Einheit bereitet sich auf herausfordernde Saison vor
Seit dieser Woche befinden sich die Handballer des HC Einheit Plauen wieder im Mannschaftstraining und wollen so den Grundstein für eine erneut erfolgreiche Spielzeit legen. Wieso trotz des langfristigen Ausfalls von Abwehrchef Lukas Horky kein Ersatz verpflichtet wurde, es kein klassisches Trainingslager gibt und Trainer Mario Schuldes die Aufstockung auf 16 Auswahlen in der Regionalliga Mitteldeutschland kritisiert.
Nachdem bereits in der letzten Woche individuell trainiert wurde, begann nun am Dienstag die gemeinsame Vorbereitung für eine herausfordernde Saison. „Es war schön, nach der langen Zeit mal wieder zusammen zu kommen“, freut sich Einheit-Trainer Mario Schuldes nach der siebenwöchigen Pause: „Die Jungs haben alle etwas gemacht, sind fit und jetzt können wir ordentlich Gas geben.“ Im Juli wird der Schwerpunkt auf das Kraft- und Konditionstraining gelegt, aber auch immer wieder den Ball mit dazu genommen, damit es nicht zu eintönig wird - und auch die Ausdauereinheiten im Vogtlandstadion sollen für Abwechslung sorgen. „Wir haben in der letzten Saison gesehen, dass wir mit unserem ersten Schritt zu einem schnelleren Handball sehr erfolgreich sind und wir haben nun den Kader so angepasst, dass wir noch schneller spielen können, weshalb wir sehr gezielt im athletischen Bereich arbeiten wollen“, kündigt Schuldes an: „Diese schnelle Spielweise fordert viel Kraft und da wollen wir in der Vorbereitung die Grundlagen legen, um noch konsequenter sowie länger das Tempo gehen zu können, um unser Spiel ordentlich durchzuziehen.“ Dennoch sieht der Einheit-Trainer die längere Spielzeit mit nun 30 statt 26 Partien und der damit einhergehenden höheren Belastung sehr kritisch. „Ich bin von der Aufstockung der Liga von 14 auf 16 Mannschaften kein Freund, ich finde es nicht gut, weil es auf Kosten der Spieler geht und so vier Regenerationswochenenden wegfallen“, so Mario Schuldes: „Das ist schwierig aufzufangen und dann müssen wir während der Saison die Belastung noch weiter in den Trainingseinheiten dosieren, aber vier Spiele mehr sind nicht ohne.“ Doch eine Vergrößerung des 15-Mann-Kaders sei finanziell nicht möglich gewesen, um die Mehrbelastung noch besser zu kompensieren. „Wir haben unser Budget und ob wir vier Begegnungen mehr haben, spielt da keine Rolle“, fügt der Übungsleiter hinzu: „Ich bin zufrieden mit den 15 Spielern, wir müssen die Belastung bestmöglich verteilen und auch wenn ich gerne ein, zwei Akteure mehr hätte, geht es einfach nicht.“ Der Kader sei breit genug. „Wir haben noch den Anschlusskader mit den jungen Spielern und da werden wir versuchen, sie mit zu integrierten“, ergänzt Schuldes: „Wir müssen damit klarkommen und ich hoffe, dass wir verletzungsfrei durch die Saison kommen.“ Denn das gelang in der vergangenen Spielzeit nicht, ausgerechnet im letzten und für beide Aufgebote tabellarisch bedeutungslosen Aufeinandertreffen beim abgestiegenen HSV Apolda verletzte sich Abwehrchef Lukas Horky schwer - der 34-jährige Tscheche riss sich die linke Achillessehne und fällt noch mehrere Monate aus. „Dass uns Lukas fehlt, ist ein sehr großes Handicap, denn er ist ein absoluter Anführer, wie er seine Mitspieler mitreißt und deshalb hoffen wir, dass uns Lukas schnellstmöglich wieder zur Verfügung steht“, sagt der Einheit-Trainer: „Wir müssen das in der Mannschaft auffangen, aber ich sehe darin auch eine Chance, dass sich die Truppe entwickelt und andere Jungs die Verantwortung in der Abwehr übernehmen, was uns nach vorn bringt.“ Dennoch habe sich das Trainerteam mit dem Vorstand ausgetauscht und den Markt sondiert, allerdings keinen Ersatz für den herben Ausfall gefunden. „Es bringt nichts, nur einen Spieler zu verpflichten, um noch einen weiteren Neuzugang zu haben, sondern er muss qualitativ passen und aufgrund des sehr späten Zeitpunkts war dann beim Preis-Leistungs-Verhältnis nichts zu machen“, erklärt Mario Schuldes: „Wenn wir etwas machen hätten können, was der Auswahl geholfen hätten, dann hätten wir es gemacht.“ Obwohl es in diesem Sommer kein klassisches Trainingslager gibt, zeigt sich der Übungsleiter zuversichtlich, dass die vier Neuzugänge schnell integriert werden. „Es hatte von den Terminen nicht gepasst, aber wir werden dafür ein Auswärtsturnier in Tschechien bestreiten, bei dem wir zwei Tage vor Ort sind und eine hohe Belastung mit Teambuilding haben“, begründet Schuldes, der sich schon auf den Höhepunkt der Saisonvorbereitung mit dem eigenen Spitzen-Cup am 16. August freut: „Ich finde es ein gutes Turnier und sehr schön, dass wir den Zuschauern während der Vorbereitung auch ein paar Spiele in der Einheit-Arena bieten können, da sonst die Testspiele ohne Fans unter der Woche stattfinden werden.“ Eröffnet wird die neue Spielzeit dann am 6. September mit einem Heimspiel des HC Einheit Plauen gegen Aufsteiger ThSV Eisenach II. (flow)
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