Einheit gastiert beim Spitzenreiter

02.10.2025

Schwerer könnte die Aufgabe für die Handballer des HC Einheit Plauen nicht sein, wenn sie erneut am Sonntagnachmittag ab 17 Uhr beim verlustpunktfreien Tabellenführer HC Elbflorenz II in der Regionalliga Mitteldeutschland gefordert sind. Wie die Füchse bei den Jungtigern dennoch punkten wollen.

„Dresden ist sehr gut in die Saison gestartet, hat vier starke Spiele gemacht und gute Ergebnisse erzielt - und steht nicht zu Unrecht da ganz oben“, weiß Einheit-Trainer Mario Schuldes: „Elbflorenz ist schon immer unbequem zu bespielen und es wird eine sehr schwere Aufgabe werden.“ Denn die Landeshauptstädter empfangen die Rot-Weißen am Sonntagnachmittag nicht nur dank der vier Siege in den vier Partien als einzige Auswahl ohne einen Minuspunkt als Tabellenführer der Regionalliga Mitteldeutschland, sondern auch als mittlerweile erfahrene Truppe. „Es ist eine junge Mannschaft, die brennt und heiß ist, aber auch in den letzten Jahren einen stabilen Kader hat“, berichtet Schuldes: „Dazu kommen immer wieder gut ausgebildete junge Spieler aus dem Nachwuchs dazu, die genau in das System reinpassen und deshalb ist auch diese Breite ihre Stärke.“ Doch die größte Stärke der Jungtiger ist die Flexibilität in den Abwehrsystemen. „Gerade wenn die Dresdner in eine offensive Deckungsformation gehen, dann ist das immer unangenehm zu bespielen, da sie diese schon über Jahre hinweg sehr gut spielen“, so der Übungsleiter, der die Verteidigung des Perspektivteams des Zweitbundesligisten auch als „sehr giftig“ bezeichnet: „Es ist ungewohnt, wir können nicht unsere normalen Auftakthandlungen oder Abläufe spielen und Elbflorenz deckt sehr gut am Mann dran, weshalb man immer etwas mitbekommt.“ Dazu kommt, dass die Landeshauptstädter neben den offensiven Abwehrsystemen auch defensiver agieren können. „Wenn man Lösungen gegen diese offensiven Deckungen findet, dann haben sie eine kompakte und stabile 6:0-Formation, was es schwer macht“, erklärt Mario Schuldes: „Wir dürfen nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen wollen oder irgendetwas erzwingen, sondern müssen unsere Stärken vor allem im Spielerischen auf das Parkett bringen und wenn uns das gelingt, dann haben wir gute Chancen, erfolgreich zu sein.“ Dafür sieht der Einheit-Trainer seine Schützlinge gut vorbereitet, die sich gerade zuletzt beim 30:27-Auswärtssieg beim Aufsteiger SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz verbessert zeigten. „Die ersten Begegnungen haben gezeigt, wenn wir uns an unser taktisches Konzept halten, dann sind wir gerade im Angriffsspiel gut unterwegs“, fordert Schuldes konzentriert zu agieren: „Dresden spielt schnell, möchte mit der offensiven Abwehr Fehler erzwingen, weshalb wir uns nur wenige Ballverluste erlauben dürfen und effektiv im Abschluss sein müssen, um auch die Torhüter gar nicht ins Spiel kommen zu lassen.“ Doch gerade in der Offensive leisteten sich die Spitzenstädter bisher ungewohnt viele Fehler. „Wir hatten in den ersten Aufeinandertreffen zu viele Fehlwürfe, auch zu viele freie Würfe liegen gelassen und auch zu viele technische Fehler ohne Druck gemacht“, bestätigt der Übungsleiter: „Da haben wir noch Potenzial, uns zu steigen und das müssen wir auch, um in Dresden punkten zu können.“ Denn neben dem starken Torhüter-Trio um Jan Drefahl, Tillmann Prager und Oliver Sandin haben die Jungtiger von EHF-Mastercoach Gonzalo Tajuelo mit Spielmacher Eric Schmelzer, dem portugiesischen Linksaußen sowie Siebenmeterwerfer Henrique Bilhastre und Kreisläufer Ediz Aktas weitere Schlüsselspieler in ihren Reihen. „Die Dresdner sind alle gut ausgebildet, im Angriff eingespielt und haben einem starken Trainer, der die Mannschaft kontinuierlich verbessert hat“, sieht Mario Schuldes „eine konstante Entwicklung“ beim Spitzenreiter: „Jeder muss vollen Einsatz zeigen, denn wir brauchen eine kompakte Deckung und müssen als Team verteidigen - und dann brauchen wir auch nicht gegen Dresdens Positionsabwehr anzurennen.“ Dass das Perspektivteam des Zweitbundesligisten mit hohem Tempo agiert und dank der vollen Bank viele Wechseloptionen hat, macht dem Einheit-Trainer keine Sorgen. „Wir haben einen breiten Kader, können die Belastung verteilen und auch über die vollen 60 Minuten unser Tempospiel spielen“, ist Schuldes zuversichtlich, der noch nie in Dresden gewonnen hat: „Wir brauchen Punkte, wollen Elbflorenz besiegen und uns ein gutes Gefühl für die weitere Saison holen.“

Damit die Füchse beim verlustpunktfreien Tabellenführer auch punkten können, zählen in der so wichtigen Auswärtsfahrt die Rot-Weißen wieder auf ihre treuen Anhänger - zwar fährt diesmal kein Mannschaftsbus, doch der Weg in die Landeshauptstadt ist nicht weit und das Aufeinandertreffen beginnt am Sonntagnachmittag, um 17 Uhr, in der BallsportARENA Dresden (Weißeritzstraße 4). (flow)

 

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