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HC Einheit Plauen e.V
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     +++  Im Interview: Jan Richter  +++     
     +++  Erwartete Niederlage gegen Tabellenführer  +++     
     +++  mA: Verdiente Niederlage in Freiberg  +++     
     +++  HCE III siegt auch im zweiten Heimspiel  +++     
 

Einheit II: Die letzten Mohikaner machen das Licht aus

18.03.2018

Die Zeichen der Zeit standen mehr als ungünstig für die zweite Mannschaft des HC Einheit Plauen am vergangenen Samstag bei ihrem Auswärtsspiel gegen den SV Sachsen 90 Werdau. Zum einen war da die Tabellensituation, denn die Spitzenstädter müssten ihre verbliebenen letzten drei Partien in der Saison gewinnen und gleichzeitig hoffen, dass die Kontrahenten nur noch verlieren, um dem Schreckensgespenst Abstieg in die erste Bezirksklasse zu entkommen. Eine Niederlagenserie von mittlerweile acht Partien mit einhergehendem Selbstvertrauensverlust, der mentale Druck, da man stehend mit dem Rücken zur Wand nur noch siegreich aus den Begegnungen hervor gehen muss und die Tatsache, dass bei eigenem erfolgreichen Absolvieren dieses Himmelfahrtskommandos eine äußerst geringe Wahrscheinlichkeit darauf besteht, dass dieses Szenario genau so eintreten wird, da weder die Konkurrenz das Handballspielen über Nacht verlernt hat, noch nachweislicher Freund, Helfer sowie Unterstützer der rot-weißen ist, sprechen nicht wirklich für eine verheißungsvolle Rettung. Zum anderen war auch noch zu allem Übel die Personalsituation mehr als angespannt: Bekanntlich besteht der Kader von Einheit II zur Hälfte aus Akteuren, die nicht nur noch im Nachwuchsbereich aktiv sein können, sondern natürlich auch sind und so kam`s wie es nicht suboptimaler kommen beziehungsweise angesetzt werden konnte, dass die A-Jugendlichen zur gleichen Zeit an einem fremden Ort unbedingt mit zwei Punkten die Heimreise antreten müssen, um im letzten Aufeinandertreffen noch die Möglichkeit des Bezirksligameistertitels zu wahren. Eine weitere Möglichkeit die Bank aufzuhübschen wäre das „Aushelfen“ einiger Akteure der dritten Vertretung gewesen, doch da diese den Vogtlandmeistertitel perfekt machen können und ihre vorletzte Begegnung absolvieren, ist dies nicht möglich, da man sich quasi für seine jeweilige Riege „festgespielt“ hat. Doch alle dem nicht genug der Ausfälle, Florian Dobritz durfte erneut in der Mitteldeutschen Oberliga sein Können unter Beweis stellen, die Grippe trieb ihr Unwesen beim Trainer Marcel Wunderlich, aber auch bei den Spielern Maximilian Gaul und Paul Holzmüller sowie war Mario Kürschner berufsbedingt verhindert. So ging es in diese so wichtige Partie mit sieben Feldspielern sowie einem Torhüter, der bereits nach wenigen Minuten sechs Mal hinter sich greifen durfte und dabei zusehen musste, wie im Angriff der Ball entweder durch Fehlabspiele oder durch Fehlwürfe verloren ging, weshalb bei den Plauenern die Null auf der Trefferseite stand. Da sich nun die Vogtländer so langsam an das Agieren ohne Harz gewöhnten, in der Offensive ruhiger das Objekt der Begierde durch die Reihen laufen ließen und durch gelungene Anspiele des freien Spielers man die ein oder andere Lücke für sich nutzten, konnten immerhin sieben eigene Treffer bis zum Ertönen des Halbzeitpfiffs erzielt werden. In der Pause die Fehler messerscharf analysiert, dass man es dem Gegner zu leicht machte, indem er durch zahlreiche Kontertore oder Siebenmeter viel zu einfach einnetzen konnte und man dies im zweiten Durchgang unbedingt unterbinden muss, um nicht mit einem Debakel die Heimreise antreten zu müssen. Zwar begannen die Spitzenstädter genauso wie in den ersten dreißig Minuten, da in der Abwehr unstrukturiert, ohne die nötige Aggressivät sowie Abstimmung und im Angriff man sehr hektisch mit unnötigen, überhasteten Abschlüssen agiert wurde, weshalb beim Stand von 27:10 nur noch Schadensbegrenzung vorgenommen werden sollte. Doch was dann die „Rumpftruppe“ in den verbliebenen zwanzig Minuten leistete, dies war mehr als der unbedingte Wille eines akzeptablen Ergebnisses, denn die rot-weißen kämpfen um jeden Ball, blieben geduldiger sowie deutlicher sicherer im Positionsangriff und nahmen sich keine Würfe auf gut Glück. Da nun auch druckvoll auf die gegnerische Verteidigung gestoßen, der Ball schnell weitergespielt und gut eingelaufen wurde, konnten die sich bietenden Lücken entweder von den Kreisläufern oder von den Einläufern genutzt werden. In der Defensive zeigten sich die Plauener deutlich konzentrierter, man verschob schneller der Ballseite nach und konnte so die Gastgeber in Verlegenheit bringen, die man durch eigene Kontertore oder durch manch gute Kombination zu nutzen wusste. Was bleibt, ist das nicht wirklich zu erwartende und an den Reaktionen der Werdauer aber deutlich zu erkennende Positive aus Sicht der Vogtländer, dass man in den letzten zwanzig Minuten lediglich vier Treffer hinnehmen musste, gleichzeitig jedoch zwölf Mal einnetzte und man somit nicht nur ein Debakel verhinderte, sondern auch die zweite Halbzeit mit zwei Toren gewinnen konnte. Auch wenn am Ende die 31:22-(18:7)-Niederlage den sportlichen Abstieg in die erste Bezirksklasse sowie das Beenden der Saison auf dem letzten Platz bedeutet, so bleibt die Hoffnung, dass vielleicht durch glückliche Umstände wie beispielsweise das Aufstocken anderer Ligen der bittere Gang in eine tiefere Spielklasse erspart bleibt und ansonsten heißt es die Lehren aus der diesjährigen Runde zu ziehen, um in der nächsten den direkten Wiederaufstieg anzustreben, denn eines ist klar: Die zweite Mannschaft des HC Einheit Plauen hat auf jeden Fall das Potential höherklassigen Handball zu spielen. (fw)

 

HC Einheit Plauen II: Neef; Jacob (4), Höpner (10/2), Maschke (2), Kölbel (2), Gemeinhardt, Wißgott (3), Keller (1); Mannschaftsverantwortlicher Gerold Neef

 
 
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