Einheit gastiert bei Drittliga-Absteiger
Eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison in der Regionalliga Mitteldeutschland bestreiten die Handballer des HC Einheit Plauen bereits am zweiten Spieltag beim SV Anhalt Bernburg. Wie die Füchse als Außenseiter dennoch am Samstagabend ab 18 Uhr punkten wollen.
Es ist ein Novum in der 101-jährigen Vereinsgeschichte: Noch nie haben die Rot-Weißen in einem Pflichtspiel gegen den SV Anhalt Bernburg die Klingen gekreuzt. „Gegen so ein Top-Team das erste Mal zu spielen, ist nochmal bisschen motivierender“, freut sich Einheit-Trainer Mario Schuldes auf das Auswärtsspiel am Samstagabend ab 18 Uhr: „Wir wollen ein sehr gutes Spiel machen und wenn uns das gelingt, dann haben wir auch in Bernburg gute Chancen, zu punkten.“ Dabei stimmt dem Übungsleiter vor allem der 33:31-Auftaktsieg gegen den ThSV Eisenach II in die neue Saison in der Regionalliga Mitteldeutschland zuversichtlich. „Zwar haben wir nicht gut gespielt, aber trotzdem recht souverän gewonnen und das zeigt, wie stark wir sind“, sagt Schuldes: „Wir hatten immer wieder Phasen, die wirklich gut waren und wenn wir daran anknüpfen sowie darauf aufbauen, dann bin ich guter Dinge, dass wir auch Bernburg einige Probleme bereiten können - und hoffentlich auch etwas Zählbares mit nach Plauen mitnehmen können.“ Nun kommt also nach dem thüringer Oberliga-Aufsteiger der sachsen-anhaltinische Drittliga-Absteiger und damit ein echter harter Brocken. „Ich denke, dass die Art des Spiels deutlich anders als gegen Eisenach sein wird und dass Bernburg eine stärkere Truppe ist, denn in Freiberg muss man erst einmal gewinnen“, spielt der Einheit-Trainer an den 27:23-Erfolg beim sächsischen Oberliga-Aufsteiger HSG Freiberg an: „Das wird ein ziemlich schweres Spiel für uns.“ Zudem sind die Spitzenstädter nach dem erfolgreichen Auftakt auf heimischem Parkett nun erstmals in fremder Halle gefordert, während die Salzländer erstmals eine Partie in der Regionalliga vor eigenem Publikum austragen. „In dieser Saison haben wir uns auf die Fahne geschrieben, dass wir die Auswärtsspiele besser als in der vergangen Saison bestreiten wollen, von daher haben wir nun die erste Chance, das auch zu beweisen“, kündigt Mario Schuldes an: „Bernbrug ist eine größere Herausforderung, aber wir freuen uns auf die Begegnung und haben wieder alle Mann an Bord.“ Jeden einzelnen Spieler wird es auch wieder brauchen, denn die von dem Dänen Dan Muurholm Jürgensen trainierte Auswahl hat sich den direkten Wiederaufstieg in die dritte Liga als Saisonziel gesetzt und wurde dafür auch mit internationalen Neuzugängen verstärkt. „Ich denke, dass Bernburg am Ende der Spielzeit in der Tabelle mit vorne landen wird und zähle sie zu den Top-Teams der Liga, neben dem zweiten Drittliga-Absteiger HC Burgenland und den drei Medaillengewinnern NHV Concordia Delitzsch, HSV Bad Blankenburg und USV Halle, die alle vor uns als Viertplatzierte einkamen“, mutmaßt der Übungsleiter: „Es ist schwer vorauszusagen, aber es werden vier, fünf Mannschaften um die Meisterschaft mitspielen und da zählt Bernburg dazu - und wer der größte Favorit auf den Aufstieg wird, wird sich nach der Hinrunde zeigen.“ Solange soll und darf es bei den Vogtländern aber nicht mehr dauern, bis wieder alle Automatismen stimmen. „Dass wir uns noch bisschen einspielen müssen, ist keine Frage, aber das geht den anderen Aufgeboten sicherlich genauso und gegen wen wir wann spielen, ist eigentlich egal“, gesteht Schuldes: „Wir schauen auf uns, wollen unsere Stärken einbringen und damit Bernburg vor Schwierigkeiten stellen.“ So wollen die Plauener mit einer stabilen Abwehr und einem guten Torhüter in ihr starkes Tempospiel kommen. „Vor allem in der Deckung müssen wir die individuellen Fehler abstellen und dann bekommen wir auch unsere Ballgewinne“, weiß der Einheit-Trainer: „Auch im Positionsangriff sollten wir wieder ganz gute Lösungen gegen Bernburg finden.“ (flow)
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