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Im Interview: David Zbiral

02.02.2019

„Mir macht das Handballspielen einfach großen Spaß“

 

Er ist wie das Gehirn der Mannschaft und wenn dieses ausfällt, dann ist die Not groß: Florian Wißgott unterhielt sich vor dem heutigen Spiel mit David Zbiral darüber, warum er sich bei seinem Comeback schlecht gefühlt hat, der Mittelmann erklärte nicht nur, wieso solch eine lange Verletzung auch einen kleinen Vorteil mit sich brachte, sondern verriet auch, ob er deshalb seine Spielweise verändert hat, wie er es schaffte, sich so schnell wieder ins Spielgeschehen zu integrieren, weshalb es ihm gleich bewusst war, dass er länger ausfallen würde und versuchte sich an einer Erklärung, warum diese krassen individuellen Fehler entstehen - sowie sprach der Denker und Lenker ganz offen darüber, weshalb seine Zukunft aktuell beim HC Einheit Plauen noch völlig offen sei.

 

Nach einer längeren Verletzungspause konntest du im letzten Heimspiel endlich wieder eingesetzt werden, wie war deine Gefühlslage?

Vor dem Spiel habe ich mich ehrlicherweise sehr schlecht gefühlt, da ich noch nicht wieder richtig trainieren und erst in der Woche vor der Partie wieder vollständig alle Übungen in den Einheiten absolvieren konnte. Während des Aufeinandertreffens hatte ich deshalb auch relativ schnell schwere Beine bekommen und immer weniger Kraft, da ich noch nicht wieder in der körperlichen Verfassung wie vor der Verletzung war. Auch weil ich immer noch kleine Probleme mit dem Knie habe, war ich noch nicht zu 100 Prozent einsatzfähig und hatte auch nach der Begegnung leichte Schmerzen gehabt, aber es wird immer besser. Dennoch habe ich mich natürlich sehr gefreut, endlich mal wieder nach so einer langen Pause mitspielen und nicht mehr nur neben, sondern auf dem Parkett sein zu können, denn mir fällt es schwerer zuzuschauen als aktiv auf der Platte zu stehen.

 

Aktiv der Mannschaft beim Kampf um die nötigen Punkte wieder helfen zu können, ist...?

... Sehr schön und meine Verletzung hatte auch einen kleinen Vorteil, denn dadurch bekam ich die Möglichkeit, die Kontrahenten mir genau anzuschauen, was mir jetzt hilft, wenn wir gegen sie spielen, da ich nun besser weiß, was ich erfolgreich machen kann oder welcher Spielzug sinnvoll anzuwenden ist. Jedoch brauche ich eigentlich noch mehr Zeit, um das Spielgeschehen auf dem Parkett noch besser wieder als Mittelmann führen zu können. Ich freue mich aber, dass ich nun die Jungs unterstützen kann, denn wir sind ja auch nicht so viele Spieler, deshalb wird jeder gebraucht und da man auch mal eine kleine Pause benötigt, ist es gut, dass wir dadurch mehr Wechselmöglichkeiten haben. Jetzt kann ich endlich wieder alles geben, damit wir hoffentlich bald erfolgreich sind und bin sehr froh, meinen Beitrag dazu leisten zu können.

 

Gerade so eine Verletzung prägt sich ins Gedächtnis ein; wie gehst du damit um und ändert das etwas an deiner Spielweise, da du möglicherweise Angst vor einer erneuten Verletzung hast?

Da alles nach meiner Operation gut verheilt ist, ist das schon wieder aus meinem Kopf raus, also ich denke nicht beispielsweise bei einem Spiel nach, ob oder bei was ich mich möglicherweise erneut verletzen könnte, sondern agiere genauso wie zuvor und das Einzige was ich jetzt noch brauche sind viele Trainingseinheiten, um in meine alte Form zurück zu kommen. 

 

Du bist das Gehirn der Mannschaft auf der Rückraummitteposition, wie gut konntest du dich schon wieder in die Spielabläufe integrieren?

Ganz gut, denn während meiner Verletzungspause war ich trotzdem bei jedem Training dabei sowie kommunizierte ich viel mit meinen Mitspielern, um zu wissen, wie die Mannschaft agiert und deshalb konnte ich mich gleich so gut einfügen, da ich wusste, was wir spielen wollen oder können.

 

Viele werden sich vielleicht gar nicht mehr erinnern: Wie passierte die Verletzung?

Im Stadtderby gegen den SV 04 Oberlosa hatte ich mir bei einem Angriff mein Knie verdreht, als ich gerade ein Kreuz angezogen hatte und mit einem Gegenspieler leicht zusammen stieß, weshalb ich daraufhin ungünstig mit meinem Fuß aufkam, wodurch ich mir meinen Meniskus angerissen hatte sowie einen Knorpelschaden bekam. 

 

War dir in diesem Moment gleich bewusst, dass du länger ausfallen wirst und was ging dir durch den Kopf, als du erfahren hast, dass du so lange pausieren musst?

Ja, denn am nächsten Tag war mein Knie ganz geschwollen und deshalb war mir klar, dass ich erst einmal ausfallen werde. Ich hatte dann, bevor ich die Ergebnisse von der MRT-Untersuchung kannte, gehofft, dass ich mir nicht mein Kreuzband gerissen hatte, sonst wäre die ganze Saison für mich beendet gewesen. Ich habe also noch einmal Glück im Unglück gehabt, was in diesem Fall für mich das Beste war, weil ich so nur ungefähr drei Monate pausieren musste. Natürlich war ich enttäuscht sowie traurig, dass ich erst einmal länger nicht mehr mitspielen kann, aber trotzdem war ich erst einmal zufrieden damit, dass es nicht noch schlimmer war. 

 

Wie erlebt man die sportliche schwierige Situation auf der Tribüne, wenn man weiß, dass man daran nichts ändern kann?

Das war für mich eine ganz schwierige Zeit, denn das hat mich so viele Nerven gekostet, denn als Spieler erlebt man das sonst nicht so stark, da man durch das Agieren auf dem Parkett in gewisser Weise abgelenkt ist und deshalb war das für mich völlig unnormal sowie hatte ich Stress pur auf der Tribüne. 

 

Wie motiviert man sich in der Zeit, wenn man mit dem kleinen runden Leder nichts machen darf?

Mir macht das Handball spielen einfach großen Spaß, trainiere gerne und bin gerne mit der Gruppe zusammen, deshalb ist es mir schwer gefallen, nicht an den Einheiten teilnehmen oder in den Partien mit aktiv sein zu können, denn es ist für mich einfach normal, an dem kleinen, runden Leder zu sein. 

 

Das erste Mal wieder am Ball, alles wie immer?

Naja, da war ich mir ganz unsicher, was wird passieren, was kann ich alles mitmachen, denn ich wollte so schnell wie möglich wieder ein komplettes Training absolvieren, was natürlich nicht gleich möglich war, denn ich musste langsam beginnen und konnte mich nur kontinuierlich steigern, aber ansonsten war eigentlich sogar alles wie immer. 

 

Mit Martin Danowski hast du einen richtig gut ausgebildeten Kreisläufer als Mitspieler; wie kannst du ihn noch besser in Szene setzen, welche Vorteile bringt diese Verstärkung für die gesamte Mannschaft und wie kannst du von diesen neuen Möglichkeiten profitieren?

Erst einmal muss gesagt werden, dass Martin Danowski sehr viel für die Mannschaft arbeitet, also Sperren stellt oder aufgrund seiner Torgefährlichkeit zwei Abwehrspieler bindet, wodurch es uns Rückraumspielern erleichtert wird, selbst zum Abschluss zu kommen. Auch weiß er genau, wo er zu stehen, um anspielbar zu sein und deshalb muss ich da gar nicht so viel vorbereiten, sondern ihn nur den Ball zupassen. Für ihn wird es leichter, wenn auch wir Rückraumspieler des Öfteren einnetzen und vielleicht auch mal von zehn, elf oder zwölf Metern werfen, damit die Verteidiger herausrücken müssen, was bedeutet, dass am Kreis mehr Platz entsteht. Wir haben nur ein Problem, dass wir nicht nur unseren Kreisläufer zu selten anspielen, sondern auch unsere Außenspieler, weshalb wir wieder mehr als Mannschaft zusammen agieren müssen, um von allen Positionen Torgefahr auszustrahlen. Dann ergeben sich auch viel mehr Möglichkeiten für jeden Einzelnen, selbst einen Treffer zu erzielen, da die Defensive sich nicht nur auf einzelne Akteure von uns konzentrieren kann, was beispielsweise mir ermöglicht, auch mal ins Eins-gegen-Eins zu gehen und das macht uns dann alles in Allem deutlich flexibler.

 

Deine Stärke ist auch das Eins-gegen-Eins, darfst du unter dem neuen Trainer Jan Richter diese nun häufiger mit in dein Spiel einbauen und zeigen?

Ja, denn wir haben jetzt nicht nur ein anderes System, sondern reden auch viel miteinander, was bedeutet, dass wir bei den gemachten Vorschlägen gemeinsam nach Kompromissen suchen, wie wir die erfolgreich umsetzen können und da Jan Richter weiß, was ich kann sowie ich ihm mitteilen kann, was oder wie ich gerne spielen würde, kann ich nun wieder das öfters mit einbringen. 

 

Wie kannst du die Rückraumspieler noch besser in gute Abschlussmöglichkeiten bringen und wie kannst du selbst noch torgefährlicher werden?

Ich kann nur mit dem Anwenden des passenden Spielzuges gegen die jeweilige gegnerische Defensivformation dafür sorgen, dass mit der richtigen Kombination der Abschluss eingeleitet wird, um möglichst eine hohe Wahrscheinlichkeit des Torerfolges zu haben. Wenn ich wieder komplett fit bin, dann werde ich hoffentlich auch häufiger mich in den Eins-gegen-eins-Situationen durchsetzen, um dann zum einen selbst öfters einnetzen zu können oder zum anderen dadurch eine Lücke stoßen, die die Halbspieler für sich nutzen und abschließen zu können. 

 

Woran liegt es, dass euch mittlerweile solche krassen individuellen Fehler passieren?

Ein entscheidender Grund dafür könnte sein, dass wir bei den Trainingseinheiten einfach nicht genügend Spieler sind, was bedeutet, dass wir die Konstellationen, die wir dann in einer Partie haben, nicht wirklich realistisch üben können und dadurch kommt dann genau diese eine bestimmte Situation nicht im Training, sondern im Pflichtspiel zu Stande, auf die du nicht vorbereitet warst. Das hat dann leider diese verheerende Folge, dass wir durch diesen Stress, diese Hektik und Unordnung solche einfachen Fehler machen, die viele eigene Angriffe zunichtemachen, uns damit auf die Verliererstraße bringen und so viele Punkte leichtfertig verschenken. Denn wenn wir den richtigen Spielzug anwenden, jeder weiß, was wir spielen wollen und man machen muss, dann kommen auch eigentlich diese technischen Fehler nicht zu Stande.

 

Mit Levin Kies hast du einen sehr jungen und talentierten Mitspieler bekommen, wie könnt ihr euch auf der selben Position ergänzen?

Levin ist vom Spieltyp her etwas Anders als ich, er braucht natürlich noch Erfahrung, die er jedoch schon fleißig hier in der Mitteldeutschen Oberliga sammeln kann und da ich auch noch nicht so alt bin, kann ich ihm noch gar nicht so viele Ratschläge geben, außer, dass er so viel wie möglich ausprobieren soll. 

 

Es sind noch zehn Spiele zu bestreiten, davon vier vor heimischem Publikum; wie viele Punkte holt ihr noch und reicht das für den Klassenerhalt?

Ich hoffe natürlich alle, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen, aber wir müssen jedes Spiel einzeln realistisch betrachten und angehen, denn wir sollten uns jetzt keine Gedanken darüber machen, was im Frühjahr ist, sondern wir müssen uns auf die kommende Partie fokussieren sowie konzentrieren. 

 

Würdest du den Gang in die Sachsenliga mitgehen?

Das weiß ich nicht, da wir das bis jetzt noch nicht geklärt haben, deswegen ist das alles völlig offen, wie es in der nächsten Saison für mich weitergeht, aber ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, auch in der Sachsenliga für den HC Einheit Plauen zu spielen und wenn alles gut läuft, dann bleibe ich hier. Dennoch finde ich es wichtig, wenn wir in Zukunft wieder konstanter Erfolg haben wollen, dass nahezu die gesamte Mannschaft zusammen bleibt und das wir nicht mehr so viele Abgänge sowie Zugänge haben, denn bis wir uns aufeinander abgestimmt oder eingespielt haben, dauert das eine zu lange Zeit. Wenn mir versichert wird, dass wir in der nächsten Saison einen großen Kader mit 14 konkurrenzfähigen Spielern für die jeweilige Liga haben und ein Großteil des jetzigen Aufgebots bleibt, bei den Trainingseinheiten alle Akteure anwesend sind, um ordentlich üben zu können, dann wäre ich definitiv auch weiterhin ein Spieler des HC Einheit Plauen. 

 

Du kamst hier her als die Mannschaft in der Sachsenliga auf Punktjagd ging, bist dann gemeinsam mit ihr in die Mitteldeutsche Oberliga aufgestiegen und hast in der letzten Saison gerade noch so mit ihr den Klassenerhalt geschafft; wie beurteilst du deine Entwicklung sowie welche persönlichen Ziele hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Ich bin eigentlich schon zufrieden, auch wenn man sich immer noch weiter verbessern hätte können, beispielsweise möchte ich in den schwierigen Situationen noch häufiger einen kühlen Kopf bewahren, die richtigen Entscheidungen treffen sowie meinen Mitspielern die nötige Ruhe ausstrahlen und vor allem wäre ich aber gerne mit der Mannschaft wieder erfolgreicher. 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Im Interview: David Zbiral

 
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