Einheits Heimbilanz und Torwart als Mutmacher

22.10.2026

Die Regionalliga-Handballer haben eine Woche nach dem 29:29 gegen Wittenberg erneut Heimrecht. Die Gäste aus Thüringen kommen allerdings mit einer Menge Selbstvertrauen.

Der HC Einheit Plauen ist am Samstag, 17 Uhr, in der Handball-Regionalliga gegen den HSV Bad Blankenburg zum Erfolg gezwungen. Die seit sieben Spielen sieglosen Plauener (13. Platz/4:12 Punkte) haben nur einen Zähler mehr als Schlusslicht HSG Freiberg auf dem Konto. Die Statistik macht Mut: Von den zehn Viertligaduellen zwischen Einheit und Bad Blankenburg konnten zwar beide Vereine je fünf für sich entscheiden. Die bessere Heimspielbilanz haben allerdings die Plauener. Sie gewannen seit drei Jahren alle Spiele in eigener Halle. Bad Blankenburg (6. Platz/10:6 Punkte) triumphierte allerdings vor einer Woche beim 34:21 über den Dritten HSV Apolda. Sind die Thüringer favorisiert? „Blankenburg hat eine gute Mannschaft, starke Spieler und mit Torschützenkönig Vaclav Kovar (90 Tore in acht Spielen) einen Topspieler. Wenn wir aber unsere Leistung bringen, wird es ein enges Spiel“, sagt Plauens Trainer Mario Schuldes. Fest steht: Einheit ist am Samstag mit einer kämpferisch, spielerisch und mental starken Leistung in der Pflicht. Dabei könnten die Paraden des erst 22-jährigen Torhüters Matéj Brychlec wieder entscheidend sein. „Wir haben drei gute Torhüter. Gegen Wittenberg war Matéj sehr stark. Ich hoffe, er wiederholt diese Leistung“, sagt Schuldes. Brychlec war zur Saison 2025/26 vom tschechischen Erstligisten HC Koprivnice nach Plauen gekommen. Vorher war er unter Trainerlegende Martin Galia bei HC Banik Karvina und hatte da auch internationale Einsätze. 18 Spiele bestritt er im ersten Spieljahr beim HC Einheit. Verletzungsbedingt war er zwölfmal nicht im Kader. „Matéj ist noch sehr jung und war vorher Profi mit gewohntem Umfeld. Er hatte viel mit Verletzungen zu kämpfen. Ich bin von seinem Potenzial aber überzeugt“, sagte nach seiner Verpflichtung Schuldes. Auch Co-Trainer Josef Pour, der das Talent aus Tschechien nach Plauen holte, schwärmte nach dem Wechsel von Brychlecs Torhüterqualitäten. Die fürs Umschaltspiel wichtige Schnelligkeit, das Auge, die Absichten der Wurfgegner zu erkennen, und die akribische Spielvorbereitung zählt der Tscheche zu seinen Stärken. „Meine Schwächen sind im Kopf, weil ich oft zu viel nachdenke“, sagt er selbstkritisch. Wenig Nachdenken und viel Auge sollten am Samstag Brychlecs Devise sein. (tau)

 

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