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Einheit ringt Tabellenführer einen Punkt ab

14.11.2021

Das war ein richtiger Handball-Krimi: Im dritten Spiel vor heimischem Publikum muss der HC Einheit Plauen in letzter Sekunde noch den 27:27-Ausgleichstreffer gegen den HBV Jena 90 hinnehmen. Wieso die Füchse gegen den Tabellenführer in der Mitteldeutschen Oberliga am Samstagabend nach einer sehr guten Leistung doch nicht den ersten Heimsieg in der Saison mit ihren Fans bejubeln konnten.

Nach 59 Minuten und 40 Sekunden netzt Maximilian Krüger zum von den 268 Zuschauern in der Einheit-Arena frenetisch gefeierten 27:26 ein. Die Stimmung in der Halle ist am Siedepunkt, der fünfte Sieg in der Saison und der erste Erfolg zu Hause liegt in der aufgeheizten Luft. Es wäre der absolut verdiente Triumph gewesen, sind sich die begeisterten Besucher im Lager der Rot-Weißen einig. Und es sieht gut aus, denn der ballführende Spieler des HBV Jena 90 wird wenige Sekunden vor dem Ende weit vor dem eigenen Kreis frontal fair angenommen, um sein weiterlaufen sowie weiter passen zu verhindern. Zur Hilfe der Deckungsarbeit eilt von Rechtsaußen Dominik Pecek herbei und soll laut der Aussage des entschiedenen Schiedsrichters durch den Kreis gelaufen sein, was jedoch die Video-Aufnahmen klar als falsch darstellen. Doch aller Protest brachte nichts, der Unparteiische nahm seinen Pfiff nicht zurück und so gab es nach dem Ablauf der 60 Minuten noch den einen entscheidenden Siebenmeter. Die Folge dessen könnte den Verlauf der Partie fast komplett verzerren, schließlich lagen die Spitzenstädter  lediglich fünf Minuten zurück und führten über weite Strecken der Begegnung. So nahm der mit zehn Toren treffsicherste Gäste-Akteur Richard Vagner das Gastgeschenk dankend an, stellte sich der großen Verantwortung, schließlich sollte sein Wurf darüber entscheiden, ob die Hausherren doppelt punkten oder die Thüringer dann seit sieben Spielen ungeschlagen bleiben. Auch wenn der stark aufgelegte Torhüter Josef Pour bis dahin bereits zwei Strafwürfe und 15 Abschlüsse aus dem Spiel heraus teilweise sehenswert pariert hatte, so konnte er den scharfen Einschlag rechts oben zum 27:27 nicht verhindern. „Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt, am Ende war es ein knappes Aufeinandertreffen und um gegen den Tabellenführer gewinnen zu können, braucht man das Quäntchen Glück“, war ein sichtlich enttäuschter Jan Richter stolz auf seine Mannschaft. Diese bestätigte ihre aufsteigende Form vor heimischem Publikum von der ersten Minute, startete gut in die Partie und kämpfte geschlossen als Kollektiv bis zur letzten Sekunde um den ersten doppelten Punktgewinn zu Hause. Gegen den erwartet schweren Gegner konnten sich die Sachsen immer wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung herausspielen, da sie sich immer wieder Bälle in der Abwehr durch ein kluges Agieren erkämpften oder durch cleveres Stellungsspiel das kleine, harzige Leder heraus fingen. Dadurch gelang es den Füchsen viele Kontertore zu erzielen, die „ein entscheidender Grund dafür waren, dass wir so ein gutes Spiel aufs Parkett legen konnten“, weiß der Übungsleiter: „Diese Treffer waren elementar wichtig, da aufgrund der angespannten personellen Situation nahezu alle Akteure durchspielen mussten und wenn man da dann keine einfachen Tore hat, dann kostet das bis zum Schluss so viel Kraft, dass es nahezu unmöglich wird, zu punkten“. Denn die Liste der krankheits- und verletzungsbedingten Ausfälle war lang: Kreisläufer Karel Kveton und der rechte Rückraum Matyas Mandaus konnten überhaupt nicht eingesetzt werden, Dominik Pecek, Jiri Fort sowie David Zbiral standen eigentlich nach einer Grippe-Erkrankung noch nicht für die vollen 60 Minuten zur Verfügung. „Ich bin sehr zufrieden, wie jeder an seine Grenze gegangen ist und wir quasi mit acht Akteuren durchgespielt haben“, so Richter.

Bei dem Spiel auf Augenhöhe konnten sich die Rot-Weißen erstmals beim Stand von 17:14 kurz nach der Halbzeit mit drei Toren absetzen, doch die Umstellung in der Verteidigung, die bedingt durch den Seitenwechsel und der daraus resultierenden Veränderung der Position in der Defensive von Abwehrspezialist Jiri Fort, sorgte dafür, dass die Saalestädter in jedem Angriff nun einen Torerfolg erzielen konnten, da die Plauener nicht mehr so gut deckten. Doch in der Folge stabilisierte sich die Abwehr und auch in der Offensive konnten die Würfe wieder im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden, es wurde wieder auf den Punkt gespielt sowie clever agiert (21:18/43. Minute). In der 52. Minute trat dann das ein, was nicht hätte passieren dürfen und als Knackpunkt in der Begegnung bezeichnet werden kann. Der einzige Kreisläufer und Abwehrchef Jakub Sira bekommt nach einer sehr harten zweiten Zweiminutenstrafe die dritte Hinausstellung, da er laut der Aussage des entscheidenden Schiedsrichters nach dem Pfiff mit seinem Gegenspieler weiter gerungen haben soll, allerdings blieb das Agieren des Universitätsstädters ohne Konsequenz. So mussten die Plauener nicht nur zum Ende des Aufeinandertreffens eine Unterzahlsituation, sondern auch einen weiteren Ausfall eines spielfähigen Akteurs hinnehmen, was die Jenaer für sich zu nutzen wussten. „Wir konnten Jakub nicht ersetzen, sind aber dennoch nicht auseinander gefallen“, analysiert Jan Richter: „Die rote Karte war der Faktor, dass wir noch das Unentschieden hinnehmen mussten, denn ich glaube, dass wir das Spiel dank der Drei-Tore-Führung mit ihm gewonnen hätten“. Als 145 Sekunden vor dem Schlusspfiff die Thüringer mit 25:26 in Führung gehen konnten, drohte den Vogtländern, dass sie nach 60 Minuten erneut mit leeren Händen die Einheit-Arena verlassen müssen. Doch ein wieder sicher verwandelter Siebenmeter von Jan Kacin zum 26:26 und der 27:26-Führungstreffer von Maximilian Krüger sorgten dafür, dass die Sachsen den ersten Punkt vor heimischem Publikum einfahren konnten.

Entscheidend für diesen Erfolg gegen den Tabellenführer und mit sechs Siegen in Serie nach Plauen gereisten HBV Jena 90 war, dass die Füchse erneut mit insgesamt acht nur sehr wenige technische Fehler machten sowie einen sicheren Spielaufbau aufs Parkett legten. „Immer wenn`s wichtig wurde, haben wir getroffen, da dieses Selbstverständnis jetzt auch da ist und wir die mentale Stärke haben“, freut sich der Einheit-Trainer: „Das zeigt, dass wir gut in der Saison angekommen sind, die Auswahl auch das nötige Selbstvertrauen hat und dass wir konkurrenzfähig in der Liga sind“. So gehen die Rot-Weißen sehr optimistisch ins nächste Heimspiel, das bereits am kommenden Samstag, um 16 Uhr in der Einheit-Arena, stattfindet und so wollen die Füchse im vierten Anlauf gegen den Tabellenletzten Sonneberger HV endlich den ersten Sieg zu Hause mit ihren Fans feiern. (flow)

 

HC Einheit Plauen: Pour, Misar - Model (3), Gemeinhardt, Krüger (3), Fort (2), Roth, Kacin (7/2), Mandaus, Zbiral (3), Pecek (8), Sira (1); Trainer Jan Richter, Co-Trainer Heiko Schuster, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht

 

HBV Jena 90: Grzybowski, Natzschka, Minas (4), Schelenz, Alves (1), Neudeck (5), Kirschke, Elsässer (5), Missale, Haugk, Dombrowski, Graefe (2), Vagner (10/5), Dunst; Trainer Svajunas Kairis, Co-Trainer Pascal Delor, Physio Vicky Horn

 

Verwarnungen: 3 für HC Einheit Plauen, 3 für HBV Jena 90

Zeitstrafen: 5 für HC Einheit Plauen, 3 für HBV Jena 90

Disqualifikationen: 1 für HC Einheit Plauen (ohne Bericht)

Zuschauer: 268

 

Bild zur Meldung: Einheit ringt Tabellenführer einen Punkt ab

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211113_HCE-HBV Jena 90 (14.11.2021)

 
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