Im Angriffsspiel hapert`s manchmal noch, aber da verbessern wir uns auch kontinuierlich“. So haben die Cunewalder mit durchschnittlich 28 Treffern pro Begegnung zwar die zweitbeste Offensive, doch ihr bester Werfer Stefan Brabec netzt in den 60 Minuten nur durchschnittlich 4,8 Mal vom linken Rückraum ein, was Rang acht in der Torschützenliste bedeutet. „Wir sind der Außenseiter, wollen einfach ein gutes Spiel zeigen und mal sehen, was dabei herauskommt“, freut sich Daniel Kästner aufs Halbfinale: „Wir haben nichts zu verlieren, können befreit aufspielen und können im Prinzip nur gewinnen“. Dafür wollen die Ostsachsen aus einer stabilen Verteidigung schnell nach vorne spielen und einfache Tore machen, verrät Kästner: „Durch die vielen Ausfälle kommt unser Konterspiel leider nicht ganz so zum Tragen wie gewünscht“. Nachdem im Februar die Spielstätte des HVO Cunewalde wegen eines technischen Defekts in Flammen aufging, gehen die Handballer nun in der größeren Sporthalle Schützenplatz in Bautzen auf Torejagd. „Wir sind gespannt, ob wir noch ein paar mehr Fans anziehen können, die den Sachsenliga-Spitzenreiter sehen wollen“, hofft der HVO-Trainer auf zahlreiche Unterstützung: „Es wäre toll, wenn die Halle ausverkauft ist und das Halbfinale auch auf den Rängen seinen würdigen Rahmen bekommt“. Nicht nur die Hausherren sind vor einer stimmungsvollen Kulisse höchst motiviert, auch die Gäste aus Plauen, erzählt Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir spielen gerne vor großem Publikum und freuen uns auf die gute Stimmung auf den Rängen“. (flow)

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Foto: Einheit will ins Sachsenpokalfinale einziehen

Einheit mit spielfreiem Wochenende

(09.03.2023)

Die Handballer vom verlustpunktfreien Sachsenliga-Spitzenreiter HC Einheit Plauen haben dieses Wochenende unerwartet spielfrei. Eigentlich sollte am Samstagabend um 19.30 Uhr die Partie beim HSV Dresden angepfiffen werden. Doch die Landeshauptstädter haben gestern Abend die Begegnung aufgrund zu vieler verletzter und kranker Spieler abgesagt. „Die Jungs sind leider noch nicht wieder fit geworden und deshalb haben wir nur fünf einsatzfähige Spieler“, erklärt HSV-Trainer Stephan Göpfert: „Wir hatten letzte Woche schon mit Spielern aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt, aber wenn wir sie ein zweites Mal direkt hintereinander in der Sachsenliga einsetzen, dann sind sie festgespielt und dann hat unsere Verbandsliga-Auswahl in den nächsten Partien keine Akteure mehr“. Anfang November standen sich beide Aufgebote in der Hinrunde gegenüber, die Füchse konnten damals einen souveränen 40:26-Sieg vor heimischem Publikum gegen den aktuellen Tabellenneunten feiern. „Es ist sehr schade, dass Dresden gezwungen war, die Begegnung abzusagen“, bedauert Einheit-Trainer Jan Richter, der auf diesem Wege allen Spielern gute Besserung wünscht: „Wir freuen uns über die zwei Punkte, auch wenn wir die Zähler natürlich lieber auf sportlichem Wege errungen hätten“. Nun haben die Rot-Weißen eine Woche länger Zeit, sich intensiv erst auf das Sachsenpokal-Halbfinale beim Tabellenführer der Verbandsliga Ost HVO Cunewalde vorzubereiten, bevor dann am 25. März um 17 Uhr in der Einheit-Arena das Sachsenliga-Spitzenspiel gegen den Tabellendritten HSV Weinböhla steigt. (flow)

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Foto: Einheit mit spielfreiem Wochenende

Einheit gewinnt spannendes Spiel gegen Hoyerswerda

(05.03.2023)

Den Handballern vom verlustpunktfreien Spitzenreiter HC Einheit Plauen wurde im Sachsenliga-Spitzenspiel gegen den Tabellenvierten LHV Hoyerswerda beim 34:32-Sieg alles abverlangt. Wie es zum packenden Duell zwischen den Vogtländern und Lausitzern kam.

„Ich habe meinen Jungs gesagt, dass ich das Spiel wie ein Film sehe und das Drehbuch können nur wir schreiben“, verrät LHV-Spielertrainer Alexander Canbek seinen Motivationstrick. Und die Partie begann, wie es beide Übungsleiter erwartet hatten: Die Füchse kamen sehr gut ins Aufeinandertreffen, während die Ostsachsen die Anfangsphase wie bei schon vielen vorigen Auswärtsfahren verschlafen hatte. „Wir sind super gestartet“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter über die 8:4-Führung nach acht Minuten. Doch dann führte vor allem Hoyerswerdas Torhüter Henry Schacht Regie und leitete mit seinen starken Paraden einen 5:1-Lauf der Zusestädter ein, die so Mitte der ersten Halbzeit beim 9:9 erstmals den Ausgleich bejubeln konnten. Von nun an entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der die Lausitzer sogar beim 10:11 und 14:15 zwei Mal selbst in Führung gehen konnten. „Wir haben geduldig sowie mit 100 Prozent Überzeugung gespielt und sind so immer wieder in die Nahtstellen gekommen“, erklärt Canbek. Doch die Rot-Weißen nahmen den Kampf an, Richter wechselte in der Defensive und brachte Tim Hujer zwischen den Pfosten, der sich gleich mit einer Parade auszeichnete. „Der gegnerische Torhüter hat uns vor Aufgaben gestellt und wir konnten sie nicht lösen, das war das größte Problem“, analysiert der Einheit-Trainer: „Wir haben zu selten unsere guten Aktionen im Angriff mit einem Tor vergoldet“. Immer wieder konnten die Spitzenstädter ihre klaren Chancen nicht mit einem Treffer belohnen, scheiterten sogar zwei Mal von der Siebenmeterlinie und leisteten sich alleine im ersten Durchgang 14 Fehlwürfe, sodass es mit einem 15:15 in die Kabinen ging. „In der ersten Halbzeit waren wir klar besser und haben es verpasst, den Sack zuzumachen“, ärgert sich Jan Richter: „Wir hätten die gegnerische Auswärtsanfangsschwäche besser nutzen müssen“.

Nach dem Seitenwechsel zeigt Hujer sein ganzes Können, pariert mehrmals sehenswert und entschärft sogar zwei gegnerische Strafwürfe in Folge. „Das war total wichtig, denn in dieser Phase waren wir etwas verunsichert und diese Paraden gaben der Mannschaft die Sicherheit“, lobt Richter und Canbek konsterniert: „Wir haben uns wieder selbst ein Bein gestellt, weil wir die wichtigen Tore von der Siebenmeterlinie nicht gemacht und die gut herausgespielten Überzahlsituationen nicht mit Treffern belohnt haben“. So blieb es bis zur 40. Minute beim Stande von 20:20 ausgeglichen, da die Vogtländer in der Offensive weiter extrem viel investierten, um frei zum Abschluss zu kommen und dann diese zahlreichen Möglichkeiten nicht nutzten. Die Partie war aber auch deshalb so spannend, da die Ostsachsen dank eines guten Rückzugsverhaltens viele Tempogegenstöße verhinderten. „Wir wollten so lange wie möglich dranbleiben und das hat geklappt“, strahlt Alexander Canbek: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil sie genau das umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen hatten“. Erst mit einem 3:0-Lauf innerhalb von 79 Sekunden konnten sich die Füchse beim 23:20 in der 42. Minute wieder einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeiten, da eine nun stabile Abwehr die Hoyerswerdaer erst zu Fehlwürfen und dann zu einer Auszeit zwang. Doch dann „hatten wir im Angriff die Chancen erneut nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht und wurden dann dafür bestraft, weil wir bei Fehlwürfen kleine Probleme im Rückzugsverhalten hatten“, so der Einheit-Trainer: „Wir müssen an unserer Chancenverwertung arbeiten und in der Wurfauswahl besser werden“. So kamen die Zusestädter mit einem 3:0-Lauf innerhalb von 98 Sekunden wieder auf 27:26 in der 47. Minute heran und läuteten eine enge Schlussphase ein. „Heute war das Momentum auf unserer Seite, Henry hatte einen Sahnetag gehabt und die Mannschaft lieferte eine sehr gute Leistung ab“, resümiert Canbek und Richter gesteht: „Wir haben deutlich gemerkt, dass durch die vielen Ausfälle wir nur wenige Wechseloptionen hatten und so mussten wir dem großen Kräfteverschleiß Tribut zollen“. Doch da der Einheit-Trainer mit seinem erneuten Torhüter-Wechsel zu Josef Pour ein goldenes Händchen bewies, knüpfte nun Pour an die überragende Leistung seines Vorgängers Hujer an und rechtfertigte seinen Einsatz gleich mit mehreren Paraden. Dadurch konnten sich die Rot-Weißen bis zur 55. Minute auf 32:28 spielentscheidend absetzen, da sie vor allem durch ein schnelles sowie druckvolles agieren im Rückraum immer wieder die Lücke für den Kreisläufer rissen, der sich geschickt absetzte, dann mustergültig bedient wurde und so Jakub Sira insgesamt sieben beziehungsweise Karel Kveton drei Mal einnetzen konnte. „Hoyerswerda ging extrem aggressiv auf den Rückraum und dadurch entstand viel Platz am Kreis, den wir gut genutzt haben“, sagt Jan Richter: „Es ist eine der größten Stärken der Mannschaft, dass sie das richtig gut annimmt, was der Gegner anbietet“. Es sollten Kleinigkeiten sein, die dieses Sachsenliga-Spitzenspiel entschieden. „In der zweiten Halbzeit fehlte uns dann die Kraft sowie Qualität, um weiter in die Tiefe zu gehen und so an die starke Leistung im Rückraum anzuknüpfen“, bedauert Canbek: „Wenn wir eine breitere Bank gehabt und einen kühlen Kopf bewahrt hätten, dann hätten wir bis zum Schluss Nadelstiche setzen können“. Auch wenn es zum angestrebten Punktgewinn nicht reichte, fuhren die Gäste „mit einem guten Gefühl nach Hause, weil wir als Mannschaft so viel Qualität aufs Parkett gebracht hatten, dass wir Einheit lange ärgern konnten“, lächelt LHV-Spielertrainer Alexander Canbek und auch Einheit-Trainer Jan Richter war froh: „Das Wichtigste war, dass wir gegen eine Mannschaft gewonnen haben, die an ihrem absoluten Limit gespielt hat und zu den stärksten Gegnern der Liga gehört“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (3), Model (1), Thiele, Krüger, Linhart (6/3), Kacin (3), Jahn (4), Zbiral (5), Sira (7), Pecek (5); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

LHV Hoyerswerda: Köppner, Schäfer, Krahl (1), Knofe (2), Nitzsche (1), Canbek (4), Untermann, Tom Baugstatt (5/2), Höhne, Biele (3), Schacht, Michel (6), Tim Baugstatt (10); Trainer Ayline Trunsch, Mannschaftsverantwortlicher Maximilian Kastner, Physio Rainer Untermann

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 3 für LHV Hoyerswerda

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, 3 für LHV Hoyerswerda

Zuschauer: 300

Foto zur Meldung: Einheit gewinnt spannendes Spiel gegen Hoyerswerda
Foto: Einheit gewinnt spannendes Spiel gegen Hoyerswerda

Einheit erwartet schweres und spannendes Spiel gegen Hoyerswerda

(02.03.2023)

Nach dem erfolgreichen Einzug der Handballer des HC Einheit Plauen ins Halbfinale des Sachsenpokals beim LHV Hoyerswerda II letzten Sonntag gastiert am Samstag ab 17 Uhr die erste Mannschaft der Lausitzer in der Einheit-Arena. Gegen den Tabellenvierten der Sachsenliga können sich die Zuschauer auf ein qualitativ hochwertiges Spiel freuen und so hoffen die Füchse wieder auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans.

„Es wird auf jeden Fall ein hartes Stück Arbeit werden“, schätzt Einheit-Trainer Jan Richter das Aufeinandertreffen mit den Ostsachsen ein: „Hoyerswerda ist für mich eine der besten Mannschaften der Liga“. Dennoch sehen sich die Rot-Weißen in der Favoritenrolle und konnten diese bisher immer gerecht werden. „Wenn wir zu Hause spielen, dann wollen wir jede Partie gewinnen“, lässt der Übungsleiter keine Zweifel aufkommen: „Wir haben keine Angst, aber großen Respekt und dementsprechend werden wir die Begegnung voll angehen, um unser komplettes Leistungsvermögen aufs Parkett zu bringen“. Dabei geht Richter davon aus, dass sein Gegenüber ihn taktisch überraschen will, doch „wir wissen, was wir können“, macht sich der Einheit-Trainer keine Sorgen: „Wir wissen, dass wenn wir zu einhundert Prozent abliefern, dann auch gewinnen werden“. Die Spitzenstädter wollen nur auf sich schauen, in der Abwehr konsequent decken und immer wieder den Ballführenden unter Druck setzen. Wie im Hinspiel, als die Vogtländer die Gäste zu Fehlern zwangen und die daraus resultierenden Ballgewinne effektiv in eigene Tore umwandelten. Damit das gelingt, dürfen die Hausherren den über zwei Meter großen Kreisläufer Gary Biele nicht zu viel Platz geben. „Er ist ein sehr guter Spieler, wir hatten ihn aber im Hinspiel im Griff und werden ihn auch wieder im Kollektiv verteidigen“, zeigt sich Jan Richter optimistisch: „Wir haben uns gut auf den Gegner eingestellt, haben uns als Mannschaft weiterentwickelt und werden das Zentrum rigoros verteidigen“. Denn in Hoyerswerda hatten die Füchse größere Probleme im Mittelblock, sodass die Lausitzer zu vielen Abschlüssen kamen, die sie richtig gut genutzt hatten. „Es wird wieder auf eine starke Defensive mit einem gut aufgelegten Torhüter ankommen, denn daraus entwickeln wir unser gutes Konterspiel“, weiß der Übungsleiter: „Wir brauchen klare Abschlüsse in den richtigen Situationen, dann werden wir keine Probleme haben“. Diese optimale Wurfmöglichkeiten hatte im Oktober Petr Linhart gehabt, der seine Chancen mit 16 Treffern belohnte und damit fast im Alleingang die Ostsachsen besiegte. „Was uns der Gegner anbietet, werden wir konsequent ausnutzen, denn ich bin fest davon überzeugt, dass wir von jeder Position sehr torgefährlich sind“, so Jan Richter: „Ich möchte mehr in der Breite angreifen, nicht zu rückraumlastig agieren“. Die Rot-Weißen sind auch deshalb so selbstbewusst, da sie als bisher einzige Auswahl nicht nur verlustpunktfreier Spitzenreiter sind, sondern auch bei den Zusestädtern klar mit 35:27 gewinnen konnten. „Die Mannschaft weiß, worum es geht und was der Gegner kann“, sagt der Einheit-Trainer: „Die Mannschaft weiß auch, dass wir im Hinspiel eine ordentliche Leistung gebracht haben und sie jetzt noch mehr abliefern muss“. Denn Richter spricht von einem Spiel auf Augenhöhe und so kommt es darauf an, dass die Spitzenstädter von Anfang an das spielen, was man sich vorgenommen hat. Das ist den Vogtländern bisher auch fast immer gelungen und so wird den Plauenern auch nicht vor den erstarkten Gästen bange. „Meine Mannschaft hat sich auch entwickelt, wir sind absolut abgeklärt und können sechzig Minuten eine wirklich gute Leistung aufs Parkett bringen“, vertraut der Übungsleiter auf die Stärken seiner Akteure: „Wir haben erfahrene Spieler, die auch in engen Phasen der Partie die Nerven behalten“. Dass der Ligaprimus auch knappe Duelle für sich entscheiden kann, hat er im Achtelfinale des Sachsenpokals bei der Oberliga-Reserve des NHV Concordia Delitzsch gezeigt, als man sich erst nach dem Ablauf der sechzig Minuten durch einen direkt verwandelten Freiwurf von Linhart gegen den Verbandsligisten mit 27:26 durchsetzen konnte. „Wir wollen unsere weiße Weste behalten“, strebt Jan Richter den 16. Sieg im 16. Spiel an: „Wenn wir die Fehler in der Offensive gering halten und wieder ein sehr starkes Rückzugsverhalten haben, dann sind wir erfolgreich“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit erwartet schweres und spannendes Spiel gegen Hoyerswerda
Foto: Einheit erwartet schweres und spannendes Spiel gegen Hoyerswerda

Einheit zieht souverän ins Sachsenpokal-Halbfinale ein

(27.02.2023)

Es war ein wahres Torfestival, das die Handballer des HC Einheit Plauen am Sonntag beim LHV Hoyerswerda II im Viertelfinale des Sachsenpokals feierten. Mit 50:20 ließ der verlustpunktfreie Sachsenliga-Spitzenreiter bei seinem Halbfinaleinzug dem drei Klassen tiefer spielenden verlustpunktfreien Tabellenführer in der Ostsachsenklasse keine Chance.

Im Gegensatz zum Achtelfinalspiel beim Verbandsligisten NHV Concordia Delitzsch am vierten Advent zeigten die Füchse am Sonntagnachmittag über die gesamten sechzig Minuten des Sachsenpokal-Viertelfinals eine starke und konzentrierte Leistung. Bereits nach sieben Minuten führten die Rot-Weißen mit 6:0 dank eines gut aufgelegten Torhüters Tim Hujer und einer äußerst aufmerksamen Abwehr, die immer wieder Anspiele an den noch in der letzten Saison in der Sachsenliga auf Torejagd gehenden Marko Gäbler herausfing oder den Ball während der Lausitzer Offensivbemühungen herausspitzelte. Kamen die Spitzenstädter so oder auch aufgrund vieler Fehlwürfe der Ostsachsen in Ballbesitz, dann überrollten sie die Hausherren mit ihrem schnellen Konterspiel beziehungsweise einer druckvollen zweiten Welle, die schlicht nicht vom drei Klassen tiefer spielenden LHV Hoyerswerda II zu verteidigen war. „Wir hatten uns vorgenommen, stark in die Partie zu starten, wollten gleich jeden Zweifel ausräumen und das haben wir mit einer sehr guten Defensive sowie einem ordentlichen Angriffsspiel geschafft“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir haben den Gegner nicht auf die leichte Schulter genommen“. Dabei ließen sich die Vogtländer auch nicht von einer offensiven Deckung der Gastgeber überraschen, agierten auch im Positionsangriff mit hohem Tempo und fanden so immer wieder die Lücke, den freien Mitspieler oder setzten sich auch sehenswert im Eins-gegen-Eins durch. So traf Mittelmann Kevin Model schon in der 25. Minute beim 18:8 zur erstmaligen Zehn-Tore-Führung, zur Halbzeitpause stand es 22:10 und nach 41 Minuten beim 33:13 bauten die Plauener durch Petr Linhart den Vorsprung erstmals auf zwanzig Treffer aus. Dabei zeigten sich die Füchse auch gegen den ebenfalls noch in der letzten Saison in der Sachsenliga spielenden Torhüter Robert Conrad effektiv im Abschluss und präsentierten eine gute Wurfauswahl. „Es ist sehr erfreulich, dass die Mannschaft immer im Stande ist, den Gegner unter Druck zu setzen und so zu Fehlern zu zwingen“, lobte der Übungsleiter: „Die Abwehr hat sich reingearbeitet, war eher ballgewinnorientiert und das hat phasenweise sehr gut geklappt“. Denn die Rot-Weißen gingen von der ersten bis zur sechzigsten Minute volles Tempo und so gelang es ihnen auch, allein im zweiten Durchgang 15 Kontertore zu erzielen. „Es war sehr gut und wichtig zu sehen, dass die Mannschaft in der dreiwöchigen Winter-Pflichtspielpause nicht aus dem Rhythmus gekommen ist“, zeigte sich Richter mit der couragierten sowie guten Leistung seiner Auswahl sehr zufrieden. Den krönenden Abschluss des Torfestivals durfte dann 14 Sekunden vor Abpfiff erneut Model setzen, als er, wie sollte es an diesem Sonntagnachmittag anders sein, mit einem schnellen Tempogegenstoß den fünfzigsten Treffer für die Spitzenstädter bejubelte. Doch auch die Lausitzer hatten allen Grund zu jubeln, die dieses Sachsenpokal-Viertelfinale nicht nur zum „Spiel des Jahres“ ausgerufen hatten, sondern sich auch vor gut 300 Zuschauern mit zwanzig Toren belohnen konnten und so auf den Rängen immer wieder für eine fantastische Stimmung sorgten. „Wir haben die Begegnung von Anfang bis Ende bestimmt und dann auch sehr deutlich gewonnen“, resümierte der Einheit-Trainer nach dem Einzug ins Halbfinale des Sachsenpokals und blickt bereits auf nächsten Samstagnachmittag: „Es war eine sehr gute Einstimmung auf das nächste Heimspiel gegen die erste Mannschaft von Hoyerswerda“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Hujer - Kveton (2), Model (6/1), Gemeinhardt (4), Krüger, Linhart (9/3), Kacin (7), Jahn (4), Zbiral (2), Faith (4), Pecek (8), Sira (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

LHV Hoyerswerda II: Conrad, Juralewsky (2), Nitzsche (2), Richter, Gasterstädt, Dolgner (1), Kretzschmann (1), Jendryke (2), Krannich (6/3), Bahl, Jäschke (3), Gäbler (2/1), Lorenz (1), Weißig; Trainer Robert Schwarzbach und Mario Stephan, Mannschaftsverantwortlicher Mario Kunold, Physio Luis Enrique Bisinger

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 1 für LHV Hoyerswerda II

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für LHV Hoyerswerda II

Foto zur Meldung: Einheit zieht souverän ins Sachsenpokal-Halbfinale ein
Foto: Einheit zieht souverän ins Sachsenpokal-Halbfinale ein

Einheit will ins Sachsenpokal-Halbfinale einziehen

(23.02.2023)

Nach der dreiwöchigen Winter-Pflichtspielpause sind die Handballer des HC Einheit Plauen im Viertelfinale des Sachsenpokals beim LHV Hoyerswerda II gefordert. Dabei kommt es zum Duell des verlustpunktfreien Sachsenliga-Spitzenreiters gegen den ebenfalls verlustpunktfreien Tabellenführer aus der Ostsachsenklasse.

„So einen Pokalkrimi wie gegen Delitzsch möchte ich nicht noch einmal erleben“, lautete die klare Ansage des Einheit-Trainers Jan Richter an seine Mannschaft zu Beginn des Dienstagstrainings. Zu präsent sind noch die Erinnerungen an den vierten Advent, als die Plauener erstmals seit über sechs Jahren wieder im Sachsenpokal gefordert waren und sich erst nach dem Ablauf der 60 Minuten durch einen direkt verwandelten Freiwurf von Petr Linhart gegen den Verbandsligisten mit 27:26 durchsetzen konnten. „Wir sind gewarnt, dass Hoyerswerda uns alles abverlangen wird, aber dennoch sind wir uns unserer Favoritenrolle bewusst“, weiß der Übungsleiter: „Ich habe meine Spieler gewarnt, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen, denn wir müssen auch in dieser Begegnung um jeden Ball kämpfen und es schaffen, unsere Qualität auf dem Parkett von der ersten bis zur letzten Minute zu zeigen“. Die Lausitzer haben bisher in der Bezirksklasse alle zwölf Aufeinandertreffen gewonnen und auch im Sachsenpokal erst Bezirksligist SSV Lommatzsch mit 29:24 aus dem Wettbewerb geworfen, dann sich in der zweiten Runde beim Verbandsligisten SC Riesa sensationell mit 32:31 durchgesetzt sowie im Achtelfinale Sachsenliga-Absteiger HSG Rottluff/Lok Chemnitz mit 26:22 besiegt. „Nach dem Los Lommatzsch haben wir uns gesagt, dass das machbar ist, in Riesa hatten wir nichts zu verlieren und dann folgte die Motivation gegen Chemnitz von alleine“, berichtet LHV-Trainer Mario Stephan, der hinzufügt, dass Chemnitz mit einer dünnen Personaldecke angereist war und man so die breite Bank ausspielen konnte. „Das Spiel gegen Riesa war eine sehr starke Mannschaftsleistung, wir waren mit 8:2 nach acht Minuten vorne und lagen zehn Minuten vor dem Ende mit 24:29 hinten“, erinnert sich Stephan. Als sich die Ostsachsen schon mit dem Ausscheiden abgegeben hatten, griffen einige Faktoren „und auf einmal waren wir wieder dran sowie machen noch den Siegtreffer“, freut sich der LHV-Trainer: „Das ist eine immer noch nicht zu erklärende Mannschaftsleistung, wir haben ein ideales Spiel auf die Platte gebracht“. Die Lausitzer haben eine sehr bunt gemischte Auswahl mit individuell starken Akteuren wie die drei ehemaligen Sachsenliga-Spieler und gut ausgebildeten Nachwuchsspielern, die ebenfalls in der Jugend-Sachsenliga auf Torejagd gingen. Da die Ostsachsen aktuell keine A-Jugend haben, werden die jungen Spieler bereits nach der B-Jugend in die zweite Mannschaft integriert und so ist die Altersstruktur von 17 bis Mitte dreißig, bei Pokalspielen schnüren manchmal noch ein paar alte Hasen wieder die Handballschuhe. „Als die Auslosung kam dachten wir im ersten Moment Scheiße, aber im Endeffekt freut man sich trotzdem, weil man weiß, was Plauen für einen Handball spielt“, beschreibt Mario Stephan die Gedankengänge: „Am Ende ist es eine sehr große Hürde und da werden wir sehen, ob wir sie nehmen können, aber wir werden versuchen, den Sachsenligaprimus zu ärgern“. Nach dem Abgang vieler Studenten entschied man sich vor zwei Jahren, in der Bezirksklasse auf Punktejagd zu gehen; davor war Hoyerswerda II in der Bezirksliga aktiv und strebt als Tabellenführer auch wieder den Aufstieg in die sogenannte Ostsachsenliga an. Übrigens: Seit 2018 standen die Lausitzer immer im Bezirkspokalfinale, welches sie 2019 auch gegen den HSV Pulsnitz gewannen, bevor dann in den nächsten zwei Jahren der Wettbewerb wegen der Corona-Pandemie jeweils abgebrochen werden musste. „Wir waren also immer noch aktueller Pokalsieger und das haben wir uns auf die Fahne geschrieben“, so der LHV-Trainer. Auch wenn die Ostsachsen das letztjährige Pokalfinale gegen den Bezirksligisten HVH Kamenz knapp mit 22:25 verloren hatten, bekamen sie die Möglichkeit, sich im Sachsenpokal zu beweisen. „Dass das im Sachsenpokal so läuft, das konnte keiner ahnen und hat uns wahrscheinlich auch keiner zugetraut, aber wir haben die Gegner mit großem Kampf geschlagen“, gesteht Stephan, der wieder auf eine gut gefüllte Halle mit toller Stimmung und ein optimales Spiel hofft: „Pokal können wir“. Nicht nur in Hoyerswerda herrscht Vorfreude, auch in Plauen ist man heiß darauf, endlich mal ins Sachsenpokal-Halbfinale einzuziehen. „Wir wollen den Sachsenpokal gewinnen und dafür müssen wir diesen Stolperstein nehmen“, erklärt Jan Richter: „Es ist immer extrem schwer, gegen eine unterklassige Mannschaft zu spielen, die sehr viel Selbstvertrauen und nichts zu verlieren hat“. Auch wenn es auf dem Papier so wirkt, dass es ein Leichtes wird, müssen die Spitzenstädter konsequent Gegenhalten und ihre Qualität aufs Parkett bringen. „Wir werden die Partie mit 100 Prozent angehen, unterschätzen den Gegner nicht und werden auch keine Experimente wagen“, zollt Richter den Lausitzern Respekt: „Das Spiel wird im Kopf entschieden“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will ins Sachsenpokal-Halbfinale einziehen
Foto: Einheit will ins Sachsenpokal-Halbfinale einziehen

Einheit gewinnt in Zwönitz hoch vor Liga-Winterpause

(05.02.2023)

Mit einem klaren 37:22-Sieg beim Zwönitzer HSV verabschieden sich die Sachsenliga-Handballer des HC Einheit Plauen in eine vierwöchige Punktspielpause. Damit haben die Füchse das wichtige Trainerduell für sich entschieden, im Kampf um den Titel des Torschützenkönigs konnten sie allerdings nur einen Teilerfolg bejubeln.

So deutlich der 37:22-Erfolg der Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagabend war, so dominant starteten sie auch in die Partie gegen den Zwönitzer HSV: Bereits nach gut zwei Zeigerumdrehungen führten die Rot-Weißen mit 2:0 und da die Gastgeber diesen kleinen Rückstand nur bis zum 2:4 halten konnten, wurde die Begegnung ab der sechsten Minute zu Gunsten der Spitzenstädter entscheiden. Denn bis Mitte der ersten Halbzeit ließen die Vogtländer kein Gegentor mehr zu und setzten sich spielentscheidend mit einem 8:0-Lauf auf 12:2 ab. „Wir sind zu Beginn des Aufeinandertreffens volles Tempo gegangen, haben es dann wieder etwas herausgenommen und ab Mitte des zweiten Durchgangs wieder angezogen“, beschreibt der rechtzeitig genesene Einheit-Train Jan Richter den Spielverlauf: „Das hatten wir uns so vorgenommen und deshalb bin ich auch sehr zufrieden, dass wir das so erfolgreich umsetzen konnten“. Den Grundstein dafür gelegt hatten die Plauener mit einem überragenden Abwehrverbund, aus der die Füchse ihre blitzschnell ausgeführten Konter effektiv ausspielen konnten. „Jeder Spieler hat in der Verteidigung gekämpft, weil wir unbedingt gut in die Partie starten wollten und das haben wir dann auf dem Parkett gezeigt“, lobt der Übungsleiter: „Wir haben Zwönitz mit unserer stabilen Defensive vor massive Probleme gestellt, auch weil sich Torhüter Josef Pour immer wieder auszeichnen konnte“. In dieser Phase offenbarte sich einerseits erneut die große Schwäche der Erzgebirger bei den Strafwürfen, andererseits bewies Pour auch wieder eindrucksvoll, wie stark der erfahrene Schlussmann in diesem Eins-gegen-eins-Duell ist und parierte so drei Siebenmeter von zwei unterschiedlichen Werfern in Folge. Anschließend verwalteten die Rot-Weißen mit sehenswerten Aktionen die Führung über den 18:9-Pausenstand bis zum 24:16 in der 40. Minute, bevor sie es wieder verschärften und so innerhalb von 14 Zeigerumdrehungen ihren Vorsprung beim Stande von 33:17 auf 16 Tore ausbauten. „Wenn wir durch unserem sehr stabilen Abwehrverbund zu einfachen Ballgewinnen kommen, dann ist es für den Gegner extrem schwer, den Tempogegenstoß noch zu unterbinden“, erklärt Richter: „Dem Tempo war Zwönitz nicht gewachsen und so konnten wir jeden Fehler mit einem Kontergegentor bestrafen“. Dass die Spitzenstädter dies auch noch zum Ende der Begegnung gehen konnten, lag an den vielen Wechseln, die der Einheit-Trainer dank des großen Kaders vollziehen konnte. „Meine Spieler waren alle frisch und bei Zwönitz machten sich die Ausfälle bemerkbar, sodass sie dann kaputt waren“, schätzt der Übungsleiter ein: „Aufgrund der vielen Wechseloptionen hatten wir mehr Kraftreserven“. Besonders eindrucksvoll zeigte sich dies bei einer doppelten Unterzahlsituation der Vogtländer, die im Vier-gegen-Sechs den Gegenspieler konsequent festmachte, sodass er nicht zum freien Kreisläufer oder Außenspieler passen konnte. „Die Defensive hat in dieser Phase extrem gut gearbeitet, da wollten sie es bewiesen, wie stark sie in der Verteidigung sein können“, freut sich Jan Richter, der damit das Trainer-Duell gegen seinen ehemaligen Partner an der Seitenlinie Vasile Sajenev hoch mit 37:22 gewann. Nicht ganz so erfolgreich lief es für Rückraumspieler Petr Linhart, der mit dem Zwönitzer Tommy Löbner einen äußerst starken Konkurrenten im Kampf um den Titel des Torschützenkönigs hat. Zwar warf sich der Tscheche mit sechs Toren und nun insgesamt 104 Treffern auf Rang zwei, doch der ehemalige Auer führt die Statistik mit 121 erzielten Toren weiterhin eindrucksvoll an und konnte sogar seinen Vorsprung am Samstagabend dank acht erzielter Tore etwas ausbauen. „Wir hätten noch ein paar Treffer mehr von ihm unterbinden können, wenn wir wie in unserer starken Phase während der ersten Halbzeit immer wieder den Kontakt suchen und den Schritt mehr nach vorn gehen“, so der Einheit-Trainer: „Wir waren teilweise ein Wenig faul auf den Beinen“. Und sein Co-Trainer Heiko Schuster war stolz darauf, dass „die im Training geübten langen Kreuze vor allem in der zweiten Welle sehr erfolgreich waren“. Dementsprechend positiv fiel das Resümee der beiden Verantwortlichen aus: „Es war eine wirklich dominante und gute Leistung, die uns wieder einen Sieg näher ans Ziel direkter Wiederaufstieg gebracht hat“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Hujer - Kveton (2), Model (1), Gemeinhardt (1), Thiele (5), Krüger (2), Linhart (6/3), Kacin (3), Jahn (2), Zbiral (1), Pecek (8), Sira (6); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Zwönitzer HSV: Walther (1), Anger (1), Daya (2), Fritsch, Bauer (2), Langer (2), Becher (2), Köhler, Kerner, Kotesovec (4), Baumgarten, Kunz, Löbner (8/1), Lieberwirth; Trainer Vasile Sajenev, Mannschaftsverantwortlicher Tony Kinder, Physio Lisa Thierfelder

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für Zwönitzer HSV

Zeitstrafen: 6 für HC Einheit Plauen, 4 für Zwönitzer HSV

Foto zur Meldung: Einheit gewinnt in Zwönitz hoch vor Liga-Winterpause
Foto: Einheit gewinnt in Zwönitz hoch vor Liga-Winterpause

Einheit erwartet mit Zwönitz keinen einfachen Gegner

(03.02.2023)

Nach zwei Heimspielen in Folge sind die Sachsenliga-Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag wieder auf fremden Parkett gefordert. Beim Tabellensechsten Zwönitzer HSV kommt es dabei ab 16.30 Uhr nicht nur zum Torschützen-, sondern auch zum Trainer-Duell.

Schon im Hinspiel hatte der Taktikfuchs und ehemalige Einheit-Trainer Vasile Sajenev den Zwönitzer HSV so gut eingestellt, dass die Partie beim bereits damaligen Spitzenreiter bis zur 22. Minute (13:11) ausgeglichen war und sich die Füchse nur mühsam zum 32:24-Erfolg absetzen konnten. „Vasi kannte unsere Schwächen und wusste, mit welchen Deckungsvarianten wir Probleme haben“, erinnert sich Einheits Co-Trainer Heiko Schuster: „Zwönitz hat seine Spielweise von Anfang bis Ende durchgezogen“. Dass sich die Begegnung gegen die Erzgebirger so lange so eng gestaltete, lag auch daran, dass sie einen gut aufgelegten Torhüter zwischen den Pfosten stehen hatten und die Rot-Weißen ihre Abschlüsse nicht konsequent im gegnerischen Gehäuse unterbrachten. Ein Defizit, das sich auch im letzten Aufeinandertreffen gegen Görlitz offenbarte und so fordert Schuster: „Wir wollen unser schnelles Spiel durchziehen, diesmal aber mit einer besseren Chancenverwertung“. Dagegen leisteten sich die Spitzenstädter nur wenige technische Fehler, „deshalb wollen wir es endlich mal wieder schaffen, beides auf niedrigem Niveau zu halten“, so der Co-Trainer, der für den an einer schweren Bronchitis erkrankten Jan Richter an der Seitenlinie stehen wird. „Wir wollen mal wieder ein Spiel von Anfang bis Ende konzentriert durchziehen und keine Schwächephasen haben“, sagt Heiko Schuster: „Wir haben in den Trainingseinheiten noch einmal an den Abläufen gearbeitet und die Dinge verbessert, die in letzter Zeit nicht ganz optimal funktionierten“. Dabei wird es vor allem auf eine gute Abwehrarbeit ankommen, denn mit Tommy Löbner steht der aktuell beste Sachsenliga-Werfer im Zwönitzer Aufgebot, der in 14 Partien 113 Tore erzielt hat, also durchschnittlich 8,07 Treffer pro Begegnung erzielt. „Wir dürfen uns zwar nicht nur auf ihn konzentrieren, dennoch werden wir schon versuchen, ihn so selten wie möglich zum Abschluss kommen zu lassen“, so Schuster. Damit steht der ehemalige Auer in dieser Statistik vor dem drittplatzierten Petr Linhart, der in bisher 13 Aufeinandertreffen 98 mal einnetzte und durchschnittlich 7,54 Tore pro Spiel erzielt. Es kommt also zum direkten Torschützenduell und „Lino ist heiß darauf, so viele Tore wie möglich zu werfen“, verrät der Co-Trainer. Beide Rückraumspieler werfen übrigens auch die Siebenmeter, in der Linhart mit 26 von 33 erfolgreichen Versuchen und damit 78,8 Prozent die deutlich bessere Quote als Löbner mit 38 von 57 erfolgreichen Strafwürfen (66,7 Prozent) hat. „Uns fehlt beim Siebenmeter zu oft die Konzentration, da müssen wir cleverer werfen“, kritisiert Vasile Sajenev. Der Zwönitzer Trainer kennt noch den Plauener Schlussmann Josef Pour und weiß, dass der Tscheche immer wieder für sehenswerte Strafwurf-Paraden sorgt - wie letzten Samstag, als „Pepe“ gegen den bis dahin erst einmal gescheiterten Fabrice Türkowsky parierte, der mit 88,9 Prozent immer noch den Liga-Bestwert hält. In bessere Form wollen auch wieder die Erzgebirger kommen, die sich noch immer über die 30:32-Niederlage beim Schlusslicht Radeberger SV ärgern und somit beide Partien (Hinspiel 28:29) gegen den Aufsteiger verloren haben: „Wir konnten den Ausfall von drei kranken Stammspielern nicht kompensieren“, berichtet Sajenev. Der ehemalige Einheit-Trainer hofft, dass die drei Akteure am Samstag wieder mit dabei sein können, da sie auch diese Woche nicht trainieren konnten. „Wenn ja, dann sind sie nur für wenige Minuten einsatzfähig“, blickt Vasile Sajenev voraus: „Unsere Personaldecke ist erneut sehr dünn“. Dazu kommt, dass sich der zweitbeste Zwönitzer Werfer Max Briest am Fuß verletzt hat und definitiv ausfallen wird, weshalb noch mehr Last auf den Schultern von Tommy Löbner lasten wird, doch „er kann nicht alles alleine machen“, weiß Sajenev: „Wir versuchen durchzuhalten und wollen nicht so viele Gegentore klassieren“. Das gelang im Hinspiel den Erzgebirgern, die auch damals schon nicht mit einem vollen Kader ins Vogtland reisen konnten. Wir werden bis zum Abpfiff kämpfen, lassen den Kopf nicht hängen und gegeben uns nicht auf“, lautet die Einstellung der Gastgeber: „Wir wollen unsere Zuschauer nicht enttäuschen“. Enttäuscht sind die Zwönitzer eher darüber, dass sie wahrscheinlich wieder gegen Abstieg kämpfen müssen, auch wenn sie aktuell mit Rang sechs im Mittelfeld stehen. Dass die Erzgebirger eigentlich dorthin gehören, haben sie mit einem 34:31-Sieg gegen Hoyerswerda und 33:24-Erfolg gegen KJS-Club Dresden bewiesen: „Das waren zwei sehr gute Spiele, da hat alles gepasst und man konnte sehen, wie gut wir eigentlich Handballspielen können“, ist Vasile Sajenev von der Qualität seines Kaders überzeugt. Doch aufgrund vieler Ausfälle fehlen dem Zwönitzer Trainer die Wechselmöglichkeiten „und wenn die Puste weg ist, dann fällt es meinen Spielern sehr schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen“, erkläret Sajenev: „Wir machen dann einfache Fehler, aber ich hoffe, dass meine Spieler in einer ähnlichen Situation dann nicht noch einmal den gleichen Fehler machen“. Dazu kommen viele Zeitstrafen, Löbner hat mit bisher 17 im Liga-Vergleich die zweitmeisten und Briest mit 16 die drittmeisten kassiert: „Wenn der ein oder andere erschöpft ist, dann nicht mehr mit zuschiebt und aushilft, dann bekommt der allein gelassene Spieler auch mal eine Zeitstrafe“, nimmt Vasile Sajenev seine Akteure in Schutz, der den guten Zusammenhalt in seiner Auswahl lobt und sich schon aufs Wiedersehen freut. Diese Freude teilen auch die Füchse, die „noch ein sehr gutes Verhältnis zum ehemaligen Trainer haben“, berichtet Heiko Schuster, der seine Akteure auf eine körperbetonte Zwönitzer Verteidigung einstellt: „Unsere Spieler sind erfahren genug, dass sie sich davon nicht abschrecken lassen und sie wissen ja aus dem Hinspiel, dass die Erzgebirger nicht unfair spielen“. So kommt es auch zum Trainer-Duell, auf das sich Schuster gut vorbereitet sieht: „Wir sind sehr gut gerüstet und kennen die Zwönitzer Spielweise, können uns also darauf einstellen“.

Für die kürzeste Auswärtsfahrt in dieser Saison hoffen die Rot-Weißen wieder auf eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung der treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstagnachmittag, um 16.30 Uhr, in der Sporthalle in Zwönitz (Turnhallenweg 5) und der Bus fährt 13.45 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 14 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit erwartet mit Zwönitz keinen einfachen Gegner
Foto: Einheit erwartet mit Zwönitz keinen einfachen Gegner

Einheit feiert klaren Heimsieg gegen Görlitz

(29.01.2023)

Auch das zweite Spiel in Folge vor heimischem Publikum gewannen die Sachsenliga-Handballer des HC Einheit Plauen. Gegen den SV Koweg Görlitz konnte am Samstagabend nicht nur ein deutlicher 38:28-Erfolg bejubelt werden, sondern sich auch über ein Wiedersehen und den Ausbau der Tabellenführung gefreut werden.

Vor dem Spiel trauerte der HC Einheit Plauen während einer Schweigeminute um Siegfried Gruber, der am 18. Januar 2023 im Alter von 82 Jahren verstorben ist und als Spieler, Sportlicher Leiter, Geschäftsführer sowie Freund der Rot-Weißen ein für immer zu würdigendes Lebenswerk hinterlassen hat.

Nach einem kurzen Abtasten zu Beginn der Partie, in der bereits die beiden besten Görlitzer Rückraumwerfer Florian Weickelt und Vojta Kozubik für ihre Farben zum 2:2 einnetzten, begann die beste Phase der Füchse, die mit einem 7:1-Lauf innerhalb von neun Minuten die Weichen bereits früh auf Sieg stellten. „Wir haben in der Offensive sehr dominant sowie schnell gespielt und hatten in der Abwehr absoluten Zugriff“, lobt Einheit-Trainer Jan Richter: „Görlitz konnte sich unserem Tempohandball nicht zur Wehr setzen“. Doch nach der 9:3-Führung reihten sich unglückliche Aktionen bei den Hausherren aneinander: Erst leistete sich Mittelmann David Zbiral einen Fehlpass, dann wirft Kreisläufer Jakub Sira an den Pfosten, Linksaußen Jan Kacin trifft im nächsten Angriff nur die Latte, bevor sein Konterwurf pariert wurde und im nächsten Gegenstoß Rechtsaußen Jan Faith auch nur den Pfosten traf. Da jedoch auch die Ostsachsen ihre Abschlüsse nicht im Gehäuse unterbrachten, da sie entweder vorbei warfen, ihr Kreisanspiel von Maximilian Krüger abgefangen oder der Wurf von Torhüter Tim Hujer gehalten wurde, sahen die 300 Zuschauer in der Einheit-Arena fast fünf Minuten kein Tor. Dann beendete erst der ehemalige Einheit-Rückraumspieler und nach einem Infekt rechtzeitig einsatzfähig gewordene Matyas Burda die trefferlose Phase, bevor die Grenzstädter eine kleine Aufholjagd starteten, weil sich die Spitzenstädter erneut drei Fehlwürfe in Folge leisteten. Mit seiner ersten genommenen Auszeit nach 22 Minuten beim Stande von 11:7 sorgte Richter wieder für die nötige Konzentration im Abschluss, sodass die Vogtländer dank einer stabilen Deckung mit einem gut aufgelegten Hujer zwischen den Pfosten, einiger Tempogegenstöße und sehenswerter Kreisanspiele mit einer 17:10-Führung in die Pause gingen. „In der ersten Halbzeit war der einzige Merkel die Chancenverwertung, da können wir noch zwei, drei Tore mehr machen“, freut sich der Übungsleiter über die sehr gute Leistung seiner Mannschaft: „Wir hatten nahezu keinen Abschluss, wo wir nicht frei von sechs Metern werfen konnten, weil wir sehr kreativ agiert und schnell gespielt haben“.

Zwar erhöhten die Füchse nach dem Seitenwechsel durch den achtfachen Torschützen Petr Linhart auf 19:11, doch danach „sind wir wieder in alte Muster verfallen, haben zu oft versucht, alleine die Entscheidung zu treffen“, ärgert sich Richter: „Wir haben viele klare Chancen verworfen, weil wir nicht mehr auf den Punkt gespielt haben“. In der Schwächephase machten die Rot-Weißen einige technische Fehler, leisteten sich Fehlwürfe und die daraus resultierenden Konter verwandelten die Neißestädter effektiv, die so auf 19:15 verkürzten. „Dann haben wir an den Stellschrauben gedreht und waren sofort wieder auf der Siegerstraße“, gibt der Einheit-Trainer taktische Einblicke: „Sobald wir schnell gespielt haben, hatten wir freie Würfe“. So konnten sich die Hausherren bis Mitte des zweiten Durchgangs beim Stande von 30:20 spielentscheidend absetzen, da sie weiterhin in der Defensive gut gearbeitet haben, Würfe blockten und sich Schlussmann Hujer immer wieder mit Paraden auszeichnen konnte. „Wenn die Görlitzer Fehler machten, dann konnten wir diese durch erfolgreiche Konter effektiv nutzen“, so Richter, dessen Auswahl sich einen 13-Tore-Vorsprung beim 37:24 erspielte. Doch in der Schlussphase wollten die Spitzenstädter etwas zu viel, fokussierten den vierzigsten Treffer, schlossen überhastet ab und ließen so noch einige Tempogegenstöße zu. „Ich bin mit der Leistung zufrieden, wir haben eine super erste Halbzeit mit einer fast perfekten Abwehr, sehr guten sowie kreativen Kombinationen gespielt, ließen den Ball laufen und haben mit sehr hohem Tempo agiert“, resümiert ein stolzer Jan Richter: „Im zweiten Durchgang haben wir gegen den erfahrenen Viertliga-Rückraum zu leicht die Gegentore kassiert, uns aber nach der Schwächephase wieder gefangen und konnten so dann die Görlitzer klar schlagen“. Freude herrschte bei den Vogtländern nach dem 38:28-Erfolg nicht nur über den 14. Sieg im 14. Spiel, sondern auch darüber, dass der Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz am Sonntagnachmittag auf sieben Punkte angewachsen ist, da sich Aue II von Hoyerswerda mit 28:28-Unentschieden trennte. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Hujer - Kveton (3), Model (2), Gemeinhardt, Thiele (1), Krüger (4/1), Linhart (8/1), Kacin (1), Jahn (6), Zbiral (4), Faith (3), Pecek (2), Sira (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Koweg Görlitz: Fiala, Michel - Mautsch (3), Kiock (2), Prieß, Nichterlein, Türkowsky (7/3), Burda (3), Weickelt (6), Wittig, Kozubik (7); Trainer Lukas Rohne, Mannschaftsverantwortlicher Jens Rohne; Physio Nico Förster

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, keine für Koweg Görlitz

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, keine für Koweg Görlitz

Zuschauer: 300

Foto zur Meldung: Einheit feiert klaren Heimsieg gegen Görlitz
Foto: Einheit feiert klaren Heimsieg gegen Görlitz

Einheit hofft auf stimmungsvolle Kulisse gegen Görlitz

(26.01.2023)

Nach dem gelungenen ersten Heimspiel im neuen Jahr steht für die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag gleich die nächste Partie auf heimischem Parkett an. Zu Gast in der Einheit-Arena ist der Tabellenachte SV Koweg Görlitz und die Fans können sich hoffentlich auf ein Wiedersehen freuen.

„Wir wollen unsere Siegesserie weiter ausbauen und mit einer überzeugenden Leistung unserer Favoritenrolle gerecht werden“, lautet die Zielstellung des Einheit-Trainers Jan Richter, der weiß, dass die Fans immer die best mögliche Leistung der Füchse sehen wollen: „Ich habe die Mannschaft nach unserer schwachen Leistung gegen Radeberg bei der Ehre gepackt, sie noch einmal darauf eingeschworen, dass wir noch fast eine komplette Rückrunde erfolgreich zu bestreiten haben und wir unserem Anspruch gerecht werden wollen, vor allem auch vor eigenen Zuschauern“. Mit den Neißestädtern treffen die Rot-Weißen eigentlich auf einen deutlich stärkeren Gegner, der einen sehr guten Rückraum hat und „deshalb bin ich sicher, dass wir dann auch wieder zu alt gewohnter Stärke zurückfinden werden“, hofft der Übungsleiter: „Ich erwarte ein schnelleres Spiel, mehr Tore und mehr Spannung“. Doch es könnte ganz anders kommen, denn den Ostsachsen plagen große Personalsorgen, da krankheitsbedingt vier weitere Stammkräfte nicht zur Verfügung stehen und hinter Kreisläufer Roberto Savic sowie dem ehemaligen Einheit-Rückraumspieler Matyas Burda aufgrund von Fieber ein dickes Fragezeichen steht. Dazu kommt, dass Oliver Assmann einen Mittelfußbruch erlitten hat, operiert werden musste und noch länger ausfällt. Wie auch Stammtorwart Lukas Rohne, bei dem das Innenband sowie der Innenmeniskus angerissen ist und vom reaktivierten Routinier Erik Michel vertreten wird, der stark beim Parieren von Würfen aus der Nahdistanz ist sowie schon viele Siebenmeter vereitelt hat. Darauf reagierten die Grenzstädter, die am Mittwoch die Spielerlaubnis für ihren Neuzugang erhielten: Schlussmann Dominik Fiala wechselt aus Liberec zu den Blau-Gelben, wo bereits Burda und der ehemalige Auer Rückraumspieler Vojta Kozubik das Handballspielen erlernten. Trotz dieser suboptimalen Voraussetzungen wollen die Europastädter „einen kämpferischen Auftritt hinlegen, uns an individuellen Erfolgen hochziehen und Selbstbewusstsein tanken“, so Koweg-Trainer Michael Schuller, der am Samstag allerdings beruflich verhindert ist: „Wir wollen eine anständige Leistung abrufen, wohlwissend, dass es utopisch ist, an einen Punkt oder gar Erfolg zu denken“. So sieht der Übungsleiter die Partie wie ein Spiel unter verschärften Trainingsbedingungen an, das die Gäste nutzen wollen, um sich auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten, um ihr Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. „Wir wollen uns mit diesem guten Gegner messen und so lange wie möglich zur Wehr setzen“, sagt Schuller: „Dass es einen Klassenunterschied geben wird, steht außer Frage“. Die Görlitzer stecken dennoch nicht den Kopf in den Sand, wollen sich ein paar Dinge erarbeiten und Abläufe festigen sowie im Angriffsspiel ein paar Akzente setzen. „Für ein Drittel meiner Bengels ist das ein Höhepunkt und so sollen sie sich auch präsentieren, mutig auftreten“, erzählt der Koweg-Trainer: „Die freuen sich auf die Partie, gegen solche gestandenen und extrem erfahrenen Akteure wie Petr Linhart oder Jan Faith zu spielen“. Denn die Lausitzer versuchen, die Ausfälle am Samstag mit Spielern aus dem Juniorteam sowie aus der A-Jugend zu kompensieren, wie der 17-jährige Savic, der vor der Saison direkt von der A-Jugend in die Sachsenliga gekommen und bereits eine Stütze im Mittelblock ist. Der Vorjahresachte setzt schon seit Spielzeitbeginn verstärkt auf junge Akteure, den eigenen Nachwuchs und die Zukunft: „Die Truppe fängt eigentlich jetzt erst mit ihrer Entwicklung an und deshalb denke ich, dass wir nächste Saison einen gesicherten Mittelfeldplatz anstreben können“, blickt Michael Schuller voraus. Allerdings macht sich dies auch bemerkbar, so fehlt den Grenzstädtern neben der körperlichen Präsenz auch noch manchmal die Abgezocktheit und in den entscheidenden Phasen die Spieler mit genügend Erfahrung, die dann in einer schwierigen Situation die Ruhe bewahren sowie die Riege führen. „Wir machen unter Druck dann Fehler“, ärgert sich der Übungsleiter: „Die Diskrepanz zwischen jugendlichem Enthusiasmus und der Abgezocktheit der erfahrenen Akteure ist zu hoch“. Das erklärt auch, wieso die Blau-Gelben in ihrem bisher besten Saisonspiel gegen Aue II nach gut 49 Minuten eine Vier-Tore-Führung noch aus der Hand gaben, da sie in den letzten elf Zeigerumdrehungen keinen einzigen Treffer mehr erzielen konnten, während die Erzgebirger die Begegnung mit einem 7:0-Lauf noch drehten. Oder wie letzten Sontag gegen die SG LVB, als sich die Europastädter eine desolate Angriffsleistung leisteten und das Aufeinandertreffen auf eigenem Parkett gegen einen Konkurrenten um den Klassenerhalt mit 28:32 verloren hatten. „Es war für alle ein Schuss vor den Bug, wahrscheinlich ein mentaler Ausrutscher, anders kann ich mir diese Leistung nicht erklären“, mutmaßt Schuller, der taktisch alles probiert hatte: „Wir hatten immer die Möglichkeit, uns abzusetzen, aber der Kopf machte einfach nicht mit, weil scheinbar die Überzeugung nicht da war“. So nahm der Druck wieder zu, denn mit einem Sieg hätten sich die Görlitzer etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen können. Dass die Lausitzer dort stehen, liegt auch daran, dass sie noch immer nicht die zwei überraschenden Abgänge mit Kreisläufer Vit Sebek (zu Ligakonkurrent KJS-Club Dresden) und Rechtsaußen Lino Nincevic (zum Oberligisten ZHC Grubenlampe) kurz vor Beginn der Saison kompensieren können. Mit Robert Kaiser verpflichteten die Grenzstädter im Sommer einen ehemaligen Basketballer, der in der zweiten Liga auf Korbjagd ging und beim SC DHfK Leipzig ausgebildet wurde. Der 2,10 Meter große und 115 Kilogramm schwere Neuzugang, dem manchmal noch die Feinabstimmung fehlt, ist stark im Deckungs- sowie Blockspiel, antizipiert die Bälle gut und ist trotzdem schnell auf den Füßen. Stark in der Abwehr ist auch Martin Philipp, der aus der Verbandsliga Ost von Stahl Rietschen kam und mit 18 Zeitstrafen die meisten Hinausstellungen im Liga-Vergleich hat, dazu kommen noch drei rote Karten. „Martin ist kein unfairer Spieler, auch wenn er eine harte Deckung spielt“, nimmt der Übungsleiter seinen Kreisläufer in Schutz: „Auch wenn er sich manchmal etwas hölzern anstellt und überhastete Aktionen hat, für die er bestraft wird, wird er trotzdem zu oft zu Unrecht in die Holzhackerriege gestellt“. Im Offensivspiel müssen die Blau-Gelben für ihre Torerfolge sehr viel investieren, obwohl sie mit Burda, Kozubik und Florian Weickelt, der ebenfalls aus der Verbandsliga Ost vom OHC Bernstadt kam, einen starken Rückraum haben, der im Durchschnitt 18,4 Tore pro Spiel wirft. Weickelts Vater spielte übrigens über Jahre in der DDR-Oberliga, war Torschützenkönig und „hatte Dynamit im Arm, denn es gab zur damaligen Zeit keinen anderen Akteur, der einen härteren Wurf hatte“, weiß der Koweg-Trainer, der den Sohnemann trotz des ähnlich harten Wurfes manchmal noch bremsen muss: „Weil wir noch nicht optimal aufeinander abgestimmt sind, kommt es öfter noch zu Ballverlusten“. Das weiß auch Jan Richter und fordert: „Wir wollen jeden Fehler konsequent bestrafen“. Dass die Plauener möglichst viele Tempogegenstöße machen können, ist auch bedingt dadurch, dass den Gästen „manchmal der Wille fehlt, einem Ball hinterher zu rennen, der erlaufbar wäre“, gesteht Schuller, der seit 45 Jahren im Handball aktiv ist: „Das Rückzugsverhalten ist verbesserungswürdig“. Dazu kommt, dass der Vorjahresachte nicht nur die wenigsten Treffer über den Kreis erzielt hat, sondern auch im Konter und so fehlen viele einfache Tore. Die wollen auch die Spitzenstädter unterbinden, indem „wir wie im Hinspiel im Kollektiv zusammen stehen, die Räume verdichten und Görlitz immer wieder vor neue Aufgaben stellen, sodass sie nicht ins Spiel kommen“, erinnert sich Richter. Dass die Neißestädter nach zwölf Aufeinandertreffen mit lediglich 324 erzielten Toren den drittschlechtesten Angriff der Liga haben, hat wahrscheinlich darin seinen Ursprung, dass das gesamte Aufgebot in diesem Jahr noch kein einziges Mal zusammen trainieren konnte und während der aktuellen Spielzeit erst sechs Mal. „Das ist mehr als suboptimal und dafür machen es die Jungs eigentlich ganz ordentlich“, schätzt der Koweg-Trainer ein: „Wir holen aus den Möglichkeiten das Optimale heraus“. So konnten die Ostsachsen mit 10:14 Punkten bisher fünf Siege einfahren und gegen die direkte Konkurrenz aus Zwenkau, Freiberg II sowie Zwönitz und sogar zwei Mal gegen Radeberg gewinnen - auch, weil Fabrice Türkowsky mit 13 von 14 getroffen Siebenmetern den Sachsenliga-Bestwert inne hat. „Wir wissen, was auf uns zukommt, weshalb wir uns sehr gut darauf einstellen können und das ist auf jeden Fall ein Vorteil“, zeigt sich Einheit-Trainer Jan Richter optimistisch: „Wir müssen klug abschließen und mit Überzeugung werfen, dann werden wir auch wieder erfolgreich sein“. Das gelang den Vogtländern bereits vor sieben Jahren, als die Görlitzer das letzte Mal in der Einheit-Arena gastierten und vor knapp 600 Zuschauern einen 36:20-Kantersieg feierten - und vielleicht gelingt am Samstag wieder ein deutlicher Erfolg… (flow)

Foto zur Meldung: Einheit hofft auf stimmungsvolle Kulisse gegen Görlitz
Foto: Einheit hofft auf stimmungsvolle Kulisse gegen Görlitz

Einheit bejubelt ersten Heimsieg im neuen Jahr

(22.01.2023)

Auch 2023 gewinnen die Handballer des HC Einheit Plauen vor heimischem Publikum, gegen den Tabellenletzten Radeberger SV konnte am Samstagabend ein klarer 33:26-Sieg bejubelt werden. Wieso die Füchse ihren Vorsprung in der Sachsenliga weiter ausbauen konnten.

Es war das Duell Spitzenreiter gegen Schlusslicht, doch der favorisierte HC Einheit Plauen tat sich zu Beginn der Partie gegen den höchst motivierten Außenseiter Radeberger SV schwer, der bis zum 4:4 dank gut ausgespielter und verwandelter Tempogegenstöße sogar drei Mal vorlegen konnte. „Wir haben umgestellt, individuelle Fehler gemacht und in der Deckung nicht den nötigen Zugriff bekommen“, analysiert Trainer Jan Richter. So erlebten Linksaußen Marcel Gemeinhardt, Maximilian Krüger im linken Rückraum, Mittelmann Kevin Model, Petr Linhart im rechten Rückraum, Rechtsaußen Dominik Pecek und Kreisläufer Karel Kveton sowie Torhüter Tim Hujer den Anpfiff auf dem Parkett, die sich in den ersten Minuten erst einspielen mussten. Doch in der Folge stabilisierte sich die Abwehr, sodass die Rot-Weißen zu zahlreichen Ballgewinnen kamen, die sie nun konsequenter in eigene Treffer umwandelten. „Wir brauchten erneut einige Zeit, um uns an das Spiel des Gegners zu gewöhnen“, erklärt der Übungsleiter. Mit einem 6:1-Lauf innerhalb von sechs Minuten setzten sich die Vogtländer beim Stande von 10:5 erstmals mit fünf Toren ab, indem sie die Gäste ins Zeitspiel zwangen und so den Aufsteiger immer wieder mit Kontern oder einer dynamischen, druckvollen zweiten Welle vor Probleme stellten. „In der Phase konnten wir unser Leistungsvermögen abzurufen und die Auswahl hat gezeigt, wozu sie im Stande ist“, sagt Richter. Doch der RSV gab nicht auf, kämpfte um jeden Treffer und hatte einen starken Schlussmann zwischen den Pfosten stehen, der mit seinen Paraden eine Aufholjagd bis zum 9:11 ermöglichte. „Wir haben es nicht geschafft, uns über die gesamte Begegnung zu fokussieren und dann bekommt man auch gegen den Tabellenletzten Probleme“, ärgert sich der Einheit-Trainer. Doch die Partie drohte nicht zu kippen, zu souverän agierte nun die sogenannte erste Sieben der Plauener, die nach ihrer Einwechslung immer besser ins Aufeinandertreffen kam und so bis zur Halbzeit spielentscheidend auf eine Neun-Tore-Führung beim Stande von 21:12 davon zog.

Zwar bauen die Hausherren nach dem Seitenwechsel den Vorsprung noch auf elf Treffer aus, doch dann verwerfen die Füchse insgesamt acht freie Würfe und so verkürzen die Radeberger innerhalb von sechs Minuten auf 17:23. Auch die Umstellung auf eine 3:3-Defensive, um mehr Ballgewinne zu bekommen, sollte nur kurz funktionieren und als sich die Gegentore wieder häuften, wurde die taktische Probierphase mit einer 5:1-Deckung beendet. „Es ist sehr schwer, sich als Mannschaft dann weiter so sehr zu motivieren, dass man die Führung weiter ausbaut“, sucht Jan Richter nach einer Erklärung. In der Folge schien es, dass die Rot-Weißen wieder konzentrierter agierten und die Phase der extrem schwachen Chancenverwertung überwunden haben, wodurch sich die Plauener wieder mit neun Toren Mitte des zweiten Durchgangs beim Stande von 29:20 absetzten. Nachdem der mit insgesamt neun Treffern beste Werfer Linhart beim Siebenmeter gescheitert ist und Krüger auf der Bank saß, fühlte sich Petr Jahn so gut, zum Strafwurf anzutreten - doch sein halb hoch geworfener Siebenmeter wurde wie der ebenfalls unplatziert Nachwurf vom sehr gut aufgelegten Radeberger Torhüter vereitelt. Und in der Folge fingen die Vogtländer nun an, zehn technische Fehler zu machen, sodass die Gäste bis zum Abpfiff beim Stande von 33:26 noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten. „Viele Spieler waren scheinbar schon im Kopf beim kommenden Gegner Görlitz“, mutmaßt der Übungsleiter: „Wenn man so klar führt, verliert man die Anspannung“. Dennoch führen die Füchse einen nie gefährdeten Erfolg ein und konnten damit nicht nur auch im 13. Spiel den 13. Sieg feiern, sondern auch noch ihren Vorsprung auf den nun wieder zweitplatzierten EHV Aue II auf sechs Punkte ausbauen, da der bisherige erste Verfolger HSV Weinböhla gegen KJS-Club Dresden überraschend mit 27:28 verlor. „Wir haben zu viele Gegentore kassiert und zu wenige Treffer selbst erzielt, weil wir es nicht geschafft haben, eine stabile Verteidigung zu stellen sowie in der Offensive zu viele technische Fehler als auch Fehlwürfe gemacht haben“, resümiert ein mit der Leistung nicht zufriedener Richter: „Radeberg hat sehr langsam gespielt sowie versucht, das Spiel zu verschleppen, um uns nicht in Fahrt kommen zu lassen, was recht gut gelang“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (1), Model (2), Gemeinhardt (2), Thiele (3), Krüger (4/1), Linhart (9/3), Kacin (1), Jahn (4), Zbiral (3), Pecek (2), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Radeberger SV: Richter (1), Sieberth (2), Schulz (4), Röseler (4), Bellmann (2), Daferner (4), Stein (2), Guhrenz (2), Kempe (3), Dorschner (2), Rathmann, Wagner; Trainer Carsten John, Mannschaftsverantwortlicher Ron Weidig

 

Verwarnungen: keine für HC Einheit Plauen, 1 für Radeberger SV

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 3 für Radeberger SV

Zuschauer: 350

Foto zur Meldung: Einheit bejubelt ersten Heimsieg im neuen Jahr
Foto: Einheit bejubelt ersten Heimsieg im neuen Jahr

Einheit freut sich auf erstes Heimspiel im neuen Jahr

(19.01.2023)

Nach sechs Wochen ohne Pflichtspiel auf heimischem Parkett sind die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag wieder vor eigenem Publikum gefordert. Dabei kommt es ab 17 Uhr in der Einheit-Arena zum Duell zwischen dem Spitzenreiter und Tabellenletzten Radeberger SV.

„Es ist eine Herausforderung, dass wir weiter so fokussiert bleiben“, sagt Einheit-Trainer Jan Richter nach dem souveränen 33:28-Auswärtssieg zum Rückrundenauftakt beim Tabellenzweiten EHV Aue II. Denn dieser Erfolg bedeutet, dass die Füchse den Vorsprung auf fünf Punkte auf den neuen Verfolger HSV Weinböhla ausgebaut haben und somit scheinbar weiterhin die Sachsenliga nach Belieben dominieren. „Wir haben gegen den aus meiner Sicht stärksten Liga-Kontrahenten mit einer sehr guten und konzentrierten Leistung gewonnen“, weiß der Übungsleiter um die sehr gute Ausgangsposition für den direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga. Mit 24:0 Punkten sind die Rot-Weißen der unangefochtene Spitzenreiter, „deswegen werden wir das Spiel gegen Radeberg auch wieder mit einhundert Prozent angehen“, verspricht Richter: „Wir haben den Anspruch, den Zuschauern ein tolles und erfolgreiches Handballspiel zu bieten“. Das ist den Spitzenstädtern bisher gut gelungen und somit ein weiterer Anreiz, sich auch am Samstagnachmittag gut vor heimischem Publikum zu präsentieren. „Jeder Spieler sollte gewillt sein, dass wir genauso in diese Partie gehen wie gegen Aue, alles geben und jeder Spaß auf dem Parkett hat“, fordert der Einheit-Trainer. Dabei fällt auf, dass sich eine erste Sieben eingespielt hat, „dennoch werden wir peu à peu die anderen Akteure aufbauen, um sie noch besser ins Spiel integrieren zu können“, so Jan Richter, der die Radeberger nach ihrem Aufstieg mittlerweile in der Liga ankommen sieht: „Wir werden sie nicht unterschätzen und wollen unserer klaren Favoritenrolle gerecht werden“. Das funktionierte bereits beim 39:25-Hinspielsieg, als die Plauener eine sehr gute Abwehr stellten, robust gedeckt haben und den Liga-Neuling dadurch immer wieder zu Fehlern oder ins Zeitspiel zwangen.

Genauso wollen die Vogtländer wieder gegen den krassen Außenseiter agieren, der lediglich gegen die direkte Konkurrenz zwei Auswärtssiege bejubeln konnte (29:28 Zwönitzer HSV und 23:22 Germania Zwenkau) und mit 4:20 Zählern das Schlusslicht ist. Doch der Aufsteiger hat noch längst nicht den Kampf um den Ligaverbleib aufgegeben und ist hoffnungsvoll, auch wenn sie wissen, dass es eine riesige Herausforderung ist. „In der Sachsenliga mit nur Spielern aus der Region zu bestehen, ist sehr schwer“, ist sich Radebergs Trainer Carsten John der Aufgabe bewusst. Doch mit dieser Philosophie schaffte der RSV den Aufstieg und wenn nun der Nicht-Abstieg gelingen soll, dann müssen die direkten Duelle gegen die Konkurrenz im Tabellenkeller gewonnen werden. „Für uns ist die Partie ein Vorbereitungsspiel für die Begegnungen, die noch kommen“, ordnet John ein: „Wir können uns nicht mit Einheit Plauen vergleichen, das ist ein Liga-Unterschied“. Deshalb wollen die Gäste verschiedene Abwehrformationen ausprobieren und sich über jeden Deckungserfolg freuen. „Ich war schon ein paar mal in der Einheit-Arena und es ist immer wieder ein Erlebnis, da zu spielen“, erinnert sich Carsten John, der schon in Görlitz, Hoyerswerda und Cunewalde an der Seitenlinie stand: „Wir wollen dieses Spiel genießen“. Dass die Ostsachsen nicht schon öfter in den Genuss eines Erfolgs kamen, liegt daran, dass sie sich zu viele technische Fehler und Fehlwürfe leisten, vor allem in letzter Zeit beim Siebenmeter reihenweise scheiterten. „Die Spieler überlegen zu viel“, kennt John das Problem: „Bei zwei, drei anderen Aufeinandertreffen sind wir an uns selbst gescheitert“. Der Radeberger SV, der mit einer Mischung aus jungen sowie erfahreneren Spielern antritt, spürt den großen Unterschied zwischen der Verbandsliga und Sachsenliga. „Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht“, sieht Carsten John Fortschritte: „Mit der Entwicklung der Mannschaft bin ich zufrieden“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit freut sich auf erstes Heimspiel im neuen Jahr
Foto: Einheit freut sich auf erstes Heimspiel im neuen Jahr

Einheit gewinnt Spitzenspiel gegen Aue

(15.01.2023)

Auch der Tabellenzweite und stärkste Verfolger EHV Aue II konnte den Sachsenliga-Spitzenreiter HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag nicht stoppen. Nach dem 33:28-Sieg zum Rückrundenstart bauten die Füchse die Tabellenführung auf fünf Punkte aus.

Der Jubel kannte bei den Spielern, Verantwortlichen und zahlreich mitgereisten Fans des HC Einheit Plauen nach dem Abpfiff keine Grenzen mehr, denn nach dem souveränen 33:28-Sieg beim Oberliga-Mitabsteiger EHV Aue II haben die Rot-Weißen einen großen Schritt in Richtung direkter Wiederaufstieg gemacht. Dabei starteten die Spitzenstädter beim wahrscheinlich stärksten Liga-Kontrahenten sehr unglücklich in die Partie, so prellte sich Mittelmann David Zbiral auf den Fuß, kassierten ein Zeitspiel-Gegentor und hatten Pech mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. So stand es nach fünf Minuten 4:1 für das Juniorteam, die alle ihr mit insgesamt sechs Toren erfolgreichster und Drittliga-erfahrene Werfer Nico Planken aus dem rechten Rückraum erzielte. Doch dann verkürzte der starke Kreisläufer Jakub Sira zum 2:4 und obwohl wenig später Petr Jahn die erste Zwei-Minuten-Strafe in einem fairen Spitzenspiel kassierte, sollte dieser Treffer der Beginn eines 12:2-Laufes der Vogtländer werden, die somit nicht nur in Unterzahl durch einen äußerst clever agierenden Zbiral zum 4:4-Ausgleich trafen, sondern auch beim Stande von 13:6 nach 23 Minuten quasi das Aufeinandertreffen entschieden hatten. „Wir mussten uns erst auf den Auer Rückraum einstellen und sind dann besser abgestimmt herausgetreten“, analysiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir hatten uns im Angriffsspiel gefunden, fanden die Lücken oder den freien Mitspieler und waren sehr treffsicher“. Doch die Hausherren stellten ihre 6:0-Abwehrformation auf eine auf die linke Seite verschobene 5:1-Deckung um, um Plauens zehnfachen Torschützen Petr Linhart im rechten Rückraum besser zu verteidigen. Diese Maßnahme zeigte Wirkung, denn die Füchse hatten kurzzeitig einige Probleme in ihren sonst sehr strukturierten Offensivbemühungen, sodass die Erzgebirger den Rückstand auf 11:15 verkürzten.
Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff netzte dann der überragende Linksaußen Jan Kacin zum 16:11 ein und läutete damit die zweite dominante Phase der Spitzenstädter ein. Denn bis zur 37. Minute bauten die Vogtländer ihren Vorsprung auf neun Tore aus (22:13), auch weil der herausragende Torhüter Josef Pour über 50 Prozent der Würfe hielt und „selbst einige unhaltbare Abschlüsse parierte“, lobte Richter. Doch erneut stellte das Juniorteam um, agierte nun in einem 3:3- sowie 4:2-Defensivsystem und legte damit wieder eine Aufholjagd hin, die erst Mitte des zweiten Durchgangs beim Stande von 19:24 endete. „Wir haben zu lange gebraucht, um uns auf die Umstellungen in der Auer Abwehrformation einzustellen“, ärgert sich der Einheit-Trainer: „Die Hausherren haben sehr tief in der Taktik-Kiste gewühlt“. Nun startete Linhart die dritte spielbestimmende Phase der Plauener, die sich innerhalb von acht Minuten einen Zehn-Tore-Vorsprung erspielten (31:21) und damit endgültig die Begegnung für sich entschieden. Danach fiel bei den Füchsen die Anspannung ab, es wurde fleißig durchgewechselt und viel ausprobiert, sodass die Erzgebirger Jan Richter gut drei Minuten vor dem Ende noch zu seiner dritten Auszeit zwangen. „Wichtig war, dass wir mit nur kleinen Korrekturen den Auer Lauf stoppen konnten“, erklärt der Übungsleiter. Denn das Juniorteam zeigte immer wieder mit Tempogegenstößen, wie gefährlich es werden kann, wenn sich der Gegner einfache Ballverluste erlaube und somit konnte die Drittliga-Reserve noch bis zum Abpfiff etwas Ergebniskosmetik betreiben.
„Wir sind überglücklich, dass wir dieses Vier-Punkte-Spiel auch auf fremdem Parkett für uns entscheiden konnten“, resümierte Jan Richter: „Wir agierten nicht in allen Spielphasen optimal, aber alles in Allem überwiegt die Zufriedenheit“. So haben die Rot-Weißen zwar das Geschehen nahezu die gesamte Zeit bestimmt, dennoch haben sie sich über die 60 Minuten zu viele technische Fehler erlaubt und wurden immer wieder ausgekontert. „Der Sieg fiel zu niedrig aus, wir hätten auch deutlich höher gewinnen können“, so der Einheit-Trainer, der bereits den Fokus auf die nun begonnene Rückrunde legt: „Die Herausforderung für die nächsten Wochen ist, dass wir die Konzentration hoch halten müssen und wenn uns das gelingt, dann werden wir auch wieder in die Mitteldeutsche Oberliga aufsteigen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour - Kveton (2), Model (1), Gemeinhardt, Thiele, Krüger (1/1), Linhart (10/2), Kacin (10), Jahn, Zbiral (3), Faith (1), Pecek (2), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

Foto zur Meldung: Einheit gewinnt Spitzenspiel gegen Aue
Foto: Einheit gewinnt Spitzenspiel gegen Aue

Einheit reist zum Spitzenspiel nach Aue

(12.01.2023)

Nach dem gelungenen Jahresauftakt und einer perfekten Hinrunde steht für die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag der nächste Höhepunkt bevor. Beim Tabellenzweiten EHV Aue II wollen die Füchse mit einem Sieg gegen den ersten Verfolger einen weiteren Schritt für den direkten Wiederaufstieg machen.

„Es ist ein wegweisendes Spiel, wir sind in einer sehr guten Ausgangslage und diese können wir mit einem Sieg noch weiter vergolden“, sagt Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir wollen unsere Serie von elf Siegen in Folge weiter ausbauen und damit einen Grundstein für den direkten Wiederaufstieg legen“. Doch auch die Auer haben einen Lauf, beendeten die Hinrunde nicht nur auf dem zweiten Tabellenplatz, sondern feierten auch den achten Sieg in Serie und haben neben der zweitbesten Tordifferenz (plus 52) auch mit 355 erzielten Treffern die zweitbeste Offensive. „Wir sind mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden“, resümiert Aues Trainer Philipp Braun: „Wir wussten, dass wir ein sehr starkes Auftaktprogramm mit auswärts Plauen (23:32), dann zu Hause Zwönitz (33:21) und dann wieder auswärts Hoyerswerda (27:31) haben“. Nur diese beiden Partien auf fremden Parkett gingen bisher verloren, alle anderen Begegnungen wurden gewonnen und so avancierten die Erzgebirger mit 18:4 Punkten zum ersten Verfolger der überall führenden Vogtländer. „Dass wir uns nach dem Oberliga-Abstieg so gut entwickelt haben und sich die jungen Spieler so schnell in der Sachsenliga so gut zurecht finden sowie gegen gestandene Mannschaften mit sehr gutem Niveau so stark spielen, war nicht planbar“, kommt für Braun die aktuelle Platzierung auch ein Stück weit überraschend. Denn die Silberbergstädter haben ihre Mannschaft noch einmal verjüngt, spielen meist mit vier bis fünf Akteuren, die noch in der A-Jugend zum Einsatz kommen könnten und hatten so in neun Begegnungen einen Altersdurchschnitt von unter 20 Jahren. „Das erste Auswärtsspiel in Plauen war sehr deutlich sowie schnell entschieden, in Hoyerswerda haben wir es dann geschafft, trotz Rückstandes das Aufeinandertreffen über 45 Minuten offen zu gestalten und sind dann leider in der entscheidenden Phase, in der das Spiel zu unseren Gunsten kippen kann, an uns selbst oder am gegnerischen Torhüter gescheitert“, erinnert sich Philipp Braun: „Mit diesen Erfahrungen schafften wir es dann, in Weinböhla die selben Fehler nicht mehr zu machen, weil wir schon einen Schritt weiter waren und konnten dort dann auch gewinnen“. So gelang es auch, sich gegen den HSV Dresden (31:30) und gegen KJS Club Dresden (27:26) denkbar knapp durchzusetzen. „Wir hatten viele Partien, in denen es lange offen war, wer sie gewinnt und da hat meine Mannschaft bei der Stabilität viele Schritte nach vorn gemacht“, freut sich der Auer Trainer: „Für uns ist besonders wichtig, dass sich die Individualität der Spieler sowie die Auswahl weiterentwickelt und das ist für uns wichtiger als das Ergebnis“. Im Vergleich zur 23:32-Hinspielniederlage hat sich das Juniorteam körperlich und spielerisch weiterentwickelt, vor allem in den Zweikämpfen liegen ihre Stärken. Die größte Schwäche der Bergstädter ist die fehlende Konstanz, was die letzte Begegnung gegen den Radefeld SV offenbarte: Führten die Muldestädter zur Halbzeit mit acht Toren, schmolz dieser Vorsprung Mitte des zweiten Durchgangs auf vier Tore zusammen. „Wir spielen einen schnellen Handball, aber legen trotzdem großen Wert darauf, sehr diszipliniert zu agieren und haben dafür eine klare Spielidee“, beschreibt Braun seine Spielidee. Dabei kommt es am Samstag auch zu mehreren „freudigen Wiedersehen“, denn Philipp Braun trainierte vier Jahre Maurice Thiele und auch Jan Faith spielte bereits unter dem Auer Übungsleiter: „Wir freuen uns auf das Aufeinandertreffen, auch wenn aus meiner Sicht Plauen der klare Favorit ist“. Diese Rolle nimmt sein Trainerkollege Jan Richter erstmals in dieser Saison nicht an: „Es ist ein typisches 50:50-Spiel, wir sind zwar in der Poleposition als Tabellenführer, aber spielen auf fremdem Parkett und Aue hat auch einen Lauf wie wir“. Diesen wollen die Rot-Weißen mit einer aggressiven, guten Abwehr und einem Angriff mit wenigen einfachen Ballverlusten sowie einer starken Wurfquote beenden. „Wie im Hinspiel, als wir Aue in der Offensive zur Verzweiflung gebracht und die daraus entstandenen Konterchancen effizient genutzt hatten“, weiß Richter: „Wir müssen voll konzentriert in die Partie starten, um Aues Hoffnungen auf einen Punktgewinn gleich im Keim zu ersticken“. Deshalb sollen die Spitzenstädter von Anfang bis Ende das Geschehen auf dem Parkett dominieren, sich auf ihr eigenes Spiel konzentrieren und bei Ballgewinn sofort schnell umschalten. „Ich gehe davon aus, dass es eine sehr schnelle und kräftezehrende Begegnung wird“, mutmaßt der Übungsleiter: „Wir sind aber darauf sehr gut vorbereitet und hatten bisher auch noch nie Athletikprobleme, auch weil wir dank der breiten Bank jederzeit wechseln können“. Auch geht Jan Richter von einer offensiven Auer Deckung aus: „Wir müssen im Angriff sehr kreativ agieren, aber ich weiß, dass die Mannschaft im Stande ist, jedes Abwehrsystem erfolgreich zu bespielen“. Die Wichtigkeit des Aufeinandertreffens sei jedem Akteur bewusst und jeder wisse, worum es geht, ist der Einheit-Trainer zuversichtlich: „Es wird das schwerste Duell und da müssen wir den Kampf voll annehmen sowie brauchen über die gesamte Spielzeit eine Top-Leistung“.

Für die schwerste Auswärtsfahrt in dieser Saison hoffen die Vogtländer wieder auf eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung der treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstagnachmittag, um 16.30 Uhr, in der Erzgebirgshalle in Lößnitz (Ringstraße 15) und der Bus fährt 13.45 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 14 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

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Foto: Einheit reist zum Spitzenspiel nach Aue

Einheit beendet Hinrunde ohne Verlustpunkte

(08.01.2023)

Mit dem elften Sieg in Serie beendeten die Handballer des HC Einheit Plauen bei der HSG Freiberg II die Hinrunde in der Sachsenliga ohne einen einzigen Verlustpunkt. Bei dem 43:29-Erfolg bejubelten die Füchse gemeinsam mit ihren mitgereisten Fans einen Rekord.

Die Generalprobe ist geglückt: Vor dem Sachsenliga-Spitzenspiel nächstes Wochenende beim Tabellenzweiten EHV Aue II sind die Handballer des HC Einheit Plauen mit einem souveränen 43:29-Sieg am Samstagabend bei der HSG Freiberg II erfolgreich ins neue Jahr 2023 gestartet. Gleich zu Beginn der Partie ließen die Rot-Weißen keinen Zweifel aufkommen, auch die letzte Begegnung in der Hinrunde erfolgreich zu bestreiten und führten bereits nach sieben Minuten mit 6:1. „Wir haben sehr gut in der Abwehr agiert und Torhüter Dominik Balin konnte sich immer wieder auszeichnen, wodurch wir in unser schnelles Spiel kamen“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Die Mannschaft hat in der Defensive sehr gut verschoben, ständig den Kontakt mit dem Gegenspieler gesucht und ihn so nicht zum Wurf kommen lassen“. Diesen Vorsprung konnten die Spitzenstädter bis zur 22. Minute auf acht Tore beim Stande von 15:7 ausbauen, da sich die mit insgesamt elf Treffern starken Kreisläufer Jakub Sira sowie Karel Kveton immer wieder geschickt absetzten oder die freie Lücke erkannten und von den Mittelmännern mustergültig bedient wurden. „Wenn wir in Ballbesitz kamen, sind wir bei unseren Tempogegenstößen nicht zu stoppen“, analysiert der Übungsleiter: „Im Angriff haben wir clever agiert, uns die freien Chancen erarbeitet und diese auch erfolgreich genutzt“. Doch bis zur Halbzeit schmolz die Führung auf vier Tore zusammen, da sich der Spitzenreiter ungewöhnlich viele technische Fehler und Fehlwürfe leistete, sodass es beim 18:14 in die Pause ging. „Ich schieb`s einfach mal darauf, dass wir die dreiwöchige Pause hatten und erst wieder in unsere Abläufe kommen mussten“, erklärt Richter: „Auch habe ich taktisch einiges versucht sowie die Spieler vor verschiedene Aufgaben gestellt, was für die Akteure ungewohnt war und wir deshalb etwas außer Tritt kamen“.
Diesen knappen Spielstand konnten die stark aufspielenden jungen Dachse bis Mitte des zweiten Durchgangs halten, auch weil der international erfahrene und mit sechs Treffern beste Werfer Alexander Matschos im Rückraum immer wieder sein Können unter Beweis sowie die Plauener vor Probleme stellte. „Wir konnten ihn vor allem am Anfang sehr gut decken, dann hat er sich allerdings in Laune geworfen und da hätten wir drei Treffer besser verteidigen können“, ärgert sich der Einheit-Trainer. Erst als bei den Silberstädtern in einem temporeichen Aufeinandertreffen die Kräfte schwanden und Einheit-Trainer Jan Richter den Vollgas-Handball dank des großen Kaders über die gesamten 60 Minuten spielen lassen konnte, konnten die Vogtländer mit zahlreichen Kontern sowie einer dynamischen zweiten Welle das Ergebnis in die Höhe schrauben. „Wir wussten, dass die Bergstädter Probleme haben, wenn`s sehr schnell wird und konnten so diesen klaren Sieg einfahren“, sagt Jan Richter: „Die Abstimmung der Abwehr mit Torhüter Tim Hujer war sehr gut, wir haben die Universitätsstädter unter Druck gesetzt und sie so zu unvorbereiteten Würfen gezwungen, sodass sich Tim immer wieder auszeichnen konnte“. Dabei gelang den Füchsen auch ein neuer Rekord: Mit am Ende 43 erzielten Toren konnten die mitgereisten Fans erstmals in dieser Saison mehr als 40 Treffer bejubeln, jeder Feldspieler mindestens einmal einnetzen und sich für nächsten Samstag warmwerfen. „Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt und auch in der Höhe verdient gewonnen, allerdings bin ich nicht mit allen Spielabschnitten vollends zufrieden“, resümiert der Übungsleiter: „Wir haben phasenweise überragend gespielt, das werden wir mit nach Aue nehmen und am Rest wie am besseren Zugriff auf den gegnerischen Rückraum werden wir arbeiten“. Denn mit dem Ziel direkter Wiederaufstieg haben sich die Plauener eine große Herausforderung gestellt und haben diese Mission in der Hinrunde erfolgreich gemeistert, auch weil sie trotz des nie gefährdeten Sieges um jeden Ball kämpften sowie keinen Abpraller ins Aus oder zum Gegner rollen ließen. „Gegen Aue gilt es, noch einmal ein ganz dickes Brett zu bohren und müssen diese Leistung in unseren starken Phasen über die gesamten 60 Minuten aufs Parkett bringen“, blickt Richter voraus. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit beendet Hinrunde ohne Verlustpunkte
Foto: Einheit beendet Hinrunde ohne Verlustpunkte

Einheit möchte Hinrunde ohne Verlustpunkte beenden

(05.01.2023)

Nach der dreiwöchigen Weihnachtspause steht für die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagabend bei der HSG Freiberg II der Abschluss der Hinrunde in der Sachsenliga an. Auch beim zehntplatzierten Aufsteiger wollen die Füchse ihre weiße Weste behalten und sind gewarnt, den Liga-Neuling nicht zu unterschätzen.

„Wir wollen erfolgreich ins neue Jahr starten, denn es ist wichtig, dass wir gleich den Schwung eines Sieges mit in die dann beginnende Rückrunde nehmen können“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter. Dabei haben die drei Wochen ohne Pflichtspiel den Rot-Weißen gut getan, konnten sich über Weihnachten erholen und vor allem ihre Wehwehchen auskurieren. „Wir haben nun keine angeschlagenen Spieler mehr, müssen aber sofort wieder hochfahren und das ist für jeden Akteur eine Mammutaufgabe“, kennt der Übungsleiter die Herausforderung. Die erste 2023 ist die zweite Mannschaft der HSG Freiberg, die als Aufsteiger aktuell Tabellenrang zehn belegt und damit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz in der Sachsenliga steht. So konnten die jungen Dachse zwei wichtige Siege im Kampf um den Klassenerhalt gegen die direkte Konkurrenz bei Germania Zwenkau (27:24) sowie beim Radeberger SV (32:30) einfahren und auf heimischem Parkett gegen den LHV einen 36:33-Überraschungserfolg bejubeln. „Wir wissen, dass Freiberg gute Ergebnisse erzielt hat und auch, dass wir von den Silberstädtern einiges erwarten müssen, deshalb müssen wir wieder eine Top-Leistung abrufen“, fordert Richter: „Wenn uns das gelingt, dann brauchen wir nicht besorgt sein, aber wenn nicht, dann wird es wieder ein extrem schweres Spiel“. Denn die Universitätsstädter sind nicht nur gespickt mit jungen Talenten, sondern auch mit absolut erfahrenen Routiniers, die schon höherklassig auf Punktejagd gegangen sind und die Eigengewächse führen sollen. Einer von ihnen ist Alexander Matschos, der schon auf internationalem Parkett in der European League, über viele Jahre in der zweiten Bundesliga und noch in der letzten Saison in der Mitteldeutschen Oberliga aktiv war. Mittlerweile hält der 42-Jährige bei den jungen Dachsen als Abwehrchef die Zügel in der Hand und ist mit durchschnittlichen 5,38 Treffern pro Partie der beste Torschütze - vor allem deshalb, weil er auch dann wirft und trifft, wenn es mal nicht läuft. „Es ist eine Wand und die muss man erst einmal bespielen“,  erinnert sich Jan Richter, der selbst schon gegen Matschos spielte. „Wir können in den meisten Spielen mithalten, außer gegen die absoluten Spitzenmannschaften, wo man schon noch einen Leistungsunterschied sieht“, schätzt Freibergs Co-Trainer Ingolf Jaeger ein: „Wir hätten sogar mit etwas mehr Glück den ein oder anderen Punkt mehr holen können“. So kassierten die Bergstädter beim Zwönitzer HSV 15 Sekunden vor dem Ende das Tor zur 28:29-Niederlage und mussten sich bisher auch in den anderen Begegnungen nicht mit mehr als fünf Treffern Unterschied geschlagen geben. Nur gegen die Mitaufstiegsanwärter HSV Weinböhla (24:36) und EHV Aue II (23:46) setzte es deutliche Pleiten, gegen die Erzgebirger „hatten wir keinen guten Tag erwischt und dann wird man von so einer starken Auswahl überrollt“, erklärt Jaeger: „Dagegen hatten wir beim Tabellendritten Hoyerswerda einen Sahnetag erwischt“. Der Liga-Neuling hat eine junge Truppe, die bereits im Aufstiegsjahr größtenteils neu zusammengestellt wurde und aus aufgerückten Akteuren aus dem Jugendbereich und von der dritten Mannschaft besteht. Mit der wahrgenommenen Möglichkeit des Aufstieges in die Sachsenliga können die Talente immer näher an das Niveau der ersten Mannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga herangeführt werden, denn neben dem Ziel des Klassenerhalts sollen in der zweiten Vertretung die jungen Akteure vor allem viel Spielpraxis im Männerbereich sammeln. „Wir trainieren einmal pro Woche gemeinsam mit der ersten Mannschaft, um den Zusammenerhalt zu stärken und auch den Übergang in die vierte Liga zu erleichtern“, erklärt der gebürtige Plauener. Diese gemeinsamen Übungseinheiten tragen Früchte, so konnten auch in dieser Saison bereits fünf Spieler im Oberliga-Aufgebot aushelfen und dementsprechend positiv zeigt sich der Co-Trainer: „Wir sind in die Saison gestartet und wussten als Aufsteiger nicht, wie die Spielzeit verlaufen wird, deshalb sind wir bisher sehr zufrieden“.

Für die letzte Auswärtsfahrt in der Hinrunde hoffen die Spitzenstädter wieder auf eine lautstarke Unterstützung der treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstagabend, um 18.30 Uhr, in der Ernst-Grube-Halle in Freiberg (Tschaikowskistraße 2) und der Bus fährt 14.45 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 15 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

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Einheit gewinnt Pokalkrimi

(19.12.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen sind nach dem 27:26-Sieg gegen den NHV Concordia Delitzsch II ins Viertelfinale des Sachsenpokals eingezogen. Wieso der verlustpunktfreie Spitzenreiter der Sachsenliga beim Tabellenzweiten der Verbandsliga erst nach der 60. Minute jubeln konnte.

Auf der Anzeigetafel leuchtet die 60. Minute, die reguläre Spielzeit ist bereits abgelaufen, doch das Achtelfinale im Sachsenpokal zwischen dem HC Einheit Plauen und dem NHV Concordia Delitzsch II ist noch nicht beendet. Denn die Füchse bekommen noch einen Freiwurf. Er muss direkt ausgeführt werden. Auf halb rechter Position. Beim Stande von 26:26. Unentschieden. Petr Linhart hat den Ball. Trifft der Tscheche, der schon in der französischen ersten Liga und in der zweiten deutschen Bundesliga auf Torejagd gegangen ist, stehen die Rot-Weißen im Viertelfinale. Die Nordsachsen stellen eine Mauer, strecken die Arme nach oben und der Torhüter stellt sich in die kurze Ecke. Bevor der Schiedsrichter anpfeift, weiß der 32-Jährige, wie er die Spitzenstädter eine Runde weiter werfen will. Der Linkshänder sieht eine Lücke im gegnerischen Block. Ein Delitzscher, noch dazu der kleinste Spieler, der auch noch an dritter Stelle steht, hält seine Arme über den Kopf nicht zusammen. Der Pfiff ertönt. Lino wirft. Tor. Der Ball wird noch abgefälscht und landet so unhaltbar unten in der kurzen Torwartecke. Es war der 27:26-Siegtreffer. Es war ein Tor des Willens, des Könnens und des Vertrauens. Des Willens, weil sich die Vogtländer nach einem 7:13-Rückstand in der 26. Minute bei einem auf gutem Sachsenliga-Niveau spielenden Verbandsliga-Zweiten noch zurück gekämpft hatten. Des Könnens, weil Linhart die Möglichkeit in größter Drucksituation erkennt, sich den Wurf über den Kopf des Gegners zutraut und dank all seiner Erfahrung einnetzt. Des Vertrauens, weil das Einheit-Trainergespann Jan Richter sowie Heiko Schuster den Tschechen den letzten Abschluss gewähren, obwohl der 32-Jährige während der vorherigen 60 Minuten nicht seinen besten Tag erwischt hatte, trotz der sieben Treffer ungewöhnlich viele Fehlwürfe hatte. Es war sein wichtigstes Tor des Tages, das das Aufeinandertreffen entschied. Doch in Freudentaumel verfielen die Südwestsachsen danach nicht, kaum Euphorie, gebremste Jubelstimmung.

Zu schlecht waren 52 der vorausgegangenen 60 Minuten. Jedoch waren die Plauener, die mit krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen hatten, nur mit einem Torhüter sowie neun einsatzfähigen Feldspielern angereist, die teilweise sogar das Abschlusstraining im Bett liegend verpassten und trotzdem angeschlagen fast durchspielen mussten. Dagegen hatten die Concorden nicht nur eine volle Bank mit 14 Aktiven, sondern konnten auch auf den Anschlusskader der Oberliga-Vertretung zurückgreifen und mit Mittelmann Daniel Sowada sowie Kreisläufer Maximilian Kalliske zwei Akteure aus der vierten Liga einsetzen, die auch jeweils zwei Mal trafen. So offenbarten sich bereits zu Beginn der Begegnung die Defizite der Füchse, die in der Offensive zu ungenau agierten, sich ungewöhnlich viele technische Fehler und Fehlwürfe leisteten sowie in der Abwehr nicht stabil genug standen, wodurch die Hausherren mit ihrem hohen Tempo immer wieder Lücken rissen, die sie effektiv zum Torerfolg nutzten. „Die Spieler waren am vierten Advent gedanklich schon in der Weihnachtspause und so kehrte der Schlendrian ein“, ärgert sich Richter: „Die Mannschaft hat nicht das abgerufen, wozu sie im Stande ist und dann wird es auch gegen eine unterklassige Auswahl, die perfekt eingestellt war, schwer zu gewinnen“. Vor allem mit dem hohen Druck der Delitzscher auf den Ballführenden kamen die Rot-Weißen lange nicht zurecht. „Wir agierten auch deshalb so behäbig, weil jeder Spieler im Kopf hatte, dass wir kaum Wechselmöglichkeiten haben und man so trotz fehlender Fitness fast die komplette Partie durchspielen muss“, erklärt der Übungsleiter: „Es wurde auch zu oft die Entscheidung gesucht, anstatt den Pass auf den freien Nebenmann zu spielen“. So sah sich der Einheit-Trainer bereits nach zehn Minuten beim Stande von 2:6 gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen und nach 22 Zeigerumdrehungen beim 6:12 musste Jan Richter schon zum zweiten Mal die grüne Karte auf den Tisch legen: „Damit konnten wir nicht nur den Lauf der Delitzscher unterbrechen, sondern auch die Jungs wachrütteln“. Bis zur Halbzeitpause verkürzten die Spitzenstädter auf 9:13, da vor allem Torhüter Dominik Balin, der beide Siebenmeter in der Begegnung sensationell parierte, seine Vordermänner in dieser entscheidenden Phase mit sehr guten Paraden im Spiel hielt.

Nach dem Seitenwechsel schafften es die Vogtländer zu zeigen, wieso sie der verlustpunktfreie Spitzenreiter der Sachsenliga sind und so führte ein 6:2-Lauf zum erstmaligen Ausgleich beim Stande von 15:15. „Wir kamen dank eines sehr gut aufgelegten Dominiks und einer starken Defensive zu vielen Ballgewinnen, die wir effektiv in Tore umgewandelt haben“, freut sich der Übungsleiter. Doch in der Folge versäumten es die Plauener, sich einen kleinen Vorsprung zu erspielen und haben so die Nordsachsen wieder ins Spiel gebracht. „Unser falsches Selbstverständnis war das Problem, dass wir als Favorit gedacht haben, dass wir besonders schön in Ballbesitz kommen wollten“, kritisiert Richter: „Wir wollten keine Fouls machen, sondern Delitzsch zu technischen Fehlern zwingen und deshalb haben wir sie weiter spielen lassen, anstatt den Spielfluss zu unterbrechen“. Auch wollten die Füchse Mitte der zweiten Halbzeit in der Verteidigung zu schnell den Ballgewinn, anstatt sich diesen hart zu erkämpfen und in der Offensive schwanden die Kräfte. „Die fehlenden zehn Prozent merkt man besonders im Rückzugsverhalten und das hat Delitzsch sehr gut ausgenutzt“, schätzt der Einheit-Trainer ein: „Jeder hat nur noch für sich gespielt“. So konnten sich in einer an Spannung kaum zu überbietenden und dank des Concordia-Fanclubs stimmungsvollen Schlussphase die Hausherren wieder mit zwei Toren absetzen (23:21) und die Rot-Weißen erst fünf Minuten vor dem Ende wieder ausgleichen (24:24). „Wir wollten auf jeden Fall nur eine Entscheidung haben, in der wir uns ganz sicher mit dem Torerfolg sind, aber zu der kam es während der 60 Minuten nicht mehr“, beschreibt Jan Richter die letzten Sekunden des Pokalkrimis: „Wir wären notfalls auch in die Verlängerung gegangen, doch Linos individuelle Klasse hat glücklicherweise noch mit der letzten Aktion über den Sieg entschieden“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin - Kveton (2), Model (2), Gemeinhardt, Krüger, Linhart (7/2), Kacin (4), Zbiral (3), Faith (5), Sira (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

NHV Concordia Delitzsch II: Karl (6), Hollstein, Teresniak (1), Vincent Bauer, Sowada (2), Benet Bauer, Kalliske (2), Griehl (3), Beyer (3), Schirmer, Reinhardt (6), Joecks, Teichert (3), Pantel; Trainerin Christian Hornig, Mannschaftsverantwortlicher Steffen Kienitz, Co-Trainer Sven Griehl, Physio Paul Peschke

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 3 für NHV Concordia Delitzsch II

Zeitstrafen: 6 für HC Einheit Plauen, 3 für NHV Concordia Delitzsch II

Disqualifikation: 1 für NHV Concordia Delitzsch II (ohne Bericht)

Foto zur Meldung: Einheit gewinnt Pokalkrimi
Foto: Einheit gewinnt Pokalkrimi

Einheit will ins Sachsenpokal-Viertelfinale einziehen

(15.12.2022)

Im letzten Spiel des Jahres 2022 sind die Handballer des HC Einheit Plauen erstmals sportlich im Achtelfinale des Sachsenpokals gefordert. Warum der verlustpunktfreie Spitzenreiter der Sachsenliga den Tabellenzweiten der Verbandsliga NHV Concordia Delitzsch II trotz Favoritenrolle nicht unterschätzen sollte.

Nach über sechs Jahren ist es endlich mal wieder soweit: Die Handballer des HC Einheit Plauen dürfen sich am Sonntagnachmittag um 17 Uhr bei der Oberliga-Reserve NHV Concordia Delitzsch II im Sachsenpokal beweisen. Bei dem Aufstiegsfavoriten für die Sachsenliga soll sich dann allerdings Geschichte nicht wiederholen, denn am 27. August 2016 musste bereits „Aus in der ersten Runde“ getitelt werden. Eine Woche vor dem Saisonbeginn in der Sachsenliga tat sich der Oberliga-Absteiger gegen Ligakonkurrent TSV Radeburg aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle schwer und verlor am Ende knapp mit 22:24. Dieses frühe Ausscheiden kann sich schon einmal nicht wiederholen, da die Füchse durch ein Freilos in der ersten Runde und der Absage des Zwönitzer HSV in der zweiten Runde bereits in das Achtelfinale kampflos eingezogen sind. Umso mehr freuen sich die Rot-Weißen darauf, nun sportlich ins Sachsenpokal-Geschehen eingreifen zu können. „Wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen, auch im Sachsenpokal erfolgreich sein und unseren Fans den Einzug ins Viertelfinale unter den Weihnachtsbaum legen“, kündigt Einheit-Trainer Jan Richter an: „Wir werden das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn der Pokal hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze und deshalb müssen wir diesen Kampf annehmen“. Denn die Nordsachsen sind eine nicht zu unterschätzende Mannschaft, die viel Qualität in ihren Reihen hat und nach nur einer knappen 28:31-Niederlage gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter SG LVB II mit 18:2 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz in der Verbandsliga Staffel West steht. „Wir haben uns als Saisonziel gesetzt, dass wir Platz eins in der Verbandsliga werden und den Aufstieg in die Sachsenliga schaffen wollen“, sagt Concordia-Trainer Christian Hornig: „Dass es letzte Saison nicht für den Sachsenliga-Aufstieg gereicht hatte, merkt man in dieser Runde, denn die Spieler haben nun den unbedingten Willen, dieses Ziel zu erreichen“. Dafür steht dem Übungsleiter ein ausgewogener Kader zur Verfügung, bestehend aus erfahrenen Akteuren, die schon höherklassig auf Punktejagd gegangen sind und Talenten, die aus der Region kommen. So hat bereits Kreisläufer Thomas Hollstein mit Trainer Christian Hornig zweite Liga beim damaligen SV Concordia Delitzsch gespielt, Torhüter Tino Pantel stand schon in der dritten Liga zwischen den Pfosten und Kapitän Tobias Karl lief in der Mitteldeutschen Oberliga auf. An den Routiniers orientieren sich die Talente, die teilweise vier mal pro Woche trainieren, davon zwei Mal mit der ersten Mannschaft und auch sporadisch in der vierten Liga Spielpraxis sammeln können. „Diesen Unterschied merkt man natürlich und auch dass wir so erfolgreich sind, ist ganz klar der Verdienst der jungen Spieler, die sehr engagiert sind“, berichtet Hornig: „Auch kommt uns der Anschlusskader der Oberliga-Auswahl zu Gute und die Symbiose mit der ersten Mannschaft funktioniert sehr gut“. Die zweite Vertretung soll die aktuell sechs Talente ausbilden, die in den nächsten Jahren den Sprung in die vierte Liga schaffen sollen und so sieht der Concordia-Trainer seine Jungs jetzt soweit, dass sie in der nächsten Saison zumindest schon mal eine Spielklasse höher auf Punktejagd gehen können. „In den Testspielen gegen Sachsenligisten hat man ja gesehen, zu was sie im Stande sind zu leisten“, ist Christian Hornig optimistisch: „Wir machen das in dieser Saison sehr gut, denn wir ziehen auch die Spiele in fremden Hallen, in denen es beispielsweise wegen des Harzverbotes sehr schwierig ist, zu bestehen“. Ein Erfolgsgarant ist auch ihre Spielweise, denn die Delitzscher spielen einen schnellen, aber auch strukturierten Handball - also schnelle Mitte oder erste, zweite Welle mit Struktur. „Wir spielen mit viel Tempo nach vorn, aber dennoch lege ich auch großen Wert auf die Abwehrarbeit“, erklärt der Übungsleiter: „Gerade die jungen Spieler wollen viele Tore werfen“. Das zeigten die Nordsachsen bereits in der ersten Runde des Sachsenpokals, als sie Ligakonkurrent MoGoNo Leipzig deutlichst mit 31:12 besiegten und in die zweite Runde einzogen, in der ihr Gegner SV Niederau nicht angetreten war, weshalb sie wie die Plauener kampflos ins Achtelfinale einzogen. Dass es für die Concorden in diesem Wettbewerb weit gehen kann, bewiesen sie vergangene Saison, als sie sich erst im Halbfinale dem Sachsenliga-Spitzenreiter und späteren Oberliga-Aufsteiger ZHC Grubenlampe nur denkbar knapp mit 26:27 geschlagen geben mussten. „Da war mehr möglich“, ärgert sich Hornig noch immer: „Wir hoffen am Sonntag natürlich wieder auf die Sensation“. Der Concordia-Trainer weiß, dass seine Truppe gegen den Favoriten befreit aufspielen kann, dennoch haben sich die Hausherren extra mit Videostudium auf die Spitzenstädter vorbereitet. „Natürlich muss bei uns alles perfekt zusammen laufen, um eine Chance zu haben, aber genau deshalb spielen wir Handball, um uns auch mal mit so einem Spiel zu erfreuen“, kennt Christian Hornig die Rollenverteilung: „Die Freude herrscht ja auch deshalb, weil wir bisher in der Saison unsere Aufgaben erfüllt haben und voll im Soll sind“. Da das Oberliga-Aufgebot bereits Weihnachtspause hat, hofft der Verbandsligist auf viele Zuschauer und freut sich besonders auf den eigenen Fanclub, der mit zwölf Trommeln ordentlich Stimmung machen wird. „Wir werden diese Atmosphäre genießen und alles in die Waagschale werfen“, so der Concordia-Trainer. Was die Vogtländer in Nordsachsen erwarten wird, davon konnte sich Einheit-Trainer Jan Richter bereits ein Bild machen, als die Delitzscher in der Kurt-Helbig-Halle beim Sachsenliga-Absteiger SV 04 Oberlosa II gastierten und souverän mit 29:24 gewonnen hatten. „Concordia spielt Vollgashandball, überrennt vor allem zu Beginn der Partie seinen Gegner, wenn er sich Ballverluste oder Fehlwürfe leistet und so können sie sich oft einen Vorsprung erarbeiten, den sie im Stile einer Spitzenmannschaft bis zum Abpfiff nicht mehr aus der Hand geben“, weiß Richter: „So kommen sie sehr schnell zu Toren und sind jederzeit in der Lage, einen Rückstand in kürzester Zeit wieder aufzuholen“. Die Füchse müssen sich also auf den schnellen Offensivhandball einstellen, sehr aufmerksam sein sowie ihre Leistung abrufen, um die Nordsachsen gar nicht erst zu Chancen und so zur Hoffnung kommen zu lassen, dass sie ins Viertelfinale einziehen können. „Wir müssen voll konzentriert spielen, dürfen uns zu keiner Zeit zu sicher sein und deshalb gehe ich davon aus, dass es eine interessante Begegnung wird“, fordert der Einheit-Trainer maximale Fokussierung: „Wir müssen geduldig spielen und dürfen nicht die Erwartung haben, dass wir die Partie gleich zu Beginn schon entscheiden können“. Den Grundstein für ein Weiterkommen soll erneut eine verbesserte Abwehr legen, aus der sich auch die Rot-Weißen Ballgewinne erspielen wollen, um im schnellen Umschaltspiel erfolgreich zu sein. „Eine Mannschaft aus einer niedrigeren Spielklasse verlockt natürlich immer, sie zu unterschätzen und darauf werden wir auf jeden Fall noch einmal im Abschlusstraining eingehen, die Jungs sensibilisieren“, warnt Jan Richter: „Wir werden mit unseren Stammspielern die Begegnung angehen, ich werde auch in diesem Aufeinandertreffen die Akteure aufstellen, die ich in dieser Phase am besten finde, aber natürlich brauchen wir den gesamten Kader, denn wir wollen mit viel Tempo agieren und um dieses über die gesamten sechzig Minuten hoch halten zu können, muss immer mal gewechselt werden“. (flow)

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Foto: Einheit will ins Sachsenpokal-Viertelfinale einziehen

Einheit verabschiedet sich mit Sieg in Liga-Weihnachtspause

(11.12.2022)

Der 33:27-Erfolg der Handballer des HC Einheit Plauen gegen Germania Zwenkau war ein Arbeitssieg. Wieso sich der Spitzenreiter gegen das Schlusslicht der Sachsenliga am Samstagabend in der Einheit-Arena so schwer getan hat.

Als am späten Samstagnachmittag das Duell des verlustpunktfreien Tabellenführers HC Einheit Plauen gegen den Tabellenletzten Germania Zwenkau angepfiffen wurde, da gingen die meisten der 338 Zuschauer in der Einheit-Arena von einem eindeutigen Ergebnis aus. Doch die Neusenländer überraschten die Spitzenstädter nicht nur auf dem Parkett mit einer offensiven 5:1-Abwehrformation, sondern auch die rot-weißen Fans auf der Tribüne, denn nach gut sechs Minuten führten die Gäste mit 3:1. Damit gelang es den Germanen, sich erstmals in dieser Saison gegen die Füchse während einer Partie einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erspielen und diesen sogar noch gut eine Zeigerumdrehung später beim 4:2 zu halten. „Wir sind ins Hintertreffen geraten, weil wir in Unterzahl waren und dann Probleme in der Defensive hatten, die gegnerischen Angriffe zu verteidigen sowie in der Offensive verworfen haben“, erklärte Einheit-Trainer Jan Richter: „Das war kein strukturelles Problem, sondern es war ganz einfach dem Momentum geschuldet, da wir unsere freien Chancen nicht genutzt und eine Zeitstrafe bekommen hatten“. Doch innerhalb von nur 95 Sekunden glichen die Vogtländer aus, gingen selbst nach gut zwölf Minuten mit zwei Treffern in Führung und bauten diese bis Mitte der ersten Halbzeit auf drei Tore aus. „Die Mannschaft hat sich gut auf dieses Deckungssystem eingestellt und dagegen immer wieder Lösungen gefunden“, lobte der Übungsleiter. Dass sich die Hausherren in der Folge nicht noch einen größeren Vorsprung erspielen konnten, lag neben verworfenen Abschlüssen auch daran, dass Kreisanspiele nicht ankamen, Konter pariert oder Konterbälle herausgefangen wurden. „Es hat sich im Spiel deutlich gezeigt, dass die Zwenkauer viel besser sind als es die Tabelle aktuell widerspiegelt“, schätzte Richter ein: „Zwenkau ist ein schlafender Riese“. Erst kurz vor dem Pausenpfiff konnte sich Einheit mit vier Toren absetzen, nachdem Jan Kacin im Tempogegenstoß klug auf den mitgelaufenen Dominik Pecek quer legte und Kevin Model mit einer Deckungsfinte dafür sorgte, dass Petr Jahn elf Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit im Konter zum 14:10 einnetzte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Plauener binnen acht Minuten auf eine Zehn-Tore-Führung beim Stande von 22:12, entschieden die Begegnung zu ihren Gunsten und stellten die Weichen auf den zehnten Sieg im zehnten Spiel. „Wir haben in dieser sehr wichtigen Phase kurz unser Leistungsvermögen aufblitzen lassen und konnten uns deshalb diesen hohen Vorsprung erspielen“, so Jan Richter. Doch danach entwickelte sich ein hitziges Aufeinandertreffen, in dem erst Zwenkaus Mannschaftsverantwortlicher Ron Günther vom Schiedsrichtergespann verwarnt, bevor auch Plauens Physio Christian Ulbricht mit der gelben Karte beruhigt werden musste. Mit dieser Emotionalität schienen die Gäste jedoch besser zurecht zu kommen, denn sie verkürzten auf 17:24 und glaubten wieder an einen überraschenden Punktgewinn. „Wir haben Zwenkau über unsere Schwächephase wieder aufgerichtet, die dadurch entstanden ist, dass wir den Druck heraus genommen und deshalb zu viele Fehler gemacht hatten“, ärgert sich der Einheit-Trainer: „Die Außenspieler müssen konsequenter zuschieben sowie müssen die Halbspieler aggressiver nach vorn verteidigen, dass sie sich nicht in den Kreis drängen lassen und gegen uns Siebenmeter gepfiffen wird“. Als erst der mit neun Treffern herausstechende Pecek und dann noch Kapitän Maximilian Krüger hinausgestellt wurden, musste Einheit in doppelter Unterzahl decken. „Doch selbst in Unterzahlsituationen hat man immer das Gefühl, dass die Truppe im Stande ist, mit tollen Aktionen wie Ballgewinnen diese Phase gut zu überstehen“, ist Richter stolz auf seine Auswahl: „Die Mannschaft ist körperlich sowie von der Einstellung her überragend und steht nicht zu Unrecht verlustpunktfrei auf dem ersten Tabellenplatz“. Ein folgender 4:0-Lauf der Füchse zum 28:17 beseitigte dann aber nicht nur die letzten Zweifel eines doppelten Punktgewinns, sondern ließ auch die Gemüter wieder etwas abkühlen. Zwar schrumpfte anschließend wieder die Führung der Vogtländer auf einen Acht-Tore-Vorsprung in der Schlussphase, doch noch einmal spannend konnten es die Neuseenländer nicht machen, auch wenn sie in der letzten Minute noch zwei Mal trafen und so auf 27:33 verkürzten. „Es war ein Arbeitssieg gegen einen Gegner, der sehr langsam und kontrolliert gespielt hat“, resümierte Jan Richter: „Ich bin mit der Leistung nicht vollends zufrieden, aber es war eine Pflichtaufgabe, die erfüllt wurde, da wir im Stile einer Spitzenmannschaft gespielt haben“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (1), Model, Gemeinhardt (2), Thiele (2), Krüger (2), Linhart (9/3), Kacin, Jahn (4), Zbiral (3), Pecek (9), Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Germania Zwenkau: Runge, Nötzel (1), Sundorf, Schubert (5/4), Hartmann, Born (4), Jaenichen (4), Knorr (1), Stepan (3), Herrmann (2), Kothmeier (5), Kretschmar (1), Grafe (1); Trainerin Vivien Mokry, Mannschaftsverantwortlicher Ron Günther, Physio Linda Seufzer

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 1 für Germania Zwenkau

Zeitstrafen: 6 für HC Einheit Plauen, 3 für Germania Zwenkau

Zuschauer: 338

Foto zur Meldung: Einheit verabschiedet sich mit Sieg in Liga-Weihnachtspause
Foto: Einheit verabschiedet sich mit Sieg in Liga-Weihnachtspause

Einheit will siegreich in Liga-Weihnachtspause gehen

(08.12.2022)

Bevor die Sachsenliga in eine vierwöchige Weihnachtspause geht, wollen die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagnachmittag gegen Germania Zwenkau den Fans im letzten Heimspiel des Jahres ein nachträgliches Nikolausgeschenk machen. Wieso der Tabellenführer ein spannendes Duell erwartet, wenn um 17 Uhr in der Einheit-Arena gegen das Schlusslicht der Anpfiff ertönt.

„Wir haben das Ziel, unsere bisher lupenreine Saison auch in die Weihnachtspause zu bringen und das wird wieder ein hartes Stück Arbeit gegen Zwenkau mit der zweitbesten Deckung der Liga“, so Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir dürfen die Neuseenländer nicht unterschätzen, denn wenn man sich die Tordifferenz anschaut, dann ist das wirklich eine gute Mannschaft und deshalb wird es wieder darauf ankommen, dass wir unser volles Leistungsvermögen abrufen“. Obwohl die Germanen nach acht bestrittenen Partien mit 3:13 Punkten die rote Laterne tragen, haben sie mit 216 Gegentoren nur den LHV Hoyerswerda mit 210 Gegentoren vor sich. „Wir dürfen Zwenkau nicht ins Spiel kommen lassen, denn wenn dann ihre Spieler auf einmal einen Lauf haben und fast alles treffen sowie wir Probleme gegen den ihre stabile Abwehr haben, dann wird es eine schwere Partie“, warnt der Übungsleiter: „Wir müssen aufpassen, sonst können wir ganz schnell ins Hintertreffen geraten“. So wie der HSV Weinböhla, der vor heimischem Publikum gegen die Neuseenländer zur Halbzeit 15:21 zurück lag und der Vorjahres-Vizemeister erst acht Sekunden vor Abpfiff mit dem erstmaligen Ausgleich zum 30:30 noch ein Remis bejubeln konnte. Dass die Germanen diese und auch weitere Begegnungen wie gegen den HSV Dresden (30:31), Koweg Görlitz (24:25) oder Aufsteiger Radeberger SV (22:23) nicht gewinnen konnten, liegt an den ihren zahlreichen Ausfällen. „Wir haben eigentlich einen deutlich besseren Kader, sind aber aktuell sehr von Verletzungen und Krankheit gebeutelt“, sagt Zwenkaus Präsident Kevin Wilke: „Wir sind mit neun Rückraumspielern eigentlich ziemlich gut besetzt, haben aber fünf Langzeitverletzte, die richtig wurfgewaltig sind“. Auch aufgrund der nicht einsatzfähigen Stammspieler haben die Neuseenländer mit bisher nur 210 erzielten Toren die schlechteste Offensive der Liga. „Wir haben aktuell ein relativ eindimensionales Angriffsspiel, weil so viele wurfstarke Rückraumspieler fehlen“, berichtet Wilke: „Unsere kleinen Spieler müssen nun das Eins-gegen-Eins suchen und sich jedes Tor mühselig erarbeiten, was es uns gerade ziemlich schwer macht“. Denn Jonathan Weske, der beste Werfer der Germanen, hatte sich über Jahre die Schulter kaputt gemacht und musste operiert werden, weshalb er sich aktuell noch in der Rückkehrphase befindet. Dazu kam noch großes Pech, als Jan Gemershausen, der in der dritten Liga aktiv war, ein Weinböhlaer Spieler von der Seite ins Knie reingefallen war und deshalb den Zwenkauern seit dem dritten Spieltag fehlt. Auch leisteten sich die Verantwortlichen gleich zum Saisonauftakt einen Fauxpas, da sie einen Akteur mit Zweitspielrecht eingesetzt hatten, dessen Erlaubnis aber nach einem Jahr wieder abgelaufen war und so wurde die 24:29-Niederlage mit 0:0 sowie minus zwei Punkten gewertet. „Die Qualität in der Truppe ist deutlich größer, als es unser Tabellenstand wiedergibt“, so der Germania-Präsident: „Wir können leider aufgrund der vielen Ausfälle nicht das abrufen, was wir wollen und wozu wir im Stande wären“. Die Neuseenländer riefen vor Saisonbeginn das Ziel oberes Tabellendrittel, also eine Platzierung auf den Rängen zwei bis fünf aus und so wollen die Zwenkauer in der Rückrunde noch etwas im Tableau klettern. „Wenn die Verletzten zurückkommen, dann bin ich überzeugt, dass es besser läuft“, hofft Kevin Wilke: „Ich bin mir sicher, dass wir den Klassenerhalt schaffen“. Doch aus dieser Abwärtsspirale wieder herauszukommen, ist schwer, das weiß auch der Germania-Präsident, der eigentlich selbst auf dem Parkett stehen würde, aber verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt ist. „Wir sind jetzt in der Phase, dass wir Druck haben, zu punkten“, weiß Wilke: „Deshalb agierten wir in der ein oder anderen Situation etwas verkopft“. Auch wenn die Füchse diese schwierige Situation noch aus der letzten Saison kennen, wollen sie sich nicht von der Tabellensituation blenden lassen. „Zwenkau hatte teilweise richtig starke Ergebnisse und wird deshalb gewillt sein, sich mit einem Erfolgserlebnis in die Weihnachtspause zu verabschieden“, schätzt Einheit-Trainer Jan Richter ein: „Um das zu verhindern, wollen wir wieder nach den Ballgewinnen in der Verteidigung in unser schnelles Umschaltspiel gehen und diese Chancen dann effektiv nutzen“. Dafür wurde in den Trainingseinheiten unter der Woche vor allem geübt, in den verschiedensten Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und auch wurde der Schwerpunkt darauf gelegt, wie die Rot-Weißen gegen diese stabile Deckung mit ihren Abläufen erfolgreich sein können. „Wir dürfen wieder nur wenig Fehler machen und müssen klug abschließen, um wieder eine hohe Trefferquote zu haben“, gibt der Übungsleiter die Marschroute vor: „Wir müssen die gegnerische Defensive und ihren Torhüter vor Aufgaben stellen, die sie nur schwer lösen können“. Auch erwartet Richter, dass die Spitzenstädter sich nicht wieder eine Schwächephase leisten, noch aggressiver nach vorne verteidigen und in der Abwehr nicht reagieren, sondern agieren. „Obwohl wir im letzten Spiel gegen einen straken Gegner schon deutlich weniger zugelassen haben, sehe ich immer noch viel Potenzial, was wir in der Defensive haben und wir müssen es schaffen, dies auch aufs Parkett zu bringen“. Denn je besser die Leistung im letzten Heimspiel des Jahres ist, desto ausgelassener dürfte danach die Vereinsweihnachtsfeier im Schalander auf dem Gelände der ehemaligen Sternquell-Brauerei sein und vielleicht hat ja auch der Weihnachtsmann noch etwas in seinem großen Sack… (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will siegreich in Liga-Weihnachtspause gehen
Foto: Einheit will siegreich in Liga-Weihnachtspause gehen

Einheit besiegt KJS und baut Tabellenführung aus

(04.12.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben am Samstagabend das Premieren- und Verfolgerduell beim KJS-Club Dresden gewonnen. Mit dem 37:24-Erfolg setzten die Füchse auch ein klares Zeichen an die Konkurrenz in der Sachsenliga.

Auch die Bewährungsprobe beim Kinder- und Jugendsportschulclub Dresden haben die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagabend gemeistert: Dank ihres 37:24-Sieges konnten die Rot-Weißen auch die Landeshauptstädter distanzieren und ihren Vorsprung in der Sachsenliga auf nun vier Punkte auf die zweite Mannschaft des EHV Aue ausbauen. Gingen die Elbstädter noch mit 7:3 Zählern in die Partie, hat KJS nach dem neunten Sieg im neunten Spiel der Spitzenstädter nun wie auch der HSV Weinböhla schon fünf Minuspunkte. Da die Dresdner aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle einen Monat nicht spielfähig waren und deshalb erst fünf Begegnungen bestritten hatten, waren sie für die Vogtländer schwer einzuschätzen. Dennoch gelang es Einheit, die Hausherren mit einer sehr guten Abwehr vor Probleme zu stellen und sich durch das effektive Nutzen der daraus resultierenden Konter bis Mitte der ersten Halbzeit mit einem Sieben-Tore-Vorsprung beim Stand von 13:6 abzusetzen. „Im Angriff haben wir über weite Phasen Ruhe bewahrt und hatten dadurch auch dann den Gedanken für gute Entscheidungen“, lobte Einheit-Trainer Jan Richter. In den nächsten fünf Minuten stellten die Elbstädter nicht nur in der Defensive um und nahmen den rechten Rückraumspieler Petr Linhart in Manndeckung, sondern leisteten sich die Plauener nun auch einige Fehlwürfe, wodurch die Landeshauptstädter den Rückstand etwas auf 9:13 verkürzen konnten. Doch die Spitzenstädter fingen sich wieder und gingen dank ihrer stabilen Verteidigung, die zu vielen Ballgewinnen sowie ihrem schnellen Umschaltspiel führte, mit einer 16:11-Führung in die Pause. „Selbst wenn wir ein Gegentor bekommen haben, sind wir sofort in die zweite Welle gekommen und damit war der Gegner überfordert“, analysierte der Übungsleiter.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Vogtländer an ihre starke Leistung nahtlos an, ließen den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen und bauten so ihren Vorsprung kontinuierlich bis zum Abpfiff auf 37:24 aus, da sich die Plauener auch insgesamt nur sieben technische Fehler leisteten. „Wir haben sehr gute Spieler, die sehr gut aufeinander abgestimmt sind“, kennt Richter den Schlüssel fürs erfolgreiche Zusammenspiel: „Dennoch machen wir noch zu viele Fehlpässe zu unseren Kreisläufern“. Dagegen stand die Defensive gegen die KJS-Offensive „richtig gut und so konnten viele Kreisanspiele unterbunden werden“, sagte der Übungsleiter: „Trotzdem haben wir ein paar Tore zu viel aus dem Rückraum bekommen - da müssen wir besser arbeiten“. Schon besser war, dass Einheit wieder weniger Gegentore gegen einen starken Kontrahenten kassierte und sie so nicht wie in Weinböhla in Situationen kamen, die die Dresdner herankommen ließen. „Damit bin ich sehr zufrieden, man hat gemerkt, dass die Mannschaft alles gegeben und Torhüter Dominik Balin sehr gut gehalten hat“, so Jan Richter: „Bei Unterzahl ging jeder an seine einhundert Prozent, das war richtig gut, da hat sich jeder gequält“. So parierte Balin gleich zwei Strafwürfe von Mattes Scheel spektakulär, der zuvor eine Trefferquote vom Siebenmeterpunkt von einhundert Prozent hatte und der erfolgreichste Werfer der Hausherren ist. Gleichzeitig gelang es den Füchsen sogar, mehrmals die Unterzahl nicht nur ohne gegnerischen Treffer zu überstehen, sondern die auch noch zu gewinnen, da der fehlende Mann mit der Herausnahme des Torwarts zu Gunsten eines sechsten Feldspielers ausgeglichen wurde. „Jeder Spieler hat genau gewusst, in welche Lücke er stoßen oder gehen muss und hat dadurch den zweiten Mann gebunden, sodass dann irgendwann der Außen frei ist“, erklärt der Einheit-Trainer: „Das Kollektiv hat auch im Angriff sehr gut funktioniert und vor allem immer wieder die richtige Entscheidung getroffen“. Sowohl Linksaußen Jan Kacin als auch die beiden Rechtsaußen Dominik Pecek sowie Jan Faith konnten den Raum beziehungsweise ihre Schnelligkeit bei den Tempogegenstößen für sich nutzen und so jeweils vier Mal einnetzen. Dabei blieb Faith fehlerfrei und holte sich so ein Sonderlob seines Übungsleiters ab: „Bei Jan hat man in keiner Aktion das Gefühl, dass er verwerfen könnte“. Überzeugt hat auch der nach einer leichten Muskelblessur in der Wade gut ein Monat ausgefallene Petr Linhart, der wieder eine sehr starke Leistung aufs Parkett brachte und mit fünf Treffern die meisten Feldtore erzielte sowie seine zwei Versuche am Siebenmeterpunkt souverän verwandelte. „Lino war wieder der Lenker und Denker im Spiel und hat uns in jeder Phase geholfen, denn mit ihm haben wir einfach einen Ruhepol auf der Platte“, freute sich Jan Richter, der eine absolut erwachsene Leistung seiner Truppe sah. „Wir hatten uns sehr gut auf den KJS-Club Dresden eingestellt und den Kampf in diesem Spitzenspiel angenommen“, resümierte der Einheit-Trainer: „Wir waren von Anfang bis Ende überlegen und haben die Partie dann auch verdient so klar gewonnen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour - Kveton (1), Model (3), Gemeinhardt, Thiele (1), Krüger (2), Linhart (7/2), Kacin (4), Jahn (5), Zbiral (4), Faith (4), Pecek (4), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

KJS-Club Dresden: Purschke, Vavrica, Kvasnicka (3), Jetensky (6), Vogt (1), Arndt, Kosmala (4), Jahn (1), Scheel (4/1), Radosevic, Dedecek, Wolski (3/1), Sebek (2), Gudaitis; Trainer Gunter Funk, Mannschaftsverantwortlicher Daniel Schmidt, Physio Katja Steinert

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 4 für KJS-Club Dresden

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 3 für KJS-Club Dresden

Foto zur Meldung: Einheit besiegt KJS und baut Tabellenführung aus
Foto: Einheit besiegt KJS und baut Tabellenführung aus

Einheit will mit Sieg bei KJS Tabellenführung ausbauen

(01.12.2022)

Für die Handballer des HC Einheit Plauen kommt es am Samstagnachmittag ab 17 Uhr beim KJS-Club Dresden zum Premieren-Duell. Wieso es für die Spitzenstädter als verlustpunktfreier Tabellenführer trotzdem das Verfolger-Duell in der Sachsenliga ist.

Zwar steht der KJS-Club Dresden aktuell nur auf dem sechsten Platz, aber dennoch sind die Landeshauptstädter für Spitzenreiter HC Einheit Plauen laut dessen Trainer Jan Richter die ersten Verfolger. Wie kann das sein? Die Tabelle trügt, denn die Elbstädter haben im Gegensatz zu den bereits acht Mal geforderten Rot-Weißen erst fünf Partien absolviert. In diesen kassierten die Dresdner zwar schon eine 26:27-Niederlage gegen Absteiger EHV Aue II und mussten sich am vergangenen Wochenende im Nachholespiel mit einem 29:29 bei der SG LVB zufrieden geben. Doch mit 7:3 Zählern hat KJS bisher die wenigsten Minuspunkte nach den verlustpunktfreien Vogtländern in der Sachsenliga. Die Elbstädter haben übrigens erst fünf Begegnungen absolviert, weil sie nach dem denkbar knappen 30:29-Auftaktsieg beim HSV Dresden so viele verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen hatten, dass sie für einen Monat nicht spielfähig waren. Dass zwischenzeitlich laut KJS-Mannschaftsverantwortlicher Daniel Schmidt nur noch vier Männer einsatzfähig waren, liegt auch daran, dass der Verein nur eine erste Mannschaft hat und so auf keine weiteren Spieler aus dem Männer- oder Nachwuchsbereich zurückgreifen kann. Denn es gibt in dem vor zwölf Jahren ins Leben gerufenen Verein bisher nur eine F-, E- sowie D-Jugendmannschaft, weshalb Gründer Ralf Arndt auch die Entwicklung seines Kinder- und Jugendsportschulclubs noch am Anfang sieht. Der erste Schritt war 2017, als eine Handball-Abteilung gegründet wurde und seitdem das mittelfristige Ziel verfolgt, in die mitteldeutsche Oberliga aufzusteigen. Dafür wurde ein gutes und routiniertes Aufgebot mit vielen erfahrenen Spielern aus der Oberliga zusammen gestellt, die vom gebürtigen Plauener Gunther Funk trainiert wird. Der 72-jährige Übungsleiter schafft es, dass sich seine Auswahl nie aufgibt und bis zum Abpfiff kämpft, wie sie vergangene Woche bei der SG LVB gezeigt haben. Denn gut fünf Minuten vor Spielende führten die Leipziger beim Stand von 29:26 mit drei Toren, doch den Dresdnern gelang es, dass die Straßenbahner keinen Treffer mehr erzielten und sie selbst noch den 29:29-Ausgleich bejubelten, um so wenigstens noch einen Punkt einzufahren. „Die Mannschaft hat Charakter, sie hat Moral bewiesen und das gibt einer Truppe immer extrem viel“, weiß Richter: „Das sollte uns als Warnung genügen, dass wir wissen, wenn wir auch in Führung sein sollten, dass diese nichts zu bedeuten hat“.

Auch wenn die Landeshauptstädter aufgrund ihrer erst fünf bestrittenen Aufeinandertreffen schwer einzuschätzen sind, sind sie mittlerweile der stärkste Kontrahent, den die Füchse noch haben. „Mit einem Sieg können wir den Abstand auf den letzten ernsthaften Verfolger weiter vergrößern und deshalb ist es extrem wichtig, dass wir das Spiel gewinnen“, ist sich der Einheit-Trainer der Bedeutung der Partie bewusst: „Ein Sieg wäre nicht nur ein klares Zeichen an die Liga, sondern auch dafür wichtig, dass wir diese bisher so erfolgreiche Hinrunde ohne Punktverlust dann im neuen Jahr auch beenden können“. Damit das gelingt, brauchen die Spitzenstädter wieder eine gute Leistung, müssen im Angriff ideenreich spielen, um zu klaren Einwurfmöglichkeiten zu kommen und diese dann auch effektiv nutzen. „Die Elbstädter stellen eine robuste, körperlich starke Abwehr sowie decken sie sehr hart und kompromisslos“, berichtet Jan Richter: „Durch die daraus resultierenden Ballgewinnen wollen sie über ihr schnelles Umkehrspiel zum Torerfolg kommen, weshalb wir keine Konter zulassen dürfen“. Um erst die Entstehung dieser gefährlichen Tempogegenstöße zu verhindern, wurde in den Trainingseinheiten unter der Woche besonders der Angriff aus dem Zentrum gegen eine starke Defensive vorbereitet und so sehen sich die Rot-Weißen gut gerüstet. „Jeder Spieler ist sich der Lage bewusst und weiß, wie stark der Gegner ist, deshalb sehe ich da keine Probleme auf uns zukommen“, vertraut der Übungsleiter seinen Akteueren: „Bisher war es immer so, dass wenn wir diesen starken Gegner hatten, dann immer gute Spiele gemacht haben und die Partien auch klar gewonnen haben, was auch jetzt wieder das Ziel ist“. Dabei kommt es übrigens nicht nur zum Premieren- sowie Verfolger-, sondern auch zum Bruder-Duell im linken Rückraum zwischen Plauens Petr Jahn und Dresdens Miroslav Jahn, der in der letzten Begegnung sieben Tore zum Remis beisteuerte. Ebenfalls eine beachtliche Quote weist KJS-Siebenmeter-Schütze Mattes Scheel auf, der bisher alle seiner 16 Versuche auch verwandelte und mit 41 Treffern der erfolgreichste Werfer ist. „Wir wollen gleich von Beginn an uns einen klaren Vorsprung herausspielen, um unser Spiel aufziehen zu können“, gibt Richter die Marschroute vor: „Wir müssen die gesamten 60 Minuten einhundert Prozent geben, die Schwächephasen dürfen nicht zu lange sowie zu deutlich ausfallen und dann haben wir auf jeden Fall die Chance, auch dieses Spiel zu gewinnen“.

Für diese schwere Auswärtsfahrt hoffen die Füchse wieder auf eine lautstarke Unterstützung der treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstagnachmittag, um 17 Uhr, in der Sporthalle des Bertolt-Brecht-Gymnasiums in Dresden (Lortzingstraße 1) und der Bus fährt 12.30 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 12.45 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will mit Sieg bei KJS Tabellenführung ausbauen
Foto: Einheit will mit Sieg bei KJS Tabellenführung ausbauen

Einheit im Sachsenpokal ohne Spiel eine Runde weiter

(21.11.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen ziehen erneut kampflos in die nächste Runde im Sachsenpokal ein. Nachdem der Tabellenführer der Sachsenliga bereits in der ersten Runde ein Freilos hatte, sollte eigentlich am Samstagnachmittag um 17 Uhr in der Einheit-Arena die zweite Runde gegen den Zwönitzer HSV 1928 angepfiffen werden. Doch der Ligakonkurrent hat heute Morgen die Partie aufgrund zu vieler verletzter und beruflich verhinderter Spieler abgesagt. Damit stehen die Rot-Weißen im Achtelfinale, ohne bisher eine Begegnung im HVS-Pokal in dieser Saison bestritten zu haben. „Wir hatten uns sehr auf das Duell mit Zwönitz und unserem alten Trainerfreund Vasi gefreut“, bedauert Einheit-Trainer Jan Richter die Absage: „Es wäre bestimmt ein spannendes Spiel geworden, denn die Zwönitzer hatten sich in den letzten Aufeinandertreffen richtig gut präsentiert“. Erst vor gut sechs Wochen standen sich beide Mannschaften in der Hinrunde der Sachsenliga gegenüber, die Füchse konnten damals einen souveränen 32:24-Sieg vor heimischem Publikum feiern. Nun haben die Spitzenstädter eine Woche länger Zeit, sich intensiv auf das Liga-Spitzenspiel, am 3. Dezember um 17 Uhr, beim KJS-Club Dresden vorzubereiten. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit im Sachsenpokal ohne Spiel eine Runde weiter
Foto: Einheit im Sachsenpokal ohne Spiel eine Runde weiter

Einheits Siegeslauf hält auch gegen die Straßenbahner

(20.11.2022)

Beim 39:27-Sieg des HC Einheit Plauen gegen die SG LVB am Samstagabend stand nicht nur der Handball im Vordergrund. Wie ein Sachsenliga-Spiel zu einer ganz besonderen Partie für die beiden Städte Plauen und Leipzig wurde.

In den Farben getrennt, in der Sache vereint: Unter diesem Motto stand die Begegnung zwischen dem HC Einheit Plauen und der SG LVB am Samstagabend, denn vor dem Anpfiff präsentierten die Handballer eine ganz besondere Aktion. Beide Mannschaften hielten zusammen ein Banner vor den 478 Zuschauern in der Einheit-Arena und unterstützten so die gemeinsame Bewerbung von Leipzig und Plauen um das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation. „Es ist sehr wichtig, dass dieser Zeitgeist erhalten bleibt und es freut mich sehr, dass zwei konkurrierende Vereine im Sport ihre Rivalität für dieses gemeinsame Ziel überbrücken“, so Einheit-Trainer Jan Richter.

Rein in die Partie: Die Füchse starteten wieder stark in die Begegnung und führten nach knapp vier Minuten mit 3:0, doch in der Folge kamen die Messestädter immer besser ins Spiel sowie zum 7:6-Anschlusstreffer. „Wir haben zeitweise nicht auf den Punkt gespielt und einige Fehlentscheidungen getroffen“, ärgert sich der Übungsleiter: „Man kann von einem gewissen Schlendrian reden, der bei uns heute Einzug gehalten hatte“. Doch innerhalb von nur vier Zeigerumdrehungen und einem 4:0-Lauf setzten sich die Rot-Weißen wieder auf 11:6 ab und konnten diesen Vorsprung bis Mitte der ersten Halbzeit sogar auf eine Acht-Tore-Führung beim Stand von 16:8 ausbauen. „Immer als es wichtig wurde, haben wir die Tore gemacht und das ist das Entscheidende für mich“, vertraut Richter auf seine Auswahl: „Sowohl mit dem sehr guten Beginn als auch dieser dominanten Phase haben wir den Grundstein für den Sieg gelegt“. Bis zur Pause trafen beide Aufgebote gleichermaßen und so ging es mit einem 22:14 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel haben dann die Einheit-Trainer taktisch einiges ausprobiert und vor allem den Akteuren viele Spielanteile gegeben, die bisher wenig Einsatzzeit hatten. „Alle bekamen die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen und haben ihre Chance nicht nur mit einer guten Leistung auch klasse genutzt, sondern haben auch noch alle getroffen“, freut sich Jan Richter. Dadurch konnte erneut der Ausfall des aufgrund einer leichten Muskelblessur in der Wade geschonten Petr Linharts gut kompensiert werden, da die Spitzenstädter auch an das anknüpfen konnten, was sie vor der Pause so erfolgreich gespielt haben. So stellten die Vogtländer eine stabile Abwehr mit einem sehr gut aufgelegten Torhüter Dominik Balin, was zu vielen Ballgewinnen führte und nutzten ihre daraus resultierenden Konterchancen konsequent aus, wodurch sie den Vorsprung bis zur 40. Minute auf eine 29:16-Führung ausbauten. „Dann haben wir einen Gang zurück geschalten, aber das ist bei diesem komfortablen Vorsprung auch ganz normal“, berichtet der Übungsleiter: „Wir haben Mitte der zweiten Halbzeit unseren Vorsprung verwaltet“. Erst in der Schlussphase zogen die Hausherren noch einmal mit dem Tempo an, stellen auf 37:21 und steuerten auf den vierzigsten Treffer zu, der diesmal den jubelnden Fans allerdings verwehrt blieb. Grund dafür war, dass in den letzten Minuten den Füchsen der letzte Zug zum Tor gefehlt hat und deswegen die Partie nicht noch deutlicher ausgegangen ist. So leisteten sich die Rot-Weißen im Angriff einige ungünstige Ballverluste, die den Straßenbahnern ermöglicht haben, einfache Kontertore zu erzielen - auch, weil sie in der Verteidigung zu passiv agierten. „Das haben die Leipziger sehr gut ausgenutzt, weil sie wirklich präzise geworfen hatten“, analysierte Richter und fordert: „Wir müssen wieder unsere Fehler in den Offensivaktionen minimieren und unser Rückzugsverhalten verbessern“. Positiv war, dass die beiden Rechtsaußen Dominik Pecek mit neun Treffern und Jan Faith mit fünf Toren die gegnerische Müdigkeit dank ihrer Spitzigkeit ausnutzen konnten. Auch konnten Mittelmann David Zbiral und Kreisläufer Jakub Sira jeweils fünf Mal einnetzen, da sie die entstanden Lücken im Zentrum bei der offensiven 5:1-Defensivformation konsequent nutzten, wenn mit Druck im Rückraum gespielt wurde. „Es war eine erwachsene Leistung, wir haben das Spiel zu jederzeit dominiert und so konnten wir einen von Anfang bis Ende ungefährdeten Sieg einfahren“, resümierte ein zufriedener Einheit-Trainer Jan Richter nach dem achten Sieg im achten Spiel: „Dennoch sollten wir den erneut hohen Sieg nicht überbewerten“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (2), Model (2), Gemeinhardt (1), Thiele (2), Krüger (3/1), Kacin (2), Jahn (3), Zbiral (5), Faith (5), Pecek (9), Sira (5); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SG LVB: Röttig, Bockermann (1), Teske (2), Maximilian Knappe (1), Kürth (4/2), Zerrenner (3), Fritsch (4), Deuring, Hildebrandt (6/2), Heilmann (5), Hühn (1); Trainer Gabor Knappe

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für SG LVB

Zuschauer: 478

Foto zur Meldung: Einheits Siegeslauf hält auch gegen die Straßenbahner
Foto: Einheits Siegeslauf hält auch gegen die Straßenbahner

Einheit hofft wieder auf „eine richtig geile Kulisse“ gegen Leipzig

(17.11.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen wollen am Samstagnachmittag ihre Erfolgsserie in der Sachsenliga weiter ausbauen. Mit der SG LVB gastieret ab 17 Uhr in der Einheit-Arena der Tabellenneunte, der auf fremden Parkett bisher noch keinen Punkt einfahren konnte.

„Wir hatten letztes Wochenende gegen Weinböhla ein gutes Ergebnis erzielt und deshalb wollen wir mit unseren Fans auf heimischem Parkett den achten Sieg im achten Spiel gegen Leipzig einfahren“, lautet die Zielvorgabe Jan Richter. Dabei weiß der Einheit-Trainer, dass die Weinböhlaer seine Mannschaft in dieser Saison bisher am meisten gefordert haben und damit auch seine Prognose im Sommer bestätigten, dass sie um die ersten Plätze mitspielen. „Es war eine sehr, sehr schwere Partie und Weinböhla hat sich vor allem in ihrer eigenen Halle als dieser harte Brocken herausgestellt“, blickt der Übungsleiter zurück: „Weinböhla hat uns richtig gefordert, aber es war auch eine gute Zerreißprobe, die wir am Ende klar bestanden haben“. Diese Zerreißprobe offenbarte auch, dass bei den Füchsen nicht alles perfekt läuft und dass die Rot-Weißen weiterhin hart arbeiten müssen, um ihre erfolgreiche Saison weiter so spielen zu können. „Wir haben zeitweise den Zugriff in der Abwehr, der uns so stark gemacht sowie uns unser Umschaltspiel ermöglicht hat, nicht gehabt und wenn auch die gegnerische Auswahl immer wieder einnetzen kann, dann bleibt die Begegnung ausgeglichen“, analysierte Richter: „Für den Kopf war des ganz wichtig, dass wir gesehen haben, dass wir auch knappe Spiele gewinnen können“. Und das trotz des Ausfalls von Petr Linhart, denn die Spitzenstädtern haben auch diese Problematik gut überstanden - auch wenn die Aufgabe auf mehrere Schultern verteilt werden musste. Dabei zeigten die Vogtländer eine weitere Stärke: „Es ist sehr gut, dass sich die Truppe so gut auf ihren Gegner einstellen kann und dann auch das konsequent ausnutzt, was ihr angeboten wird“, so ein stolzer Einheit-Trainer. Bedeutet: Wenn der Gegner wie Hoyerswerda defensiv spielt, dann haben die Füchse die Möglichkeit, aus dem Rückraum Tore zu werfen; wenn sehr offensiv wie von Dresden gedeckt wird, dann haben die Kreisläufer auch schon öfter getroffen und wenn das Zentrum wie von Weinböhla sehr verdichtet wird, dann netzen die Außen ein. „Dennoch haben wir insofern den Schuss vor den Bug bekommen, weil das Spiel lange knapp war“, zeigte sich Jan Richter nicht vollends zufrieden: „Wir wollen wieder die Partie von Beginn an konzentriert angehen und wie gegen Weinböhla sehr gut starten“. Auch das ist eine Eigenschaft, die die Rot-Weißen in dieser Saison so erfolgreich macht und damit das so bleibt, sind die Spitzenstädter in den letzten Trainingseinheiten noch einmal auf die Abläufe eingegangen sowie haben das Überzahlspiel geschärft. „Wir brauchen wieder eine gute Abwehr, müssen unsere Konterchancen konsequent nutzen und bis zum Schluss konzentriert bleiben, um Leipzig gar nicht erst zum Zuge kommen zu lassen“, fordert der Übungsleiter: „Wir müssen in der Defensive wieder den Schritt mehr nach vorne gehen und das Risiko etwas erhöhen, denn wir können mit breiter Brust auftreten“. Denn genau das Umschaltspiel ist das, was die Vogtländer auszeichnet und so Wurfsituationen haben, bei denen die Möglichkeit zu treffen deutlich höher ist. Dass die Füchse um jeden Ball kämpfen, auch das haben sie gegen Weinböhla bewiesen und damit noch einmal eindrucksvoll untermauert, jede Begegnung gewinnen zu wollen. „Die Truppe ist total motiviert und solche Szenen wie ein von uns abgelaufener Konter oder abgefangener Pass geben der Mannschaft unglaublich viel“, berichtet Richter: „Das sind Aktionen, die zeigen, dass die Mannschaft in sich funktioniert, dass jeder bereit ist, alles in die Waagschale zu werfen und das ist total wichtig sowie auch ein Schlüssel zu unserem Erfolg“.

Nicht ganz so erfolgreich bestritt die SG LVB ihre erst fünf gespielten Partien und zeigte dabei zwei komplett unterschiedliche Gesichter: So mussten die Straßenbahner in ihren bisherigen drei Auswärtsspielen zwar jeweils die Heimfahrt ohne Punktgewinn antreten, dafür behielten sie auf heimischem Parkett alle vier Zähler. Zum Saisonauftakt beim HSV Weinböhla mussten sich die Messestädter mit 28:35 geschlagen geben, kassierten im Derby gegen Germania Zwenkau eine deutliche 20:33-Niederlage sowie unterlagen auch beim EHV Aue II mit 27:33. Dagegen konnten die Leipziger im ersten Heimspiel gegen Koweg Görlitz einen klaren 36:27-Sieg bejubeln und auch am letzten Wochenende entschieden sie das Kellerduell gegen den Aufsteiger Radeberger SV mit 40:25 für sich. Damit rangiert LVB auf dem neunten Tabellenplatz und ihr erfolgreicher Werfer ist Lukas Kürth, der nicht nur auf Rang fünf in der Torschützenliste steht, sondern bereits 41 Tore (darunter fünf Siebenmeter) erzielen konnte, was ein Durchschnitt von 8,2 Treffer pro Partie bedeutet. „Wir hatten im letzten Heimspiel eine richtig geile Kulisse und haben den Fans mit dem klaren Sieg sowie den 40 Toren viel Freude bereitet“, freut sich Richter: „Wir hoffen, dass mindestens genauso viele Zuschauer kommen und wir wieder gemeinsam den nächsten Sieg bejubeln können“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit hofft wieder auf „eine richtig geile Kulisse“ gegen Leipzig
Foto: Einheit hofft wieder auf „eine richtig geile Kulisse“ gegen Leipzig

Einheit baut Siegesserie gegen starkes Weinböhla aus

(13.11.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben am Samstagabend beim HSV Weinböhla mit 33:28 gewonnen und bleiben damit weiter verlustpunktfreier Tabellenführer in der Sachsenliga. Wie es die Füchse geschafft haben, beim bisherigen Tabellendritten trotz erstmaligem Ausgleich den siebten Sieg im siebten Spiel einzufahren.

Die Rot-Weißen starteten stark und äußerst aufmerksam in die Partie: Bereits nach sechs Minuten führten die Spitzenstädter dank einer stabilen Abwehr mit 6:1. So gelang es dem erneut im rechten Rückraum spielenden Petr Jahn beispielsweise, während des ersten HSV-Angriffes den Ball herauszufangen, um nach 57 Sekunden bereits durch ein Kontertor das 2:0 zu erzielen. Nur 39 Sekunden später erhöhte Kreisläufer Jakub Sira nach einer Parade von Torhüter Josef Pour auf 3:0. Auch der folgende Treffer fiel nach einem schnellen Angriff, den Mittelmann David Zbiral zum 4:1 vergoldete. Dass der Tabellenführer um jeden Ball kämpft, bewies Dominik Pecek, als der Rechtsaußen nach einem Fehlwurf von Zbiral seinem Gegenspieler das runde, harzige Leder ablief und dabei noch eine Zwei-Minuten-Strafe herausholte, da der Kroate von hinten getroffen wurde. Der erneut für den aufgrund einer leichten Muskelblessur in der Wade geschonten Petr Linhart im linken Rückraum spielende Maximilian Krüger stellte mit einem wuchtigen Distanztor auf 5:1. Mit dem ersten Siebenmeter der Begegnung nach einem Faul an Sira baute Zbiral den Vorsprung beim Stand von 6:1 auf fünf Treffer aus. „Von diesem guten Beginn haben wir das ganze Aufeinandertreffen gezehrt und das war auch ein Schlüssel zum Sieg“, sagte Einheit-Trainer Jan Richter: "Wir haben dann aber den Vorsprung zu schnell hergegeben“. Denn in der Folge schlichen sich Unkonzentriertheiten, Fehlpässe und Fehlwürfe bei den Plauenern ein, so war Pours Konterpass zu hoch, in der Offensive stimmte die Abstimmung nicht mehr, sodass der Ball im Aus landete und der zweite Strafwurf von Zbiral wurde pariert. Dazu kam Pech, als Jahn nach einem unterbundenen HSV-Tempogegenstoß hinausgestellt wurde und wenig später Jan Kacin auch eine Zwei-Minuten-Strafe bekam, da er in der Defensive den Ball aktiv mit dem Fuß verteidigte. Doch die doppelte Unterzahlsituation überstanden die Füchse dank schnellem Rücken der Ballseite nach ohne Gegentor und Krüger drosch den nächsten Freiwurf in Unterzahl zum 3:7 in die Maschen. Dennoch bekamen die Rot-Weißen zunehmend vor allem den Weinböhlaer Rückraum nicht mehr so richtig unter Kontrolle, der nach Belieben einnetzen konnte oder den freien Kreisspieler musterhaft bediente, wenn die Spitzenstädter offensiver deckten. Diese Aufholjagd initiierte das ehemalige Trio der HSG Freiberg um den linken Rückraum Erik Riedel, Mittelmann Eric Neumann sowie Rechtsaußen Björn Richter, denen es immer wieder gelang, mit ihrer Oberliga-Erfahrung einzunetzen. „Das Dreiergespann hat heute überragend agiert und bei seinen 22 Toren sehr gut sowie äußerst präzise geworfen“, so der Übungsleiter: „Wir haben nicht immer in unserer kompakten Abwehr den Kontakt hergestellt und das haben sie stark ausgenutzt“. So schmolz bis Mitte der ersten Halbzeit der Vorsprung und als die Hauherren den Anschlusstreffer erzielten, sah sich Einheit-Trainer Jan Richter gezwungen, beim Stand von 8:7 seine erste Auszeit zu nehmen. Dass die Weinböhlaer nicht zum 8:8 ausgleichen konnten, davor bewahrte Pour die Plauener mit einer Parade nach einem Abschluss des gut freigespielten HSV-Kreisläufers. Dennoch zeigte die Ansprache des Übungsleiters Wirkung, so konnten sich die Vogtländer zumindest wieder auf drei Tore beim Stand von 10:7 absetzen und diese Führung sogar wieder auf einen Fünf-Tore-Vorsprung beim Stand von 13:8 ausbauen, da sie clever ihre Überzahlsituation ausspielten sowie auch bei Zeitspiel durch Rechtsaußen Jan Faith trafen. Mit dem Halbzeitpausenpfiff schrumpfte die Führung wieder auf drei Tore zusammen, da unter anderem Linharts Siebenmeter pariert wurde und der Abpraller in die Hände des Weinböhlaers fiel sowie ein durch Mittelmann Kevin Model unterbundener Konter zur Zwei-Minuten-Strafe mit Strafwurf führte.

Nach dem Seitenwechsel sorgten vier verworfene Abschlüsse innerhalb sechs Minuten bei lediglich zwei Treffern dazu, dass es erstmals in dieser Saison einer Mannschaft beim 17:17 und 18:18 gelang, nach dem Beginn der Partie einen Ausgleich gegen die Füchse zu erzielen. „Wir haben natürlich gemerkt, dass ohne Lino uns der Druck aus dem rechten Rückraum gefehlt hat“, weiß Richter: „Es war sehr wichtig war, dass die Mannschaft zu keiner Zeit den Kopf verloren, sich wieder aufgerichtet und das Ruder herumgerissen hat“. Zwar leisteten sich die Rot-Weißen in den nächsten fünf Minuten erneut drei Fehlwürfe, darunter einer sogar in Überzahl und einen Pass ins Aus. Doch dank einer Parade von Torhüter Dominik Balin mit einem Kacin-Kontertor und einem aufmerksamen Zbiral, dessen herausgefangener Ball Faith per Konter zum 19:21 veredelte, konnten sich die Spitzenstädter wieder leicht absetzen. „Weinböhla stellte eine sehr stabile Defensive, aber wenn wir mit Druck gespielt haben und in unser schnelles Umschaltspiel kamen, dann hatten wir immer die Möglichkeit, ein Tor zu erzielen“, erklärte der Einheit-Trainer „Wenn die Hausherren einen Fehler gemacht haben, dann haben wir ihn konsequent bestraft“. So pendelte sich der Vorsprung der Plauener bis zur 54. Minute bei zwei bis vier Toren ein und erst in der Schlussphase der Begegnung gelang es den Vogtländern, auch mit einem sehenswerten Kempa-Einwurf von Pecek auf den überragenden Kacin, einen 33:28-Sieg einzufahren. „Es war schwer, denn Weinböhla hat uns einen harten Kampf geliefert und sehr gut abgeschlossen“, resümierte Jan Richter: „Aber wir haben im Stile einer Spitzenmannschaft die Partie bestimmt und auch in Phasen, wo es knapp wurde oder Unentschieden stand, agierten wir nie fahrig, sondern haben wieder das Spiel an uns gerissen“. Sehr zur Freude der 30 mitgereisten Einheit-Fans, die schon bei der Erwärmung für klasse Stimmung in der ausverkauften Nassauhalle sorgten und so die Füchse förmlich zum siebten Sieg im siebten Spiel trommelten. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour - Kveton, Model, Gemeinhardt, Thiele, Krüger (8/5), Linhart, Kacin (8), Jahn (3), Zbiral (6/1), Faith (5), Pecek (1), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Weinböhla: Lindner, Setzer, Nguyen (1), Weig, Just (1), Schmidt, Leuteritz, Neumann (7), Stankevicius (3), Richter (7/3), Löffler, Voß, Riedel (8); Trainer Martin Kovar, Co-Trainer Nils Gäbler, Mannschaftsverantwortlicher Kathrin Kühne, Physio Stefanie Marx

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 1 für HSV Weinböhla

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 5 für HSV Weinböhla

Foto zur Meldung: Einheit baut Siegesserie gegen starkes Weinböhla aus
Foto: Einheit baut Siegesserie gegen starkes Weinböhla aus

Einheit will in Weinböhla Siegesserie weiter ausbauen

(10.11.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen gastieren am Samstagabend um 19 Uhr beim HSV Weinböhla. Gegen den aktuellen Tabellendritten und Vorjahres-Sachsenliga-Vizemeister wollen die Füchse an die starke Leistung im letzten Heimspiel anknüpfen.

„Es wird darauf ankommen, dass wir eine strukturierte, gute Abwehr aufs Parkett bringen, uns nicht verrückt machen lassen und unsere Fehler minimieren“, beschreibt Einheit-Trainer Jan Richter die Schlüssel zum Erfolg: „Auch wenn wir uns natürlich so schnell wie möglich einen großen Vorsprung erspielen wollen, müssen wir das Spiel nicht in den ersten zehn Minuten gewinnen, denn entscheidend ist, wer am Ende führt“. Das bedeutet, dass sich die Füchse wie auch schon in den letzten Begegnungen kaum technische Fehler in der Offensive leisten dürfen sowie sichere Aktionen wählen müssen, um die Gefahr eines Konters zu minimieren. Denn der Übungsleiter erwartet eine schnelle, torreiche Partie: „Ich gehe davon aus, dass sie konsequent eine erste Welle spielen und versuchen, schnell umzuschalten sowie das Kontertor erzielen wollen“, mutmaßt Richter: „Sie haben einen guten Angriff und werfen immer mindestens 30 Tore“. Deshalb wird erneut entscheidend sein, dass die Rot-Weißen das mit einem starken Rückzugsverhalten unterbinden und Weinböhla in den Positionsangriff zwingen. Um dann noch strukturierter im Deckungsspiel speziell im Zentrum zu agieren, wurde daran in den Trainingseinheiten unter der Woche besonders gearbeitet. „Das ist der Kern in unserer Verteidigung, weil wahnsinnig viele Aktionen über die Mitte kommen“, weiß der Einheit-Trainer. Im Fokus war neben Eins-gegen-eins-Situationen auch, dass verschiedene Spieler auf vielen Positionen in unterschiedlichen Situationen zum Einsatz kommen können, um noch besser Ausfälle wie nach einer Zwei-Minuten-Strafe zu kompensieren. Und in der Offensive sieht Jan Richter die Spitzenstädter dank ihrer Flexibilität gut gegen den Tabellendritten gerüstet: „Wir können den Gegner dank personeller Wechsel auf fast gleichbleibendem Niveau vor neue Aufgaben stellen und sind dadurch noch variabler im Angriff“. So haben die Vogtländer gegen den HSV Dresden gezeigt, dass sie auch in der Schlussphase des Aufeinandertreffens noch die Körner haben, um das Spiel für sich zu entscheiden und das trotz wechselnder Abwehrformationen. „Gegen jedes Deckungssystem ist die Mannschaft im Stande, Lösungen zu finden und das ist natürlich eine große Stärke, auch weil wir für diese Umstellungen personell reagieren können“, sagt der Übungsleiter, der die Stärken der Füchse im schnellen, unberechenbaren Spiel mit vielen individuellen Durchbrüchen sieht. „So schaffen wir es, aus der Nahdistanz abzuschließen und gleichzeitig auch eine hohe Trefferquote zu erreichen“, erklärt Richter: „Wir wollen unsere Siegesserie weiter ausbauen, weiter an unserem Limit spielen und uns weiter verbessern, denn wenn wir die zwei Punkte einfahren, dann können wir einen erneuten großen Schritt in Richtung direkter Wiederaufstieg gehen“.

Nachdem der HSV Weinböhla den Saisonauftakt gegen die SG LVB klar mit 35:28 gewinnen konnte, ruhte bereits eine Woche später wieder der Ball, denn die Partie beim KJS-Club Dresden wurde in die Winterferien verlegt. Scheinbar tat den Weinböhlaern diese kurze Pause nicht gut, denn gegen Germania Zwenkau kamen sie nicht über ein 30:30-Unentschieden hinaus. Dabei wurde den HSV-Männern schnell klar, dass sie mit Halbgas keine Begegnungen gewinnen. So kam Weinböhla nicht in die Zweikämpfe, leistete sich ungewohnt viele technische Fehler und ließ einige Chancen liegen, was zu einem Sechs-Tore-Rückstand nach 23 Minuten führte (11:17). Ebenso bekam der HSV den Rückraum nicht unter Kontrolle und während der Aufholjagd gelang es ihnen trotz mehrerer technischer Fehler der Zwenkauer nicht, diese konsequent zu bestrafen. Erst im letzten Angriff gelang es den Weinböhlaern, etwas Zählbares mitzunehmen, da die HSV-Männer ihre Überzahl gut ausnutzten und so den Ausgleich durch einen Siebenmeter erzielten. Daraufhin zeigte der Vorjahres-Sachsenliga-Vizemeister eine deutliche Reaktion bei der HSG Freiberg II, die der aktuell Tabellendritte dank einer starken zweiten Halbzeit mit einer stabilen Abwehr und einem gut aufgelegten Torhüter Lucas Schmidt, der mit Ben Leuteritz zur Sachsenliga-Premiere kam sowie pfeilschnellen Tempogegenstößen mit 36:24 besiegte. Dabei hieß es für Björn Richter, Eric Neumann sowie Erik Riedel zurück an die alte Wirkungsstätte, denn das Neuzugangs-Trio ging bis zum Sommer für die Oberliga-Mannschaft der HSG Freiberg auf Punktejagd und spielten bereits Mitte März gegen den HC Einheit Plauen. Doch der EHV Aue II fügte vor der kleinen Herbstpause Weinböhla die erste Niederlage zu, indem die Erzgebirger immer wieder durch gute Bewegungen Lücken in die HSV-Abwehr rissen und so zu guten Abschlüssen kamen. Gegen das Juniorteam mit einem Durchschnittsalter knapp über 18 Jahren bekamen die Weinböhlaer nie richtig den Zugriff in der Defensive und in der Offensive wurden kleinste Fehler durch direkte Gegenstöße bestraft. In einem umkämpften und schnellen Aufeinandertreffen kassierte der HSV eine vermeidbare 35:40-Niederlage, bei der Weinböhla häufig in den Zweikämpfen das Nachsehen hatte sowie die Junioren aus Aue das Auge für den noch besser postierten Mitspieler hatten. Am vergangenen Wochenende gelang dann Weinböhla beim Aufsteiger Radeberger SV mit einem 35:29-Sieg der zweite Erfolg im zweiten Auswärtsspiel, was allerdings auch übrigens bedeutet, dass der HSV auf heimischem Parkett in dieser Saison noch nicht gewinnen konnte.

Dennoch wird es eine schwere Auswärtsfahrt und so hoffen die Rot-Weißen wieder auf eine lautstarke Unterstützung der treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstag, um 19 Uhr, in der Nassausporthalle in Weinböhla (Meißner Straße 1) und der Bus fährt 14.30 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 14.45 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will in Weinböhla Siegesserie weiter ausbauen
Foto: Einheit will in Weinböhla Siegesserie weiter ausbauen

Einheit siegt im Spitzenspiel und knackt 40-Tore-Marke

(06.11.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen zeigten sich am Samstagnachmittag in Torlaune im Sachsenliga-Spitzenspiel. Wie es trotz des Ausfalls des besten Werfers zum 40:26-Heimsieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten HSV Dresden kam.

Als nach gut 58 gespielten Minuten Dominik Pecek mit seinem siebten Tor zum 40:26 für die Handballer des HC Einheit Plauen traf, da kam nicht nur beim Rechtsaußen auf dem Parkett, sondern auch bei den 400 Zuschauern auf der Tribüne in der Einheit-Arena ausgelassene Jubelstimmung auf. Denn die Füchse knackten erstmals in der Saison die 40-Tore-Marke vor heimischem Publikum, nachdem den Rot-Weißen dieses Kunststück bereits beim 40:24-Auswärtssieg gegen Koweg Görlitz am dritten Spieltag gelang. Dass die Spitzenstädter am Samstagnachmittag so oft einnetzen werden und der Sieg so hoch ausfallen würde, damit rechneten zum Beginn der Partie selbst die optimistischsten Fans nicht. Grund: Mit Petr Linhart fiel bei den Vogtländern aufgrund einer leichten Muskelblessur in der Wade kurzfristig der beste Werfer aus, für ihn bespielte Petr Jahn die rechte und der stark spielende sowie werfende Maximilian Krüger die linke Rückraumposition. Auch der HSV Dresden überraschte mit der taktischen Formation in der Offensive, denn die Gäste agierten mit einem siebten Feldspieler und ließen so während der Angriffsbemühungen ihr Tor leer. „Wir mussten sie wahnsinnig oft überlaufen und alles über die Beine lösen, weshalb es wichtig ist, dass wir so einen großen Kader haben, um dann bei Erschöpfung gleich wechseln zu können“, so Einheit-Trainer Jan Richter: „Auch wenn die Abwehr unglaublich viel gearbeitet und sich sehr schnell bewegt hat, ist es dennoch nicht restlos zu verteidigen, allerdings haben wir so auch 14 einfache Treffer ins leere Tor erzielen können“. Wie den ersten Treffer der Begegnung, als Mittelmann David Zbiral nach einem Fehlpass der Landeshauptstädter und einem schnellen Einwurf von Linksaußen Jan Kacin ins verwaiste Gehäuse zum 1:0 traf. Bis zum 7:4 nach knapp acht Minuten setzten sich die Plauener durch stark freigespielte Akteure, einer aufmerksamen sowie blockenden Abwehr und einem schnellen, druckvollen Angriffsspiel ab. Doch in der Folge schlichen sich einige Fehlwürfe im Umschaltspiel ein, wodurch der Tabellenzweite auf 12:10 verkürzen konnte. Dennoch wollten die Rot-Weißen konsequent mit ihrem Tempo-Handball nicht nur den Ausgleich verhindern, sondern konnten sich auch wieder beim Stand von 12:8 mit einem Vier-Tore-Vorsprung belohnen. So warf zwar Torhüter Josef Pour nach einer Parade in Richtung des leeren Gehäuses, doch ein Elbstädter fälschte den Ball noch minimal ab, sodass er gegen den Pfosten knallte und von dort zum Kreis sprang. Dort stand Kacin, der sich im Duell mit dem HSV-Defensivspieler durchsetzte, das runde, harzige Leder für sich eroberte und sicher einnetzte. Zwar hatte die Füchse-Verteidigung mit dem übergroßen gegnerischen Kreisspieler zu kämpfen, dennoch gelang es ihr trotz ständiger Unterzahl die Dresdner zu schwierigen Würfen zu zwingen. Doch erneut häuften sich in der Offensive Fehlwürfe, sodass die Gäste nach gut 17 Zeigerumdrehungen den Rückstand wieder auf nur noch zwei Tore verkürzen konnten. Nachdem Einheit-Trainer Jan Richter auf der Torhüterposition den Wechsel von Pour zu Dominik Balin vornahm, vernagelte der ehemalige Drittliga-Schlussmann im Zusammenspiel mit einer stabilen Abwehr förmlich seinen Kasten. Dadurch gelang es den Spitzenstädtern, sich durch ein effektives Konterspiel wieder eine Vier-Tore-Führung beim Stand von 14:10 nach 19 Minuten zu erarbeiten und zu halten. Deshalb sah sich HSV-Trainer Stephan Göpfert nach 23 Zeigerumdrehungen gezwungen, die Defensivformation zu einem offensiven 3:3 zu ändern. In dieser Phase feierte auch Mittelmann Kevin Model nach verheiltem Außenbandriss im linken Fuß seine Sachsenliga-Premiere im rot-weißen Trikot und so konnten Zbiral sowie Model immer wieder den freien Mitspieler oder die Lücke finden, um sich bis zur Halbzeitpause noch auf 20:13 abzusetzen.

Nach dem Seitenwechsel stellten die Landeshauptstädter wieder auf eine offensive 6:0-Verteidigung um und kamen vor allem über Andreas Reichel im rechten Rückraum zu zahlreichen Treffern. Erst eine Auszeit von Einheit-Trainer Jan Richter stoppte nach gut 37 Minuten beim Stand von 24:19 den 3:0-Lauf der Elbstädter: „Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass sie sich wieder auf ihre Stärken besinnen soll, also eine starke Abwehr zu stellen und im Angriff nicht die schnelle Entscheidung zu suchen, sondern mit Verstand in den richtigen Situationen abzuschließen“. Dies zeigte Wirkung, denn dank einer sehr guten Verteidigung mit einem überragenden Balin im Tor, der entweder die Abschlüsse der Dresdner direkt parierte oder nach einem Block noch die Hand an den Ball brachte und somit eine Ecke verhinderte, konnten sich die Vogtländer innerhalb von zwölf Zeigerumdrehungen durch einen 9:2-Lauf spielentscheidend auf 33:21 absetzen. Dabei konnten sich neben Balin, Jahn und Rechtsaußen Jan Faith, die fünf Mal ins leere HSV-Tor einnetzten, in der Offensive auch Zbiral, der sich sehenswert durch die gegnerische Defensive tankte sowie Maurice Thiele im rechten Rückraum überzeugen, der erst Bälle in der Verteidigung heraus fing, bevor er sich selbst mit einem eigenen Treffer für die Abwehrarbeit belohnte. Auch eine Umstellung der Gäste auf Manndeckung in den letzten Minuten stellte die Hausherren vor keine große Hürde, da erneut Thiele die sich bietenden Lücken nutzte und der erfolgreichste Werfer Pecek mit seinem siebten Tor zum 40:26 den sechsten Sieg im sechsten Spiel perfekt machte. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft, die größtenteils richtig gut gespielt und den Ausfall von Lino überragend im Kollektiv aufgefangen hat, auch wenn wir ihn natürlich nicht restlos ersetzen konnten“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Die Dresdner hatten uns vor schwere Aufgaben wie das dauerhafte Verteidigen von sieben gegen sechs oder das offensive 3:3-Abwehrsystem gestellt, aber speziell Dominik Balin im Tor und eine starke Defensive über die gesamte Spielzeit sorgten für den deutlichen Sieg“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin (1), Pour (1) - Kveton (3), Model, Gemeinhardt, Thiele (2), Krüger (5/1), Linhart (1/1), Kacin (3), Jahn (5), Zbiral (5), Faith (6), Pecek (7/1), Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Dresden: Tilman Günther (1), Haschke (2), Dreßler (3), Küttner, Marius Günther (2), Lellwitz (3), Löser (3), Reichel, Ciobanu (10/3), Vollmer, Ufer; Trainer Stephan Göpfert, Mannschaftsverantwortlicher Tobias Salm, Physio Linda Felber

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 1 für HSV Dresden

Zeitstrafen: 1 für HC Einheit Plauen, 2 für HSV Dresden

Zuschauer: 400

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Foto: Einheit siegt im Spitzenspiel und knackt 40-Tore-Marke

Einheit lädt zum Spitzenspiel gegen den HSV Dresden

(03.11.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen wollen nach der dreiwöchigen Spielpause in der Sachsenliga am Samstagnachmittag vor heimischem Publikum an ihre Erfolgsserie anknüpfen und den nächsten Sieg einfahren. Mit dem HSV Dresden kommt es dabei ab 17 Uhr in der Einheit-Arena zum Duell des Tabellenführers gegen den ersten Verfolger.

„Wenn keine Partien bestritten werden, dann hängt man als Handballer immer etwas in der Luft, denn man ist ja eigentlich gewohnt, an jedem Wochenende um Punkte zu kämpfen“, beschreibt Einheit-Trainer Jan Richter die dreiwöchige Spielpause. Denn in den vergangenen fünf Jahren, als die Füchse noch in der Mitteldeutschen Oberliga auf Torejagd gingen, war der Spielplan immer recht eng gestrickt und so gab es bis auf über Weihnachten keine solch langen Unterbrechungen während der Saison. „Dennoch tat uns die spielfreie Zeit sowie die damit einhergehende Erholung gut, denn manche Spieler waren vor der Pause angeschlagen und konnten so ihre Wehwehchen auskurieren“, weiß der Übungsleiter: „Jetzt sind wir endlich wieder im normalen Wettkampfmodus, was man in jeder Trainingseinheit merkt und diese höchste Fokussierung auf die nächste Begegnung kommt der ganzen Mannschaft zu Gute, da nur so Bestleistungen abgerufen werden können“. So hofft zwar Richter, dass es den Rot-Weißen Vorteile bringt, dass jetzt wieder die gesamte Auswahl komplett fit ist, doch der Lauf von fünf Siegen aus fünf Spielen wurde durch die Pause erst einmal unterbrochen. „Wir müssen wieder ranklotzen und den Lauf fortsetzen“, fordert der Einheit-Trainer: „Dennoch wird es ganz normal sein, dass manche Automatismen und Abläufe nicht mehr so gut auf den Punkt wie vor der Pause gespielt werden“. Doch einige Defizite hat Jan Richter auch schon während der Erfolgsserie ausgemacht, an denen während der letzten drei Wochen besonders gearbeitet wurden „und an denen wir noch weiter arbeiten werden“, kündigt der Übungsleiter an: „Aber alles in Allem bin ich zufrieden“. So wurde speziell an der großen Plauener Stärke Umschaltspiel mit erster und zweiter Welle gefeilt, um es weiter zu festigen. „Es ist zwar schon gut, aber es gibt immer noch Situationen, die wir besser lösen können“, hält Richter die Anforderungen hoch. Auch an den Abläufen in der Offensive sowie an der Absprache in der Defensive wurde gearbeitet und so sagt der Einheit-Trainer selbstbewusst: „Wir sind für dieses schwere Aufeinandertreffen gut gerüstet“. Dabei macht Jan Richter auch eine Erkenntnis aus dem 35:27-Sieg gegen den damaligen Tabellenzweiten LHV Hoyerswerda Mut, als die Spitzenstädter auch unter Druck trotzdem im Stande waren, die Partie kontrolliert bis zum Abpfiff zu spielen und dass, obwohl nicht alles fehlerfrei funktioniert hatte. „Das ist eine Stärke, die in der Saison wichtig ist“, ist sich der Übungsleiter sicher: „Dennoch erwartet ich, dass wir wieder souveräner die ganzen 60 Minuten auftreten und uns schneller sowie höher absetzen“.

Der HSV Dresden startete gleich mit dem Stadtderby gegen den Aufstiegsmitfavoriten KJS-Club Dresden in die Saison, in dem sie sich am Ende denkbar knapp mit 29:30 geschlagen geben mussten. Fehlende Kaltschnäuzigkeit und Fehlwürfe sorgten für einen Drei-Tore-Rückstand nach einer Viertelstunde, doch anschließend leistete sich der KJS-Club gehäuft Undiszipliniertheiten und so standen teilweise nur noch drei Feldspieler und kein Torwart auf dem Parkett. Diese Überzahlsituationen nutzte der HSV, zudem steigerte sich auch zunehmend die Defensivarbeit und die Sicherheit vor dem Tor kam zurück, was zu einer 16:15-Halbzeitführung führte. Bis zur 41. Minute konnte sich der HSV sogar eine Drei-Tore-Führung erspielen, doch dieser Lauf wurde durch ein überhartes Einsteigen des Gegenspielers gegen Alexander Dreßler im Tempogegenstoß beendet, der danach erst einmal einige Angriffe aussetzen musste. Daraufhin verlor der HSV etwas seine Linie, fand diese auch im Anschluss nicht ganz wieder und diese vielen Kleinigkeiten bestrafte der erfahrene KJS-Club gnadenlos. Auch, weil der HSV die Möglichkeit auf ein Unentschieden im letzten Angriff nicht mehr nutzen konnte und das, obwohl Torhüter Oliver Ufer im zweiten Durchgang mit neun Paraden glänzte. Danach folgte ein knapper 31:30-Sieg bei der SG Germania Zwenkau und ein 37:33-Erfolg über die HSG Freiberg II, der vor allem über ein schnelles sowie schnörkelloses Agieren herbeigeführt wurde. „Das wird unseren Zuschauern zu Gute kommen, dann können wir unseren treuen Fans ein Spektakel bieten“, freut sich Richter auf eine temporeiche Partie. Nachdem die Landeshauptstädter gegen den EHV Aue II erneut eine denkbar knappe 30:31-Niederlage kassierten, konnten sie vor der Herbstpause gegen Aufsteiger Radeberger SV einen 32:20-Triumph feiern, in dem sich besonders die stabile Abwehr um den „bärenstarken“ Schlussmann Micha Lellwitz beweisen konnte. „Wenn wir von guten Positionen werfen, dann werden wir auch gegen ihre starken Torhüter erfolgreich sein“, so der Einheit-Trainer. Dabei hatten die Landeshauptstädter die Abgänge von Erik Petzold und Johannes Ruf im Sommer zu verkraften, wobei Ruf vor allem als defensiver Stabilisator im Innenblock eine tragende Rolle innehatte. Die entstandenen Lücken wurden durch zwei A-Jugendliche ergänzt, welche bereits in den ersten fünf Spiel zeigten, dass sie nicht nur Lückenfüller sein wollen. „Dresden hat es bisher gut gemacht und sie haben viel Wurfkraft im Rückraum“, sagt Jan Richter. Denn die Elbstädter haben mit Dreßler den aktuell besten Torschützen der Sachsenliga in ihren Reihen, der bereits nach fünf Partien 50 Treffer erzielte, davon 15 vom Siebenmeterpunkt. „Wir werden auf ihn in der Verteidigung ein besonderes Augenmerk legen, generell ist ein Spieler nie entscheidend, aber dennoch haben wir uns in der Vorbereitung aufs Aufeinandertreffen auch auf ihn fokussiert“, berichtet der Einheit-Trainer. Dabei hilft natürlich auch die Rückkehr von Jakub Sira den Vogtländern, um wieder eine stabile Abwehr aufs Parkett zu stellen und so ist die Vorfreude groß auf die erste Begegnung seit drei Wochen. „Wir freuen uns aufs Heimspiel, haben ja gezeigt, dass wir gut drauf sind und deshalb ist es sehr schön, dass wir das nun auch wieder vor unserem eigenen Publikum beweisen können“, sagt Jan Richter. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit lädt zum Spitzenspiel gegen den HSV Dresden
Foto: Einheit lädt zum Spitzenspiel gegen den HSV Dresden

Einheit gewinnt Handballfest in Hoyerswerda

(16.10.2022)

Die Sachsenliga-Handballer des HC Einheit Plauen haben auch die Hürde beim Tabellenzweiten LHV Hoyerswerda gemeistert. Beim 35:27-Sieg stach vor allem ein Akteur heraus.

Auch nach dem fünften Spiel in der Sachsenliga bleiben die Handballer des HC Einheit Plauen verlustpunktfrei an der Tabellenspitze, denn die Füchse gewannen beim bisherigen Tabellenzweiten LHV Hoyerswerda klar mit 35:27. Schon zu Beginn der Partie stellten die Rot-Weißen die Weichen mit Petr Linhart auf Erfolg, der seine Farben mit drei starken Abschlüssen zum 3:0 bereits nach vier Minuten in Führung warf. „Lino hat unglaublich gut aus dem Rückraum und der Nahdistanz geworfen“, würdigt Einheit-Trainer Jan Richter die „überragende“ Leistung: „Vor allem hatte er nur drei Fehlwürfe und das ist wirklich als Rückraumspieler herausragend“. Doch nur sechs Zeigerumdrehungen später leuchtete ein 3:3 auf der Anzeigetafel, da die Spitzenstädter im Angriff ihre Chancen nicht nutzten und so die Hausherren über viele Abschlüsse durchs Zentrum kamen, die sie verwandelten. „Wir hatten im Zentrum größere Probleme als in den letzten Begegnungen und das haben die Hoyerswerdaer richtig gut genutzt“, analysierte der Übungsleiter: „Wir haben zu viele Fehler gemacht und müssten höher führen“. Dabei machte sich auch bei den Vogtländern eine personelle Umstellung in der Abwehr bemerkbar. Dieser Zwischenstand sorgte nicht nur für eine prächtige Stimmung auf den Rängen, sondern ließ auch die Ostsachsen hoffen, den sogenannten „Ligaprimus“ so lange wie möglich zu ärgern und das Aufeinandertreffen möglichst offen zu gestalten. Doch mit einem anschließenden 5:0-Lauf ließen die Füchse keine Zweifel aufkommen, wer die zwei Punkte auf der Habenseite verbuchen wird und so stand es nach einer Viertelstunde 8:3. Die Grundlagen dafür waren eine stabile Defensive, die die Kreisanspiele abfing sowie parierte Würfe, die zu Ballgewinnen führten und so die Lausitzer ausgekontert werden konnten. „Wir wussten um die Qualität des Gegners und dass Hoyerswerda eine richtig starke Truppe ist“, erklärt Richter: „Wir hatten uns deshalb wieder vorgenommen, aktiv und gut in die Partie zu starten“. In der Folge pendelte sich der Vorsprung der Gäste bei fünf Toren ein, der allerdings kurz vor der Halbzeit zu schmelzen begann. Denn die Rot-Weißen kassierten kurz nacheinander zwei Zwei-Minuten-Strafen und Co-Trainer Heiko Schuster wurde wegen Meckern verwarnt, doch energisches Rücken der Ballseite nach verhinderte einen Gegentreffer, weshalb die Plauener in doppelter Unterzahl beim Stand von 18:14 in die Pause gingen. 

Erst nach dem Seitenwechsel mussten die Vogtländer das Gegentor hinnehmen, wodurch die Lausitzer den 15:18-Rückstand auf nur noch drei Treffer verkürzen konnten, da sie vor allem über ihren torgefährlichen Rückraum und ihrem starken Kreisläufer immer wieder einnetzen konnten. „Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war, wir haben den Kampf gegen diesen starken Gegner angenommen und konnten so die Begegnung souverän zu Ende spielen“, so ein zufriedener Einheit-Trainer. Denn erneut sorgte eine stabile Defensive dazu, dass die Gäste zu Ballgewinnen kamen, die sie in einfache Tore umwandelten und sie so wieder den alten Abstand von fünf Treffern herstellen konnten. Als Karel Kveton nach 40 Minuten mit einer glatt roten Karte disqualifiziert wurde, da er beim Versuch des Verteidigens einer gegnerischen zweiten Welle einen Hoyerswerdaer Spieler am Hals traf, hätte das Aufeinandertreffen kippen können. Denn Kveton war der einzige Kreisläufer, der die Reise in die Lausitz mit angetreten war, da der zweite Kreisläufer Jakub Sira nach der Geburt seines zweiten Kindes im Elternurlaub weilte. Doch die Abwehr stand in dieser Phase richtig gut und zwang so den Gegner zu Fehlern, die konsequent genutzt wurden, auch weil Torhüter Josef Pour in der Schlussphase sein Gehäuse vernagelte, weshalb sich die Spitzenstädter spielentscheidend mit 33:24 in der 53. Minute absetzen konnten. „Die Mannschaft hat für Karel mitgekämpft“, lobte Jan Richter. Ebenfalls übernahm der in dieser Partie nicht zu verteidigende 16-fache Torschütze Linhart mit seinem Pendant im linken Rückraum Petr Jahn erneut Verantwortung, schloss sicher ab und so kippten nicht nur die Vogtländer nicht um, sondern konnten auch ihren Vorsprung wieder vergrößern. Bis zum Abpfiff konnten zwar die drei treffsichersten Hoyerswerdaer Spieler Gary Biele, Patrick Michel und Tim Baugstatt noch einmal jeweils einnetzen, doch die Tore änderten nichts mehr an einem deutlichen 35:27-Sieg des HC Einheit Plauen. „Wir waren von Anfang bis Ende die bessere Mannschaft und das spiegelt sich im Ergebnis wieder“, resümierte Richter, der sich auch über die vielen Fans und die freundschaftliche Stimmung auf den Rängen freute: „Es wurde ein Handballfest gefeiert und die Zuschauer haben sich auf beiden Seiten über jede gute Aktion gefreut“. Diese kamen in den Genuss einer Begegnung, in der insgesamt 62 Tore fielen und in der beide Aufgebote einen ansehnlichen Handball spielten. 

Nun legt die Sachsenliga erst einmal wegen der Herbstferien eine dreiwöchige Punktspielpause ein, in der „wir jetzt noch einmal an der Athletik feilen können“, so Jan Richter abschließend: „Aber wenn man fünf Spiele in Folge gewonnen hat, dann hätte ich gerne auch weiter gespielt“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (2), Gemeinhardt (1), Thiele, Krüger (1), Linhart (16/3), Kacin (1), Jahn (6), Zbiral (3), Pecek (5); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

LHV Hoyerswerda: Kastner, Feuerriegel (1), Höhne, Altmann, Untermann, Krahl (2), Knofe (1), Canbek (4), Tom Baugstatt, Biele (5), Schacht, Michel (8/2), Tim Baugstatt (6); Trainer Ayline Trunsch, Mannschaftsverantwortlicher Christian Herzer

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 3 für LHV Hoyerswerda

Zeitstrafen: 6 für HC Einheit Plauen, 3 für LHV Hoyerswerda

Disqualifikation: 1 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht)

Foto zur Meldung: Einheit gewinnt Handballfest in Hoyerswerda
Foto: Einheit gewinnt Handballfest in Hoyerswerda

Einheit erwartet hartes Stück Arbeit in Hoyerswerda

(13.10.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen sind am Samstag beim LHV Hoyerswerda gefordert. Wieso es für die Spitzenstädter das erste Topspiel der Sachsenliga-Saison ist.

Für den verlustpunktfreien Tabellenführer HC Einheit Plauen steht am Samstagnachmittag ab 17.30 Uhr eine schwere Aufgabe an, denn die Füchse gastieren nach vier Siegen aus vier Spielen in der Sachsenliga beim zweitplatzierten und damit ersten Verfolger LHV Hoyerswerda. „Wir haben wieder einen starken Gegner auswärts vor der Brust, deshalb müssen wir eine genauso starke Leistung wie gegen Görlitz abrufen“, fordert Trainer Jan Richter: „Wenn wir das machen, dann sehe ich gute Chancen, dass wir auch diese Partie gewinnen“. Gegen den SV Koweg Görlitz machten die Rot-Weißen nicht nur bisher ihr bestes Spiel, in dem sie sich kaum Fehlwürfe leisteten und eine überragende Trefferquote von 70 Prozent hatten, sie feierten auch mit dem 40:24 ihren höchsten Saisonsieg. Dennoch: Die Görlitzer waren die bisher spielstärkste Mannschaft, auf die die Spitzenstädter getroffen sind und mit dem LHV Hoyerswerda erwarten die Vogtländer einen spannenden Schlagabtausch. „Die Auswahl ist gewarnt, weiß worum es geht und freut sich auf dieses harte Aufeinandertreffen“, berichtet der Übungsleiter: „Als Spieler freut man sich auf solche Begegnungen, in denen der Gegner nicht nur auf Zeit, sondern richtig mitspielen möchte und auf Sieg spielt“. Die Lausitzer mussten sich bisher lediglich am zweiten Spieltag der zweiten Vertretung der HSG Freiberg mit 33:36 geschlagen geben, als sie keinen Zugriff auf das Spiel bekamen, sowohl in der defensiven als auch in der offensiven Abwehrformation keine Zweikämpfe gewannen und im Angriff entweder falsche Entscheidungen trafen oder der gegnerische Torwart die Abschlüsse parierte. Doch gegen Germania Zwenkau (29:24) zum Saisonauftakt, EHV Aue II (31:27) sowie Aufsteiger Radeberger SV (31:25) am vergangenen Wochenende konnten am Ende klare Siege und die zwei Punkte eingefahren werden. „Wir müssen an unsere Leistungsgrenze herankommen“, sagt Richter. Damit die Erfolgsserie der Plauener auch in Hoyerswerda weiter Bestand hat, hat der Einheit-Trainer mit seinem Co-Trainer Heiko Schuster die Schwächen in der letzten Partie analysiert. „Wir haben den Fokus in den Übungseinheiten darauf gelegt, weiter unser schnelles Umschaltspiel zu forcieren und in der Abwehr wieder etwas wacher zu sein, um zu mehr Ballgewinne zu kommen“, erklärt Jan Richter: „Die individuelle Absprache muss etwas besser werden“. Positiv ist, dass der zuletzt gegen den Zwönitzer HSV aufgrund einer Zerrung pausierende Kreisläufer Karel Kveton wieder einsatzfähig ist und so ein wichtiger Pfeiler in der Defensive zurückkehrt. „Es steht wieder ein Top-Spiel an und da ist man generell etwas fokussierter“, so der Übungsleiter:„Unser Tempospiel wird noch einmal entscheidender und wichtiger“. Damit die Füchse in ihr schnelles Spiel kommen, müssen sie die Gastgeber dauerhaft unter Druck setzen und eine hohe Aktivität auf dem Parkett haben. „Ich bin mir sicher, dass das heimische Publikum die Hoyerswerdaer noch weiter motivieren wird“, freut sich Richter auf das Duell: „Sie werden alles in die Waagschale werfen und ich denke, dass sie das auch mit körperlicher Stärke umsetzen wollen“. Dagegenhalten können die Rot-Weißen mit einer erneut sattelfesten Verteidigung und einer Offensive, die ihre freien Chancen konsequent nutzt. „Mir ist es sehr wichtig, dass wir gleich zu Beginn der Begegnung in Führung gehen und uns einen Vorsprung erspielen“, weiß der Übungsleiter: „Denn dann ist es immer leichter zu agieren, da auch die Beine des Gegners schwerer werden und man in einer Schwächephase nicht in Rückstand gerät“. Übrigens: Die Bilanz zwischen dem LHV Hoyerswerda und HC Einheit Plauen ist mit neun Siegen, zwei Unentschieden sowie sieben Niederlagen positiv für die Lausitzer. „Das wollen wir auf jeden Fall ändern“, strebt Jan Richter eine zumindest dann ausgeglichene Statistik nach der Saison an.

Für diese schwere Auswärtsfahrt hoffen die Spitzenstädter wieder auf eine lautstarke Unterstützung der treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstagnachmittag, um 17.30 Uhr, in der Sporthalle des BSZ Konrad Zuse in Hoyerswerda (Käthe-Kollwitz-Straße 5) und der Bus fährt 12.15 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 12.30 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit erwartet hartes Stück Arbeit in Hoyerswerda
Foto: Einheit erwartet hartes Stück Arbeit in Hoyerswerda

„Höherklassig zu spielen, ist schon echt cool“

(10.10.2022)

Beim 32:24-Sieg des HC Einheit Plauen gegen den Zwönitzer HSV feierte Kreisläufer Xaver Hinterseer in der 42. Minute vor 350 Zuschauern in der Einheit-Arena sein Debüt in der Sachsenliga. Wie das Eigengewächs seine Premiere in der ersten Mannschaft erlebt hat, hat der 23-jährige Plauener Florian Wißgott im Interview nach dem Spiel verraten.

Wie hast du dein Debüt in der ersten Mannschaft erlebt?

„Es war sehr spannend, aufregend und höherklassig zu spielen, ist schon echt cool. Das Spiel läuft viel schneller ab und dass mir Jan so viel Spielzeit eingeräumt hat, hat mich riesig gefreut. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht.“

Wie kam`s zu deinem überraschenden Einsatz?

„Nachdem sich Karel Kveton zum Ende des Abschlusstrainings am Freitagabend eine Zerrung zugezogen hatte, kam Heiko zu mir und hat gefragt, ob ich Zeit fürs heutige Spiel hätte. Heute morgen hat er mir dann noch eine WhatsApp geschrieben, wann wir uns in der Einheit-Arena treffen. Am Anfang saß ich ja als passiver Spieler neben der Wechselbank auf einem Hocker und stand noch nicht auf dem Protokoll. Doch noch während der ersten Halbzeit kam Jan zu mir und meinte, dass wir wechseln müssen. Dann hat er mich gefragt, ob ich spielen möchte und da hab` ich natürlich Ja gesagt, denn dafür bin ich ja hier. Anschließend wurde ich aufs Protokoll geschrieben und dann war eigentlich schon klar, dass ich auf jeden Fall spielen werde. Dass es dann so lange geworden ist, hat mich riesig gefreut.“

Bist du zufrieden mit deiner Sachsenliga-Premiere?

„Ja, schon. Es gibt natürlich immer etwas zu kritisieren an der eigenen Leistung, aber im Großen und Ganzen fand ich`s ganz in Ordnung. Denn es war ja mein aller erstes Spiel in der ersten Mannschaft und ich hatte ja nicht einmal vorher mittrainiert.“

Was war der größte Unterschied?

„Das Körperliche, egal ob Angriff oder Abwehr. In der Offensive wird man am Kreis natürlich viel härter rangenommen. In der Defensive kommen die Gegenspieler mit viel mehr Tempo, Biss sowie Druck und da muss man viel mehr Gegenhalten als ich`s bisher gewohnt war."

Jetzt hast du das erste Mal fünfte Liga gespielt, wie soll`s weitergehen?

„Mein Ziel ist es trotzdem, erst einmal wieder in der zweiten Mannschaft richtig anzukommen und mich zu integrieren. Denn ich hab` ja die letzten drei Jahre in Friedrichshafen am Bodensee gewohnt und Maschinenbau studiert. Deshalb sehe ich aktuell die erste Mannschaft als Bonus und großen Höhepunkt, wenn ich wie heute dort mitspielen kann. Jetzt aber möchte ich erst einmal schauen, wie ich in der zweiten Mannschaft ankomme und entscheide dann, wie es für mich weiter geht. Ich möchte aber nun öfter bei den Trainingseinheiten mitmachen und dabei dann versuchen, mich mit einzubringen.“

Hast du den Traum, einmal ein fester Bestandteil der ersten Mannschaft zu werden?

„Ja, wenn es sich mit allem wie der restlichen Freizeit und Arbeit vereinbaren lässt, dann könnte ich es mir eventuell vorstellen. Aber jetzt noch nicht in der ganz nahen Zukunft, sondern eher mittelfristig oder langfristig.“

Was hast du aus der Zeit bei der HSG Friedrichshafen/Fischbach mitgenommen?

„Auf jeden Fall Spielerfahrung und diese auch mal außerhalb von Sachsen machen zu können sowie teilweise auch andere Spielzüge. Dort habe ich teilweise auch mit der ersten Mannschaft gespielt und konnte so schon mal etwas höherklassiger im Vergleich zu unserer zweiten Mannschaft auf Torejagd gehen, wo die körperlichen Anforderungen auch schon etwas höher waren. Dadurch habe ich neue Impulse bekommen und die Zeit war auf jeden Fall sehr interessant, auch wenn wegen der Corona-Pandemie vieles ausgefallen ist oder verschoben wurde. Alles in Allem war es schon ein anderer Eindruck, den ich gewonnen habe und das war schon wertvoll für mich.“

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Foto: „Höherklassig zu spielen, ist schon echt cool“

Einheit schlägt auch Zwönitz mit schnellem Spiel

(09.10.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben gegen den Zwönitzer HSV deutlich mit 32:24 gewonnen. Dabei gab es auch ein Sachsenliga-Debüt eines Eigengewächses.

Viertes Spiel, vierter Sieg: Die Handballer des HC Einheit Plauen bleiben auch nach dem klaren 32:24-Erfolg gegen den Zwönitzer HSV verlustpunktfrei an der Tabellenspitze der Sachsenliga. Dabei blieb es sogar den Gästen vorbehalten, den ersten Treffer in der Partie zu erzielen und so lagen die Füchse erstmals in dieser Saison nach gut einer Minute mit 0:1 zurück. Und nur vier Zeigerumdrehungen später beim Stand von 2:2 hatten die Erzgebirger sogar die Möglichkeit erneut in Führung zu gehen, nachdem sie einen Wurf der Vogtländer geblockt hatten - doch der Konterpass ging ins Aus. „Wir haben die Begegnung etwas auf die leichte Schulter genommen“, kritisiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir fühlten uns sehr sicher und sind öfter einen Schritt zu wenig gegangen oder haben ihn im richtigen Moment nicht geschafft, weshalb wir dann ein Gegentor kassiert haben“. Doch dies änderte sich schnell: So gelang es den Rot-Weißen mit ihrem Tempohandball nach einem technischen Fehler oder Fehlwurf die mit lediglich neun Mann angereisten Gäste auszukontern und in Führung zu gehen. Einziges Manko: Die Hausherren leisteten sich viele Fehlwürfe, konnten sich so für ihre schnelle Spielweise nicht immer belohnen und auch keinen größeren Vorsprung herausspielen. So konnten die Zwönitzer nach sieben Zeigerumdrehungen sogar noch einmal den 3:3-Ausgleich bejubeln und den Rückstand bis zur 22. Minute beim Stand von 13:11 für die Spitzenstädter bei nur zwei Toren halten. „Wir sind immer wieder am überragend haltenden gegnerischen Torhüter gescheitert, der mehrere Würfe von sechs Metern sehenswert parieren konnte“, so Richter: „Der Schlussmann hat sich in einen Rausch gehalten, wodurch er seine Mannschaft länger im Spiel gehalten hat“. Bis zur Halbzeitpause stellten sich die Vogtländer auf die Stärken des Zwönitzer Torhüters besser ein, kamen durch eine stabile Abwehr zu vielen Ballgewinnen und hatten so immer wieder Kontersituationen, die sie nun effektiver nutzen.

Nach dem Seitenwechsel beim Stand von 18:13 feierte nicht nur Torhüter Tim Hujer sein Heimspieldebüt, sondern hatten die Plauener auch ihre stärkste Phase in der Begegnung, in der sie zeigten, wie sattelfest eigentlich ihre Defensive ist. So schafften es die Füchse sogar, dass die Gäste in Unterzahl nicht nur keinen Wurf aufs Einheit-Gehäuse brachten, sondern auch ihr Angriff nach Zeitspiel abgepfiffen wurde. „In der Kabine habe ich die Spieler noch einmal sensibilisiert und erklärt, was nötig ist, um das Aufeinandertreffen klar zu gestalten“, erklärt der Übungsleiter: „Wir müssen uns in der Abwehr mehr bewegen und das setzte die Mannschaft dann auch stark um“. So entschieden die Rot-Weißen mit zahlreichen Tempogegenstößen die Partie bis zur 42. Minute beim Stand von 28:16 für sich und wechselten fleißig durch. Dabei konnten die 350 Zuschauer in der Einheit-Arena auch Xaver Hinterseer am Kreis in Aktion sehen, der erstmals in der ersten Mannschaft zum Einsatz kam und so seine Sachsenliga-Premiere beging. „Wir haben ihn kurzfristig ins kalte Wasser geworfen, er hatte keine Trainingseinheit mit uns und hat sich absolut reingehauen“, freute ich Jan Richter: „Ich bin sehr froh, dass ich auf solch einen Spieler aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen konnte, der uns auch in dieser Phase hilft“. Denn zum Ende des Abschlusstrainings am Freitagabend hatte sich Kreisläufer Karel Kveton eine Zerrung zugezogen und war deshalb zum Zuschauen verdammt. „Es war sehr spannend, aufregend und höherklassig zu spielen, ist schon echt cool“, sagte ein überglücklicher Xaver Hinterseer: „Das Spiel läuft viel schneller ab und dass mir Jan so viel Spielzeit eingeräumt hat, hat mich riesig gefreut“. Und der Einheit Trainer ergänzt: „Xaver hat sich so viel Einsatzzeit verdient, hat Potenzial und deshalb werden wir ihn jetzt immer weiter im Training in die Mannschaft einbauen“. In der Schlussviertelstunde konnten die Gäste noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, indem sie vor allem über ihren Kapitän Tommy Löbner zum Torerfolg kamen, der insgesamt zehn Treffer zu einem guten Auftritt der Zwönitzer beitrug. Auch hatten die Erzgebirger immer wieder richtig starke Aktionen über den Kreis, der sogar mit blinden Zuspielen bedient wurde oder im Eins-gegen-Eins, als sie es so schafften, den Einheit-Spieler zu isolieren und dann die freie Lücke zum Abschluss nutzten. „Das müssen wir im Kollektiv unterbinden“, fordert Richter: „Wir haben zu viele Gegentore kassiert und deshalb muss in Zukunft wieder jeder Spieler an sein Limit gehen“. Dabei machte sich auch der Ausfall von Kveton in der Verteidigung bemerkbar und so wünschst sich der Übungsleiter, „dass wir auch ohne Karel stabiler stehen sowie wieder mit mehr Biss auf dem Parkett agieren“. Trotz der vielen Wechsel verloren die Vogtländer nie den Spielfluss und konnten so mit ihren Fans einen souveränen 32:24-Sieg im zweiten Heimspiel bejubeln. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Hujer - Kveton, Hinterseer, Gemeinhardt (3), Thiele (2), Krüger (1), Linhart (8/1), Kacin (2), Jahn (2), Zbiral (4), Faith (3), Pecek (5), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Zwönitzer HSV: Anger (1), Daya (2), Fritsch (3), Langer, Kotesovec (2), Briest (3), Müller (3), Baumgarten, Löbner (10/3); Trainer Vasile Sajenev, Mannschaftsverantwortlicher Tony Kinder

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 1 für Zwönitzer HSV

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, 2 für Zwönitzer HSV

Zuschauer: 350

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Einheit will auch gegen Zwönitz den Fans viele Tore bieten

(06.10.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen wollen auch ihr zweites Heimspiel der Sachsenliga-Saison gegen den Zwönitzer HSV am Samstagnachmittag gewinnen. Wenn um 17 Uhr in der Einheit-Arena der vierte Spieltag angepfiffen wird, dann gibt es auch ein Wiedersehen.

„Wenn wir unsere Leistung bringen und an unser Limit gehen, dann können wir die Partie gewinnen“, so Trainer Jan Richter. Dass an dieser Aussage keine Zweifel bestehen, haben die Füchse in den ersten drei Begegnungen bewiesen, als sie souveräne Siege einfuhren und jeweils über 30 Treffer erzielten sowie nicht mehr als 25 Gegentore kassierten. Doch wie gelingt es, dass die Auswahl das kommende Aufeinandertreffen wieder eine solch konzentrierte Leistung wie beim 40:24-Auswärtssieg gegen Koweg Görlitz aufs Parket bringt? „Ich sensibilisiere die Mannschaft in jedem Training, denn jedes Spiel beginnt bekanntlich bei 0:0“, erklärt der Übungsleiter: „Es wirkt so einfach und entspannt, weil wir die Partie von Anfang bis Ende mit einhundert Prozent angehen“. Denn wenn der Gegner in einen Lauf kommt, die Rot-Weißen ins Hintertreffen geraten und sich für ihre guten Aktionen nicht belohnen, dann passiert es ganz schnell, dass auch sie Probleme bekommen. „Diese Probleme können sich dann bis zum Ende der Begegnung hinziehen und das wollen wir einfach nicht“, sagt Richter: „Wir wollen voll konzentriert mit einer guten Leistung ins Aufeinandertreffen starten, sofort in Führung gehen und diese bis zum Abpfiff nicht mehr hergeben“. Damit sich auch das Spiel gegen die Erzgebirger sehr positiv entwickelt, gehen die Spitzenstädter wie gewohnt auf den Gegner ein und bereiten sich akribisch vor. „Wir dürfen Zwönitz nicht unterschätzen“, warnt der Einheit-Trainer: „Wir haben in der vergangenen Saison auch gegen Top-Mannschaften gezeigt, dass wir gegen sie gefährlich sowie erfolgreich sein können und genau das gleiche wird sich Zwönitz vornehmen, denn sie haben nichts zu verlieren, weshalb sie alles nach vorne werfen werden“. So gilt es für die Vogtländer, wieder eine „rundum gelungene Leistung“ zu zeigen und weiter an den Defiziten in den Trainingseinheiten zu arbeiten. „Natürlich gibt es verschiedenen Kleinigkeiten, die man noch verbessern kann“, weiß Jan Richter: „Jeder Fehlwurf, jeder technische Fehler ist einer zu viel und da haben wir immer noch Potenzial, diese zu verringern“. Auch sieht der Übungsleiter im Zusammenspiel noch Luft nach oben sowie „in der Deckung können wir noch einen Schritt mehr uns bewegen und noch besser in die Aktion hereinkommen, um so noch weniger Gegentore zu bekommen“, fordert Richter: „Wir müssen wieder gut arbeiten und dann werden wir auch wieder erfolgreich sein“. Denn die Plauener wollen ihren Fans etwas bieten „und am liebsten sieht man natürlich viele Tore“, weiß der Einheit-Trainer. Das versuchen die Füchse über ein schnelles Spiel umzusetzen, damit sie mehr Angriffe haben und so häufiger zum Abschluss kommen. „Die Riege hat jetzt schon mehrfach bewiesen, dass sie das hohe Tempo über die vollen 60 Minuten gehen kann“, berichtet Jan Richter: „Wenn wir wie aktuell die Wechselmöglichkeiten haben, die enorm wichtig sind, um diese Art von Handball zu spielen, dann mache ich mir da keine Sorgen, weil alle Akteure bis auf Mittelmann Kevin Model fit sind“.

Mit dem Zwönitzer HSV kommt dagegen eine Mannschaft in die Einheit-Arena, die am vergangenen Wochenende „schlimme Schlussminuten“ mit doppelter Disqualifikation sowie insgesamt fünf verworfenen Siebenmetern erlebt hat und trotz 26:22-Führung in der 51. Minute am Ende noch eine 28:29-Niederlage gegen Aufsteiger Radeberger SV kassierte. Bereits in der Woche zuvor kassierten die Erzgebirger bei der zweiten Vertretung des EHV Aue eine deutliche 33:21-Niederlage, da sie beim Absteiger einen „schlimmen Fehlstart“ hinlegten und nach zehn Minuten mit vielen Offensivfehlern sowie einer zu passiven Abwehr bereits 0:5 zurück lagen. Dagegen gelang den Zwönitzern gegen den zweiten Aufsteiger HSG Freiberg II ein knapper Erfolg, in dem sie in der Schlussphase immer ein bis zwei Tore vorlegten und Max Briest 15 Sekunden vor Abpfiff mit seinem sechsten verwandelten Strafwurf zum 29:28 den Sieg zum Saisonauftakt perfekt machte. Diese nervenaufreibenden Partien erlebte übrigens an der Seitenlinie Trainer Vasile Sajenev, der in der Spielzeit 2019/2020 beim HC Einheit Plauen gemeinsam mit Jan Richter die Geschicke leitete. „Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit Vasile, wir sind immer noch im regen Austausch, unterhalten uns gerne und jetzt treffen wir als freundschaftliche Konkurrenten aufeinander“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Allerdings haben wir unterschiedliche Saisonziele, Zwönitz möchte sich entwickeln und die Liga halten, wir wollen direkt wieder in die mitteldeutsche Oberliga aufstiegen“. (flow)

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Foto: Einheit will auch gegen Zwönitz den Fans viele Tore bieten

Einheit gewinnt mit Vollgas-Handball deutlich in Görlitz

(03.10.2022)

Erstmals in dieser Sachsenliga-Saison knackten die Handballer des HC Einheit Plauen die 40-Tore-Marke. Wieso Koweg Görlitz trotz des 40:24-Kantersieges der erwartet erste große Gradmesser für die Füchse war.

Die Sachsenliga-Handballer des HC Einheit Plauen wurden auch am Sonntagabend bei Koweg Görlitz ihrer Favoritenrolle gerecht und bejubelten einen beeindruckenden 40:24-Auswärtssieg. „Wir müssen 60 Minuten Vollgas geben, dann wird Görlitz unserem Tempospiel Tribut zollen müssen“, forderte Trainer Jan Richter vor dem Spiel. Und genau so starteten die Rot-Weißen in die Partie, in der sie nach gut sechs Minuten bereits mit 5:2 führten. „Wir haben jeden Fehler der Hausherren konsequent genutzt und in eigene Tore umgewandelt“, freut sich der Übungsleiter. Doch auch die Ostsachsen bewiesen vor einem stimmungsvollen Publikum ihre Qualität, überzeugten mit einer starken Spielanlage und verkürzten innerhalb von nur drei Zeigerumdrehungen auf 4:5. Allerdings hielt diese spannende Phase der Begegnung nicht lange an, da die Spitzenstädter die Neißestädter bei ihren Angriffsbemühungen ständig unter Druck setzten, weshalb sich die Gastgeber immer wieder überhastete Würfe nahmen. „Obwohl die Görlitzer einen sehr guten Rückraum haben, stellte meine Mannschaft die Hausherren vor Probleme, die sie nicht lösen konnten“, ist Richter stolz auf seine Auswahl. So bauten die Vogtländer ihre Führung innerhalb von drei Zeigerumdrehungen auf 4:8 aus und konnten sich bis zur zwanzigsten Minute einen Acht-Tore-Vorsprung erspielen. Erst eine Unterzahl und technische Fehler in der Offensive bremsten die Südwestsachsen gegen Ende des ersten Durchgangs beim Stand von 18:12 etwas aus. „Wenn wir den Ball noch sicherer in unseren eigenen Reihen halten, dann können wir uns noch häufiger für unseren starken Angriff belohnen“, analysiert der Einheit-Trainer. Dennoch: Die überragende Trefferquote sorgte dafür, dass die Plauener mit einem 21:14 in die Halbzeitpause gingen. „Für mein Empfinden haben wir im ersten Durchgang noch ein paar Tore zu viel kassiert“, kritisierte Jan Richter: „Vor allem die einfachen Würfe ohne Bedrängnis stören mich, die wir verhindern wollen und dabei dann einen Fehler machen“. Denn auch die Grenzstädter waren in der Lage, diese fehlende Abstimmung der Füchse mit Kontertoren zu bestrafen und so den Sieben-Tore-Rückstand konstant zu halten.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Rot-Weißen ihre Führung auch dank einer „überragenden zweiten Welle“ mit Mittelmann David Zbiral kontinuierlich aus und profitierten auch davon, dass die Europastädter konditionell nachließen. Dies führte dazu, dass das starke Görlitzer Rückraum-Trio mit dem ehemaligen Einheit-Spieler Matyáš Burda und den beiden Neuzugängen Vojta Kozubik sowie Florian Weickelt zwar insgesamt 17 Treffer erzielen konnte, aber sich dabei auch viele Fehlwürfe leistete. Auch die Spitzenstädter hatten während der zweiten dreißig Minuten „immer wieder ganz kurze Phasen im Spiel, in denen wir nicht so agiert haben, wie wir es uns vorgenommen hatten“, ärgert sich der Übungsleiter. Doch entscheidend für den deutlichen 40:24-Sieg war, dass die Vogtländer nur ganz wenige eigene Fehler gemacht sowie eine richtig gute Abwehr gestellt haben und so einen nie gefährdeten Sieg einfahren konnten.

„Meine Mannschaft hat heute über 55 Minuten an ihrem Leistungsmaximum gespielt und genau das umgesetzt, was das Spielkonzept vorsah“, resümierte Richter: „Wir konnten auch deshalb so hoch gegen Görlitz gewinnen, weil wir von Beginn an sehr gut ins Aufeinandertreffen kamen, die Jungs ihre Stärken aufs Parkett brachten und in Führung liegend sehr dominant sowie sicher spielten“. Davon konnte sich auch Ligakonkurrent LHV Hoyerswerda ein Bild machen, der sich fast mit der kompletten Riege die Partie anschaute und von der „atemberaubenden Geschwindigkeit“ der Südwestsachsen begeistert war. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (4), Gemeinhardt, Thiele, Krüger (2), Linhart (5/2), Kacin (8), Jahn (6), Zbiral (5), Faith (1), Pecek (7), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Koweg Görlitz: Adam, Mautsch (1), Kozubik (7), Czarnowsky (1), Savic, Türkowsky (2/1), Burda (5), Valtin, Prieß, Weickelt (5), Philipp (1), Wittig (1), Just (1), Rohne; Trainer Michael Schuller, Mannschaftsverantwortlicher Jens Rohne; Physio Nico Förster

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 3 für Koweg Görlitz

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, 2 für Koweg Görlitz

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Foto: Einheit gewinnt mit Vollgas-Handball deutlich in Görlitz

Einheit erwartet in Görlitz ersten großen Gradmesser

(29.09.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen sind an diesem Wochenende erneut auswärts gefordert und wollen am Sonntagnachmittag ab 17 Uhr beim SV Koweg Görlitz die nächsten zwei Punkte in der Sachsenliga einfahren. „Wir sind in der Liga angekommen, haben zwei überzeugende Leistungen aufs Parkett gebracht und so soll es weitergehen“, freut sich Trainer Jan Richter: „Radeberg war eine Pflichtaufgabe, gegen den Aufsteiger mussten wir gewinnen“. Doch in der Art und Weise, wie die Füchse agiert haben, „speziell am Anfang, als meine Mannschaft die Partie zu einhundert Prozent angenommen, dann auch verdient zur Halbzeitpause mit elf Toren geführt und den Sieg am Ende mit 14 Toren sicher nach Hause gebracht hatte, war wirklich stark“, ist der Übungsleiter stolz auf seine Auswahl: „Dass zum Ende der Begegnung bei solch einer hohen Führung auch nicht alles perfekt läuft, ist ganz normal“. Nun weiß dass Trainergespann, was die Rot-Weißen alles können und „die Truppe konnte sich weiter festigen“, berichtet Richter: „Ich denke, dass das eine gute Grundlage ist für den nun kommenden ersten großen Gradmesser mit Görlitz“.

Dabei mussten die Ostsachsen noch vor Saisonbeginn zwei herbe Rückschlage verkraften und mit Kreisläufer Vit Sebek (zu Ligakonkurrent KJS-Club Dresden) sowie Rechtsaußen Lino Nincevic (zum Oberligisten ZHC Grubenlampe) zwei schwerwiegende Abgänge kurzfristig kompensieren. Zwar konnten die Grenzstädter die offenen Positionen im Rückraum durch die Zugänge von Florian Weickelt und Vojta Kozubek vielversprechend besetzen, dennoch müssen sie nun mehr denn je auf die eigenen Nachwuchstalente setzen. Diese erreichten in der vergangenen Spielzeit mit der A-Jugend den dritten Platz in der Sachsenliga und so gingen die Lausitzer selten zuvor mit einer derart jungen Mannschaft in ihre mittlerweile 13. Sachsenliga-Saison, in der sie zum dritten Mal in Folge das Ziel Klassenverbleib ausgerufen haben. Dass die Neißestädter Potenzial in ihrer Riege haben, haben sie gleich im ersten Aufeinandertreffen gegen den Radeberger SV gezeigt, als sie den Aufsteiger dank einer starken Abwehrleistung und einer hohen Abschlussqualität von allen Positionen deutlich mit 38:24 besiegten. Dabei glänzte vor allem der 17-jährige Roberto Savic, der im Mittelblock in der Abwehr an der Seite von Martin Philipp ein richtig starkes Spiel machte und die „Problemzone“, die Trainer Michael Schuller vor der Saison ausgemacht hatte, eher in eine Stärke verwandelte. Im Positionsangriff überzeugten die beiden Halbspieler Burda mit neun Toren und Neuzugang Kozubik mit sieben Treffern sowie der aus Bernstadt gewechselte junge Florian Weickelt, der ebenfalls nicht nur viel Torgefahr ausstrahlte, sondern auch acht Mal einnetzte. Doch die Tabellenführung des Vorjahresachten war nur eine Momentaufnahme, denn bei der SG LVB setzte es trotz einer 14:13-Halbzeitführung noch eine klare 27:36-Niederlage. Damit fiel die Pleite am Ende um Einiges zu hoch aus, doch die Europastädter konnten die Ausfälle der drei sehr wichtigen Rückraumspieler Türkowsky, Kozubik und Mautsch sowie des kurzfristig erkrankten Savic nicht kompensieren. Zwar hielten die Görlitzer durch effektive Abschlüsse das Spiel lange offen, doch nach dem Seitenwechsel und dem 13:15 kam der Knackpunkt der Partie: Erst haben sie eine doppelte, dann eine einfache Überzahl mit insgesamt drei Toren verloren und sind dadurch in Rückstand geraten. Dazu kam, dass die beiden Rückraumspieler Burda sowie Weickelt, die die Hauptlast tragen mussten, irgendwann an ihre konditionellen Grenzen geraten würden und so zogen die Leipziger davon.

„Wir müssen von Anfang an gleich Leistung zeigen, unsere Stärken aufs Parkett bringen und dann haben wir über unser schnelles Umschaltspiel die Chance, schnell in Führung zu gehen“, fordert der Einheit-Trainer: „Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen, denn Görlitz hat auch Spieler in seinen Reihen, die schon in der Mitteldeutschen Oberliga auf Punktjagd gegangen und erfahren sind“. Wie Matyáš Burda, der in der Saison 2019/2020 das rot-weiße Trikot trug und variabel im Rückraum zum Einsatz kommt. „Matyáš ist ein guter Akteur, hat bei uns schon viele gute Entscheidungen getroffen und wird ein Schlüsselspieler sein, weshalb wir ihn in den Griff bekommen müssen“, weiß Jan Richter um die Stärken und Schwächen seines ehemaligen Spielers: „Mittlerweile fehlt ihm zwar aus dem Rückraum etwas die Wurfgewalt, aber er hat ein gutes Eins-gegen-Eins und ein gutes Auge, deshalb müssen wir auf ihn gut aufpassen“. Damit das gelingt, müssen die Spitzenstädter eine gute Abwehr stellen, „wodurch wir zu Ballgewinnen und dann in unser schnelles Umschaltspiel kommen“, fordert der Übungsleiter: „Wir müssen clever und abwartend spielen, dann werden wir auch Görlitz vor Probleme stellen“. Zwar haben die Ostsachsen durch die Niederlage bei LVB einen klaren Dämpfer bekommen, „dennoch dürfen wir sie in ihrer heimischen Halle vor eigenem Publikum nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Richter: „Wir wollen natürlich auch gegen Görlitz gewinnen, aber es wird schwer, denn die Hausherren werden sicherlich von ihren stimmungsvollen Rängen beflügelt sein“. Was mit ihren Fans im Rücken möglich ist, dass zeigten sie zum Saisonauftakt und so sind sich die Vogtländer bewusst, dass sie sich nicht zu viele individuelle Fehler leisten sollten. „Dass Görlitz seinen Gegner auskontern kann, das haben sie gegen Radeberg gezeigt“, weiß der Einheit-Trainer: „Das sollten wir tunlichst vermeiden, denn wenn man drei, vier Tore hinten liegt und gewinnen muss, dann wird das extrem schwer“. Dabei haben die Plauener keine Angst vor solch einer Kulisse, denn „wir haben erfahrene Spieler, die solche Situationen kennen“, sagt Jan Richter: „Ich freue mich auf diese tolle Atmosphäre, ich mag solche Duelle mit einer lautstarken Unterstützung der Fans“.

Für die weiteste Auswärtsfahrt der Saison hofft der HC Einheit Plauen auf eine lautstarke Unterstützung seiner treuen Anhänger - die Partie beginnt am Sonntag, um 17 Uhr, in der Jahn-Sporthalle Görlitz (Kummerau 6) und der Bus fährt 11.30 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 11.45 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit erwartet in Görlitz ersten großen Gradmesser
Foto: Einheit erwartet in Görlitz ersten großen Gradmesser

Einheit bejubelt hohen Auswärtssieg beim Aufsteiger

(25.09.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben am Samstagabend in der Sachsenliga beim Radeberger SV die nächste Prüfung bestanden. Die Füchse bezwangen den Aufsteiger deutlich mit 39:25 und sprangen nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel der Saison an die Tabellenspitze.

Beim ersten Heimspiel in der Geschichte des Radeberger SV in der Sachsenliga legte der HC Einheit Plauen am Samstagabend einen starken Start aufs Parkett und führte bereits nach 49 Sekunden mit 2:0 sowie nach gut elf Minuten mit 4:10. Grund dafür war, dass die Rot-Weißen nahezu jeden Fehler des Aufsteigers konsequent bestraften und nach einem gegnerischen Fehlwurf oder Ballverlust sofort ins Tempogegenspiel gegangen sind, was zu einfachen Toren führte. Aus einer solide stehenden Abwehr heraus entwickelten die Spitzenstädter ein sicheres, schnelles und druckvolles Angriffsspiel, wodurch sich die Vogtländer immer wieder aussichtsreiche Wurfsituationen erspielen konnten. Doch Mitte der ersten Halbzeit kassierten die Südwestsachsen mehrere Gegentore bei Zeitspiel, die Einheit-Trainer Jan Richter nach 15 Minuten beim Stand von 6:10 zur Auszeit bewogen. „Wenn Radeberg drei, vier Mal ähnlich einnetzen kann, dann muss meine Mannschaft darauf schneller Lösungen finden, um dies zu unterbinden“, kritisierte der Übungsleiter: „Da müssen die Spieler eher auf den Ballführenden gehen und auch beim Zusammenspiel zwischen Torhüter sowie Block müssen wir bessere Lösungen finden“. Die Ansprache fruchtete und so konnten die Füchse innerhalb von nur fünf Zeigerumdrehungen ihren Vorsprung auf eine Neun-Tore-Führung ausbauen. Denn die Hausherren waren aufgrund einer starken Verteidigung der Rot-Weißen gezwungen, so lange zu spielen, bis die Schiedsrichter Zeitspiel angezeigt haben und durch die daraus oft resultierenden unvorbereiteten Abschlüsse kamen die Gäste zu einfachen Ballgewinnen, die sie in eigene Treffer umwandelten. Dank vieler Kontertore, weniger Fehlwürfe und einer starken Wurfquote erhöhten die Spitzenstädter bis zur Halbzeitpause auf 20:9. „Die hohe Effektivität bei den Abschlüssen lag auch daran, dass sich die Riege viele Würfe in aussichtsreicher Position nehmen konnte und damit kann man sehr zufrieden sein“, erklärt Richter: „Mit dem ersten Durchgang war ich wirklich sehr zufrieden, weil die Auswahl komplett das umgesetzt hat, was ich von ihr erwartet hatte und sowohl offensiv als auch defensiv eine richtig gute Leistung aufs Parkett gebracht hat“.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Vogtländer ihre Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse vermissen brachten drei freie Würfe von der Sechsmeterlinie nicht im Tor unter. Dazu kamen technische Fehler und unglückliche Gegentore wie Abpraller, die dafür sorgten, dass die Gastgeber den Rückstand bis Mitte der zweiten Halbzeit konstant halten konnten. „Durch die hohe Führung ist bei den Jungs der Druck etwas abgefallen und so fehlte in der Abwehr der letzte Zugriff, da jeder einen halben Schritt weniger machte, weshalb man nicht mehr alles zuschieben konnte“, erläutert der Übungsleiter: „Die Mannschaft hat aber dennoch nicht schlecht gespielt, weil sie sich ja trotzdem viele Abschlüsse in aussichtsreicher Position erspielt hatte“. Erst eine Auszeit von Trainer Jan Richter in der 43. Minute beim Stand von 17:27 und personelle Wechsel brachten den Fokus sowie die letzte Konsequenz bei den Südwestsachsen wieder zurück. „Die Jungs haben es nach dem Impuls von Außen wieder geschafft, erneut fokussiert zu agieren“, freut sich der Einheit-Trainer und so konnten die 20 mitgereisten Fans nur zwei Zeigerumdrehungen später einen sehenswerten Kempa-Treffer von Petr Linhart auf Dominik Pecek zum dreißigsten Tor bejubeln. In der Schlussviertelstunde ließ Trainer Jan Richter seine Spieler in verschiedenen Aufstellungen und auf unterschiedlichen Positionen agieren sowie probierte andere Angriffskonzepte aus. „Es ging mir darum, auch Akteuren, die nicht von Beginn an auf dem Parkett stehen, ihre Chance zu geben und diese haben sie wirklich sehr gut genutzt“, ist Richter stolz auf seine Truppe: „Maurice Thiele und Tim Hujer waren heute die zwei positiven Überraschungen der Partie“. So hielt Torhüter Hujer sechs von elf Bällen, die auf seinen Kasten kamen und feierte damit seine ersten Paraden in einem Pflichtspiel im Einheit-Trikot. „Tim kam aus der Verletzung, wird deshalb im Training aufgebaut und hat eine sehr gute Leistung gezeigt“, urteilt der Übungsleiter: „Ich bin total zufrieden mit ihm, er hat seine Chance auf jeden Fall genutzt“. Thiele überzeugte das Trainergespann vor allem im Rückraum-Mitte „mit seinem Druck zum Tor sowie dass er ständig in die Lücke gestoßen ist und sich dafür mit Toren belohnt hat“, schätzt Richter am 20-jährigen Plauener: „Maurice geht in viele Eins-gegen-eins-Duelle und hatte eine gute Spielkontrolle, womit ich sehr zufrieden war“. Einziges Manko: Trotz der lautstarken Unterstützung der Fans, die förmlich den vierzigsten Treffer herbei trommelten sowie diverser guter Möglichkeiten zum Einnetzen, wollte dieses Tor einfach nicht mehr fallen und so bejubelten am Ende die Füchse einen 39:25-Auswärtssieg. Großen Respekt zollte Trainer Jan Richter der Vereinsphilosophie des Radeberger SV, die nur auf einheimische Spieler aus der Region setzen und so „hat man gemerkt, dass sie sich erst noch an die neue Liga sowie das höhere Niveau gewöhnen müssen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Hujer - Kveton (3), Gemeinhardt (1), Thiele (4), Krüger (3), Linhart (10/4), Kacin (3), Jahn (3), Zbiral, Faith (1), Pecek (7), Sira (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Radeberger SV: Richter, Sieberth (2), Schulz (4), Röseler (4/2), Franz Bellmann (3), Fährmann (3), Stein (3), Herrmann (1), Kempe (2), Dorschner (3), Rathmann, Diedrich, Tim Bellmann; Trainer Carsten John, Mannschaftsverantwortlicher Ron Weidig

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 3 für Radeberger SV

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen, 4 für Radeberger SV

Disqualifikation: 1 für Radeberger SV (ohne Bericht)

Foto zur Meldung: Einheit bejubelt hohen Auswärtssieg beim Aufsteiger
Foto: Einheit bejubelt hohen Auswärtssieg beim Aufsteiger

Einheit gastiert beim Aufsteiger Radeberger SV

(21.09.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen gastieren am Samstagabend ab 18 Uhr in der Sachsenliga beim Aufsteiger Radeberger SV. „Wir müssen das Spiel richtig angehen, eine starke Leistung aufs Parkett bringen und gewinnen“, fordert Trainer Jan Richter: „Wir haben mit Radeberg die nächste Prüfung“. Damit diese bestanden wird, haben die Übungsleiter den 32:23-Sieg beim Saisonauftakt gegen die zweite Vertretung des EHV Aue mit der Mannschaft analysiert und einige Erkenntnisse gewonnen. So hat die Auswahl die guten Leistungen aus der Vorbereitung mitgenommen, aber man hat bei den Erzgebirgern auch gemerkt, dass es nach dem Doppelabstieg der ersten Mannschaft aus der zweiten Bundesliga und der zweiten Vertretung aus der Mitteldeutschen Oberliga einen gewissen Aderlass gab. „Trotzdem darf man nicht unterschätzen, dass Aue II eine junge Truppe ist und wir es geschafft haben, ihr relativ frühzeitig den Zahn zu ziehen“, freut sich Richter: „Aues schnelles Spiel fand nicht statt, weil wir so schnell und gut agiert haben sowie dominant aufgetreten sind“. Genauso wollen sich die Füchse auch in Radeberg präsentieren, denn „wenn man dem Gegner zeitig den Zahn zieht, dann läuft die Partie auch nach den eigenen Vorstellungen“, weiß der Einheit-Trainer. Doch das wird nicht in jeder Begegnung funktionieren, da es auch starke Kontrahenten in der Sachsenliga geben wird, die es schaffen werden, dies zu unterbinden. „Aber es ist wahnsinnig schwer, wenn wir aus den Ballverlusten so schnell und dominant im Angriff agieren, dort dann den Kontakt aufzunehmen“, ist Jan Richter überzeugt: „Trotzdem können wir ja auch Fehler machen, aber die Jungs haben zur Zeit einen unglaublich guten Fokus zum Spielbeginn sowie nach der Halbzeit und schaffen es so, ihre volle Schlagkraft auszuspielen“. Dafür gibt es andere Phasen, in denen es die Rot-Weißen nicht mehr schaffen, auf den Punkt zu spielen, nicht mehr als Mannschaft agieren und dann nicht mehr ganz so erfolgreich sind. Wie gegen Aue II, als sich einige Akteure dann in Einzelaktionen versucht haben, was zu einfachen Fehlern sowie Fehlwürfen führte und in der Abwehr nicht mehr so kompakt standen. „Die Spieler aus der zweiten Reihe müssen dann einfach den Fokus hoch halten und weiter eine starke Leistung aufs Parkett bringen sowie Druck machen, dann können wir erfolgreich sein“, schätzt der Übungsleiter seinen breiten Kader: „Aufgrund unserer offensiven Spielanlage müssen die Spieler gewechselt werden, dass jeder Akteur die Chance hat zu zeigen, dass er einen großen Wert für die Auswahl hat und im nächsten Aufeinandertreffen von Beginn an spielt“. Dass die Truppe bereits so gut eingespielt ist, liegt auch daran, dass während der Saisonvorbereitung viele Testspiele absolviert wurden und so nicht nur die Rückraumspieler miteinander sehr gut harmonieren, sondern auch die Kreisläufer sich klar verbessert gegen die Erzgebirger zeigten. „Man sieht, dass Petr Jahn die jungendliche Frische und bei seinem Eins-gegen-Eins die wahnsinnige Tiefe hat sowie sieht man bei Petr „Lino“ Linhart die Konsequenz, die mit der langen Zeit als Profispieler kommt“, zollt Richter seinen Spielern großen Respekt: „Dass die Kreisläufer besser eingebunden wurden, lag auch daran, dass sie gegen eine junge Riege, die körperlich unterlegen war und gegen eine offensive Deckung gespielt haben, wo sie mehr Räume bekamen“. Auch im ersten Auswärtsspiel streben die Spitzenstädter an, dass wie zum Saisonauftakt jeder Feldspieler mindestens ein Tor erzielt und seine Einsatzzeit bekommt, dennoch darf das erste Spiel nicht überbewertet werden. Zwar zeigten sich die Einheit-Trainer mit dem Ergebnis sehr zufrieden, aber mit dem Spielverlauf nicht ganz und so gab es noch Punkte wie das Umschaltspiel, an denen in den Übungseinheiten gearbeitet wurde. „Wir müssen in der Defensive noch einige Aktionen besser lösen, cleverer stehen und unsere Stellungsschwierigkeiten in den Griff bekommen“, so Jan Richter.

Gegen den Radeberger SV sollte dies ein machbares Unterfangen sein, denn der Aufsteiger, der erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Sachsenliga auf Punktejagd geht, muss erst noch in der neuen Liga ankommen. Denn die Radeberger verloren zum Saisonauftakt beim Vorjahresachten Koweg Görlitz mit 38:24, bei dem sie von der handballerischen Qualität sowie der Atmosphäre eingeschüchtert waren. Erst nach zehn Spielminuten fingen sich die Radeberger ein wenig und konnten sich insbesondere auf Tim Röseler verlassen, der alle seine fünf Strafwürfe verwandelte sowie insgesamt acht Tore erzielte. Die mit Abstand beste Abwehr der Verbandsliga Ost bekam den Koweg-Rückraum nicht gebändigt und Kozubik sowie Einheits ehemaliger Burda warfen alleine in der ersten Halbzeit insgesamt zehn Tore. Dazu kamen technische Fehler und ineffiziente Abschlüsse, die die Görlitzer mit ihrem schnellen Umkehrspiel gnadenlos bestraften. Erst nach dem Seitenwechsel nahm Radeberg den Kampf an und Spieler wie Paul Sieberth oder Robert Herrmann übernahmen Verantwortung, in dem sie Lücken rissen, Bälle erkämpften sowie die Hausherren zwangen, Zeitstrafen zu kassieren. Doch das gegnerische Tempospiel bekamen die Radeberger nicht unterbunden und kassierten in beiden Durchgängen gleich viele Gegentore, erzielten aber doppelt so viele Treffer in den zweiten wie in den ersten dreißig Minuten. Für den Aufsteiger, der zum Saisonauftakt nach über einem Jahr wieder eine Ligapleite einstecken musste, geht es nur um den Klassenerhalt und neben einem ausgeglichenen Kader soll dabei auch der bayerische Import Markus Dorschner helfen, der in der vergangenen Saison mit 39 Toren in 11 Spielen der beste Werfer war. Personell hat sich aufgrund der Vereinsphilosophie des Radeberger SV im Sommer nur wenig verändert: Extern verstärkt wurde die Mannschaft mit Philipp Daferner, der auf der Linksaußen und auf Rückraummitte beheimatet ist. Außerdem sollen weiter junge Spieler aus der zweiten Mannschaft herangeführt werden und so stehen mit Moritz Lindner auf Rechtsaußen sowie Franz und Tim Bellmann drei Eigengewächse in den Startlöchern. Planmäßige Abgänge gab es keine, nur muss Trainer Carsten John den Ausfall von Masula kompensieren, der ein Auslandssemester einlegt; zudem wird Chris Guhrenz erst im Oktober zur Verfügung stehen. Der Kapitän ist weiterhin David Fährmann, der durch David Stein unterstützt wird und die Radeberger können nur drei Akteure vorweisen, die schon Erfahrungen in höherklassigen Ligen gemacht haben.

Die Radeberger freuen sich auf einen „absoluten Leckerbissen“ und so hofft der HC Einheit Plauen auf eine lautstarke Unterstützung seiner treuen Anhänger - die Partie beginnt am Samstagabend, um 18 Uhr, in der Sporthalle Berufsschulzentrum Radeberg (Robert-Blum-Weg) und der Bus fährt 13.15 Uhr an der Einheit-Arena sowie um 13.30 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit gastiert beim Aufsteiger Radeberger SV
Foto: Einheit gastiert beim Aufsteiger Radeberger SV

Einheit feiert Auftaktsieg und begeistert Publikum

(18.09.2022)

Es war das Duell der beiden Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga und es war das Aufeinandertreffen zweier Aufstiegsfavoriten in der Sachsenliga, doch es gab am Samstagabend nur einen Sieger in der Einheit-Arena: Die Handballer des HC Einheit Plauen haben die zweite Mannschaft des EHV Aue klar mit 32:23 geschlagen.

Dabei legten die Füchse vor 320 Zuschauern einen Start nach Maß hin und machten bereits zu Beginn der Partie deutlich, zum Saisonauftakt gleich den ersten Heimsieg bejubeln zu wollen. So stand es schon nach sieben Minuten 5:0 für die Rot-Weißen, die nach Ballgewinnen dank einer starken Abwehr und einem gutem Zusammenspiel mit Torhüter Josef Pour vor allem durch schnelle Tempogegenstöße oder geschicktes Einlaufen an den Kreis zu einfachen Treffern gelangten. “Wir hatten in der Defensive nichts zugelassen und konnten dann im Angriff innerhalb weniger Sekunden ein Tor erzielen“, freut sich Trainer Jan Richter. In der Folge kamen die Erzgebirger besser ins Spiel und konnten bis zur 26. Minute beim Stand von 16:10 den Rückstand konstant halten. „Es war ein guter Start, der aber auch dazu geführt hatte, dass sich peu à peu der Schlendrian in unserem Agieren entwickelt hat, da wir uns zu sicher fühlten“, kritisieret der Übungsleiter: „Das führte dazu, dass die Mannschaft den absoluten Fokus verlor - diesen wiederzufinden und sich zu steigern, ist extrem schwer“. Dazu kam, dass zum Ende des ersten Durchgangs bei den Spitzenstädtern die Konzentration nachließ und sich technische Fehler, Fehlpässe sowie ungenaue Würfe einschlichen, sodass die Gäste mit dem Halbzeitpfiff durch einen sehenswerten Freiwurf rechts vorbei an der Mauer zum 16:13 verkürzen konnten. „In dieser Phase hat die Mannschaft die Begegnung zu locker genommen“, ärgert sich Co-Trainer Heiko Schuster und Trainer Jan Richter ergänzt: „Das sind Fehler, die uns in anderen Spielen den Sieg kosten können“.

Doch nach dem Seitenwechsel gelang den Vogtländern innerhalb von zehn Zeigerumdrehungen die Vorentscheidung, als die Hausherren die Kontermöglichkeiten konsequent in eigene Treffer umwandelten, freie Lücken zum erfolgreichen Abschluss erkannten und die Außenspieler freispielten sowie der gut aufgelegte Schlussmann Pour bei Auer Unterzahl ins verwaiste Tor traf, was zu einer Acht-Tore-Führung beim Stand von 22:14 nach 40 Minuten führte. „Dass wir zu jeder Zeit wussten, wir können es, hat zu dem Problem geführt, dies auch zu zeigen“, analysierte der Übungsleiter: „Wir hatten dann noch einmal zu Beginn der zweiten Halbzeit geschafft, das umzusetzen, was wir können, weshalb wir auch die Partie sehr klar gewinnen konnten“. Zwar kamen die Gäste in der 50. Minute beim Stand von 26:21 noch einmal auf fünf Tore heran, weil sich die Plauener unvorbereitete Würfe nahmen oder überhastet abschlossen, doch ein starker Torhüter Dominik Balin verhinderte durch mehrere Paraden in Folge, dass es noch einmal spannend wird. „Wir waren immer dann erfolgreich, wenn wir uns an unser Spielkonzept gehalten haben, aber in dieser Phase haben wir einfach unseren Faden verloren“, so Richter: „Wir haben uns zeitweise auch um den Lohn unserer Arbeit gebracht“. Doch in der Schlussphase zogen die Füchse noch einmal nach einigen Wechseln das Tempo an und da weiterhin Balin sein Gehäuse vernagelte, konnte auch Neuzugang Maurice Thiele seinen ersten Treffer im Einheit-Trikot bejubeln sowie Rechtsaußen Dominik Pecek zum 32:23-Endstand inklusive des doppelten Punktgewinns einnetzen.

„Solange wir konsequent unser dynamisches Umschaltspiel aufs Parkett gebracht haben, waren wir sehr gut“, resümierte der Übungsleiter: „Wir sind sehr gut gestartet, hatten nie Probleme, das Spiel zu gewinnen und haben immer klar geführt - aber wir haben auch noch Potenzial“. So hatten die Rot-Weißen lange Passagen, in denen sie richtig gut gedeckt haben und sie wenige Probleme in der Verteidigung hatten. „Dennoch hatten wir immer wieder phasenweise einfache Fehler gemacht und Tore bekommen, daran müssen wir noch arbeiten“, benennt Jan Richter die Schwächen seiner Auswahl: „Ich weiß, dass meine Mannschaft noch besser spielen kann und das erwarte auch“. Insbesondere bekamen die Spitzenstädter über das gesamte Aufeinandertreffen Kevin Luca Günther im rechten Rückraum nicht in den Griff, der immer wieder durch sehenswerte Treffer und technisch anspruchsvolle Zeitspieltore, die Vogtländer vor Probleme stellte. Dagegen stellten verschiedenste Abwehrformationen die Hausherren nicht vor große Herausforderungen, da „meine Mannschaft immer wieder schnelle Lösungen fand“ sowie „nie die Kontrolle übers Spiel verlor“ und „die Mannschaft immer im Stande war, erfolgreich zu spielen“, war Richter stolz auf seine Truppe: „Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir diesen Sieg noch aus der Hand geben“. Gleichzeitig brachte den Plauenern diese Begegnung drei Erkenntnisse: Einheit ist auch ohne den aufgrund eines Außenbandrisses im linken Fuß verletzten Mittelmann Kevin Model top, Aues sehr junge Auswahl muss sich erst noch an die Sachsenliga gewöhnen und der Heimsieg hätte bei effektiverer Chancenverwertung höher ausfallen können. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour (1), Hujer - Kveton (3), Gemeinhardt (1), Thiele (1), Krüger (2), Linhart (7/2), Kacin (1), Jahn (5), Zbiral (3), Faith (2), Pecek (3), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

EHV Aue II: Schäfer, Hinz, Petkov, Mehlhorn (5), Schreiber, Schwenning (1), Eger, Günther (6), Krauß (1), Dudin, Musil, Fischer, Hofmann (10/8), Leuschner; Trainer Andre Steinhauser, Mannschaftsverantwortlicher Andreas Richter, Physio Christian Zierold

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 3 für EHV Aue II

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, 5 für EHV Aue II

Zuschauer: 320

Foto zur Meldung: Einheit feiert Auftaktsieg und begeistert Publikum
Foto: Einheit feiert Auftaktsieg und begeistert Publikum

Einheit erwartet Härtetest zum Saisonauftakt

(15.09.2022)

Für die Handballer des HC Einheit Plauen steht am Samstagnachmittag mit der zweiten Vertretung des EHV Aue gleich ein richtiger Härtetest zu Beginn der neuen Saison in der Sachsenliga bevor. Denn mit den Erzgebirgern steigt ab 17 Uhr in der Einheit-Arena das Duell der beiden Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga. Genau in diese vierte Liga wollen beide Mannschaften wieder zurück und so beginnt für die Füchse auch das Projekt direkter Wiederaufstieg. Dafür steht Trainer Jan Richter ein 16-Mann-Kader zur Verfügung, der mit fünf Neuzugängen verstärkt wurde. "Die Auswahl ist wirklich gut, wir haben uns auf den Positionen, wo wir Probleme hatten, verbessert, haben eine schöne Tiefe im Kader, was bedeutet, dass wir auf jeder Position doppelt besetzt sind und dementsprechend schaue ich ganz positiv in die nun beginnende Spielzeit", freut sich der Übungsleiter, der seine Truppe stärker einschätzt als in der vergangenen Saison: "Die Neuzugänge sind eine deutliche Verstärkung, da wir so die Schwachstellen im Kader beseitigen konnten und konnten uns auch so in der Breite besser aufstellen". Während der Vorbereitungsphase wurden insgesamt acht Testspiele bestritten, "da sich die Riege erst neu finden musste, da wir uns auf vielen Positionen verändert oder umgestellt hatten und auch den Spielstil anpassen wollten, was meiner Meinung nach am besten in Freundschaftsspielen geht, in denen wir ganz viel ausprobieren sowie mitnehmen konnten", erklärt Richter. Dennoch sieht der Einheit-Trainer genau da die Schwächen seiner Mannschaft, da sie noch nicht perfekt eingespielt ist und es so immer wieder zu Abstimmungsproblemen im Zusammenspiel kommen kann. "Wir können sehr erfolgreich sein, wenn wir das Spiel schnell machen, wenn wir aus einer kompakten Abwehr heraus in den Tempogegenstoß kommen und das werden wir jetzt weiter forcieren, da uns diese Stärken in der Saison weiterbringen sollen", hofft Jan Richter, der auch auf die große Erfahrung seiner Akteure setzt. So sollen die Rot-Weißen nach gelungenen oder auch nicht gelungenen Aktionen in der Defensive sofort in den Gegenangriff gehen und so die neuen Regeln auszunutzen, um so möglichst schnell gegen eine noch nicht sortierte gegnerische Verteidigung zum Torerfolg zu kommen. "Wir haben unseren Spielstil aufgrund der neuen Regeln verändert, da der Spieler im Konter noch mehr geschützt wird und gleichzeitig wird die Ausführung des Anwurfs extrem erleichtert, was dazu führt, das man viel schneller ins Umschaltspiel gehen kann, was wir auch machen wollen", gibt der Übungsleiter taktische Einblicke: "Wenn man Absteiger ist, so einen Kader hat und direkt wieder aufsteigen möchte, dann muss man jede Partie gewinnen, also auch die erste Begegnung vor heimischem Publikum". Dieses Ziel bürge einen gewissen Druck, aber die Auswahl habe sich vorgenommen, besser als in der letzten Saison und erfolgreich zu spielen sowie ganz oben in der Tabelle zu stehen, berichtet Richter: "Es wird darauf ankommen, dass die Truppe ihre Spielweise, die sie bereits sehr erfolgreich in den Testspielen gezeigt hat, aufs Parkett bringt und sich jeder Spieler zu einhundert Prozent einbringt, aber vor allem die sich bietenden Möglichkeiten zum Einnetzen nutzt". Von dieser neuen Spielweise werden auch die Fans profitieren, ist der Einheit-Trainer überzeugt: "Wir wollen unseren Zuschauern dynamischen Handball bieten, wodurch wir deutlich mehr Angriffe haben und auch mehr Tore erzielen können, was hoffentlich auch viele Fans begeistert". Eine erste Möglichkeit bietet sich dafür am Samstagnachmittag, doch "Aue ist ein richtig schwerer Gegner und für uns eine absolute Wundertüte, da wir nicht einschätzen können, wer bei denen wie spielt", so Jan Richter, der das Aufeinandertreffen als Standortbestimmung sieht: "Generell sind alle Auer Spieler sehr gut ausgebildet, tendenziell sind sie eher jung und so stellen wir uns auf einen schnellen Gegner ein, weshalb ich davon ausgehe, dass es eine sehr interesannte Partie für alle Zuschauer wird".

Foto zur Meldung: Einheit erwartet Härtetest zum Saisonauftakt
Foto: Einheit erwartet Härtetest zum Saisonauftakt

Einheit stellt Mannschaft mit fünf Neuzugängen vor

(10.09.2022)

Der HC Einheit Plauen verfolgt mit einem 16-Mann-Kader in der neuen Saison in der Sachsenliga das Ziel, den direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga zu erreichen. Was die Fans von der Mannschaft mit ihren fünf Neuzugängen in der kommenden Spielzeit erwarten können, davon konnten sie sich am Freitagabend bei einem öffentlichen Training selbst einen ersten kleinen Eindruck verschaffen.

Tim Hujer hat sich dem HC Einheit angeschlossen, „weil ich mich sportlich weiter entwickeln möchte und denke, hier den nächsten Schritt machen kann“, begründet der 26-Jährige seinen Wechsel: „Ich denke, dass es ein guter Verein ist, der ambitionierte Ziele und einen starken Kader hat“. Dabei sieht sich der Schlussmann mit Dominik Balin und Josef Pour sowie den im späteren Verlauf der Saison nach seiner Genesung zurückkehrenden Jan Misar großer Konkurrenz bei den Spitzenstädtern ausgesetzt. „Es kann auf jeden Fall hilfreich sein, wenn die anderen Torhüter, die auch schon große Erfahrung mitbringen, diese an mich auch weiter geben und wir als Torhüter-Team harmonieren sowie uns gegenseitig unterstützen“, hofft der Chemnitzer: „Ich möchte hier meinen sportlichen Platz finden, möchte spielen und meinen Anteil zum Erfolg beitragen“. Tim Hujer kommt vom Sachsenliga-Absteiger HSG Rottluff/Lok Chemnitz zu den Rot-Weißen und sieht seine Stärken vor allem bei den Würfen aus dem Rückraum. „Mit einem starken Abwehrverbund sowie einem guten Blockverhalten weiß ich, welche Ecke meine ist und meine Größe ein Vorteil ist“, erklärt der 26-Jährige, der auch seine Schwächen kennt: „Ich möchte mich noch bei den freien Würfen sowie bei den Abschlüssen von Außen verbessern, wo ich glücklicherweise schon einen Schritt nach vorn gemacht habe“.

Ebenfalls aus der Sachsenliga, vom zweiten Absteiger SV 04 Oberlosa II, kommt Maurice Thiele zu den Füchsen, der sich spielerisch weiter entwickeln und vor allem weiterhin auf höherem Niveau aktiv sein möchte. „Mir hat leider die Perspektive gefehlt, es in die erste Mannschaft des SV 04 Oberlosa zu schaffen und in der Verbandsliga wollte ich nicht auf Torejagd gehen“, verrät der 20-Jährige: „Ich bin sehr froh, dass ich hier die Chance bekomme, weiter in der Sachsenliga spielen zu können“. Der gebürtige Plauener, der schon bei der NSG EHV/NH Aue in der A-Jugend-Bundesliga aktiv war, ist flexibel einsetzbar und kann sowohl im gesamten Rückraum als auch auf Linksaußen spielen. „Ich kann mich hier als junger Spieler an das Niveau im Männerbereich gewöhnen und dann hoffentlich nächste Saison mit der Mannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga als gefestigter Spieler auf Punktejagd gehen“, blickt der Unterlosaer optimistisch in die Zukunft: „Meine Stärken sind die Schnelligkeit, aber auch das Eins-gegen-Eins oder gute Kreisanspiele, allerdings muss ich noch an der Schärfe sowie Präzision meiner Würfe feilen und aufgrund meiner geringen Größe an meiner Sprungkraft arbeiten“.

Eigentlich hatte Jan Faith schon vor zwei Jahren die Handballschuhe an den Nagel gehangen, doch „dann hat mich Pepe angerufen und gefragt, ob ich Lust habe, noch ein Jahr hier mitzuspielen“, lacht der 38-jährige Auer, der schon für die slowakische Nationalmannschaft auflief: „Ich möchte verletzungsfrei durch die Saison kommen, der Mannschaft helfen und erfolgreich sein“. Bevor sich der gebürtige Slowake den Vogtländern anschloss, ging er acht Jahre in der zweiten Bundesliga und ein Jahr dann in der zweiten Vertretung des EHV Aue in der Mitteldeutschen Oberliga auf Torejagd. „Ich habe schon in sehr vielen Mannschaften sowie unter sehr vielen Trainern gespielt und ich denke, dass meine große Erfahrung hilfreich ist“, sagt der Linkshänder, der die Rechtsaußenposition verstärken wird.

Mit großer internationaler Erfahrung ist auch Petr Linhart gesegnet, der in der Saison 2016/2017 in der französischen ersten Liga für Fenix Toulouse Handball und anschließend für zwei Jahre für den HSC Coburg in der zweiten Bundesliga auflief. „Ich hatte bei Talent Pilsen keinen neuen Vertrag bekommen und ich kenne viele Spieler, die beim HC Einheit Plauen in einer super Mannschaft spielen“, berichtet der 32-Jährige, der schon das Trikot der tschechischen Nationalmannschaft trug. Bei dem tschechischen Extraligisten Talent Pilsen ging der Pilsener bereits bis 2016 sowie ab 2020 auf Punktejagd, wo er 2021 tschechischer Meister und 2022 Vizemeister wurde. „Ich möchte der Mannschaft mit guten Würfen aus dem Rückraum helfen und kann vor allem davon profitieren, dass ich schon die unterschiedlichsten Philosophien von Handball gespielt habe“, so der Linkshänder, der im rechten Rückraum zum Einsatz kommen wird.

Auch aus der tschechischen Extraliga kommt Petr Jahn zu den Füchsen, der beim TJ Lokomotiva Lounyhk keinen neuen Vertrag für die kommende Spielzeit erhielt. „Ich habe bisher als junger Spieler nur in Tschechien gespielt und ich möchte nun auch den deutschen Handball kennen lernen sowie herausfinden, ob ich in die Spielsysteme hierzulande passe“, erzählt der 22-Jährige, dessen größte Stärke seine Dynamik im linken Rückraum ist. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit stellt Mannschaft mit fünf Neuzugängen vor
Foto: Einheit stellt Mannschaft mit fünf Neuzugängen vor

Mannschaftsvorstellung HC Einheit Plauen

(04.09.2022)

Liebe Fans, Mitglieder und Sponsoren,

 

wir laden euch herzlich zur offiziellen Mannschaftsvorstellung des HC Einheit Plauen für die Saison 2022/2023 in der Sachsenliga ein. Am Freitagabend präsentiert sich ab 19.30 Uhr der 16-köpfige Kader in die Einheit-Arena und gibt allen rot-weißen Sympathisanten die Möglichkeit, mit den Spielern sowie Trainern ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss könnt ihr die Jungs auch gleich noch bei einem öffentlichen Training in Aktion erleben, der Beginn ist 19.45 Uhr.

 

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Foto zur Meldung: Mannschaftsvorstellung HC Einheit Plauen
Foto: Mannschaftsvorstellung HC Einheit Plauen

Einheit verschenkt Sieg in Generalprobe gegen Pirna

(03.09.2022)

Die Sachsenliga-Handballer des HC Einheit Plauen haben gegen Oberligist ESV Lok Pirna knapp mit 27:29 verloren. Wieso die Generalprobe trotz der Niederlage gelungen war.

Als am Freitagabend in der heimischen Einheit-Arena die Füchse schnell das erste Tor der Partie gegen den ESV Lok Pirna aus der Mitteldeutschen Oberliga erzielten und sich bis zur siebten Minute beim Stand von 5:2 eine Drei-Tore-Führung herausspielen konnten, sah alles so wie in den vergangenen Testspielen aus. Die Rot-Weißen agieren aus einer stabilen Abwehr mit einem starken Torhüter Dominik Balin heraus dynamisch im Angriff und konnten so einfache Treffer erzielen. „Unsere zweite Welle sowie unser Umschaltspiel waren zu Beginn der Partie sehr gut und ich hoffe, dass das die Mannschaft dann in den Ligaspielen über die gesamten 60 Minuten aufs Parkett bringt“, so Trainer Jan Richter. Denn in der Folge leisteten sich die Hausherren einfache Fehler, ließen frei vor dem gegnerischen Gehäuse hundertprozentige Chancen liegen und versäumten es so, den Vorsprung auszubauen. So konnten die Gäste nicht nur beim 6:5 nach elf Minuten den Anschlusstreffer erzielen und die Plauener kassierten nur wenige Zeigerumdrehungen später nach einem Fehlpass direkt in die Hände eines Pirnaers den 7:7-Ausgleich, sondern lagen nach gut einer Viertelstunde erstmals mit 7:8 zurück. Die Spitzenstädter liefen zwar zurück, doch es gelang ihnen zu selten, die schnellen Konter und damit auch viele Gegentore zu unterbinden. Diese Situationen entstanden, weil die erfahrenen Eisenbahner sich besser auf die Offensivbemühungen der Hausherren eingestellt hatten, das dynamische Agieren oder auch die zweite Welle immer öfter unterbinden konnten und so die Füchse bei häufigem Zeitspiel oft gezwungen waren, aus nicht aussichtsreicher Position zu werfen. Bis zum 11:12 nach 23 Minuten gelang es den Rot-Weißen immer wieder, durch tolle individuelle Aktionen einzunetzen: Mal war es ein sehenswertes Freiwurftor, mal ein verwandelter Abpraller, mal eine gelungene Eins-gegeneins-Situation, wodurch sich eine Lücke ergab. Doch in der Schlussphase des ersten Durchgangs machte sich bemerkbar, dass drei Akteure angeschlagen waren und nicht trainieren konnten, weshalb der Spielfluss ins Stocken geriet. „Zum Ende der ersten Halbzeit hatten wir einen Hänger drin, was dazu führte, dass wir keine einfachen Tore mehr erzielen konnten und uns so kaputt machten“, analysierte Richter.

Nachdem beim 14:18 die Seiten gewechselt wurden, wuchs der Rückstand sogar noch bis zum 17:22 nach 35 Minuten an, da die Gäste nahezu jeden Einheit-Fehler konsequent in eigene Treffer verwandelten. „Wir hatten uns zu tief drücken lassen und waren zu passiv in der Defensive“, ärgert sich Jan Richter und forderte: „Wir müssen aggressiver auf den Ballführenden gehen und uns schneller anpassen, speziell gegen so einen starken Gegner“. Diese Anpassung der Plauener wurde auch dadurch vollzogen, indem sie nun auf einen Angriff-Abwehr-Wechsel setzten, der die Abwehr stabilisierte. Auch agierten die Spitzenstädter nun geschlossener in der Verteidigung, sodass nur wenige Zeigerumdrehungen später der 23:24-Anschlusstreffer gelang. Nun sollte es fast fünf Minuten dauern, bis das nächste Tor fällt, da auf beiden Seiten das Abschlussglück fehlte und so konnten sich beide Torhüter auszeichnen, mal stand aber auch der Pfosten im Weg oder es wurde überhastet abgeschlossen. Mitte des zweiten Durchgangs fiel dann nicht nur endlich für die Vogtländer der 24:24-Ausgleich, sie konnten sogar in der 47. Minute mit 25:24 wieder in Führung gehen. Doch anstatt den Vorsprung weiter auszubauen, dauerte es erneut sechs Zeigerumdrehungen, bis der nächste Treffer fiel, da die Füchse die Ballgewinne in der Defensive nach einem Block oder einer Parade von Schlussmann Josef Pour nicht nutzen konnten und so glichen die Gäste zum 25:25 aus. Da nun erneut bei den Rot-Weißen rotiert wurde und zum einen das Zusammenspiel in verschiedenen Formationen noch nicht fehlerfrei funktioniert, als auch zum anderen über die beiden Kreisläufer der Hausherren über die gesamten 60 Minuten kein einziges Tor erzielt werden konnte, fand Pirna vor allem durch sehr gutes Kreuzen immer wieder eine Lücke, um einzunetzen.

„Es war eine gute Generalprobe vor dem Saisonstart in zwei Wochen, denn wir konnten gegen eine starke Mannschaft aus der Mitteldeutschen Oberliga spielen“, resümierte Jan Richter, der die Pirnaer unter die besten Vier sieht: „Viele Abläufe haben schon sehr gut funktioniert und wenn wir dann auf den Punkt gespielt haben, dann waren wir sehr erfolgreich“. Gleichzeitig stellte der Übungsleiter klar: „Es war ein Testspiel und deshalb war das Ergebnis nicht das Wichtigste, sondern es kam darauf an, dass wir Erkenntnisse gewinnen, dass jeder Spieler seine Einsatzzeit bekommt und das ist uns gelungen“. So konnte einiges probiert werden, denn „natürlich hätten wir die Partie erfolgreich bestreiten können, wenn wir andere Entscheidungen getroffen hätten, aber das war ja nicht das wichtigste Ziel“, so Trainer Jan Richter abschließend.

Bis zum Saisonstart am 17. September, um 17 Uhr in der Einheit-Arena, sollen die Fehler abgestellt und die Abläufe verbessert sowie sich beim Videostudium optimal auf den Sachsenliga-Auftakt mit der zweiten Vertretung des EHV Aue vorbereitet werden. (flow)

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Foto: Einheit verschenkt Sieg in Generalprobe gegen Pirna

Einheit hat neuen Spielerscout

(26.08.2022)

Um den geschäftsführenden Vorstand und das Trainergespann bei der Planung des Kaders der ersten Mannschaft des HC Einheit Plauen zu unterstützen, wurde Torhüter Josef „Pepe“ Pour zum Spielerscout ernannt. „Bereits in den letzten Jahren hat uns Pepe im Hintergrund bei der Suche nach Neuzugängen geholfen“, so die Vorstandsvorsitzende Sabrina Lukas: „Er hat ein großes Netzwerk, kennt viele Spieler und Verantwortliche anderer Vereine, weshalb er sich in Zukunft offiziell mit um die Verpflichtung von Verstärkungen kümmern soll“. Auch soll der 37-Jährige, der seit fünf Jahren bei den Füchsen unter Vertrag steht und in Plauen lebt, Trainer Jan Richter in organisatorischen Themen entlasten. „Für die anstehende Saison haben wir nur ein Ziel, den direkten Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga zu schaffen und dafür brauchen wir eine sehr gute Mannschaft, bei deren Zusammenstellung ich meine Erfahrung mit einbringen wollte“, erklärt der gebürtige Tscheche seine Beweggründe: „Auch sprechen viele tschechische Spieler nicht so gut Deutsch und da kann ich bei den Gesprächen als Übersetzer helfen“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit hat neuen Spielerscout
Foto: Einheit hat neuen Spielerscout

Einheit mit Schützenfest gegen Zwickau

(25.08.2022)

Als Mittelmann Kevin Model um 21.20 Uhr das vierzigste Tor erzielte, ging ein spektakulärer Dienstagabend für die Handballer des HC Einheit Plauen zu Ende: Die Füchse gewannen beim ZHC Grubenlampe Zwickau mit 40:27 - und das, obwohl die beiden Aufgebote ihre Rollen in der Sommerpause quasi tauschten. Denn die Spitzenstädter traten nicht wie vor oder während der vergangenen Saison als Oberligist bei dem Sachsenligisten aus der Robert-Schumann-Stadt an, sondern diesmal als Absteiger und die Gastgeber als frisch gebackener Aufsteiger. Dass es für die Hausherren das erste Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung war, zeigte sich gleich zu Beginn der Partie: Während sich die Westsachsen erst noch finden mussten, „haben wir von Anfang an Vollgas geben“, freut sich HCE-Trainer Jan Richter: „Das hat die Mannschaft sehr gut gemacht“. So konnten die Vogtländer nicht nur die ersten beiden Treffer der Begegnung erzielen, sondern sich bis zur achten Minute einen Fünf-Tore-Vorsprung beim Stand von 7:2 erspielen. Auch wenn die Führung der Rot-Weißen nie in Gefahr geriet und die Muldestädter maximal den Rückstand auf drei Tore verringern konnten, so leisteten sich die Plauener sowohl beim 7:4 nach zehn Minuten als auch beim 14:11 nach 24 Minuten kleinere Schwächephasen. „Wir hatten uns vermeidbare Fehlwürfe geleistet und daraus die Konter kassiert, weil sich kurzzeitig der Schlendrian durchsetzte“, ärgert sich der Übungsleiter: „Danach mussten wir erst wieder den Bock mental umstoßen“. Dies gelang seiner Auswahl, die ein sehr hohes Tempo ging, schnell sowie druckvoll agierte und so immer wieder Lücken riss, die sie mit einer guten Wurfquote für sich zum Einnetzen nutze. „Wenn der Rückraum aus einer dynamischen zweiten Welle kommt, dann haben sie so viel Wurfkraft, dass es dann sehr schwer ist, diesen Ball zu halten“, erklärt Richter. Um den modernen Hochgeschwindigkeitshandball über die gesamten sechzig Minuten spielen zu können, braucht es genügend Alternativen zum Wechseln. „Diese Möglichkeiten habe ich jetzt, da ich gleich einen Akteur runternehmen kann, wenn er nicht mehr volles Tempo geht und einen anderen Spieler bringen kann, der ähnlich gut ist“, lobt der Einheit-Trainer die Verantwortlichen der Kaderzusammenstellung: „Ich möchte, dass die Mannschaft so spielt und das hat sie wirklich gut gemacht“. Bis zur Halbzeitpause bauten die Plauener die Führung auf 19:12 aus und haben auch nach dem Seitenwechsel trotz der Sieben-Tore-Führung weiter Gas gegeben. Dennoch offenbarten die Spitzenstädter auch Schwächen speziell gegen den Kreisläufer, der immer wieder zu viel Platz in der Mitte hatte und so konnten die Zwickauer das Aufeinandertreffen bis zur vierzigsten Minute beim Stand von 26:21 offenhalten. „Wir haben bisher das Zentrum nur mit Karel Kveton sowie Jakub Sira trainiert und Kveton war urlaubsbedingt nicht mit dabei“, so Richter: „Wir spielen nun auch neu mit offensiven Halbspielern, was natürlich dazu führt, dass wir mit dem Hinterlaufen Probleme bekommen und das müssen wir in Zukunft einfach besser machen, daran werden wir noch intensiv arbeiten“. Im letzten Drittel der Partie schwanden dann bei den Hausherren die Kräfte und während die Robert-Schumann-Städter mit Krämpfen das Ende der Begegnung herbeisehnten, hielten die Füchse das Tempo weiterhin hoch, was auch dazu führte, dass es auf beiden Seiten kein einziges Mal Zeitspiel gab. „Wie die Mannschaft nach jeder Aktion den Ball nach vorne getrieben hat, war wirklich gut“, ist der Übungsleiter stolz auf seine Auswahl: „Denn vierzig Tore wirft man nur, wenn man schnell spielt“. Das lag vor allem daran, dass sich die Rot-Weißen gute Abschlussmöglichkeiten erspielten und diese konsequent nutzten. „Es waren tolle Aktionen dabei, worauf sich sehr gut aufbauen lässt“, resümiert Jan Richter: „Es war ein großer Schritt nach vorne, aber wir wissen diesen hohen Sieg auch genau einzuschätzen“. Bis nächsten Freitag haben nun die Vogtländer noch Zeit, an den Abläufen sowie an der Abstimmung weiter zu arbeiten, denn dann wartet mit dem ambitionierten Oberligisten ESV Lok Pirna die Generalprobe für die in gut drei Wochen beginnende Sachsenligasaison. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit mit Schützenfest gegen Zwickau
Foto: Einheit mit Schützenfest gegen Zwickau

+++ Spielplan, neue Eintrittspreise und Saisonkarten +++

(24.08.2022)

Für die neue Saison haben wir uns entschieden, die Eintrittspreise für die Heimspiele unserer ersten Mannschaft anzupassen. Entgegen der aktuellen Entwicklung überall senken wir aber die Eintrittspreise.

  • Vollzahler: 5 Euro
  • Ermäßigt: 3 Euro

 

Auch wird es für die neue Spielzeit in der Sachsenliga wieder die Möglichkeit geben, Saisonkarten zu erwerben. Mit dieser Karte könnt ihr einerseits elf Heimspiele zum Preis von zehn Heimspielen sehen und andererseits auch die Heimspiele der ersten Mannschaft im HVS-Pokal live erleben. Du möchtest eine Saisonkarte? Dann schicke uns eine Email mit deinem Namen und deiner Adresse an 

  • Saisonkarte Vollzahler: 50 Euro
  • Dauerkarte Ermäßigt: 30 Euro

Foto zur Meldung: +++ Spielplan, neue Eintrittspreise und Saisonkarten +++
Foto: +++ Spielplan, neue Eintrittspreise und Saisonkarten +++

Einheit gewinnt Turnier in Tschechien

(23.08.2022)

Zwei Spiele, zwei Siege - Turniersieger: Die Sachsenliga-Handballer des HC Einheit Plauen haben am Samstag das Turnier beim HBC Strakonice gewonnen. Damit folgten die Füchse einer Einladung des tschechischen Extraligisten (höchste Spielklasse im tschechischen Männer-Handball), der vom Zwillingsbruder des Plauener Mittelmanns David Zbiral trainiert wird. Im ersten Spiel trafen die Rot-Weißen auf Sokol Stahlavy Handball und sicherten sich einen souveränen 32:28-Sieg. Am Nachmittag ging es dann gegen den Gastgeber aus Strakonice um den Turniersieg. Nach einer starken ersten Halbzeit stand es zur Pause 16:12. Im zweiten Durchgang schwanden dann die Kräfte und es wurde ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die Spitzenstädter am Ende die Oberhand behielten und sich knapp mit 29:28 durchsetzten. „Wir sind sehr zufrieden und konnten weiter an unserem Zusammenspiel arbeiten, das sich von Spiel zu Spiel verbessert“, freut sich Trainer Jan Richter: „Testspiele sind die beste Möglichkeit, unter Stress die geübten Spielzüge zu trainieren, da sie dem Spiel am nächsten kommen“. Da dem Übungsleiter nicht der volle Kader zur Verfügung stand, konnten unterschiedliche Abwehrformationen mit verschiedenen Spielern ausprobiert werden und so konnte auch jedem Akteur genügend Spielanteile gegeben werden. „In einem Turnier ist der Druck dann zum einen noch einmal größer, weil man es gewinnen will und zum anderen kam die große Belastung dazu, da die meisten Spieler in kurzer Zeit fast die vollen 120 Minuten auf dem Parkett standen“, erklärt Richter: „Wir wollten genau diese Phase trainieren, da die letzten zehn Minuten einer Partie die entscheidenden sind und wir dafür dann gut vorbereitet sein wollen“. Nun haben die Vogtländer noch vier Wochen Zeit bis zum Saisonstart, in denen noch weitere Testspiele anstehen und zunehmend in den Trainingseinheiten der Fokus auf die Arbeit mit dem Ball gelegt wird. (flow)

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Einheit mit Unentschieden gegen Glauchau/Meerane

(17.08.2022)

Mit einem 25:25-Unentschieden trennten sich die Handballer des HC Einheit Plauen am Dienstagabend in der heimischen Einheit-Arena vom HC Glauchau/Meerane. Damit trat der Sachsenligist auch im vierten Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung gegen einen höherklassigen Gegner an, der in der Mitteldeutschen Oberliga auf Punktejagd geht. Dass die Füchse erst aus dieser Liga abgestiegen sind, machte sich allerdings auf beiden Seiten gleich bemerkbar: Erstmals wurde eine Partie mit dem offiziellen Spielball der Sachsenliga angepfiffen - und mit diesem kleinen, harzigen Leder kamen beide Mannschaften nicht zurecht. So häuften sich sowohl bei den Hausherren als auch bei den Gästen die Ballverluste, weil einfachste Zuspiele nicht beim Mitspieler ankamen, der Ball nicht gefangen oder so unkontrolliert abgeschlossen wurde, dass allein in der ersten Halbzeit sechs Mal das Gebälk getroffen wurde. „Die Bälle sind neu und damit hart, was bedeutet, dass sie bei Feuchtigkeit klitschig werden, weshalb sie öfter aus der Hand rutschten“, erklärt Trainer Jan Richter: „Wir haben jetzt noch einen Monat Zeit, uns an den Ball zu gewöhnen“. Obwohl Linksaußen Jan Kacin nach fünf Minuten die Rot-Weißen erstmals nach einem gelungenen Konter mit 3:2 in Führung brachte, konnten sich die Westsachsen Mitte des ersten Durchgangs einen Drei-Tore-Vorsprung beim Stand von 4:7 erspielen. Dies lag vor allem daran, dass sich die Plauener ungewöhnlich viele Fehlpässe leisteten oder am starken Glauchauer Torhüter selbst bei freien Würfen mehrmals scheiterten und so die Gäste immer wieder die Hausherren auskontern konnten. Nach einer Auszeit von Richter gelang es zum einen der Abwehr, die Glauchauer Kreisanspiele häufiger zu unterbinden und zum anderen wurde konzentrierter abgeschlossen, sodass die Ballgewinne mit einem Tor veredelt wurden, die auch dank mehrerer Paraden von Josef Pour zum 8:8-Ausgleich durch Maximilian Krüger in der 23. Minute führten. Bis zur Halbzeitpause konnten sich die Westsachen auf 10:13 absetzen, da die Vogtländer den Ball erneut mehrmals in die Hände des Gegners spielten und ein ebenfalls ungewöhnlich schlechtes Rückzugsverhalten zeigten - so parierte beispielsweise Pour sehenswert einen Konter, der Abpraller landete allerdings an der Kreismitte, wo nur ein Glauchauer stand, der dann den zweiten Versuch verwandelte. Gleich nach dem Seitenwechsel konnte sich Torhüter Dominik Balin drei Mal auszeichnen und auch die Defensive der Spitzenstädter hatte nun mehr Zugriff auf die Gäste, sodass immer wieder gegnerische Angriffe unterbunden oder geblockt werden konnten. „Die Auswahl hat noch konsequenter in der Verteidigung agiert und sich besser auf die Glauchauer eingestellt, weshalb wir dann mit einer sehr guten zweiten Welle oder nun gut funktionierenden Spielzügen erfolgreich sein konnten“, freut sich Richter. So konnten die Füchse nicht nur nach 34 Minuten den 13:13-Ausgleich erzielen, sondern sich auch bis zur 42. Minute einen Zwei-Tore-Vorsprung beim Stand von 19:17 erspielen. Doch nur acht Zeigerumdrehungen später lagen die Gäste wieder mit zwei Toren beim 21:23 vorn, da auch Glauchaus zweiter Torhüter immer wieder eine Hand an die Würfe der Plauener brachte. „Die Spieler haben dann kleinere Fehler gemacht und haben auch einiges ausprobiert, was nicht alles zum Torerfolg führte, aber wofür ja auch ein Testspiel da ist“, berichtet der Übungsleiter. Da die Westsachsen in den letzten acht Minuten nicht mehr einnetzen konnten, weil vor allem Balin die letzten drei Würfe auf sein Gehäuse alle parierte und in der Offensive die Rot-Weißen mit nun ankommenden Kreisanspielen von Mittelmann Kevin Model auf Jakub Sira in der 53. Minute den 24:25-Anschlusstreffer erzielten, wäre ein Sieg durchaus möglich gewesen. Doch die Hausherren ließen bis zum Schlusspfiff noch mehrere „hundertprozentige Chancen“ liegen und spielten ihren letzten Angriff „schlecht“ aus, weshalb es beim 25:25-Endstand dank eines sehenswerten Hüftwurfs von Model in der 59. Minute blieb. „Ich bin mit dem Test zufrieden, denn wir haben gegen eine höherklassige Mannschaft, die schon zwei Wochen weiter in der Vorbereitung ist, unentschieden gespielt“, resümierte Jan Richter: „Man merkt, dass sich die Abläufe festigen, trotzdem sieht man noch, woran gearbeitet werden muss und das werden wir in den kommenden Trainingseinheiten tun“. (flow)

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Foto: Einheit mit Unentschieden gegen Glauchau/Meerane

+++ Herzlich Willkommen, Petr +++

(13.08.2022)

Zum heutigen Weltlinkshändertag wollen wir euch unseren ersten Neuzugang für die kommende Saison vorstellen. Nach dem Abgang von Matyas Mandaus ist es uns gelungen, die Position im rechten Rückraum mit einem hochkarätigen Linkshänder neu zu besetzen. Vom tschechischen Extra-Ligisten Talent Plzen wechselt Petr Linhardt zum HC Einheit Plauen. Der 32-jährige Rückraumspieler bringt viel internationale Erfahrung mit in die Spitzenstadt. Bis 2016 spielte er bei Talent Plzen, dann wechselte er zum französischen Erstligisten Fenix Toulouse Handball. Ab 2017 lief er dann für den HSC Coburg in der 2. Handballbundesliga auf. Im Sommer 2000 kehrte er zu Talent Pilzen zurück und wurde 2021 tschechischer Meister und 2022 Vizemeister. „Wir freuen uns, dass Petr sich entschieden hat, die nächsten drei Jahre für uns zu spielen. Er ist für uns ein wichtiger Baustein in der Mission Wiederaufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga“, erklärt Vorstand Sabrina Lukas. Die rot-weißen Anhänger können Petr das erste Mal am 2. September zum offiziellen Testspiel gegen Lok Pirna erleben.

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Foto: +++ Herzlich Willkommen, Petr +++

Einheit feiert Testspielsieg im Stadtderby

(10.08.2022)

Auch wenn es nur ein Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung war: Die Handballer des HC Einheit Plauen haben seit gefühlt einer Ewigkeit mal wieder ein Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa gewonnen. Und das relativ deutlich: Der Neu-Sachsenligist Einheit schlug den Neu-Oberligisten Oberlosa mit 26:22. Dass die Partie der beiden Absteiger nach einer 0:4-Führung der Gelb-Schwarzen und einer knappen 13:12-Halbzeitführung der Rot-Weißen am Ende so klar für die Reusaer ausgeht, das hätten sich die treusten Einheit-Fans nicht erträumt. Umso bedauerlicher, dass es auch in der kommenden Saison kein Pflichtspiel zwischen den beiden Plauener Handballvereinen gibt und diese einmalige Begegnung eigentlich hinter verschlossenen Kulissen stattfinden sollte. Doch es scheint, als ob solch ein Stadtderby auch in der Sommerpause die vogtländischen Handballfans schon im Vorfeld so sehr begeistert, dass sich Zeit sowie Ort des als Geheimtest deklarierten Aufeinandertreffens verbreitete und so 100 Zuschauer in den Genuss eines hochklassigen Spiels in der Einheit-Arena kamen. Diese sahen einen starken Beginn der Randplauener, die im Gegensatz zu den Hausherren sicher abschlossen und nach nur fünf Minuten bereits mit 0:4 führten. Dann kamen die Reusaer immer besser in die Partie, Torhüter Dominik Balin konnte sich mehrmals auszeichnen und nun war es Einheit, die die Konter oder zweite Welle in Tore umwandelte. Diese einfachen Tempogegenstöße waren auch dem geschuldet, dass die Gäste nun überhastet den Torerfolg suchten und so unvorbereitet oder aus schlechten Positionen abschlossen. Dagegen fanden die Rot-Weißen in ihren Offensivaktionen immer häufiger die Lücke, indem sie den Ball schnell durch die eigenen Reihen passten und so nach einer schönen Kombination nach elf Minuten den 6:6-Ausgleich durch Linksaußen Jan Kacin bejubeln konnten. In der Folge wechselten sich die Führungen immer wieder ab und es zeigte sich, dass an diesem Dienstagabend jeder Fehler vom Gegner eiskalt bestraft wird. So leisteten sich die Hausherren ein blindes Kreisanspiel, das direkt in den Armen der Gelb-Schwarzen landete und in ein Kontertreffer zum 6:8 umgewandelt wurde. Wenige Zeigerumdrehungen später scheiterten die Gäste am überragenden Balin, der mit seiner Dreifach-Parade den 8:8-Ausgleich durch Mittelmann David Zbiral einleitete und den Gleichstand anschließend mit einer Siebenmeter-Parade sicherte. Als Einheit zu passiv in der Defensive stand, zu wenig Kontakt auf den Ballführenden ausübte und in der Offensive sich unvorbereitete Würfe nahm, konnte Oberlosa letztmalig beim 8:10 nach 18 Minuten in Führung gehen. Nur wenig später egalisierten die Reusaer erneut diesen Vorsprung, da sie durch geschicktes Agieren in der Verteidigung erst einen Ball der Gäste heraus fingen und dann nach einem ungenauen Kreisanspiel das 11:10 erneut durch ein Kontertor nach 22 Minuten erzielten. Postwendend zum 11:11 ausgleichen konnten die Randplauener, nachdem ein langer Ball der Rot-Weißen ins Aus flog sowie gelang es den Gelb-Schwarzen immer wieder, über die Rechtsaußen abzuschließen und so das Aufeinandertreffen bis zum 14:14 nach 35 Minuten offen zu halten. Dass in dieser Phase die Begegnung nicht noch einmal zu Gunsten der Oberlosaer kippte, lag auch an Einheit-Torhüter Josef Pour, der nahtlos an die glänzende Leistung seines Vorgängers anschloss und in Unterzahl einen Siebenmeter hielt. Erstmals in der 37. Minute konnten sich die Hausherren beim 16:14 einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielen, nachdem die Offensivbemühungen der Gäste nach Schritten abgepfiffen wurden und diese Führung hielten die Reusaer bis zur 52. Minute auch deshalb, weil sie in der Abwehr um jeden Ballgewinn kämpften, Würfe blockten sowie Pour immer wieder mit Paraden die Randplauener zur Verzweiflung brachten. In der Schlussphase zeigte sich dann, dass die Rot-Weißen trotz später begonnener Saisonvorbereitung scheinbar noch ein paar mehr Körner im Köcher hatten und so das Tempo weiter hoch hielten, durch Konter oder zweite Welle einfache Treffer erzielten sowie in der Defensive immer wieder Oberlosaer Tempogegenstöße unterbanden, was auch daran lag, dass sich erneut die Wechsel bei Einheit nahtlos ins System einfügten. So gelang es den Hausherren, sich einen Fünf-Tore-Vorsprung beim 26:21 nach 57 Minuten durch Model zu erspielen, weil Pour weiterhin sein Gehäuse vernagelte sowie sie sich im Angriff vor allem bei Zeitspiel nicht aus dem Konzept bringen ließen und so mehrmals mit dem letzten Pass doch noch einnetzen konnten, was zum 26:22-Erfolg führte. Mitte des ersten Durchgangs kam es zu einem Schreckmoment, als der angreifende Oberlosaer Viktor Beketov sowie Einheits Zbiral so heftig zusammenprallten, dass für die beiden Spieler die Partie danach beendet war und im Krankenhaus ihre Platzwunden im Gesicht genäht werden mussten. „Es war eine sehr konzentrierte und gute Leistung meiner Mannschaft, die wieder einen großen Schritt nach vorn gemacht hat“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Die beiden Torhüter Balin sowie Pour konnten mit ihren 49 Prozent gehaltener Bälle den Grundstein für den Sieg auch deshalb legen, da das Zusammenspiel mit einer sehr starken Abwehr klasse funktionierte und wir uns im Angriff aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten durch sicheres, schnelles Kombinationsspiel erarbeiteten“. (flow)

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Foto: Einheit feiert Testspielsieg im Stadtderby

Einheit mit hohem Sieg und knapper Niederlage gegen Regensburg

(07.08.2022)

Das war ein Auftakt nach Maß: Die Sachsenliga-Handballer des HC Einheit Plauen haben am Freitagabend ihr erstes Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung deutlich gegen den Bayernligisten SG Regensburg mit 27:19 gewonnen. Dabei taten sich die Füchse zu Beginn der Partie schwer und leisteten sich einige Ballverluste sowie ungenaue Pässe. „Regensburg hatte uns zwar mit seiner offensiven Deckungsformation überrascht, aber die Mannschaft fand darauf Lösungen und konnte trotzdem das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten“, analysiert Trainer Jan Richter. Denn nach bereits zehn Minuten konnten die Hausherren mit zwei Toren beim Stand von 5:3 in Führung gehen und durch schnelles, druckvolles Agieren im Angriff den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 12:8 ausbauen. Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Rot-Weißen an die starke erste Halbzeit an, nutzten ihre Möglichkeiten effektiv und konnten durch eine sattelfeste Abwehr ihre Führung bis zur 40. Minute beim Stand von 17:9 auf einen Acht-Tore-Vorsprung ausbauen. „Bei der mannbezogenen Deckung muss jeder Spieler sein Eins-gegen-Eins gegen seinen Gegenspieler gewinnen, um sich eine Abschlussmöglichkeit herausspielen zu können, was uns sehr gut gelungen ist“, erklärt der Übungsleiter. Vor allem gelangen den Spitzenstädtern auch dank einer starken Torhüterleistung immer wieder leichte Ballgewinne, die sie nach einer dynamischen zweiten Welle mit einfachen Treffern krönten und so einen ungefährdeten Sieg gegen die eine Liga höher spielenden Bayern einfahren konnten. „Dafür, dass wir die Offensivabläufe noch gar nicht trainiert hatten, haben sie richtig gut funktioniert und auch die Konterchancen haben wir effektiv genutzt“, freut sich Trainer Jan Richter: „Auch die Wechsel führten zu keinem Leistungsabfall, was sehr gut und wichtig ist sowie konnte meine Mannschaft die Änderungen im System sehr gut umsetzen“.

Nur 13 Stunden später ertönte erneut der Anpfiff in der Einheit-Arena und wieder standen den Plauenern die Regensburger gegenüber - quasi zum Rückspiel, das diesmal allerdings die Gäste knapp mit 29:27 für sich entscheiden konnten. Von Beginn an entwickelte sich über die gesamten 60 Minuten eine Begegnung auf Augenhöhe, in der entweder die Sachsen oder die Bayern ein bis zwei Tore vorlegten, bevor die Führung wieder egalisiert wurde. Das lag vor allem daran, dass bei den Füchsen im Angriff die Kombinationen nicht konsequent mit dem nötigen Zug zum Tor zu Ende gespielt wurden, das Passspiel nicht mehr so sicher wie am Vorabend war und sich im Verlauf des Aufeinandertreffens immer wieder zeigte, dass die Laufwege noch nicht aufeinander abgestimmt sind. „Das war eine reine Kraftfrage“, erklärt Richter: „Regensburg hat eine sehr junge Truppe, die noch besser sowie schneller regeneriert, weshalb man bei uns gemerkt hat, dass wir innerhalb von nur 17 Stunden zwei Mal gespielt haben und dadurch waren wir den halben Schritt langsamer“. So machten sich die schweren Beine bemerkbar, sodass das Agieren nicht dynamisch genug war, zu viel geprellt und sich ohne Ball zu wenig bewegt wurde. Dadurch nahmen sich die Rot-Weißen jede Option und konnten ihren Rückraum nicht in gute Abschlussposition bringen, weshalb sich die Fehlwürfe häuften. Auch deshalb, weil die Plauener zu zeitig überhastet abschlossen und zu nah an der gegnerischen Verteidigung standen, was dazu führte, dass die Vogtländer immer wieder festgemacht wurden. Waren am Freitagabend noch die Zuspiele an die Kreisläufer zu ungenau und landeten oft an den Füßen des Mitspielers, so taten sich die Kreisläufer nur 13 Stunden später damit schwer, die nun genauen Pässe zu fangen. Dazu kamen einfache Fehlpässe oder auch Pech im Abschluss, dass nur der Pfosten getroffen wurde beziehungsweise der gegnerische Torhüter sehenswert parierte, was auch teilweise an arglos geworfenen Abschlüssen wie Dreher und Heber lag. Dadurch gelangten die Adler immer wieder zu einfachen Ballgewinnen und konterten die Hausherren aus. „Wenn man die einfachen Bälle im Angriff verliert, ist der Weg zurück in die Abwehr natürlich wahnsinnig schwer und dann hat Regensburg das auch sehr gut ausgenutzt, wobei wir die gleiche Anzahl an Kontern hatten, die wir allerdings nicht alle verwandeln konnten“, resümierte der Übungsleiter. Pech hatten die Spitzenstädter auch bei zwei gegnerischen Siebenmeter, die sensationell pariert werden konnten und dann direkt dem Regensburger wieder vor die Füße fielen, der so nur noch einnetzen musste. Auch schafften es die Gäste immer wieder, ihre Außenspieler so frei zu spielen, dass sie aus einem großen Winkel nur noch einnetzen mussten, was auch an einigen Umstellungen in der Plauener Defensive lag. Positiv fiel auf, dass wenn die Vogtländer mit Tempo im Angriff agierten sowie den Ball laufen ließen, sich dann auch Lücken ergaben, die sie zum einfachen Einnetzen nutzen konnten und das, obwohl die Bayern schon drei Wochen eher in die Vorbereitung eingestiegen sind. „Wir konnten jetzt zum ersten Mal unsere Vorgaben unter einer hohen Belastung üben und vor allem die sehr gute Leistung am Freitagabend stellt mich sehr zufrieden“, so Trainer Jan Richter abschließend: „Ich bin mit dem Fitnesszustand meiner Mannschaft zufrieden, deshalb werden wir jetzt immer mehr mit dem Ball trainieren, an den Laufwegen sowie an der Abstimmung arbeiten und das dann hoffentlich schon in den nächsten Testspielen umsetzen können“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit mit hohem Sieg und knapper Niederlage gegen Regensburg
Foto: Einheit mit hohem Sieg und knapper Niederlage gegen Regensburg

+++ International erfolgreich +++

(03.08.2022)

Wie bereits berichtet weilten in der vergangenen Woche zwei unserer Spieler bei den European University Games in Lodz, um ihr Heimatland zu vertreten. Dabei kämpften sich Dominik Balin und Petr Jahn mit ihrem Team bis ins kleine Finale, wo man sich leider geschlagen geben musste. Aber der vierte Platz ist trotzdem ein Erfolg! Wir sind stolz auf eure Leistung und freuen uns, euch diese Woche wieder bei uns zu haben. Noch knapp sieben Wochen Zeit bleiben für die Vorbereitung auf die neue Saison.

 

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Foto: +++ International erfolgreich +++

+++ Vier Tage Trainingslager erfolgreich absolviert +++

(01.08.2022)

Schon fast zur Tradition geworden ist das Trainingslager unserer ersten Mannschaft im tschechischen Königswart. Doch anders als in den vergangenen Jahren konnte der Handball diesmal zuhause bleiben, denn auf dem Programm stand ein knackiges Kraft-, Ausdauer- und Athletiktraining. Dafür hatte Trainer Jan Richter sogar externe Unterstützung eingeladen. Miroslav Sira, Vater unseres Kreisläufers Jakub Sira und Athletiktrainer, brachte die Jungs in bis zu vier Trainingseinheiten pro Tag an ihre Grenzen. Aber trotz der Anstrengung konnte man lächelnde Gesichter sehen! „Alle Spieler sind bis an ihre Leistungsgrenzen gegangen. Aufgrund der verkürzten Vorbereitungszeit, weil die letzte Saison so lang ging, müssen wir ordentlich Gas gaben. Ich bin sowohl mit der Einstellung als auch der gezeigten Leistung zufrieden. Darauf können wir in den kommenden Wochen nun aufbauen“, zeigte sich Trainer Jan Richter zufrieden. An dieser Stelle geht unser großer Dank noch einmal ausdrücklich an Miroslav Sira für seinen Einsatz!

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Foto: +++ Vier Tage Trainingslager erfolgreich absolviert +++

+++ Von nix kommt nix +++

(26.07.2022)

Unter diesem Motto quälen sich unsere Jungs der ersten Mannschaft nun in der zweiten Woche der Vorbereitung. Dank des VFC Plauen musste das Training nicht in der warmen und stickigen Halle durchgeführt werden. Das Team um Trainer Jan Richter war im Vogtland-Stadion zu Gast. Hier konnten die optimalen Rahmenbedingungen genutzt werden, um weiter an Schnelligkeit und Ausdauer zu arbeiten. Danke lieber VFC Plauen für die Gastfreundschaft!

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+++ Schweißtreibender Trainingsauftakt +++

(12.07.2022)

Nach vier Wochen Pause begrüßte Trainer Jan Richter gestern die Mannschaft zum Trainingsauftakt. Trotz hochsommerlicher Rekordtemperaturen ging es ordentlich zur Sache. Auf dem Programm stand der Leistungstest und alle Spieler schnitten zur Zufriedenheit des Trainerteams ab. Auch dabei waren unsere Neuzugänge, die wir euch in den nächsten Wochen ausführlicher vorstellen werden. Lasst euch überraschen!

 

Auch die Terminplanung für die neue Saison schreitet weiter voran. Bald können wir euch auch hier informieren. Eins steht schon fest, wir starten am 17. September mit einem Heimspiel gegen den EHV Aue II in die Mission Wiederaufstieg!

 

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Foto: +++ Schweißtreibender Trainingsauftakt +++

+++ Mach‘s gut, Lukas +++

(08.07.2022)

Bereits zum zweiten Mal verabschieden wir Lukas Zverina. Der Allrounder sprang diese Saison in der Playdown-Runde ein und wechselte dafür extra vom LSV Ziegelheim inklusive einer Spielsperre von acht Wochen. Doch leider konnte auch er den Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga nicht verhindern.
Zuletzt hatte Lukas in der Saison 2018/2019 die Handballschuhe für uns geschnürt. Eine Verabschiedung war damals nicht möglich. Also haben wir das im Rahmen des letzten Heimspiel nachgeholt.
Danke lieber Lukas für dein Engagement - du bist ein echter Einheitler! Wir wünschen dir alles Gute.

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Foto: +++ Mach‘s gut, Lukas +++

Einheit rockt Sternquell-Cup

(26.06.2022)

Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss: Nach einer schier nicht enden wollenden Saison haben die Handballer des HC Einheit Plauen am vergangenen Samstag den krönenden Abschluss einer extrem langen Spielzeit mit dem Gewinn des Sternquell-Cups des TSV Oelsnitz gefeiert. Eigentlich ist dieses traditionsreiche Turnier nur für Altherrenmannschaften mit Spielern ab 40 Jahren ausgeschrieben, doch aufgrund zu weniger Meldungen fand es ohne Altersbeschränkung statt. Zum Glück für die Füchse, die so mit ihrer zweiten Mannschaft daran teilnehmen konnten und für drei Akteure aus dem Oberliga-Kader, die sich diesen sportlichen Wettstreit nicht entgehen lassen wollten. Auch wenn vor Turnierbeginn die Devise herausgegeben wurde, weder den letzten noch den ersten Platz zu machen, stand mit dem zur Verfügung stehenden Personal eigentlich schon fest, dass nur um den Turniersieg gespielt werden kann. Der Spielplan meinte es im Nachhinein gesehen gut mit den Rot-Weißen und so durften sie gleich nach einer kurzen Begrüßung des Gastgebers sowie des Oberbürgermeisters Mario Horn das Eröffnungsspiel bestreiten. Gegen die einzige Altherrenmannschaft - die sogenannte Vogtlandauswahl, die mit Marcel Maschke und Michael Keller auch von zwei Einheit-Spielern unterstützt wurde - hatten die Plauener einen dankbaren Kontrahenten zum Auftakt, der souverän mit 10:4 geschlagen wurde. In der zweiten Partie wartete dann mit der BSG Wismut Aue ein Gegner, gegen den die Spitzenstädter noch etwas gut zu machen hatten, denn das letzte Aufeinandertreffen - die Bezirkspokalbegegnung war gleichzeitig das letzte Spiel vor der coronabedingten Zwangspause - verloren die Füchse und so waren die Rot-Weißen umso glücklicher, dass nach 18 gespielten Minuten mit einem 9:14-Sieg erfolgreich Revanche genommen werden konnte. Mit der SG Oberdorla/Görmar stand in der dritten Partie ein unbekannter Kontrahent auf dem Parkett, der in der Landesliga Thüringen auf Torejagd geht und trotzdem mit 13:7 deutlich besiegt wurde. Die vierte Begegnung des Tages sollte dann zum Höhepunkt des Turnieres werden, denn Einheit stand dem gastgebenden sowie dem in der Bezirksliga eine Klasse höher spielenden TSV Oelsnitz gegenüber, der sich zu Beginn des Aufeinandertreffens sogar eine Zwei-Tore-Führung erarbeiten konnte und erst in einer spannenden Schlussphase denkbar knapp mit 13:12 geschlagen wurde, da Torhüter Lars Reinhardt in den letzten Sekunden einen Konter des ehemaligen Plaueners David Schmidt sensationell an den Pfosten lenkte. Dieser Sieg bedeutete, dass die Füchse in der letzten Partie um den Turniersieg spielen und so galt es, gegen den ebenfalls in der Bezirksliga auf Punktejagd gehenden Bornaer Handballverein 09 zu gewinnen, was erneut mit einem 8:7-Erfolg denkbar knapp gelang. Dass dem BHV dabei ein Lattentor geschenkt wurde, da der Ball weit vor die Linie abprallte und in den letzten Sekunden ein klares Fußspiel von den Schiedsrichtern, die übrigens von den teilnehmenden Vereinen gestellt wurden, nicht gesehen wurde, spielte glücklicherweise keine entscheidende Rolle. Denn neben den sportlichen Ambitionen ging es vor allem um Spaß am gemeinsamen Handballspielen, der bei lautstarken Fetenhits mit vielen iostonischen Hopfenmalzgetränken definitiv nicht zu kurz kam und um das Stärken des Miteinanders innerhalb des Vereins, was die Einsätze von Marcel Gemeinhardt, Dominik Pecek sowie Kevin Model eindrucksvoll bewiesen. „Es war ein sehr schöner und erfolgreicher Saisonabschluss“, ist Trainer Marcel Wunderlich stolz auf seine Mannschaft: „Es war ein tolles Turnier und wir hatten alle viel Spaß“. Bis tief in die Nacht feierten dann noch die Spieler des HC Einheit Plauen bei der ersten Handballrocknacht ausgelassen ihren Turniersieg beim Sternquell-Cup. (flow)

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Foto: Einheit rockt Sternquell-Cup

+++ Verabschiedung Teil 3 +++

(24.06.2022)

Leider müssen wir einen weiteren Spieler nach dieser Spielzeit ziehen lassen. Vielen Dank, lieber Jiri Fort für die zwei Jahre im rot-weißen Trikot. Berufliche und private Umstände zwingen den Tschechen dazu, die Handballschuhe an den Nagel zu hängen. Wir sagen: Danke und Auf Wiedersehen!

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Foto: +++ Verabschiedung Teil 3 +++

+++ Verabschiedung Teil 2 +++

(21.06.2022)

Schweren Herzens müssen wir uns nach nur einer Saison von Linkshänder Matyas Mandaus schon wieder verabschieden. Geplant war das nicht, aber Matyas hat die Chance bekommen sein Studium im Ausland fortzusetzen und dem wollen wir nicht im Weg stehen. Stellvertretend für ihn nahm David Zbiral das kleine Abschiedsgeschenk entgegen. Wir wünschen dir bei deinem Studium viel Erfolg und wer weiß, vielleicht sieht man sich wieder. Es war ja schon sein zweiter Einsatz in unserem rot-weißen Trikot. Man sagt ja nicht umsonst: Aller guten Dinge sind drei!

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Foto: +++ Verabschiedung Teil 2 +++

+++ Verabschiedung Teil 1 +++

(17.06.2022)

Am Ende einer Saison ist es auch immer Zeit Abschied zu nehmen. Nach zwei Jahren verlässt uns Linkshänder Jannis Roth. Er kam in der Saison 2020/2021 aus der A-Jugend des SC Magdeburg zu uns. „Jannis ist ein junger und gut ausgebildeter Spieler, der es bei uns leider nicht leicht hatte. Mit Dominik Pecek auf der Rechtaußenposition hatte er einen starken Konkurrenten, an dem er einfach nicht vorbei kam und deshalb weniger Spielanteile bekam“, erklärt Trainer Jan Richter. Wir wünschen Jannis für seinen weiteren Weg alles Gute!

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Foto: +++ Verabschiedung Teil 1 +++

+++ Abschlusstraining beendet Saison 2021/2022 +++

(14.06.2022)

Am heutigen Dienstag hatte Trainer Jan Richter zum Abschlusstraining geladen. Mit einem lockeren Fußball- und Handballspiel konnte die Saison ausklingen. Im Anschluss gab es noch das obligatorische Abschlussgrillen. Nun sind vier Wochen Pause, um den Kopf frei zu bekommen, Urlaub zu machen und Wehwehchen auszukurieren. Ab 19. Juli starten wir mit der Vorbereitung auf die neue Saison in der Sachsenliga und dem Ziel Wiederaufstieg.

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Einheit verabschiedet sich mit Heimsieg aus Oberliga

(12.06.2022)

Es war ein versöhnlicher Abschied für die Fans und Handballer des HC Einheit Plauen aus der Mitteldeutschen Oberliga. Die Füchse bejubelten am Samstagabend einen 28:27-Heimsieg im letzten Spiel der Saison gegen den SV "Grün-Weiß" Wittenberg-Piesteritz.

Die letzten Minuten und Sekunden der letzten Partie in der Saison in der Mitteldeutschen Oberliga gegen den SV "Grün-Weiß" Wittenberg-Piesteritz waren für die 200 treuen Fans des HC Einheit Plauen am Samstagabend nicht an Spannung zu überbieten. Die Ausgangslage: Der Lutherstädter Kreisläufer Chris Hoffmann wirft nach 57 Minuten und 24 Sekunden das 27:25 - es schien bereits der Siegtreffer für die Gäste gewesen zu sein. Doch nur 39 Sekunden später gelingt Maximilian Krüger mit seinem fünften Tor der 26:27-Anschlusstreffer. Nur gut eine Minute später trifft Kevin Model zum 27:27. Ausgleich - und Hoffnung auf einen Punktgewinn keimt im rot-weißen Lager auf. Allerdings sind die Sachsen-Anhaltiner in Ballbesitz und nehmen 27 Sekunden vor Schluss eine letzte Auszeit. Jetzt schlägt normalerweise der Moment, indem der Siegesspielzug angesagt wird; manchmal ist es sogar eine Kombination, die über die gesamte Begegnung noch nicht angewendet wurde, damit der Gegner nicht weiß, was nun genau gespielt wird. Doch Schlussmann Dominik Balin hält den Ball und damit mindestens einen Zähler mit den Füßen. Der auf Linksaußen spielende Kevin Model startet, Balin nimmt sich schnell das harzige Leder und nimmt sich einen Pass, den nicht alle Torhüter in dieser Situation bei diesem Spielstand spielen. Es ist ein langer, bogenförmiger Pass auf Model, der ihn knapp vor seinem Gegenspieler fängt und noch kurz in Richtung Wittenberger Tor prellt. Dann nimmt sich der 28-Jährige seinen Wurf, der für grenzenlosen Jubel sieben Sekunden später sorgt. Denn es war der 28:27-Siegtreffer, da der Versuch vom Gäste-Torwart, den Ball schnell zum Anwurfkreis zu werfen, zwar gelingt, aber kein Spieler mehr in den letzten Sekunden spielen wollte. So gab es nach dem Schlusspfiff kein Halten mehr, alle Spieler sowie Verantwortliche sprangen von der Bank auf, bildeten eine überschwängliche Jubeltraube, hüpften vor Freude über den Erfolg im Kreis und Physiotherapeut Christian Ulbricht versuchte, Siegtorschützen Kevin Model in die Luft zu heben. Und die Zuschauer? Die dürften sich gedacht haben, dass sie ihre Jungs gerne öfter so jubeln gesehen hätten. Schon der Beginn des Aufeinandertreffens ließ ein kleines Fünkchen eines positiven Abschlusses erklimmen, denn die Spitzenstädter führten schnell mit zwei Toren (3:1) und konnten diesen kleinen Vorsprung bis zum 7:5 halten. „Die Mannschaft war sehr gut auf den Gegner eingestellt, hat das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und hat vor allem ihre Würfe im gegnerischen Gehäuse untergebracht“, analysiert Einheit-Trainer Jan Richter. So entwickelte sich eine wie erwartet knappe sowie enge Partie über ein 8:8 und 10:8 in der 19. Minute. Doch dann riss wieder der Spielfaden und das schnelle sowie sichere Kombinationsspiel fand bei den Hausherren nicht mehr statt, was darin gipfelte, dass mehrere Rückraumspieler beim Prellen den Ball verloren. „Wir haben wieder unsere üblichen Fehler gemacht, hatten zu einfache Ballverluste, weil alle aufgeregt waren und den Kopf nicht frei hatten“, erklärt der Übungsleiter. So konnten sich die Lutherstädter bis zur 38. Minute beim Stand von 15:20 einen Fünf-Tore-Vorsprung erspielen und große Ernüchterung machte sich breit. Es drohte wieder eine für Einheit typische Begegnung zu werden, in der sie eigentlich gut spielen und am Ende doch wieder an sich selbst durch einfachste Fehler scheitern. Doch Jan Richter glaube auch in dieser schwierigen Phase an seine Riege: „Ich weiß, was meine Mannschaft kann und ich war mir sicher, dass wir nur eine gute Aktion brauchen, um den Glauben an den Sieg wieder herzustellen“. Das gelang den Plauenern mit einem gelungenen Spielzug im Angriff sowie einem gehaltenen Ball in der Abwehr und es schien, als seien die Füchse nun gefestigt genug, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. So leitete der erfolgreichste Werfer David Zbiral mit seinem 16:20 nicht nur eine Aufholjagd ein, sondern die Sachsen-Anhaltiner schwächten sich mit einer roten Karte, nachdem Tom-Eric Schepputt laut Schiedsrichterbericht David Zbiral „mit hoher Intensität“ mit seiner Hand im Gesicht traf. Auch eine Auszeit der Gäste in der 43. Minute beim Stand von 18:20 konnte an Einheits 5:0-Lauf nichts ändern und so erzielte Jan Kacin zur Mitte der zweiten Halbzeit den umjubelten 20:20-Ausgleich. „Dieser Zwischenspurt gelang uns dank der Geschwindigkeit in den Offensivbemühungen und der sehr guten Abwehrarbeit mit einer starken Torhüterleistung“, weiß Richter. Als Wittenberg in Überzahl wenig später auf 22:24 per Siebenmeter stellte und Schlussmann Dominik Balin bei eigener Überzahl zum erneuten Ausgleich beim 24:24 ins leere Tor traf, da waren die Rot-Weißen in der Lage, selbst in Führung zu gehen. „In dieser Situation hatten wir wieder etwas zu verlieren gehabt, denn wir hatten das Spiel gedreht und keiner wollte mehr die Verantwortung beim Abschluss übernehmen“, erläutert der Einheit-Trainer die fast sechs minütige torlose Zeit. Da sich die Lutherstädter jedoch nicht spielentscheidend absetzen konnten, war noch alles offen für diese nervenaufreibende Schlussphase. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und konnte das Spiel nach einer sehr schwierigen Phase noch für sich entscheiden“, so ein stolzer Jan Richter: "Am Ende waren wir vielleicht die ein Wenig glücklichere Mannschaft, aber die Auswahl konnte endlich das umsetzen, was uns in den letzten Partien gefehlt hatte“. Vor allem in der vorherigen Begegnung hatte die Wurfeffektivität und der absolute Wille, das Aufeinandertreffen gewinnen zu wollen, gefehlt, doch all diese Siegereigenschaften zeigte diesmal das Aufgebot. „Das war top“, freut sich Richter und beschreibt die letzten Sekunden: „Mit der genommenen Gast-Auszeit war klar, dass wir keinen Ball mehr bekommen sollen und sie den Angriff zu Ende spielen, weshalb die übereilte Entscheidung, abzuschließen sowie die Balin-Parade uns ermöglichte, doch noch einen Konter zu fahren, um das Spiel zu gewinnen“. Der Übungsleiter hatte in dieser Auszeit seiner Riege ganz klar gesagt, „dass wir im Falle eines Ballgewinns sofort nach vorn spielen und auf Sieg gehen“ - es sollte sich zur überschwänglichen Freude der Rot-Weißen bewahrheiten und dieser ganz besondere Sieg der kürzlich nach schwerer Krankheit verstorbenen Martina Ott gewidmet werden, der die Einheit-Familie vor Anpfiff mit einer Schweigeminute gedachte. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin (1), Pour, Reinhardt - Kveton (2), Model (4), Gemeinhardt, Mehler, Krüger (5/2), Fort, Zverina (1), Roth (1), Kacin (4), Mandaus, Zbiral (8/1), Pecek, Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz: Top-Rasmussen, Pavlicek (8), Luge, Hernig (4), Hoffmann (4), Mademann, Beyer (2), Schöne (5/4), Köckeritz, Elias, Ivankovic (4), Schepputt; Mannschaftsverantwortlicher Mathias Held, Trainer Armands Uscins, Co-Trainer Ronny Picker, Physio Karlo Buntic

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 2 für SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 3 für SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz

Disqualifikationen: 1 für SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz (ohne Bericht)

Zuschauer: 200

Foto zur Meldung: Einheit verabschiedet sich mit Heimsieg aus Oberliga
Foto: Einheit verabschiedet sich mit Heimsieg aus Oberliga

Einheit möchte sich versöhnlich verabschieden

(09.06.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen wollen am Samstagabend gegen den SV "Grün-Weiß" Wittenberg-Piesteritz im letzten Spiel der Saison in der Mitteldeutschen Oberliga mit einem Heimsieg in die Sommerpause gehen. Für die treuen Fans der Füchse hat sich der Verein ein kleines Dankeschön überlegt.

„Wir wollen den Fans etwas bieten und uns selber beweisen, dass wir eigentlich zu der Mitteldeutschen Oberliga gehören würden, aber es in diesem Jahr leider sportlich nicht geschafft haben“, bedauert Einheit-Trainer Jan Richter. Denn der Gang in die Sachsenliga ist seit der 21:30-Niederlage gegen den Sonneberger HV besiegelt und so können die Rot-Weißen am Samstagabend zu ungewohnter Zeit ab 19 Uhr vor heimischem Publikum gegen den SV "Grün-Weiß" Wittenberg-Piesteritz befreit aufspielen. „Wir wollen das letzte Spiel der Saison gewinnen und den anderen Mannschaften einen fairen Wettbewerb bieten, denn es geht ja noch für andere Aufgebote um den Verbleib in der Liga“, stellt der Übungsleiter klar: „Wir werden das Aufeinandertreffen also definitiv nicht herschenken, es auch nicht auf die leichte Schulter nehmen, da dies nichts mit Sportlichkeit zu tun hätte und so werden wir alles tun, um zu gewinnen“. Um dieses Ziel zu erreichen und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, „wird der Akteur spielen, der es sich verdient hat“, versichert Jan Richter und fügt hinzu: „Wenn sich die Möglichkeit gibt, da es nicht mehr um die Tordifferenz geht, werden wir auch wechseln, aber trotzdem steht das Ergebnis und ein gutes Spiel im Vordergrund, nicht wer wie viel Einsatzzeit erhält“. Da es auch einige Veränderungen im Kader geben wird, „ergibt es jetzt keinen Sinn, bereits irgendetwas zu probieren“, sagt der Einheit-Trainer, „denn das werden wir während der Vorbereitung auf die neue Saison intensiv machen“. Rückblickend attestiert Richter seiner Mannschaft, dass sie sich in jeder Begegnung vorgenommen hatte, ihr Leistungspotenzial abzurufen, „es ihr das aber leider viel zu selten gelungen ist“. Dass nach fünf Jahren Zugehörigkeit in der vierten Liga das Kapitel Mitteldeutsche Oberliga erneut für mindestens eine Saison erst einmal beendet ist, hat auch Spuren bei den Akteuren hinterlassen. „Die Auswahl war natürlich nach dem besiegelten Abstieg arg gebeutelt, was man in jeder Übungseinheit gemerkt hat“, weiß der Übungsleiter: „Die Riege war trotzdem gewillt, sich optimal auf die kommende Partie gegen die Lutherstädter vorzubereiten“. So wollen die Plauener nicht nur an die gute Leistung im letzten Heimspiel gegen die zweite Vertretung des HC Elbflorenz und den 28:21-Sieg anknüpfen, sondern auch an den 25:22-Auswärtssieg in Wittenberg in der Hinrunde. Dabei müssen die Spitzenstädter erneut auf die beiden Linkshänder Dominik Pecek (Rechtsaußen) sowie Matyas Mandaus (rechter Rückraum) verletzungsbedingt verzichten und so müssen die Hausherren erneut taktische Umstellungen vornehmen. „Wir wollen die zwei Ausfälle dadurch kompensieren, indem wir ein anderes Konzept spielen und ich gehe davon aus, dass die Mannschaft mit dieser Situation umgehen kann“, hofft Jan Richter: „Wir haben uns darauf eingestellt, es ist also nichts Neues für die Mannschaft und deshalb hab` ich vor den taktischen Umstellungen auch keine Sorge, dass sie erfolgreich umgesetzt werden“. Dass das Aufgebot dafür zwei Wochen Zeit und ein punktspielfreies Wochenende hatte, habe laut dem Trainergespann keinen großen Unterschied in der Vorbereitung auf die Sachsen-Anhaltiner gemacht. „Wir haben an der eklatanten Wurfschwäche intensiv gearbeitet, aber im Spiel ist es dann immer noch etwas Anderes und gerade in der letzten Partie hat sich auch der gegnerische Torhüter in einen Rausch gehalten“, erklärt der Übungsleiter: „Jeder Spieler hat in seiner sportlichen Laufbahn schon tausende Würfe gemacht, weshalb man mit den Trainingseinheiten unter der Woche keine elementaren Veränderungen erzielen kann“. Doch es konnte zumindest an kleinen Stellschrauben gedreht werden, die wieder zu alter Treffsicherheit führen sollen. „Man kann die Spieler noch einmal fokussieren, man kann den Kopf noch einmal frei bekommen, man kann noch einmal positive Akzente setzen, aber alles Andere müssen die Akteure dann im Spiel umsetzen“, so Richter: „Natürlich lag der Fokus in den Übungseinheiten auf den zuletzt gezeigten Schwächen und wir haben vor allem am Abschluss in Kombination mit einer guten Abwehr gearbeitet“. Das soll dazu führen, dass sich die Vogtländer am Samstagabend einen klaren Vorsprung herausspielen können, denn „damit haben wir immer gute Erfahrungen gemacht und dieser tat unserer Spielweise richtig gut“, erinnert sich der Einheit-Trainer: „Das wäre auch im letzten Aufeinandertreffen möglich gewesen, doch da haben wir es leider nicht geschafft, unsere Führung weiter auszubauen, weil wir unsere klaren Chancen nicht im gegnerischen Gehäuse unterbrachten“. Damit das gelingt, kommt es darauf an, „Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor zu zeigen, in den richtigen Situationen Ruhe zu bewahren, keine zu schönen Abschlüsse zu suchen und nicht die Flinte bei Misserfolg ins Korn zu werfen“, fordert Richter und vermutet: „Die Partie wird lange knapp sowie eng sein, denn Wittenberg ist auf unserem Leistungsniveau und dann wird sich derjenige durchsetzen, der die bessere Tagesform hat“. Stark in Form ist Tomás Pavlicek, der in den vier Begegnungen in der Abstiegsrunde bereits 32 Treffer für die Lutherstädter erzielen konnte und ihr Kreisläufer Kevin Pachaly, der im Hinspiel dafür sorgte, dass es für die Anhaltiner entweder Siebenmeter oder eine Zwei-Minuten-Strafe für die Sachsen gab, da er klug in Szene gesetzt wurde. Die Gäste feierten bisher in der Abstiegsrunde zwei Siege, gegen die zweite Vertretung des EHV Aue konnten sie sich zu Hause mit 28:20 durchsetzen und gewannen beim Sonneberger HV mit 21:18.

Der HC Einheit Plauen informiert, dass es ab der Halbzeit Freibier für alle Zuschauer in der Einheit-Arena gibt. „Ich kann mich nur bei unseren treuen Fans bedanken, die uns über die ganze, schwierige Saison mit Höhen und leider viel zu vielen Tiefen unterstützt haben“, ist Jan Richter stolz auf die Anhängerschaft: „Ich kann nur hoffen, dass uns die rot-weißen Sympathisanten weiter unterstützen, denn die Spieler versuchen ihr Bestes und möchten sich auch mit einem Sieg bedanken“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit möchte sich versöhnlich verabschieden
Foto: Einheit möchte sich versöhnlich verabschieden

Einheits Auswärtsniederlage besiegelt Abstieg

(29.05.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen sind nach der 21:30-Niederlage beim Sonneberger HV gestern Abend aus der Mitteldeutschen Oberliga abgestiegen. Wie es zu dem bitteren Gang in die Sachsenliga kam.

Als am Samstagabend um 20.25 Uhr das Schiedsrichtergespann die Partie zwischen dem HC Einheit Plauen und dem Sonneberger HV abgepfiffen hat, stand fest, dass die Füchse nach fünf Jahren in der Mitteldeutschen Oberliga abgestiegen sind. Der bittere Gang in die Sachsenliga wurde durch eine am Ende deutliche 21:30-Niederlage besiegelt, da bei noch einer ausstehenden Begegnung der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz nun drei Punkte beträgt. Dass es soweit kam, hatte sich zwar seit dem Saison-Wiederbeginn mehr als angedeutet, dennoch bestand bis zum Schluss rechnerisch die Möglichkeit, die Klasse zu halten. Auch bei den Spielzeugstädtern hatten die Rot-Weißen lange die Chance, das Aufeinandertreffen für sich zu entscheiden und neue Hoffnung auf den Ligaverbleib zu schüren. Doch schon in der Anfangsphase der Begegnung zeigten sich die größten Schwächen der Vogtländer, die nicht nur für die zehnte Pleite in den letzten elf Aufeinandertreffen sorgten, sondern auch für den Abstieg verantwortlich sind. Die Sachsen schaffen es nicht, die gut herausgespielten Abschlussmöglichkeiten in eigene Tore umzuwandeln und sich so für ihren großen Aufwand in den schnellen, sicheren sowie druckvollen Offensivbemühungen zu belohnen. Dazu kommt, dass seit dem Saison-Wiederbeginn die Rot-Weißen immer wieder an der Siebenmeterlinie verzweifeln und die Strafwürfe nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden konnten. So auch in der dritten Minute gegen die Thüringer, als der zuletzt bei Strafwürfen sichere Maximilian Krüger beim Stand von 0:1 den Ausgleich erzielen hätte können und am gegnerischen Torhüter Borys Kriuchkov scheiterte. Zwar konnten die Plauener in der Folge nicht nur auf Gleichstand stellen (1:1), sondern auch mit 3:1 nach knapp acht Minuten in Führung gehen, doch den Vorsprung weiter auszubauen gelang den Gästen nicht. Grund dafür war, dass die Hausherren mit dem 34-jährigen Kriuchkov einen äußerst erfahrenen Schlussmann zwischen den Pfosten stehen hatten, der schon für die Ukrainische Nationalmannschaft auflief und sein Gehäuse vernagelte. So entwickelte sich eine Partie über den 9:9-Halbzeitstand bis zum 11:11 auf Augenhöhe, in der mal Sonneberg und Einheit mit einem Treffer vorlegte. „Wir müssen in der ersten Halbzeit mit sechs, sieben oder gar acht Toren führen, die klaren Einwurfmöglichkeiten aus der Nahdistanz dafür hatten wir und so kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, analysierte Einheit-Trainer Jan Richter.

Doch kurz nach dem Seitenwechsel riss der Spielfaden bei den Füchsen, als der Übungsleiter auf seine Anfangssechs mit Jan Kacin nun auf Linksaußen, Krüger im linken Rückraum, Kevin Model auf Rückraum-Mitte und David Zbiral im rechten Rückraum sowie mit der Änderung von Marcel Gemeinhardt zu Jannis Roth auf Rechtsaußen zurück wechselte. Statt erneut in Führung zu gehen sowie sich einen Vorsprung wie im ersten Durchgang zu erarbeiten, netzten die Füchse fast zehn Minuten lang nicht ein und so konnten sich die Thüringer spielentscheidend auf 11:17 absetzen. Symptomatisch für diese Phase war, als Roth einen Ball in der Abwehr gewinnt, schnell auf den gestarteten Karel Kveton passt und dieser dann frei vor dem Tor zu Kacin quer legen will, der das runde, harzige Leder allerdings nicht fangen kann, wodurch die Spielzeugstädter zum 11:16 verwandelten. Als der Sonneberger Anatoli Bulov beim Stand von 12:17 die rote Karte in der 44. Minute kassiert, weil er Jiri Fort im Konter beim Abschluss in den Wurfarm fasste und Zbiral wenig später auf 14:17 stellte, keimte bei den 15 mitgereisten Einheit-Fans noch einmal Hoffnung auf. Doch durch eine erneute, zwar diesmal nur gut fünf Minuten lange, torlose Phase schafften es die Plauener nicht, eine spannende Schlussphase einzuläuten, da sich die Thüringer bis zur 51. Minute einen Acht-Tore-Vorsprung beim Stand von 15:23 erspielen konnten. „In dieser Phase kam dann auch noch der Kopf dazu, als wir uns herangekämpft hatten und unsere Chance wieder nicht nutzen konnten, weil wir erneut mehrere Tore liegen gelassen hatten“, erklärt Richter: „Wir haben dann nichts mehr getroffen, Torhüter Borys Kriuchkov hat das Spiel entschieden und uns den Zahn gezogen“. Noch in den ersten dreißig Minuten überragend agierend, als Torhüter Dominik Balin mit zehn Paraden seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit gab und einen Rückstand zur Pause verhinderte, konnte der Schlussmann an seine starke Leistung in Hälfte zwei nicht mehr anknüpfen, weshalb die Spielzeugstädter in fast jedem Angriff einen Treffer erzielen konnten. Auch auf dieser Position zeigte sich das Spiegelbild der Spitzenstädter in dieser Saison, dass sie es nicht mehr nach der coronabedingten Zwangspause schafften, eine konstante Leistung über sechzig Minuten aufs Parkett zu legen, um in dieser starken vierten Liga erfolgreich zu sein. Dazu kommt die eklatante Wurfschwäche, die mit einer Trefferquote von knapp 43 Prozent ihren unrühmlichen Höhepunkt gestern Abend fand und auch dafür sorgte, dass eine Partie in der Mitteldeutschen Oberliga der Männer mit jeweils lediglich neun Toren auf beiden Seiten mit einem einstelligen Halbzeitstand in die Pause ging, was auch für das erfahrene Schiedsrichtergespann ein Novum war. Da ließ Trainer Richter auch nicht als Ausrede gelten, dass sich im Abschlusstraining am Freitagabend Matyas Mandaus am Knie so schwer verletzte, dass der linkshändige rechte Rückraumspieler wie auch der langzeitverletzte Rechtsaußen Dominik Pecek nicht zum Einsatz kommen konnte. Dagegen hatten die Thüringer mit Konstiantyn Ustymenko und Dino Mustafic zwei sehr gute Werfer, die nicht nur mit 15 Treffern die Hälfte der Sonneberger Tore erzielten, sondern konnte vor allem der junge Mustafic mit einfachen Finten immer wieder Lücken in die Abwehr der Vogtländer reißen sowie mit präzisen Würfen glänzen.

„Wir sind an der Chancenverwertung gescheitert, denn mit 28 Fehlwürfen kann man kein Spiel gewinnen“, resümierte Jan Richter: „Wir können nicht besser spielen, aber wenn wir dann am Druck beim Werfen von sechs Metern zerbrechen und nicht treffen, dann können wir nicht erfolgreich sein“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour - Kveton (3), Model (2), Gemeinhardt, Krüger (1), Fort, Zverina, Roth (1), Kacin (5/1), Mandaus, Zbiral (8/2), Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Sonneberger HV: Ustymenko (8), Müller (1), Bondar, Kumogorodskyy (2), Dietrich (2), Martinsen, Sychov (1), Untu (3), Mustafic (7/2), Bulov (4), Piskac (1), Levitskiy (1), Kriuchkov; Trainer Konstantin Selenow, Mannschaftsverantwortlicher Bogdan Vladimirovich Melniychuk, Physio Max Fechner

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 3 für Sonneberger HV

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, 4 für Sonneberger HV

Disqualifikation: 1 für Sonneberger HV

Foto zur Meldung: Einheits Auswärtsniederlage besiegelt Abstieg
Foto: Einheits Auswärtsniederlage besiegelt Abstieg

Einheit muss nach Heimsieg auch auswärts gewinnen

(26.05.2022)

Nach dem 28:21-Heimsieg vergangenes Wochenende müssen die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstagabend gegen den Sonneberger HV nachlegen. Um die Minimalchance auf den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga zu erhalten, müssen die Füchse beim Tabellenletzten den ersten Auswärtssieg in diesem Jahr einfahren.

„Die Stimmung in der Mannschaft hat sich merklich verbessert sowie merkt man einfach, wie wichtig dieser Sieg war und das er richtig gut tat, die Spieler den Erfolg gebraucht haben“, beschreibt Einheit-Trainer Jan Richter die aktuelle Gefühlslage. Es war der erste Sieg in diesem Jahr, es war der erste Erfolg vor heimischem Publikum in dieser Saison und dieser doppelte Punktgewinn wahrte die rechnerische Chance, doch noch den Verbleib in der vierten Liga zu schaffen. Doch damit sich dieser Aufwärtstrend weiter fortsetzt, braucht es vielleicht noch einmal einen Blick in die jüngste Vergangenheit und so stellt sich die Frage, wie der Negativlauf von neun Niederlagen in Folge gestoppt werden konnte? „Wir konnten die Niederlagenserie mit einer überragenden Leistung der gesamten Mannschaft beenden und das obwohl wir in der Anfangsphase wieder sehr nervös agierten“, erinnert sich der Übungsleiter. Doch nach dem 5:5 nach knapp einer Viertelstunde zeigten die Spitzenstädter ihr Können und zwangen den HC Elbflorenz II mit einem Abwehrbollwerk zu Würfen, die Torhüter Dominik Balin sicher parieren konnte und überzeugten im Angriff, indem sie endlich wieder an ihr sicheres Kombinationsspiel anknüpften, wodurch sie nicht nur deutlich weniger Fehler machten, sondern sich auch gute Abschlussmöglichkeiten herausspielten. „Die Grundvoraussetzung für einen Auswärtssieg ist eine erneut sehr starke Defensive in einem richtig guten Zusammenspiel mit dem Schlussmann“, weiß Jan Richter. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Erfolg war, dass die Vogtländer in der Partie gegen die Landeshauptstädter das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit nicht kippen lassen hatten, obwohl ihre Führung von sieben Toren auf nur noch zwei Treffer schrumpfe. „Die schwierige Phase konnte auch deshalb schadlos überstanden werden, da wir uns mit einer sehr guten Verteidigung und einem starken Schlussmann Balin dagegen stemmten“, erklärt der Einheit-Trainer. Diese Erkenntnis mache auch Mut für die Begegnung in der Spielzeugstadt, denn „wir haben uns auf unsere Stärken fokussiert und haben den Ball schnell laufen lassen, also das perfekt umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“. Vor allem aber „dürfen wir nicht versuchen, den Erfolg dann in solch einer Situation zu erzwingen oder eine schnelle Entscheidung zu suchen, da diese dann oft nicht von Erfolg gekrönt ist“, analysierte Richter: „Wir müssen auch dann nicht aufgeregt sein, wenn der Gegner in einer Phase des Spiels häufiger trifft und unser Vorsprung schmilzt oder wir gar in Rückstand geraten“. Das bedeutet, dass die Auswahl einen kühlen Kopf bewahren sollte, um kluge Entscheidungen zu treffen, denn geduldig weiter zu spielen ist der Schlüssel zum Erfolg. Dass die Sachsen doppelt in Thüringen punkten, hängt auch davon ab, wie viele Angriffe sie auch in eigene Tore umwandeln können. So lag zwar die Trefferquote zuletzt bei 60 Prozent und damit besser als die Aufeinandertreffen zuvor, doch „wir müssen es wieder schaffen, unsere Abschlusschancen besser zu nutzen und unsere Wurfquote weiter erhöhen, denn in diesem Bereich haben wir noch Potenzial“, fordert der Übungsleiter: „Wir müssen unsere starken Phasen im Spiel noch effizienter nutzen und uns so im Optimalfall einen größeren Vorsprung herauszuspielen, denn dies gibt uns Sicherheit in unserem Agieren“. Fest steht, dass die Rot-Weißen „Selbstvertrauen getankt haben“ und mit der Option, dass Matyas Mandaus auf Rechtsaußen sowie Maximilian Krüger auf Linksaußen spielen, „ein weiteres Werkzeug in der Werkzeugkiste“ haben, sie also flexibler in der Offensive agieren können, wodurch sie noch unberechenbarer für den Gegner geworden sind. „Dass wir mal wieder gewonnen haben, war extrem wichtig, nicht nur für die Tabelle, sondern auch für den Kopf der Spieler und den ganzen Verein“, freut sich Jan Richter.
Damit dieser Gemütszustand anhält, müssen die Füchse gegen die Spielzeugstädter erneut ihre Fehlerquote gering halten, um den Thüringern nicht die Möglichkeit zu geben, einfache Tore zu erzielen. „Wir müssen Sonnebergs starken Rückraum unter Kontrolle bringen, was uns mit einer aggressiven Deckungsarbeit, konsequenten Rücken der Ballseite nach und einer klaren Absprache gelingt“, so der Einheit-Trainer. Daneben haben die Thüringer noch drei ehemalige Coburger Akteure: Mit Havard Martinsen haben die Spielzeugstädter einen sehr erfahrenen Bundesliga-Schlussmann zwischen den Pfosten. Für die Abstiegsrunde haben die Sonneberger vor kurzem noch Kreisläufer Kamil Piskac verpflichtet, der eigentlich seine Karriere in der tschechischen Heimat ausklingen ließ, doch nun nicht nur als Motivator und Anführer herhalten, sondern auch die Abwehr stabilisieren sowie das Kreisspiel im Angriff variabler machen soll. Komplettiert wird das bayrische Trio mit Sonnebergs Hoffnungsträger sowie Torjäger Dino Mustafic, der in den bisherigen drei Ligaverbleibsspielen 29 Treffer erzielte und mit 9,67 Toren pro Partie die Rangliste der besten Werfer mit riesigen Abstand vor den zweitplatzierten Krüger anführt, der in vier Begegnungen 20 Mal einnetzte. „Wir können Mustafic nur als Kollektiv stoppen“, sagt Richter, der mit dem 19-Jährigen zusammen den Trainerlehrgang gemacht hat. Doch auch das junge Talent kann die Spielzeugstädter nicht alleine zum Klassenerhalt werfen, wie das letzte Aufeinandertreffen gegen den direkten Konkurrenten SV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz zeigt, als die Thüringer viele einfache Fehler machten, zu viele Bälle im Angriff weggeworfen, überhastet abgeschlossen oder einfach unkonzentriert agiert haben und verwarfen zudem noch drei Siebenmeter. So konnten die Sonneberger nicht nur zu Beginn über acht Minuten keinen eigenen Treffer erzielen, sondern auch in der Schlussphase, was dazu führte, dass sie trotz einer 18:16-Führung fünf Minuten vor Ende noch 18:21 verloren haben. Damit können es die Spielzeugstädter wie die Spitzenstädter nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, in der Mitteldeutschen Oberliga zu bleiben. Die Thüringer starteten übrigens mit einer 21:25-Auftaktniederlage in Bad Blankenburg in die Abstiegsrunde und konnten wie die Vogtländer einen deutlichen 34:26-Heimerfolg gegen den HC Elbflorenz II verbuchen. „Es wird zwar ein schweres sowie spannendes Spiel werden, aber wir wollen nach dem Heimsieg auch auswärts gewinnen und uns wieder für unsere guten Trainingsleistungen belohnen“, hofft Jan Richter.
Der HC Einheit Plauen hofft auf eine lautstarke Unterstützung seiner treuen Anhänger in dieser erneut wichtigen Partie - die Begegnung beginnt am Samstagnachmittag, um 19 Uhr, in der Sporthalle Berufsbildendes Zentrum (Max-Planck-Straße 49) in Sonneberg und der Bus fährt 15 Uhr am Sportplatz am Lindentempel sowie um 15.15 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit muss nach Heimsieg auch auswärts gewinnen
Foto: Einheit muss nach Heimsieg auch auswärts gewinnen

Endlich ist der Knoten geplatzt

(22.05.2022)

Dem HC Einheit Plauen gelang am vergangenen Samstag der ersten Heimsieg in dieser Saison. Gleichzeitig beendeten die Spitzenstädter damit eine Serie von neun Niederlagen in Folge und wahren so auch die Minimalchance auf den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga.

Die Erwartungen an das Spiel waren nicht hoch. Nach neun Niederlagen in Folge glaubten nur die wenigsten der 150 treuen anwesenden Zuschauer an einen Erfolg des HC Einheit Plauen an diesem Samstagnachmittag. Doch was sie in den folgenden 60 Minuten sahen, überraschte und entschädigte zugleich. Trainer Jan Richter hatte seine Mannschaft komplett durcheinander gewirbelt und musste gleichzeitig den krankheitsbedingten Ausfall von Dominik Pecek kompensieren. Im Rückraum der Spitzenstädter agierten gegen Elbflorenz II nicht etwa wie gewohnt Maximilian Krüger und Matyas Mandats, sondern Jan Kacin und Kevin Model. Die beiden erstgenannten spielten diesmal auf den Außenpositionen. Ein kluger und überraschender Schachzug. 

Den ersten Treffer der Partie erzielte Jan Kacin für die Spitzenstädter. Die Landeshauptstädten glichen im Gegenzug aus. In den Folgezeit konnte sich keine Mannschaft absetzen, sodass es bis zum Stand von 5:5 nach 13 Minuten eine ausgewogene Partie war. Durch eine starke Abwehrleistung und Tore von Sira, Kveton und Krüger ging Einheit dann mit 8:5 in Führung und baute diese bis zur Halbzeitpause unter großem Jubel der anwesenden Zuschauer auf 15:10 aus. Sollte dieser Vorsprung reichen?

Nach dem Seitenwechsel setzten die Spitzenstädter durch die Tore von Sira und Kveton zum 17:10 sogar noch einen drauf. Doch die Gäste aus der Landeshauptstadt gaben nicht auf. Zwar stand die Abwehr der Spitzenstädter gut und die Mannschaft hatte auf die unterschiedlichen Spielvarianten des Gegners auch immer eine Antwort parat, aber irgendwie zappelte der Ball trotzdem immer öfter im Tor. Elbflorenz II wurde häufig ins Zeitspiel gezwungen, konnte aber mit der letzten Aktion doch zum erfolgreichen Abschluss kommen. Der Vorsprung schmolz bis zur Mitte der zweiten Halbzeit bedrohlich auf 21:19. Einheit agierte in dieser Phase zu überhastet und konnte Ballgewinne durch eigene Fehler nicht in Tore umwandeln. Anders als in vielen Spielen zuvor, brach die Mannschaft nicht ein. Einheit kämpfte und stemmte sich mit allen Mitteln dagegen, dass das Spiel zu kippen drohte. Trainer Jan Richter nahm eine Auszeit und ordnete seine Spieler neu. Das zeigte Wirkung. Durch sechs Treffer in Folge durch Model, Kacin und Zbiral setzten sich die Spitzenstädter spielentscheidend auf 27:19 ab. Am Ende stand ein deutlicher und verdienter 28:21-Sieg. Damit bleibt Einheit in Reichweite eines Nichtabstiegsplatzes. Der Rückstand beträgt nur einen Punkt, allerdings hat Einheit ein beziehungsweise zwei Spiele mehr absolviert als die Gegner. "Wir haben heute endlich die Leistung gezeigt, die in uns steckt", sagt Trainer Jan Richter nach dem Spiel erleichtert. "Grundlage für den Sieg war die starke Abwehrleistung und der Umstand, dass wir unsere Chancen diesmal auch genutzt haben. In der kurzen Schwächephase in der zweiten Halbzeit als Dresden gefährlich nahe kam, haben wir die Nerven behalten und mit klarem Kopf gespielt. Können wir das in den letzten beiden Spielen in dieser Saison auch abrufen, können wir sowohl Sonneberg als auch Wittenberg schlagen." (slu)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour - Kveton (4), Model (2), Gemeinhardt, Krüger (4/2), Fort (1), Zverina, Roth, Kacin (7), Mandaus (4), Zbiral (3), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HC Elbflorenz II: Weinand (3), Linke, Niestroj, Schreitet, Burmeister (5), Zinke (1), Meinhardt, Stolze (2), Wellner J., Hoffmann (3), Kryszon (5/3), Prager, Viehweger (1), Wellner L. (1), Willkommen, Trainer Fabian Metzner

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 2 für HC Elbflorenz II

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, 3 für HC Elbflorenz II

Zuschauer: 150

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Foto: Endlich ist der Knoten geplatzt

Einheit muss ersten Heimsieg einfahren

(19.05.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen müssen am Samstagnachmittag vor heimischen Publikum gegen die zweite Vertretung des HC Elbflorenz die zwei Punkte behalten, um nicht aus der Mitteldeutschen Oberliga abzusteigen. Dafür macht der Aufwärtstrend in der letzten Partie und das Hinspiel etwas Hoffnung.

Seit Wochen fragt sich das Füchse-Lager, wie es die Handballer des HC Einheit Plauen endlich mal wieder schaffen, einen Erfolg in der Mitteldeutschen Oberliga zu feiern. Dass die Rot-Weißen nach mittlerweile neun Niederlagen in Folge und der dritten Pleite in der Abstiegsrunde nur noch rechnerische Chancen auf den Klassenerhalt haben, ist für die treuen Fans nun bittere Wahrheit. Denn der Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt mit 6:12 Punkten nicht nur schon drei Zähler bei nur noch drei zu spielenden Partien, sondern der Tabellenletzte ist auch auf die Schützenhilfe der anderen Vereine angewiesen, sollte es doch noch irgendwie mit dem Verbleib in der vierten Liga klappen. Für diesen äußerst unrealistischen Fall und diese schier unüberwindbare Herausforderung braucht es allerdings richtige Mutmacher, die vielleicht der Blick in die kürzere sowie längere Vergangenheit der Saison bringt. Denn als sich die Vogtländer vergangenen Sonntag beim HSV Bad Blankenburg zwar erneut geschlagenen geben mussten, waren sie „nah dran an einem Sieg“, erinnert sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Gegen die Thüringer war ein Aufwärtstrend zu sehen und ich bin auch mit dem Großteil des Spiels absolut zufrieden, denn die Auswahl hat sich wieder gestärkt gezeigt, auch wenn es gegen diese Top-Mannschaft leider nicht gereicht hat“. Dass sich dieser Aufwärtstrend auch in Punkte widerspiegelt, muss „die Abwehr wieder in Zusammenarbeit mit dem Torhüter sehr gut agieren, nur dann können wir erfolgreich sein, da wir Probleme im Angriffsspiel haben“, weiß der Übungsleiter. Bereits im Hinspiel hielt die Verteidigung gegen den schweren Gegner richtig gut dagegen und hat das über die Beine gelöst, erinnert sich Richter: „Wir setzten genau das um, was wir uns vorgenommen hatten, denn meine Mannschaft war in der Defensive überragend und auch im Angriff machte sie nur sehr wenige Fehler, spielte technisch sauber sowie auf den Punkt, was dann dazu führte, dass wir auch so ein Spiel gewinnen konnten“. Damit dieser Erfolg wiederholt werden kann, hofft der Einheit-Trainer, „dass die Mannschaft nun nach dem guten letzten Spiel selbstbewusster und gestärkt ist, denn sie konnte immer wieder zeigen, dass sie die Qualität für die Mitteldeutsche Oberliga hat“. Allerdings nur phasenweise, weshalb es gilt, dies über die gesamte Spielzeit abzurufen, fordert Jan Richter: „Natürlich ist es wichtig, dass die Mannschaft das umsetzt, was wir uns im Training erarbeitet haben, dennoch gilt es, dass wir eine Spielkultur aufs Parkett bringen und dafür müssen viele Akteure an ihr Leistungsniveau herankommen, um gegen solch ein Aufgebot wie Dresden gewinnen zu können“. Dafür braucht es die nötige Aggressivität in der Abwehr, die Effektivität im Angriff sowie müssen die Plauener einfache technische Fehler vermeiden „und das gelingt uns, wenn wir Ruhe am Ball ausstrahlen“, so der Übungsleiter: „Vielleicht auch das Quäntchen Glück, im Spiel zu bleiben, falls es mal einige Minuten nicht so gut läuft oder gleich eine Führung zu Beginn der Partie, dass wir dann in solchen Phasen von diesem Vorsprung zehren können“. Wie im Hinspiel, als die Sechs-Tore-Führung zu einem Drei-Tore-Vorsprung zusammen schmolz und dass die Rot-Weißen dieses Spiel nicht aus der Hand gaben, lag vor allem daran, dass sie „in der Offensive äußerst klug agierten, indem wir fast immer die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit trafen, als Mannschaft absolut an unserem Limit waren und in der Abwehr füreinander sowie miteinander gekämpft haben“, blickt Richter zurück und nach vorn: „Genauso müssen wir wieder agieren“. Dabei spielt auch eine wichtige Rolle, dass mit Maximilian Krüger wieder die Strafwürfe verwandelt werden, erklärt der Einheit-Trainer: „Es nimmt der ganzen Mannschaft viel Druck, wenn wir von der Siebenmeterlinie wieder Sicherheit ausstrahlen“. Sicher ist dagegen nicht, mit welchen Akteuren die Landeshauptstädter in Plauen gastieren werden und ob erneut Eric Meinhardt mit von der Partie ist. Denn der ehemalige Profihandballer und frühere Kapitän beim EHV Aue zählte zu den besten Spielern in der zweiten Bundesliga und erzielte vorletzten Sonntag beim Sonneberger HV elf Tore, darunter fünf Siebenmeter. „Er kann Mannschaften alleine besiegen und spielt einen unglaublich schnellen Ball“, berichtet Richter: „Elbflorenz hat eine junge Mannschaft, die „einen wahnsinnig schnellen sowie sauberen Ball spielen und wahnsinnig viele junge, richtig gute Talente haben“. Doch schon einmal haben es die Füchse gezeigt, dass sie diese starke Auswahl schlagen können und so wollen sie sich am Samstagnachmittag ab 16 Uhr in der Einheit-Arena „endlich mit dem ersten Heimsieg bei unseren treuen Fans bedanken“, verspricht Jan Richter. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit muss ersten Heimsieg einfahren
Foto: Einheit muss ersten Heimsieg einfahren

Einheit nach Niederlage nun auf letzten Tabellenplatz

(16.05.2022)

Auch auf fremden Parkett beim HSV Bad Blankenburg konnten die Handballer des HC Einheit Plauen am Sonntagnachmittag nicht punkten. Nach der neunten Niederlage in Folge tragen die Füchse nun die rote Laterne der Mitteldeutschen Oberliga.

Es sollte wieder nicht sein: Trotz einer guten Leistung kassierten die Handballer des HC Einheit Plauen am Sonntagnachmittag beim HSV Bad Blankenburg eine 22:28-Pleite. Damit haben sie auch das dritte Spiel in der Abstiegsrunde verloren und nur noch rechnerische Chancen auf den Verbleib in der Mitteldeutschen Oberliga. Denn mit 6:12 Punkten sind nun die Spitzenstädter das Schlusslicht und haben mittlerweile drei Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, da der HC Aschersleben beim EHV Aue II knapp mit 26:25 gewonnen hat.

„So nah waren wir in den letzten Spielen nicht an einem Sieg dran - und das bei der besten Mannschaft in der Abstiegsrunde“, resümiert Heiko Schuster: „Jeder hat gesehen, dass es eine Mannschaft ist, die Handball spielen kann und das Niveau für die Mitteldeutsche Oberliga hat“, fügt Einheits Co-Trainer hinzu. Doch woran hat es dann gelegen? „In der entscheidenden Phase haben wir mehr Fehler als Bad Blankenburg gemacht“, analysierte Schuster: „Als wir dran waren, haben wir es verpasst, den Ausgleich zu machen und haben dann wieder zu viele einfach Fehler gemacht, die die Thüringer konsequent bestraft haben“. Es war die Phase in der zweiten Halbzeit, als sich die Vogtländer auf ein 18:19 und ein 19:20 herangekämpft hatten. Doch genau in dieser spielentscheidenden Phase leistet sich der sonst überragend treffende sowie mit neun Toren erfolgreichster Werfer der Partie Maximilian Krüger einen Fehlwurf und so stand es nicht 19:19, sondern 18:20. Nächster Angriff, wieder kein Tor. Dann fängt David Zbiral nach starker Abwehrarbeit den Ball heraus, doch Jan Kacin verwirft. Nächster Angriff, wieder kein Tor. Doch auch die Hausherren gelingt kein Treffer, da von den sehr gut agierenden Schiedsrichtern Stürmerfaul gepfiffen wird. Allerdings schaffen es die Gäste erneut nicht, den Ballgewinn in ein Tor umzuwandeln, denn sie verloren das kleine harzige Leder im Angriff durch einen Fehlpass. Den folgenden Konter konnten die konsequente zurücklaufenden Sachsen unterbinden, den folgenden Treffer auch, da Torhüter Dominik Balin eine richtig starke Leistung aufs Parkett legte und parierte. Und auch den Abpraller haben die Füchse, da sie um jeden Ball kämpfen, unbedingt den Anschlusstreffer erzielen wollen. Doch Lukas Zverina verwirft den daraus resultierenden Angriff und wieder kann der Tempogegenstoß durch einen Sprinteinsatz von Dominik Pecek verhindert werden, da der lange Pass auf den gegnerischen sowie bis dahin gut treffenden Linksaußen nicht ankommt. Dann endlich nach fast fünf Minuten das nächste Tor und die Erlösung: Mittelmann David Zbiral belohnt sich für stark vorgetragene Offensivbemühungen und netzt zum 19:20 ein. „Wir haben richtig gut gespielt, endlich mal das umgesetzt, was angesagt wurde, was im Training geübt wurde, jeder mit Biss“, beschreibt Heiko Schuster die dennoch gute Phase: „Man kann der Mannschaft überhaupt nicht den Kampfeswillen absprechen, sie wollten, das haben auch die zehn mitgereisten Fans gesehen und sie waren heiß auf den Sieg“. Doch der Co-Trainer muss ein Aber ergänzen, denn „es hat das kleine Quäntchen gefehlt, wo du den Ausgleich machst als Bad Blankenburg schwamm“. Dieses „kleine Quäntchen“ fehlte, weil „Fehler im ungünstigsten Zeitpunkt passierten“ und „wir ganz, ganz einfach Fehler machen, die uns nicht passieren dürfen“, weiß Schuster, denn eines war für den Co-Trainer klar: „Das Spiel kippt, wenn wir den Ausgleich machen“. So machte der starke sowie erfahrene Kreisläufer Ivo Havel seine einzigen drei Tore in den folgenden sechs Zeigerumdrehungen und sorgt beim 24:19 in der 52. Minute für die Spielentscheidung. „Wir hatten in der Spielvorbereitung analysiert, dass Bald Blankenburg viel über den Kreis spielt und das haben wir eine Dreiviertelstunde komplett unterbunden, doch gerade in der Phase, in der wir den Ausgleich erzielen können, macht Ivo Havel drei einfach Treffer“, ärgert sich Heiko Schuster: "Das hat uns das Genick gebrochen“. Dazu kam, dass „wir auch wieder zwei, drei Mal zu oft verworfen hatten, was uns den Erfolg gekostet hat“, sagt Schuster. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass die Thüringer auf ihre erste Sieben zurück gewechselt hatten, die ausgeruht die Schlussphase bestreiten konnte. „Bei uns mussten alle volles Tempo gehen, die ganze Zeit auf dem Parkett alles geben und mit nachlassender Kraft passieren dann die Fehler“, erklärt der Co-Trainer.

Diese Aufholjagd und diese riesige Kraftanstrengung wurde allerdings auch nur deshalb notwenig, da „wir am Anfang des Spiels die gleichen Fehler gemacht haben wie immer“ und so stand es nach knapp fünf Minuten bereits 0:3. Erst danach fingen sich die Vogtländer und kamen durch einen wie alle vier in dieser Partie sicher verwandelten Siebenmeter von Krüger zum 5:6-Anschluss. Allerdings zogen danach die Haushehren weg und als sie das 7:13 warfen, drohte die Einheit unter zu gehen. Doch die Plauener hielten dagegen, gaben sich nicht auf und verkürzten bis zur Halbzeit auf 11:15. Und auch nach dem Seitenwechsel offenbarte sich das übliche Problem: Statt das 13:15 nach einem guten Beginn durch Kacin in den zweiten Durchgang nachzulegen, kassierten die Sachsen das 12:16 und das 12:17 innerhalb von nur 62 Sekunden. Erst als eine elf sekündige doppelte Unterzahlsituation überstanden war, da Jakub Sira wegen Meckern im Angriff einen Zwei-Minuten-Strafe erhielt, konnte die Aufholjagd beginnen, die jedoch nicht mit einem Erfolg gekrönt werden sollte.

Positiv in Erinnerung bleibt, dass „wir schnell gespielt, ohne Prellen agiert und den Ball laufen gelassen haben und dann kamen die Lücken und die Abschlussmöglichkeiten, denn wir haben es endlich mal geschafft, die gegnerischen Fehler zu bestrafen und für uns zu nutzen“, sagt Einheits Co-Trainer Heiko Schuster: „Wir können auf dieser guten Leistung aufbauen und auch wenn es uns nicht gelungen ist, über die gesamte Partie gut zu spielen, haben wir im Gegensatz zu den vorangegangenen Spielen nicht vierzig Minuten schlecht sowie gezeigt, was wir können“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour - Kveton (1), Model (1), Gemeinhardt, Krüger (9/4), Fort, Zverina, Kacin (2), Mandaus, Zbiral (3), Pecek (3), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Bad Blankenburg: Scherer (2), Hevel (3), Mustapic (2), Bogatzki (1), Knauer (5), Zeman (5/3), Remke, Tsakalos (2), Alexander Werner (2), Rein, Geci (1), Marcel Werner (4), Brandt, Vanek (1); Trainer Igor Ardan, Co-Trainer Stephan Engelhardt, Mannschaftsverantwortlicher Michael Müller

 

Verwarnungen: Keine für HC Einheit Plauen, keine für HSV Bad Blankenburg

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, keine für HSV Bad Blankenburg

Einheit muss auswärts gewinnen

(12.05.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen müssen am Sonntagnachmittag beim HSV Bad Blankenburg beide Punkte einfahren, um die theoretische Chance auf den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga zu wahren. Gegen den Tabellenführer (10:4 Punkte) der Abstiegsrunde wird das allerdings keine leichte Aufgabe.

Ob die Handballer des HC Einheit Plauen einfach mal Glück brauchen, um wieder eine Partie zu gewinnen und so die Chance auf den Verbleib in der Mitteldeutschen Oberliga zu wahren? „Glück ist natürlich immer ein Faktor und deshalb würde uns ein wenig Fortune natürlich sehr gut tun“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter: „Nichtsdestotrotz müssen wir uns das Glück verdienen und erarbeiten“. Gegen den HSV Bad Blankenburg wird das klein leichtes Unterfangen, die mit erfahrenen Akteuren gespickt sind und dank einem strukturierten Spielaufbau nicht nur kaum Fehler machen, sondern so auch immer wieder zu guten Abschlussmöglichkeiten kommen. „Wir können nur jedes Spiel alles in die Waagschale werfen und kämpfen, damit wir erfolgreich sind, denn dieser unbedingte Siegeswille kann noch einmal zusätzliche Motivation freisetzen“, hofft der Übungsleiter: „Wir müssen mehr Ruhe in unserem Offensivspiel bewahren, uns der Situation bewusst sein, dass es jetzt unglaublich schwer ist und von der ersten bis zur letzten Minute unser Leistungsvermögen aufs Parkett bringen“. Denn das gelingt den Füchsen immer wieder nur phasenweise, meistens dann, wenn die Partie bereits entscheiden ist. Ob sich daraus schließen lässt, dass die Spitzenstädter nicht mit dem immensen Druck umgehen können? „Ja, ich habe auch den Eindruck, dass es ein Kopfproblem ist“, so der Übungsleiter, der gleich dessen Folgen benennt: „Wir können zwar dann den Rückstand noch verkürzen, aber schaffen es eben nicht, das Spiel zu gewinnen“. Dieser Rückstand kommt vor allem dadurch zu Stande, dass „wir besonders am Anfang zu hohes Risiko gehen und versuchen alles richtig zu machen, was uns dann aber nicht gelingt“, analysierte Jan Richter: „Warum wir so viel auf einmal in bestimmten Phasen des Spiels immer wieder verwerfen, kann ich mir überhaupt nicht erklären, zumal wir in unseren Abläufen nichts geändert haben und auch die gegnerischen Torhüter nicht immer so gut sein können“. Und das, obwohl die Akteure immer wieder richtig gute Möglichkeiten haben, einzunetzen. „Es ist ein großes Problem, dass wir minutenlang nicht treffen, denn das bringt uns um unseren Erfolg“, bringt es Richter auf den Punkt: „Wenn wir die Chancen zu einem aussichtsreichen Abschluss haben, dann ist das Entscheidende, dass wir sie allerdings auch nutzen müssen, um wieder zu punkten“. Ob die Akteure vor den freien Würfen oder beim Siebenmeter zu viel Zeit haben, über ihren Abschluss nachzudenken? „Wahrscheinlich, allerdings kann sich kein Spieler erklären, wieso er nicht einnetzt“, berichtet der Einheit-Trainer: „Allerdings wird das sicherlich auch eine Sache des Selbstvertrauens und des Kopfes sein, obwohl natürlich jeder die Fähigkeit hat, in diesen Situationen gut zu treffen“. Um dem Aufgebot wieder mehr Sicherheit zu verleihen, „müssen die Abläufe wieder besser werden, muss das Kombinationsspiel wieder sicherer werden und muss die Mannschaft wieder auf den Punkt spielen, denn dann werden die Spieler auch weniger Fehler machen“, ist Jan Richter überzeugt: „Wir müssen uns wieder den Glauben im Spiel erarbeiten, dass wir jeden Gegner schlagen können und auf unsere eigenen Stärken vertrauen, denn diesen Glauben hatten wir bis zur coronabedingten Zwangspause, weshalb wir ja auch gegen vermeintlich stärkere Mannschaften gewonnen haben“. Doch die Situation ist mittlerweile eine andere: Ob es der HC Aschersleben war, der für die Abstiegsrunde den ehemaligen Bundesligaspieler (SC Magdeburg und SC DHfK Leipzig) Andreas Rojewski verpflichtet hat oder ob es die zweite Vertretung des EHV Aue war, die mit Akteuren anreiste, die bereits Zweitligaerfahrung haben, sind die anderen Auswahlen einfach stärker als die des HC Einheit Plauen? „Natürlich führen solche Spieler dazu, dass die Qualität einer Mannschaft enorm erhöht wird, aber nichtsdestotrotz ist es für mich keine Ausrede für die gezeigten Leistungen, da wir einfach besser agieren müssen, denn dann hätten wir die Chance gehabt, zumindest die Partien uneindeutiger zu gestalten oder gar zu gewinnen“, so der Übungsleiter: „Ich bin weiterhin der Meinung, dass die Qualität in der Mannschaft gut genug ist und diese hatte sie ja auch schon bis zur coronabedingten Zwangspause bewiesen“. Mit Matyas Mandaus ist allerdings nur ein einziger Linkshänder im Kader, der auf der rechten Rückraum zum Einsatz kommen kann und wenn dieser dann wie gegen die Erzgebirger trotz überzeugenden Trainingsleistungen in der Begegnung kein einziges Mal einnetzt, wird dieser Umstand zum Problem für die ganze Mannschaft. Denn durch die geringe Gefahr von dieser Position kann sich die gegnerische Abwehr noch stärker auf die restlichen fünf Akteure konzentrieren, wodurch es für diese noch schwerer wird, in eine gute Abschlussposition oder gar zum freien Wurf zu kommen. „Natürlich sind wir dadurch dann sehr geschwächt, aber wir dürfen auch nicht so abhängig von einem Spieler sein“, fordert Jan Richter: „Dennoch ist es natürlich so, dass es sehr schwer für die anderen Spieler ist, diesen Ausfall auszugleichen und wenn diese dann auch nicht ihr volles Potenzial abrufen, dann sind wir einfach die paar Prozent schlechter, weshalb wir dann verlieren“. Und so glaubt der Einheit-Trainer, dass „wir nun am tiefsten Punkt angekommen sind, doch solange es rechnerisch möglich ist, glauben wir natürlich an den Klassenerhalt“, unterstreicht Richter: „Es hat sich, wie auch im letzten Spiel, noch niemand aufgegeben“. Mut macht dem Übungsleiter, dass „wir bisher in jedem Spiel die Möglichkeit hatten, es zu gewinnen und deshalb bin auch auch davon überzeugt, dass wir wieder alles versuchen werden, um endlich wieder einen Sieg bejubeln zu können“. Der HC Einheit Plauen hofft auf eine lautstarke Unterstützung seiner treuen Anhänger in diesem wichtigen Spiel - die Partie beginnt am Sonntagnachmittag, um 16 Uhr, in der Guts-Muts-Sporthalle (Wirrbacher Straße 10) in Bad Blankenburg und der Bus fährt 12.15 Uhr am Sportplatz am Lindentempel sowie um 12.30 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit muss auswärts gewinnen
Foto: Einheit muss auswärts gewinnen

Einheit taumelt Abstieg entgegen

(08.05.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen verloren die im Vorfeld zum „Schicksalsspiel“ ausgerufene Partie gegen die zweite Vertretung des EHV Aue am Samstagabend mit 24:29. Damit mussten sich die Füchse auch in der zweiten Begegnung in der Abstiegsrunde geschlagen geben, bleiben weiterhin seit dem Saison-Wiederbeginn punktlos und kassierten die achte Niederlage in Folge.

Als am 20. November die Handballer des HC Einheit Plauen ihr letztes Aufeinandertreffen nach der am Vorabend von der sächsischen Landesregierung beschlossenen Corona-Schutzverordnung und dem damit einhergehenden Verbot für den Amateursport gegen den damaligen Tabellenletzten Sonneberger HV deutlich mit 22:30 verloren hatten, begann die Misere der Rot-Weißen. Das damals erstmalige „kollektive Versagen“ der Spitzenstädter war bedingt durch die politische Entscheidung, die dafür sorgte, „dass es in der Mannschaft einen gefühlten Bruch gegeben hat“, erinnert sich Einheit-Trainer Jan Richter. Von diesem Rückschlag erholte sich die Auswahl bis heute nicht und das, obwohl die Verantwortlichen damals sofort reagierten. So konnten die Plauener in der Partnerstadt beim TSV 1861 Hof am Training teilnehmen und sich nicht nur fit halten, sondern auch weiter dem kleinen harzigen Leder widmen. Doch in Vorbereitung auf den Saison-Wiederbeginn häuften sich die Hiobsbotschaften, es galt verletzungs- und coronabedingte Ausfälle zu verkraften. Als dann das erste Spiel bei der SG Pirna/Heidenau mit 21:31 verloren ging, nahm endgültig die Negativserie ihren Lauf. Egal was bisher probiert wurde, wie die Vogtländer mit Rückraumspieler Lukas Zverina und Torwart Dominik Balin zu verstärken, es half nicht. Denn Einheit schafft es nicht mehr, an die guten Leistungen in den Übungseinheiten anzuknüpfen oder das Potenzial in der Riege über weite Strecken der Partie aufs Parkett zu bringen. So auch am Samstagnachmittag, als die Hausherren nur beim 1:1 durch Jan Kacin und beim 2:2 durch Dominik Pecek nach knapp vier Minuten einen Punkt eingefahren hätten. Was in den folgenden gut 13 Zeigerumdrehungen passierte, ist mittlerweile fast schon symptomatisch für das Spiel der Füchse: So gelang es den Hausherren fast eine Viertelstunde lang nicht, einen eigenen Treffer zu erzielen und das, obwohl sie durch eine gute Abwehr- sowie Torhüterleistung immer wieder zu Ballgewinnen in der Defensive kamen, die sie allerdings weder im Konter noch in der zweiten Welle oder im Positionsangriff für sich nutzen konnten. Das lag vor allem an ungenauen Pässen wie beim Anspielversuch an den Kreis, die nicht beim Mitspieler landeten, sondern entweder vom Gegenspieler herausgefangen werden konnten oder gar gleich in die Hände der Auer gespielt wurden. Und das lag auch daran, dass sich nicht nur der aus dem Zweitliga-Aufgebot stammende Schlussmann immer wieder auszeichnen konnte, sondern auch Würfe aus guter Abschlussposition wie nach Abprallern nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden konnten oder gar freie Würfe teilweise neben das Tor gingen. „Wir waren in dieser Phase sehr nervös und machen drei technische Fehler, als wir einfache Kontertore erzielen können“, erklärt der Übungsleiter: „Dazu kam, dass wir zu den wenigen Abschlussmöglichkeiten, die wir uns erspielt hatten, auch nur drei von acht Würfen aus der Nahdistanz treffen und das ist dann einfach zu wenig“. Kämpferisch konnte den Rot-Weißen nichts vorgeworfen werden, so konnten dank eines guten Rückzugsverhaltens Kontergegentore unterbunden oder auch der freie Wurf bei wegen Unterzahl eingewechseltem sechsten Feldspieler ins verwaiste Einheit-Tor abgefangen werden. Dennoch gelang es den Erzgebirgern, sich auf 2:7 abzusetzen und diese Führung trotz einer genommenen Auszeit von Jan Richter über den 8:16-Halbzeitstand auf einen 10:19-Vorsprung in der 37. Minute auszubauen. „Wir haben wieder viele Fehler in der Entscheidungsfindung gemacht und dann hatten wir die Probleme“, analysiert Jan Richter. Erst in den nächsten knapp 14 Zeigerumdrehungen schafften es die Plauener, ihr Können unter Beweis zu stellen, indem sie nach Ballgewinnen durch eine starke Verteidigung sehr hohes Tempo gingen und so mit zehn eigenen Treffern bei nur fünf Gegentoren beim Stand von 20:24 in der 50. Minute noch einmal für Hoffnung auf einen Punktgewinn bei den 180 Zuschauern sorgten. „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch das Gefühl, dass wir das Spiel doch noch gewinnen können“, so Richter. Doch anstatt auf drei Tore heranzukommen und eine spannende Schlussphase einzuläuten, machten sich die Spitzenstädter ihre Aufholjagd kaputt, indem sie wieder an ihren Fehlern scheiterten. Symptomatischer Angriff waren die Offensivaktionen vor dem 20:25, als Mittelmann David Zbiral druckvoll auf die Abwehr der Bergstädter stößt, in die Lücke geht und damit zwei Verteidiger bindet. Doch der Pass konnte nicht bei Jiri Fort ankommen, da der rechte Rückraumspieler bereits zu nah an der gegnerischen Defensive war, weshalb der Ball geschickt vom Auer Spieler herausgefangen werden konnte, der dann im Konter nur noch zur Spielentscheidung einnetzen musste. „Wir haben wieder ein wichtiges Spiel verloren und das ist für jeden absolut enttäuschend“, resümiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Positiv ist, dass die Stimmung in der Halle trotz des großen Rückstandes richtig gut war, uns die Fans bis zum Schluss lautstark unterstützt haben und die Mannschaft bis zum Abpfiff gekämpft hat“. Mit nun 6:10 Punkten bleiben die Vogtländer auf Rang 13 in der Tabelle und haben bei einer mehr gespielten Partie weiterhin nur einen Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. „Natürlich glauben wir noch an den Klassenerhalt, schließlich stirbt ja bekanntlich die Hoffnung zuletzt und wenn alles für uns läuft, dann besteht noch die Möglichkeit, dass wir auch in der nächsten Saison in der Mitteldeutschen Oberliga auf Punktejagd gehen können“, glaubt der Übungsleiter noch an ein kleines Handballwunder: „Auch wenn wir nach dem Spiel natürlich alle etwas resigniert sowie wahnsinnig enttäuscht waren, werden wir alles weiterhin versuchen und geben uns nicht auf“. Um noch diese theoretische Chance auf den Verbleib in der vierten Liga und ein Stadtderby gegen den am Samstagabend abgestiegenen SV 04 Oberlosa in der kommenden Spielzeit zu erhalten, müssen die Füchse nächsten Sonntagnachmittag beim HSV Bad Blankenburg gewinnen. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Reinhardt - Kveton (2), Model (1), Gemeinhardt, Krüger (5/1), Fort, Zverina (2), Roth (1), Kacin (5), Mandaus, Zbiral (3), Pecek (1), Sira (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

EHV Aue II: Schäfer, Sova (3), Bauer, Hofmann (6), Mehlhorn (1), Ebert (3), Kozubik (5), Roth (4/3), Bochmann, Krauß, Leubner, Dudin, Planken (5), Gerber, Dutschke (2); Trainer Andre Steinhauser, Co-Trainer Kirsten Weber, Mannschaftsverantwortlicher Andreas Richter, Physio Christian Zierold

 

Verwarnungen: 4 für HC Einheit Plauen, 3 für EHV Aue II

Zeitstrafen: 1 für HC Einheit Plauen, 1 für EHV Aue II

Zuschauer: 180

Einheit ist zum Siegen verdammt

(05.05.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen müssen am Samstagnachmittag gegen die zweite Mannschaft des EHV Aue gewinnen, um noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga zu haben. Schon einmal konnten die Vogtländer trotz ungünstiger Voraussetzungen gegen die Erzgebirger doppelt Punkten.

Als am 7. November 2021 die Handballer des HC Einheit Plauen bei der zweiten Mannschaft des EHV Aue gastierten, da hätte der optische Gegensatz vor dem Anpfiff der Partie nicht größer sein können: Auf der einen Seite standen dem Trainer der Bergstädter insgesamt 16 Spieler zur Verfügung, während der Übungsleiter der Rot-Weißen mit lediglich elf Akteuren anreisen konnte, die zudem nicht alle zu einhundert Prozent einsatzfähig waren. Dazu kam, dass die Spitzenstädter nach gut drei Minuten mit 0:2 sowie nach gut elf Zeigerumdrehungen 4:6 zurücklagen und dennoch verdient mit 28:24 das fremde Parkett jubelnd verlassen konnten. Sieg entscheidend war damals eine „richtig gute Abwehrarbeit mit den Torhütern, die in der wichtigen Phase sehr stark waren sowie über die gesamte Begegnung immer dann gehalten haben, wenn wir sie gebraucht hatten und die daraus entstandenen Konter samt einer guten Trefferquote“, erinnert sich Einheit-Trainer Jan Richter: „Jeder Spieler hatte für jeden gekämpft und trotz der widrigen Verhältnisse - am Ende der Partie hatten wir gleichzeitig sechs Ausfälle - hatte die Mannschaft einfach das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“. Genau so wollen die Füchse am Samstagnachmittag ab 16 Uhr in der heimischen Einheit-Arena vor ihren treuen Fans wieder auftreten und den Traum vom Verbleib in der vierten Liga neues Leben einhauchen. „Ich hoffe, dass die Spieler im Hinterkopf haben, dass sie diesen Gegner schon einmal besiegt haben und wir uns erneut die zwei Punkte aus der Partie erkämpfen“, so der Übungsleiter: „Die Mannschaft hatte auch in der letzten Begegnung gute Ansätze aufs Parkett gebracht und deshalb glaube ich, dass wir Aue schlagen können“. Dafür müssen die Plauener das Positive in ihren Aktionen mitnehmen, schnell spielen sowie ihre Abschlussmöglichkeiten mit einer guten Wurfquote effizient nutzen. Dass diese beispielsweise im letzten Aufeinandertreffen gegen den HC Aschersleben so schwach war, ist wahrscheinlich Kopfsache, mutmaßt Richter: „Ich glaube, dass das eine mentale Schwäche ist, denn genügend Qualität steckt in der Mannschaft“. Damit diese wieder gezeigt wird, „brauchen die Spieler endlich ein Erfolgserlebnis, um den Bock umzustoßen“, weiß der Einheit-Trainer: „Wir müssen den Erfolg mit guten und gelungenen Aktionen erzwingen“. Dies gelingt, wenn die Vogtländer an die Leistung in den Trainingseinheiten anknüpfen, denn „wir müssen als Mannschaft einfach wieder besser agieren, auf den Punkt spielen und wenn uns das gelingt, dann werden wir auch weniger individuelle Fehler machen, die uns zum Beispiel gegen die Alligatoren um den Erfolg gebracht hatten, da der Gegner so leichte Tore erzielen konnte“, fordert Jan Richter: „Wir haben auch immer wieder gezeigt, dass wir es besser können, aber wir schaffen es leider nicht über die gesamten 60 Minuten, diese Leistung abzurufen“. Dazu beitragen können die Zuschauer, die ihre Füchse anfeuern und nicht nur in guten, sondern auch in der aktuell schlechten Zeit zu ihrer Einheit stehen, hofft Richter: „Wir brauchen die lautstarke Unterstützung von den Rängen, um diesen Negativlauf endlich zu stoppen“. Auch wenn die Spitzenstädter nach der bitteren 26:31-Niederlage zum Auftakt der Abstiegsrunde resigniert waren, so „sind wir weiterhin davon überzeugt, den Klassenerhalt zu schaffen“, versichert der Übungsleiter: „Wir wollen die nächsten fünf Partien gewinnen und ich bin der Meinung, dass wir dann auch in der kommenden Saison in der Mitteldeutschen Oberliga auf Punktejagd gehen werden“. Doch erst einmal müssen „wir auf uns und nicht den Gegner schauen, weshalb wir unter der Woche explizit an unseren Fehlern gearbeitet haben“, berichtet Jan Richter: „Wir müssen im Angriff die Tore machen, sonst werden wir wieder Probleme haben“. Um das zu erreichen, sollen die Erzgebirger mit schnellen Offensivspiel unter Druck gesetzt und so zu Fehlern gezwungen werden, „für das wir uns dann mit einem Tor belohnen wollen“, sagt der Einheit-Trainer: „Wir arbeiten in jeder Übungseinheit daran, dass die Abläufe besser werden, dass die Spieler genau wissen, wie sie in bestimmten Situationen zu agieren haben, wie sie besser zum Abschluss kommen können und wie sie besser ihre Wurfmöglichkeiten nutzen können, damit sie vor allem weniger freie Würfe verwerfen“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit ist zum Siegen verdammt
Foto: Einheit ist zum Siegen verdammt

Einheit kassiert bittere Niederlage in Abstiegsrunde

(01.05.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen bleiben weiterhin punktlos nach dem Saison-Wiederbeginn, mussten beim 26:31 gegen den HC Aschersleben die siebte Niederlage in Folge hinnehmen und schafften auch im siebten Spiel nicht, den ersten Sieg vor heimischen Publikum einzufahren. Wieso die Füchse nach dem erstmaligen Abrutschen auf einen Abstiegsplatz vor einem „Schicksalsspiel“ um den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga stehen.

Mit der erneuten Pleite gegen den HC Aschersleben hat sich die Situation des HC Einheit Plauen für die letzten fünf Partien um den Verbleib in der vierten Liga grundlegend verändert: Standen die Spitzenstädter vor der Begegnung mit 6:6 Punkten noch auf Rang elf und nahmen damit den ersten Nichtabstiegsplatz ein, so rutschen sie nun mit 6:8 Zählern auf Platz 13 ab. Hatten die Rot-Weißen vor dem Aufeinandertreffen noch alles selbst in der Hand im Kampf um den Klassenerhalt, so verloren sie gegen den direkten Gegner und sind nun auf Punktverluste der Konkurrenz abhängig. Aufgrund dieser Konstellation ist es umso bitterer, dass die Reusaer ihre gute Ausgangslage so leichtfertig verspielt haben, nun unter extremen Druck und mit dem Rücken zur Wand stehen. Da sich diese Bilanz wie die eines Absteigers liest, haben die Vogtländer die nächste Partie kommenden Samstag um 16 Uhr auf erneut heimischem Parkett in der Einheit-Arena gegen die zweite Vertretung des EHV Aue zu einem „Schicksalsspiel“ ausgerufen. Denn sollten die Hausherren das Südwestsachsen-Duell nicht gewinnen, ist der Gang in die Sachsenliga fast schon besiegte Sache. So sah man am Samstagabend in unzählig viele verzweifelte, enttäuschte und ratlose Gesichter unter den 223 Zuschauern, die ihre Einheit auf dem heimischen Parkett nicht mehr wiedererkannt haben. Zur Verzweiflung brachte die Füchse erneut der gegnerische, mit über zwei Metern riesige Torwart Sven Mevissen, der nicht nur zahlreiche Paraden aus dem Spiel heraus hatte, sondern auch alle vier Siebenmeter hielt und der ehemalige, neu für die Abstiegsrunde verpflichtete Bundesligaspieler (SC Magdeburg und SC DHfK Leipzig) Andreas Rojewski, der mit seiner riesigen Erfahrung von der rechten Rückraumposition das Spielgeschehen so geschickt leitete, dass trotz einer guten rot-weißen Defensive der Pass immer zum abschlussbereiten Mitspieler ankam oder er selbst traf. Für große Enttäuschung sorgte, dass die Vogtländer trotz einer dreiwöchigen Vorbereitungszeit mit überzeugenden Übungseinheiten es wieder nicht schafften, dies über 60 Minuten auf das Parkett zu bringen. Deshalb herrscht bei den Verantwortlichen eine gewisse Ratlosigkeit, wie auf die Mannschaft noch eingewirkt werden kann, welche positiven Reize gesetzt werden können und was es noch neben der Verpflichtung eines mit 13 Paraden gut aufgelegten Torhüters Dominik Balins sowie der zusätzlichen Alternative für den Rückraum mit Wiederkehrer Lukas Zverina braucht, um endlich die Niederlagenserie zu unterbrechen.

Dabei starteten die Spitzenstädter gut in die Partie, denn sowohl Schlussmann Balin konnte sich gleich mit der ersten Parade auszeichnen, als auch Maximilian Krüger das erste Tor erzielen. Allerdings sollte das die einzige und letzte Führung in dieser Begegnung für die Sachsen bleiben und als Matyas Mandaus zum 2:2 nach vier Minuten einnetzte, war es auch der letzte Zeitpunkt, an dem die Hausherren zumindest einen Punkt in Plauen behalten hätten. Denn in der Folge riss bei den Reusaern komplett der Spielfaden, die aus unerklärlichen Gründen vor allem im Angriff eine desaströse Leistung zeigten, ideenlos agierten und sich zu langsam bewegten sowie nicht konsequent den Abschluss suchten. Aus diesen von Zuschauern als „Schlafwagenhandball“ bezeichneten Offensivbemühungen entwickelte sich nicht nur keine Durchschlagskraft oder Zug zum Tor, sondern auch ungenaue Pässe, die schlecht für den Mitspieler zu verwerten waren, Fehlpässe, die von den Alligatoren herausgefangen wurden oder gar Abspiele ins Aus, die zu Kontergegentoren führten. Dazu kam, dass die Füchse auch in der Verteidigung immer wieder den Zugriff auf den Ballführenden verloren, zu große Lücken durch nicht entschlossenes Nachrücken im Abwehrverbund entstehen ließen und ihre gegnerischen Außenspieler nicht am Einnetzen hindern konnten, denn allein die beiden Stammspieler auf links sowie rechts erzielten zusammen zwölf Tore. So entwickelte sich ein einseitiges Aufeinandertreffen, in dem die Sachsen-Anhaltiner ihren Vorsprung kontinuierlich über den Halbzeitstand von 8:15 bis zum 15:24 in der Mitte des zweiten Durchgangs ausbauen konnten. Als die Rot-Weißen in der 57. Minute auf vier Tore beim 23:27 herankamen, keimte noch einmal Hoffnung auf, vielleicht doch noch irgendwie ein Unentschieden zu erreichen, nicht erneut als Verlierer vom Parkett gehen zu müssen und so tabellarisch zumindest den Abstand zum Gegner gleich zu halten. Doch mit dem 23:28 exakt 106 Sekunden vor Schluss war die siebte Niederlage in Folge besiegelt, an der auch selbst eine offensivere 5:1-Abwehrformation, eine Überzahl und Zverinas erstes Tor nichts mehr ändern konnte.

„Wir haben in der Schlussphase trotz des Neun-Tore-Rückstands noch einmal richtig gekämpft, uns nicht aufgegeben und genau so müssen wir die nächste Partie gegen die zweite Mannschaft des EHV Aue bestreiten, um endlich die Niederlagenserie zu beenden, unseren treuen Fans den ersten Heimsieg zu schenken sowie neuen Mut für den Klassenerhalt zu schöpfen“, so Einheit-Trainer Jan Richter. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Pour, Reinhardt - Kveton, Model (4), Gemeinhardt (1), Krüger (2), Fort, Zverina (1), Roth, Kacin, Mandaus (2), Zbiral (7), Pecek (6), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HC Aschersleben: Kommoß, Pit Seifert (7), Fohrer, Filippov (3), Balint (2), Thäder, Wartmann, Rojewski (5), Weber (4), Lücke, Nupnau (5), Uhlig (1), Schmidt (3), Gudonis, Frank Seifert (1), Mevissen; Trainer Dmitri Filippov, Co-Trainer Band Karina, Mannschaftsverantwortlicher Frank Seifert, Physio Leandra Schütze

 

Verwarnungen: 2 für HC Einheit Plauen, 3 für HC Aschersleben

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 7 für HC Aschersleben

Zuschauer: 223

Einheit will mit erstem Heimsieg in Abstiegsrunde starten

(28.04.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen wollen ihren Negativlauf von sechs Niederlagen in Folge stoppen, die ersten Punkte seit dem Saison-Wiederbeginn einfahren und vor heimischem Publikum am Samstagnachmittag endlich gewinnen. Im ersten Spiel der Abstiegsrunde in der Mitteldeutschen Oberliga gegen den HC Aschersleben haben die Rot-Weißen noch eine Rechnung offen.

„Wir wollen endlich unsere Heimschwäche beenden und den Grundstein zum Klassenerhalt legen“, so lautet das Ziel von Trainer Jan Richter vor dem ersten Spiel der Abstiegsrunde in der Mitteldeutschen Oberliga gegen den HC Aschersleben am Samstagnachmittag um 16 Uhr in der Einheit-Arena. Damit das gelingt, müssen die Füchse „absolut konzentriert“ sowie sich „der Lage bewusst sein“, um was es nun gehe, fordert der Übungsleiter: „Wenn wir so in die Partie gehen, dann bin ich optimistisch, dass wir den ersten Heimsieg bejubeln können“. Dafür müssen die Spitzenstädter von der ersten bis zur letzten Minute das umsetzen, was sie in den Trainingseinheiten einstudiert haben und „dann werden wir auch gewinnen“, ist Richter überzeugt. Dabei lag das Hauptaugenmerk in den vergangenen drei spielfreien Wochen auf der Offensive und speziell auf den Halbspielern, da die Vogtländer in der letzten Begegnung gegen die Alligatoren lediglich zwei Tore über Max Krüger von dieser Position erzielen konnten. Die Pause habe den Jungs richtig gut getan und deshalb „gehe ich fest davon aus, dass wir gestärkt daraus gehen und wir so auch unseren Negativlauf stoppen können“, hofft der Einheit-Trainer: „Ich denke, dass wir die Schwächephase nun überwunden haben und deshalb bin ich überzeugt, dass wir einen erfolgreichen Auftritt aufs Parkett legen werden“. Jedes Aufeinandertreffen fange bekanntlich bei Null an und „wir müssen einfach die Chance nutzen, die mit 6:6 Punkten gute Ausgangssituation mit einem Sieg weiter zu verbessern“, zeigt sich Jan Richter optimistisch: „Wir müssen die sich uns bietenden Möglichkeiten nutzen und natürlich wird ein Erfolg immer wahrscheinlicher, wenn wir freie Abschlussmöglichkeiten generieren“. So sollen die Sachsen mit einer gewissen Geschicktheit agieren, um die zwei Zähler in Plauen zu behalten. Dazu gehören auch genaue Würfe, die man allerdings in den Übungseinheiten nicht wirklich trainieren könne, „da man als Spieler entweder Pech oder eben hoffentlich Glück hat“, weiß der Einheit-Trainer. Denn die Begegnung vor sechs Wochen lebte von sehr vielen Abschlüssen von den Plauener Außen, „da die Sachsen-Anhaltiner das Zentrum mit einer defensiven Spitze sehr verengt hatten, was recht außergewöhnlich ist“, erinnert sich Richter: „Dazu hatten sie einen sehr starken Torhüter gehabt, der uns vor große Probleme stelle und das müssen wir diesmal unbedingt besser lösen“. Die schlechte Wurfquote bei den Rot-Weißen lag auch daran, dass „wir sehr aufgeregt ins Aufeinandertreffen gestartet sind, unbedingt gewinnen wollten und deshalb sehr viele Fehler machten, weshalb wir diesen großen Rückstand beim Stand von 3:8 aufholen mussten“. Danach habe die Auswahl das umgesetzt, was sie sich vorgenommen hatte und „so waren wir dann in dieser Phase auch die bessere Truppe auf dem Parkett“, blickt der Übungsleiter zurück: „Als wir schon recht nah beim 16:13 am Punktgewinn waren, bekommen wir noch eine unnötige rote Karte, die uns so verunsicherte, dass wir schließlich noch ein gewonnen geglaubtes Spiel verlieren“. Da der Verlauf einer Partie auch immer vom Momentum abhängig ist, könne man solche Brüche im Spiel nicht vermeiden, „denn wenn man verunsichert ist, dann ist es ja meistens leider so, dass sich das Momentum nicht umkehrt und man deshalb verliert“, erklärt Jan Richter: „Deshalb müssen wir den Erfolg erzwingen, uns quälen und nicht den Kopf hängen lassen, was wir auch klar angesprochen haben, damit die Mannschaft mit Überzeugung in ihr Können durch die schwierigen Phasen der Begegnung geht“. Es sei eine Alles-oder-nichts-Phase, in der sich der Charakter der Auswahl zeige und „deshalb bin ich mir auch sehr sicher, dass wir erfolgreich sein werden“, versprüht Richter Zuversicht. Dabei sollen auch die beiden Neuzugänge helfen, die schon gut integriert sind, „denn Lukas Zverina kennt ja noch einige Spieler und trainiert bereits seit dem Saison-Wiederbeginn mit sowie ist Dominik Balin ein erfahrener Torhüter aus der dritten Liga“, verkündet Jan Richter, der zugleich betont: „Die Fans werden für uns in den vier Heimspielen extrem wichtig sein, da sie uns durch die schwierigen Phasen tragen können und man sieht ja immer wieder, was einfach mit einer stimmungsvollen Kulisse im Rücken möglich ist, wenn man den achten Mann hat, der einem die Kraft gibt, auch mal über den Punkt zu gehen, an dem es wehtut“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will mit erstem Heimsieg in Abstiegsrunde starten
Foto: Einheit will mit erstem Heimsieg in Abstiegsrunde starten

"Fans werden für uns sehr wichtig sein"

(26.04.2022)

Für die Handballer des HC Einheit Plauen startet am Wochenende die Abstiegsrunde und damit der Kampf um den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga. Wieso die Füchse noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wurden, warum sie mit Zuversicht in die entscheidenden sechs Spiele der Saison gehen und weshalb die Rot-Weißen nun endlich den ersten Heimsieg bejubeln werden, hat Trainer Jan Richter im Interview mit Florian Wißgott verraten.

Florian Wißgott: Wie lautet das Fazit des Trainers für die Hinrunde?

Jan Richter: „Bis zur coronabedingten Zwangspause waren wir voll auf Kurs, war ich mit den Leistungen der Mannschaft vollkommen zufrieden, da sie zum einen spielerisch das zeigte, was wir uns vorgenommen hatten sowie zum anderen auch die Punkte holte, die wir einfahren konnten und wollten. Dabei gab es so manche positive Überraschung zu bejubeln und so überzeugten wir vor allem auf fremden Parkett mit richtig starken Auftritten. Die coronabedingte Zwangspause tat uns allerdings überhaupt nicht gut, besonders aber die sehr schwierige Situation, dass in Sachsen ein Trainingsverbot für den Amateursport galt und in anderen Bundesländern es möglich war, unter bestimmten Bedingungen normal weiter zu trainieren. Diese fast vier Monate konnten wir trotz der gemeinsamen Übungseinheiten mit dem TSV 1861 Hof aufgrund vieler verletzungs- sowie coronabedingter Ausfälle nicht optimal nutzen und dafür zahlen wir jetzt die Rechnung, weshalb wir in der Abstiegsrunde sind.“ 

Gibt es eine Erklärung, dass alle fünf Spiele seit dem Saison-Wiederbeginn verloren gingen?

„Wir sind in das erste Aufeinandertreffen nach exakt 15 Wochen gar nicht so schlecht gestartet, haben es dann allerdings in der zweiten Halbzeit verloren und damit begann dieser Negativlauf, der sich in den nächsten vier Begegnungen verselbstständigt hatte. Dieser bedeutete, dass zu den Misserfolgen noch einfache Fehler und erneut verletzungs- sowie krankheitsbedingte Ausfälle dazu kamen, weshalb wir in einen Negativstrudel gerieten, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Dem allen mussten wir Tribut zollen und aus den Fehlern müssen wir lernen, um wieder das auf das Parkett bringen zu, was wir im letzten Jahr gut gemacht haben.“

In jedem Aufeinandertreffen führte ein anderer Umstand zum Bruch im Spiel, wieso?

„In den Partien seit dem Saison-Wiederbeginn kam es immer nach einer Verletzung oder roten Karte zum mentalen Bruch, der dazu führte, dass die Auswahl von unserem Spielkonzept abgewichen ist, also von dem, was wir gut gemacht haben sowie zum Erfolg führte und das wurde dann in dieser ausgeglichenen Liga von den Gegnern gnadenlos bestraft.“

Mit welchem Ziel startet Einheit in die nun beginnende Abstiegsrunde?

„Wir wollen unseren elften Tabellenplatz verteidigen, der den Klassenerhalt bedeutet. Es geht jetzt einfach nur darum, dass wir das primäre Saisonziel Verbleib in der vierten Liga erreichen. Deshalb wird es sehr wichtig sein, dass wir das erste Aufeinandertreffen vor heimischen Publikum gegen den HC Aschersleben am Samstagnachmittag um 16 Uhr in der Einheit-Arena gleich gewinnen.“

Was macht dafür Mut und Hoffnung?

„Mut macht mir, das wir in den letzten Begegnungen immer wieder gute Phasen hatten. Auch haben wir jetzt die Zeit in den Trainingseinheiten dafür genutzt, weiter an unseren Schwächen zu arbeiten. Die Spieler haben ja schon öfter bewiesen, dass sie es können und das wollen wir endlich in den nächsten Aufeinandertreffen wieder zeigen. Tatsache ist ja auch, dass wir nun gegen die vermeintlich schwächeren Kontrahenten spielen und auch das sollte uns allen Hoffnung machen.“

Ist die Mannschaft mental stark genug?

„Es wird eine reine Kopfsache sein, dass die Spieler ihr Leistungsvermögen komplett abrufen und aufs Parkett bringen. Schon in der letzten Begegnung hat man trotz der vielen Ausfälle gemerkt, dass ein unbedingter Siegeswille da war und diesen wollen wir auch in den nun sechs entscheidenden Partien mitnehmen. Jeder ist sich der Schwierigkeit der Situation bewusst und die Truppe weiß, dass sie nun zu allem bereit sein muss, um auch in der nächsten Saison wieder in der Mitteldeutschen Oberliga spielen zu können.“

Hat das Selbstbewusst der Auswahl nach sechs Niederlagen in Folge stark gelitten?

„In den Übungseinheiten konnte sich die Auswahl durch viele gelungene Aktionen wieder Selbstbewusstsein erarbeiten und deshalb ist es auch von enormer Bedeutung, dass wir die Alligatoren besiegen, um erfolgreich in die Abstiegsrunde zu starten. Aktuell haben wir 6:6 Punkte und damit eine gute Ausgangsposition, die den Spielern ein gutes Gefühl gibt, da sie nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, sondern alles selbst in der Hand haben.“

Was stand in den Trainingseinheiten während der dreiwöchigen Punktspielpause besonders im Fokus?

„Wir haben in den Übungseinheiten den Schwerpunkt auf die Offensive gelegt, da wir seit dem Saison-Wiederbeginn in keinem Aufeinandertreffen mehr als 24 Tore erzielen konnten und im Angriff mehr Durchschlagskraft sowie eine bessere Chancenverwertung brauchen. Die Zeit hat uns richtig gut getan, wir konnten in den Übungseinheiten anders arbeiten, da wir zum Beispiel auch im Freitagstraining die Spieler voll belasten konnten, was natürlich ein riesiger Mehrwert war.“

Es war ein Novum in der jüngeren Vereinsgeschichte: Erstmals seit über 20 Jahren konnte Einheit keinen Heimsieg in den Punktspielen der Hinrunde bejubeln…

„Deshalb gilt es nun, dass wir auch endlich unsere tollen Anhänger mit Siegen auf heimischem Parkett belohnen. Dabei macht auch Hoffnung, dass nun mit den beiden zweiten Vertretungen aus Aue und Dresden sowie dem SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz drei Mannschaften bei uns gastieren, die wir bereits auswärts besiegt hatten. Es wird darauf ankommen und das ist das Entscheidende, dass wir das umsetzen, was wir können sowie unsere Fehlerquote gering halten. Das fängt gleich mit „Asche“ an und gegen die Sachsen-Anhaltiner haben wir noch eine Rechnung vom Auswärtsspiel offen.“

Der Verein hat noch einmal reagiert und für die Abstiegsrunde zwei Neuzugänge verpflichtet, reichte die bisherige Qualität im Kader nicht aus?

„Wir haben uns noch einmal mit Erfahrung verstärkt und auf den aufgrund eines Kreuzbandrisses längeren Ausfall unseres Torhüters Jan Misar reagieren können. Die beiden Neuzugänge werden uns natürlich noch einmal extra Körner für den Kampf um den Klassenerhalt bringen und dafür bin ich dem Verein sehr dankbar.“

Mit dem Tschechen Lukas Zverina kommt ein alt bekanntes Gesicht vom Thüringenligisten LSV Ziegelheim zurück zur Einheit, der bereits von 2016 bis 2019 in Plauen aktiv war; was erhofft sich der Trainer von diesem Transfer? 

„Durch diese weitere Option im Rückraum können wir deutlich flexibler agieren, denn man hatte ja auch seit dem Saison-Wiederbeginn gemerkt, dass manche Spieler am Ende der Begegnungen verunsichert waren und genau in diesen Situationen hätten wir einen frischen Akteur gebraucht, den wir nun haben. Lukas ist mit seinen 38 Jahren sehr erfahren und kann dadurch in den wichtigen Phasen das Zünglein an der Waage sein, da er mit seiner Durchschlagskraft für die Auswahl eine wichtige Stütze werden kann.“

Wieso wurde mit dem Tschechen Dominik Balin ein dritter Torhüter verpflichtet?

„Dominik soll der Mannschaft eine weitere Sicherheit geben und bringt uns mit seiner Qualität weitere Variabilität auf der Torhüterposition. Er ist ein gut ausgebildeter Schlussmann, hat bereits in der dritten Liga beim SV Anhalt Bernburg gespielt und ist mit seinen 22 Jahren zwar noch ein junger, aber dafür sehr gut ausgebildeter Torhüter. Dominik hat in der Beweglichkeit sowie Geschwindigkeit seine Stärken, ist sehr groß und deckt so viel Fläche ab. Es ist auch für die Spieler sehr wichtig, dass sie wissen, dass sie einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten stehen haben und mit ihm haben wir eine weitere Stärke auf dieser Position dazu gewonnen.“

Was wird mit dem bisherigen Ersatztorwart Lars Reinhardt?

„Ich war mit Lars sehr zufrieden, er ist sehr gut in die Presche gesprungen und hat sich super eingebracht. Er hat auch einen riesigen Schritt nach vorn gemacht, hat nie aufgegeben und die Fehler angenommen, um an seinen Schwächen zu arbeiten, weshalb ich ihn einfach nicht mehr missen möchte. Lars und Dominik bilden zusammen mit unserem Stammschlussmann Josef Pour ein starkes Torwart-Trio.“

Welchen Einfluss können die Zuschauer auf die Auswahl nehmen?

„Die Fans werden für uns in den vier Heimspielen extrem wichtig sein, da sie uns durch die schwierigen und schweren Phasen tragen können. Man sieht ja immer wieder, was einfach mit einer stimmungsvollen Kulisse im Rücken möglich ist, wenn man den achten Mann hat, der einem die Kraft gibt, auch mal über den Punkt zu gehen, an dem es wehtut.“ (flow)

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Foto: "Fans werden für uns sehr wichtig sein"

Einheits kürzestes Spiel geht in Vereinsgeschichte ein

(09.04.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen haben am Samstagnachmittag für ein Novum in ihrer Historie gesorgt. Wieso die Partie in der Mitteldeutschen Oberliga gegen den HSV Apolda 1990 nach nicht einmal vier Minuten abgebrochen werden musste.

Auch wenn die Vorzeichen nach fünf Pleiten in Folge und keinem einzigen Punktgewinn nach dem Saison-Wiederbeginn für den HC Einheit Plauen vor der Begegnung gegen den HSV Apolda 1990 nicht schlechter stehen hätten können, gab es für die Mannschaft weitere Hiobsbotschaften. So erkrankten unter der Woche mit Kreisläufer Karel Kveton, linker Rückraum Maximilian Krüger, rechter Rückraum Jiri Fort und Rechtsaußen Jannis Roth vier Akteure aus dem Stammkader, sodass die Übungseinheiten unter erschwerten Bedingungen stattfanden. Die logische Schlussfolgerung war, auf Eigengewächse zu setzen und so durfte nicht nur wie bereits vergangenen Sonntag erneut Kreisläufer Tom Mehler mit auf der Bank Platz nehmen, sondern auch Marvin Obermann sowie stand Dominic Janta aus der in der Bezirksklasse spielenden zweiten Mannschaft erstmals im Aufgebot der Mitteldeutschen Oberliga. Doch noch bevor der Abschluss der Hinrunde angepfiffen werden konnte, kam ein weiteres Problem natürlicher und baulicher Art auf: Das wechselhafte Wetter mit immer wieder starken Regenschauern und der Bau des Hallendachs der Einheit-Arena. Denn seit der Inbetriebnahme der Heimspielstätte der Füchse im Jahre 2007 tropft es bei Niederschlag an verschiedenen Stellen immer wieder aufs Parkett. So auch heute Nachmittag, weshalb vor dem Beginn des für 16 Uhr angesetzten Spiels unklar war, ob überhaupt das Schiedsrichtergespann anpfeifen kann. Der Grund: Es tropfte nicht irgendwo, sondern direkt zwischen der rechten Neun-Meter-Linie sowie dem Kreis auf der linken Seite an mehreren Stellen auf das Spielfeld und damit bestand akute Verletzungsgefahr. Dank des einsetzenden Sonnenscheins hörte es noch rechtzeitig auf zu tropfen, sodass die Partie aufgrund der Ungewissheit und der Verzögerung mit zwanzigminütiger Verspätung nach Absprache mit beiden Mannschaftsverantwortlichen sowie dem technischen Delegierten angepfiffen werden sollte. So sahen dann die 260 Zuschauer einen gut eingestellten HC Einheit Plauen, der stark in die Begegnung startete und nach einer Parade des Torwarts Josef Pour durch Kreisläufer Jakub Sira mit 1:0 in Führung gehen konnte. Zwar glich Apolda im zweiten Angriff zum 1:1 aus, doch im Gegenzug konnten die Hausherren erneut in Führung gehen, als Matyas Mandaus zum 2:1 vom Siebenmeterpunkt traf. Dass nicht Linksaußen Jan Kacin oder Mittelmann David Zbiral zum Strafwurf antrat, lag daran, dass sich Mandaus im Abschlusstraining beim internen Duell um den ersten Siebenmeterwurf überraschend durchgesetzt hatte. Doch schon der dritte Angriff der Glockenstädter sollte zeigen, dass die offensive 4:2-Abwehrformation der Rot-Weißen nicht den gewünschten Erfolg bringt, da die wurfstarken Thüringer Rückraumspieler trotzdem zum Abschluss kamen und so zum 2:2 ausgleichen konnten. Als die Vogtländer im vierten Angriff waren, ertönte nach exakt 3:39 Minuten der Pfiff des Schiedsrichtergespanns und es bildete sich genau an der Stelle eine Menschentraube, an der es gut eine halbe Stunde zuvor getropft hatte. Als nach kurzen Beratungen der Unparteiischen mit den beiden Mannschaftsverantwortlichen und dem technischen Delegierten entschieden wurde, dass das Aufeinandertreffen abgebrochen werden muss, ging es um 16.28 Uhr als Einheits kürzestes Spiel in die Vereinsgeschichte ein. „Es tut uns sehr leid, dass wir unseren treuen Fans nicht den versprochenen Sieg bieten konnten“, hat Einheits-Co-Trainer Heiko Schuster nicht den Humor verloren. Wie und ob die Partie gewertet oder ob es ein Wiederholungsspiel geben wird, wird die spielleitende Stelle des Mitteldeutschen Handballverbandes entscheiden. Fest steht, dass die Begegnung aus sportlicher Sicht keine relevante Bedeutung mehr hatte, da die Punkte nur von den Konkurrenten der kommenden Runde mitgenommen werden. Da sowohl die Ilmstädter nicht mehr von den ersten acht Plätzen zu verdrängen sind und damit in der Aufstiegsrunde starten, als auch die Plauener in der Abstiegsrunde um den Verbleib in der Mitteldeutschen Oberliga kämpfen, spielt das Ergebnis des Spiels keine Rolle. Trotz dieser ernüchternden Umstände auf dem Spielfeld, gab es große Freude abseits des Parketts, da auch eine Delegation des TSV 1861 Hof für eine stimmungsvolle Kulisse sorgte. Die Bayern hatten während der Corona-Zwangspause sowie dem Trainingsverbot in Sachsen im Amateursport den Oberliga-Spielern ermöglicht, in Hof am Training teilzunehmen und so fit zu bleiben. „Als Dank dafür hatten wir sie eingeladen und so haben wir uns besonders gefreut, dass uns unsere Hofer Sportfreunde in diesem sehr kurzen Spiel angefeuert haben“, dankt Heiko Schuster für die lautstarke Unterstützung: „Ich denke, wir sehen uns bestimmt bei einem nächsten Heimspiel wieder“.

Dann in der Abstiegsrunde, die in drei Wochen beginnt und nach den an diesem Spieltag gefallenen Entscheidungen, welche Mannschaft in der Aufstiegs- beziehungsweise Abstiegsrunde spielt, zeitnah terminiert wird. Die Füchse starten mit 6:6 Punkten, deshalb „haben wir es zum Glück in der eigenen Hand und müssen diese gute Ausgangsposition nur nutzen“, weiß Co-Trainer Heiko Schuster und fügt hinzu: „Die Spieler sind hoch motiviert und wollen unbedingt die Abstiegsrunde meistern“. Hoffnung macht, dass „die Trainingsleistungen stimmen und nun gilt es, diese auch 60 Minuten lang aufs Parkett zu bringen, um den Verbleib in der vierten Liga zu schaffen“, so Schuster: „Die Mannschaft hat schon in solch schwierigen Phasen gezeigt, dass sie damit umgehen kann, deshalb glauben wir an das Können der Spieler und den Klassenerhalt“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Reinhardt - Obermann, Model, Gemeinhardt, Mehler, Janta, Kacin, Mandaus (1/1), Zbiral, Pecek, Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Apolda 1990: Ban, Wenke, Rauch, Mirilo, Poschbeck, Pristas, Heinemann, Schindler (2), Toskoski, Langer, Winter, Strzala, Förster, Hansemann, Veselinovic; Trainer Patrick Schatz, Co-Trainer Andreas Schöppe, Mannschaftsbetreuer Pascal Skorupa, Physio Sebastian Triller

 

Verwarnungen: keine für HC Einheit Plauen, 1 für HSV Apolda 1990

Zeitstrafen: keine für HC Einheit Plauen, keine für HSV Apolda 1990

Zuschauer: 260

Foto zur Meldung: Einheits kürzestes Spiel geht in Vereinsgeschichte ein
Foto: Einheits kürzestes Spiel geht in Vereinsgeschichte ein

Einheit will Negativlauf endlich stoppen

(07.04.2022)

Zum Abschluss der Hinrunde empfangen am Samstagnachmittag die Handballer des HC Einheit Plauen den HSV Apolda 1990. Gegen den Tabellensechsten wollen sich die Füchse mit dem ersten Heimsieg in der Saison in der Mitteldeutschen Oberliga in die Abstiegsrunde verabschieden.

Auch wenn die Vorzeichen nach fünf Pleiten in Folge und keinem einzigen Punktgewinn nach dem Saison-Wiederbeginn für den HC Einheit Plauen vor der Partie gegen den HSV Apolda 1990 nicht schlechter stehen könnten, so macht vor allem Einheit-Trainer Jan Richter ein Fakt Mut. „Die Mannschaft hat in jeder Begegnung bewiesen, dass sie noch erfolgreich Handball spielen kann, denn es gab kein Aufeinandertreffen, das von Anfang bis Ende schwach war, allerdings kam es immer während der 60 Minuten aufgrund unterschiedlicher Umstände zum Bruch im Spielfluss und so zur Niederlage“, so Richter. Diese Phasen, in denen sich die Auswahl keine guten Abschlussmöglichkeiten erspielen kann, nicht trifft oder in der Abwehr nicht den richtigen Zugriff hat, gebe es in jedem Handballspiel, erklärt der Übungsleiter. Damit die Rot-Weißen in solchen Situationen dann nicht mehr wie im letzten Aufeinandertreffen gegen den USV Halle nach einer 16:15-Halbzeitführung zusammen brechen und am Ende hoch mit 24:34 verlieren, brauchen die Spitzenstädter unbedingt Erfolgserlebnisse, weiß Jan Richter. „Dadurch das unser Problem vorwiegend mental ist, wäre ein Sieg sehr wichtig, dass sich die Mannschaft so wieder Selbstvertrauen für die kommende Abstiegsrunde holt“, sagt der Einheit-Trainer. Denn dass teilweise klare Chancen nicht genutzt werden, sei auch eine mentale Sache, „denn wenn es schlecht läuft, dann verwandelt man auch freie Würfe nicht“, kennt der Einheit-Trainer diese Situation. Damit solche Phasen nicht mehr spielentscheidend sind, haben die Vogtländer unter der Woche in den Trainingseinheiten weiter an den Kleinigkeiten im Angriff wie der Abstimmung, am Spielen auf den Schnittpunkt und an der Bewegung ohne Ball gearbeitet sowie in der Abwehr am Zusammenarbeiten und Heraustreten auf den ballführenden Gegenspieler, am konsequenten Rückzugsverhalten mit einhergehenden Verteidigen von Kontern. „Wir müssen es wieder schaffen, selbst bei solch kleinen Rückschlägen wie das Verwerfen von freien Abschlüssen, dass wir uns davon nicht aus der Ruhe bringen lassen, nicht unser Spielkonzept über den Haufen werfen und es so zum Bruch im Spielfluss kommt“, fordert Richter. Dafür sollte Hoffnung machen, „dass wir es geschafft haben, viele Tore gegen den Drittplatzierten zu erzielen und das ist natürlich ein Mutmacher fürs Heimspiel gegen Apolda“, berichtet der Übungsleiter. Zur Erinnerung: Die Plauener führten vergangenen Sonntagnachmittag beim Tabellendritten USV Halle nach zwanzig gespielten Minuten mit 9:13 „und darauf können wir auf jeden Fall aufbauen“, erzählt Jan Richter: „Wir dürfen nur nicht den Kopf verlieren, das ist unser Ziel“. Der große Unterschied zu den letzten Partien war, dass der Rückraum wieder mehr Tore erzielen konnten und so wieder Erfolgserlebnisse hatte: „Ich denke, dass gibt den Spielern weiter Auftrieb“, hofft der Einheit-Trainer und fügt hinzu, dass „zwar alle Gegner in der Mitteldeutschen Oberliga schwer zu besiegen, aber eben auch nicht unschlagbar sind“.

Das trifft auch auf den Tabellensechsten HSV Apolda zu, der seit dem Saison-Wiederbeginn deutliche Leistungsschwankungen in den bisherigen vier Begegnungen zeigte und ein Sieg, ein Unentschieden sowie zwei Niederlagen zu Buche stehen hat. So mussten sich die Glockenstädter erst knapp bei der HSG Freiberg mit 18:20 geschlagen geben, bevor sie den HC Aschersleben mit 35:20 deklassierten, um anschließend im Thüringen-Duell beim Tabellenletzten Sonneberger HV deutlich mit 29:22 den Kürzeren zu ziehen. Völlig umgekehrt endete am vergangenen Spieltag die Partie gegen Tabellenführer HG 85 Köthen, als die Ilmstädter ein „überragendes Handballspiel“ aufs Parkett legten und den Sachsen-Anhaltinern so in einem Aufeinandertreffen „auf hohem Niveau“ ein 25:25-Unentschieden abringen konnten. Stützen dieses Erfolgs waren vor allem Apoldas Torhüter Igor Toskoski, der den Spitzenreiter mit über 20 Paraden mehrfach verzweifeln ließ sowie Mittelmann Norbert Ban mit Kreisläufer Jörg Heinemann, die zusammen 13 Treffer und damit mehr als die Hälfte aller Tore erzielten. Mit diesem Punktgewinn sind die Apoldaer nicht mehr von den ersten acht Plätzen zu verdrängen, da sie nicht nur zwei Zähler Vorsprung auf Rang acht sowie neun haben, sondern auch den direkten Vergleich gegen den HC Elbflorenz 2006 II und HC Glauchau/Meerane gewonnen haben, womit der Start in der Aufstiegsrunde feststeht. So weiß Jan Richter auch, dass die Thüringer "eine spielstarke Mannschaft sind, die ihre Tore auf ihre Spieler gut verteilt und sehr clever agiert“. Dass die Glockenstädter bisher die wenigsten Gegentore der Liga kassierten, erklärt der Übungsleiter auch damit, dass sie neben einer „guten Abwehr vor allem auch sehr langsam spielen, weshalb in den Aufeinandertreffen prinzipiell weniger Tore fallen“. Deshalb gelte es, „dass wir unsere Stärken aufs Parkett bringen“, fordert Richter: „Wir müssen von allen Positionen Torgefahr ausstrahlen und Treffer erzielen, denn dann wird es für jeden Gegner schwer, unsere druckvoll ausgespielten Angriffe zu verteidigen“. Um noch einmal die letzten Reserven nach den enttäuschenden letzten Wochen mobilisieren zu können, „brauchen wir wieder die tolle Unterstützung von den Rängen“, hofft Jan Richter auf eine stimmungsvolle Kulisse am Samstagnachmittag ab 16 Uhr in der Einheit-Arena und auf den ersten Heimsieg in der Saison. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will Negativlauf endlich stoppen
Foto: Einheit will Negativlauf endlich stoppen

Einheits fünfte Niederlage in Folge besiegelt Abstiegsrunde

(04.04.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen bleiben weiterhin punktlos nach dem Saison-Wiederbeginn in der Mitteldeutschen Oberliga. Wieso sich die Füchse trotz einer 15:16-Halbzeitführung noch dem USV Halle mit 34:24 deutlich geschlagen geben mussten.

Etwas verwundert dürften sich am späten Sonntagnachmittag die mitgereisten Fans des HC Einheit Plauen die Augen gerieben haben, als die Rot-Weißen beim Tabellendritten USV Halle nach zwanzig gespielten Minuten mit 9:13 führten. „Wir haben es endlich wieder geschafft, unseren Rückraum in aussichtsreiche Wurfpositionen zu bringen, die Matyas Mandaus und Maximilian Krüger auch gut genutzt haben“, freut sich Einheit-Trainer Jan Richter. Davon konnte auch Kreisläufer Jakub Sira profitieren, der seine einzigen beiden Treffer in dieser Phase erzielen konnte. Gleichzeitig gelang es den Spitzenstädtern, den Hallensern Bälle in der Abwehr abzufangen und den Gegner auszukontern. Doch in der Folge schlich sich unsauberes Agieren ein, denn die Vogtländer spielten nicht mehr auf den Punkt und warfen ungenau, woran auch eine genommene Auszeit nicht einmal zwei Zeigerumdrehungen später nichts ändern sollte. Dadurch konnten die Hausherren nicht nur zum 13:13 ausgleichen, sondern auch erstmals mit dem 14:13 in Führung gehen. Als Mandaus zum 14:15 wieder seine Farben in Führung warf, ahnte noch niemand, dass es bereits sein letzter Treffer in der Partie sein sollte und auch Krüger konnte in den nächsten über dreißig Minuten lediglich noch einmal einnetzen. Jan Kacin verwandelte seinen zweiten Siebenmeter zum 15:16-Pausenstand und der Übungsleiter sah bis dahin „einen wirklich engagierten Auftritt meiner Auswahl“: „In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft ihr wahres Gesicht gezeigt, da haben wir auch dementsprechend geführt und sowohl offensiv als auch mit Abstrichen defensiv eine ordentliche Leistung aufs Parkett gebracht“.

Doch in den zweiten Durchgang starteten die Sachsen wieder mit einer schlechten Wurfausbeute, sodass die Sachsen-Anhaltiner beim 19:17 erstmals mit zwei Toren in Führung gehen konnten, was dazu führte, dass die Plauener aufgrund der letzten Misserfolge mental zusammenbrachen. „In solchen Situationen macht es sich einfach extrem bemerkbar, dass die Mannschaft seit dem Saison-Wiederbeginn noch keinen Punkt geholt hat und so war ihr die Verunsicherung stark anzumerken, obwohl spielstandstechnisch noch nichts passiert war“, erklärt Jan Richter. Zwar hatten die Rot-Weißen nach dem Seitenwechsel einen Siebenmeter durch David Zbiral und drei freie Würfe nicht verwandeln können, doch sie lagen nur mit zwei Toren hinten, was im Handball noch längst keine Spielentscheidung bedeutet. „Doch die Mannschaft hat in dieser Phase jedes Selbstvertrauen verloren“, resümiert Richter. „Und das, obwohl wir nicht schlecht agierten, aber die Spieler haben einfach nicht mehr getroffen, was ja auch mal zum Handball mit dazu gehört“. Grund dafür war auch, dass die Universitätsstädter auf den linken sowie rechten Rückraumspieler vorgezogener gedeckt haben und so den Spielfluss der Vogtländer unterbrachen. In einer genommenen Auszeit in der 39. Minute beim Stand von 20:18 sollte den Sachsen die dafür nötigen Lösungen aufgezeigt werden, denn „man hat als Trainer natürlich schon die Hoffnung, dass man dieses Momentum damit umkehrt, dass man den Flow des Gegners bricht und selber wieder in den Lauf kommt, aber es sollte in diesem Falle leider nicht funktionieren“, so der Übungsleiter. Als der einzig mitgereiste Plauener Mittelmann David Zbiral Mitte des zweiten Durchgangs eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert und die Füchse aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls (Zahnschmerzen) von Kevin Model umstellen mussten, konnten sich die Hausherren spielentscheidend auf 27:20 absetzen, woran auch Richters dritte genommene Auszeit nahezu nichts mehr ändern sollte. So spielten die Sachsen in der Folge immer wieder Fehlpässe, kassierten im Angriff Stürmerfaul und warfen den gegnerischen Torhüter berühmt sowie standen beim Abschluss im Kreis beziehungsweise im Aus oder warfen gleich den Ball ins Aus, sodass die fünfte Niederlage in Folge nach dem 34:24 gegen den USV Halle besiegelt war.

Damit steht auch fest, dass die Spitzenstädter in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt spielen müssen und neben den für die Sachsen guten Ergebnisse der Konkurrenz (Einheit würde nach aktuellem Stand mit 6:6 Punkten starten) machen Trainer Jan Richter drei Erkenntnisse Hoffnung. Erstens: „Matyas Mandaus hat bis zur Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht, hat aus dem Rückraum viel geworfen und auch gut getroffen“. Zweitens: „Auch im Überzahlspiel kamen wir zu freien Würfen, auch wenn wir diese Situationen allerdings nicht oft hatten“. Drittens: „Das was im Training einstudiert wurde, konnte die Mannschaft im ersten Durchgang umsetzen, danach aufgrund des fehlenden Selbstbewusstseins nicht mehr“. Positiv ist auch, dass mit Kreisläufer Tom Mehler ein weiterer Spieler aus der eigenen Jugend in der Mitteldeutschen Oberliga zum Einsatz kam. Auch aufgrund dessen blickt Richter optimistisch aufs nächste Heimspiel um 16 Uhr in der Einheit-Arena gegen den HSV Apolda 1990: „Wir haben 30 Minuten lang gezeigt, dass wir nicht nur mit der drittbesten Mannschaft mithalten können, sondern sogar besser waren und daran müssen wir auch im Spiel gegen die Thüringer anknüpfen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Reinhardt - Kveton (1), Gemeinhardt, Mehler, Krüger (3), Fort, Roth (2), Kacin (5/3), Mandaus (3), Zbiral (5), Pecek (3), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

USV Halle: Kaßler (3), Kosak (3), Heyer (4/1), Sascha Berends (1), Flemming, Feger, Nicolas Berends (3), Reißmann (3), Pfeiffer (2), Hellmann, Kryszon (6), Sogalla (3), Gruszka (2), Conrad (3), Thiele (1); Trainerin Ines Seidler, Co-Trainer Robert Wagner, Mannschaftsbetreuer Jan Bernhardt, Physio Peter Wiedenhöfft

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 3 für USV Halle

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen, 4 für USV Halle

Foto zur Meldung: Einheits fünfte Niederlage in Folge besiegelt Abstiegsrunde
Foto: Einheits fünfte Niederlage in Folge besiegelt Abstiegsrunde

Nach fünf Niederlagen in Folge: Wer kann uns helfen?

(04.04.2022)

Seit fünf Spielen klemmt es irgendwie. Unsere Jungs verlieren, obwohl die Punkte greifbar scheinen. Und das, wo es in dieser Saison lange so gut aussah. Die Meisterrunde findet nun ohne den HC Einheit statt. Das ist uns allen spätestens nach der 24:34-Niederlage in Halle klar.

Was aber können wir nun im Abstiegskampf tun? Wer kann uns helfen? Die Frage ist ganz schnell und einfach beantwortet. Unsere Einheit ist in den letzten Jahren so oft schon in schwierigen Situationen gewesen. Wer, wenn nicht wir, kann das Ruder ohne fremde Hilfe herumreißen? Unsere Einheit war und ist immer stabil geblieben, weil bei uns eben auch bei Sturm keiner von Bord geht. Genau mit diesem Zusammenhalt werden wir unserem Trainerteam, unserer Mannschaft, unseren Jungs jetzt den Rücken stärken.

Leute, wir glauben an Euch! Ihr seid unsere Helden und wir gehen mit Euch diesen steinigen Weg, den wir jetzt vor uns haben. Wer in Halle zur Halbzeit vorn liegt, der muss ganz viel richtig gemacht haben. Das geht nicht, wenn nicht ganz viel stimmt in der Truppe. Wir müssen in den kommenden Tagen gut analysieren, an uns arbeiten und gut trainieren. Und dann gehen wir zusammen in den Abstiegskampf. Die Einheit war nie bekannt für blinden Aktionismus. Das wird so bleiben. Wenn es eng wird, rücken wir zusammen und bilden eine Einheit. Auf geht's HCE! Ihr seid nicht allein!

 

Sabrina Lukas im Namen des Vorstandes und der Fans des HC Einheit

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Foto: Nach fünf Niederlagen in Folge: Wer kann uns helfen?

+++ Vertragsverlängerung - Teil 3 +++

(03.04.2022)

Die Kaderplanungen schreiten weiter voran! Auch unser Mannschaftskapitän Maximilian Krüger bleibt weiter beim HC Einheit Plauen. Er verlängerte seinen auslaufenden Vertrag um eine weitere Saison und wird damit auch in der Saison 2022/2023 die Füchse aufs Spielfeld führen. „Max ist eine absolute Identifikationsfigur des Vereins und ein Leistungsträger des Teams. Mit seiner Erfahrung ist er ein wichtiger Baustein der Mannschaft“, erklärt Vorstand Sabrina Lukas. Wir freuen uns sehr!

Foto zur Meldung: +++ Vertragsverlängerung - Teil 3 +++
Foto: +++ Vertragsverlängerung - Teil 3 +++

Einheit hat schweres Auswärtsspiel vor der Brust

(31.03.2022)

Vielleicht macht ja dieser Fakt den Handballern und auch den Anhängern des HC Einheit Plauen etwas Hoffnung für das nächste Auswärtsspiel am Sonntagnachmittag beim USV Halle in der Mitteldeutschen Oberliga: Als die Füchse zum bisher letzten Male am 15. Dezember 2019 auf die Panther trafen, behielten die Spitzenstädter in einer turbulenten Schlussphase die Nerven und retteten so beim 28:28-Unentschieden noch einen Punkt. Mit einem Zähler dürften die Vogtländer diesmal zufrieden sein, auch wenn Trainer Jan Richter von sich selbst und seiner Mannschaft erwartet, dass sie den unbedingten Willen des Siegens aufs Parkett bringt. „Halle ist zu Hause eine absolute Macht und es wird für uns ein extrem schweres Auswärtsspiel“, weiß Einheit-Trainer Jan Richter, der übrigens in besagtem letzten Aufeinandertreffen drei Tore beisteuerte. Um an diesen Teilerfolg anknüpfen zu können, müssen es die Sachsen wieder schaffen, im Rückraum nicht nur torgefährlich zu sein, sondern auch eigene Treffer zu erzielen. „Denn wenn zu wenig Druck aus dem Rücktraum auf die gegnerische Abwehr ausgeübt wird, dann rückt diese auch nicht auf den ballführenden Spieler heraus und dann haben die Kreisläufer wenig Raum, weshalb sie nur selten angespielt werden können“, erklärt der Übungsleiter. So konnten die Rot-Weißen nur ein einziges Mal von der Kreisposition in der letzten Partie gegen den HC Aschersleben einnetzen und seit dem Saison-Wiederbeginn nach der Corona-Zwangspause lediglich sieben Male. Doch das spielfreie Wochenende und die zwei Wochen Training haben der Auswahl sehr gut getan, so Richter: „Wir konnten zum Glück ohne Ausfälle voll trainieren und intensiv an unseren Schwächen arbeiten, deshalb bin ich überzeugt, dass wir uns im Angriffsspiel verbessert zeigen“. Die Mannschaft wisse, was sie falsch gemacht hat und das sie das anders umsetzen müsse, hofft der Einheit-Trainer: „Wir haben den Spielern ein Rüstzeug an die Hand gegeben, was dazu führen sollte, dass sich die Ungewissheit nicht mehr durchsetzt“. Dazu zählt, dass klare Aufgabenstellungen zu dem Ergebnis führen sollen, was die Mannschaft einstudiert hat, sagt Jan Richter: „Weniger Kreativität, mehr Muster“. Auch wurde intensiv an den Offensivabläufen gearbeitet und ein großer Schwerpunkt auf den Rückraum gelegt, was auch Matyas Mandaus zu Gute kommen sollte, der nicht nur in der letzten Begegnung bei den Alligatoren, sondern seit dem Saison-Wiederbeginn bisher noch keinen einzigen Treffer erzielen konnte. „Matyas hat ein Problem mit dem Selbstbewusstsein, denn er traut sich nicht zu werfen, da er zu oft nicht getroffen hatte“, kennt Richter die Situation, der selbst auf dieser Position gespielt hat: „Doch wenn sich wieder Erfolge einstellen, dann wirft man auch wieder mehr“. Diese Erfolge konnte sich der 25-jährige Tscheche im Training erspielen, in dem die Automatismen geschult wurden, um diese dann erfolgreich im Spiel umsetzen zu können. Allerdings dürfte dieses Unterfangen eine Herkulesaufgabe werden, denn die Sachsen-Anhaltiner seien laut des Übungsleiters „richtig gut in Form“ und haben in dieser Saison bisher alle Heimspiele gewonnen. Nach dem Saison-Wiederbeginn spielten sie zwar bei den Alligatoren lediglich 24:24-Unentschieden, doch gegen die SG Pirna/Heidenau setzten sich die Universitätsstädter knapp mit 29:28 durch und schoben sich auch aufgrund der abgesagten Partie durch den Sonneberger HV auf den dritten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga. Der USV Halle informierte darüber, dass zum Spiel am Sonntagnachmittag, um 16 Uhr, Gästefans nach der 3G-Regelung zugelassen sind und so können die rot-weißen Anhänger die Füchse in der SWH-Arena in Halle (Nietlebener Straße 16) unterstützen - der Bus fährt 11.30 Uhr am Sportplatz am Lindentempel und um 11.45 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

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Einheit verlängert mit zwei Leistungsträgern

(29.03.2022)

Auch wenn die aktuelle Saison noch lange nicht abgehakt ist und sich die Handballer des HC Einheit Plauen auf das nächste Auswärtsspiel am Sonntagnachmittag beim USV Halle in der Mitteldeutschen Oberliga vorbereiten, laufen bereits hinter den Kulissen die Planungen für die kommende Spielzeit. Der seit letzten Sommer für die Füchse auf Torejagd gehende Linksaußen Jan Kacin verlängert seinen Vertrag für eine weitere Saison. Der Flügelflitzer avancierte schon nach wenigen Spieltagen zum Publikumsliebling, da er vor allem mit seinen teilweise spektakulären Würfen schnell die Herzen der Fans gewann. „Jan ist ein wichtiger Baustein in unserer Planung für die nächste Saison, deshalb freuen wir uns sehr, weiterhin auf ihn und seine Leistung bauen zu können“, sagt Einheit-Trainer Jan Richter. Der Tscheche traf bisher in zwölf Partien 84 Mal und steht mit einem Schnitt von sieben Toren pro Begegnung auf dem vierten Platz der besten Werfer der Mitteldeutschen Oberliga. „Es ist toll, in Plauen zu sein, denn wir haben eine starke Mannschaft und die Qualität der Liga ist auch gut“, erklärt der 21-Jährige: „Außerdem erhalte ich viel Spielzeit, kann mich dadurch weiterentwickeln und hoffe, dass wir gemeinsam den Klassenerhalt in der vierten Liga schaffen“.

Das strebt auch Mittelmann David Zbiral an, der ebenfalls weiterhin das rot-weiße Trikot tragen wird und den Spitzenstädtern bis 2024 erhalten bleibt. „Ich bin sehr froh, dass uns mit David auch ein Spieler weiterhin die Treue hält, der schon seine sechste Saison hier spielt und ein wichtiger Bestandteil der Auswahl ist“, so Jan Richter. „David ist einer der Leistungsträger und hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Baustein im Aufgebot entwickelt“, weiß die Vorstandsvorsitzende Sabrina Lukas: „Wir sind bereits frühzeitig mit ihm ins Gespräch gegangen und freuen uns, dass er sich bei uns sehr wohl fühlt und weitere zwei Jahre bei der Einheit spielt“. Der gebürtige Tscheche lebt sowie arbeitet bereits seit mehreren Jahren im Vogtland und spielt bereits seit 2016 für den HC Einheit Plauen. „Ich bin hier sehr zufrieden, kenne die Mannschaft, die Fans und die Verantwortlichen im Verein sowie die Stadt, weshalb ich noch so lange bleiben möchte, wie ich auf diesem Niveau Handball spielen kann“, freut sich der 29-Jährige: „Ich möchte gesund bleiben und wir wollen schönen Handball spielen, damit wir gemeinsam mit vielen Zuschauern in den Heimspielen großen Spaß haben“.

Unterdessen hat der HC Einheit Plauen mit seinen treuen sowie spendablen Anhängern die Zielsumme von 2500 Euro beim Crowdfunding-Projekt der Stadtwerke Plauen erreicht und kann so neue, moderne Trainingsmaterialien für die Handballer anschaffen. Mit dem gesammelten Geld sollen beispielsweise für die F-Jugend endlich Torabhängungen gekauft werden, damit die normalen Handballtore kleiner werden und für die Frühsportfüchse stehen weitere Bälle auf dem Einkaufszettel. Für die größeren Nachwuchsmannschaften sollen sogenannte BlazePods (LED-Reaktionslichter) finanziert werden, um die Entscheidungs- und Reaktionsschnelligkeit zu trainieren. „Wir erhoffen uns dadurch den Spaß am Training zu erhöhen, unsere Spieler zu begeistern und die Übungseinheiten effektiver gestalten zu können, um die Aktiven noch besser auszubilden“, bedankt sich Sabrina Lukas bei den zahlreichen Unterstützern. (flow)

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Einheit verschenkt Auswärtssieg und verliert erneut

(20.03.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen mussten sich am Samstagabend auch dem drittletzten HC Aschersleben mit 24:21 in der Mitteldeutschen Oberliga geschlagen geben. Wieso die dritte Niederlage in Folge seit dem Saison-Wiederbeginn doppelt schmerzlich ist.

Als das junge Schiedsrichtergespann am Samstagabend kurz vor halb acht die Partie des HC Einheit Plauen beim HC Aschersleben abpfiff, da senkten sich bei den Füchsen die Köpfe: Torhüter Josef Pour schaut fassungslos zu den mitgereisten Fans, Mittelmann David Zbiral starrt mit dem Rücken zum Spielfeld an die graue Wand und Trainer Jan Richter versucht mit Rückraumspieler Maximilian Krüger bei einem Blick aufs Protokoll sich das Unerklärliche zu erklären. Denn es war ein Aufeinandertreffen gegen den Drittletzten, das die Rot-Weißen unbedingt gewinnen hätten müssen, es war eine Begegnung für den Kopf, in dem das Selbstvertrauen nach einem Erfolgserlebnis wieder zurückkehren sollte und es war ein Spiel um quasi vier Punkte, da die Zähler sowohl für die Aufstiegsrunde extrem wichtig gewesen wären, als auch mit in eine nun an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu bestreitende Abstiegsrunde fließen. Nach der dritten Niederlage in Folge seit dem Saison-Wiederbeginn richtet sich bei den Spitzenstädtern nun der Blick auf den Kampf um den Klassenerhalt, in den sie nach aktuellem Stand mit 8:4 Punkten starten würden - die zweite Niederlage kassierten die Vogtländer gegen den Sonneberger HV vor der Corona-Zwangspause, mit dieser Partie war es bereits die vierte Pleite in Serie.

Dabei begann die Begegnung gestern Abend vielversprechend, als Rechtsaußen Dominik Pecek in der fünften Minute seine Farben mit dem 1:2 in Führung warf. Danach kamen die Offensivbemühungen der Gäste allerdings ins Stocken, die Angriffe wurden teilweise zwar lang ausgespielt, doch richtige Abschlussmöglichkeiten ergaben sich entweder nicht und wurden trotzdem genommen oder sie wurden einfach nicht genutzt. So entwickelte sich ein torarmes Aufeinandertreffen, in dem die Sachsen immer wieder ihre Chancen wegen Fehlern im Passspiel, ungenauen Würfen oder auch fehlenden Zeitspiel-Toren nicht nutzen konnten und sich so die Hausherren einen 8:3-Vorsprung bis zur 17. Minute erspielten. Das bedeutete auch, dass Einheit in zwölf Zeigerumdrehungen lediglich einmal einnetzte, woran auch erst einmal die Auszeit von Richter nichts ändern konnte. Erst mit dem ersten Siebenmeter konnten die Plauener Anhänger wieder jubeln, der sogleich eine der zwei stärksten Phasen der Partie einläutete. In dieser gelang es den Füchsen mit einer starken Abwehr in gutem Zusammenspiel mit Schlussmann Pour gegnerische Gelegenheiten zu unterbinden, Konter zu verteidigen oder sogar abzulaufen. Der Lohn war der verdiente 9:9-Ausgleich in der 22. Minute, auch weil im Angriff um jeden Ball gekämpft wurde, das unter der Woche intensiv trainierte Überzahlspiel zum Erfolg führte und so die Rot-Weißen erneut durch Pecek in der 27. Minute beim 10:11 in Führung gehen konnten.

Mit einem 12:12 ging es in die Halbzeitpause und bevor das erste Tor im zweiten Durchgang fallen sollte, sollte erneut eine rote Karte wegen zu hartem Agierens gegen Kreisläufer Jakub Sira der zweite Kipppunkt der Begegnung werden, da in der Folger das Überzahlspiel auf unerklärliche Weise nicht mehr zum Erfolg führen sollte. Zwar erspielten sich die Spitzenstädter bis zur 39. Minute beim Stand von 13:16 eine Drei-Tore-Führung durch cleveres Agieren in der Defensive, die zu einfachen Ballgewinnen führten, doch schon in dieser Phase zeigte sich die große Schwäche in der Offensive der Vogtländer, dass die beiden Außenspieler Pecek (verwarf mehrere freie Abschlüsse) und Jan Kacin (verwarf unter anderem einen Siebenmeter) ineffizient im Wurf waren. Die anschließend genommene Auszeit der Alligatoren sollte zum endgültigen Bruch im Spiel der Gäste sorgen, denn die Plauener agierten nun aufgeregt sowie unkonzentriert und so ging der Ball statt ins Tor an den Pfosten oder der Abpraller landete nach einer Siebenmeter-Parade von Pour wieder beim Gegenspieler, der frei im zweiten Versuch einnetzen konnte. Als Zbiral der Ball auf den Fuß fiel, Mittelmann Kevin Model den Ball ins Aus statt zum freien Außen spielte oder Pecek den Abpraller nach einer Pour-Parade nicht fangen konnte, weil er wegrutschte und so sein Gegenspieler dank des großen Winkels einnetzte, war endgültig der Spielfaden gerissen. So erzielte Einheit in den nächsten 19 Zeigerumdrehungen auch deshalb lediglich drei Treffer, da Rückraumspieler Matyas Mandaus erneut nicht oft den Abschluss trotz guter Wurfmöglichkeiten suchte und so die Hausherren bei Richters dritter Auszeit in der 54. Minute bereits mit 23:19 führten, was die nächste Niederlage endgültig besiegelte.

Nun haben die Handballer des HC Einheit Plauen eine Woche spielfrei, in der sie den aus Ergebnissicht desaströsen Saison-Wiederbeginn verarbeiten können und in den Übungseinheiten weitere spielerische Fortschritte machen wollen, um am 3. April ab 16 Uhr beim USV Halle wieder an erfolgreiche Auswärtsauftritte anzuknüpfen. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Reinhardt - Kveton (1), Model, Gemeinhardt, Krüger (2), Fort, Roth, Kacin (7/3), Mandaus, Zbiral (6/2), Pecek (5), Sira; Trainer Jan Richter, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HC Aschersleben: Seifert (8/1), Fohrer, Filippov (4), Balint (6), Wartmann, Weber (1), Lücke, Nupnau (2), Uhlig, Hasselbusch (1), Schmidt, Gudonis, Eulenstein, Seifert (2), Mevissen; Trainer Dmitri Filippov, Co-Trainer Band Karina, Mannschaftsbetreuer Frank Seifert, Physio Leandra Schütze

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 1 für HC Aschersleben

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen, 6 für HC Aschersleben

Disqualifikationen: 1 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht)

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Foto: Einheit verschenkt Auswärtssieg und verliert erneut

Einheit steht unter Druck und braucht Auswärtssieg

(17.03.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen sind am Samstagabend beim HC Aschersleben zum Siegen verdammt. Gegen den Drittletzten der Mitteldeutschen Oberliga soll es endlich klappen mit dem ersten Doppel-Punktgewinn nach dem Saison-Wiederbeginn.

Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei und da diese Binsenweisheit auch im Sport gilt, muss es am Samstagabend gegen halb acht endlich mal wieder so sein, dass der HC Einheit Plauen das Parkett beim HC Aschersleben als Gewinner verlässt. „Wir müssen gewinnen und der nächste Auswärtssieg ist auf jeden Fall unser Ziel“, lässt Einheit-Trainer Jan Richter keine Zweifel aufkommen. Denn die Rot-Weißen sind denkbar schlecht aus der coronabedingten Saisonunterbrechung wieder in den Spielbetrieb gestartet, auch wenn die Niederlage in der ersten Partie gegen die SG Pirna/Heidenau am Ende zu deutlich war sowie sich die Füchse im letzten Aufeinandertreffen nur knapp mit 22:24 gegen die HSG Freiberg geschlagen geben mussten. „Uns hat in beiden Begegnungen auch etwas das Glück gefehlt“, analysierte der Übungsleiter: „Nichtsdestotrotz geht es im Handball um Punkte und dementsprechend um Siege, was bedeutet, dass wir wieder in eine Phase kommen müssen, in der wir unsere Spiele gewinnen“. Bisher konnten die Spitzenstädter acht ihrer neun Punkte auf fremden Parkett einfahren und so hofft Jan Richter, dass die Mannschaft beim Drittletzten er Tabelle in der Mitteldeutschen Oberliga wieder ihre Auswärtsstärke unter Beweis stellt. „Es ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen“, lautet die Ansage des Einheit-Trainers: „Es ist auch ein Pflichtsieg, weil wir die letzten beiden Begegnungen schon gewinnen hätten sollen“. So stehen die Vogtländer mächtig unter Druck, da man immer wieder sehe, dass alles viel schwerer werde, wenn der Erfolg ausbleibt, weiß Jan Richter: „Wir brauchen jetzt unbedingt ein Erfolgserlebnis, da es im Sport nichts Wichtigeres gibt, denn Erfolg erzeugt auch immer gleichzeitig Motivation und dadurch weiterhin Erfolg“. Jeder Spieler könne die Tabelle lesen und „natürlich ist es für jeden Akteur dann auch klar, dass der Druck immer größer wird, da jeder erfolgreich sein möchte“, sagt der Übungsleiter: „Ein Sieg ist für den Kopf immens wichtig, doch es geht auch darum, dass wir uns endlich mal wieder belohnen, denn wir hatten in den letzten beiden Begegnungen die Möglichkeit zu punkten, die wir ungenutzt gelassen haben, weil wir einfache Fehler uns geleistet hatten, die wir gegen die Alligatoren abstellen wollen“. Wie wichtig solche Erfolgserlebnisse sind, zeigen deutlich die ersten Minuten der letzten Partie gegen die HSG Freiberg, als die Auswahl aufgeregt sowie unsicher agierte und so Fehler zu Stande kamen, die man als unerklärlich beschreiben könnte, da sie unter normalen Umständen niemals eintreten würden, erklärt Richter: „Doch diese sind damit zu erklären, dass der Druck groß war und das Selbstvertrauen nicht da war, was erst vor der Halbzeit besser wurde, als wir in Führung gehen sowie uns einen kleinen Vorsprung erspielen konnten“. Dass den Plauenern das erneut gelingt, sei es extrem wichtig gewesen, „dass wir endlich mal wieder am Stück die vergangenen zwei Trainingswochen bis auf den am Knie sehr schwer verletzten Torhüter Jan Misar mit der ganzen Mannschaft voll trainieren konnten“, atmet der Einheit-Trainer ob der Verletzungssorgen auf: „Das ist eine Situation, die wir leider in der gesamten Vorbereitung für den Saison-Wiederbeginn nicht hatten, da uns verletzungsbedingte oder coronabedingte Ausfälle zurück warfen“. Von diesen guten Übungseinheiten wollen die Rot-Weißen nun profitieren: „Wir haben den Fokus sehr stark auf die Überzahlsituationen mit dem Überzahlspiel gelegt, wir haben am besseren Zusammenspiel gearbeitet und auch darauf großen Wert gelegt, dass beim Passspiel die Schnittpunkte wieder perfekt getroffen werden sowie am Deckungsspiel gefeilt, auch wenn das in Ordnung war“, sagt Jan Richter. Denn in den letzten beiden Begegnungen offenbarte sich augenscheinlich, „dass wir Überzahlsituationen unbedingt trainieren müssen, auch wenn wir uns generell im Angriff schwer getan haben, da wir die Entscheidungssituationen nicht oft genug zu unseren Gunsten ausspielen konnten“, hat der Übungsleiter die Schwachpunkte seiner Auswahl erkannt. Positiv ist, dass alle elf Feldspieler die Fahrt nach Aschersleben antreten können, die Spitzenstädter im letzten Aufeinandertreffen bis zur roten Karte in der 35. Minute auf Siegeskurs waren. „Doch dann lassen wir uns von der Disqualifikation gegen unseren Mittelmann David Zbiral aus dem Spielfluss bringen, was gar nicht nötig war, da wir bis zu diesem Zeitpunkt die bessere Mannschaft waren“, ärgert sich Richter: „An diese Leistung müssen wir wieder herankommen, dass wir wieder an uns glauben, denn dann werden wir auch wieder erfolgreich sein“. Der Einheit-Trainer weiß, dass die Sachsen-Anhaltiner ebenfalls punkten müssen und auch mit dem Rücken zur Wand stehen. „Die Alligatoren sind eine kämpferische Mannschaft und sind aktuell gebeutelt von verletzungsbedingten Ausfällen, weshalb sie auch eine kleine Wundertüte sind, da ich nicht weiß, mit welchen Spielern sie dann auflaufen werden“, lässt sich Richter überraschen. Fakt ist, dass die Sachsen-Anhaltiner mit nur 24,6 Treffer im Durchschnitt pro Partie relativ wenige Tore werfen, allerdings haben die Füchse auch nur einmal mehr bisher in den elf Aufeinandertreffen eingenetzt. Dagegen kassieren die Alligatoren relativ viele Gegentore und so mussten sie bisher im Durchschnitt pro Partie 27,1 Treffer hinnehmen, die Spitzenstädter nur 25,9. Zwar endete das letzte Aufeinandertreffen mit einem 35:20 beim HSV Apolda 1990 in einem Debakel, doch Aschersleben konnte den Ausgang der Begegnung bis zur 35. Minute beim Stand von 14:10 offen gestalten und kassierte erst in den letzten 25 Zeigerumdrehungen extrem viele Gegentore, die auch auf die vielen Ausfälle zurückzuführen sein sollen, so der Übungsleiter. „Natürlich werden sie jetzt versuchen, den Bock gegen uns umzustoßen, sich wieder so heimstark wie gegen den USV Halle zu präsentieren, als sie zum Saison-Wiederbeginn ein 24:24-Unentschieden gegen den Tabellenvierten holten“, schätzt Jan Richter ein: „Wir müssen von Anfang an mit einer guten Abwehrleistung wie gegen die HSG Freiberg dagegen halten, daraus dann weiterhin unsere Konter effizient nutzen und uns deutlich im Positionsangriff verbessern“. Dabei stimmen dem Einheit-Trainer die letzten beiden Trainingswochen optimistisch, dass die Vogtländer den nächsten Auswärtssieg bejubeln können, da sie in den Übungseinheiten sehr gut arbeiten konnten. Was auch den Rot-Weißen Hoffnung macht, ist, dass sie sowohl gegen die SG Pirna/Heidenau phasenweise richtig gut mitgehalten sowie gegen die HSG Freiberg sogar länger geführt hatten und das beides Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte waren. „Wir haben an den Kleinigkeiten gearbeitet und wenn wir das dann auch in den 60 Minuten umsetzen, dann werden wir auch wieder erfolgreich sein“, hofft Richter: „Der Ball muss schnell durch die eigenen Reihen laufen, weil dadurch beim Gegner Lücken entstehen, die wir zum Einnetzen nutzen können und das ist das Entscheidende, dass sich die Spieler vom harzigen runden Leder trennen, wenn sie einen Kontakt mit dem Gegenspieler haben, um den Spielfluss nicht zu unterbrechen, weil sonst die Abwehr wieder genügend Zeit hat, sich zu sortieren“. Der HC Aschersleben informierte darüber, dass zum Spiel am Samstagabend, um 18 Uhr, Gästefans nach der 3G-Regelung zugelassen sind und so können die rot-weißen Anhänger die Füchse in der Sporthalle am Ascaneum in Aschersleben unterstützen - der Bus fährt 13.10 Uhr am Sportplatz am Lindentempel und um 13.30 Uhr an der Einheit-Arena los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit steht unter Druck und braucht Auswärtssieg
Foto: Einheit steht unter Druck und braucht Auswärtssieg

+++ Vertragsverlängerung - Teil 2 +++

(14.03.2022)

Heute haben wir eine weitere positive Nachricht für Euch! Jan Kacin verlängert seinen Vertrag bei uns für eine weitere Saison. Der Flügelflitzer geht seit dieser Saison für Einheit auf Torejagd und avancierte schon nach wenigen Spieltagen zum Publikumsliebling. Mit seinen teilweise spektakulären Würfen gewann er schnell die Herzen der Fans. „Dass Jan eine weitere Saison bei uns bleibt, ist ein wichtiger Baustein in unserer Planung für die nächste Saison. Wir freuen uns sehr weiterhin auf ihn und seine Leistung bauen zu können“, freut sich Trainer Jan Richter.

Auf viele weitere Tore, lieber Jan!

Foto zur Meldung: +++ Vertragsverlängerung - Teil 2 +++
Foto: +++ Vertragsverlängerung - Teil 2 +++

Einheit verliert Spiel nach roter Karte

(13.03.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen warten weiter auf ihren ersten Heimsieg der Saison. Warum die Rot-Weißen nach der bitteren 22:24-Niederlage gegen die HSG Freiberg um die Aufstiegsrunde in der Mitteldeutschen Oberliga bangen müssen.

Auch im fünften Versuch sollte es nicht klappen: Der HC Einheit Plauen kann in dieser Saison vor heimischem Publikum einfach nicht gewinnen. Zwar standen die Vorzeichen der Partie gegen die HSG Freiberg erneut nicht optimal, doch zumindest waren alle elf Feldspieler wieder einsatzfähig. Allerdings waren mit Jannis Roth (coronabedingt) auf Rechtsaußen und Matyas Mandaus (Angina) im rechten Rückraum die beiden Linkshänder nicht voll spielfähig. Doch bereits in den ersten Minuten der Begegnung spürten die 280 Zuschauer in der Einheit-Arena, dass trotz der personell angespannten Situation der erste Heimsieg möglich ist. Auch wenn bis zum 6:6 nach 19 Minuten jeweils die eine Mannschaft ein Tor vorlegte und die andere Auswahl gleich wieder ausglich. „Dass wir uns in der Kabine noch vorgenommen hatten, dass wir die schnellen Bälle auf die treffsicheren Außenspieler unterbinden wollen und es dennoch nicht geschafft haben, waren individuelle Fehler, die passieren“, analysierte Einheit-Trainer Jan Richter: „Am Ende waren es zu viele individuelle Fehler“. In der Folge schafften es die Spitzenstädter innerhalb von 97 Sekunden, sich erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuspielen. Dies gelang vor allem durch eine starke Defensive, die schnell nach der Ballseite rückte und den Werfer vor seiner Abschlussmöglichkeit festmachte, was dazu führte, dass die Dachse teilweise das kleine harzige Leder ins Aus warfen oder sich Schlussmann Josef Pour in seinem Tor auszeichnen konnte. „Insgesamt 17 Paraden, also eine Quote von einem Drittel gehaltener Bälle, ist absolut in Ordnung, auch wenn manche Situationen unglücklich liefen“, erklärt Richter: „Deshalb braucht man eigentlich einen zweiten Oberliga-Schlussmann, der dann in dieser Phase die perfekte Ergänzung ist“. Doch die Führung sollte den Füchsen keine Sicherheit im Angriff geben und so sah sich Jan Richter gut zwei Zeigerumdrehungen später gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Jedoch sollte diese ihre Wirkung verfehlen, als in der hektischen Phase nicht nur erst Pour den Ball über den Anwurfkreis hinaus wirft, dann Jiri Fort verwirft und Dominik Pecek den Abpraller an die Latte wirft, bevor Jan Kacin den ersten Siebenmeter im Aufeinandertreffen verwirft. „Wir haben im Angriff zu selten getroffen, haben zu viele Fehler gemacht, auch weil wir mal wieder etwas zu verlieren hatten, was wir dann auch verloren haben“, schlussfolgert der Übungsleiter. So gelang es den Universitätsstädtern in der 25. Minute den 10:10-Ausgleich zu erzielen, doch die Rot-Weißen antworteten mit einer aufmerksamen Abwehr, in der unter anderem Fort einen gegnerischen Konter abfing und selbst über Jakub Sira einen schnellen Angriff einleitete. Erst als drei Sekunden vor der Halbzeit die Gäste zum 14:12 einnetzten und damit nach einer erstmaligen Drei-Tore-Führung wieder auf zwei Treffer herankamen, fing die Partie an zu kippen. „Dieses Tor hat den Schwung gebremst, denn ohne dem Treffer wäre die Mannschaft mit einem richtig gutem Gefühl in den zweiten Durchgang gegangen“, berichtet Jan Richter.

Doch es sollte nach dem Seitenwechsel noch schlimmer kommen: Fast elf (!) Minuten dauerte es, bis die Vogtländer ihr nächstes Tor mit den Fans bejubeln konnten und dabei hatte mit dem vor der Pause starken Rückraumspieler Maximilian Krüger der zweite Werfer die Möglichkeit vom Siebenmeterpunkt, die Hausherren wieder in Führung zu bringen. Nicht nur der gegnerische Torhüter stellte mit seiner Strafwurfparade die Plauener erneut vor Probleme, sondern machten sie sich auch selbst das erfolgreiche Einnetzen mit unsauberen Pässen, die dafür sorgten, dass sich die Bergstädter wieder in der Verteidigung sortieren konnten oder Fehlpässen ins Aus, schwer. „Es fehlte Geschwindigkeit am Ball, teilweise hat uns das Wurfglück und auch die Intensität gefehlt“, ärgert sich der Einheit-Trainer: „Es wurden zu viele Pässe gespielt, die nicht nötig waren, da ein Akteur schon hätte werfen können und der Spielfluss war ebenfalls nicht immer da“. Nicht einmal zwei Zeigerumdrehungen später wurde es richtig hitzig auf dem Parkett, als ein Freiberger spektakulär zu Boden ging, nachdem Sira und David Zbiral den Gegenspieler beim Tempogegenstoß festmachen wollten. Da das Schiedsrichtergespann die Aktion von Zbiral als seitliches Schubsen wertete, wurde der Mittelmann disqualifiziert. Damit fehlte in den letzten 25 Minuten nicht nur eine weitere Wechselmöglichkeit, sondern der Denker und Lenker der Offensivbemühungen. „Die rote Karte war unser Genickbruch, da unserem Spiel dadurch die Tiefe genommen wurde“, schätzt Richter ein. Auch wenn es kein Verschulden der Spitzenstädter war, so passte es dennoch ins Bild, dass in dieser Phase nicht mehr viel klappen sollte: Aufgrund der Unterzahl reagierte das Trainergespann und nahm wie in solchen Situationen mittlerweile üblich, den Torwart zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Parkett - doch der Kampfrichterbeobachter pfiff ein, da er davon ausging, dass sich ein Akteur zu viel im Spielfeld der Füchse befindet. Erst nach einem 5:0-Lauf der Gäste wurden die Einheit-Sympathisanten in der 40. Minute mit dem 15:16 von Kacin erlöst. Als der Tscheche eine Zeigerumdrehung später das 16:16 erzielte, keimte bei den Rot-Weißen wieder Hoffnung auf, dass die Begegnung doch noch nicht entschieden ist. Doch erneut gelang es den Dachsen, sich auf zwei Tore abzusetzen, da sich die Hausherren im Angriff wieder einfache Ballverluste leisteten oder bei Zeitspiel den Abschluss nicht in den gegnerischen Maschen unterbringen konnten. „Wenn man eine richtige Top-Mannschaft ist, dann schafft man auch in der wichtigen Phase, die Tore zu erzielen und in der Abwehr in Zusammenarbeit mit dem Torhüter wichtige Bälle zu parieren, um in Führung zu gehen oder den Vorsprung auszubauen“, fordert Jan Richter cleveres Agieren seiner Schützlinge. In den kommenden Minuten gelang es den Vogtländern immer wieder, sich dank ihrer stabilen Defensive Ballgewinne zu erspielen, Pässe herauszufangen oder geschickt ein Stürmerfoul zu ziehen. Diese Vorteile konnten die Füchse jedoch nicht effektiv genug in eigene Treffer umwandeln, weil entweder das gegnerische Gehäuse oder der Torhüter im Wege standen und so stand es in der 54. Minute 20:23 für die Freiberger. „Maximilian Krüger hatte gute Wurfsituationen und hat diese meistens auch gut genutzt, Matyas Mandaus hat leider nicht so oft den Abschluss gesucht, obwohl sich auch für ihn freie Wurfmöglichkeiten boten“, fehlte dem Übungsleiter Zug zum Tor: „Wenn man nach einem Ausfall wieder spielt, dann weiß man oft nicht, wo man steht und wenn man dann noch wie Matyas in den ersten fünf Minuten zwei Fehlwürfe hat, dann spielt man häufiger ab“. Nachdem Kacin für die Plauener erneut mit zwei Toren den Anschlusstreffer erzielte und die Bergstädter die letzten zwei Minuten in Unterzahl bestreiten mussten, glimmte das letzte Fünkchen Zuversicht bei den Einheit-Fans auf, doch noch zumindest einen verdienten Punkt aus der Partie mitzunehmen. Doch nachdem der mit sieben Toren treffsicherste Werfer Jan Kacin seinen zweiten Siebenmeter verwandelt hatte und im Gegenzug die Universitätsstädter 73 Sekunden vor Abpfiff zum 22:24 trafen, war die Begegnung entschieden und stand das Endergebnis sowie die bittere Niederlage vor heimischem Publikum fest. „Wie bereits vor dem Aufeinandertreffen gesagt, wussten wir, dass es auf Kleinigkeiten ankommen wird und die waren heute nicht auf unserer Seite“, lautete das Fazit von Jan Richter: „Die Defensivleistung war absolut in Ordnung, darauf können wir aufbauen, aber offensiv war es zu wenig, da müssen wir daran arbeiten“. Das größte Problem war, dass erneut die Überzahlsituationen nicht genutzt wurden, um einfache Tore zu erzielen, „auch wenn wir das im Training explizit geübt hatten, war der Fortschritt dabei noch nicht so sehr zu erkennen, was bedeutet, dass wir weiter intensiv daran arbeiten müssen“, kündigt der Einheit-Trainer an: "Es ist eine mentale Geschichte, wir waren einfach aufgeregt, weil wir in der letzten Partie diese Phasen nicht gut ausgespielt haben“. Positiv ist, dass die Hausherren 40 Prozent ihrer Tore aus einem Konter gemacht haben, das schnelle Umschaltspiel also funktioniert hat.

Mit 9:13 Punkten rutschen die Rot-Weißen auf den elften Tabellenplatz ab, haben aber nur einen Zähler bei einem schlechteren Torverhältnis Rückstand auf Rang acht, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt. Um dieses von Jan Richter ausgegebene Minimalziel zu erreichen, geht der Trainer davon aus, dass "drei Siege dafür reichen“, was nach zwei Niederlagen bei fünf ausstehenden Aufeinandertreffen noch drei Begegnungen macht, die alle gewonnen werden müssten. Damit der HC Einheit Plauen einen ersten Schritt in Richtung vorzeitigem Klassenerhalt macht, müssen sie nächsten Samstag wieder auf fremden Parkett beim HC Aschersleben die zweit Punkte einfahren. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour - Kveton (2), Model, Gemeinhardt, Krüger (6), Fort, Roth, Kacin (7/1), Mandaus, Zbiral (1), Pecek (3), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSG Freiberg: Rangl, Morgenstern, Wolf (2), Schettler (4), Neumann (3), Horna, Richter (5/4), Harvan, Gelnar (4), Riedel, Simunek, Tieken (2), Werner (4); Trainer Alexander Matschos, Co-Trainer Andreas Tietze, Mannschaftsbetreuer Jörg Kalinke, Physio Mary Pohl

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 2 für HSG Freiberg

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, 4 für HSG Freiberg

Disqualifikationen: 1 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht)

Zuschauer: 280

Foto zur Meldung: Einheit verliert Spiel nach roter Karte
Foto: Einheit verliert Spiel nach roter Karte

Einheit strebt trotz Ausfällen ersten Heimsieg an

(10.03.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen wollen am Samstagnachmittag vor heimischem Publikum den ersten Doppel-Punktgewinn der Saison in der Mitteldeutschen Oberliga bejubeln. Gegen den Tabellennachbarn HSG Freiberg dürfte das nicht nur wegen der Ausfälle eine schwere Aufgabe werden.

Wenn am Samstagnachmittag um 16 Uhr in der Einheit-Arena die Partie zwischen dem HC Einheit Plauen und der HSG Freiberg in der Mitteldeutschen Oberliga angepfiffen wird, dann kann Trainer Jan Richter zumindest auf der Torwart-Position wieder etwas aufatmen: Mit Josef Pour steht dem Übungsleiter wieder ein Stammtorwart zur Verfügung, der am vergangenen Samstag coronabedingt noch nicht einsatzfähig war und nach der schweren Knieverletzung des zweiten Oberliga-Schlussmannes Jan Misar schmerzlich vermisst wurde. Zwar steht die genaue medizinische Diagnose sowie die Auswertung der MRT-Aufnahmen noch aus, doch erste Röntgenbilder lassen auf einen mehrwöchigen Ausfall und damit ein vorzeitiges Saisonende schließen. Da der Verein auf eine externe Verpflichtung eines Goalie verzichtet, steht fest, dass Lars Reinhardt aus der zweiten in die erste Mannschaft hochgezogen wird und mit Josef Pour das Torhüter-Duo in den nächsten Wochen bilden wird. „Mit Josef Pour haben wir einen sehr guten sowie äußerst erfahrenen Oberliga-Schlussmann und Lars Reinhardt hat bereits im letzten Spiel gezeigt, dass wir uns auf ihn verlassen können, deshalb bestand auf dieser Position trotz des bitteren Ausfallas von Jan Misar kein weiterer Handlungsbedarf“, begründet Einheit-Trainer Jan Richter. Trotz der personell angespannten Situation, da unter der Woche auch die beiden Linkshänder Jannis Roth (coronabedingt) auf Rechtsaußen und Matyas Mandaus (Angina) im rechten Rückraum nicht voll trainieren konnten, streben die Rot-Weißen den ersten Heimsieg der Saison an. „Wir möchten endlich auch mal dem heimischem Publikum zeigen, was wir können“, so der Übungsleiter: „Dass wir vor unseren Fans spielen können, soll diesmal endlich zu unserem Vorteil werden und wir freuen uns riesig, endlich wieder vor heimischem Publikum auf Punktejagd gehen können“. Damit das gelingt, wird es wieder auf eine absolut couragierte und stabile Abwehrleistung ankommen, die Ballgewinne erzwingt, die dann in Tore umgewandelt werden können. „Wir müssen unsere Überzahlsituationen klar besser ausspielen und die Fehlerquote sowohl bei den Abschlüssen als auch im Passspiel gering halten, vor allem aber muss die Wurfquote wieder besser werden“, fordert Richter: „Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, wir müssen die schwierigen Situationen besser ausspielen und die Entscheidungen besser treffen, denn dann können wir auch erfolgreich sein“. Die 51 Minuten am vergangenen Samstagabend gegen die SG Pirna/Heidenau hätten gezeigt, dass die Spitzenstädter wieder Wettkampf-Niveau erreicht haben und „deshalb mache ich mir da auch überhaupt keine Sorgen, dass wir mit den anderen Aufgeboten mithalten können“, schätzt der Einheit-Trainer ein. Vor allem die Abwehrarbeit und die Einsatzbereitschaft waren auf jeden Fall positiv, da man gesehen hat, „dass wir auch gegen die aktuell viertplatzierten Eisenbahner über 51 Minuten nur wenige Gegentore zugelassen haben“, sagt Jan Richter: „Auch im Angriff hatten wir gute Spielzüge aufs Parkett gelegt, auch wenn noch ein bisschen Sand im Getriebe war, doch daran konnten wir unter der Woche in den Übungseinheiten arbeiten und wollen es dann am Samstag noch besser machen“. Jeder Sieg sei wichtig und „mit Freiberg kommt eine Mannschaft zu uns, die wir schlagen können, also ist ein doppelter Punktgewinn umso wichtiger“, weiß der Übungsleiter: „Natürlich haben wir Druck, wir wollen in die Aufstiegsrunde und dafür werden wir drei Siege einfahren müssen“. Doch die HSG Freiberg kommt mit Rückenwind ins Vogtland: Zwar war ihr 20:18-Heimsieg am vergangenen Sonntag gegen den HSV Apolda ein hart erkämpfter Erfolg, doch mit nun 10:10 Zählern und Platz acht stehen sie nun einen Punkt sowie Rang vor den Füchsen. „Dennoch zeigt das Ergebnis, dass sich die Dachse schwer in der Offensive getan haben und deshalb hoffe ich, dass wir nun den Bock zu Hause mit unseren Fans umstoßen können“, ist der Einheit-Trainer optimistisch. Dass die Universitätsstädter in der letzten Partie vier von fünf Siebenmetern nicht in den Maschen unterbringen konnten, sage laut Richter nichts fürs Duell am Samstag aus, zumal der letzte verwandelte Strafwurf Sekunden vor dem Abpfiff den Endstand markierte. Dennoch wollen die Rot-Weißen die Unsicherheiten im Agieren der Freiberger nutzen, die zwar ihre Tore auf viele Akteure verteilen, doch mit Nico Werner haben sie einen Spieler in ihren Reihen, der nach zehn Begegnungen schon 64 Treffer erzielt hat und damit auf Platz sechs der besten Werfer in der Mitteldeutschen Oberliga steht. „Deshalb müssen wir es schaffen, dass er gegen uns nicht so oft einnetzt“, fordert der Übungsleiter. Die Bergstädter sind mit großen Zielen in die Spielzeit gegangen und haben vor der Saison den Aufstieg in die dritte Liga ausgegeben, konnten diesen Leistungsanspruch aber noch nicht aufs Parkett bringen. „Doch das hat nichts zu sagen, deshalb sind wir natürlich gewarnt, denn die Auswahl hat viel Qualität und man muss hart sowie konzentriert arbeiten, um sie zu besiegen“, erklärt Jan Richter. So hat neben dem Rückraumspieler Werner vor allem Torhüter Daniel Rangl große Qualitäten, der allein in der letzten Begegnung 20 Paraden hatte und so seine Mannschaft immer wieder im Spiel hielt. Der 33-jährige Tscheche wurde extra für den Kampf um die Aufstiegsrunde verpflichtet, hat zehn Jahre zwischen den Pfosten des Extraligisten Dual Prag gestanden und wurde mit der Auswahl zweimal tschechischer Meister. „Man muss es ganz klar sagen: Ein Torhüter kann auf jeden Fall ein Aufeinandertreffen entscheiden, aber wenn wir als Kollektiv besser sind, dann können wir das auch ausgleichen“, hofft Richter - auch auf volle Ränge am Samstagnachmittag in der Einheit-Arena: „Fans sind extrem wichtig, die die Partie erst zu einem richtigen Handballspiel machen und mit einer stimmungsvollen Kulisse kann die Mannschaft noch einmal ein paar Prozent mehr auf dem Parkett geben, die uns dann hoffentlich zum Sieg verhelfen werden“. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit strebt trotz Ausfällen ersten Heimsieg an
Foto: Einheit strebt trotz Ausfällen ersten Heimsieg an

Einheit verliert nicht nur Spiel, sondern auch Spieler

(06.03.2022)

Die Handballer des HC Einheit Plauen mussten am Samstagabend beim Saison-Wiederbeginn der Mitteldeutschen Oberliga eine bittere und am Ende viel zu hoch ausgefallene 21:31-Niederlage bei der SG Pirna/Heidenau hinnehmen. Wieso ein Spieler aus der Bezirksklasse sein Debüt in der vierten Liga feierte.

Als Maximilian Krüger in der 51. Minute seinen Siebenmeter zum 21:23 verwandelte, da keimte noch einmal Hoffnung bei den mitgereisten Einheit-Fans auf: „Jetzt sind’s nur noch zwei Tore“, sagte Trommler Uwe Rietsch, der bei den Heimspielen der Rot-Weißen als Hallensprecher für ordentlich Stimmung sorgt. Doch mit der Aufholjagd, einem möglichen Punktgewinn oder sogar einem glücklichen Auswärtssieg sollte es nichts mehr werden bei den Spitzenstädtern. Dass sich die Vogtländer spielstandtechnisch überhaupt noch in dieser aussichtsreichen Position lagen, grenzte fast schon an ein kleines Wunder. Denn die Vorzeichen für die Partie standen bei den Füchsen alles andere als positiv: Da Stammtorwart Josef Pour coronabedingt nicht einsatzfähig war, reiste man mit Jan Misar mit nur einem Oberliga-Schlussmann an. Auch die beiden Linkshänder Jannis Roth auf Rechtsaußen (ebenfalls coronabedingt) und Matyas Mandaus (Angina) im rechten Rückraum fehlten, dazu war Kreisläufer Karel Kveton nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung nur bedingt spielfähig. Trotz dieser zahlreichen Rückschläge und einem Gegner, der mit 16 (!) Akteuren auf der Bank ins Aufeinandertreffen ging, führten die Gäste nach gut sechs Minuten mit 4:2. Doch in den nächsten sieben Zeigerumdrehungen wendete sich abrupt das Spielgeschehen auf dem Parkett, die Hausherren glichen nicht nur zum 4:4 aus, sondern gingen auch noch mit 4:6 in Führung. „Im Nachgang betrachtet haben wir es nicht mehr geschafft, diesen Rückstand wieder aufzuholen“, analysiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir haben eigentlich nur kleine Fehler gemacht, die die Pirnaer aber eiskalt ausgenutzt haben“. Erneut nur zwei Minuten später gelang es Einheit, den umjubelten 7:7-Ausgleich zu erzielen. In einem in dieser Phase sehr schnellem sowie torreichem Aufeinandertreffen waren es die Eisenbahner, die das Wurfglück auf ihrer Seite hatten und sich so erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung bis zur 23. Minute erarbeiten konnten. „Wir konnten das Tempo mitgehen, waren damit ja auch nicht umerfolgreich, mussten dann aber hintenraus aufgrund der wenigen Spieler und nur zwei Wechselmöglichkeiten Tribut zollen“, so der Übungsleiter. Nur drei Zeigerumdrehungen später sollte es noch bitterer und fast schon aussichtslos für die Plauener werden: Beim Versuch, den Pirnaer Strafwurf zu parieren, verletzte sich Jan Misar am Knie so schwer, dass er nicht mehr weiter spielen konnte - die medizinische Diagnose steht noch aus. Dann trat das ein, womit vor Anpfiff niemand gerechnet hatte: Lars Reinhardt, Schlussmann der zweiten Mannschaft, die in der zweit niedrigsten Handballliga in der Bezirksklasse auf Punktejagd geht, muss für die nächsten 34 Minuten in der vierten Liga zwischen den Pfosten stehen. „Er hat meine Erwartungen komplett erfüllt, an ihm lag es nicht, dass wir die Heimreise ohne Punkte antreten mussten und wir können froh sein, dass wir auf so einen Torwart aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen konnten“, lobt Richter. „Ich habe mich wieder wie zwölf gefühlt, als ich auf einmal aufs Feld musste“, sagte Lars Reinhardt: „In den ersten Minuten hatte ich so weiche Beine gehabt, weil ich extrem aufgeregt war, als hätte ich noch nie ein Handballspiel gehabt“. Auch wenn sich der 23-Jährige gleich mit einer Parade auszeichnen konnte, so gingen die Rot-Weißen mit einem 11:14-Rückstand in die Halbzeitpause. „Die Atmosphäre, die Lautstärke, die Stimmung, alles war genau so, wie ich’s mir immer vorgestellt und erträumt habe“, freut sich der Plauener: „Es war einfach nur geil“. Nach dem Seitenwechsel ging’s dann gleich turbulent weiter, als Dominik Pecek von Pirnas treffsicherstem Werfer Strahinja Vucetic in einem Konter im Sprung geschubst wurde und mit der roten Karte des Parketts verwiesen wurde. Der dadurch an der Schulter verletzte Kroate musste auf der Bank behandelt werden, für ihn sprang nicht nur Eigengewächs Marcel Gemeinhardt in die Presche, sondern der Rechtshänder erzielte auch noch auf Rechtsaußen das 14:16 in der 37. Minute. „Wir hatten oft das Momentum und konnten aber den Bock nicht umstoßen, vor allem unsere Überzahlsituationen nicht nutzen, in denen wir zu viele Fehler gemacht haben“, erklärt der Einheit-Trainer. So konnten sich die Eisenbahner in der Folge beim 19:15 in der 40. Minute wieder mit vier Toren absetzen, doch die Füchse stellten beim 18:20 in der Mitte des zweiten Durchgangs den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Keine drei Zeigerumdrehungen später lag erneut Dominik Pecek am Boden, als der 31-Jährige erneut in einem Tempogegenstoß vom ehemaligen Einheit-Spieler Alvaro Rajic im Sprung gefoult wurde, weshalb der Pirnaer ebenfalls disqualifiziert wurde. „In den wichtigen Phasen haben wir nicht gut genug getroffen, mit der Abwehrleistung bin ich bis auf die Schlussphase zufrieden“, resümiert Jan Richter. Und so spielte für das Ergebnis der Partie auch keine Rolle mehr, dass gut vier Minuten später für Torsten Schneider, den zweitbeste Werfer der Hausherren, nach seiner dritten Zwei-Minuten-Zeitstrafe auch vorzeitig die Begegnung beim Stand von 21:25 beendet war. „Wir waren 51 Minuten auf Augenhöhe, dann sind wir volles Risiko gegangen und haben alles verloren“, lautet das Fazit vom Übungsleiter: „In der Schlussphase haben wir einfach den Kopf verloren, die Spieler waren richtig kaputt und natürlich war dann die fehlende Bank dafür ein entscheidender Faktor“. Für die letzten vier Minuten, in denen den Hausherren ein 5:0-Lauf gelang, könne sich Jan Richter nur bei den Zuschauern entschuldigen. „Das war dann nur noch Harakiri“, weiß der Einheit-Trainer, der dennoch viel Positives aus dem Aufeinandertreffen mitnimmt: „Obwohl Pirna wieder einen vollen Kader zur Verfügung und keinen Ausfall zu ersetzen hatte, waren wir über 51 Minuten absolut auf Augenhöhe“. Es sei ein Lernprozess, aber mit schon drei angereisten angeschlagenen Spielern sowie noch zwei weiteren verletzten Akteuren in einer sehr hart umkämpften Partie „bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagt Richter, bei der auch etwas Unglück mit dabei war, als Abpraller die Abwehrspieler nicht zu fangen bekamen und wieder bei den Pirnaern landeten. „Unter den gegebenen Umständen eine ordentliche Leistung, wenn man die letzten Minuten ausklammert, als die Begegnung bereits entschieden war“, so Jan Richter abschließend: „Wir hatten über weite Strecken der Begegnung den starken Pirnaer Rückraum gut unter Kontrolle, aber eben nicht lange und gut genug“. Bis zum kommenden Samstag, wenn der HC Einheit Plauen vor heimischem Publikum ab 16 Uhr die HSG Freiberg in der Einheit-Arena empfängt, haben die Rot-Weißen laut Richter noch Zeit, die hochintensive Partie zu verarbeiten sowie an einigen Stellschrauben unter der Woche in den Übungseinheiten zu drehen, „um dann im Heimspiel wieder angreifen und zwei Punkte mit unseren zahlreichen Fans bejubeln zu können“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Reinhardt, Misar - Kveton, Model (1), Gemeinhardt (1), Krüger (5/3), Fort (1), Kacin (7), Zbiral (3), Pecek (2), Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

SG Pirna/Heidenau: Möbius (1), Böhm, Vucetic (4/1), Bergmann (1), Radny, Eckart (6), Rajic (2), Ultsch, Brucker (2), Schneider (4/1), Ihl, Kusal (5), Heinold (1), Fasold (1), Vogt, Kleinert (4); Trainer Dusan Milicevic, Co-Trainer Jochen Müller, Mannschaftsverantwortlicher Miran Valincic, Physio Michael Roschig

 

Verwarnungen: 1 für HC Einheit Plauen, 2 für SG Pirna/Heidenau

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 8 für SG Pirna/Heidenau

Disqualifikationen: 3 für SG Pirna/Heidenau

Foto zur Meldung: Einheit verliert nicht nur Spiel, sondern auch Spieler
Foto: Einheit verliert nicht nur Spiel, sondern auch Spieler

Einheit reist mit viel Ungewissheit nach Pirna

(03.03.2022)

Exakt 15 Wochen nach dem letzten Punktspiel bestreiten die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstag bei der SG Pirna/Heidenau ihr nächstes Auswärtsspiel in der Mitteldeutschen Oberliga. Die Generalprobe am Dienstagabend vor dem Wiederbeginn nach der coronabedingten Saisonunterbrechung bei Ligakonkurrent HC Glauchau/Meerane lief für Trainer Jan Richter zufriedenstellend und konnte am Ende knapp mit 26:25 gewonnen werden. „Wir haben einiges ausprobieren können und einige gute Aktionen über unsere Außenspieler gehabt“, resümiert der Übungsleiter, der allerdings auch noch einige Baustellen einräumte, „an denen wir noch arbeiten müssen“. Zwar legten die Rot-Weißen eine „gute Kollektiv- und Abwehrleistung“ aufs Parkett, doch in einigen Aktionen zeigte sich, dass noch nicht wieder alle Abläufe bei den Akteuren stimmten. „Man merkt einfach, dass wir nicht die ganze Zeit mit dem gesamten Kader trainieren konnten und so immer wieder neue Leute bringen mussten, was zu einigen Abstimmungsfehlern führte“, erklärt Jan Richter. Die Kleinigkeiten, die sich aufgrund der langen Pause eingeschlichen haben, müssen jetzt in den Partien herausgearbeitet werden, so der Einheit-Trainer: „Spiele kann man mit nichts ersetzen“. Dennoch setzte sich auch gegen den aktuell elften in der Mitteldeutschen Oberliga der positive Trend in den Testspielen fort, so konnten auch die Begegnungen gegen den in der Sachsenliga auf Torejagd gehenden ZHC Grubenlampe und den Thüringenligisten HSV Ronneburg siegreich beendet werden.

Auch wenn die Spitzenstädter noch einige Defizite aufgrund der schwierigen Situation haben, dass verletzungs- sowie coronabedingte Ausfälle die Mannschaft immer wieder zurück geworfen hatten, so stimmte das Engagement der Aktiven. „Die Einstellung und Moral der Jungs war wirklich gut“, freut sich Richter: „Wir mussten uns ja einerseits athletisch wieder auf den Wiederbeginn der Saison sowie die einhergehende Spielbelastung vorbereiten und andererseits mussten wir logischerweise auch im spielerischen arbeiten“. Dabei galt es die Balance zu finden zwischen dem Wiederherstellen der Grundfitness, dem erneuten Erlangen des sicheren Zusammenspiels sowie der gemeinsamen Arbeit gegen den Ball und der Absprache in der Abwehr. „Ob es funktioniert hat, werden wir erst am Samstag erfahren“, weiß der Übungsleiter: „Dennoch spürt man förmlich, dass die Jungs wieder richtig Bock auf Handball haben“. Die Vorbereitungszeit sei lang genug gewesen und irgendwann müsse man ja wieder anfangen, schätzt Jan Richter ein: „Die Zeit, die uns vom Verband gegeben wurde, war wirklich gut geplant und hat ausgereicht, dass man die Auswahl guten Gewissens ins Aufeinandertreffen schicken kann, ohne das die Verletzungsgefahr exponentiell gestiegen ist, was gewesen wäre, wenn wir einen Monat eher angefangen hätten“.

Mit 9:9 Punkten ist die bisherige Saisonbilanz ausgeglichen, allerdings wisse kein Aufgebot, wo es nach der langen Pause von fast vier Monaten leistungsmäßig stehe, sagt der Einheit-Trainer: Auch, ob die sächsischen Mannschaften überhaupt konkurrenzfähig sind oder durch die Pause einen Wettbewerbsnachteil haben. „Unser Minimalziel ist, auch in der nächsten Spielzeit in der Mitteldeutschen Oberliga auf Torejagd zu gehen und wenn es gut läuft, ist auch nach oben noch einiges möglich“, setzt Jan Richter die Ziele hoch. Eine erste Möglichkeit besteht dazu am Samstag, wenn es zum nächsten Sachsen-Duell zur SG Pirna/Heidenau geht. An diesen Gegner dürften die Vogtländer gute Erinnerungen haben, schließlich konnten sie schon einmal in einer ähnlichen Situation einen erfreulichen Schritt zurück in eine stimmungsvolle Handball-Welt machen, als die Eisenbahner zur Generalprobe der aktuellen Saison in der Einheit-Arena zu erleben waren. Der ambitionierten Truppe konnten die Hausherren damals nicht nur auf Augenhöhe begegnen, sondern auch einen deutlichen 27:19-Testspielsieg einfahren. Zwar gingen die letzten drei Liga-Begegnungen vor der coronabedingten Zwangspause für die SG Pirna/Heidenau verloren, doch davor überzeugten die Eisenbahner mit fünf Siegen bei nur einem Unentschieden mit starken Leistungen. „Prima ist eine abgezockte Truppe, die sehr viel Erfahrung noch aus ihrer Drittligazeit hat“, weiß der Übungsleiter: „Sie spielen einen sehr taktisch geprägten Handball, können schnell umschalten und haben wirklich eine richtig gute Mannschaft“. Mit lediglich 215 Gegentoren in neun Aufeinandertreffen stellen die Eisenbahner die zweitbeste Defensive der Liga, was vor allem dadurch bedingt wird, „dass die Abwehrspieler schon seit vielen Jahren zusammen aktiv sind, ein blindes Verständnis haben und schon in der dritten Liga gemeinsam gespielt haben“, erzählt Richter: „Daraus entwickeln sie ihr gutes Umschaltspiel und haben so schon viele Partien gewonnen“. So heißt die Marschroute für die Rot-Weißen, ihr Spiel breit anzulegen, die Eins-gegen-eins-Situationen zu gewinnen und die Chancen durch eine hohe Wurfquote zu nutzen. Das solle vor allem dann gelingen, „wenn wir mit viel Bewegung in der breite angreifen, um Lücken zu reißen und die Schnittstellen treffen“, verrät der Einheit-Trainer: „Wenn jeder seine Aktionen sehr gut macht, dann schaffen wir es, jede Verteidigung auseinander zu nehmen; aber wenn wir es nur halb gut machen, dann schaffen wir es nicht“. Auch werde es darauf ankommen, das gute Pirnaer Umschaltspiel mit einem schnellen Rückzugsverhalten zu unterbinden, denn die Treffer verteilen sich auf nur wenige Akteure. „Diese Spieler müssen wir unter Kontrolle bringen, was wahnsinnig schwer werden wird, da es die Drittliga erfahrenen Akteure sind“, berichtet Jan Richter: „Dennoch wollen wir sie ständig unter Druck setzen und sie so vor Probleme stellen, damit sie Fehler machen und wir dann aus unserer zweiten Welle schnell eigene Tore erzielen“. Positiv: Ab Freitag gilt die neue Corona-Notfallverordnung in Sachsen, die wieder Fans unter 3G-Regelung (geimpft, genesen oder getestet) zulässt und so können die rot-weißen Anhänger die Füchse am Samstag, um 19.30 Uhr in der Sporthalle Pirna Sonnenstein lautstark unterstützen - der Bus fährt 15 Uhr an der Einheit-Arena sowie 15.15 Uhr am Sportplatz am Lindentempel los. (flow)

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Foto: Einheit reist mit viel Ungewissheit nach Pirna

+++ Vertragsverlängerung - Teil 1 +++

(24.02.2022)

Die alte Saison ist noch lang nicht abgehakt, aber hinter den Kulissen planen wir bereits für die kommende Spielzeit. Wir freuen uns sehr, dass Mittelmann David Zbiral weiterhin das rot-weiße Trikot tragen wird und den Spitzenstädtern bis 2024 erhalten bleibt. „David ist einer der Leistungsträger im Team und hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Baustein in der Mannschaft entwickelt. Wir sind bereits frühzeitig mit ihm in Gespräch gegangen und freuen uns, dass er sich bei uns sehr wohl fühlt und weitere zwei Jahre bei der Einheit spielt“, erklärt Vorstand Sabrina Lukas. Der gebürtige Tscheche lebt und arbeitet bereits seit mehreren Jahren in der Spitzenstadt und spielt bereits seit 2016 für den HC Einheit Plauen. (slu)
 

Foto zur Meldung: +++ Vertragsverlängerung - Teil 1 +++
Foto: +++ Vertragsverlängerung - Teil 1 +++

Einheit ist voller Vorfreude auf neue Herausforderung

(20.01.2022)

Aufatmen bei den Handballern des HC Einheit Plauen: Nachdem der Freistaat Sachsen die strikten sowie bundesweit strengsten Corona-Beschränkungen zum vergangenen Freitag gelockert hat, hat auch der Mitteldeutsche Handballverband den Sportlern wieder eine Perspektive gegeben. „Ich freue mich, dass wir wieder trainieren und bald vor allem wieder spielen dürfen“, zeigt sich Einheit-Trainer Jan Richter glücklich über die Lockerungen. „Man braucht immer eine Perspektive, endlich haben wir sie - zwar unter wirklich strengen Auflagen, aber das ist kein Problem. Für die Auswahl war das absolut wichtig, denn eine Mannschaft, die nicht zusammen ist, nicht zusammen trainiert, das passt einfach nicht“. Zuvor hatten die 15 Vereine aus der Mitteldeutschen Oberliga bei einer gemeinsamen Videokonferenz debattiert, wann der Punktspielbetrieb in der vierten Liga wiederaufgenommen werden kann und in welchem Modus die Saison zu Ende gespielt werden soll. Für die Fortsetzung hatte der Verband zwei Möglichkeiten vorgestellt: Die erste Variante sah den Start am ersten Februar-Wochenende vor und hätte bedeutet, dass die Saison ganz normal mit Hin- sowie Rückrunde zu Ende gespielt wird. Allerdings hätte dies zur Folge, dass es zwei Doppelspieltage geben würde, also zwei Mal an einem Samstag und Sonntag gespielt werden müsste, wogegen sich alle 15 Vereinsvertreter einstimmig entschieden. „Wir als Mannschaft hätten auch die Doppelspieltage akzeptiert, aber so ist es natürlich Spielerfreundlicher“, weiß der Übungsleiter. „Im Nachhinein verstehe ich auch, dass man sich für den späteren Wiederbeginn entschieden hat, weil es ja auch um die Belastung geht und wir ja alle noch arbeiten gehen. Dann sind zwei Partien an einem Wochenende unglaublich anspruchsvoll und so ist das ein guter Kompromiss“. Die zweite Option, die schließlich einstimmig beschlossen wurde, gibt vor allem den sächsischen Vereinen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs bis zum ersten März-Wochenende mehr Zeit. Dann werden jedoch nur noch die fehlenden Begegnungen der Hinrunde bis zum 9. April ausgetragen und danach geht es für die Aufgebote bis zum 19. Juni in zwei getrennten Gruppen um die Meisterschaft oder den Klassenverbleib. So werden die ersten acht Riegen in einer Aufstiegsrunde den Aufsteiger in die dritte Liga ausspielen und die Auswahlen ab Platz neun in einer Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen. Fest steht bereits, dass es vier Absteiger geben wird und die Punkte aus den Aufeinandertreffen mitgenommen werden, gegen die die Auswahl dann in der Aufstiegs- beziehungsweise Abstiegsrunde wieder spielen wird. Dass damit ein harter Kampf um die ersten achten Plätze garantiert ist, weiß auch Jan Richter: „Der Druck für die Mannschaft ist natürlich groß, dennoch wollen wir den achten Tabellenplatz, den wir aktuell inne haben, festigen. Das ist unser Ziel“. Ob sich dieser Druck möglicherweise auch als Vorteil erweist, weil die Auswahl weiß, dass sie nach den fünf Partien bereits das Saisonziel erreicht hat und nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat oder ob es ein Nachteil sein wird, weil sie wie gelähmt wirkt, werde man erst im ersten Spiel sehen, schätzt der Einheit-Trainer ein. „Das wird vielleicht auch etwas von der Spielsituation oder dem Momentum abhängig sein, auf jeden Fall haben wir schon solche Entscheidungsspiele wie das Relegationsduell gegen den HC Glauchau/Meerane gewonnen.“ Vor allem aber sei dieses Zwischenziel, „dass wir uns dann für die Aufstiegsrunde qualifizieren können, wunderbar und sehr motivierend“, glaubt Richter. „Besonders dann, wenn im Training die Beine etwas schwerer werden, weil sich dann jeder Spieler bewusst ist, dass es im Optimalfall nur noch auf diese fünf Spiele ankommen wird. Und sollten wir unter die ersten Acht kommen, dann wollen wir uns auch da sehr gut präsentieren, denn wir wollen so erfolgreich wie möglich die Saison abschließen“. Dafür bereiten sich seit Freitag auch die Rot-Weißen wieder auf den erneuten Saisonbeginn während der Spielzeit vor und so durften sie erstmals nach genau acht Wochen wieder in der Einheit-Arena trainieren. „Natürlich hat jeder Spieler bei der körperlichen Verfassung abgebaut, aber wir haben Potenzial und das müssen wir ausschöpfen“, urteilt der Übungsleiter. „Dennoch ist es für diese Zeit typisch, denn auch in normalen Spielzeiten gibt es eine Weihnachtspause und danach gibt es normalerweise keine so lange Vorbereitungszeit. Allerdings brauchen wir auf jeden Fall den gesamten Kader, da es nicht mehr möglich ist, nur noch mit sechs Spielern durchzuspielen.“ So bleibt den Spitzenstädtern noch eine Vorbereitungszeit von sechs Wochen bis zum Neustart: „Wir werden in der ersten Phase den Schwerpunkt auf die Athletik legen, in der zweiten auf die spielerische Vorbereitung und in der dritten dann auf den kommenden Gegner SG Pirna/Heidenau sowie auf Spielsituationen“, verrät Jan Richter. Doch diese sechs Wochen sind auch erforderlich, damit die Vereine aus allen drei Bundesländern unter annähernd vergleichbaren Bedingungen in den Wettkampfbetrieb zurückkehren können. „Der Zeitraum ist für alle gleich und ich verstehe natürlich auch die anderen Mannschaften, die über die acht Wochen ohne richtiges Ziel, weil sie ja nicht spielen konnten, nahezu durchtrainiert haben“, bezeichnet der Einheit-Trainer die Lösung als einen fairen Kompromiss. Denn aufgrund der Corona-Regeln konnte in Sachsen seit Ende November kein Mannschaftstraining absolviert werden und so unterbrach der Verband die aktuelle Spielzeit am 21. November 2021. Mit drei Übungseinheiten in der Woche wollen die Vogtländer nun die Aufholjagd beginnen und den Rückstand auf die Konkurrenz aus Thüringen sowie Sachsen-Anhalt so weit wie möglich verringern, so Richter: „Wie groß der Vorteil dann wirklich ist, das werden wir sehen“. In den vergangenen zwei Monaten haben sich die Plauener mit regelmäßigen Lauf- sowie Krafteinheiten fit gehalten und so brauchen die Spieler erst einmal zwei bis drei Wochen, um überhaupt wieder generell in die Belastung reinzukommen, damit es keine Verletzungen gibt, erklärt der Übungsleiter. Die Füchse rangieren aktuell mit 9:9 Punkten auf dem achten Tabellenplatz und haben neun von 14 Hinrunden-Aufeinandertreffen ausgetragen. Es stehen noch die Heimspiele gegen die HSG Freiberg (12. März) und den HSV Apolda 1990 (9. April) sowie die Auswärtspartien bei der SG Pirna/Heidenau (5. März), dem HC Aschersleben (19. März) und dem USV Halle (3. April) aus. Dass die Vogtländer noch drei Mal auf fremden Parkett gefordert sind, sei laut Jan Richter „gut“, denn bekanntlich haben die Spitzenstädter acht von neun Punkten in der Ferne geholt. Positiv ist auch, dass dem Trainer alle 13 Mann im Kader zur Verfügung stehen, da sie vollständig immunisiert sind und somit der 2G-Plus-Regel entsprechen. Mit einer Impfquote von 100 Prozent liegt der HC Einheit Plauen damit über den Durchschnitt der Mitteldeutschen Oberliga, denn dort hatte eine Umfrage ergeben, dass etwa 80 Prozent der Aktiven geimpft sind. Einziger möglicher Wermutstropfen: Die sächsische Corona-Notfallverordnung sieht vor, dass sobald die Überlastungsstufe in den Krankenhäusern erreicht ist, also die Belegung durch Covid-19-Patienten auf der Normalstation 1300 Betten und/oder auf der Intensivstation mit 420 Betten überschreitet, wieder die Sporthallen geschlossen werden müssen, was zur Folge eine erneute Trainings- sowie Spielbetriebsunterbrechung hätte. Der Mitteldeutsche Handballverband hat für die gesamten restlichen Spiele der Hinrunde und der Aufstiegs- beziehungsweise Abstiegsrunde zwei Alternativtermine für ausgefallene Parteien eingeplant, falls sich Spieler in häusliche Isolation begeben müssen. Allerdings: Sobald ein Großteil oder gar eine ganze Mannschaft aufgrund von Coronafällen in Quarantäne müsste, könnte sie sich frühestens nach sieben Tagen Freitesten. Das würde eine mögliche Verschiebung von nur einer Begegnung mehr als fragwürdig machen, da dann kaum eine gemeinsame Vorbereitung des gesamten Aufgebots möglich sei, gibt Einheit-Vorstand Sabrina Lukas zu bedenken: „So sieht zwar der Plan aus, aber da müssen wir erst einmal abwarten, wie das in der Realität wirklich wird“. Obwohl es wieder eine Saison ist, die man mit dieser Entscheidung erneut nicht komplett normal durchspielt, trübt das die Stimmung nicht, berichtet Einheit-Trainer Jan Richter: „Ich bin wirklich guter Dinge und voller Vorfreude, dass wir dann die Spielzeit auch erfolgreich beenden können“. (flow)

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Foto: Einheit ist voller Vorfreude auf neue Herausforderung

+++ Mitteldeutscher Handball-Verband unterbricht Saison +++

(27.11.2021)

Das Präsidium des Mitteldeutschen Handball-Verbandes (MHV) hat in einer Videokonferenz am 25. November 2021 beschlossen, den Spielbetrieb in den Mitteldeutschen Oberligen der Frauen und Männer bis einschließlich 9. Januar 2022 zu unterbrechen. Zuvor hatte der Leiter der Spieltechnik, Ralf Seidler, in Konferenzen mit den Vereinen das Für und Wider einer Unterbrechung besprochen und das Votum eingeholt. Bei den Frauen waren in der laufenden Saison zwischen drei und sechs Begegnungen pro Mannschaft absolviert, bei den Männern bereits neun beziehungsweise zehn Spiele.

Maßgeblich für die Entscheidung, die von den Präsidenten der Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen einstimmig getroffen wurde, war der Schutz der Gesundheit und Unversehrtheit der am Spiel- und Wettkampfbetrieb Beteiligten. Dazu zählen neben Spielerinnen und Spieler auch Trainer, Schiedsrichter sowie Zeitnehmer und Sekretäre.

Der Spielbetrieb der Oberliga soll wieder aufgenommen werden, wenn ein geregelter Trainings- und Wettkampfbetrieb in allen mitteldeutschen Bundesländern wieder möglich ist. In der ersten Januarwoche 2022 wird das MHV-Präsidium die Situation neu bewerten. Ziel ist es, sportliche Entscheidungen zu Auf- und Abstieg und zu den Platzierungen treffen zu können. Die Präsidenten der drei Landesverbände würdigten die großen logistischen und finanziellen Anstrengungen aller Vereine der Mitteldeutschen Oberliga, um unter 2G- beziehungsweise 3G-Bedingungen trainieren zu können. Sie beschlossen daher ebenfalls, Vereine, die unter den geltenden Landesverordnungen Freundschaftsspiele durchführen können, zu unterstützen.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts (V.i.S.d.P.):

Mitteldeutscher Handball-Verband (MHV), Stefan Scholz

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Foto: +++ Mitteldeutscher Handball-Verband unterbricht Saison +++

Wie geht es weiter beim HC Einheit Plauen?

(25.11.2021)

Eigentlich würde am Samstagabend für die Handballer des HC Einheit Plauen das nächste Auswärtsspiel auf dem Plan in der Mitteldeutschen Oberliga stehen. Doch da die Spitzenstädter bei der SG Pirna/Heidenau zu Gast wären und es sich damit um eine sächsische Mannschaft handelt, dürfen auch die Eisenbahner die Füchse nicht zum Aufeinandertreffen empfangen. Der Grund ist die neue Coronaschutzverordnung, die seit Montag bis zum 12. Dezember 2021 gilt und weder Trainingseinheiten noch Spiele im Amateursport im Freistaat zulässt. Da in der Mitteldeutschen Oberliga insgesamt sieben der 15 Aufgebote aus Sachsen kommen, entschied sich der Mitteldeutsche Handball-Verband (MHV) am kommenden Wochenende keine Partien auszutragen. Die Vereine hätten sich auf einer Videokonferenz am Dienstag einstimmig dafür ausgesprochen, den Spielbetrieb am kommenden Spieltag, dem 27. und 28. November 2021, auszusetzen, verkündet der MHV in einer Mitteilung. Fest steht also, dass alle Spiele dieses Spieltages durch die Spielleitende Stelle abgesetzt werden, doch wie und ob es überhaupt weitergeht, ist damit immer noch ungewiss. Zwar habe sich die Liga und die AG Spieltechnik auf eine Empfehlung zur Weiterführung des Spielbetriebes der Saison 2021/22 verständigt, heißt es weiter. Allerdings müsse dieser Vorschlag dem Vorstand des MHV bei dessen Videokonferenz am morgigen Freitag erst zur Diskussion und zum Beschluss vorgelegt werden, so die AG Spieltechnik des MHV. Weitere Informationen und damit, so hoffen es die Verantwortlichen der Rot-Weißen, endgültige Gewissheit würden nach der Videokonferenz des Vorstandes des MHV am Freitagabend erfolgen. Dabei kam die Unterbrechung der Saison für die Füchse zur Unzeit, die sich in dieser Spielzeit vor allem auf fremden Parkett äußerst stark präsentieren und so auch den besten Start seit sechs Jahren in eine Runde feiern konnten. Zwar sollte es in den ersten drei Begegnungen vor heimischem Publikum noch nicht mit einem Sieg in der Einheit-Arena klappen, dennoch war auch in diesen Partien eine Leistungssteigerung deutlich erkennbar, die in einem Unentschieden gegen den Tabellenführer ihren Höhepunkt fand. Erst im letzten Heimspiel sollte dieser sichtbare Aufwärtstrend nach Bekanntwerden der neuen sächsischen Coronaschutzverordnung und dessen Folge, dass der Amateursport im Freistaat zum Erliegen kommt, abrupt gestoppt werden. „Wir sind alle sehr enttäuscht und traurig, dass wir nicht weiterspielen dürfen, aber haben natürlich Verständnis über die Schwierigkeit in der aktuellen Situation“, sagt Trainer Jan Richter: „Jetzt hoffen wir alle, dass der `harte und klare Wellenbrecher` das Infektionsgeschehen deutlichst verlangsamt, damit die Saison nicht zum dritten Mal in Folge abgebrochen werden muss“. (flow)

Foto zur Meldung: Wie geht es weiter beim HC Einheit Plauen?
Foto: Wie geht es weiter beim HC Einheit Plauen?

+++ Spieltag abgesetzt +++

(24.11.2021)

Aufgrund der aktuellen Schließung der Sporthallen in Sachsen hat die Mitteldeutsche Oberliga den kommenden Spieltag abgesetzt. Das bedeutet, dass unser Auswärtsspiel gegen @lokpirna nicht stattfindet. Wie es weiter geht, entscheidet der Vorstand der Mitteldeutschen Oberliga am Freitag in einer Videokonferenz.

Wir halten Euch auf dem Laufenden!

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Foto: +++ Spieltag abgesetzt +++

Einheit verliert vor Zwangspause gegen Tabellenletzten

(21.11.2021)

Enttäuschte Gesichter, hängende Köpfe und ein ratloses Trainergespann: Nach der verdienten 22:30-Niederlage gegen den Sonneberger HV herrschte bei den Handballern des HC Einheit Plauen große Ernüchterung. Wie es zu diesem „kollektivem Versagen“ der Rot-Weißen vor heimischem Publikum gegen den Tabellenletzten in der Mitteldeutschen Oberliga am Samstagnachmittag kommen konnte.

Es begann eigentlich alles so, wie es sich die Spitzenstädter in der Einheit-Arena erhofft hatten: Nach knapp zwei Minuten stand es bereits 2:0 für die Hausherren, doch dieser gute Start in die Partie konnte den Füchsen scheinbar kein Selbstvertrauen geben. So war es dann nicht verwunderlich für die 254 Zuschauer, dass die Vogtländer bereits nach fünf Minuten den 3:3-Ausgleich kassierten und weitere zwei Zeigerumdrehungen später erstmals beim Stand von 3:4 hinten lagen. Bereits nach einer Viertelstunde versuchte das Trainergespann während einer Auszeit positiv aufs Spielgeschehen der Sachsen einzuwirken, doch die erhoffte Wirkung blieb aus und so sollte der Rückstand bis zur zwanzigsten Minute noch auf zwei Tore anwachsen (5:7). Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Rot-Weißen bereits acht klare Chancen zum Einnetzen nicht nutzen können und da sie weiter fehlerhaft im Angriff agierten, sollte der Rückstand nach gut 25 Minuten bereits drei Tore betragen (7:10). Als die Füchse in den letzten Zeigerumdrehungen bis zur Halbzeitpause dank einer stabilen Abwehr keine weiteren Gegentore hinnehmen mussten und selbst zum 11:11 ausgleichen konnten, keimte Hoffnung im Einheit-Lager auf, dass der zweite Durchgang doch noch positiv bestritten sowie endlich der erste Heimsieg bejubelt werden kann. Doch mit dem Pfiff zur Pause bekamen die Thüringer noch einen Siebenmeter zugesprochen, den der 19-jährige Dino Mustafic, der nicht nur alle seiner vier Strafwürfe sicher im rot-weißen Tor unterbrachte, sondern auch sieben Treffer aus dem Spiel heraus erzielen konnte, zum 11:12 verwandelte. „Ich hatte in den ersten dreißig Minuten nie das Gefühl, dass wir das Aufeinandertreffen verlieren könnten, weil die Spielzeugstädter nicht so gut waren und wir nur an uns selbst gescheitert sind“, analysiert Einheit-Trainer Jan Richter: „Wir hatten keine großen Probleme, die gegnerischen Offensivbemühungen zu verteidigen und so war die Menge an Gegentoren auch in Ordnung“.

Was nach dem Seitenwechsel passierte, sollte dann jedoch schnell für große Ratlosigkeit beim Übungsleitergespann sorgen: Anstatt nach Wiederbeginn den Ausgleich zu erzielen, wuchs der Rückstand innerhalb von nur gut zwei Minuten auf drei Tore an und so sah sich Richter bereits nach fünf Zeigerumdrehungen beim Stand von 11:14 gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, um die Plauener zur taktischen Besprechung heranzuholen. „Wir haben zwar als Trainergespann der Mannschaft gesagt, wie sie agieren soll, aber dann hat die Auswahl wieder einen technischen Fehler gemacht“, erklärt Jan Richter: „Die Spieler befanden sich wieder in der Phase, in der keiner die Entscheidung zum Abschluss treffen wollte, in der wir werfen müssen und nicht werfen, weil wir Angst haben“. Dadurch sind viele einfache Fehler entstanden, die die Südthüringer an diesem Tag für sich zu nutzen wussten und so den Vorsprung auf fünf Tore nach 38 Minuten ausbauen konnten (12:17). Selbst bei diesem Spielstand wären die Hausherren bei normaler Form noch in der Lage gewesen, die Begegnung zu drehen, doch „nach vorne wurde es nicht besser, obwohl nur notwendig war, dass wir ein einfaches Kreuz machen und aus dem Rückraum abschließen, um zu treffen“, weiß der Übungsleiter: „Doch dann machen wir irgendwelchen Quatsch“. Als in der 43. Minute Torhüter Josef „Pepe“ Pour eine doppelte Zwei-Minuten-Strafe wegen Meckerns kassierte, sollten die Spielzeugstädter spielentscheidend mit einem 5:0-Lauf auf neun Tore davonziehen (15:24) und auch in dieser Phase konnte die Auszeit der Spitzenstädter nicht den gegnerischen Siegeszug aufhalten. „Dann steht man als Trainer da, weil man jedem gefühlt auf jeder Position spielen lassen hat und nichts funktioniert hat“, erzählt Jan Richter: „Und dann fängt man wieder von vorne an“. Doch dazu sollte es in den letzten Minuten nicht mehr kommen, weshalb die Füchse verdient sowie in der Höhe gerecht mit 22:30 gegen den Tabellenletzten Sonneberger HV verlieren und so verabschieden sie sich mit dieser deutlichen Niederlage in eine erneute coronabedingte Zwangspause.

Und so schien schon vor dem Spiel am Samstagnachmittag in der Einheit-Arena die Partie für die Rot-Weißen entschieden gewesen zu sein, denn mit dem Beschluss der neuen Sächsischen Coronaschutzverordnung war die Enttäuschung einfach zu groß. „Natürlich darf das keine Ausrede für diese Leistung, dass es in der Mannschaft einen gefühlten Bruch gegeben hat, als sie am Freitagabend nach dem Training erfahren hat, dass die Saison für sie erst einmal wieder unterbrochen wird“, ist Richter sauer: „Natürlich hat das die Auswahl kaputt gemacht und natürlich ist das ein Grund, aber keiner, der entscheidend sein darf“. Dennoch sei es für den Trainer unerklärlich, wieso alle Akteure versagt haben: „Ich kann keinen einzigen Spieler herausnehmen, der nur annähernd das aufs Parkett gebracht hat, zu was er im Stande ist“. Das einzige, was Jan Richter dazu sagen könne, sei, dass sein Aufgebot die Spielzeugstädter immer wieder mit eigenen Fehlern aufgebaut habe, die so immer besser geworden seien. „Wenn man so ein Spiel hat, dann hat der Gegner auch verdient gewonnen“, resümiert der Einheit-Coach: „Die Sonneberger haben es nicht gut gemacht, aber wir haben es noch viel schlechter gemacht“. So machen die Sachsen ausgerechnet gegen das Schlusslicht das schlechteste Spiel der bisherigen Saison, ließen mit unplatzierten Würfen den ehemaligen Coburger Bundesligatorwart Havard Martinsen wie zu dessen besten Zeiten glänzen und bekamen den Hoffnungsträger der Südthüringer Dino Mustafic nicht verteidigt, der sich nach seiner Schulterverletzung wieder in starker Form befindet. Die Plauener seien der Favorit gewesen, aber mit dieser Leistung sowie Einstellung gewinne man keine Partie und das sei das Problem, aber vor allem das Enttäuschende gewesen, so Richter: „Wenn wir so agieren, nicht auf den Punkt spielen; wenn wir nicht das machen, was uns stark macht; wenn wir nicht in die schnellen Bälle kommen; wenn wir nicht die Grundtugenden, dass jeder für jeden kämpft, sein Leistungsniveau erreicht und abruft, dann haben wir keine Chance, zu gewinnen“. Das Schlimme sei nicht, dass die Füchse verloren haben, sondern das es verdient gewesen sei, meint der Übungsleiter: „Es war eine katastrophale Mannschaftsleistung, es war Versagen von jedem einzelnen Spieler und in der zweiten Halbzeit war es einfach nur eine Nichtleistung“. Zwar habe das Aufgebot den tollen Eindruck, den alle von der Auswahl und das gute Gefühl, das wir als Team hatten, mit diesem Spiel einfach kaputt gemacht, was sehr, sehr schade sei, aber dennoch hat Trainer Jan Richter auch versöhnliche Worte zum Abschluss: „Wir haben bisher eine sehr gute Serie gespielt, haben die Erwartungen, die ich hatte, erfüllt sowie standen in der Tabellenregion, in der ich sein wollte und damit kann man zufrieden sein“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar - Model (1), Gemeinhardt, Krüger (7), Fort, Roth, Kacin (7/2), Mandaus (1), Zbiral (1), Pecek (2), Sira (3); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Karel Kveton, Mannschaftsverantwortlicher Heiko Schuster, Physio Christian Ulbricht

 

Sonneberger HV: Ustymenko (4), Müller (3), Kumogorodskyy (5), Dietrich (1), Martinsen, Bittermann, Untu (1), Mustafic (11/4), Bulov (3), Levitskiy (2); Trainer Andriy Dzhulay, Mannschaftsverantwortlicher Konstantin Selenow

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 2 für Sonneberger HV

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 3 für Sonneberger HV

Zuschauer: 254

Foto zur Meldung: Einheit verliert vor Zwangspause gegen Tabellenletzten
Foto: Einheit verliert vor Zwangspause gegen Tabellenletzten

Einwurf: Wenn politische Entscheidungen den Amateursportler die Motivation am Handball nehmen

(21.11.2021)

Wieso sich die Handballer des HC Einheit Plauen dem Tabellenletzten Sonneberger HV in der Mitteldeutschen Oberliga mit 22:30 so deutlich vor heimischem Publikum geschlagen geben mussten und was eine Nachricht vom Freitagabend mit dem Spiel sowie dessen Ausgang am Samstagnachmittag zu tun hat, eine kommentierende Analyse von Florian Wißgott. Besonders bitter ist wohl nicht die Tatsache, dass die Rot-Weißen ein Aufeinandertreffen nach zuvor zwei ungeschlagenen Partien mal wieder mit 22:30 verlieren, besonders ärgerlich ist wohl auch nicht die Feststellung, dass die Spitzenstädter nach zuvor drei von vier möglichen Zählern keine weiteren Punkte bejubeln können sowie besonders unerquicklich ist wohl ebenso nicht die Gegebenheit, dass jede Mannschaft ein bis zwei Begegnungen pro Saison hat, in der sie überhaupt nicht in der Lage ist, ihr Leistungsvermögen aufs Parkett zu bringen, doch besonders frustrierend ist definitiv der Fakt, dass sich die Füchse in ihrem letzten Spiel vor der erneuten coronabedingten Zwangspause deutlichst geschlagen geben müssen und so nicht mehr die Möglichkeit haben, diese äußerst schwache Vorstellung vergessen zu machen. Dass die Vogtländer diese Pleite ausgerechnet gegen das Schlusslicht Sonneberger HV der Mitteldeutschen Oberliga hinnehmen müssen, ist da wahrscheinlich nur eine Randnotiz. Denn das Problem an diesem Samstagnachmittag war auf keinem Fall der Gegner, sondern nur der Kopf der Hausherren, der dafür sorgen sollte, dass Trainer Jan Richter nach der Partie von einem „kollektiven Versagen seiner Auswahl“ spricht. Der Übungsleiter liefert auch gleich noch einen treffenden Vergleich aus dem Fußball hinterher: Das Aufeinandertreffen sie ein bisschen wie das 5:0-Pokalaus des FC Bayern München bei Borussia Mönchengladbach gewesen, „in dem jeder Kicker aufs unendliche versagt hat und am Ende niemand wusste, warum“. Ja, die Akteure der Sachsen sind mental stark genug, um auch bei äußeren Widerständen wie das Kompensieren zahlreicher Ausfälle einen kühlen Kopf oder dem Glauben ans eigene Können und den Sieg bei einem Rückstand zu bewahren. Nein, die Plauener sind mental scheinbar nicht in der Lage, wenn ihnen gut 18 Stunden vor Anpfiff der Begegnung mitgeteilt werden muss, dass es das letzte Spiel erst einmal zwar für einen kurzen, bestimmten Zeitraum sein wird, aber jedem gleichzeitig unweigerlich der Gedanke durch den Kopf geht, dass diese Phase erneut beliebig verlängert werden kann, diesen extrem ernüchternden Umstand auszublenden. Wenn geglaubt, gehofft und sich an alle Auflagen gehalten wurde sowie die Voraussetzungen für die 2G-Regelung (alle Beteiligten der ersten Mannschaft sind vollständig gegen SARS-CoV-2 geimpft) zu einhundert Prozent erfüllt wurden, dann sind Tränen in den Augen der Spieler verständlich, denen ein extrem wichtiger Bestandteil ihres Lebens vorübergehend weggenommen wird. So bleibt nur die Ungewissheit, wie lange der „harte und klare Wellenbrecher“ in Sachsen dauern wird, aber eben auch die Hoffnung, dass dieser stark genug ist, um das Infektionsgeschehen so drastisch wieder einzudämmen, dass im Optimalfall gleich zu Beginn des neuen Jahres wieder die Sporthallen geöffnet werden, trainiert sowie auf Punktejagd gegangen wird.

Foto zur Meldung: Einwurf: Wenn politische Entscheidungen den Amateursportler die Motivation am Handball nehmen
Foto: Einwurf: Wenn politische Entscheidungen den Amateursportler die Motivation am Handball nehmen

Einheit möchte vor heimischem Publikum ersten Sieg bejubeln

(18.11.2021)

Der Aufwärtstrend sei ja klar zu erkennen, erklärt Trainer Jan Richter: „Nach dem ersten Spiel, in dem wir wirklich unter den Erwartungen geblieben sind, nach der zweiten Partie, in der wir ganz nah dran waren und nach dem dritten Aufeinandertreffen, in dem wir mit dem Unentschieden endlich den ersten Punkt geholt haben - dementsprechend werden wir alles versuchen, um den ersten Sieg vor heimischem Publikum feiern zu können“. Diesen wollen die Handballer des HC Einheit Plauen am kommenden Samstag bejubeln, wenn die Rot-Weißen nach dem starken 27:27-Remis gegen den Tabellenführer HBV Jena 90 zum zweiten Heimspiel in Folge erstmals auf das Schlusslicht Sonneberger HV treffen und so gastiert nach dem Ersten der Letzte der Mitteldeutschen Oberliga ab 16 Uhr in der Einheit-Arena. Auch wenn zwischen den Thüringern mit 2:14 Punkten und den Sachsen mit 9:7 Zählern scheinbar Welten im Gesamtklassement liegen, so sind die Rot-Weißen gewarnt. „Die Leistungen der einzelnen Mannschaften in der Liga sind sehr dicht beieinander und dementsprechend wäre es das Schlimmste, wenn wir einen Gegner wie Sonneberg unterschätzen würden“, weiß der Übungsleiter: „Denn die Spielzeugstädter haben viele Partien erst am Ende der Spielzeit verloren, haben gute Akteure und noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen“. So haben die Südthüringer nicht nur einen guten Rückraum von großer individueller Qualität, sondern vor allem mit der kürzlichen Neuverpflichtung des ehemaligen Coburger Bundesligatorwarts Havard Martinsen einen sehr erfahrenen Schlussmann zwischen den Pfosten. Ebenfalls aus der Europastadt stammt Sonnebergs eigentlicher Hoffnungsträger der Saison: Dino Mustafic, der sich allerdings gleich im ersten Aufeinandertreffen an der Schulter verletzte und erst vor zwei Wochen seine Rückkehr ins Aufgebot schaffte, wo der 19-Jährige gleich sechs Tore erzielte. Das Problem des letztjährigen Aufsteigers ist, dass sie zu viele einfache technische Fehler machen und gute Gelegenheiten zum erfolgreichen Einnetzen sträflich liegen lassen, womit sie den Gegner stärker machen. Dabei spielt auch eine große Rolle, dass die Sonneberger das Fehlen von wichtigen Akteuren nicht kompensieren konnten und so musste auch schon der 45-jährige Spielertrainer Manuel Müller aktiv mit auf dem Feld aushelfen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Thüringer nicht nur überraschend bei der zweiten Vertretung des EHV Aue mit 26:21 gewinnen konnten, sondern sich erst in den letzten Minuten denkbar knapp mit 27:28 gegen Jena geschlagen geben mussten, da sie nach dem 27:27-Ausgleichstreffers in mehr als fünf Zeigerumdrehungen kein Tor mehr erzielten. Zwar ist mittlerweile bei den Spielzeugstädtern die Euphorie des letztjährigen Aufstieges verflogen, dennoch haben sie sich auch nach der deutlichen 31:24-Pleite beim nun Vorletzten SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. „Wie auch schon in den letzten Begegnungen wollen wir eine starke Abwehr mit einem sehr guten Zusammenspiel mit dem Torhüter aufs Parkett bringen und die Südthüringer zu schweren Würfen zwingen, um in aussichtsreiche Kontersituationen zu kommen, denn dann können wir auch sie schlagen“, verrät Jan Richter. Im Angriff gelte es, den Ball schnell durch die eigenen Reihen zu passen und mit Geduld auf die gute Abschlussmöglichkeit zu warten, um sie dann auch zum erfolgreichen Einnetzen zu nutzen. Dabei dürfte auch eine erneut äußerst geringe Fehlerquote der Schlüssel zum doppelten Punkten sein, weshalb das Trainergespann sehr darauf achte, dass die Auswahl versuche, risikoreiches Agieren zu vermeiden. „Das gelingt uns zur Zeit sehr gut, da jeder Akteur, egal ob mit oder ohne Ball, Verantwortung übernimmt“, freut sich der Übungsleiter, der weiß, dass der beste Saisonstart seit sechs Jahren die Riege beflügele und Selbstvertrauen ins eigene Können sowie Selbstverständnis in die Aktionen bringe, „was wir leider in den vergangenen Jahren nicht hatten“. Als Beispiel nennt Richter solche Momente wie im letzten Aufeinandertreffen, als Maximilian Krüger zwanzig Sekunden vor der Schlusssirene noch das Tor wirft, „was uns in den letzten Jahren nicht mehr gelang und so konnten wir uns dank des Unentschiedens noch für unsere starke Leistung belohnen“. So behalten die Füchse auch unter Druck einen kühlen Kopf und dieser wird auch am Samstag nötig sein, denn da sind sie erstmals in dieser Saison der Favorit in der Partie. „Wenn wir unser Spiel aufs Parkett bringen, wenn wir unsere Stärken zeigen, dann werden wir Sonneberg vor Probleme stellen“, zeigt sich der Einheit-Trainer optimistisch: "Wir müssen das abrufen, was wir können und wir müssen auch keine besonderen Experimente wagen, sondern nur das umsetzen, was wir schon gezeigt haben“. Dass die Thüringer ein starkes Kollektiv sind, jeder gute Spieler schon einmal einen Lauf in einer Begegnung hatte, in der er viele Treffer erzielen konnte, ist für Richter nur ein Beleg dafür, dass die Vogtländer das Aufeinandertreffen nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. „Wir wollen den guten Start nicht verschenken und dafür brauchen wir wieder eine stimmungsvolle Kulisse in der Einheit-Arena, um endlich den ersten Sieg vor heimischem Publikum mit den Fans feiern zu können“, hofft Jan Richter auf viele Zuschauer. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit möchte vor heimischem Publikum ersten Sieg bejubeln
Foto: Einheit möchte vor heimischem Publikum ersten Sieg bejubeln

Einheit ringt Tabellenführer einen Punkt ab

(14.11.2021)

Das war ein richtiger Handball-Krimi: Im dritten Spiel vor heimischem Publikum muss der HC Einheit Plauen in letzter Sekunde noch den 27:27-Ausgleichstreffer gegen den HBV Jena 90 hinnehmen. Wieso die Füchse gegen den Tabellenführer in der Mitteldeutschen Oberliga am Samstagabend nach einer sehr guten Leistung doch nicht den ersten Heimsieg in der Saison mit ihren Fans bejubeln konnten.

Nach 59 Minuten und 40 Sekunden netzt Maximilian Krüger zum von den 268 Zuschauern in der Einheit-Arena frenetisch gefeierten 27:26 ein. Die Stimmung in der Halle ist am Siedepunkt, der fünfte Sieg in der Saison und der erste Erfolg zu Hause liegt in der aufgeheizten Luft. Es wäre der absolut verdiente Triumph gewesen, sind sich die begeisterten Besucher im Lager der Rot-Weißen einig. Und es sieht gut aus, denn der ballführende Spieler des HBV Jena 90 wird wenige Sekunden vor dem Ende weit vor dem eigenen Kreis frontal fair angenommen, um sein weiterlaufen sowie weiter passen zu verhindern. Zur Hilfe der Deckungsarbeit eilt von Rechtsaußen Dominik Pecek herbei und soll laut der Aussage des entschiedenen Schiedsrichters durch den Kreis gelaufen sein, was jedoch die Video-Aufnahmen klar als falsch darstellen. Doch aller Protest brachte nichts, der Unparteiische nahm seinen Pfiff nicht zurück und so gab es nach dem Ablauf der 60 Minuten noch den einen entscheidenden Siebenmeter. Die Folge dessen könnte den Verlauf der Partie fast komplett verzerren, schließlich lagen die Spitzenstädter  lediglich fünf Minuten zurück und führten über weite Strecken der Begegnung. So nahm der mit zehn Toren treffsicherste Gäste-Akteur Richard Vagner das Gastgeschenk dankend an, stellte sich der großen Verantwortung, schließlich sollte sein Wurf darüber entscheiden, ob die Hausherren doppelt punkten oder die Thüringer dann seit sieben Spielen ungeschlagen bleiben. Auch wenn der stark aufgelegte Torhüter Josef Pour bis dahin bereits zwei Strafwürfe und 15 Abschlüsse aus dem Spiel heraus teilweise sehenswert pariert hatte, so konnte er den scharfen Einschlag rechts oben zum 27:27 nicht verhindern. „Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt, am Ende war es ein knappes Aufeinandertreffen und um gegen den Tabellenführer gewinnen zu können, braucht man das Quäntchen Glück“, war ein sichtlich enttäuschter Jan Richter stolz auf seine Mannschaft. Diese bestätigte ihre aufsteigende Form vor heimischem Publikum von der ersten Minute, startete gut in die Partie und kämpfte geschlossen als Kollektiv bis zur letzten Sekunde um den ersten doppelten Punktgewinn zu Hause. Gegen den erwartet schweren Gegner konnten sich die Sachsen immer wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung herausspielen, da sie sich immer wieder Bälle in der Abwehr durch ein kluges Agieren erkämpften oder durch cleveres Stellungsspiel das kleine, harzige Leder heraus fingen. Dadurch gelang es den Füchsen viele Kontertore zu erzielen, die „ein entscheidender Grund dafür waren, dass wir so ein gutes Spiel aufs Parkett legen konnten“, weiß der Übungsleiter: „Diese Treffer waren elementar wichtig, da aufgrund der angespannten personellen Situation nahezu alle Akteure durchspielen mussten und wenn man da dann keine einfachen Tore hat, dann kostet das bis zum Schluss so viel Kraft, dass es nahezu unmöglich wird, zu punkten“. Denn die Liste der krankheits- und verletzungsbedingten Ausfälle war lang: Kreisläufer Karel Kveton und der rechte Rückraum Matyas Mandaus konnten überhaupt nicht eingesetzt werden, Dominik Pecek, Jiri Fort sowie David Zbiral standen eigentlich nach einer Grippe-Erkrankung noch nicht für die vollen 60 Minuten zur Verfügung. „Ich bin sehr zufrieden, wie jeder an seine Grenze gegangen ist und wir quasi mit acht Akteuren durchgespielt haben“, so Richter.

Bei dem Spiel auf Augenhöhe konnten sich die Rot-Weißen erstmals beim Stand von 17:14 kurz nach der Halbzeit mit drei Toren absetzen, doch die Umstellung in der Verteidigung, die bedingt durch den Seitenwechsel und der daraus resultierenden Veränderung der Position in der Defensive von Abwehrspezialist Jiri Fort, sorgte dafür, dass die Saalestädter in jedem Angriff nun einen Torerfolg erzielen konnten, da die Plauener nicht mehr so gut deckten. Doch in der Folge stabilisierte sich die Abwehr und auch in der Offensive konnten die Würfe wieder im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden, es wurde wieder auf den Punkt gespielt sowie clever agiert (21:18/43. Minute). In der 52. Minute trat dann das ein, was nicht hätte passieren dürfen und als Knackpunkt in der Begegnung bezeichnet werden kann. Der einzige Kreisläufer und Abwehrchef Jakub Sira bekommt nach einer sehr harten zweiten Zweiminutenstrafe die dritte Hinausstellung, da er laut der Aussage des entscheidenden Schiedsrichters nach dem Pfiff mit seinem Gegenspieler weiter gerungen haben soll, allerdings blieb das Agieren des Universitätsstädters ohne Konsequenz. So mussten die Plauener nicht nur zum Ende des Aufeinandertreffens eine Unterzahlsituation, sondern auch einen weiteren Ausfall eines spielfähigen Akteurs hinnehmen, was die Jenaer für sich zu nutzen wussten. „Wir konnten Jakub nicht ersetzen, sind aber dennoch nicht auseinander gefallen“, analysiert Jan Richter: „Die rote Karte war der Faktor, dass wir noch das Unentschieden hinnehmen mussten, denn ich glaube, dass wir das Spiel dank der Drei-Tore-Führung mit ihm gewonnen hätten“. Als 145 Sekunden vor dem Schlusspfiff die Thüringer mit 25:26 in Führung gehen konnten, drohte den Vogtländern, dass sie nach 60 Minuten erneut mit leeren Händen die Einheit-Arena verlassen müssen. Doch ein wieder sicher verwandelter Siebenmeter von Jan Kacin zum 26:26 und der 27:26-Führungstreffer von Maximilian Krüger sorgten dafür, dass die Sachsen den ersten Punkt vor heimischem Publikum einfahren konnten.

Entscheidend für diesen Erfolg gegen den Tabellenführer und mit sechs Siegen in Serie nach Plauen gereisten HBV Jena 90 war, dass die Füchse erneut mit insgesamt acht nur sehr wenige technische Fehler machten sowie einen sicheren Spielaufbau aufs Parkett legten. „Immer wenn`s wichtig wurde, haben wir getroffen, da dieses Selbstverständnis jetzt auch da ist und wir die mentale Stärke haben“, freut sich der Einheit-Trainer: „Das zeigt, dass wir gut in der Saison angekommen sind, die Auswahl auch das nötige Selbstvertrauen hat und dass wir konkurrenzfähig in der Liga sind“. So gehen die Rot-Weißen sehr optimistisch ins nächste Heimspiel, das bereits am kommenden Samstag, um 16 Uhr in der Einheit-Arena, stattfindet und so wollen die Füchse im vierten Anlauf gegen den Tabellenletzten Sonneberger HV endlich den ersten Sieg zu Hause mit ihren Fans feiern. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar - Model (3), Gemeinhardt, Krüger (3), Fort (2), Roth, Kacin (7/2), Mandaus, Zbiral (3), Pecek (8), Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HBV Jena 90: Grzybowski, Natzschka, Minas (4), Schelenz, Alves (1), Neudeck (5), Kirschke, Elsässer (5), Missale, Haugk, Dombrowski, Graefe (2), Vagner (10/5), Dunst; Trainer Svajunas Kairis, Co-Trainer Pascal Delor, Physio Vicky Horn

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 3 für HBV Jena 90

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 3 für HBV Jena 90

Disqualifikationen: 1 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht)

Zuschauer: 268

Foto zur Meldung: Einheit ringt Tabellenführer einen Punkt ab
Foto: Einheit ringt Tabellenführer einen Punkt ab

Einheit will gegen Tabellenführer zu Hause punkten

(11.11.2021)

„Wir wollen den Schwung aus dem sehr überzeugendem 28:24-Auswärtssieg bei der zweiten Mannschaft des EHV Aue mitnehmen und endlich auch vor heimischem Publikum punkten“, zeigt sich Trainer Jan Richter optimistisch vor dem dritten Heimspiel am kommenden Samstagnachmittag. Doch dann empfangen die Handballer des HC Einheit Plauen mit dem HBV Jena 90, um 16 Uhr in der Einheit-Arena, keinen geringeren Gegner als den aktuellen Tabellenführer in der Mitteldeutschen Oberliga und so steht für die Füchse erneut eine äußerst schwere Aufgabe an. „Unsere Auswärtserfolge geben uns Sicherheit und Stabilität für diese große Herausforderung“, sagt der Übungsleiter: „Es muss an diesem Tag einiges bei uns zusammen kommen, wir müssen wirklich an unsere Leistungsgrenze kommen und das umsetzen, was wir können, aber wenn wir das schaffen, dann können wir auch für Jena unangenehm sein“. Die Gäste agieren in ihren beiden Deckungssystemen 6:0 und 3:2:1 sehr offensiv, kommen bei Ballgewinnen sehr schnell ins Umkehrspiel und sind dabei dann sehr erfolgreich. Deshalb müssen die Hausherren wieder so souverän auftreten, wie sie es bereits letzten Sonntag gegen eine ähnliche Spielausrichtung im Erzgebirge aufs Parkett gebracht hatten und so gilt es, die Fehlerquote im Angriff extrem gering zu halten. „Wir hatten in Aue nur vier technische Fehler gemacht, aber genau daraus entstehen die meisten Konter und um erfolgreich zu sein, dürfen uns solche Fehler nur sehr selten unterlaufen“, fordert Richter eine erneut „erwachsene Spielweise“ seiner Mannschaft: „Da ist jeder Spieler gefordert und jeder muss das genauso umsetzen, damit solche Fehler nicht entstehen, weil man sonst ausgekontert wird“. Das kann gelingen, wenn die Rot-Weißen kontinuierlich auf den Punkt spielen, geduldig agieren, um bestmögliche Abschlussmöglichkeiten zu haben und clever ihre Abläufe aufs Parkett bringen. „Vor allem wird entscheidend sein, dass wir die Zweikämpfe im Eins-gegen-Eins gewinnen und wenn wir das schaffen, dann stellen wir Jena vor Probleme“, so der Einheit-Trainer, der trotz des schnellen sowie dynamischen Agierens der Universitätsstädter keine Probleme im zügigen Rückzugsverhalten gegen die junge Auswahl sieht. In der Abwehr wird entscheidend sein, dass die Spitzenstädter nur wenig zulassen, stabil in der Verteidigung stehen und die immer wieder sehenswert frei gespielten sehr guten Außenspieler nicht zu viel Platz zum Abschluss bekommen. So ist es nicht verwunderlich, dass mit Richard Vagner der linkshändige Rechtsaußen mit gut acht Treffern pro Partie der beste Werfer ist, der allerdings auch die Siebenmeter wirft. „Unsere Defensive muss richtig zum Ballführenden stehen und im Zusammenspiel mit dem Torhüter wieder gut funktionieren, dann wird es auch für Jena schwierig“, hofft Jan Richter, der seinem Aufgebot eine gute mentale Verfassung attestiert. Die wird auch nötig sein, denn die Thüringer kommen nicht nur mit viel Selbstbewusstsein nach Sachsen, sondern reisen auch mit sechs Siegen in Folge an. So konnten die Saalestädter selbst gegen die zwar durch zahlreiche Ausfälle gebeutelte, aber bisher ungeschlagene SG Pirna/Heidenau in der vergangenen Woche in eigener Halle mit 28:25 gewinnen. Die beiden Niederlagen zu Saisonbeginn gegen die HG 85 Köthen sowie beim USV Halle resultierten bei den Carl-Zeiss-Städtern daraus, dass sie verletzungsbedingt auf wichtige Leistungsträger verzichten mussten und sie diese über die gesamte Spielzeit nicht kompensieren konnten. „Jena ist ein wirklich guter Gegner, sie haben viele junge Spieler, die jetzt ihr Leistungsvermögen aufs Parkett bringen und sind echt gut aufgestellt“, weiß Richter: „Um gegen die top Mannschaft punkten zu können, brauchen wir wieder die Opferbereitschaft, für jeden Ball zu gehen, sich durchzukämpfen und wir dürfen nie die Ruhe verlieren, um dann nicht nur auf die Chance zu warten, sondern diese dann auch zu nutzen“. Damit dies gelingen kann, brauchen die Vogtländer am Samstagnachmittag ab 16 Uhr wieder jeden Fan für eine tolle Kulisse in der Einheit-Arena. „Wir wissen, was eine sehr gute Stimmung bei der Mannschaft auslösen kann, deshalb hoffe ich, dass viele Zuschauer kommen und wir diesen Vorteil für uns nutzen können“, ist Jan Richter voller Vorfreude. Der Verein weist darauf hin, dass gemäß aktueller sächsischer Coronaschutzverordnung die Kontaktdatenerfassung erforderlich ist und nur geimpften oder genesenen Personen Zutritt gewährt werden darf, Kinder sind bis zum 16. Lebensjahr davon ausgenommen. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit will gegen Tabellenführer zu Hause punkten
Foto: Einheit will gegen Tabellenführer zu Hause punkten

Einheit gewinnt trotz vieler Ausfälle im Erzgebirge

(08.11.2021)

Es war der vierte Auswärtssieg im fünften Spiel auf fremden Parkett: Die Handballer des HC Einheit Plauen gewinnen bei der zweiten Vertretung des EHV Aue mit 28:24 und klettern mit 8:6 Punkten auf den siebten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga. Den Grundstein für den Erfolg legten die Rot-Weißen am späten Sonntagnachmittag in der Erzgebirgshalle in Lößnitz mit einer sehr starken Abwehr und einer guten Trefferquote.

Größer hätte der optische Gegensatz nicht vor dem Anpfiff der Partie sein können: Auf der einen Seite standen dem Trainer der zweiten Vertretung des EHV Aue insgesamt 16 Spieler zur Verfügung, während der Übungsleiter des HC Einheit Plauen mit lediglich elf Akteuren anreisen konnte, die nicht alle zu einhundert Prozent einsatzfähig waren. So fiel neben Jiri Fort (Grippe-Erkrankung) auch David Zbiral aufgrund von Fieber aus, zudem musste Matyas Mandaus nach einer Zerrung im Hüftbeuger verletzt pausieren. „Ich bin absolut stolz und begeistert von meiner Auswahl, wie sie mit der Einstellung, mit dem Kampf die Begegnung für sich entscheiden konnte“, machte Trainer Jan Richter seiner Riege ein großes Kompliment: „Trotz der schwierigen Umstände haben sie eine sehr gute Leistung abgerufen und sich dafür dann auch am Ende mit dem Sieg belohnt“. Zwar lagen die Spitzenstädter nach gut drei Minuten mit 0:2 sowie nach gut elf Zeigerumdrehungen 4:6 zurück, doch dann kamen die Vogtländer immer besser ins Aufeinandertreffen und hatten sich beim 7:6 nach einer knappen Viertelstunde auf die Erzgebirger eingestellt. „Wichtig war, dass sich Aue II keinen großen Vorsprung erspielen konnte, sondern wir uns wieder herangearbeitet hatten und selbst in Führung gingen“, weiß der Übungsleiter. In der Folge konnten die Füchse das umsetzen, was sie sich vorgenommen hatten und so standen die Plauener sehr stabil in der Abwehr, wodurch sie immer wieder zu Ballgewinnen kamen, die sie in Form von schnellen Kontern in Tore beim Stand von 11:9 nach gut 26 Minuten umwandeln konnten. Doch bis zur Halbzeit sollten die Rot-Weißen ihren Tribut zollen, dass sie kaum Wechselmöglichkeiten besaßen und mittlerweile von dem schnellen sowie dynamischen Agieren der Gastgeber müde gespielt wurden, sodass es mit einem 12:12 in die Pause ging. In dieser Phase machten die Spitzenstädter zu viele einfache Fehler und nutzten ihre Chancen im Angriff nicht, aber auch der Auer Torhüter konnte sich immer wieder mit starken Paraden auszeichnen.

Im zweiten Durchgang änderte Trainer Jan Richter das Offensivsystem, agierte Einheit vor dem Seitenwechsel noch in einer 4:2-Formation, spielten sie nun mit einem Angriff-Abwehr-Wechsel, wodurch die beiden Halbpositionen mit Rückraum Maximilian Krüger und Jan Kacin besetzt werden konnten. Zwar entwickelte sich nun eine Partie mit deutlich mehr Toren, da vor allem die Hausherren das Fehlen der Defensivspezialisten in der Füchse-Verteidigung für sich zu nutzen wussten, doch das konnten die Rot-Weißen mit einer sehr guten Torhüterleistung und auch deshalb kompensieren, da auf den anderen Positionen für diese Schwachstelle mitgearbeitet wurde sowie kontinuierlich Treffer im Angriff erzielt wurden. So konnten sich die Vogtländer bis zur 56. Minute eine Sechs-Tore-Führung erspielen, da sie nicht nur klug agierten sowie Situationen richtig erkannt haben, sondern auch, weil sie sich auch bei Zeitspiel an den Spielplan hielten, wodurch die Spitzenstädter immer wieder wichtige Treffer erzielten und so gewann der HC Einheit Plauen bei der zweiten Vertretung des EHV Aue verdient mit 28:24. „Jeder Spieler hat für jeden gekämpft und trotz der widrigen Verhältnisse - am Ende der Partie hatten wir gleichzeitig sechs Ausfälle - hat die Mannschaft einfach das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, freut sich Richter über den vierten Auswärtssieg im fünften Aufeinandertreffen auf fremden Parkett: „Sieg entscheidend war die richtig gute Abwehrarbeit mit den Torhütern, die in der wichtigen Phase sehr stark waren sowie über die gesamte Begegnung immer dann gehalten haben, wenn wir sie gebraucht hatten und die daraus entstandenen Konter samt einer guten Trefferquote“. Mit nun 8:6 Punkten auf der Habenseite stehen die Füchse nun auf dem siebten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga und wollen im dritten Heimspiel der Saison am kommenden Samstag, um 16 Uhr gegen den aktuellen Spitzenreiter HBV Jena 90 die ersten Zähler vor heimischem Publikum in der Einheit-Arena bejubeln. (flow)

 

EHV Aue II: Bamler, Schäfer (1), Dutschke (1), Sova (3), Bauer (7), Mehlhorn (4), Kozubik (4), Schreiber, Riedel (2/2), Krauß (2), Briest, Leubner, Gerber, Espig, Schmidtke, Liebscher; Trainer Philipp Braun, Co-Trainer Andre Steinhauser, Physio Christian Zierold

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar - Kveton (1), Model (3), Gemeinhardt (2), Krüger (5), Roth, Kacin (6), Mandaus, Pecek (7/1), Sira (4); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

Verwarnungen: 4 für HC Einheit Plauen, 3 für EHV Aue II

Zeitstrafen: 3 für HC Einheit Plauen, 4 für EHV Aue II

Zuschauer: 50

Foto zur Meldung: Einheit gewinnt trotz vieler Ausfälle im Erzgebirge
Foto: Einheit gewinnt trotz vieler Ausfälle im Erzgebirge

Einheit fährt trotz Ausfällen optimistisch ins Erzgebirge

(04.11.2021)

Nach der denkbar knappen 25:26-Niederlage gegen den HSV Bad Blankenburg vor heimischem Publikum am vergangenen Samstag sind die Handballer des HC Einheit Plauen an diesem Sonntag bei der zweiten Mannschaft des EHV Aue wieder in fremder Halle in der Mitteldeutschen Oberliga gefordert. Auch wenn die Erzgebirger aktuell auf dem elften Rang und damit drei Plätze hinter den Vogtländern stehen, so ist „Aue wieder ein Gegner auf unserer Leistungsniveau sowie haben sie zu Hause schon einige gute Ergebnisse eingefahren“, so Trainer Jan Richter. So konnten die Bergbaustädter schon Heimsiege gegen den USV Halle (37:30) und gegen die HSG Freiberg (35:30) feiern, mussten allerdings auch eine Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Sonneberger HV (21:26) einstecken. Wie auch schon der HC Elbflorenz II haben auch die Silberbergstädter einige Spieler, die sowohl in der ersten als auch in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden und so ist es für die Spitzenstädter äußerst schwierig, das Leistungsvermögen der Hausherren vor dem Aufeinandertreffen richtig einzuschätzen. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Gastgeber nicht nur mit einer voll besetzten Bank, sondern auch mit einer großen und erfahrenen Qualität in die Partie gehen, da die erste Mannschaft in der zweiten Bundesliga spielfrei hat. „Ich erwarte, dass sie eine wahnsinnig gute Auswahl aufs Parkett bringen“, schätzt der Übungsleiter ein: „Die Geschwindigkeit am Ball wird schneller, die Entscheidungsfindung wird besser und die Würfe werden platzierter sowie werden sie einfach cleverer sein - all das ist typisch für junge Spieler aus der zweiten Liga“. Dennoch gehen die Rot-Weißen positiv in die Begegnung, denn „auswärts ist für uns ein gutes Pflaster, deshalb bin ich sehr optimistisch und so fahren wir mit dem Ziel nach Aue, Punkte dort zu holen“, lautet Richters klare Ansage. Nicht zuletzt überzeugten die Füchse in der Landeshauptstadt, als sie gegen den HC Elbflorenz II überraschend klar mit 27:21 gewinnen konnten. „Wir hatten in Dresden ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und ich bin einfach der Meinung, dass wir das auch weiterhin genauso umsetzen können, auch wenn natürlich keine Partie wie jede andere ist, weil jeder Gegner einem vor neue Aufgaben stellt“, hofft der Einheit-Trainer auf den vierten Sieg in der fünften Begegnung in der Ferne: „Aue ist eine Mannschaft, die uns liegen könnte, wenn wir das auf das Parkett bringen, was wir im Stande sind zu leisten“. Davon auszugehen ist, dass die Erzgebirger mit einer offensiven Abwehrformation, also einer 5:1- oder 3:2:1-Deckung, verteidigen werden und so gelte es für die Plauener, „das hohe Tempo auf jeden Fall mitzugehen sowie mit wenigen einfachen Fehlern die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen“, gibt Jan Richter den Spielplan vor. Dabei dürfte den Vogtländern zugutekommen, dass sie während der Saisonvorbereitung bereits beim Drittligisten Haspo Bayreuth vor solche Herausforderungen gestellt wurden und so „konnten wir an unseren Schwächen wie gegen eine sehr offensive Deckung sowie schnelle Spieler zu agieren, arbeiten“, erinnert sich der Übungsleiter, der unter der Woche in den Trainingseinheiten noch einmal genau dies speziell üben ließ: „Wir müssen den Ball sehr schnell laufen lassen, ins Eins-gegen-Eins kommen und den Kreisläufer gut in Szene setzen“. Weiterhin wegen einer Grippe-Erkrankung ausfallen wird Jiri Fort sowie steht hinter dem Einsatz von Linkshänder Matyas Mandaus noch aufgrund einer Zerrung im Hüftbeuger ein großes Fragezeichen und so könnten erneut die beiden etatmäßigen rechten Rückraumspieler in der Bergbaustadt nicht mit dabei sein. Dort gab es während des Sommers einige Veränderungen: So hat Philipp Braun die Riege als Trainer übernommen und als sein Co-Trainer fungiert André Steinhauser, der vor seinem Karriereende als Kreisläufer in der zweiten Bundesliga für den EHV Aue auf Torejagd ging. Als Saisonziel gaben die Silberbergstädter den Klassenerhalt aus, die mit acht Spielern unter 21 Jahren sowie mit Nachwuchsspieler der ersten Mannschaft, die Spielpraxis in der vierten Liga sammeln sollen, ein echtes Junior-Team bilden. Der EHV Aue II informierte darüber, dass zur Partie am Sonntagnachmittag, um 16.30 Uhr, Gästefans nach der 3G-Regelung zugelassen sind und so können die rot-weißen Anhänger die Füchse in der Erzgebirgshalle in Lößnitz unterstützen - der Bus fährt 14 Uhr an der Einheit-Arena und 14.15 Uhr am Sportplatz Lindentempel los. (flow)

Foto zur Meldung: Einheit fährt trotz Ausfällen optimistisch ins Erzgebirge
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Einheit kann Ausfälle nicht kompensieren

(31.10.2021)

Es sollte wieder nicht sein: Auch im zweiten Anlauf schafften es die Handballer des HC Einheit Plauen nicht, vor heimischem Publikum den ersten Heimsieg in der noch jungen Saison in der Mitteldeutschen Oberliga einzufahren. Die Spitzenstädter mussten am Samstagabend trotz einer Führung in der ersten Halbzeit und einer kämpferisch starken Leistung im zweiten Durchgang eine denkbar knappe 25:26-Niederlage gegen den HSV Bad Blankenburg hinnehmen.

„Es war das erwartet schwere Spiel, hart umkämpft“, resümierte Einheit-Trainer Jan Richter nach 60 gespielten Minuten, die erneut nicht so enden wollten, wie es sich das rot-weiße Fanlager erhofft und dabei bot die Begegnung genau das, wie es der Übungsleiter prognostiziert hatte. Erstens: Dass die Tagesform darüber entscheiden wird, wer am Ende als Sieger das Parkett verlässt - „Bad Blankenburg war heute einfach das Quäntchen besser“. Zweitens: Dass die Vogtländer mit Bad Blankenburg auf einem Niveau sind - „Um dann zu gewinnen, muss man einfach das Körnchen stärker sein und das waren die Thüringer“. Drittens: Dass es eine sehr spannende Partie wird - „Es war ein hochspannendes Spiel“. Viertens: Dass es keinen Favoriten gibt - „Dann entscheiden Kleinigkeiten solch eine Begegnung und da haben wir einfach ein paar Fehler zu viel gemacht“. Und fünftens: Dass es darauf ankommen wird, wie man ins Aufeinandertreffen startet, wie es läuft sowie ob man Verletzungen oder Ausfälle zu kompensierten hat - „Mit den Ausfällen ist es ein gutes Ergebnis, trotzdem hätten wir natürlich sehr gerne gewonnen“.

Doch der Reihe nach: Die Partie begann bis zum 5:5 nach knapp zehn Minuten ausgeglichen und so legten entweder die Hausherren oder die Gäste ein Tor vor. Dabei agierten die Thüringer meist mit einem siebten Feldspieler, weil sie ihren Torhüter für einen zusätzlichen Akteur im Angriff wechselten und sich so eine Überzahlsituation in der Offensive verschafften. Eine starke Abwehr mit einem sehr guten Zusammenspiel mit Torhüter Josef Pour sorgte dafür, dass Einheit sich immer wieder Ballgewinne erarbeiten konnten und der Schlussmann nach Paraden gleich zwei Mal ins verwaiste Tor der Bad Blankenburger einnetzen konnte. Dieser Drei-Tore-Vorsprung Mitte der ersten Halbzeit beim Stand von 9:6 sollte nicht lange halten, da die Sachsen nun fast zehn Zeigerumdrehungen lang ohne einen einzigen Treffer blieben und so konnten die Thüringer erstmals mit zwei Toren zum 11:9 in Führung gehen. „Dass das so kommen wird und wir Phasen haben werden, in denen wir nur sehr schwer Treffer erzielen, war klar, aber dann haben wir leider während dieser Zeit zu viele einfache Fehler oder technische Fehler gemacht sowie freie Würfe nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht“, analysiert Richter: „Wir mussten uns in unseren Offensivbemühungen umstellen, mussten Bad Blankenburg wieder vor neue Aufgaben stellen, indem man Sachen ausprobiert und dabei passieren Fehler“. In der Folge fand Einheit zurück zum erfolgreichen Agieren und schaffte es, nicht nur mit dem Pfiff zur Halbzeitpause den 13:13-Ausgleich zu erzielen, sondern auch mit dem 14:13 kurz nach dem Seitenwechsel erneut in Führung zu gehen.

Doch dann wiederholte sich das Bild aus dem ersten Durchgang und die Hausherren erzielten ganze zwölf Zeigerumdrehungen lang kein einziges Tor mehr, während die Gäste sechs Mal zum 14:19 einnetzten. Zu allem Überfluss kassierte in dieser Phase der für den wegen einer Grippe-Erkrankung ausgefallene Jiri Fort sowie den aufgrund einer Zerrung im Hüftbeuger nur kurz spielende Matyas Mandaus auf der rechten Rückraumposition zum Einsatz kommende Kevin Model auch noch nach einem gefrusteten Ballwegwerfen, da das junge Schiedsrichter-Gespann seinen sauber herausgespielten Ballgewinn übersah, seine dritte Zwei-Minuten-Strafe innerhalb von nur sieben Zeigerumdrehungen. „Es ist eigentlich nicht meine Art, aber nach der roten Karte gleich drei Ausfälle im Rückraum zu kompensieren, war nahezu unmöglich“, erklärt Jan Richter: „Wir haben uns gegen diese wirklich gute Abwehr schwer getan und wenn dann speziell mit dem Linkshänder Matyas Mandaus, der mit seinen gut zwei Metern einfach der größte sowie dominanteste Spieler auf dem rechten Rückraum ist, wegfällt und die Alternative Jiri Fort krankheitsbedingt ausfällt, dann tun wir uns extrem schwer“. Als schon die meisten der 367 Zuschauer in der Einheit-Arena befürchteten, dass die Partie bereits zu Gunsten der Thüringer entschieden ist, drehten die Plauener noch einmal richtig auf und kämpften sich bis zum 18:19 in der 49. Minute wieder auf ein Tor heran. „Ich bin absolut zufrieden, wie sich die Mannschaft zurück gekämpft, zurück gearbeitet und mit nur wenigen Möglichkeiten am Limit gespielt hat“, war der Übungsleiter stolz auf seine Auswahl: „Die Einstellung, der Kampf sowie der absolute Wille von jedem Spieler auf dem Feld hat mir sehr gut gefallen und so sind wir wieder rangekommen, obwohl wir mit dem Rücken zur Wand standen“. Selbst beim Stand von 21:24 gut fünf Minuten vor dem Abpfiff war das Aufeinandertreffen noch nicht entschieden, weil sich jeder rot-weiße Akteur bis zum Schluss aufgerissen hat und an einen Punktgewinn glaubte. So boten die letzten Zeigerumdrehungen der Begegnung noch einmal Hochspannung und auch wenn es die Spitzenstädter innerhalb von nur 76 Sekunden noch schafften, aus einem 23:26 ein 25:26 zu machen, so sollte die Zeit nicht mehr für den Ausgleich mit dem einhergehenden Punktgewinn reichen.

„Wenn man nicht komplett das umsetzt, was wir uns vorgenommen haben, dann verlieren wir gegen so einen Gegner das Spiel, weil wir es nicht geschafft haben, über die gesamte Partie das volle Leistungsvermögen abzurufen“, so Jan Richter abschließend: „Wir haben hintenraus aus meiner Sicht auch ein bisschen unglücklich das Aufeinandertreffen noch verloren, die ein oder andere bessere Entscheidung, der ein oder andere besser gespielte Pass oder der ein oder andere bessere Wurf, dann können wir die Begegnung gewinnen“. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour (2), Misar - Kveton (1), Model (1), Gemeinhardt, Krüger (4), Roth, Kacin (7/2), Mandaus, Zbiral (5), Pecek (3), Sira (2); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HSV Bad Blankenburg: Scherer, Mustapic (3), Bogatzki (1), Knauer (5/2), Zeman (5), Remke (2), Tsakalos (7), Alexander Werner, Rein, Geci, Wendlandt (2), Marcel Werner, Brand, Vanek (1); Trainer Igor Ardan, Physio Lena Wierhold

 

Verwarnungen: 4 für HC Einheit Plauen, 2 für HSV Bad Blankenburg

Zeitstrafen: 4 für HC Einheit Plauen, 4 für HSV Bad Blankenburg

Disqualifikationen: 1 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht)

Zuschauer: 367

Foto zur Meldung: Einheit kann Ausfälle nicht kompensieren
Foto: Einheit kann Ausfälle nicht kompensieren

Einwurf: Nicht nur die rot-weißen Spieler haben verloren

(31.10.2021)

So knapp, so ärgerlich und so unnötig: Es sollten am Ende viele Faktoren dafür verantwortlich sein, dass der HC Einheit Plauen mit dem 25:26 gegen den HSV Bad Blankenburg erneut vor heimischem Publikum eine Niederlage hinnehmen musste - eine etwas andere Analyse von Florian Wißgott. Erstens: Das neutrale Kampfgericht bekommt bei Einheit-Ballbesitz die Auszeitkarte auf den Tisch gelegt, drückt aber so zeitversetzt auf die Sirene, dass währenddessen die Bad Blankenburger in Ballbesitz kamen und somit die Auszeit von den Schiedsrichtern nicht mehr gewährt werden durfte - daraus folgte nicht etwa das bei weiterem Einheit-Ballbesitz mögliche 10:8, sondern der 9:9-Ausgleich. Zweitens: Josef Pour pariert einen Siebenmeter, doch der Ball prallt so weit und in so hohem Bogen über die fangbereiten Einheit-Spieler zum Anwurfkreis zurück, dass die Thüringer erneut in Ballbesitz kamen - auch daraus resultierte prompt ein Gegentor. Drittens: Zahlreiche Kreisanspiele des schwachen Mittelmanns David Zbiral kamen nicht beim Kreisläufer an, sondern wurden von der starken Verteidigung der Gäste abgefangen - die Ballgewinne konnten die Bad Blankenburger in einfache Treffer durch beispielsweise Konter umwandeln. Viertens: Auch wenn die Entscheidung des Unparteiischen wiederholt klar falsch ist, so darf man dennoch nicht seinen Ärger darüber regelwidrig so deutlich zum Ausdruck bringen, dass die Schiedsrichter gezwungen sind, dies mit einer Zwei-Minuten-Strafe zu sanktionieren - vor allem dann nicht, wenn es wie bei Kevin Model die dritte Hinausstellung und damit die Disqualifikation ist sowie der 28-Jährige die beiden nicht einsatzfähigen rechten Rückraumspieler ersetzt. Und fünftens: Es gebührt größten Respekt, dass solch ein junges Schiedsrichter-Gespann Partien in der vierten Liga leitet, dennoch sollte man sich seines Leistungsvermögens klar sein und die Fähigkeit besitzen, dies auch richtig einzuschätzen, ob man überhaupt in der Lage ist, solch eine Begegnung zu verantworten oder ob man in unteren Spielklassen erst einmal noch die nötige Erfahrung für vor allem kritische, spielentscheidende Situationen lernt - denn es bedeutet nicht, wenn eine Entscheidung auf der einen Seite falsch getroffen wurde, dass dann auf der anderen Seite auch ein Pfiff ertönen muss, der nicht gerechtfertigt ist, nur um diesen einen Fehler wieder ausgleichen zu können; denn zwei falsche Pfiffe sind dann auch zwei falsche Entscheidungen. Aber wie heißt`s so schön: Alle guten Dinge sind drei - Vielleicht klappt’s ja im dritten Heimspiel in der Saison mit dem ersten Sieg in der Einheit-Arena gegen den aktuellen Tabellendritten in der Mitteldeutschen Oberliga HBV Jena 90?

Foto zur Meldung: Einwurf: Nicht nur die rot-weißen Spieler haben verloren
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„Ich kann noch sehr viel von seiner großen Erfahrung lernen“

(30.10.2021)
Seit dieser Saison geht wieder ein bekanntes Gesicht beim HC Einheit Plauen auf Torejagd, das bereits in der Saison 2017/2018 bei den Füchsen war und seitdem eine große Lücke auf seiner Position hinterlassen hatte: Matyas Mandaus kommt nach drei Jahren beim ASV Cham zurück zu den Rot-Weißen, bespielt als Linkshänder den seit Jahren nicht mehr adäquat besetzten rechten Rückraum und erzählt im Interview mit Florian Wißgott, wieso er lieber von elf oder zwölf Metern aufs Tor wirft, erklärt weshalb der Rechtsaußen so oft vergeblich auf den Ball wartet sowie verrät der 24-Jährige, was er alles von Jan Richter lernen kann.
Du spieltest bereits in der Saison 2017/2018 beim HC Einheit Plauen, bist danach für drei Jahre beim ASV Cham auf Torejagd gegangen; wieso bist du nach drei Jahren zu den Rot-Weißen zurückgewechselt?
Ich wollte wieder hier spielen, weil in der Mitteldeutschen Oberliga ein höheres Niveau herrscht und der HC Einheit Plauen hat eine super Mannschaft, die mich auch sehr gut wieder aufgenommen sowie integriert hat. Außerdem verbinde ich mit der Zeit im Vogtland großartige Erinnerungen, da es mein erstes Jahr in Deutschland war. Es hat mich sehr gereizt, in dieser vierten Liga noch einmal auf Torejagd gehen zu können.
Was sind deine persönlichen Ziele für die Saison?
Ich hoffe, dass wir es schaffen, am Ende der Spielzeit auf einem Platz im oberen Mittelfeld der Tabelle zu stehen. Für mich persönlich ist besonders wichtig, dass ich der Mannschaft so viel helfen kann wie nur möglich und ich möchte einer der besten 30 Werfer in der Torschützenliste der Liga sein. Denn wenn ich so viele Treffer wie möglich erziele, richtig gut nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive spiele und viele Chancen für meine Mitspieler kreiere, dann kann die Auswahl von mir profitieren. Da ich auch sehr groß bin und wenn ich dann abspringe, dann versuchen mich eigentlich immer mindestens zwei Gegenspieler zu verteidigen, sodass dann mehr Platz für meine Mitspieler entsteht, zu denen ich dann nur noch passen muss, damit sie die Lücke für ihren Abschluss zum Einnetzen nutzen können. 
Du bist mit zwei Metern und einem halben Zentimeter der größte Spieler in deiner Mannschaft, welchen Vorteil bringt dir das?
Ich bin dadurch auf meiner rechten Rückraumposition sehr gefährlich im Angriff und ich kann vor allem so von elf oder zwölf Metern abschließen. Ich werfe auch viel lieber aus der Distanz aufs Tor, weil ich nicht so gut im Eins-gegen-Eins bin. 
Ein Rückraumspieler sollte auch immer das Auge für seinen freien Mitspieler haben, wie zum Beispiel bei dir der Rechtsaußen; wieso lässt du sie dennoch so oft vergeblich auf einen Ball warten, obwohl sie frei sind und wahnsinnig viel Platz haben?
Das stimmt und ich muss besser mit unseren Rechtsaußen zusammen spielen sowie für sie mehr Chancen kreieren, damit sie dann erfolgreich abschließen können. Mein Problem ist aber, dass ich meistens davor Angst habe, den schnellen Pass zu spielen, da dieser dann nicht nur im richtigen Moment, sondern auch perfekt in den Lauf des Rechtsaußen gespielt werden muss, da er sonst den Ball nicht gut verwerten kann. Das ist nicht so einfach für mich, auch wenn ich meistens nur den einfachen Pass auf Rechtsaußen spielen müsste, der allerdings riskanter ist, da er auch leichter von der Abwehr abgefangen werden kann.
Du bist besser in der Offensive als in der Defensive; ruhst du dich in der Abwehr lieber aus, um genügend Kraft für den Angriff zu haben oder woran liegt es?
Jeder weiß, dass ich nicht so gut beim Verteidigen bin, da ich zu langsam bin und nicht so gutes Gespür habe, genau dann auf den Ballführenden zu gehen, wenn ich es eigentlich müsste oder nicht den perfekten Moment erwische, um einen Pass abzufangen. Ich war leider schon immer nicht so gut beim Verteidigen, weshalb ich beispielsweise in der Jugend auf der Rechtsaußenposition gedeckt habe und auch in meinem ersten Jahr hier in Plauen war das so. Zum Glück haben wir andere Spieler in der Mannschaft, die richtig gut in der Defensive sind. Natürlich habe ich so mehr Kraft für die Offensive, aber das ist nicht der Grund dafür, dass ich mich für den Angriff beim Verteidigen schonen oder ausruhen möchte und deshalb möchte ich mich auch weiter verbessern, aber ich bin leider nicht der geborene Verteidiger. Dank einer richtig guten Saisonvorbereitung bin ich so fit, dass ich beides konditionell hinbekommen würde und das über die gesamten 60 Minuten. 
Du bist der einzige Linkshänder auf der rechten Rückraumposition; spürst du den Druck, der auf deinen Schultern lastet?
Ja, natürlich; denn ich möchte ein guter Spieler sein, der viele Tore erzielt und nur wenige Fehlwürfe hat. Die Alternative zu mir ist Jiri Fort, der allerdings Rechtshänder ist und so ist es für ihn nicht optimal, auf meiner Position zu spielen. Ich wünsche mir, dass ich in jeder Partie so erfolgreich sein kann wie in Wittenberg, als ich sieben Treffer erzielte und ein richtig gutes Spiel machte, auch, weil ich gut verteidigt habe. Das lag vor allem daran, dass wir alle sehr gut agierten, jeder für den Mitspieler viele Chancen kreierte und ich relativ viel Platz hatte, wodurch ich leichter abschließen oder passen konnte. 
Dein Trainer Jan Richter ist wie du ein Linkshänder und hat auf deiner Position gespielt, was kannst du von ihm lernen?
Jan war ein richtig guter Verteidiger und ich hoffe, dass er mir noch vieles für eine gute Deckungsarbeit beibringen kann. Jan spricht sehr oft mit mir, was ich in der Abwehr und im Angriff aus seiner Sicht noch verbessern könnte. Ich kann noch sehr viel von seiner großen Erfahrung lernen und es ist für mich sehr gut, dass mein Trainer auf der selben Position gespielt hat, wo auch ich jetzt zum Einsatz komme. 
Strebst du an, in Zukunft auch einmal in einer höheren Liga Handball zu spielen?
Nein, nicht mehr; vielleicht als ich jünger war, aber mittlerweile bin ich so realistisch, dass ich weiß, dass Handball für mich nur eine Freizeitbeschäftigung ist und ich kein Profispieler mehr werde.