Einheit will zweiten Heimsieg bejubeln

18.09.2025

Obwohl die Handballer des HC Einheit Plauen in der Regionalliga Mitteldeutschland schon seit fast einem Jahr nicht mehr auf eigenem Parkett verloren haben, wird das Spiel am Samstagnachmittag ab 17 Uhr gegen die HG 85 Köthen ein echter Härtetest. Wie die Füchse wieder ein erfolgreicheres Gesicht zeigen sollen.

Die Statistik zwischen den Rot-Weißen und Bachstädtern lässt nicht unbedingt Vorfreude aufkommen, denn in acht Partien auf eigenem Parkett kassierten die Spitzenstädter schon sechs Niederlagen bei nur zwei Siegen - und auch die Gesamtbilanz der bisherigen 15 Begegnungen unterstreicht die statistische Außenseiterrolle der Vogtländer: Elf Niederlagen, ein Unentschieden und nur drei Siege. „Köthen agiert sehr kampfbetont, ist immer körperlich präsent, konsequent im Angriff und hat mit Lukas Krug sowie Frank Grohmann erfahrene Torschützen“, erklärt Einheit-Kapitän Maximilian Krüger. Doch schon in der vergangenen Saison konnten die Füchse den Bann mi dem 31:28-Sieg brechen und feierten den zweiten Heimerfolg gegen die Sachsen-Anhalter - nach dem 26:17 im April 2016. „Wir müssen eine gute Leistung bringen und langsam in die Saison kommen, dann haben wir gute Chancen, gegen jede Mannschaft zu gewinnen - auch gegen Köthen“, zeigt sich Einheit-Trainer Mario Schuldes trotz der schwachen Bilanz zuversichtlich für das 16. Duell: „Es ist schon bisschen etwas anderes, weil sich beide Mannschaften kennen und deshalb man eher weiß, wie Köthen spielt, was die Vorbereitung erleichtert.“ Die Bachstädter haben eine gute Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Akteuren - wie im rechten Rückraum mit Yasin Noah Jaidi und Frank Grohmann. „Jaidi ist sehr dynamisch, schnell und stark im Eins-gegen-Eins, während Grohmann auch mal mit einem Fernwurf oder Kreisanspiel die Defensive vor Probleme stellt“, berichtet Schuldes: „Köthen ist eine sehr emotionale Truppe mit unterschiedlichen Spielertypen, die sich sehr gut ergänzen.“ Doch die Sachsen-Anhalter haben mehr als nur einen starken Rückraum. „Wir werden vor verschiedene Aufgaben gestellt werden und müssen darauf Lösungen finden“, fordert der Übungsleiter, der seine Schützlinge gut vorbereitet sieht: „Wir müssen im Verbund verteidigen, aktiv sein und den Gegner zu Fehlern zwingen - und wenn uns das gelingt, dann werden wir auch erfolgreich sein.“ Dafür gilt es, die einfachen Fehler wie in Bernburg sowie gegen Eisenach zu minimieren und über die Defensive ins Tempospiel zu kommen, um die Bachstädter unter Druck zu setzen. „Mit dem Positionsangriff waren wir in den ersten zwei Aufeinandertreffen zufrieden, denn wir finden in verschiedenen Aufstellungen gute Lösungen“, so Mario Schuldes: „Die Deckung war allerdings noch nicht wieder auf dem Niveau, wie wir uns das wünschen und deshalb kamen wir noch nicht so oft in unser Umschaltspiel.“ Vor allem das Fehlen des Abwehrchefs Lukas Horky machte sich deutlich bemerkbar, so mussten die Rot-Weißen gegen den Oberliga-Aufsteiger 31 und gegen den Drittliga-Absteiger 38 Gegentore hinnehmen. „Wir haben keine anderen Alternativen, deshalb müssen wir das mit unseren Kreisspielern lösen und sie immer besser machen, was allerdings auch Zeit braucht“, begründet der Einheit-Trainer den neuen Mittelblock mit Jakub Sira, Florian Wokan und Vaclav Kotesovec: „Wir waren mit unserem Spiel vor allem in der Verteidigung bisher nicht zufrieden, haben aber die Fehler ausgewertet und an den Schwerpunkten gearbeitet, damit wir uns gegen Köthen anders präsentieren.“ Denn die Spitzenstädter wollen an ihre Heimstärke anknüpfen und die Ungeschlagenserie auf zwölf Spiele ausbauen. „Ich denke, dass wir auf eigenem Parkett bisschen anders auftreten, was ganz normal ist“, hofft Schuldes auf viele Zuschauer: „Wir wollen den Fans wieder guten Handball bieten und setzten auf die lautstarke Unterstützung von den Rängen, die den Jungs hilft, einfacher über eine Schwächephase hinwegzukommen.“ (flow)

 

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