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„Die Mannschaft hat genügend Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen"

07.09.2019
 
Was lange währt, muss gut werden: Seit Dezember war der ehemalige Trainer des HC Glauchau/Meerane Vasile Sajenev im Gespräch, gemeinsam mit Jan Richter das Übungsleiterduo an der Seitenlinie des HC Einheit Plauen in der Mitteldeutschen Oberliga zu bilden, doch bis er schließlich Ja gesagt hatte, mussten sich noch einige Dinge wie von selbst klären - Im Interview mit Florian Wißgott sprach der ehemalige rumänische Nationalspieler über die aus der Not heraus geborenen speziellen Einheiten, verrät, was den Neuzugängen noch zur etablierten Stammkraft fehlt und erklärt, warum er sich sehnsüchtig nach Verstärkungen sehnt. 
 
Was hat dich überzeugt, beim HC Einheit Plauen Trainer der ersten Mannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga zu werden?
Nachdem ich mir eine kleine Auszeit vom Übungsleiterdasein gegönnt hatte, wollte ich jetzt wieder unbedingt im Handball aktiv sein. Ich nahm mir die Zeit, um das alles gut zu durchdenken und mit meiner Familie zu besprechen. Es gab einige Dinge zu klären und auch die Ligazugehörigkeit stand ja erst sehr spät fest, deshalb dauerte meine Bedenkzeit etwas länger. Dann habe ich mich schließlich dafür entschieden, mich hier erst einmal für ein Jahr mit Option auf ein Weiteres zu engagieren.
 
Erneut hatte der Verein riesiges Glück, dass die Mannschaft weiterhin in der vierten Liga auf Punktjagd gehen kann und trotzdem hat sie nach den Abgängen der drei Leistungsträger Viktor Beketov, Moritz Rahn sowie Pascal Wolf einen erheblichen Substanzverlust hinnehmen müssen, wie kann das vom Trainerteam kompensiert werden?
Erst einmal muss ja festgehalten werden, dass ein Großteil der Spieler schon jahrelang in der Oberliga auf diesem Niveau aktiv sind und deshalb lege ich mich fest, dass das Potential durchaus für einen unteren Mittelfeldplatz da ist. Die Mannschaft hat genügend Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen und sie ist auch konditionell topfit. Allerdings sind wir für den Ligaverbleib eigentlich viel zu wenig Akteure, denn sobald sich einer verletzt, wird es extrem schwer, das irgendwie auszugleichen.
 
Wenn sich ein Leistungsträger während der Saison verletzen und länger ausfallen sollte,... 
...dann haben wir ein riesiges Problem und es wird wahnsinnig schwierig, den Ligaverbleib zu schaffen. Ich wünsche mir, dass wir den Klassenerhalt schaffen und das wäre großartig. Jedoch ist das von so vielen Faktoren wie beispielsweise der ständigen Einsatzfähigkeit aller Akteure abhängig. Aber die Saison ist zum Glück noch lang und da gibt es hoffentlich genügend Spiele, wo alle Spieler komplett fit sind, um dann die so wichtigen Punkte zu holen. 
 
Schwirrt ein Plan B für solch ein Szenario durch deinen Kopf, falls die jetzt schon äußerst dünne Spielerdecke noch weiter schrumpft?
Ich gehe davon aus, dass die Akteure gesund bleiben und dass wir eine ganze Saison durchziehen können. Über eine Alternative oder andere Möglichkeiten könnte man sich nur Gedanken machen, wenn noch zwei, drei Aktive zur Riege dazu stoßen würden, denn dann ist man auch in der Lage, auf solche Ausfälle reagieren zu können.
 
Du hattest das Vergnügen, mit der Mannschaft die komplette Vorbereitung absolvieren zu können; worauf hattest du besonderen Wert gelegt?
Gerade bei solch einem kleinen Kader ist es sehr wichtig, dass alle vorhandenen Spieler konditionell auf einem richtig guten Stand sind. Aber auch das clevere Agieren haben wir trainiert, um nicht nach ein paar Minuten schon keine Kraft mehr zu haben, sondern die volle Dauer einer Begegnung durchspielen zu können. Solange wir so wenige Akteure zur Verfügung haben müssen wir die Last auf den paar Schultern gleichmäßig verteilen und das müssen sie aber noch lernen, denn nur dann können wir erfolgreich sein. 
 
Für drei der vier Neuzugänge ist die vierte Liga mehr oder weniger Neuland: Können sie trotzdem in die Fußstapfen ihrer Vorgänger treten und die Mannschaft direkt verstärken?
Da sie entweder aus dem eigenen Nachwuchs (Gian-Luca Corda), der zweiten Vertretung (Marcel Gemeinhardt) oder aus einer niedrigeren Liga (Jakub Dolak, Thüringenliga) stammen, fehlt ihnen noch die Erfahrung für die Mitteldeutsche Oberliga, aber natürlich arbeiten wir daran. Sie werden auf jeden Fall ihre Einsatzzeiten erhalten und die Chance bekommen, sich zu zeigen, um sich weiterentwickeln zu können. Allerdings werden sie auch recht schnell mitbekommen, wie hart die vierte Liga ist und wie schwer es ist, sich da gegen die anderen gegnerischen Akteure zu behaupten. Die Entwicklung passt, sie haben sich gut in die Auswahl integriert und überraschen mich meistens positiv im Training oder auch schon bei manch einer Spielsituation. 
 
Andere Vereine hatten teilweise recht hochklassige Neuzugänge vermeldet und sich dementsprechend ordentlich verstärkt, wie kann sich die Mannschaft in diesem Haifischbecken behaupten?
Wenn woanders die Spieler mit Geld, Sachleistungen oder anderen Dingen angelockt werden, dann sollen und können sie das gerne machen, aber wenn der HC Einheit Plauen das nicht kann, dann hat man halt leider keinen größeren Kader zur Verfügung. 
 
Ein Trainer ist nahezu nie mit allem zufrieden, wo drückt der Schuh am meisten?
Von der Trainingsbeteiligung bin ich sehr enttäuscht, denn wir sind schon nicht viele Spieler und dann ist es umso wichtiger, dass alle zu jeder Einheit komplett anwesend sind, um sich gut auf die nächste Partie vorbereiten zu können. Leider ist es so, dass selbst wenn mal viele da sind, immer noch der ein oder andere Akteur fehlt und das hat natürlich weitreichende Folgen, denn so können wir nie reale Spielsituationen kreieren, da wir einfach zu wenig Leute dafür sind. Genau das fehlt uns aber dann, wenn's darauf ankommt, auch mal auf unvorhergesehene Abläufe während einer Begegnung reagieren zu können, da wir so etwas vorher nicht simulieren konnten. Deshalb trainieren wir viel in Kleingruppen, was allerdings mehr oder weniger eine individuelle Übungseinheit für die jeweiligen Spieler auf dieser Position ist und nicht das Zusammenspiel der gesamten Vertretung fördert. Denn um auch mal in Mannschaftsstärke ein richtiges Trainingsspiel absolvieren zu können, brauchen wir mindestens vierzehn Mann. Dann könnte man mal unter spielähnlichen Bedingungen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr die ganzen Abläufe richtig üben. 
 
Wie ist die Zusammenarbeit mit deinem Trainerpartner Jan Richter?
Die ist richtig gut, denn er sieht mal etwas Anderes, was mir nicht auffällt und dafür erkenne ich mal etwas, was er wiederum vielleicht nicht so wahrgenommen hätte. So können wir uns ergänzen, da wir viel miteinander kommunizieren und dann treffen wir die Entscheidung gemeinsam, wodurch definitiv die gesamte Auswahl profitiert.  
 
Wo liegt der Schlüssel zum Erfolg?
Man kann sich natürlich nicht nur auf die Abwehr konzentrieren, aber wenn in der Defensive gute Leistungen gebracht werden, dann hat man es auch im Angriff leichter, da dann weniger Tore erzielt werden müssen, um erfolgreich zu sein. Dennoch trainieren wir beides gleichermaßen, da beispielsweise in der Offensive unsere Chancenverwertung viel zu niedrig ist, was sich allerdings dringend ändern muss, um auch mal zu punkten. Es ist also immer noch einiges zu tun und wir werden weiterhin fleißig an den Defiziten arbeiten. 
 
Woran liegt es, dass man beim Torabschluss keinen kühlen Kopf bewahrt?
Ich bin der Meinung, dass das vom Spielgeschehen auch mit abhängig ist, denn wenn man einen guten Lauf hat und einen Treffer nach dem anderen erzielt, dann läuft es einfach. Andererseits ist es genau umgekehrt dann der Fall, wenn man die ersten Abschlüsse verworfen hat, dass man sich dann meistens Gedanken darüber macht und dann auch die nächsten Versuche scheitern. Leider hat nicht immer jeder einen guten Tag erwischt, wenn das Aufeinandertreffen angepfiffen wird. Das ist jedoch etwas ganz normales im Sport. Auch die Konzentration kann über Sieg oder Niederlage entscheiden und da die bei jedem Menschen anders ist, zeigt sich das dann immer erst in den ersten Minuten einer Partie. Aber der Wille eines jeden Einzelnen, eine richtig gute Leistung aufs Parkett zu bringen, ist bei jedem Spieler da.
 
Jetzt hofft man natürlich, dass die Mannschaft immer genau dann auch liefern kann, wenn sie es muss, also vor allem gegen die schlagbaren Gegner aus der unteren Tabellenhälfte; wie kann die Riege auf solche wichtigen Spiele optimal vorbereitet werden?
Es ist nach wie vor so, dass in der Mitteldeutschen Oberliga jede Auswahl in der Lage ist, die gegnerische Vertretung zu schlagen und deshalb bin ich optimistisch, dass wir über alle Saisonspiele verteilt vielleicht auch mal mit ein bisschen Glück genügend Punkte für den Klassenerhalt holen werden.
 
Du warst selbst jahrelang ein äußerst erfolgreicher Handballer, wie kannst du deine Erfahrungen an die Mannschaft weitergeben?
Ich versuche, dass ich alle Übungen selbst zeige und auch mal vormache, damit sich die Spieler das abschauen sowie aneignen können, was ich damals schon gemacht habe. Dennoch ist mir klar, dass das andere Zeiten waren, dass mittlerweile sich so viel verändert hat und der ganze Sport beispielsweise viel schneller geworden ist oder mehr Akteure auf der Bank sitzen dürfen, es also häufiger zu Auswechslungen kommt. Dadurch hat man natürlich die Möglichkeit, jeden tag viel zu lernen und genau das ist es, was mir so viel Spaß am Trainerdasein macht. 
 
Gerade wenn es mal eine längere Zeit nicht so gut läuft, ist es umso wichtiger, dass es in der Mannschaft im Miteinander passt, wie konntet ihr das als Trainerteam fördern und verstärken?
Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn wir alles in der Gemeinschaft wie beispielsweise das Kanufahren in Markkleeberg oder die Teilnahme am Parker Triathlon machen sowie erleben, dann weiß dadurch nicht nur jeder, wie der andere tickt, sondern es schweißt natürlich die Riege zusammen und vor allem lernt man sich so viel besser kennen, was extrem wichtig ist. 
 
Zum Saisonauftakt in der letzten Woche musstet ihr auswärts beim USV Halle eine 32:25-Niederlage hinnehmen: Jetzt könnte der ein oder andere auf die dummen Gedanken kommen, dass das wieder genau so anfängt wie in der vergangenen Spielzeit; wie kannst du deine Mannschaft so motivieren, dass die verlorene Partie gar keine Rolle mehr in den Köpfen spielt?
Da ja heute gleich das nächste Pflichtspiel ansteht und wir uns vor heimischen Publikum mit den zahlreichen Zuschauern im Rücken mit guten Leistungen präsentieren können, wollen wir natürlich auch die zwei Punkte in Plauen behalten. Wir werden in jeder Begegnung bis zum Schluss alle kämpfen, um irgendwie die notwendigen Zähler für den Ligaverbleib zu erreichen, denn es geht immer weiter und irgendwann haben wir auch mal das Glück auf unserer Seite.
 
Besonders die Erfolglosigkeit der Mannschaft in den vergangenen Saisons hat so manchen Fan von der Tribüne verschreckt, wie kann man diese Unterstützer wider zurückholen?
Man sollte das erst einmal in Relation sehen, denn in so vielen anderen Ligen haben die meisten Vereine noch viel weniger Zuschauer. Wenn wir allerdings einen attraktiven Handball auf dem Parkett spielen, gemeinsam Spaß sowie Freude haben und natürlich auch gewinnen, dann wird auch das Interesse der Sympathisanten des kleinen, runden Leders wieder deutlich größer. 
 
Wie ist dein Gefühl, können die rot-weißen Anhänger heute Abend in der Einheit-Arena nach der Schlusssirene jubeln?
Da mir immer wieder gesagt wird, dass die Auswahl zu Hause viel besser spielt, hoffe ich einfach mal, dass wir die Partie gegen den ESV Lok Pirna dann auch gewinnen werden.
 
Wie wollt ihr den Klassenerhalt schaffen?
Dieses Ziel können wir nur erreichen, wenn wir von oben bis unten alle zusammen an einen Strang ziehen und gemeinsam das Beste aus uns herausholen. 
 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: „Die Mannschaft hat genügend Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen"

 
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