Einheit kassiert späten Ausgleich

18.10.2026

Trotz personeller Probleme, die sich während des Spiels noch verschärften, haben die Rot-Weißen wieder ein Lebenszeichen gesendet. Vollständig belohnt wurden sie dafür im Duell zweier Tabellennachbarn aber nicht.
Aufatmen im Lager der Handballer des HC Einheit Plauen: Dank einer starken kämpferischen Leistung und auch einer spielerischen Steigerung im Vergleich zur Niederlagenserie zuvor gelang dem Tabellen-14. (4:12 Punkte) gegen den punktgleichen 13. SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz mit 29:29 (12:12) wieder ein Teilerfolg in der Regionalliga Mitteldeutschland. 300 Besucher in der Einheit-Arena sahen am Samstag eine vor allem kampfbetonte und ausgeglichene Partie mit einer dramatischen Schlussphase. Einheit-Trainer Mario Schuldes war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, weniger aber mit dem nur einen Punkt: „Unsere kämpferische Einstellung war super. Auch spielerisch hatten wir phasenweise gute Lösungen. Es war ein sehr schnelles Spiel. Unsere Abwehr hat gut gearbeitet. Sehr gut war die Leistung unseres Torhüters mit 16 Paraden. Ärgerlich ist, dass wir kurz vor Schluss (88 Sekunden) mit zwei führten und auch vor unserem letzten Wurf ein Pfiff erfolgte.“ Die Füchse hatten vor und während der Begegnung etliche Ausfälle zu verkraften. Neben dem bereits längere Zeit verletzten Petr Jahn fehlten aus familiären Gründen Leos Petrovsky und Torhüter Felix Neef. Schlussmann Dominik Balin war zwar im Aufgebot, aber gesundheitlich nicht fit. Damit hatten die Plauener mit Matej Brychlec nur einen Torhüter zur Verfügung. Des Weiteren verletzten sich während des Aufeinandertreffens David Machacek zum Ende der ersten Halbzeit und Richard Vogel kurz nach der Pause. Beide konnten wegen ihrer schweren Beinverletzungen nicht weiter spielen. „Der Ausfall der zwei Linkshänder im Spiel war schon besonders hart. Aber unser Team hat das bravourös kompensiert“, so Schuldes. Zudem gab es in der Einheit-Arena lautstarke Kritik am Schiedsrichter-Kollektiv - diese besonders wegen einigen Zweiminutenstrafen: Die Rot-Weißen bekamen zehn, die Gäste nur zwei. Auch bei den Strafwürfen profitierten die Sachsen-Anhalter mit sieben zu nur einen für die Plauener. Schuldes dazu: „Das Spiel war schnell. Die Unparteiischen pfeifen das, was sie sehen. Ich sah auch einiges anders. Ich werde mir das Video ansehen. Wenn wir ein Tor mehr machen, ist das Thema gar nicht präsent.“ Trotz der 1:0-Führung der Spitzenstädter durch den fünffachen Torschützen Michael Bednarik hatten die Gäste den besseren Start und führten 7:3 (11. Minute). „Unseren Kreisanspielen fehlte die Genauigkeit. Wir agierten nicht immer diszipliniert und hatten im Spiel zwölf technische Fehler und 17 Fehlwürfe, davon etliche Freie“, resümierte Mario Schuldes. Einheit kämpfte und spielte danach besser. Beim 12:12 wurden die Seiten gewechselt. „Wir agierten weiter diszipliniert und mussten insgesamt 20 Minuten in Unterzahl spielen. Mit 16 Paraden hat uns Matej immer wieder den Rücken gestärkt. Auch unsere eingewechselten Spieler haben ohne Ausnahme ihre Leistung gebracht“, freute sich Schuldes.

Die Ausgeglichenheit beider Auswahlen - auch die statistische - war nach Wiederbeginn charakteristisch. Nur in der 40. Minute lagen die Gäste beim 17:19 mit zwei Treffern vorn. Wenig später folgte die dramatische Schlussphase. Plauens sechsfacher Torschütze Joel Stegner warf zum 25:24 (55.). Nach dem 26:26 (57.) trafen Petr Linhart und Florian Wokan zum 28:26. Die Hallenuhr zeigte 58:32. Die Einheit-Arena bebte in Anbetracht des nahen Sieges. Adam Janasek bekam eine Zwei-Minuten-Strafe und Wittenberg-Piesteritz glich zum 28:28 aus. Die Hallenuhr zeigte 59:13. Florian Wokan traf zum vielumjubelten 29:28. Die Hallenuhr zeigte 59:39. Acht Sekunden vor Spielende traf der achtfache Gästetorschütze Gehlert zum 29:29-Ausgleich. (tau)

 

HC Einheit Plauen: Balin, Brychlec – Corda (1), Ludwig, Wokan (3/1), Janacek (1), Linhart (4), Vogel (3), Bednarik (5), Machacek (1), Kacin, Bandy (5), Horky, Stegner (6)

 

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