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"Fans werden für uns sehr wichtig sein"

26.04.2022

Für die Handballer des HC Einheit Plauen startet am Wochenende die Abstiegsrunde und damit der Kampf um den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga. Wieso die Füchse noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wurden, warum sie mit Zuversicht in die entscheidenden sechs Spiele der Saison gehen und weshalb die Rot-Weißen nun endlich den ersten Heimsieg bejubeln werden, hat Trainer Jan Richter im Interview mit Florian Wißgott verraten.

Florian Wißgott: Wie lautet das Fazit des Trainers für die Hinrunde?

Jan Richter: „Bis zur coronabedingten Zwangspause waren wir voll auf Kurs, war ich mit den Leistungen der Mannschaft vollkommen zufrieden, da sie zum einen spielerisch das zeigte, was wir uns vorgenommen hatten sowie zum anderen auch die Punkte holte, die wir einfahren konnten und wollten. Dabei gab es so manche positive Überraschung zu bejubeln und so überzeugten wir vor allem auf fremden Parkett mit richtig starken Auftritten. Die coronabedingte Zwangspause tat uns allerdings überhaupt nicht gut, besonders aber die sehr schwierige Situation, dass in Sachsen ein Trainingsverbot für den Amateursport galt und in anderen Bundesländern es möglich war, unter bestimmten Bedingungen normal weiter zu trainieren. Diese fast vier Monate konnten wir trotz der gemeinsamen Übungseinheiten mit dem TSV 1861 Hof aufgrund vieler verletzungs- sowie coronabedingter Ausfälle nicht optimal nutzen und dafür zahlen wir jetzt die Rechnung, weshalb wir in der Abstiegsrunde sind.“ 

Gibt es eine Erklärung, dass alle fünf Spiele seit dem Saison-Wiederbeginn verloren gingen?

„Wir sind in das erste Aufeinandertreffen nach exakt 15 Wochen gar nicht so schlecht gestartet, haben es dann allerdings in der zweiten Halbzeit verloren und damit begann dieser Negativlauf, der sich in den nächsten vier Begegnungen verselbstständigt hatte. Dieser bedeutete, dass zu den Misserfolgen noch einfache Fehler und erneut verletzungs- sowie krankheitsbedingte Ausfälle dazu kamen, weshalb wir in einen Negativstrudel gerieten, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Dem allen mussten wir Tribut zollen und aus den Fehlern müssen wir lernen, um wieder das auf das Parkett bringen zu, was wir im letzten Jahr gut gemacht haben.“

In jedem Aufeinandertreffen führte ein anderer Umstand zum Bruch im Spiel, wieso?

„In den Partien seit dem Saison-Wiederbeginn kam es immer nach einer Verletzung oder roten Karte zum mentalen Bruch, der dazu führte, dass die Auswahl von unserem Spielkonzept abgewichen ist, also von dem, was wir gut gemacht haben sowie zum Erfolg führte und das wurde dann in dieser ausgeglichenen Liga von den Gegnern gnadenlos bestraft.“

Mit welchem Ziel startet Einheit in die nun beginnende Abstiegsrunde?

„Wir wollen unseren elften Tabellenplatz verteidigen, der den Klassenerhalt bedeutet. Es geht jetzt einfach nur darum, dass wir das primäre Saisonziel Verbleib in der vierten Liga erreichen. Deshalb wird es sehr wichtig sein, dass wir das erste Aufeinandertreffen vor heimischen Publikum gegen den HC Aschersleben am Samstagnachmittag um 16 Uhr in der Einheit-Arena gleich gewinnen.“

Was macht dafür Mut und Hoffnung?

„Mut macht mir, das wir in den letzten Begegnungen immer wieder gute Phasen hatten. Auch haben wir jetzt die Zeit in den Trainingseinheiten dafür genutzt, weiter an unseren Schwächen zu arbeiten. Die Spieler haben ja schon öfter bewiesen, dass sie es können und das wollen wir endlich in den nächsten Aufeinandertreffen wieder zeigen. Tatsache ist ja auch, dass wir nun gegen die vermeintlich schwächeren Kontrahenten spielen und auch das sollte uns allen Hoffnung machen.“

Ist die Mannschaft mental stark genug?

„Es wird eine reine Kopfsache sein, dass die Spieler ihr Leistungsvermögen komplett abrufen und aufs Parkett bringen. Schon in der letzten Begegnung hat man trotz der vielen Ausfälle gemerkt, dass ein unbedingter Siegeswille da war und diesen wollen wir auch in den nun sechs entscheidenden Partien mitnehmen. Jeder ist sich der Schwierigkeit der Situation bewusst und die Truppe weiß, dass sie nun zu allem bereit sein muss, um auch in der nächsten Saison wieder in der Mitteldeutschen Oberliga spielen zu können.“

Hat das Selbstbewusst der Auswahl nach sechs Niederlagen in Folge stark gelitten?

„In den Übungseinheiten konnte sich die Auswahl durch viele gelungene Aktionen wieder Selbstbewusstsein erarbeiten und deshalb ist es auch von enormer Bedeutung, dass wir die Alligatoren besiegen, um erfolgreich in die Abstiegsrunde zu starten. Aktuell haben wir 6:6 Punkte und damit eine gute Ausgangsposition, die den Spielern ein gutes Gefühl gibt, da sie nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, sondern alles selbst in der Hand haben.“

Was stand in den Trainingseinheiten während der dreiwöchigen Punktspielpause besonders im Fokus?

„Wir haben in den Übungseinheiten den Schwerpunkt auf die Offensive gelegt, da wir seit dem Saison-Wiederbeginn in keinem Aufeinandertreffen mehr als 24 Tore erzielen konnten und im Angriff mehr Durchschlagskraft sowie eine bessere Chancenverwertung brauchen. Die Zeit hat uns richtig gut getan, wir konnten in den Übungseinheiten anders arbeiten, da wir zum Beispiel auch im Freitagstraining die Spieler voll belasten konnten, was natürlich ein riesiger Mehrwert war.“

Es war ein Novum in der jüngeren Vereinsgeschichte: Erstmals seit über 20 Jahren konnte Einheit keinen Heimsieg in den Punktspielen der Hinrunde bejubeln…

„Deshalb gilt es nun, dass wir auch endlich unsere tollen Anhänger mit Siegen auf heimischem Parkett belohnen. Dabei macht auch Hoffnung, dass nun mit den beiden zweiten Vertretungen aus Aue und Dresden sowie dem SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz drei Mannschaften bei uns gastieren, die wir bereits auswärts besiegt hatten. Es wird darauf ankommen und das ist das Entscheidende, dass wir das umsetzen, was wir können sowie unsere Fehlerquote gering halten. Das fängt gleich mit „Asche“ an und gegen die Sachsen-Anhaltiner haben wir noch eine Rechnung vom Auswärtsspiel offen.“

Der Verein hat noch einmal reagiert und für die Abstiegsrunde zwei Neuzugänge verpflichtet, reichte die bisherige Qualität im Kader nicht aus?

„Wir haben uns noch einmal mit Erfahrung verstärkt und auf den aufgrund eines Kreuzbandrisses längeren Ausfall unseres Torhüters Jan Misar reagieren können. Die beiden Neuzugänge werden uns natürlich noch einmal extra Körner für den Kampf um den Klassenerhalt bringen und dafür bin ich dem Verein sehr dankbar.“

Mit dem Tschechen Lukas Zverina kommt ein alt bekanntes Gesicht vom Thüringenligisten LSV Ziegelheim zurück zur Einheit, der bereits von 2016 bis 2019 in Plauen aktiv war; was erhofft sich der Trainer von diesem Transfer? 

„Durch diese weitere Option im Rückraum können wir deutlich flexibler agieren, denn man hatte ja auch seit dem Saison-Wiederbeginn gemerkt, dass manche Spieler am Ende der Begegnungen verunsichert waren und genau in diesen Situationen hätten wir einen frischen Akteur gebraucht, den wir nun haben. Lukas ist mit seinen 38 Jahren sehr erfahren und kann dadurch in den wichtigen Phasen das Zünglein an der Waage sein, da er mit seiner Durchschlagskraft für die Auswahl eine wichtige Stütze werden kann.“

Wieso wurde mit dem Tschechen Dominik Balin ein dritter Torhüter verpflichtet?

„Dominik soll der Mannschaft eine weitere Sicherheit geben und bringt uns mit seiner Qualität weitere Variabilität auf der Torhüterposition. Er ist ein gut ausgebildeter Schlussmann, hat bereits in der dritten Liga beim SV Anhalt Bernburg gespielt und ist mit seinen 22 Jahren zwar noch ein junger, aber dafür sehr gut ausgebildeter Torhüter. Dominik hat in der Beweglichkeit sowie Geschwindigkeit seine Stärken, ist sehr groß und deckt so viel Fläche ab. Es ist auch für die Spieler sehr wichtig, dass sie wissen, dass sie einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten stehen haben und mit ihm haben wir eine weitere Stärke auf dieser Position dazu gewonnen.“

Was wird mit dem bisherigen Ersatztorwart Lars Reinhardt?

„Ich war mit Lars sehr zufrieden, er ist sehr gut in die Presche gesprungen und hat sich super eingebracht. Er hat auch einen riesigen Schritt nach vorn gemacht, hat nie aufgegeben und die Fehler angenommen, um an seinen Schwächen zu arbeiten, weshalb ich ihn einfach nicht mehr missen möchte. Lars und Dominik bilden zusammen mit unserem Stammschlussmann Josef Pour ein starkes Torwart-Trio.“

Welchen Einfluss können die Zuschauer auf die Auswahl nehmen?

„Die Fans werden für uns in den vier Heimspielen extrem wichtig sein, da sie uns durch die schwierigen und schweren Phasen tragen können. Man sieht ja immer wieder, was einfach mit einer stimmungsvollen Kulisse im Rücken möglich ist, wenn man den achten Mann hat, der einem die Kraft gibt, auch mal über den Punkt zu gehen, an dem es wehtut.“ (flow)

 

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